Montag, Oktober 20, 2014

Berlins Supermärkte müssen künftig Gender-Toilette bieten

Der Berliner Kurier berichtet.

Japanische Regierung hat ein Frauenproblem

Premierminister Abe sagte in einer fünfminütigen Ankündigung vor der Presse am frühen Nachmittag, dass er den Rücktritt der Ministerinnen mit Bedauern akzeptiert habe. Er entschuldigte sich mit einer kurzen Verbeugung und sagte, er trage die Verantwortung für die Ernennung der Ministerinnen. Noch im Laufe des Tages wolle er "passende" Nachfolger finden – ob Mann oder Frau, sagte er nicht. Abe begegnete damit wiederholter Kritik an der Wahl seiner Ministerinnen. Die Opposition hatte ihm vorgeworfen, sie aufgrund ihres Geschlechts, nicht aufgrund ihrer Befähigung berufen zu haben.


Die Welt berichtet.

Monika Ebeling: "Männer, hört endlich auf damit!"

Männer sollten in der erzwungenen Kontroverse um die Rechte von Frauen keine gleichberechtigten Partner mehr sein. In der Tat fokussierte sich der Kampf prinzipiell auf Vorteile für Frauen. Männer wurden weder einbezogen, noch in der Sache befragt oder konstruktiv berücksichtigt. Im Gegenteil wurden er und seinesgleichen zum Feindbild stilisiert. In Frauengruppen wurde Wut gegen Männer geschürt, die ihresgleichen suchte, und ein feministischer Narzissmus gepflegt, der es in sich hat. Männer wissen das – und halten bis heute weitgehend still.

Diese Aushaltetaktik ist aber weder "Ritterlichkeit" gegenüber Frauen noch "Einfühlungsvermögen" in deren Wünsche geschuldet. Im Gegenteil. Männer werden demoralisiert und erleben teilweise nicht wieder gutzumachende Schäden. Umgekehrt würde ein solches Vorgehen einen Bürgerkrieg provozieren. Das männliche Dominanzverhalten wird gesellschaftlich geächtet, gesetzlich verfolgt und sein Verhalten allgemein als menschlich verwerflich geahndet. Der Mann jedoch lässt sich freundlich lächelnd, bis zuletzt hoffend, und viel (ver)schweigend immer wieder an den Pranger stellen. Männer, hört endlich auf damit!


Hier findet man den vollständigen Text.

Chefredakteur: "Viele Journalisten halten den Meinungsdruck ihrer linken Kollegen nicht aus"

Ich habe in den letzten Jahren viele gute linke Journalisten verloren, weil sie den Gruppendruck innerhalb unseres journalistischen Milieus, das mehrheitlich links von der Mitte steht, nicht mehr ertragen haben. Der Druck wird meistens subtil ausgeübt: Wie kannst du bloss für einen solchen Chefredaktor arbeiten, der solche Ansichten vertritt? Dass sie selbst jederzeit schreiben durften, woran sie glaubten: Es half ihnen in solchen Gesprächen nichts. Ich habe aus Überzeugung nie etwas zensiert, und ich glaube, es gibt niemanden, der bei der BaZ war, der das bestreiten würde. Aber ich habe festgestellt, dass für manche Journalisten diese Liberalität nicht reicht. Es störte sie nicht, dass sie schreiben konnten, was sie wollten, sondern es störte sie, dass auch ich schrieb, was ich wollte.


Hier findet man das vollständige Interview.

USA: Kritiker der neuen Verordnungen zu "sexuellen Übergriffen" schwer zu diffamieren

Die linke US-Website The Daily Beast berichtet darüber, dass sich unter den Kritikern der neuen Verordnungen an amerikanischen Universitäten auch viele Linksliberale und sogar Feministinnen finden:

'Thus, the Harvard signatories include not only noted criminal defense attorney Alan Dershowitz, who has long been viewed as right of center in the culture wars, but preeminent African-American law professor and Barack Obama’s mentor Charles Ogletree and several renowned female jurists such as veteran civil rights attorney Nancy Gertner, constitutional scholar Martha Field, and feminist legal theorist Janet Halley. This protest is not easy to dismiss as a right-wing anti-woman backlash.

The Harvard 28 join other liberal and feminist dissenters from the campus anti-rape crusade. Among them is George Washington University law professor John Banzhaf, a public interest attorney who has not only battled the tobacco and food industries but championed women’s rights in major sex discrimination cases, notably thepush to force the Citadel military academy to admit women in the late 1980s. (His website boasts that he has been called a “radical feminist.”) In the past several months, Banzhaf has focused much of his attention on what he believes is a massive attack on the rights of students accused of sexual misconduct. The title of one of his press releases speaks for itself: "Illegals at Border Have More Rights Than College Students Accused of Rape."


Hier findet man den vollständigen Artikel. Man sollte vielleicht mal Thomas Gesterkamp, Andreas Kemper, Hinrich Rosenbrock oder Robert Claus rüberschicken; dann werden aus all diesen linksliberalen Bürgerrechtlern schnell "Rechte". (Die Wikipedia kann man ja auch problemlos entsprechend frisieren.)

Sonntag, Oktober 19, 2014

Neue Gruppe: Women Going Their Own Way

Geht man nach einer kürzlich online gegangenen Website, scheint eine neue geschlechterpolitische Gruppe am Start zu sein: Women Going Their Own Way. Der Name klingt wie ein Gegenstück zu den Men Going Their Own Way, die sich einer männerfeindlichen Gesellschaft und einer Partnerschaft in dieser Gesellschaft zunehmend verweigern, was unter dem Schlagwort Streik der Männer bekannt wurde.

Ihrer Eigendarstellung nach zu urteilen, sind die Women Going Their Own Way feminismuskritisch aufgestellt. Ihre zentrale Forderung lautet, dass Frauen von ihrem Sockel herunterkommen sollten und Männer von ihrem Pferd, auf dem sie sich als "weiße Ritter" präsentieren, die Frauen bei allem helfen müssen:

Women Going Their Own Way (WGTOW.net) is for women who have no interest in male chivalry, and no interest in being damselled or pedestalized.

In place of these inane stereotypes, it’s time for a real movement to transcend them instead of waiting for a faux movement that promised to discard gender assumptions but did little more than entrench them further.

Women Going Their Own Way can be viewed as a counterpart to the Men Going Their Own Way movement, but it is no mere copy. The idea of self-determined men and women, and the phrase ‘go your own way’ is hundreds of years old, serving as a call to integrity and independence that can’t be limited to one gender or group.

We no longer wish to be held to the ridiculous standard of goddesses, and we don’t need to be seen as damsels in distress. And we sure as hell don’t need to be fawned over by chivalric knights and heroes; men can leave their suits of armor and jousting utensils at home. All we ask is to be seen as human beings instead of stereotypes, and even if you can’t extend that grace, you can rest assured we will be extending it to ourselves.


In den letzten Jahren ist eine feminismuskritische Frauengruppe nach der anderen aufgeblüht (etwa die Töchter der Freiheit, die Women Against Feminism, die Women for Men, die Honey Badgers und andere Unterstützerinnen der Männerrechtsbewegung). Auch dadurch kommt die bisherige Einseitigkeit der Geschlechterdebatte immer mehr ins Rutschen.

Mann aus Jena gründet eigene Hodenkrebs-Stiftung

Die Ostthüringer Zeitung berichtet.

Samstag, Oktober 18, 2014

Großbritannien: Zahl einsamer Männer wird bis 2030 um eine Million steigen

The number of men over the age of 50 suffering from severe loneliness in England will increase to more than 1 million in the next 15 years, research based on government statistics has revealed. (...) Men with poor health, low incomes, few qualifications and living in rented housing are hit hardest by loneliness, which Independent Age defines as the feeling of not liking isolation. Mother Teresa said it is "the worst disease that any human being can ever experience".


Hier geht es weiter.

RTL beklagt Männerdiskriminierung (Video)

Jörg Zajonc, Geschäftsführer bei RTL West, findet mit einem Fahrdienst für Frauen als Aufhänger einige deutliche Worte zur aktuellen Geschlechterdebatte.

Freitag, Oktober 17, 2014

Transsexueller darf Minderheiten nicht repräsentieren, weil er jetzt ein weißer Mann ist

Die Nachrichten von amerikanischen Unis werden täglich abstruser. Wenn man ein Blog wie dieses schreibt, fühlt man sich, als würde man in einer bizarren Kreuzung zwischen "Picket Fences" und "South Park" leben:

A student who was born female felt perfectly comfortable identifying as a man at Wellesley College — until people said he shouldn’t be class diversity officer because he is now a white male.

Timothy Boatwright was born a girl, and checked off the "female" box when applying to the Massachusetts all-women’s school, according to an article in the New York Times. But when he got there, he introduced himself as a "masculine-of-center genderqueer" person named "Timothy" (the name he picked for himself) and asked them to use male pronouns when referring to him.

And, by all accounts, Boatwright felt welcome on campus — until the day he announced that he wanted to run for the school’s office of multicultural affairs coordinator, whose job is to promote a "culture of diversity" on campus.

But some students thought that allowing Boatwright to have the position would just perpetuate patriarchy. They were so opposed, in fact, that when the other three candidates (all women of color) dropped out, they started an anonymous Facebook campaign encouraging people not to vote at all to keep him from winning the position.


Im zitierten Artikel der New York Times heißt es:

I asked Timothy what he thought about that argument, as we sat on a bench overlooking the tranquil lake on campus during orientation. He pointed out that he has important contributions to make to the MAC position. After all, at Wellesley, masculine-of-center students are cultural minorities; by numbers alone, they’re about as minor as a minority can be. And yet Timothy said he felt conflicted about taking a leadership spot. "The patriarchy is alive and well," he said. "I don’t want to perpetuate it."


Sieh's ein, Timothy: Du hast dich für die Identität eines weißen Mannes entschieden – was anderes war wohl gerade nicht frei? –, bist damit auf der dunklen Seite der Macht gelandet und gehörst von anständigen Menschen bekämpft. So wie wir alle. Das gehört zum Engagement gegen Sexismus einfach dazu.

Andere transsexuelle Studenten haben der New York Times zufolge an Wellesley übrigens auch Probleme:

Even with the increased visibility of trans students on campus, Jesse stood out. When he swiped his Wellesley ID card to get into friends’ dorms, the groundskeepers would stop him and say, "You can’t go in there without a woman to escort you." Residential directors who spotted him in the dorm stairwells told him the same thing. In his own dorm, parents who were visiting their daughters would stop him to ask why he was there. Because bathrooms in the dorms are not labeled "women" or "men" but rather "Wellesley only" and "non-Wellesley," students who didn’t know Jesse would call him out for using the "Wellesley only" bathroom instead of the one for visitors. When he tried to explain he was a Wellesley student, people sometimes thought he was lying.

(...) Some female students, meanwhile, said Wellesley wasn’t female enough. They complained among themselves and to the administration that sisterhood had been hijacked. "Siblinghood," they argued, lacked the warm, pro-women connotation of "sisterhood," as well as its historic resonance. Others were upset that even at a women’s college, women were still expected to accommodate men, ceding attention and leadership opportunities intended for women. Still others feared the changes were a step toward coeducation. Despite all that, many were uneasy: As a marginalized group fighting for respect and clout, how could women justify marginalizing others?

(...) Kaden Mohamed said he felt downright objectified when he returned from summer break last year, after five months of testosterone had lowered his voice, defined his arm muscles and reshaped his torso. It was attention that he had never experienced before he transitioned. But as his body changed, students he didn’t even know would run their hands over his biceps. Once at the school pub, an intoxicated Wellesley woman even grabbed his crotch and that of another trans man.


Ich habe den Eindruck, hier treten unangenehme Wahrheiten zutage, deren Bedeutung weit über ein einzelnes College in den USA hinausgeht.

Schmelcher-Artikel stark in der Kritik

Genderama hatte vorgestern einen Artikel Antje Schmelchers von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung verlinkt und passagenweise daraus zitiert, in dem neue Wege im Sexualkundeunterricht scharf angeprangert wurden. Nun gibt es deutliche Kritik an Schmelchers Artikel.

Donnerstag, Oktober 16, 2014

"Naomi Wolf hält Mordvideos des IS für Fälschungen"

Henryk M. Broder berichtet und kommentiert.

Wendy Kaminer: "Panikmache gegen Vergewaltigungen an Unis erinnert an die Angst vor der Roten Gefahr"

Die bekannte Autorin und Rechtsanwältin Wendy Kaminer ist mit der aktuellen Rhetorik zu sexueller Gewalt – und den Niederschlag dieser Rhetorik in Gesetze – nicht einverstanden:

I’m a feminist, or so I have always thought, given my decades of advocacy for unqualified sexual equality and reproductive choice. But according to feminist matriarch Gloria Steinem and sociologist Michael Kimmel, I am in fact an ‘opponent of women’s equality and their right to make decisions about their own bodies’. Why? Because I oppose California’s new affirmative-consent law governing sexual conduct on college campuses.

Why is support for this legislation a test of your commitment to equality? In a recent New York Times op ed, Steinem and Kimmel describe the requirement that each person involved in a sexual encounter obtain ‘ongoing affirmative consent’ as the only reliable defence against legalised rape. ‘Only an explicit “yes” can be considered consent.’ Feminists who have long demanded that government stay out of the bedroom are now inviting it into the dorm room.

I wonder: have Kimmel and Steinem abided by this rule themselves, by requesting, receiving, and rendering ongoing affirmative consent throughout their many sexual encounters over the years? I doubt it, and I wonder too how any sexually experienced adult can reconcile legal theories of explicit, ongoing consent with real-life, human behaviour.


Die bereits angesprochene feministische Rhetorik zu diesem Thema ist Kaminer zufolge dafür geeignet, "willkürliche und diskriminierende Zwangsregime zu ermöglichen", wobei Kaminer die Unterstützung dieser Rhetorik durch die Redaktion der New York Times als besonders bedenklich herausstellt. Kaminer sieht Parallelen zwischen der aktuellen Hysteriewelle in Bezug auf sexuelle Gewalt und der ebenfalls hysterischen Furcht vor dem Kommunismus in den USA der fünfziger Jahre:

Once, authoritarian, right-wing officials hunted down suspected communists and communist sympathisers on campus. Mid-twentieth century red scares abated, after inflicting considerable damage, but the hysteria that shaped them always lies beneath and periodically erupts. Today, authoritarian, left-wing officials are targeting alleged sexual predators on campus, with similar disregard for civil liberty. (...) Affirmative-consent requirements and the conviction bias underlying the new approach to alleged campus assaults practically ensure that students accused of sexual assault will be found guilty of it. Advocates for self-identified victims don’t regard this as an injustice because they believe false accusations of rape are extremely rare or simply theoretical, not actual, possibilities.

They also tend to trivialise the consequences of guilty findings in campus cases: since campuses are not courts of law, advocates argue, students are ‘merely’ suspended or expelled, not convicted of crimes and subject to imprisonment. But they are labelled rapists and likely to be denied admission to other colleges and universities. Their educations and careers are derailed, at best. Innocent students wrongly accused of rape (and wrongful accusations are proffered) may be as traumatised as some rape victims.


Da die neuen Gesetze notwendigerweise geschlechtsneutral formuliert sein mussten, fragt sich Kaminer, ob die feministische Reaktion mit demselben automatischen und bedingungslosen Glauben an die Darstellung des angeblichen Opfers begleitet sein wird, wenn das angebliche Opfer nicht weiblich und der angebliche Täter nicht männlich ist:

Will feminists and other victims’ rights advocates reflexively ‘believe the victim’ when both victim and accuser are female or when both are male? I suspect not. Political correctness will be of little use in determining the truth or accuracy of accusations in cases involving same-sex couples, or transgendered people. Sexuality is fluid, gay and transgendered rights activists remind us, a perspective that could expose the injustices of an approach to sexual assault based partly on traditional sexual stereotypes.


Zuletzt macht Kaminer darauf aufmerksam, dass das totalitäre Bestreben von Menschen wie Gloria Steinem und Michael Kimmel sich nicht auf den Campus begrenzen dürfte:

But, in the meantime, activists focused on heterosexual relations who believe that affirmative-consent rules and minimal standards of proof are essential to the just disposition of rape claims will probably not content themselves with campus reforms. Gloria Steinem and Michael Kimmel, for example, insist that an ongoing ‘explicit yes’ rule is ‘completely logical, and fully consistent with adjudicating other crimes’. Why, then, should it only apply to colleges and universities? And if we’re supposed to ‘believe the victim’ on campus, why not believe her off campus, as well? Civil libertarians should take note: assaults on the fundamental presumption of innocence and due process in rape cases that begin on campus are unlikely to end there.

Aufnahmetest für Feuerwehr: Alle Frauen fielen durch

Die News-Seite nachrichten.at berichtet; der Artkel ist allerdings nur nach Anmeldung lesbar. Freundlicherweise hat mir der Leser, der mich auf diesen Artikel aufmerksam machte, den Beitrag nicht nur in Kopie zukommen lassen, sondern auch für Genderama seinen Inhalt zusammengefasst und kommentiert:

Die Berufsfeuerwehr in Linz macht einen Aufnahmetest für neue Mitglieder.

Es bewerben sich zehn Frauen. Fünf davon, obwohl sie wissen, dass sie die Kriterien nicht erfüllen. Die fünf werden sofort abgewiesen.

Die sechste ist gar nicht erst angetreten.

Die restlichen vier sind wegen mangelnder körperlicher Eignung durchgefallen. Und das, obwohl das Gleichbehandlungsbüro für sie ein Extra-Training organisiert hatte. Obwohl sich das Büro Gleichbehandlungsbüro nennt, durften die Männer bei diesem Training nicht mitmachen.

Das Training war leider umsonst, die Damen konnten nicht in 2 Minuten eine 30 Meter hohe Leiter raufklettern. Dabei sind das nur 25 Zentimeter pro Sekunde.

Was fordert die Linzer Gleichbehandlungsbeauftragte jetzt? Die Frauen sollen ungleich behandelt werden, indem sie leichtere Testkriterien bekommen.

Vor meinem geistigen Auge stehe ich gerade im zehnten Stock auf dem Fensterbrett. Hinter mir brennt das Zimmer, die Kleidung am Rücken beginnt bereits zu rauchen. 30 Meter unter mir sehe ich eine Feuerwehrfrau, die sich über die Leiter auf den Weg zu mir macht. Den Rest will ich mir nicht ausmalen ...


In dem Artikel selbst heißt es:

Die Linzer Gleichbehandlungsbeauftragte Patricia Kurz-Khattab übt jetzt harsche Kritik an den Testkriterien. Sie fordert eigene Limits für weibliche Bewerber, "wie sie bei Bundesheer und Polizei schon gang und gäbe sind."

Der Standweitsprung sei eine Herausforderung gewesen, sagt Kurz. In fünf Sprüngen musste man mindestens elf Meter weit kommen: "Natürlich ist da ein groß gewachsener Mann gegenüber einer 1,60 Meter kleinen Frau klar im Vorteil."

(...) Kritik übt auch der Linzer Feuerwehrreferent Stadtrat Detlef Wimmer (FPÖ). Allerdings an dem "Spezialtraining", das die weiblichen Bewerberinnen an drei Tagen mit Unterstützung eines vom Gleichbehandlungsbüro zur Verfügung gestellten Trainers absolviert hätten. Männer, die mittrainieren wollten, seien abgelehnt worden. Das widerspreche der Gleichbehandlung und sei der Grund, warum sich ein Linzer Model, das auf einem Plakat der Stadt Linz für die Berufsfeuerwehr wirbt, mittlerweile öffentlich davon distanziert habe.

Mittwoch, Oktober 15, 2014

Der lange Kampf eines Studenten gegen den Frauenbonus

Marco Pancheri will Arzt werden. Das weiß der 23-Jährige seit dem Jahr 2009, als er zu einem schweren Autounfall kommt und etwas unvorbereitet Erste Hilfe leisten muss. Er entschließt sich kurz danach, seinen ersten Rettungssanitäterkurs beim Roten Kreuz zu machen und wird dort später selbst zum Lehrbeauftragten. Im Juli 2012 folgt der Aufnahmetest an der Medizinischen Universität Wien. Da platzt sein Traum.

Pancheri erhält keinen Studienplatz. Er scheitert dabei aber weniger an seiner Leistung als am Auswertungsmodus. Denn in jenem Jahr entschied sich die Med-Uni Wien dazu, den Test genderspezifisch auszuwerten. Für Pancheri bedeutet das: Wäre er eine Frau, würde er schon längst Medizin studieren. Ist er aber nicht. Und so kämpft er seither gemeinsam mit drei männlichen Mitstreitern gegen die Entscheidung.


Hier geht es weiter.

Harvard-Lehrer protestieren gegen die neuen Regeln zu "sexuellen Übergriffen"

Nach massivem politischem Druck hatte im Juli dieses Jahres auch die US-amerikanische Elite-Universität Harvard ihr Procedere bei Vorwürfen sexueller Übergriffe stark zu Lasten der beschuldigten Personen geändert. Jetzt legen 28 Mitglieder der Fakultät Harvard deutlichen Protest gegen die neue Ordnung ein:

As teachers responsible for educating our students about due process of law, the substantive law governing discrimination and violence, appropriate administrative decision-making, and the rule of law generally, we find the new sexual harassment policy inconsistent with many of the most basic principles we teach. We also find the process by which this policy was decided and imposed on all parts of the university inconsistent with the finest traditions of Harvard University, of faculty governance, and of academic freedom.

(...) Harvard has adopted procedures for deciding cases of alleged sexual misconduct which lack the most basic elements of fairness and due process, are overwhelmingly stacked against the accused, and are in no way required by Title IX law or regulation.


Hier findet man die vollständige Protesterklärung.

Merkel will keine Diskussion über Frauenquote

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält trotz kritischer Stimmen in der eigenen Partei an der geplanten Frauenquote für börsennotierte Unternehmen fest. "Es ist beschlossen, das Gesetz für die Quote kommt", sagte Merkel bei einer Konferenz mit rund hundert Managerinnen, Wissenschaftlerinnen und Studentinnen aus naturwissenschaftlich-technischen Fächern. Die Große Koalition wolle das Gesetz, bekräftigte Merkel. Die Argumente des Für und Wider seien bekannt: "Noch länger darüber zu diskutieren, wäre müßig." Alle würden merken, dass das Leben durch die Quote nicht schwieriger werde. Es sei bekannt, dass es auch für Unternehmen besser sei, "wenn Frauen in Führungspositionen dabei sind".


Hier geht es weiter.

"Sind Frauen in der Schweiz noch sicher?"

Die folgende Verlinkung wird mir wieder den Vorwurf der Frauenfeindlichkeit einbringen, weil ich die allgegenwärtige Sexualgewalt herunterspiele, denen Frauen angeblich ständig ausgesetzt sind. Ohne ideologische Brille auf der Nase handelt es sich aber schlicht um eine weitere gelungene Analyse geschürter Hysterie in unseren Medien: Bettina Büsser untersucht, wie Artikel des Schweizer "Blick" mit Schlagzeilen wie "Frauen in Angst" und "Jede Frau kann Opfer werden" ihre Leser in die Irre führen. Es ist genau dieses Interesse der Leitmedien an reißerischer Berichterstattung, die sie für die #Aufschrei-Kampagne sofort zum Bündnispartner machte.

Marburger Forscher fordern: UN sollte sich von Verengung auf Frauenrechte lösen ...

... und stattdessen die Pflichten der Männer verstärkt in den Blick nehmen.

Dienstag, Oktober 14, 2014

Antje Schmelcher: "Unter dem Deckmantel der Vielfalt"

Ein Artikel, der vorgestern in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung veröffentlicht worden ist, steht seit heute Nachmittag online. Und er wirft einmal mehr die Frage auf, ob man alle, die gegen die neuen Wege im Sexualkundeunterricht sind, tatsächlich als "Homophobe" anfeinden sollte, um die Debatte vom Tisch zu bekommen. So heißt es in dem Artikel von Antje Schmelcher:

In einer Übung sollen zehn Jahre alte Schüler aufgefordert werden, ihre "Lieblingsstellung/Lieblingssexualpraktik" mitzuteilen, während sie sich zu dynamischer Musik schwungvoll durch den Raum bewegen. (...) Als Methode möchten Tuider und ihre Mitstreiter ausdrücklich die "Verwirrung" und die "Veruneindeutigung" angewendet wissen. Kinder sollen zeigen, was sie sexuell immer schon mal ausprobieren wollten. Anweisung an die Pädagogen: "Die Leitung moderiert und nimmt, sofern sie will, an der Übung teil." Was die Kinder wollen, fragt keiner. Bei den Massagen für Zehnjährige, Stichwort "Gänsehaut", genügt laut Anweisung jedenfalls dünne Kleidung, damit der unterschiedliche Druck und die verschiedenen Streichrichtungen auch erspürt werden können. Dabei dürfen verschiedene Massagetechniken angewendet werden, auch "vorgezeigt durch die Leitung". Von außen sollte der Raum nicht einsehbar sein, empfehlen die Autoren.

Auch eine Wandzeitung darf nicht fehlen. Darauf sollen die Schüler "auch scheinbar Ekliges, Perverses und Verbotenes" schreiben. Die Leitung erklärt das natürlich. Dann sollen die Schüler in Kleingruppen "galaktische Sexpraktiken" erfinden, die auf der Erde verboten sind. Zu den Klangübungen gehören auch "lautes Stöhnen" und "Dirty Talk", für die lustigen Gipsabdrücke einzelner Körperteile wird viel Vaseline benötigt, zur Übung "Sexualität während der Menstruation" von zwölf Jahren an können auch Gruppensex-Konstellationen in die Rollenspiele eingebaut werden. Aufgeklärt wird auch über Oral- und Analverkehr, Gang Bang, Spermaschlucken und den "neuen Puff für alle".

Ursula Enders vom Verein "Zartbitter" gegen sexuellen Missbrauch von Mädchen und Jungen hält das für übergriffig. (...) Sexualpädagogik müsse Orientierung für einen Grenzen achtenden Umgang mit Sexualität vermitteln und zugleich einen geschützten Raum zur Auseinandersetzung mit unterschiedlichen sexuellen Identitäten bieten. "Eine Sexualpädagogik der Vielfalt", die mit sexuell grenzverletzenden Methoden arbeitet, sei ein Etikettenschwindel. "Dies ist eine neue Form sexualisierter Gewalt, die zudem sexuelle Übergriffe durch Jugendliche fördert", sagt Enders. In den achtziger Jahren hätten Pädosexuelle sexuellen Missbrauch und die Missachtung der Grenzen zwischen den Generationen als fortschrittliche Sexualpädagogik verkauft.

(...) "Das ist brandgefährlich", sagt auch die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Christina Hennen von der Vereinigung Deutscher Psychotherapeuten. Eine solche Sexualpädagogik sei der Versuch, die Schamgrenzen von Kindern und Jugendlichen aufzubrechen. Pädagogen, die die Abhängigkeit der Schüler ausnutzen, könnten so Gehorsam erzwingen, glaubt Hennen. (...) Sie hält diese Art der Sexualpädagogik für eine aufgewärmte Geschichte. Unter dem Vorzeichen von "Gender" komme hier zurück, was schon in der Kinderladenbewegung und der Reformpädagogik als übergriffig erkannt wurde.


Hier findet man den vollständigen Artikel. Er ist in Gänze lesenswert.

CDU/CSU will Frauenquote überdenken, damit Wirtschaft keinen Schaden nimmt

Weil die Konjunktur lahmt, will die Union die geplanten Regelungen zur Frauenquote überdenken. Sie glaubt, die Wirtschaft könnte Schaden nehmen, wenn mehr Frauen in den Aufsichtsräten sitzen.


Spiegel-Online berichtet.

WDR: "Wenn Gerichtsgutachten Familien zerstören" (Video)

Der Film "Wenn Gerichtsgutachten Familien zerstören" geht dramatischen Fällen nach, erzählt die Leidensgeschichten betroffener Eltern und Kinder und zeigt, dass unser Justizsystem hier dringenden Reformbedarf hat.


Hier steht die Sendung von gestern Abend noch sechs Tage lang online.

"Mit Vorhaut bist du kein richtiger türkischer Mann"

2012 stritten Politiker und Juristen über religiöse Beschneidungen: Jetzt reden türkische Männer über ihre eigene Erfahrung. Manchmal spielt Erpressung durch dominante Frauen eine Rolle.


Die Welt berichtet.

"Opferwettbewerb"

Dass inzwischen auch immer mehr Männer über ihre Anliegen und Diskriminierungserfahrungen berichten, entgeht dem feministischen Lager selbstverständlich nicht. Und die Reaktion dort ist vorhersehbar: Equity-Feminismus mit einem Engagagement für beide Geschlechter? Im deutschsprachigen Raum? Komplett utopisch! Die Forderungen müssen selbstverständlich abgewehrt, die gesellschaftlichen Ursachen für die Benachteiligung von Männern vernebelt werden. Auch wenn die betreffende Feministin sich damit genau so verhält, wie sie es in ihrem Feindbild von "patriarchalen Paschas" immer phantasiert hat.

Elfriede Hammerl zum Beispiel gibt sich in dieser Hinsicht alle Mühe.

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