Donnerstag, Oktober 01, 2026

Universität Cornell: Terror des Lynchmobs trifft jetzt auch Unbeteiligte

1. Die "taz" beschäftigt sich weiterhin mit der mutmaßlichen Vergewaltigung an der Universität Cornell und schreibt in diesem Zusammenhang von "Tätern und Mitwissenden":

57 Männer wussten davon, dass sich eine Frau dort befindet. Und 57 Männer haben nicht gehandelt, sich nicht erkundigt, ob es ihr gut geht, ob sie das will. 57 Männer haben einander geschützt und kein Wort darüber verloren, dass das, was dort geschieht, womöglich nicht in Ordnung ist. 57 Männer haben die Tat nicht verhindert und sie vielleicht sogar erst möglich gemacht.

"Not all men", sagen diejenigen, die es falsch finden, alle Männer gleichzusetzen. Und es stimmt, "nur" 7 der 57 sollen Täter geworden sein. Doch was Frauen meinen, wenn sie verallgemeinernd von Männern als Gefahr sprechen, dann meinen sie auch die anderen 50. Diejenigen, die feierten, was dort passierte, auch wenn sie selbst nicht mitmachten. Und diejenigen, die mitlasen und schwiegen.


Das Problem bei dieser Mischung aus Vorverurteilung und Sippenhaft besteht darin, dass bis jetzt nicht einmal klar ist, ob überhaupt eine Vergewaltigung stattgefunden hat. Christian Schmidt legt heute Morgen ausführlich dar, wie schwierig das zu beurteilen ist. Ähnlich sieht es die ehemalige Staatsanwältin Sunny Hostin, die sich um die Verfolgung von Sexualverbrechen verdient gemacht hat::

"Auch wenn wir diese Angelegenheit sehr ernst nehmen müssen, wäre es laut [der Aussage des mutmaßlichen Opfers] aus dem Jahr 2024 auf keinen Fall möglich gewesen, dass ein Staatsanwalt Anklage erhoben hätte", sagte Hostin.

(…) Hostin verwies auf das veraltete und umstrittene Gesetz des Staates New York, wonach Staatsanwälte, um einen Fall von Geschlechtsverkehr mit Minderjährigen erfolgreich zu begründen, physische Gewalt, eine ausdrückliche Weigerung oder den Umstand nachweisen müssen, dass das [mutmaßliche] Opfer durch Bewusstlosigkeit oder unfreiwillige Verabreichung von Drogen "körperlich hilflos" gemacht wurde. Da das [mutmaßliche] Opfer vor dem Übergriff freiwillig Alkohol getrunken hatte und bei Bewusstsein war, erklärte die Staatsanwältin, dass eine strafrechtliche Anklage nicht aufrechterhalten werden könne.

(…) "Sie hat anderen Jungen erlaubt und zugestimmt, dass diese Ketamin von ihrem Körper schnupfen", sagte Hostin. "Und nach New Yorker Recht stellt freiwillige Berauschung oder Drogenkonsum, der lediglich das Urteilsvermögen beeinträchtigt, rechtlich keine Unfähigkeit dar, sexuellen Handlungen zuzustimmen."

"Das bedeutet also: Wenn man freiwillig Drogen einnimmt, freiwillig Alkohol trinkt, kann man einem Dreier zustimmen", fuhr die Expertin fort. "Und laut ihrer Aussage hat sie zwei separaten Dreiern zugestimmt."

(…) Hostin, die erklärte, sie befasse sich "mit den Fakten", bekundete zudem Mitgefühl für die sieben männlichen Studenten, gegen die in der Klage Vorwürfe erhoben wurden, und verteidigte sie. "Die Bilder dieser jungen Männer, gegen die weder Anklage erhoben noch ein Urteil gefällt wurde, werden überall im Internet verbreitet", sagte Hostin. "Ich glaube, dass die Medien ungenau über diese Geschichte berichten. Ich glaube, sie berichten unfair darüber."


Auch der US-amerikanische Journalist und Rechtsanwalt Glenn Greenwald zeigt sich besorgt:

Die Nutzung von Mob-Justiz, um Menschen für schreckliche Verbrechen schuldig zu sprechen und ihr Leben darüber zu zerstören – ohne ordentliches Verfahren, bevor sie überhaupt angeklagt, geschweige denn verurteilt werden –, wird von der Meute als gerecht und edel dargestellt. Tatsächlich ist sie unheimlich und gefährlich.


Auf der Website Unherd, die es sich zum Ziel gemacht hat, aus der Herdementalität vieler Medien auszubrechen, beschäftigen sich Sohrab Ahmari and Valerie Stivers mit dem Fall. Über die Aussagen des mutmaßlichen Opfers heißt es dort:

In ihrer ursprünglichen Anzeige bei der Polizei der Cornell University finden sich zahlreiche entlastende Umstände, die zugunsten der Beschuldigten sprechen. Die Aussage beschrieb "Mann Nummer 1" als ihren Freund, mit dem sie verabredet gewesen sei. Ihren Rauschzustand bei der Ankunft im Verbindungshaus bewertete sie mit "5 von 10". Sie gab an, dem ursprünglichen Dreier zugestimmt zu haben, ebenso der Einnahme von Ketamin, während sie verschiedenen sexuellen Handlungen zustimmte oder ihre Zustimmung verweigerte. Die Ketamin-Line schnupfte sie vom Penis von "Mann Nummer 2", weil es "unausgesprochen klar" gewesen sei, dass er das wollte. Zudem willigte sie mündlich ein, dass weitere Lines Ketamin von ihrem Körper geschnupft wurden. Gegen Ende des Abends lag ihr Rauschzustand nach eigener Angabe bei "8 von 10". Sie habe sich beim Sex mit Mann Nummer 1 und einem weiteren Mann wiedergefunden, könne sich aber nicht erinnern, "wie es angefangen hat".

Der Zustand der jungen Männer steht nicht im Mittelpunkt der Aussage. Dass "Mann Nummer 1" während des Dreiers keine Erektion aufrechterhalten konnte und ein "Nickerchen" brauchte, ganz zu schweigen vom Würgereiz von "Mann Nummer 2", deutet jedoch darauf hin, dass auch die beiden Männer, die anfangs beteiligt waren, stark beeinträchtigt waren.

Inzwischen sind weitere augenscheinliche Anzeichen von Einvernehmen ans Licht gekommen, darunter eine Textnachricht, die Doe einige Tage nach dem Vorfall an einen der Männer schickte. Darin räumte sie ein, dass "nichts von dem sexuellen Kram illegal" gewesen sei, und schlug ein weiteres Treffen vor, "aber halt ohne die zusätzlichen 5 Milliarden Männer und das Ketamin".

Was Doe widerfahren ist, war eine Tragödie, daran besteht kein Zweifel. Die Rechtslage ist allerdings ziemlich eindeutig: Sofern nicht noch neue Tatsachen bekannt werden, wurde sie nicht sexuell missbraucht, jedenfalls nicht nach der gesetzlichen Definition des Bundesstaats. Die Versuche, den Fall wieder aufzurollen, sind offenkundig durch die aufbrandende öffentliche Empörung motiviert. Does eigene Zivilklage stützt sich zudem auf das schwache Argument, sie sei aufgrund ihres Rauschzustands "nicht einwilligungsfähig" gewesen, ohne irgendeinen der erforderlichen Beweisstandards zu erfüllen, die weit über die bloße Tatsache einer Berauschung hinausgehen.

(…) Die amerikanische Universität und letztlich die gesamte US-Gesellschaft brauchen dringend eine neue Sexualethik. Es geht nicht an, nur eine Seite der sexuellen Gleichung zu bestrafen, nämlich die jungen Männer, und schon gar nicht in verfahrensrechtlich mangelhaften Quasi-Prozessen, die einem Rechtsstaat zur Schande gereichen. Die Öffentlichkeit ist aus Gründen wütend, die kein Strafverfahren, keine Klage und keine Verwaltungsanhörung beheben kann.


In der New York Post kommentiert Miranda Devine den Fall so:

Der Fall der Gruppenvergewaltigung der "Cornell 7“ artet in dieselbe Lynchmob-Hysterie aus wie die berüchtigten Duke-Lacrosse- oder "Matratzenmädchen"-Falschmeldungen von früher – nur dass die sozialen Medien alles noch verschlimmern. Es scheint, als hätten wir aus den Ungerechtigkeiten der Vergangenheit nichts gelernt.

(…) Wie zu erwarten war, wurden die Verbindungsstudenten vor dem Gericht der männerfeindlichen öffentlichen Meinung für schuldig befunden.

Doch laut Matthew Van Houten, dem Bezirksstaatsanwalt von Tompkins County, der sich auf die eidesstattliche Aussage [des mutmaßlichen Opfers] gegenüber den Ermittlern des Campus im November 2024 beruft, "beschrieb sie ihre Beteiligung am Drogenkonsum und an sexuellen Handlungen als freiwillig, bewusst und einvernehmlich". Als sie die jungen Männer aufforderte, aufzuhören, taten sie dies auch.

(…) Seitdem die Nachricht von der Klage vor zwei Wochen bekannt wurde, wurde er mit Drohungen und Beschimpfungen bombardiert und hat nun die Ermittlungen wieder aufgenommen. Er erklärte, dass ihre aktuelle Klage und ihre ursprüngliche eidesstattliche Erklärung, die sie drei Wochen nach dem Vorfall im Jahr 2024 unter Androhung von Meineid unterzeichnet hatte, sehr unterschiedliche Geschichten erzählen.

Die mutmaßlichen "Vergewaltiger" wurden von der Cornell-Campuszeitung "Daily Sun" namentlich genannt und bloßgestellt sowie online gedoxt.

Einer der Männer hat bereits seinen Job verloren, und wie die "Post" berichtet, wenden sich zukünftige Studierende aufgrund der Handhabung des Falls von der Cornell University ab.

(…) Keiner von uns kennt die ganze Wahrheit, aber die junge Frau verdient Mitgefühl. Sie war gerade einmal 20 Jahre alt und betrunken. Als sie am nächsten Tag aufwachte und merkte, dass sie zum Gegenstand von Campus-Klatsch geworden war, schämte sie sich.

(…) Auch die jungen Männer haben falsche Entscheidungen getroffen, und ich würde mich schämen, Söhne zu haben, die sich so verhalten. Aber sie waren genauso jung und genauso benebelt wie sie und verdienen es nicht, dass ihr Leben ruiniert wird, wenn die Beweise zeigen, dass sie kein Verbrechen begangen haben.


Miranda Devine befindet, die aktuelle Stimmung passe nahtlos in die "Me-Too"-Erzählung "wonach alle Männer Vergewaltiger seien und wir 'allen Frauen glauben' müssten. Das Leben ist komplizierter als das."

Besonders bedenklich ist, dass auch ein gänzlich Unbeteiligter, der nicht an Cornell studierte und dem man wegen einer Namensgleichheit aus Versehen fälschlich eine Klageschrift zugestellt hatte, zur Zielscheibe des Hasses wurde:

Die Familie stellte bald fest, dass das Gericht den falschen Matthew Ingalls zugestellt und die Adresse der Familie Ingalls in das offizielle Aktenverzeichnis aufgenommen hatte.

Online-Selbstjustizler, die die mutmaßlichen Täter der angeblichen Gruppenvergewaltigung ins Visier nahmen, wussten das nicht. Sobald die Klage eingereicht war, begannen sie, nach dem Namen Matthew Ingalls zu suchen. Als sie Details über Sergeant Ingalls und seine Familie fanden, posteten sie die Angaben der Familie – einschließlich ihrer Telefonnummern – im Internet.


Die Mutter des Betreffenden, Victoria Ingalls, berichtet, sie sei auf Beiträge mit dem Namen ihres Sohnes gestoßen, die Bilder von Häckslern und Bildunterschriften wie "Wir können nicht erwischt werden, wenn man die Leichen nicht findet" enthielten.

Victorias 26-jährige Tochter erhielt eine Textnachricht mit einem Foto des Cornell-Studenten Matthew Ingalls und einem Screenshot eines Google-Earth-Bildes vom Haus ihres Bruders. Ihre Mutter sagte, sie habe damals keine Ahnung gehabt, was das bedeuten sollte, verstehe es aber inzwischen als eindeutige Drohung. Dann, so Victoria, seien die Nachrichten immer extremer geworden: "Tu der Welt einen Gefallen und bring dich um", stand in einer. "Lass dich in den Arsch ficken, bis du tot bist, Schlampe" und "Bring dich um", stand in anderen.

"Meine Familie wurde terrorisiert, bedroht und belästigt", sagte Victoria. "Ich bin einfach fassungslos, wie sich die Leute verhalten. Ich kann nicht glauben, dass Menschen jemanden einfach im Internet nachschlagen, eine Telefonnummer nehmen und dann anfangen, jemandem zu schreiben oder anzurufen und die widerlichen Dinge zu sagen, die sie sagen. Man weiß noch nicht einmal, ob man die richtige Person hat. Man schafft noch mehr Opfer."

Obwohl die Namen der sieben Männer, die der Vergewaltigung und des sexuellen Missbrauchs beschuldigt werden, in der am 16. September eingereichten Zivilklage öffentlich gemacht wurden, wurde gegen keinen von ihnen formell Anklage erhoben. Doch online, wo Lynchjustiz herrscht, haben Leute geschworen, die Männer "berühmt" zu machen.

In einem Fall hat Toby Martin, ein ehemaliger Autor der TV-Show South Park, eine Website namens cornellseven.com erstellt, "um die in diesem Fall genannten Männer im öffentlichen Blickfeld zu halten". Die Startseite zeigt die Namen und Bilder der ehemaligen Studenten. Er nimmt Spenden für seine Bemühungen entgegen, zu denen er sagte, auch "Plakatwände" gehören würden. "Die Geschichte bleibt. Die Namen bleiben. Und auch die Forderung nach Rechenschaft", schrieb Martin auf der Seite. Die sieben Namen wurden auch in einem Leitartikel der studentischen Zeitung der Universität, The Cornell Daily Sun, abgedruckt, der sich an die Männer wandte und erklärte: "Wir wissen, wer ihr seid, und wir weigern uns, zuzulassen, dass ihr von der Vertuschung dieser Universität profitiert."

Online-Kommentatoren haben die Namen, Fotos und in einigen Fällen Adressen, Telefonnummern und Informationen über Familienangehörige der sogenannten Cornell 7 in den sozialen Medien geteilt. Die Beschuldigten wurden in Videos, die millionenfach angesehen wurden, als "Teufel", "Vergewaltiger" und "Monster" bezeichnet. Online-Kommentatoren haben sich gefreut, dass einige von ihnen angeblich ihren Job verloren haben – ein Ergebnis ihres Internet-Aktivismus, wie die Kommentatoren behaupteten. Die Schauspielerin Jameela Jamil postete auf Instagram den Vorschlag, die sieben beschuldigten Männer zu kastrieren. (Genderama berichtete.)

(…) Victoria sagte, sie verstehe die "Wut" der Öffentlichkeit über die Vorwürfe in diesem Fall. Aber der Internet-Mob, sagte sie, "muss sich besser verhalten". "Man kann nicht einfach wahllos auf jemanden losgehen, nur weil er denselben Namen hat."


Kaum etwas von alldem dringt in die Berichterstattung der deutschen Leitmedien vor. Hier herrscht die übliche Einheitsmeinung, und was man dem Publikum mitteilt, wird entsprechend gesiebt. Besonders dämliche Artikel tragen Schlagzeilen wie "Gratis" – Studenten luden in Chat zu Vergewaltigung ein . Die oben ausgebreiteten Informationen und Perspektiven, die ein differenzierteres Bild erlauben, findet man hierzulande allein in der von diesen Medien angefeindeten "Manosphäre".



2. Eine landesweite Umfrage in Irland ermittelte, dass 48% aller jungen Männer (18 bis 24 Jahre) glauben, dass es viele falsche Vergewaltigungsvorwürfe gibt. 40 % meinen, dass Vergewaltigung und sexuelle Gewalt von den Medien häufig übertrieben dargestellt werden. In der Berichterstattung über diese Umfrage wird das selbstverständich als "alarmierend" und "Besorgnis erregend" bezeichnet, ohne sich damit zu beschäftigen, welche Belege es für diese Einschätzung der jungen Männer gibt. Als Schuldige werden "dunkle Orte des Internets" wie "die Manosphäre" ausgemacht. Ein neues Pilotprogramm solle Männer zu "positiver Männlichkeit" führen.



3. Eine Frauensauna in Bad Salzelmen (Sachsen-Anhalt) wird "nach wiederholten Ausschweifungen und mindestens einer bekanntgewordenen sexuellen Belästigung" beendet. In dem verlinkten Artikel, der für Nicht-Abonnenten nur im Anriss online steht, heißt es dazu weiter:

So gebe es mehrere Frauentrüppchen, die es sich regelmäßig am Dienstag zwischen 10 und 21 Uhr in der Damensauna bequem machten – und das in einer schon anmutenden "königlichen Hofmentalität", wie es Sibylle Schulz beschreibt. So lägen die Frauengruppen mit einem Glas Sekt in der Hand in der Warmwassersauna, im Saunabereich würden sogar kleine Imbissbankette aufgebaut, und einzelnen Frauen, die aus gesundheitlichen Gründen die Sauna besuchten, würde teilweise vulgär deutlich gemacht, dass sie dort nichts zu suchen hätten.

Andere Frauen seien demnach diszipliniert worden, was sie zu machen hätten und was nicht. "Es herrscht in der Damensauna oftmals ein rauerer Ton als auf dem Fußballplatz", so die Leitern. Am Abend oder am nächsten Tag, wenn sie die Papierkörbe entleerten, würden die an eine Flaschen-Annahmestelle erinnern.

"Ein männlicher Mitarbeiter, der in der Sauna war, um einen Aufguss vorzunehmen, wurde unerwünscht mit sexuellen, anstößigen Bemerkungen belästigt", muss Sibylle Schulz weiter mitteilen. Nur aus dem Grund, dass der Mitarbeiter in diesem Moment in guter Verfassung war, ist es zu verdanken, dass die Damen keine Strafanzeigen bekommen hätten. Dies alles, so die Leiterin des Soleparkes, sei leider kein Einzelfall.


Wo waren nur die Pilotprogramme, die diese Frauen zu "positiver Weiblichkeit" hätten führen können?



4. Morgen findet in Berlin der bisher wohl größte Protest gegen Wehrpflicht und Aufrüstung statt. Die taz berichtet:

Bis zu 30.000 Menschen werden laut Berliner Polizei am Freitag zu einer Kundgebung am Brandenburger Tor erwartet. (…) Besonders richtet sich die Kundgebung dagegen, dass die Bundeswehr bereits inzwischen erste verpflichtende Musterungen durchführt, auch bei jungen Männern, die keinen Wehrdienst leisten wollen. (…) Neben den Schüler:innen rufen auch die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstverweiger:innen (DFG-VK) und Medico International zur Teilnahme auf. Redebeiträge werden unter anderem von Sea Watch und israelischen Kriegsdienstverweiger:innen erwartet. (…) Von Anfang an trugen die Proteste eine deutliche Handschrift des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW). (…) Erneut fehlt eine klare Benennung der imperialen Ambitionen Russlands. Stattdessen wird die Verantwortung für den Krieg in der Ukraine allein der EU und der Nato zugeschrieben.




5. Eine Studie mit 40 Säuglingen im Alter von fünf bis zwölf Monaten zeigt, dass der Körpergeruch des Vaters die soziale Interaktion von Babys mit fremden Erwachsenen erleichtern kann. Wurde während einer Begegnung mit einem unbekannten Mann ein vom Vater getragenes T-Shirt in der Nähe des Babys platziert, synchronisierte sich dessen Gehirnaktivität stärker mit der des Fremden als ohne den väterlichen Geruch. Zugleich zeigten die Kinder mehr positive Reaktionen wie Lächeln, Lachen und Brabbeln. Der Effekt war besonders ausgeprägt, wenn sich die Väter stärker an der täglichen Betreuung beteiligten.



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