Donnerstag, September 20, 2018

Bund, Ländern und Kommunen sind männliche Opfer weiterhin schnuppe – News vom 20. September 2018

1.
Der Bund will ein Förderprogramm für Frauenhäuser und Beratungsstellen auflegen. Im kommenden Jahr sind dafür fünf Millionen Euro vorgesehen. Bis 2020 soll die Förderung auf 30 Millionen Euro steigen. Ziel der Zusammenarbeit sind laut Ministerium der Ausbau und die finanzielle Absicherung der Arbeit von Frauenhäusern und ambulanten Hilfs- und Betreuungseinrichtungen.

Bund, Länder und Kommunen sollen sich dazu verpflichten, Unterstützungsangebote für betroffene Frauen weiterzuentwickeln. Neben dem Bund machen beim Runden Tisch alle 16 Bundesländer und die kommunalen Spitzenverbände mit. Die Einsetzung des Gremiums war im Koalitionsvertrag verabredet worden.

Derzeit bieten bundesweit fast 350 Frauenhäuser und mehr als 100 Schutzwohnungen Schutz vor Gewalt. Insgesamt gibt es dort mehr als 6000 Plätze. Dazu kommen rund 600 Beratungs- und Interventionsstellen.


Die Tagesschau berichtet. Unsere HerrscherInnen können es sich leisten, die männliche Hälfte der Opfer häuslicher Gewalt zu ignorieren, weil sie sichergehen dürfen, von unseren Leitmedien dafür in keiner Weise kritisiert zu werden. Lucas Schoppe spricht in solchen Zusammenhängen treffend von einer "neofeudalen Gesellschaft", in der die HerrscherInnen das Leiden zahlloser Untertanen problemlos ignorieren können.



2. An der Basis versuchen die bekannten Personen derweil immer noch, Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Frauen nicht die einzigen Menschen sind, die leiden und denen geholfen werden sollte. So richtet Professor Matthias Franz kommendes Wochenende wieder einen Männerkongress aus – diesmal zum Thema Männergesundheit. RP-Online berichtet:

Zu der diesjährigen Veranstaltung haben sich schon 300 Teilnehmer angemeldet (trotz Gebühren von 200 Euro). Die Hälfte von ihnen sind Frauen. Die einen, die sich um die Gesundheit ihres Liebsten sorgen, die anderen, die in Beziehungen an ihre Grenzen stoßen. Franz: "Sie erwarten von ihrem Partner, dass er einfühlsam und sensibel ist. Aber sie möchten auch eine starke Schulter zum Anlehnen." Wenn sie plötzlich einen Mann erleben, der über seine Ängste spricht und Schwächen zugibt, vielleicht Tränen vergießt, löst das oft Irritationen aus. Dann kriegten Männer nicht selten den Vorwurf zu hören: "Mit so einem Weichei kann ich nichts anfangen."


Das dürfte dieselbe Denkweise sein, die feministische Bundespolitkerinnen zu ihrer einseitigen Geschlechterpolitk treibt.



3. "Männer müssen endlich über ihre Depressionen reden" fordert ein Betroffener im Magazin "Vice".



4. Das Blog "Echte Mamas" erklärt, warum gerade Jungen jede Menge Liebe brauchen.

Dienstag, September 18, 2018

Schweiz: Feministinnen bereiten Frauenstreik vor – News vom 18. September 2018

1. In verschiedenen Städten vernetzen sich derzeit Frauen, um einen Frauenstreik zu organisieren. Darüber berichtet die Tageswoche unter der Überschrift "Es braucht einen neuen Frauenstreik, damit die Gesellschaft den Frauen endlich mal zuhört". Eine nur allzu verständliche Schlagzeile in einer Geschlechterpolitik, die von den zahlreichen Männerministerien bis zu den Leitmedien reicht, die ausschließlich über maskulistische Twitterkampagnen berichten.



2. Es gibt allerdings Feministinnen, denen in unserer Gesellschaft tatsächlich kaum jemand in Machtpositionen zuhört. Die Neue Zürcher Zeitung stellt eine von ihnen vor:

Die Philosophin Christina Hoff Sommers gilt als streitbare konservative Feministin und Reizfigur des Intellectual Dark Web, weswegen sie mitunter von Studentenaktivisten niedergebrüllt wird. Sie selbst sieht sich als Verfechterin einer gemässigten Vernunft – und liebt den Disput.


Hier geht es weiter mit einem Interview.



3.
Während Männer und Frauen im Alltag zuverlässig und selbstverständlich kooperieren, wird politisch und medial weithin ein Geschlechterkonflikt präsentiert. Dabei werden nicht nur Männer, sondern auch Frauen abgewertet, und mehr noch: Die Abwertungen beider hängen eng miteinander zusammen.


Lucas Schoppe hat sich diese Dynamik genauer angesehen.



4. "Die Zeit" hat eine Passage aus Sineb el Masrars Buch "Muslim Men" veröffentlicht. Darin geht es um männliche muslimische Sexarbeiter.



5. Das Neueste von den Vorkämpferinnen für MeToo: Asia Argento droht Rose McGowan mit einer Klage. In deutscher Sprache berichtet der "Stern".

Gut, dass ein so heikles Thema wie sexuelle Übergriffe von reifen, verantwortungsbewussten Frauen angegangen wird. Es wäre unerträglich, wenn sich das alles zu einem einzigen großen Kindergarten entwickeln würde.

Montag, September 17, 2018

Precht vs. Flasspöhler, bizarrer Vaterschaftsbetrug und eine begeisterte Leserin von Genderama – News vom 17. September 2018

1. Richard David Precht und Svenja Flasspöhler halten ein Streitgespräch über "die Zukunft von Mann und Frau".



2. Die Übermedien haben noch immer Probleme mit Menschen eines bestimmten Geschlechtes, Alters und einer bestimmten Hautfarbe.



3. Eine Frau macht einem Mann über einen langen Zeitraum hinweg vor, er wäre der Vater des Kindes, mit dem er spielt. Dabei war dieses Kind nur von Bekannten geliehen, offenbar um Unterhaltszahlungen zu ergaunern. Die BBC berichtet.



4. US-Männerrechtler werfen einer Jobmesse allein für weibliche Kriegsveteranen Sexismus vor.



5. Die Post. Eine meiner Leserinnen schrieb mir vor ein paar Tagen:

Ich stelle voran, was alle voranstellen: Danke! Es gibt eine Langversion dieses Danks, in der ich auf mich und meine Gedanken, die Bedeutung dieses Blogs und meines täglichen Besuchs eingehe, wo ich meine Theorie erläutere, dass sich eben manche für eine Sache eben opfern müssen, weil davon die Allgemeinheit profitiert und dass man deswegen danken sollte - aber ich wollte mich ja kurz fassen.


Natürlich interessieren mich die Gründe, warum ein männerpolitisches Blog auch auf weiblicher Seite Anklang findet. Auf meine Rückfrage danach, wie sie auf mein Blog gestoßen sei und welchen Gewinn sie als Frau aus Genderama zieht, antwortet mir meine Leserin:

Ich, Frau, Anfang 30, habe keine Ahnung mehr, wann und aus welchem Anlass heraus ich auf Genderama gestoßen bin. Aber sicher kam ich mal wieder vom Zweigchen aufs Ästchen, weil mir die Geschlechterfrage schon eine Weile auf den Keks geht. Sowohl als Kind, in meinem sozialen Umfeld, oder später, und erst recht nicht seit ich erwachsen bin, habe ich jemals selbst eine Benachteiligung aufgrund meines Geschlechts erfahren. Aufgrund meiner sozialen Herkunft jedoch schon. Das will mir aber oft keiner so wirklich abkaufen. Ich meine deswegen, dass in dieser aktuell so derart überbordenden Betonung dieses “Problems” letztlich eine Gefahr dafür steckt, dass wir uns als Gesellschaft dort weiterentwickeln, wo das notwendig ist ...

Ich führe zudem eine Beziehung zu einem dieser "toxischen" Wesen, der nun aber auch partout nicht einfach macht, was ich sage. Ständig muss ich den mit Argumenten überzeugen! Muss ich meine Bedürfnisse artikulieren (welch eine Zumutung. Man kann das immerhin klar und deutlich auf meiner Stirn lesen!) und manchmal muss ich sie sogar erklären. Und es ist sogar schon passiert - puh, ich muss da immer erstmal tief einatmen - dass sich herausstelle, dass mein Bedürfnis vielleicht Zeichen ist für etwas, das ICH ändern muss! Also ... statt dass ER einfach macht was ich möchte!

Noch dazu scheitere ich bisher grandios daran, dass er einfach endlich mal sein Verhalten weiterentwickelt und so viel redet bis ich meine, dass es gut ist, endlich mal Gefühle und Gedanken konstruiert, die er mir dann zu meiner wohlgefälligen Betrachtung artikuliert, mit hin und wieder dekorierend in Szene gesetzten Tränchen. Er denkt wirklich immer noch, er könnte etwas, das ihn beschäftigt, einfach für sich eine Weile überdenken und dann stillschweigend zu einem Entschluss kommen. Ja bitte, wie soll ich mich denn dann wichtig fühlen? Und wie soll ich kontrollieren, dass er auch die richtige Entscheidung trifft?! Schließlich gehört er zu einer noch recht unterentwickelten Gattung, und es braucht schon eine starke Frau wie mich, um dieses unfertige Wesen zu etwas zu entwickeln, das nicht mehr so störend ist und endlich den Geburtstag meiner Mutter auswendig kennt (weil ja bekanntermaßen nur das als ernsthafter Beweis von Hingebung und Zugabe gelten kann).

Ach, jetzt bin ich direkt wieder polemisch geworden - aber: das ist meine reflexhafte Reaktion auf diesen Unsinn, und ich erlebe das quasi tagtäglich. Und ständig kriege ich mich mit anderen Frauen deswegen an die Köppe, weil ich mich wirklich auch gerne darüber lustig mache. Ergänzend zu dem, was ich unter anderem bei Genderama über die Pseudo-Diskussionen von merkwürdig entrückten Menschen in einer mir unbekannten Sphäre der Gesellschaft lese, gibt es ja noch ein reales Leben, in dem es irgendwie genau andersherum aussieht.

Es ist ja in Ordnung, dass Dinge - auch in der Politik - manchmal anders funktionieren. Menschen sind ja eben auch nicht immer nur rational, und manchmal dürfen Dinge ja auch aus einem Impuls heraus entstehen, mäandern, sich entfalten und verändern, für-nichts-nutze sein. Die grundlegenden Dinge unseres Zusammenlebens sollen doch aber bitte Ausfluss sein aus einer Debatte, aus einem Abwägen, aus einem Ringen um die beste Lösung oder zumindest die breiteste Lösung. Und dafür muss ich doch streiten, fragen, argumentieren, vorurteilsfrei ansehen. Und nun stehen sie aber da und sagen, eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen sei exakt dann gegeben, wenn die hälftig ein Parlament besetzen. Weil? Weil es sonst ungerecht ist! Warum?? Sollten wir nicht einfach die Besten, die Engagiertesten ... und wenn das nicht geht, weil die Zugehörigkeit zu einer anderen Gruppe (hier: Männer) verhindert, dass man an die Frauen denkt – wie viele Arbeiter und Arbeitslose haben wir nochmal in unseren Parlamenten? Wäre das nicht viel, viel dringender und offensichtlicher zu korrigieren?

Vielleicht liegt gerade da das Problem. Man könnte den Unsinn dekonstruieren, die Benachteiligungen und Erniedrigungen von Männern aufzählen und auf ihre Geschlechtsbezogenheit hin untersuchen, man könnte Forschung betreiben um zum Beispiel zu untersuchen, wie man Dinge in unserer Gesellschaft umbauen kann, damit Männern mehr Entfaltungsmöglichkeiten haben oder bestimmte Risiken und Nachteile vermindert werden. Aber Vernunft ist eben gerade nicht sexy. Vernunft oder etwas, das so aussieht, ist vielleicht ein Werkzeug, um den eigenen Standpunkt für andere zwingend zu machen. Vielleicht sollten Männer so entgegen des ihrem Geschlecht anhaftenden Klischees einfach wirklich mal ne Szene machen. Ein Riesen-Mimimi, ein trotziges Auf-den-Boden-werfen und mit dem Finger auf andere zeigen und dann beleidigt von dannen stapfen. Das scheint ja die einzige Sprache zu sein, die gerade Gehör findet.

So viel dazu, hoffentlich aufschlussreich für Sie, stehe gerne für Rückfragen zur Verfügung. Verteile Links zu ihren Beiträge übrigens immer mal wieder an andere Frauen, also vielleicht werden es ja bald mehr. Ich zumindest kenne da noch ein paar “Vernünftigere”. Die haben übrigens alle - genauso wie ich - echt tolle Männer (also, jede nur einen natürlich).

Samstag, September 15, 2018

DER SPIEGEL: Frauenquote für den Bundestag – News vom 15. September 2018

1. In der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL befindet sich auch ein Artikel über die von feministischen Politikerinnen geplante Frauenquote für den Bundestag – ein zweiter Aufguss eines vor einem halben Jahr veröffentlichten Beitrags. In dem aktuellen Artikel "Aufstand der Frauen" von Anne Seith, der nur im Anriss online steht, werden vor allem die SPD-Politikerinnen Eva Högl und Katarina Barley als federführend genannt, um das Wahlrecht bis zum Ende dieser Legislaturperiode so zu ändern, dass "eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern im Bundestag" erreicht werde. Dabei erhalten sie von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), sowie Dutzenden Frauenverbänden Unterstützung. Problematisch sei allerdings, dass die feministischen Bestrebungen verfassungsfeindlich sein dürften:

Die Frage, ob der Gesetzgeber bei der Auswahl der Abgeordneten überhaupt eingreifen darf, ist umstritten. Viele Verfassungsrechtler werten es als Verstoß gegen die Wahlfreiheit, wenn der Gesetzgeber Parität vorschreibt. Mehrere Reformversuche für Kommunalwahlen sind auch deshalb schon gescheitert.


Allerdings versuchen auch die Feministinnen, mit der Verfassung zu argumentieren:

"Der Staat ist verpflichtet, die Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern und bestehende Nachteile zu beseitigen. So steht es in Artikel 3 unseres Grundgesetzes", sagt auch Justizministerin Barley.


Ob der Umstand, dass der Bundestag nicht geschlechterparitätisch besetzt ist, tatsächlich auf frauenfeindlichen Benachteiligungen beruht, wird wie in solchen Debatten üblich allerdings nicht belegt.

Der von feministischen Abgeordneten derzeit bevorzugte Versuch, die im Grundgesetz festgelegte Wahlfreiheit zu umgehen, besteht darin, Kandidatentandems für die Wahlkreise einzuführen – bestehend aus einem Mann und einer Frau.



2. In einer Schweizer Badelandschaft kam es zu einem sexuellen Übergriff auf einen Jungen. Aus der Zeitung "20 Minuten" erfährt man:

Es geht im vorliegenden Fall um den Verdacht der sexuellen Handlungen mit einem Kind. Genauere Auskünfte dazu, was genau am Montag im Bäderbereich des Säntisparks vorgefallen ist, gibt Dobler nicht. "Wir stehen am Anfang der Untersuchung und es stehen noch Befragungen aus". Klar ist, dass nicht wegen des Verdachts der Vergewaltigung ermittelt wird. "Das ist juristisch gesehen gar nicht möglich, denn der Tatbestand Vergewaltigung beschränkt sich auf weibliche Opfer", so Dobler.


Mehr als zwanzig Jahre später als Deutschland möchte zwar auch die Schweiz demnächst männliche Opfer von Vergewaltigung anerkennen, aber das ist noch nicht durch. Es gebe auch "keinen dringenden Handlungsbedarf".



3. Wir bleiben in der Schweiz, wo die Neue Zürcher Zeitung titelt: "Diversität zählt mehr als Wahrheit: Wie sich die Akademie ins intellektuelle Abseits manövriert". Ein Auszug aus dem Artikel von Axel Meyer:

Die vermeintlich guten Ziele zu grösserer Diversität ersticken (...) den freien Austausch von Ideen und die offene Debatte mit Fakten und Argumenten. Politischer Konformismus, Tribalismus und Identitätspolitik gefährden damit eine Gesellschaft und deren Bildungsanstalten, deren höchste Aufgabe und Existenzberechtigung ein offener Diskurs und Wahrheitsfindung sein sollte.

"Title IX" ist eine staatliche Massgabe an Universitäten in den USA, um Diskriminierung (ursprünglich von weiblichen Athletinnen) zu verhindern. Eigentlich eine noble Sache. Heute allerdings bedeutet verpflichtendes Title-IX-Training jedoch auch am Radcliffe Institute, dass Professoren lernen müssen, mit "trigger warnings", "micro-aggressions" und "safe spaces" umzugehen. Dabei ist es unerheblich, ob man einen Studenten absichtlich verletzte oder beleidigte. Es kommt allein auf die Gefühle der Person an, die sich beleidigt oder verletzt fühlt. Sie hat die Deutungshoheit – und alle anderen involvierten Parteien haben sich ihr unterzuordnen.

Das klingt wie Realsatire, aber es ist das, was gerade an den amerikanischen Eliteuniversitäten geschieht – und demnächst auch in Europa der letzte Schrei sein dürfte.

Die Folgen sind die absurden Dinge, die gerade in den USA – und zunehmend auch bei uns – passieren: Angeklagt bedeutet fast immer schuldig, es gibt keine Unschuldsvermutung mehr. Die Verfahren sind universitätsintern sehr intransparent und sollen, so darf man vermuten, vornehmlich teure Klagen gegen die Universität verhindern. Und so beginnt die Revolution ihre eigenen Kinder zu fressen. Linksliberale Ikonen wie Garrison Keillor, der für Jahrzehnte die "Prairie Home Companion" im Radio produzierte, Al Franken, der aus "Saturday Night Live" bekannte und jetzt ehemalige Senator aus Minnesota, sind schon gefallen. Nun wurde auch Avital Ronell, eine der Ikonen der Critical Theory und der Gender-Studies, von der New York University suspendiert.

Eine Gegenbewegung gegen Identitätspolitik formiert sich zwar, aber fast nur ausserhalb der Universitäten. Sie wird angeführt durch öffentliche Intellektuelle wie Sam Harris, Steven Pinker, Jordan Peterson, Jonathan Haidt, Camille Paglia oder Christina Hoff Sommers. Sie finden hauptsächlich auf Youtube und in Podcasts Millionen von Zuschauern und Zuhörern, publizieren erfolgreiche Bücher und füllen riesige Auditorien. Aber an den Universitäten regt sich noch kaum nennenswerter Widerstand – da herrscht weiterhin die Angst vor, etwas Falsches zu sagen.




4. Bundesrichter Thomas Fischer fällt sein Urteil in der Verhandlung über die Hetzjagden in Chemnitz, die in den letzten Wochen auch in einigen Blogs der Männerszene geführt wurde.



5. Zuletzt mal wieder ein Blick in "exotische" Länder: Feministinnen in Südostasien verehren die Pontianak: eine weibliche Märchengestalt, die Männern die Augen ausreißt, wenn sie eine Frau auf die falsche Weise anschauen, und Männer verführt, um ihnen dann die Eingeweide herauszureißen:

Die mörderische Gewalt der Pontianak wird jedoch nur deshalb als legitim angesehen, weil sie tot ist. "Es sagt viel über die asiatische Gesellschaft aus, dass wir lebenden Frauen keine solche Handlungsfreiheit gewähren, sondern nur, wenn sie untot sind", sagt Izharuddin. Einige mögen die Gewalt der Pontianak als moralisch fragwürdig ansehen, aber laut Eu kann sie als eine Form von Macht und Freiheit interpretiert werden. "Es geht darum, deine Freak-Flagge fliegen zu lassen und dich einen Scheißdreck zu kümmern", erklärt Eu.

Freitag, September 14, 2018

Muslimische Männer, maskulistische Diskriminierungsklagen – News vom 14. September 2018

Die Nachrichtenlage war auch schon mal spannender. Selbst die Leitmedien schreiben geschlechtsbezogene Artikel derzeit nur über Trivialitäten wie den Streit um eine Armlehne im Zug. Für einigermaßen erwähnenswert halte ich die folgenden Nachrichten:



1. Einer Autorin der Schweizer Illustrierten geht die wachsende Kritik am Feminismus so sehr auf den Wecker, dass sie den "lieben Männern" femsplained, was Feminismus in Wirklichkeit sei. Dabei öffnet sie sich für den Vorwurf, die Schattenseiten ihrer Bewegung einfach auszublenden, sie nicht wahrhaben zu wollen. Geschickter wäre es gewesen, diese Schattenseiten zu benennen und sich klar von ihnen zu distanzieren, statt eine Vorwurfshaltung gegenüber denjenigen einzunehmen, die diese Aspekte wahrnehmen.

Der Artikel hat aber auch ein sehr erfreuliches Element: So unterscheidet die Autorin zwischen "Maskulinismus" (die Männer-sind-bessere-Menschen-Ideologie, der gegenüber jede Frau pampig werden sollte) und "Maskulismus", den sie als Spiegelbild des Feminismus anerkennt. Das ist durchaus anerkennenswert, wenn man bedenkt, wie gerne beides von anderen Autoren zusammengerührt wird.



2. Sineb El Masrar, die Autorin von "Muslim Girls", hat ein neues Buch geschrieben: Muslim Men: Wer sie sind, was sie wollen. Die ZDF-Sendung "Forum am Freitag" stellt es vor. Der viertelstündige Beitrag ist durchaus sehenswert.



3. US-amerikanische Maskulisten reichen Diskriminierungsklagen gegen den Zwangseinzug zum Militär ein.



4. Die Post. Mehrere Leser haben mich auf einen gestern veröffentlichten Leserbrief angemailt, einer von ihnen schreibt:

Sehr geehrter Herr Hoffmann,

im Punkt 4 der Genderama-Einträge vom 13. September zitieren sie einen Ihrer Leser, der den Zeit-Online-Artikel "Sexueller Missbrauch: Das Ausmaß des Verbrechens" kritisiert. Er sagt, das Geschlecht der Opfer werde nirgends erwähnt.

In diesem Artikel finde ich aber den folgenden Abschnitt (auf Seite 2 des 3-seitigen Artikels):

"Sie liefert erklärungsbedürftige Zahlen wie diese: dass die Betroffenen zu mehr als 62 Prozent männlich und zu etwa 35 Prozent weiblich sind. Die Häufung männlicher Opfer betrug in einigen Teiluntersuchungen sogar gut 80 Prozent."

Da ist wohl dem Leser, der Sie informiert hat, ein Fehler unterlaufen.

Ich schreibe Ihnen, da sich der Genderama-Blog sicher viel Kritik gefallen lassen muss und solche Fehler den Kritikern/Gegnern (für mich ist das nicht das Gleiche) einen willkommenen Angriffspunkt liefern.

Donnerstag, September 13, 2018

Frau verprügelt Ehemann und tätigt absurden Notruf – News vom 13. September 2018

1. Der Merkur berichtet von häuslicher Gewalt gegen den Ehemann der Täterin:

Der ausgeartete Streit hätte noch schlimmer ausgehen können, wenn die Polizei nicht eingeschaltet worden wäre. Seltsamerweise rief nicht der Mann die Polizei, sondern die Frau. Sie wählte den Notruf, "damit nicht noch mehr passiert" (...). Als die Polizei sie am Telefon aufforderte, mit dem Prügeln aufzuhören, antworte sie mit einem "weiß ich noch nicht".


Bemerkenswert ist, dass der "Merkur" hier für einen Fall von Frauengewalt als Symbolfoto eine Männerfaust auswählt – ohnehin ein Foto, das standardmäßig schon in etlichen Artikeln über häusliche Gewalt verwendet wurde. Die deutschen Redaktionen greifen fast automatisch auf immer dasselbe Foto zurück, ob Süddeutsche, Deutsche Welle, Tagesspiegel oder etliche andere.

Allerdings ist die Auswahl an Symbolfotos zur häuslichen Gewalt auch nicht sehr groß: Es ist immer wieder die Männerfaust und nur in Ausnahmefällen die erhobene flache Frauenhand. In den Köpfen unserer Journalisten stecken beim Thema "häusliche Gewalt" so sehr die immer gleichen Klischeebilder, dass sie auch zur Illustration eines Artikels über Frauengewalt die Männerfaust verwenden.



2. Eine Mütterinitiative schickt Familienrichter ins Kino, damit sich diese dort einen Film ansehen können, der einen Vater, der nach der Scheidung den Kontakt zu seinem Nachwuchs aufrechterhalten möchte, als Monster zeigt (Genderama berichtete) :

Über 80 Prozent der Fälle häuslicher Gewalt richte sich gegen Frauen, heißt es in der Mitteilung, die der Verein kürzlich verschickte. (...) Selbst gewalttätige Väter bekämen von Gerichten zu oft die Möglichkeit eingeräumt, Umgang mit ihren Kindern zu haben, schreibt MIA. Dahinter steckt in den Augen der Initiative auch eine gewisse Benachteiligung von Frauen. Während diesen "teils absurd schnell die Erziehungsfähigkeit per Ferndiagnose abgesprochen" werde, seien Gerichte und Jugendämter bei Vätern nicht so schnell dabei, ihnen das Umgangsrecht mit dem Nachwuchs und damit auch oft mittelbar mit der Ex-Partnerin zu untersagen.




3. An der Universität Sydney hielt die Sexualtherapeutin Bettina Arndt einen Vortrag, in dem sie erklärte, dass das Gerede von massenhaften Vergewaltigungen auf dem Campus ebensolcher Unsinn ist, wie bei jedem einzelnen Schritt des Sexualkontaktes nach verbaler Zustimmung zu fragen. Selbstverständlich drohten bei diesem Vortrag – so wie bei anderen zuvor – das Risiko derart starker Tumulte durch Aktivisten, dass die Bereitschaftspolizei anrücken musste. Protestler sollen Besucher des Vortrags gegen die Wand geschleudert haben. (Und am nächsten Tag werden sie vermutlich wieder Veranstaltungen über die Gefahr von "Mikroaggressionen" besuchen.)



4. Die Post. Einer meiner Leser schreibt mir heute:

Hallo Herr Hoffmann,

und danke für Ihre unermüdliche Arbeit.

Diesen Artikel habe ich gerade gelesen, und ohne Ihr Sensitiveren wäre mich gar nicht aufgefallen, dass in dem ganzen Artikel nicht einmal vom Geschlecht der Opfer geredet wird. Dabei wissen alle, dass die Opfer zum Großteil Jungs waren und sind.

Mittwoch, September 12, 2018

Falschbeschuldigungen, sexistische Wissenschaftler – News vom 12. September 2018

1.
Eine 30-Jährige behauptete im September 2017, beraubt und von Männern arabischen Aussehens sexuell belästigt worden zu sein. Dann kam etwas ganz anderes heraus.


Der Merkur berichtet.



2.
Eine Jugendliche beschuldigt einen Mann des sexuellen Missbrauchs, er wird verurteilt. Nun kam er frei, weil das Mädchen vor Gericht gelogen hatte. Den Beweis dafür lieferte ein Hund.


Hier erfährt man, wie der betreffende Mann 50 Jahren Gefängnis entging.



3. Dürfen die Erkenntnisse "sexistischer" Wissenschaftler in anderen akademischen Arbeiten zitiert werden? Und wenn ja vielleicht nur mit einer Fußnote, in der man bekundet, dass man die betreffende Person nicht ausstehen kann? Das ist aktuell Thema im Chronicle of Higher Education.

kostenloser Counter