Samstag, September 19, 2009

MANNdat erfragt Jungenpolitik der Bundestagskandidaten

Wer in den letzten Jahren die Nachrichten auch nur halbwegs aufmerksam verfolgt hat, weiß, dass die Bildungskrise eine der größten Herausforderungen für unser Land darstellt. Ebenso bekannt ist, dass es sich bei dieser Bildungskrise weit überwiegend um eine "Jungenkrise" handelt – wobei seit mehr als zehn Jahren belegt ist, dass diese sogar für die gleiche Leistung schlechtere Noten erhalten als Mädchen. Der Aktionsrat Bildung erklärte dazu unmissverständlich, dass die Ungleichheit in diesem Bereich inzwischen die Grenzen des rechtlich und moralisch Hinnehmbaren überschreite.

Was liegt da für eine Bürgerrechtsgruppe, die für Jungen und Männer eintritt, näher, als vor der Wahl Bundestagskandidaten verschiedener Parteien danach zu befragen, in welcher Weise sie sich dieser wichtigen und drängenden Problematik stellen wollen. MANNdat hat das getan: Die erhaltenen Antworten sind ebenso aufschlussreich wie enttäuschend.

Diese Antworten belegen aber zugleich, dass es entgegen aller gegenteiligen Rhetorik überhaupt keine Rolle spielt, welchem Geschlecht die Personen angehören, die sich in den führenden Positionen unserer Gesellschaft befinden, sondern vielmehr für welches Geschlecht diese Verantwortungsträger in erster Linie tätig sind. Letzeres entscheidet sich offenbar allein danach, wer über die größte Lobby verfügt. Und das sind bei Geschlechterfragen eben mit gewaltigem Abstand die Feministinnen. Die "Grenzen des rechtlich und moralisch Hinnehmbaren" haben da längst ihre Bedeutung verloren.

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Montag, September 14, 2009

FOCUS: "Im Zweifel gegen den Mann"

Faktisch ist die Emanzipation beendet, Frauen haben sogar auf vielen Gebieten die Männer überholt. Dennoch reißt die Klage über Frauenunterdrückung nicht ab – ein sicheres Mittel der Machtausübung.


Mit diesem Teaser eröffnet heute die Titelgeschichte des Leitmediums FOCUS – eine Titelgeschichte, die zeigt, dass unsere langjährige Recherche und das Zusammenstellen der gewonnenen Informationen allmählich Früchte trägt. "Weiblichkeit wird prämiert, Männlichkeit diskriminiert" findet sich im Kopf dieses Beitrags auch ein Zitat des Professors für Medienphilosophie Norbert Bolz.

"Fakten, Fakten, Fakten" ist bekanntlich das Motto des FOCUS, und auch dieser insgesamt 13 Seiten umfassende Beitrag ist in erster Linie ein Faktenbombardement. Stellenweise liest er sich wie ein Konzentrat der letzten Jahre Genderama. Zu den behandelten Aspekten gehören beispielsweise:

- männerfeindliche Reklame, etwa von ARD-Chef Volker Herres und der Versicherungsgruppe Cosmos Direkt
- die Bildungsbenachteiligung der Jungen (schlechtere Noten für gleiche Leistungen)
- einseitige Förderung nur der Migrantinnen
- die schlechtere Position von Männern auf dem Arbeitsmarkt (mehr Arbeitslose, die schlechteren Jobs, immer häufiger auch weniger Gehalt als Frauen)
- die einseitige Frauenbevorzugung in der Wirtschaft und an Hochschulen (etwa wenn Professorenstellen bevorzugt an Frauen vergeben werden)
- die Benachteiligung von Männern im Gesundheitswesen
- die männerfeindliche Rechtsprechung insbesondere bei Sorgerechtsprozessen
- das sexistische Gender Mainstreaming und vergleichbare Maßnahmen bis hinein ins Weiße Haus
- die staatliche Frauenförderlobby als hochlukrative, milliardenschwere Industrie
- darunter die Förderung von Gruppen wie BIG mit 250.000 Euro pro Jahr (!) für evidenzfreie Parolen aus der Steinzeit des Feminismus ("häusliche Gewalt wird fast ausschließlich von Männern ausgeübt")
- die fehlende finanzielle Unterstützung von seriöser Forschung wie der des Sozialwissenschaftlers Hans-Joachim Lenz, der unter anderem herausfand, dass 26,8 Prozent aller befragten Männer bereits Gewalt von ihrer Partnerin erlebt hatten
- das Ergebnis einer Umfrage auf "Welt"-Online, bei dem 67 Prozent befanden, dass heute viel eher Männer als Frauen benachteiligt würden
- die politische Arbeit von Männerrechtlern wie MANNdat, des Väteraufbruchs für Kinder und der Autoren von "Befreiungsbewegung für Männer"
- wie das Bundesfamilienministerium die irreführende Behauptung, Frauen erhielten für gleiche Arbeit weniger Lohn, nach dem Protest von Männerrechtlern klammheimlich von seiner Website entfernte.

In einem mehrseitigen Interview versucht Frauenministerin Ursula von der Leyen zwar einige Vorwürfe zurückzuweisen und zu relativieren, zeigt aber immerhin verbale Aufgeschlossenheit für den Unmut der wachsenden Männerbewegung. (Dass ich dieser Person inzwischen kein Wort mehr glaube, zwei Wochen vor der Wahl schon gar nicht, brauche ich wohl nicht eigens zu erwähnen.)

Alles in allem müssten diese Artikel viele Leute aufrütteln, für die "Männerdiskriminierung" ein völlig neues Thema ist und die zugunsten der erwähnten milliardenschweren Frauenindustrie ja auch gezielt dumm gehalten werden.

Die Autoren dieser FOCUS-Titelgeschichte sind Michael Klonovsky, Alexander Wendt und Ulrike Plewnia. Die Redaktion freut sich bestimmt über Leserbriefe an leserbriefe@focus-magazin.de. Auch hier gilt: Protestierende Feministinnen melden sich bestimmt – und wir wollen doch weitere Artikel dieser Art. :-)

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Montag, September 07, 2009

Schwesig (SPD) fordert Frauenquote: 40 Prozent in die Aufsichtsräte

Die SPD will dafür sorgen, dass binnen fünf Jahren 40 Prozent aller Aufsichtsratsposten von Frauen besetzt werden. "Diese Quote soll bis 2014 erfüllt sein", sagte Manuela Schwesig, im Wahlkampfteam von SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier zuständig für Frauen und Familie.


Die Financial Times berichtet über eine weitere Annäherung der Spezialdemokraten an sozialistische Ideen.

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Freitag, August 28, 2009

Lesermail (Tusk)

Genderama-Leser A.C. mailt mir zur geplanten Aushebelung der Demokratie in Polen:

Das Beispiel Polens zeigt, wie diese Entwicklung in Gang kommt: Ein Politiker, der sich in der Defensive sieht, verspricht eine Quotierung - sprich Bevorzugung, da der demokratische Prozess ausgehebelt wird - der Frauen für seine Partei. Zweifellos wird es nicht wenige Frauen geben, die das, was ihnen Privilegien verschafft, auch als "gerecht" empfinden. Gelingt es ihm schließlich damit, mehr weibliches Wählerpotential anzuziehen, sind andere Parteien schließlich gezwungen, nachzuziehen, wollen sie sich nicht der Bedrohung durch abwanderndes weibliches Wählerpotential aussetzen. Auf diese Weise wird Frauenquote dann in allen Parteien obligatorisch, da es sich keine Seite mehr erlauben kann, Frauen nicht bevorzugt zu behandeln, und es kommt zu einer Situation wie bei uns.

Dieses Beispiel zeigt sich in erschreckend deutlicher Weise, wie demokratische Mechanismen (das Recht der freien Wahl) die demokratischen Prinzipien (der Anspruch auf gleiche Bedingungen für alle, unabhängig von Geschlecht, Rasse etc.) destruieren. Vielleicht etwas, über das man sich mehr Gedanken machen sollte: Empfinden viele diese Vorgehensweise bei Frauen auch als gerecht, sollte klar sein, dass das entscheidende Merkmal je nach Stimmung austauschbar und die eingeforderte Prozentzahl beliebig verschiebbar ist.

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Tusk will Frauen auf ersten Plätzen der Hälfte der Wahllisten

Zu den Ländern, die demokratische Prozesse aushebeln, um Frauen in politische Spitzenpositionen zu hieven, dürfte bald auch Polen gehören:

Das könnte ein wahrer Durchbruch für die männerdominierte polnische Politik werden. Der Ministerpräsident und Chef der rechtsliberalen Regierungspartei PO (Bürgerplattform), Donald Tusk, will, dass Frauen die ersten Plätze auf der Hälfte der Wahllisten der Partei zum Parlament einnehmen, berichtete die Tageszeitung "Gazeta Wyborcza" am Montag. Die männlichen Politiker der PO sind schockiert und empfinden die Idee des Premiers als "Diskriminierung der Männer".


Was aber nicht weiter stören sollte, denn wenn Männer benachteiligt werden, ist das selbstverständlich "positive Diskriminierung".

Hier erfährt man mehr über die Reaktionen auf Tusks Pläne.

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Montag, August 17, 2009

Grüne: Alice Schwarzer nicht mehr feministisch genug

Es geht immer noch einen Tacken absurder:

Die Herausgeberin der Emma ist nach Ansicht der nordrhein-westfälischen Grünen kein Sprachrohr der Frauenbewegung mehr. "Alice Schwarzer erfüllt die Funktion, kritische Stimme zu sein, immer weniger", sagte die Grünen-Landesvorsitzende Daniela Schneckenburger am Montag in Düsseldorf. Die 66-Jährige habe eine zu starke Nähe zur CDU entwickelt und es seit langem versäumt, zu frauenpolitischen Themen auf Bundes- wie Landesebene kritisch Stellung zu nehmen, meinte Schneckenburger.


Daraufhin machte der nordrhein-westfälische CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst in erfrischender Offenheit deutlich, dass die feministische Ideologie längst nicht mehr nur im linken Lager beheimatet ist, sondern alle großen Parteien durchtränkt – einschließlich der konservativen. Genau deshalb sprechen Männerrechtler ja auch davon, dass wir, was die Geschlechtefrage angeht, längst in einem Ein-Partien-System leben. So wie es in anderer Hinsicht die DDR gewesen war.

Die "taz" berichtet.

Nachtrag vom nächsten Morgen: Wie die "Frankfurter Allgemeine" spekuliert, greifen die Grünen Alice Schwarzer vor allem deshalb an, weil sie im Mai 2008 als ein Mitglied von Jürgen Rüttgers (CDU) Zukunftsteam vorgestellt worden ist.

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Samstag, August 15, 2009

Grünen-Frauen schicken die Männer vor die Tür

Die Grünen sind eben doch noch anders als die anderen Parteien. Bestes Beispiel ist ihr Sonderparteitag in Neumünster. Alles schien nach Plan zu laufen. Doch dann verwiesen die Frauen des Landesverbandes Schleswig-Holstein die männlichen Delegierten für 15 Minuten des Saales und berieten allein weiter.


Ein Satz in diesem "Welt"-Artikel bringt die feministische Ideologie, die nicht nur auf diesem Parteitag herrscht, gekonnt auf den Punkt:

Die Frauen sollen entscheiden, ob die Männer reden dürfen, auch wenn keine Frau etwas zu sagen hat.

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England: Landesweit Sondergerichte für häusliche Gewalt (gegen Frauen)

Wie das britische Boulevardblatt The Sun meldet, werden in Großbritannien gerade landesweit Schnellgerichte für "Überlebende häuslicher Gewalt" eingerichtet, die "Frauen ermuntern sollen, ihre Misshandler zu verfolgen". Dabei erhielten Frauen, die Anhaltspunkte für einen gewalttätigen Ehemann vorlegen, Hilfe durch Experten und Fürsprecher, während die Richter zugleich Gefängnisstrafen und einstweilige Verfügungen aussprechen sowie direkt im Anschluss ein Scheidungs- und Sorgerechtsverfahren einleiten können.

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Montag, August 03, 2009

Lesermail (Jungenförderung)

Zu dem auf Genderama verlinkten Beitrag zum Artikel "Sind Jungs gut, wenn sie sich wie Mädchen verhalten?" aus der Ärztezeitung vom 29.07.2009 erreicht mich eine Lesermail des MANNdat-Vorsitzenden Dr. Bruno Köhler:

Der Überschrift des Artikels, kann ich voll und ganz zustimmen. Die Jungenarbeit, wie sie sich im Zeichen eines „Neue Wege für Jungs“ zunehmend etabliert, ist weniger eine Jungenförderung als eine Jungenumerziehung im profeministisch-ideologischen Sinn. Es ist deshalb wichtig, dass Schule und Gesellschaft Jungen als Jungen akzeptieren und respektieren und dass Schule und Gesellschaft jungengerechter werden.

Aber darum geht es in dem Artikel aus der Ärztezeitung gar nicht. Vielmehr wird die zunehmende Nutzung z.B. ergotherapeutischer Maßnahmen für Jungen kritisiert. Der Autor hat zwar Recht, wenn er darlegt, dass sich Jungen tendenziell langsamer im Bereich Motorik und Sprachfähigkeit entwickeln. Das Problem ist aber, dass dies die Schule nicht im Geringsten interessiert. Wenn es um die Notengebung geht, werden diese biologischen Rahmenbedingungen, für die die Jungen ja nichts können, nicht berücksichtigt. Fast 60% der Jungen haben zum Zeitpunkt der Einschulung in mindestens einer der schulischen Kompetenzen wie Sprachfähigkeit oder Motorik erhebliche Defizite. Wenn die Bildungspolitik schon Jungen in einem Alter in die Schule schickt in dem sie noch nicht schulreif sind, sollte sie sich zumindest um diese kümmern. Es ist zudem schon recht seltsam, dass die Unterschiede zwischen den Geschlechtern immer nur dann betont werden, wenn es zum Nachteil der Jungen ist.

Die Kritik des Autors an der rasch anwachsenden Medikamentierung von ADHS-Kindern – vorrangig Jungen – kann ich unterstützen. Aber hier handelt es sich um ein gesundheitspolitisches Versagen. Es gibt – gerade auch im Hinblick auf die Verwendung von Psychopharmaka – keine unabhängige, staatlich initiierte umfassende und abschließende Studie zu ADHS. Die Broschüre der BZgA zu ADHS, derzeit immer noch Stand Oktober 2006, kann als einzigen „Erfolg“ ihrer „Bemühungen“ auf das Eckpunktepapier der Konsensuskonferenz des Bundesgesundheitsministeriums aus dem Jahr 2002 verweisen, das von Allgemeinplätzen und Grundsätzlichem gekennzeichnet ist und die von der Realität, wie sie in der Kinderarztpraxen bei ADHS vorzufinden ist, Lichtjahre entfernt zu sein scheint. Eltern von ADHS-Kindern, die nach Hilfe bei der Frage nach der Medikamentierung suchen, landen über kurz oder lang bei Aussagen von Pharmafirmen. Was sollen Eltern tun, wenn man sie nur vor die Wahl stellt, seinem Kind entweder Psychopharmaka zu geben oder es auf die Verliererstraße zu schicken?

Dass der Staat ebenso tatenlos dieser Entwicklung zusehen würde, wenn 90% der mit Psychopharmaka behandelten ADHS-Kinder nicht Jungs sondern Mädchen wären, ist sehr unwahrscheinlich. Wahrscheinlich würde man sogar reine Mädchenförderprogramme dafür entwickeln. Es würde mich auch nicht wundern, wenn demnächst eine spezielle Studie „ADHS bei Mädchen“ veröffentlicht würde, um den „speziellen Bedürfnissen der Mädchen“ bei ADHS gerecht zu werden.

Am Ende des Artikels wird die eigentliche Intention des Autors deutlich. Diese Jungenförderung würde das Gesundheitswesen über Gebühr strapazieren. Das ist lächerlich angesichts der Tatsache, dass die Wenigerleistung im Gesundheitswesen für Jungen und Männer gegenüber Frauen und Mädchen jährlich etwa 30 Milliarden € ausmacht (Leistungen für Schwangerschaft und Geburt bereits abgezogen), wie es das Statistische Bundesamt belegt. Jetzt soll den Jungen ausgerechnet noch das bisschen Jungenförderung weggenommen werden, das ihnen zusteht?

Bei der Nutzung von ergotherapeutischen oder logopädischen Angeboten geht es nicht darum, Jungen zu Mädchen zu machen, sondern darum, ein klein wenig die massive, politisch durchaus bewusst kalkulierte Vernachlässigung staatlicher Jungenförderung auszugleichen.

Man darf nicht vergessen: Eltern sind die einzige Lobby, die Jungen haben. Die Politik interessiert sich für die Jungs nicht. Und ich empfehle allen Eltern, die ihnen zur Verfügung stehenden Angebote intensiv zu nutzen, um ihre Söhne in einem nicht sehr jungengerechten Bildungswesen zu unterstützen. Es darf nicht sein, dass man an den Jungen spart, während man erwachsenen, selbstständigen Frauen jährlich immer neue Förderungen finanziert. Die Jugendpolitik, die sich eigentlich auch für Jungen einsetzen sollte, ist für Jungen keine Hilfe. Im Gegenteil, sie ja gerade die treiben Kraft bei der Ausgrenzung von Jungen (siehe Zukunftstag nur für Mädchen). Die Politik interessiert sich nur für die Frauenquote. Und je mehr Jungs den Bach runter gehen, desto besser ist es für die Frauenquote. So einfach ist das.

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Samstag, Juli 11, 2009

Frauenquote in den Parteien längst übererfüllt

Noch einmal schnell in die Foren: Genderama-Leser "McLaine" hat einige Recherchearbeit aufgewendet, um hier eine hochinteressante Analyse über die Bevorzugung von weiblichen Mitgliedern in den Bundestagsparteien zu präsentieren. Zwei seiner Ergebnisse:

Es wäre dreimal wahrscheinlicher, dass ein x-beliebiges CSU-Mitglied Bundestagsabgeordneter wird, wenn es eine Frau ist.


Eine Frau hat bei den Grünen eine 3,56 fach höhere Chance, in den Parteivorstand gewählt zu werden, als ein Mann.


Dem unbenommen fordert beispielsweise Bundesjustizministerin Zypries eine weitere Bevorzugung von Frauen. Und keiner unserer Politiker oder "Qualitätsjournalisten" stört sich daran. Denn Diskriminierung zu Lasten von Männern geht für diese Leute voll in Ordnung und wird nicht hinterfragt.

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Sonntag, Juli 05, 2009

Lesermail (Piratenpartei/"Zeit")

Genderama-Leser J. schrieb mir gestern:

Hallo Arne Hoffmann,

seit heute früh höre ich den Stream des Bundesparteitags des Piratenpartei. Insgesamt bemüht sich die Partei sehr darum, ein demokratisches Vorgehen zu verfolgen, auch wenn es teilweise dann länger dauert.

Irgendwann kam auch die Frage der Qoutierung, Frauengruppen und dergleichen schiere Begeisterung auslösende Themen auf.

Während das einige Leute tatsächlich für toll hielten, gab es vor Ort (sprachlich) wie im IRC (siehe Wikipedia) reichlich Gegenfeuer: dass Quoten Unfug wären und dass Pirat das generische Maskulinum wäre.

So weit, so interessant. Dort ist auf jedenfall eine tendenzielle Position vorhanden.

Die "Zeit" hat dazu einen Artikel gemacht, der zwar ganz interessant ist, aber auf der dritten Seite voll und ganz den normalem Stil der Zeit entspricht (und mit dem Inhalt des Streams letztendlich nichts zu tun hat):

"Nach Meinung von Kritikern ist vor allem ein Punkt verbesserungsbedürftig: Sie finden, die Piraten müssten attraktiver für Frauen werden. Denn wenn es um das weibliche Geschlecht geht, scheinen die Piraten den Nerv der Gesellschaft auf keinen Fall zu treffen."


Eine Partei, die ausnahmsweise mal nicht als oberstes Thema "Frauen" hat und sich auch dadurch von allen anderen abheben könnte: Sowas geht für die "Zeit" offensichtlich gar nicht. Wo kämen wir denn dahin, wenn eine neue Partei plötzlich aus dem allgemeinen Gleichschritt ausschert – da geht doch das ganze heimelige DDR-Gefühl verloren, das unsere Femokratie mittlerweile ausmacht. Da Kai Biermann das in seinem Artikel aber nicht so schreiben will, schwadroniert er ominös über eine "Meinung von Kritikern". Ob sich dahinter Alice Schwarzer oder der oberste feministische Rat der "Zeit" selbst verbirgt, das bleibt dem Leser leider verborgen.

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Bundestagsparteien überbieten einander in feministischem Populismus

Die SPD steckt mit den Umfragewerten tief im Keller. Jetzt versucht Kanzlerkandidat Steinmeier einen Befreiungsschlag: Er will die Hälfte seines Kabinetts mit Frauen besetzen und gegen die vermeintliche "Lohndiskriminierung" von Frauen vorgehen. Augenblicklich gibt es Einwände und Proteste: Sowohl Steinmeiers Parteikolleginnen als auch Politkerinnen der Grünen gehen seine Ankündigungen längst nicht weit genug. Und eine Landesgruppenchefin der FDP kann sich gar ein "reines Frauenkabinett" vorstellen.

Spiegel-Online berichtet.

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Donnerstag, Juli 02, 2009

Frauen werden gefördert, Männer gefeuert

MANNdat berichtet.

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Donnerstag, Juni 25, 2009

Lesermail (Chancen der Männerbewegung)

Ein Leser, der neu auf unser Thema gestoßen ist, mailt mir:

Lieber Herr Hoffmann,

ich weiß nicht, ob Sie der richtige Ansprechpartner sind, aber ich weiß nicht, an wen ich mich wenden soll. Es macht mir wirklich richtig zu schaffen, was ich gerade durch ihren Blog Genderama oder auch durch MANNdat erfahren habe. Das war mir nie so bewusst, und ich muss sagen, ich habe regelrecht Angst. Ich bin noch nie ein durchsetzungsfähiger Mann gewesen - ich habe wirklich Angst, von dieser frauenfreundlichen Ideologie zerquetscht zu werden.

Lieber Herr Hoffmann ich engagiere mich wie Sie, aber so langsam zweifle ich an einem Erfolg. Denken Sie, dass es dafür überhaupt Möglichkeiten gibt? Ich hoffe, dass wir endlich dahin kommen, dass auch die Bedürfnisse und Wünsche, die Gefühle von uns Männern gehört und sie nicht pauschal abgewiesen oder verschwiegen werden. Ich kann keine Frau mehr lieben, habe jedes Vertrauen verloren.


Ich veröffentliche diese Mail (nach Rücksprache mit dem Absender) hier auch stellvertretend zu ähnlichen Mails, in denen ich gefragt werde, wie ich unsere Chancen in einer Femokratie sehe, in der Politik und Medien gegen die männliche Bevölkerung eng zusammenarbeiten und sie über wesentliche Dinge nicht einmal aufklären. Folgende Antwort mailte ich meinem Leser zu:

Keine Sorge, so wie Ihnen geht es vielen, die ebenso schlagartig wie umfangreich Informationen über die Situation von Männern in unserer Gesellschaft erhalten haben. Auch ich war ziemlich geplättet, als ich 2001 erstmals mit meinem Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" darauf aufmerksam machte. Damals war die Lage aber noch wesentlich düsterer als heute: Es gab keine Männerrechtsgruppen außerhalb der Väterbewegung, fast keine informativen Websites und Foren, man stand damals noch sehr allein, das Thema war ein großes Tabu. Inzwichen tut sich ja doch einiges: Wie ich gerade in meinem Blog berichtet habe, hat zum Beispiel heute Morgen die bekannte Zeitschrift CICERO auf das Elend aufmerksam gemacht, und ich glaube schon, dass weitere Medien dieses Thema aufgreifen werden. Wir haben sicherlich einen anstrengenden Kampf vor uns, aber wir sind auf dem richtigen Weg. Meiner Einschätzung nach wird irgendwann dasselbe passieren wie mit dem Apartheidsystem in Südafrika: Jahrzehntelang fragt man sich, warum nicht endlich was passiert, aber irgendwann ist der Umschlagspunkt erreicht, wo das System kippt.

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Mittwoch, Juni 24, 2009

Tauss: "Politiker sehen in Internet Bedrohung, weil es so in der EMMA steht"

Sobald der Ruf einer prominenten Person erst einmal ruiniert ist, kann sie es sich offenbar auch leisten, den verhängnisvollen Einfluss des radikalen Feminismus auf unsere Politik zu kritisieren. Der in den Medien als Kinderporno-Politiker verunglimpfte Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss, der kürzlich von der SPD zur Piratenpartei wechselte, fand inzwischen offene Worte, was die Angst der Politiker vor dem Internet angeht:

Das Netz spiegele nach dem Verständnis der Abgeordneten nicht die Probleme wider, sondern verursache sie in ihren Augen. Das seien vor allem "Islamismus, Pornos, Hacker, Bombenbauanleitungen, Terroristen, Rechtsradikale und dann auch noch amoklaufende Jugendliche". Deshalb seien viele Parlamentarier der Meinung, dass diese Dinge in Deutschland bekämpft werden müssten. Der CSU-Abgeordnete Hans-Peter Uhl habe gar gesagt, man könne bei der Überwachung von China zu lernen.

Ein weiterer Teil der Abgeordneten, wie die "durchaus netten Kolleginnen" Caren Marks und Christel Humme, seien "wirklich und ernsthaft" der Auffassung, mit dem Gesetz etwas gegen Kinderpornografie bewirken zu können, da es so seit 15 Jahren in der Emma stehe. Fakten zählten da nicht mehr.

Ein dritter Teil, dem auch Fraktionschef Peter Struck und Parteichef Franz Müntefering angehörten, habe sich vor einem negativen Medienecho gefürchtet. Struck habe seine Fraktion darum gebeten, zu überlegen, was die Zeitungen wohl bei einer Ablehnung sagen würden.

Diese "Mischung aus Borniertheit, Uninformiertheit, technischem Desinteresse, der guten Absicht, wenigstens etwas zu tun und Angst vor der Bild-Zeitung" habe dazu geführt, dass man weder die Expertenmeinungen noch die Meinungen von 134.000 Petentinnen und Petenten zur Kenntnis genommen habe.


Auf den Punkt gebracht: EMMA und BILD, nicht Sachverstand, bestimmen mittlerweile darüber, welche Politik in Deutschland gemacht wird. Wo das eine Blatt das linke Lager bedient, widmet sich das andere dem rechten. In Wirklichkeit arbeitet man aber längst eng zusammen. Und auch dass sich die einzige Opposition dazu im Internet bündelt, mag ein Grund dafür sein, dass so viele Politiker und Mainstream-Journalisten es als Bedrohung empfinden.

Sollte allerdings Tauss seine EMMA-kritische Haltung in die Piratenpartei einbringen, wäre das ein Grund mehr, sie zu wählen.

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Vom Iran lernen heißt siegen lernen!

Persien ist nur die Speerspitze einer Entwicklung, die bei uns genauso stattfindet. Die Iraner haben seinerzeit die Überwachung des Internets aus welchem Grund begonnen? Richtig: Im Kampf gegen die böse Pornographie! Und was versucht unsere Regierung gerade? Sie will aus dem gleichen Grund entsprechende Überwachungs- und Sperrmechanismen einführen ...


Roland Gläser beschäftigt sich auf "eigentümlich frei" mit den aktuellen Entwicklungen im Konflikt Staat/alte Medien vs. neue Medien/Bürger. Ergänzend dazu kann man heute im Standard lesen:

Die Installation von Internet-Überwachung und Filter-Technologien wird gerne damit gerechtfertigt, dass sie ja "nur" zum Schutz vor kriminellen Auswüchsen der Gesellschaft gedacht sei, die breite Masse entsprechend nichts zu befürchten habe. Eine Argumentation, die einen nicht zu unterschätzenden Haken hat: Die Definition der Frage, was "kriminell" ist, obliegt den jeweiligen MachthaberInnen, einmal installiert gibt sie auch autoritären Regimen massive Möglichkeiten zur Unterdrückung der demokratischen Opposition an die Hand.


Vermutlich gilt dies allerdings nicht nur für "autoritäre Regime", sondern auch für den "samtenen Totalitarismus" der Politischen Korrektheit in unserer Gesellschaft. Insofern ist in einer Femokratie wie der unseren das Thema Internet-Zensur auch speziell für Männerrechtler relevant.

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Donnerstag, Juni 18, 2009

USA Today: Obama muss sich endlich um die Männer kümmern!

In der "USA Today", laut Wikipedia die am weitesten verbreitete Zeitung in den Vereinigten Staaten, findet man inzwischen einen Artikel wie aus dem maskulistischen Lesebuch. Ein Auszug:

According to the Bureau of Labor Statistics, men make up the majority of those injured on the job. In the manufacturing, mining and construction fields, 86% of workplace injuries and illnesses occur to men and 92% of workplace-related deaths are men as well.

And let's remember our injured vets: 98% of the Iraq wounded are men, and for many of them, their war-related health problems will continue for a lifetime.

Psychological issues again, often left untreated because of a lack of employment and insurance affect men in much greater numbers, as well. Almost 70% of homeless adults are men, and the suicide rate for young men is five times that of young women.

These factors help explain why, in 2006, the average American male could expect to live 5.1 fewer years than the average woman; a black American male will likely live 11 fewer years than a white American woman. (By contrast, in 1920 men and women could expect to enjoy about the same lifespan.)

Despite the overwhelming evidence that men are being left behind, the U.S. government has never made a concerted effort to address male health issues. Right now, there are seven (seven!) offices of women's health in the U.S. government: six in the Department of Health and Human Services and one in the Department of Agriculture. And the Pentagon makes huge investments in women's health research. Yet there is not a single federal organization that encourages and disseminates physical and mental health research for and about men.

One argument for funding so many health service organizations targeted to those citizens who already enjoy the best health, the most insurance, the longest lifespan, and the safest and most plentiful jobs that would be women is that it's payback time. Medical research in the past has been conducted primarily on men, and (theoretically, at least), men got the benefits of that research, so women need the opportunity to catch up.

Obviously, however, the life-expectancy totals don't bear that out. Women have gained in the past century, while men have fallen behind. And saying men benefit from being experimented upon is like envying the lab rats for their medical careers. Men especially soldiers, prisoners and minorities have been research subjects because they were, in some sense, expendable. And men can't become pregnant, another reason why bombarding the bodies of women with untested chemicals and other therapies is frowned upon, while doing the same to men often elicits little more than shrugs.

The Obama administration showed great eagerness in addressing the problems of women soon after it took office, with the establishment of the White House Council on Women and Girls. We applaud that move, and we now look for equal time for the males of the species.

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Mittwoch, Juni 10, 2009

FDP fordert regelmäßigen Bericht über Frauenhäuser

Dem Informationsdienst heute im Bundestag zufolge nimmt auch die FDP das Thema "häusliche Gewalt" sehr einäugig wahr:

Die Bundesregierung soll alle Fälle häuslicher Gewalt untersuchen und Maßnahmen zum Schutz der Opfer vorantreiben. Das fordert die FDP-Fraktion in einem Antrag (16/13178). Die Regierung solle in regelmäßigen Abständen einen Bericht über die Lage der Frauenhäuser vorlegen, um auf dieser Grundlage eine eventuell notwendige Neuordnung der Gesetzeskompetenzen zu prüfen. Außerdem fordern die Liberalen von der Regierung, sich für einen bundeseinheitlichen Frauennotruf einzusetzen.

Bislang sei die finanzielle Situation der Frauenhäuser nicht in allen Bundesländern durchgehend gesichert, heißt es zur Begründung. Das Komitee zur Überwachung des UN-Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau habe zudem eine bessere Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Gemeinden angemahnt, um sicherzustellen, dass in ganz Deutschland eine ausreichende Anzahl von Frauenhäusern vorhanden ist und diese allen Frauen, unabhängig von ihrer finanziellen Situation oder möglichen Behinderungen, offen stehen.

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Lesermail (Gleichstellungsbeauftragte)

Genderama-Leser M. B. mailt mir:

Hallo Arne,

das hier wurde gestern in der Trennungsfaq verlinkt. Ich moechte das mal weiterverbreiten. So konzentriert sieht man den Schmutz selten (und das von GLEICHstellungsbeauftragten!)


In der Tat. Vor allem ist es sehr interessant zu erfahren, mit welcher Unverfrorenheit Gleichstellungsbeauftragte ihre von Steuergeldern bezahlte Arbeitszeit inzwischen mit Tätigkeiten verbringen, die mit ihrem Amt überhaupt nichts zu tun haben – beispielsweise indem sie Frauen darin beraten, wie sie am besten ihren Ehemann loswerden und den Mann aus der Wohnung und weg von den Kindern bekommen.

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Dienstag, Juni 09, 2009

Kanadische Publizistin: "Wer kämpft für die Rechte der Männer?"

Und auch jenseits des Atlantik checkt eine Frau, dass hier etwas katastrophal schief läuft – aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen:

I am a divorced woman.

I am not here to wave the female activists' banner, because much to their dismay I cannot in good conscience refer to myself as "the victim".

My first trip to the lawyer after getting separated was like a trip to a first class financial buffet. Behind closed doors the plan was laid out at my fee. On the menu was child support, spousal support, pensions, extraordinary expenses, education costs and the list went on. It was all there and ripe for the picking.

"This is what you can get", I was told. It was horrible. I had the ultimate power and control over my ex-husband's future in the palm of my hand.

(…) This family law system is a joke. It should have been called the Flawed Family Law System. In my opinion, this is a predatory system in which women use the divorce laws as a legalized vehicle for harassment against men. What gives me the right to have total power and control over his life until our children are no longer considered "children of marriage?"

The judges, lawyers and courts can't save my partner. I know that his fate has already been sealed. He has lost before he begins. The only question left to answer within our legal system is how much and for how long? Will this man be shown any leniency by the system?

The real judge, jury and executioner here is the ex-wife. The choice is hers. Will she want to see him financially destroyed, alienated from his children and left with only God to comfort him? Don't kid yourself ladies.

I have been in touch with several men's groups in Canada and I am a proud member of Fathers 4 Justice Canada. I have read literally hundreds of e-mails from men reaching their hands out of the gutters of life to simply come up to a living standard that you and your other female activists would call hell on earth.

Where are the politicians? They fund women's rights groups but what about men's rights? This abuse of justice against men in Canada and around the world makes a mockery of everyone. How sad for our children.

Once a society knows that an injustice is being done, we have a moral, ethical and spiritual obligation to address the problem. I ask you why are we ignoring men's rights in Canada?

The media and government should be ashamed. You know that this problem exists. Please do what's right rather than what's easy. Be a voice for fathers and their children.

As for all you divorced women out there, take your anger, bitterness and control issues out on your therapist and not your ex-husband. Before your first trip to the lawyer ask yourself these questions: Do I have a have a conscience and can I accept the repercussions of my actions?


Den kompletten Artikel findet man im Alliston Herald.

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