Dienstag, September 30, 2014

"Generalplan der Feministinnen zur Entmannung der Gesellschaft?"

Archeviva hat den Erziehungswissenschaftler und Psychologen Dr. Albert Wunsch von der Uni Düsseldorf gebeten, seine Eindrücke des dritten Männerkongress zu schildern, der dort vor einigen Wochen stattgefunden hat.

New York Post: "Emma Watson hat eine falsche Vorstellung vom Feminismus"

"Am besten war sie noch, als sie sich für Männerrechte ausgesprochen hat", urteilt Andrea Peyser.

Montag, September 29, 2014

Dagmar Rosenfeld: "So nicht, liebe Frau Schwarzer!"

Kann es vielleicht sein, liebe "Emma"-Redaktion, dass Ihr euch selbst nicht emanzipiert habt? Ich meine die Emanzipation von dem Schwarz-Weiß-Feminismus des vergangenen Jahrhunderts und Alice Schwarzers "Kleiner Unterschied"-Programmatik, in der sie Mann-Frau-Beziehungen qua Funktion in der Gesellschaft als Herrschaftsverhältnisse beschreibt - Frauen sind unterlegen, Männer überlegen. Sicherlich, es ist einfacher, das alte Spiel der Frau als Opfer eines allmächtigen Patriarchats fortzusetzen, als sich mit einer auch für den Feminismus immer komplexer werdenden gesellschaftlichen Wirklichkeit auseinanderzusetzen.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Berliner Morgenpost: "Warum haben so viele junge Frauen Probleme mit dem Feminismus?"

Magenschmerzen mit dem Feminismus? Das muss nicht sein. Am einfachsten löst sich das Problem, wenn man nur so gründlich recherchiert, dass man damit im deutschen "Qualitätsjournalismus" gerade so durchkommt. So wie Judith Luig in der "Berliner Morgenpost". Sie sieht als eines der Probleme

die Pseudo-Machos, die sich hinter den Anonymität des Internets verstecken, um ihre kruden Ansichten in die Welt hinaus zu blasen. Emma Watson hat bei den Vereinten Nationen in New York eine flammende Rede gehalten. (...) In der anti-wissenschaftlichen Welt, im Netz also, wurde Emma Watson mit der bescheuerten Aussicht gedroht, man werde jetzt bald auch von ihr Nacktfotos verbreiten. Wenn diese Hetzer irgendetwas bewegt haben, dann ist es das: jetzt wurde überdeutlich, wie wichtig und richtig Watsons Rede war.


Deutscher Qualitätsjournalismus im Jahr 2014, meine Damen und Herren! Keine Ahnung, wie und warum es zur derzeitigen großen Pressekrise gekommen ist.

Hier findet man den vollständigen Artikel, wenn man den ersten Link anklickt. Verlinke ich den Artikel direkt, wird man zu einer Seite geführt, wo man für den vollständigen Beitrag bezahlen muss - also für ideologischen Müll: Da der Artikel die Frage beantworten soll, warum so viele junge Frauen Probleme mit dem Feminismus haben, würden "Pseudo-Machos" im Internet selbst dann nicht als Erklärung taugen, wenn Judith Luig mit den Fakten klar kommen würde.

FOCUS zum x-ten Mal über "Lohn-Märchen": Warum Männer gar nicht mehr verdienen als Frauen

Und noch einmal für die Spätzünder.

Sonntag, September 28, 2014

Schock in den Niederlanden: Frauen sind gar nicht besser als Männer!

Die Frankfurter Allgemeine berichtet über ein Fiasko mit der Frauenquote, das die feministische Fraktion verblüffte.

Noch mehr über die Hintergründe dieser Meldung erfährt man in dem Artikel Frauenquote mit Nebenwirkungen.

Samstag, September 27, 2014

Petition für die Repräsentation der Menschenrechte von Männern und Jungen bei den Vereinten Nationen (Video)

Die Männerrechtsaktivistin Kristal Garcia hat eine Petition begleitet von einem Video online gestellt, womit sie dafür plädiert, dass die Vereinten Nationen sich auch um die Menschenrechte von Männern und Jungen zu kümmern beginnen.

(Wenn irgendein Spinner damit ankommt, dass es sich bei Männerrechtlern um "angry white men" handele, zeigt ihm dieses Video.)

"Zeit" gegen Leser, neue Runde: die Situation der Piratenpartei

Khue Pham sieht in der "Zeit" Antifeminismus als einen der Gründe für den Niedergang der Piraten:

Domscheit-Berg, eine bekennende Feministin und ehemalige Managerin bei Microsoft, wurde oft als "Feminazi" oder "Karrieristin" beschimpft. Ausgerechnet die Partei, die den Deutschen zeigen wollte, wie politisch wirksam das Internet ist, hat demonstriert, wie leicht es dazu dienen kann, Hass und Häme zu verbreiten.


Der vierte Leserkommentar unter dem Artikel (von "schwarzbart") hält dagegen:

Unfug.

Zwei selbstverliebte Prinzessinnen haben die Piraten verlassen und die Zeit hat in ihrer üblichen Arroganz nichts besseres zu tun, als diese beiden mediengeilen, teamunfähigen Un-Piraten zu Vorzeige-Politikern zu erklären.

Das Gegenteil ist der Fall.

Frau Domscheidt-Berg ist auf dem Höhepunkt des Hypes bei den Piraten eingestiegen mit der Ankündigung, den Feminismus in die Partei tragen zu wollen. Nicht etwa, weil sie unser Programm gut fand. Es gab Aufmerksamkeit und die Möglichkeit destruktiv, also feministisch zu arbeiten. Diese Arbeit scheint ihr nun - bei 1% - getan. Umgangssprachliche Formulierungen, Ratten und Schiffe betreffend, bieten sich an.

(...) Ansonsten hätten Sie leicht herausfinden können, daß wir noch da sind, daß wir noch immer ca 30 000 Mitglieder haben und daß wir den Abgang dieser Lichtgestalten als befreiend empfinden.

Aber was soll man von einem Blatt erwarten, dessen Top-Journalisten gerne mal Einstweilige Verfügungen gegen Satire-Sendungen in die Welt setzen ...


34 Leserempfehlungen.

Indien: Feministinnen verlangen sofortige Venus-Mission

Within 24 earth hours of Indian spacecraft successfully maneuvering itself into Mars orbit, women's rights activists flooded the streets of Bangalore alleging gender discrimination in the space programme and demanding an immediate mission to Venus.


Hier geht es weiter. (Und ja, es ist ein bisschen albern.)

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"Time"-Magazin: "Sorry, Emma Watson, aber HeForShe ist scheußlich für Männer"

Irgendwelche Blogbeiträge kann die Emma-Watson-Kampagne ja getrost ignorieren, aber seit sich Cathy Young im Nachrichtenmagazin "Time" verankert hat, erreichen unsere Argumente ziemlich viele Leute.

Freitag, September 26, 2014

"Die fünf kleinen Worte, mit denen sich Emma Watson verraten hat"

Ally Fogg, ein linker britischer Männerrechtler, dessen Texte auch von den Leitmedien seines Landes abgedruckt werden, ist auch in der Debatte um Emma Watson lesenswert. Klare Schlussfolgerung: Emma Watson ist eine Sexistin, und Menschenrechte sind für sie NICHT unteilbar. Ihre Haltung ist kein Teil der Lösung, sondern, wie Ally Fogg formuliert, "a bloody big part of the problem".

Ähnlich lesenswert ist Foggs Landsmann Glen Poole: Vier Gründe, warum ich keiner der Männer bin, die Emma Watsons Kampagne unterstützen.

Aber die Propagandawelle rollt natürlich.

Neues Experiment mit versteckter Kamera: Wie reagieren Menschen auf Gewalt gegen Männer? (Video)

Bald schon ein eigenes Genre? Das hier ist das mittlerweile fünfte Experiment, das ich kenne, in dem mit versteckter Kamera die unterschiedlichen Reaktionen von Passanten auf Gewalt gegen eine Frau bzw. gegen einen Mann festgehalten wird. Immer noch erschütternd.

Erzbischof sammelte 100.000 Kinderpornos von Jungen

Der frühere vatikanische Nuntius in Santo Domingo, Jozef Wesolowski, hatte mehr als 100.000 kinderpornografische Dateien auf seinem persönlichen Computer. Nach einem Bericht der italienischen Tageszeitung "Corriere della sera" vom Freitag seien dies sowohl Fotos wie Filme. Einiges Material lud der Kleriker aus dem Internet herunter, für anderes wurden seine jugendlichen Opfer missbraucht. Zu sehen seien – teils auf dem Laptop Wesolowskis – Jungen zwischen 13 und 17 Jahren, die nackt posierten und beim Geschlechtsverkehr untereinander oder mit Erwachsenen zu sehen seien, schreibt der Corriere unter dem Titel "Die hunderttausend Horror-Dateien".


Der Tagesspiegel berichtet.

USA: Antifeministischer Rechtsanwalt will gleiche Rechte für Frauen und Männer durchsetzen

Und zwar wenn es um Zwangseinzug in den Krieg geht.

Feministisches Videospiel ersetzt Schusswaffen durch Tampons

Two New York high schoolers are hoping to combat misogyny with Tampon Run, a game that cleverly replaces guns in an old school shooter game with, well, tampons. The girls, who graduated from the Girls Who Code camp — a program that teaches girls to code in hopes of closing the gender gap in tech — this summer, thought it was strange that violence and guns seem to be so mainstream in our culture while talking about periods — which every woman experiences — is not. Hence the invention of Tampon Run. In the game, tampons are used as projectiles to throw at oncoming enemies.


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Danisch: Wie die SPD den Feminismus zu retten versucht

Ich war heute bei der Tagung "Gender-Ungleichheiten und ihre Folgen – Wie arbeiten und wirtschaften wir weiter?" des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und der SPD-"nahen" Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Sieht aus, als wäre der Feminismus primär gescheitert, in der Krise und in der Rettungsphase.


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Spiegel-Online thematisiert zweierlei Maß bei häuslicher Gewalt

Footballprofi Ray Rice schlägt seine Freundin bewusstlos, wird gefeuert und sozial geächtet. Fußballerin Hope Solo soll Schwester und Neffen geschlagen haben - und darf weiterspielen. In den USA wird nun gestritten: Ist das gerecht?


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US-Unis: Student als "Verharmloser von Vergewaltigungen" verleumdet, weil er die "Rape Culture" in Frage stellte

Julius Kairey, an openly conservative student columnist for the Cornell Daily Sun campus newspaper, was viciously smeared in a recent mass public attack, with fliers spread around the Ivy League university that unfairly and inaccurately labeled him a “Racist Rape Apologist.”

An unknown number of paper fliers were peppered in high-traffic campus locations late last week, such as a walkway near freshmen housing and Cornell’s Olin Library.

The fliers featured a large picture of Kairey in the center, with his full name in bold lettering across the top and a caption below reading: “Daily Sun Columnist and Racist Rape Apologist.”

The description may be in reference to some of his opinion columns in the Sun, the mainstream campus newspaper. The perpetrator of the malicious campaign has yet to be apprehended.


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US-Unis: Lehrveranstaltung gegen Dämonisierung von Männlichkeit, für Rollenfreiheit

There is a new class at Keene State College this semester and it is all about men. Patricia Pedroza Gonzalez, a KSC professor of 15-years, introduced the class Men and Masculinity. Pedroza Gonzalez said her goal is to change students’ perceptions of social media’s presentation of men.

"In a very basic gender education we are still thinking and feeling and perpetrating symbols like ‘Boys don’t cry,’" Pedroza Gonzalez said.

Pedroza Gonzalez explained that there is a certain danger in encouraging traditional gender-norms of the "macho man."

"We educate men to hide their feelings and vulnerability. They hide emotional stuff, which is totally allowed to women—women can cry and a woman can be emotional," Pedroza Gonzalez said.

(...) Pedroza Gonzalez acknowledged her belief of misapprehensions of gender issues when she said that many people view gender issues as solely affecting women.

"But at this time there is a misconception that gender is women’s issues," Pedroza Gonzalez said.

However, that is not true. According to Pedroza Gonzalez there is a modern-day misconception that men are violent. "I want to show people that men are not violent. I want to deconstruct that because what we see in media is that men are violent. One girl asked me in my class if I thought men were oppressed and I said yes. I think men are oppressed [and] women are oppressed," Pedroza Gonzalez said.

(...) Pedroza Gonzalez said she has ample experience with men because she grew up in a family with five brothers, whom she loves. "I know my brothers are not violent, but yes, they can be tough," Pedroza Gonzalez said. She continued when she said there is nothing wrong with idea of a man being tough. However, she also plans teach her class that men are able to express their feelings as well. "[I want people] to have the freedom and the awareness that men do not have to be closed to feelings," Pedroza Gonzalez said.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

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Debatte um UN-Auftritt tobt weiter: "Emma Watson und die Kammer feministischer Rätsel"

In der Debatte um Emma Watsons Auftritt vor den Vereinten Nationen gibt es immer noch neue Wortmeldungen. Ich will nicht länger ejder von ihnen einen eigenen Genderama-Beitrag widmen, sondern einige davon zusammenfassen.

Im "Federalist" zeigt sich Heather Wilhelm befremdet darüber, wie Watson in ihrer Rede Trivialitäten mit Greueltaten vermengt:

I mean, who likes violence or discrimination against women? But wait: a bunch of UN members apparently do. Iran seems to like it, as a nation that regularly stones rape victims. Sudan regularly enforces the practices of child marriage and ritual female genital mutilation. China’s official state policies encourage countless sex-selective, anti-female abortions every year. I could go on and on. The plight of many women worldwide is really quite unbelievable and sad, and it makes me feel lucky to be an American.

(...) Here is what Emma Watson, Hollywood actress, actually complained about before a body of 192 member states, some which have more terrifying dictatorships than others: 1. She was called "bossy" as a child; 2. She was sexualized by the media as a young movie star; 3. Many of her girlfriends quit their sports teams because they didn’t want to grow muscles; 4. Many of her teenage male friends, being teenage males, were unable to express their feelings. Remember how Beyonce had that "FEMINIST" sign behind her at the MTV Video Music Awards? At times, I’m sorry to say, Watson kind of needed a giant "FIRST-WORLD PROBLEMS" sign behind her at this UN speech.


Für die News-Website zerlegt John Hayward Emma Watsons Rhetorik. Sie habe zwar die Frage gestellt, warum das Wort "Feminismus" einen so negativen Beiklang erhalten habe, diese Frage in ihrer Rede aber nie beantwortet:

She went through a litany of equality goals that she thought feminism should be associated with, but she didn’t offer any theories as to why many women – some of them quite prominent, and outspoken in their support for equality between the sexes – reject the label of "feminist." She didn’t offer an explanation for why "fighting for women’s rights" would become "synonymous with man-hating." That’s the worst cliffhanger since "Harry Potter and the Deathly Hallows Part I," Emma!

Some coverage of the speech assumed Watson was firing a shot across the bow of hard-core power feminists and extremists, warning them away from rhetoric that could be interpreted as "man-hating." The stated goal of the initiative she represents is to bring men around the world on board with the quest for women’s equality. Denouncing rhetoric that would be off-putting to men, and refocusing feminism on the simple goals most people of both sexes support, would seem like smart strategy. This impression is reinforced by Watson’s obvious appeal to young men – they picked her because they’re trying to bring guys on board and prove this isn’t all about misanthropic fire-breathing feminism, right?

But in the context of her full speech, I think she’s saying something very nearly the opposite. She seems to believe those who dismiss feminism as man-hating are WRONG, so self-evidently wrong that she doesn’t bother conjuring up any good reasons they might feel that way.


Wir haben also nun die Situation, dass selbst englische Muttersprachler, die Emma Watsons komplette Rede analysiert haben, sich unsicher sind, ob sie mit ihrer Äußerung, Feminismus stehe inzwischen für Männerhass, den Feminismus oder dessen Wahrnehmung kritisiert habe. Einer meiner Leser fragte, um diesen Punkt zu erklären, den feminismuskritischen Blogger "Fidelbogen" nach seiner Meinung. Dessen Einschätzung nach hat Watson bewusst eine zweideutige Formulierung gewählt:

She is using double talk. She means that feminism needs to clean up its public image, and not appear so man-hating. So, the man-hating core of feminism must be more effectively hidden.

Donnerstag, September 25, 2014

Wenn die "Zeit" Hinweise auf Faschismus löscht

Reihenweise Löschungen von Widerworten in den Kommentarspalten von "Zeit" & Co. ist ja nichts Neues, aber das hier artet ein wenig aus ...

Männerpartei Vorarlberg sieht kleine Gewinne

Nicht beim Wähler, aber als Stimme in der politischen Debatte habe man durchaus Erfolge zu verzeichnen, berichtet Hannes Hausbichler.

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"Es männert: von emanzipatorischer Männlichkeit"

Der Bildungsforscher Michael Klein ist von der Art, wie im akademischen Bereich über Männlichkeit gesprochen wird, noch immer wenig begeistert.

Lesermail (Deutscher Presserat)

Einer meiner Leser schreibt mir heute:

Sehr geehrter Herr Hoffmann,

ich habe Ihnen eine Entscheidung des Deutschen Presserats angehängt, die ich heute als Antwort auf eine (unten in dieser Mail angehängte) Beschwerde meinerseits vom 20.5. erhalten habe (die wiederum auf Basis Ihres Genderama-Blogs erfolgte).

Auch wenn meine Beschwerde in der Entscheidung zurückgewiesen wurde, fand ich trotzdem interessant, dass sich (laut Absatz A II.) insgesamt 19 Leser beim Presserat beschwerten. Dies finde ich eine beachtliche Zahl – bei einer anderen Beschwerde meinerseits wegen eines ZEIT-Artikels vom 25.6.2013 (..) entnahm ich der Begründung des Presserats, dass ich scheinbar der einzige war, der sich offiziell beschwert hatte.

Auch wenn der Presserat ein zahnloses Instrument ist, stimmt es mich positiv, dass sich mehr Leute aktiv einmischen. Ich denke, die meisten wissen nur leider nicht, was sie tun können (außer AfD zu wählen). Die "Grundmenge" an potentiell mobilisierbaren Menschen wird aber höher.


Der fragliche Artikel war Väter-Krieg zerstört das Leben der Kinder" der Berliner Boulevardzeitung B.Z., über den vor allem Gleichmaß e.V. berichtet hatte. Im Schreiben des Presserates heißt es:

19 Leser beschweren sich über die Berichterstattung. Der Hauptvorwurf lautet, der Autor kommentiere einseitig, indem er nur die Ansicht der Mutter schildere, Väter würden in ein schlechtes Licht gerückt. Insgesamt werde, von einem Einzelfall ausgehend, ein schlechtes Vaterbild gezeichnet, das verallgemeinere und diskriminiere.


Begründung für das Zurückweisen der Beschwerde ist "Es handelt sich um einen Meinungsbeitrag, der als solcher für den Leser zu erkennen ist." Damit liege kein presseethischer Verstoß vor.

US-Unis: Keinen Sex gewähren zählt auch als "sexuelle Gewalt"

Die konservative Studentenzeitung "The College Fix" berichtet:

Examples of abuse listed on the University of Michigan’s domestic violence awareness website say "sexual violence" includes "withholding sex and affection" and "discounting the partner’s feelings regarding sex" – definitions that have come under fire by some men’s rights activists.

The terms, found under the heading "definitions," also suggest verbal or psychological abuse include: "insulting the partner; ignoring the partner’s feelings; withholding approval as a form of punishment; yelling at the partner; labeling the partner with terms like crazy [and] stupid."

Janet Bloomfield, social media director for "A Voice For Men," an activist group that counters feminist extremism and misandry, took aim at these University of Michigan examples, first on her Twitter account over the summer and more recently in an email to The College Fix.

"These kinds of policies contribute to an increasing level of sexual misconduct hysteria and essentially create a chilling climate for young men," Bloomfield said. "When things like ‘withholding sex’ and ‘ignoring a partner’s feelings’ are framed as a pattern of behavior that is abusive, they are not only pathologizing normal relationship behaviors, but they are opening the door for vindictive or spurned partners to make allegations that can have profound effects for the accused."


Hier geht es weiter.

Jakob Augstein: Wie Susanne Gaschke aus ihrem Versagen ein Genderthema macht

Die Journalistin und frühere Kieler Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke stellt sich als Opfer frauenfeindlicher Intrigen dar. Dabei war sie einfach eine schlechte Politikerin.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

"Liebe Hermine ..."

Na, nervt's schon?

BILDblog stürzt ab

Das Blog Meinungen und Deinungen berichtet über den aktuellen Wandel des BILDblog von Aufklärung zu Polemik.

Radikaler Tabubruch bei den Grünen: Staat soll sich aus Rollenverteilung heraushalten

Claudia Kade berichtet für "Die Welt":

Diejenigen in der Partei, die es ernst meinen mit dem Kurswechsel, wissen gar nicht, wo sie anfangen sollen. Sie finden in allen Winkeln der grünen Programmatik die alten Ansätze, von denen sie sich nun allmählich befreien wollen. Die Forderung nach einem fleischlosen "Veggie-Day" in den Kantinen, und zwar am besten jeden Donnerstag, war ein einprägsames Beispiel aus dem Bundestagswahlkampf des vorigen Jahres. Heute findet sich kaum noch ein Grüner, der dazu steht. Das Umsteuern ist aber in anderen Politikfeldern viel schwieriger, weil grundsätzlicher. Zum Beispiel in der Familienpolitik. Die Bundestagsabgeordnete Franziska Brantner versucht es trotzdem.

Die 35-jährige Baden-Württembergerin ist vor einem Jahr aus dem Europäischen Parlament in den Bundestag gewechselt und will jetzt das Familienbild der Grünen umkrempeln. Sie rüttelt an der Leitlinie ihrer Partei, das Familienmodell mit zwei gleichermaßen berufstätigen Elternteilen durch staatliche Unterstützung zu fördern. Was Brantner will, ist für ihre Partei ein Tabubruch.

"Warum feiern wir den Hausmann als modernen Mann? Wird er dadurch nicht auch in die Altersarmutsfalle laufen, was wir für Frauen als tragisch empfinden?", kritisiert sie. "Warum versuchen wir ständig, die Familien durch neue Maßnahmen und mehr Geld arbeitsmarktfähig zu machen, statt endlich zu fragen: Wie wollen wir arbeiten im 21. Jahrhundert, um auf die Bedürfnisse der Familien des 21. Jahrhunderts einzugehen?"

Brantner stellt zum Freiheitskongress ausgerechnet das infrage, was für die Grünen jahrzehntelang selbstverständlich war. Und was zum Teil auch von CDU, CSU und SPD übernommen und in Gesetze gegossen wurde: Dass der Staat dafür zu sorgen habe, die Betreuung der Kinder möglichst gleichmäßig zwischen Vater und Mutter aufzuteilen. Stichwort Elterngeld für die Kleinkindbetreuung mit Extraaufschlag, wenn die Väter auch mitmachen.


Hier findet man den vollständigen Artikel. Herzlichen Glückwunsch an die grünen Tabubrecher dafür, dass sie inzwischen genau jenen Standpunkt einnehmen, den ich seit 2007 in meinem Buch "Männerbeben" vertrete.

US-Unis: Männer sollen Trillerpfeife blasen, bevor sie eine Frau vergewaltigen

The University of Colorado, Boulder (CU) has distributed fliers around campus suggesting that potential rapists should blow a whistle before they rape a fellow student.

The Wardenburg Student Health Center distributed the literature, which tells readers "[t]he only use for a rape whistle is: If you are about to rape someone, warn them. Blow the whistle."


Hier geht es weiter. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Idee völlig durchdacht ist ...

US-Unis: Liste angeblicher Vergewaltiger an Uni Chicago verteilt

A list accusing a dozen University of Chicago students of rape was circulated over the Internet this past weekend, and although it has been taken down, it has generated plenty of discussion.

CBS 2’s Susanna Song reports classes don’t officially start until next week at school’s Hyde Park campus, but someone posted a list of 12 names on Tumblr, accusing both straight and gay undergraduate men of "gender-based violence."


Hier geht es weiter.

US-Unis: Können Männerrechtler ihr Recht auf Meinungsfreiheit durchsetzen?

On November 1, 2014 a historic first will be happening on an American university campus. Jonathan Taylor of A Voice for Male Students, Dr. Janice Fiamengo of the University of Ottawa, Karen Straughan of the Honey Badger Brigade and Paul Elam of A Voice for Men will be standing up to speak at Kennesaw State University in Georgia at a conference sponsored by of Kennesaw State University Men (KSUM), a men’s rights organization.

The backlash against this happening has been significant. Two KSUM academic advisors have resigned, one of them citing SPLC criticisms of AVFM which were sent from "anonymous" sources. KSU founder and president Sage Gerard has been subjected to verbal and even physical attacks. Specious investigations against him have been launched by university staff which are clearly ideologically driven and designed to derail his efforts to bring men’s issues awareness to that campus.


Hier geht es weiter.

US-Unis: Forbes feuert Journalisten wegen abweichender Perspektive zu "Rape Culture"

A Forbes columnist got himself blacklisted by the publisher because he dared to tackle the problem of campus rape from the perspective of an fraternity alumnus who works with younger frat brothers on delicate topics.

(...) I have a feeling that if a female writer with a similar viewpoint, such as Cathy Young of Reason and The Daily Beast, had written a column on this subject based on interviews with Frezza and other frat leaders, her publisher wouldn’t blacklist her.

It appears for the foreseeable future that only women with civil-libertarian bona fides will be allowed to talk about the relevant factors that contribute to sexual assault – or just drunken sex – without jeopardizing their reputations.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

USA: Vergewaltigungen ein Drittel so häufig wie noch vor zwanzig Jahren

Rape is a vicious crime, one that disproportionately affects poor women and incarcerated men, but Barack Obama knows his voters, and so his recent remarks on the subject were focused not on penitentiaries, broken families, or Indian reservations but on college campuses, where the despicable crime is bound up in a broader feminist Kulturkampf only tangentially related to the very real problem of sexual violence against women.

The subject is a maddening one. President Obama repeated the endlessly reiterated but thoroughly debunked claim that one in five women will be sexually assaulted in her college years. The actual rate is . . . sort of an interesting problem, the information being so inconsistent and contradictory that one almost suspects that it is so by design.

(...) This might explain why so many women who answer survey questions in a way consistent with their being counted victims of sexual assault frequently display such a blasé attitude toward the events in question and so rarely report them. As the DoJ study puts it: "The most commonly reported response — offered by more than half the students — was that they did not think the incident was serious enough to report. More than 35 percent said they did not report the incident because they were unclear as to whether a crime was committed or that harm was intended."

If you are having a little trouble getting your head around a definition of "sexual assault" so liberal that it includes everything from forcible rape at gunpoint to acts that not only fail to constitute crimes under the law but leave the victims "unclear as to whether harm was intended," then you are, unlike much of our culture, still sane.

Of all the statistics and evidence that are prevalent in the discussion of sexual assault, there is one datum conspicuous in its absence: the fact that sexual assault has been cut by nearly two-thirds since 1995. Under the Bureau of Justice Statistics’ apples-to-apples year-over-year comparison, sexual assault has declined 64 percent since the Clinton years. That is excellent news, indeed, but it does not feed the rape-epidemic narrative, and so it must be set aside.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Mittwoch, September 24, 2014

Eine Frau schreibt Emma Watson

Ich sage ja, dass es ein Trend wird:

Dear Emma Watson,

I was not raised a celebrity. I can say that my life has been very different from yours. I am a woman living in America. I have not attended a fine University like Brown as you did. I have known abuse, I have been molested. I have known hardship and depression. But there is something you should know. I don’t need feminism.

Maybe you can’t understand why this might be so. How someone like me who has in the past been suicidal and faced such turmoil could say that I do not need something that is supposed to help the whole world.

I want you to know that I am neither religious nor someone politically conservative, and I say this because many have accused me of this stance for merely disagreeing with feminism. Your idea of feminism is certainly beautiful, but it is not the reality of the woman’s movement today nor was it the reality of the past.


Hier geht es weiter.

A Voice for Men kommentiert Emma-Watson-Schwindel

In lesser news outlets like Wired and Hot Press, Men’s Rights Activists were directly implicated with the authors offering no proof that any MHRA organization was behind the alleged threats to publish nudes of Watson.

"Alas though, it is the men’s rights activists who lurk on 4chan’s board that are now seeking retribution in the form of a smear campaign. Setting up a countdown website that they have called 'Emma You Are Next', forum members have threatened to release nude photos of Watson" wrote Wired Staff Writer Catie Collins in her article "4chan’s threats must not obscure Emma Watson’s words."

"Emma Watson dared (dared!) to give a very mild speech about feminism and how rigid gender roles define both men and women at the UN recently and has been threatened by 4chan users with having nude photos released as punishment" wrote Hot Press writer Annie Sexton in an article titled "Emma Watson threatened with nude release by 4chan MRAs."


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Lesermail (Hintergründe des Emma-Watson-Schwindels)

Einer meiner Leser schreibt mir zur Genderama-Debatte des Tages:

Eine kurze Anmerkung zu rantics Statement, 4chan schließen lassen zu wollen: Da kommt rantic auf gewisse Weise zu spät. In den letzten Wochen gab es im Rahmen von #GamerGate zu ziemlichen Reibereien aufgrund von Zensur in 4chan (und auch vorher waren dort schon alteingesessene Moderatoren von neuen 'Social Justice"-freundlichen Genossen abgelöst worden, wenn man aktiven 4channern glauben darf). Letzte Woche ist ein guter Teil der regulären Belegschaft u.a. von 4Chans /v/-Board unter dem Motto "4chan is kill" dann auch auf ein anderes Board (8chan.co, auch "InfinityChan" gesprochen) umgezogen.

Sprich: die Aktion läuft erstens ins Leere, und zweitens sitzen in 4chan jetzt – angeblich – vor allem Leute, die der Social-Justice-Agenda zumindest neutral bis freundlich gegenüberstehen.

Davor hatte sich 4Chan (/v/- und /pol/ vor allem, wenn ich recht informiert bin) übrigens so gar nicht misogyn gezeigt, sondern im Gegenteil ein Projekt der Fine Young Capitalists finanziell unterstützt, das Frauen den Einstieg in die Videospiel-Branche erleichtern und nebenbei Spenden für einen guten Zweck einbringen sollte. Gut, dass der Verwendungszweck des Gelds von 4Chan als "chemo butthurt" (der Empfänger war die Colon Cancer Alliance) angegeben war - das war dann wieder typisch 4Chan. Dass darauf natürlich wieder Feministengruppen reflexartig Zeter und Mordio geschrieen haben -- eben so typisch.

Mal ganz davon abgesehen, dass es von totalem Missverständnis der Materie zeugt, "4chan schließen zu wollen". Das Board ist lediglich ein Sammelpunkt für Leute, ein Hangout. Wie eine Bar eben. Wird die Bar geschlossen, ziehen die Leute halt in die nächste. Wenn man das Ziel der Zensur ernsthaft verfolgt, dann müsste man zwangsweise alles, was im Internet passiert, zensieren und kontrollieren.


Meine Verzweiflung über die deutschen Leitmedien wird währenddessen ein wenig dadurch gemildert, dass beispielsweise Spiegel-Online fundiert über die aktuellen Entwicklungen berichtet.

Lesermail: Was steckt hinter dem Emma-Watson-Schwindel?

Der maskulistische Publizist Kevin Fuchs schreibt mir heute zu diesem Genderama-Beitrag:

In der Zwischenzeit ist klar, was es mit emmayouarenext.com auf sich hat: Die URL wird jetzt auf rantic.com umgeleitet. Dort wird offenbart, dass man in Bezug auf die veröffentlichten Nacktfotos von Prominenten die Plattform 4Chan abschalten will, und es wird aufgerufen, sich diesem Anliegen anzuschließen (auf 4Chan wurden diese Bilder veröffentlicht). Mit emmayouarenext.com hat man gekonnt Aufmerksamkeit für diese Aktion herbeischmarotzt. Wer hinter rantic bzw. emmayouarenext.com steckt, ist unbekannt, da die Seiten hinter dritten Personen verborgen sind (godaddy.com und whoisguard.com).

Angesichts des Umstandes, dass die Aktion gleich am nächsten Tag nach Watsons Rede startete, ist es unwahrscheinlich, dass es sich um eine völlig losgelöste Independent-Aktion handelt. Dahingehend erfährt man von rantic folgendes:

"We have been hired by celebrity publicists to bring this disgusting issue to attention. The recent 4chan celebrity nude leaks in the past 2 months have been an invasion of privacy and is also clear indication that the internet NEEDS to be censored. Every Facebook like, share & Twitter mention will count as a social signature -- and will be one step closer to shutting down www.4chan.org."

Falls das stimmt, stecken dahinter also die Interessen von ein paar "Celebrity Publicists". Da sieht man dann auch mal, was "Feminismus" heute noch Wert ist: Er ist nur noch ein Vehikel zum subversiven Durchdrücken eigener Interessen - ein knackiges Reizwort, mehr nicht.


Passend zu dieser Erkenntnis ist von Kevin Fuchs heute auch ein Beitrag im Novo-Magazin erschienen: Genderdebatte: Diversity für die Privilegierten.

Spannend fände ich übrigens die Spekulation, ob die Promi-Nacktfotos nicht im Auftrag derselben Leute veröffentlicht worden sind, die gerne das Internet zensieren würden. Als Sündenbock würden dann mal wieder "die bösen Männer" dienen, das funktioniert in der derzeitigen Medienlandschaft ja ganz vorzüglich.

Medienente der Woche: Emma Watson mit Nacktfotos bedroht!

Zahlreiche Medien, so etwa n-tv, der Focus, die Emma und unzählige andere mehr, berichten dieser Tage darüber, dass Emma Watson nach ihrer UN-Rede "für mehr Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen" damit bedroht worden sei, dass man Nacktfotos von ihr online stellen werde. Auf Facebook verbreitet "Frau tv" gerade einen Artikel von Marie Schmidt in der "Zeit", in dem diese angebliche Drohung verwendet wird zu "beweisen", wie wichtig der Feminismus und dessen Unterstützung durch Männer immer noch sei.

Männerrechtler haben mit dieser Angelegenheit überhaupt nichts zu tun, aber um uns zu verunglimpfen, verwendet man auch diese scheinbar günstige Gelegenheit allzu gerne:

Members of this board, as well as many "Men’s Rights Activists" in general, tend to go apoplectic at even the most mild implications that women might be human beings. For them, this is simply "not allowed" and must be punished swiftly and severely, as they appear to believe that feminism is the one obstacle in the way of all these pathetic neckbeards getting their pick of supermodel girlfriends who obey their every whim.


Äh, ja. Und Feministinnen essen zum Frühstück kleine Kinder ...

Der Schönheitsfehler bei diesem Riesenwirbel: Es handelt sich bei der angeblichen Drohung gegen Emma Watson um einen sogenannten "Hoax", einen Schwindel. Genauer gesagt: einen Marketinggag. Mit etwas Recherche findet man einige Websites, die darüber berichten, beispielsweise den britischen Independent und die Epoch Times:

Watson was reported to have been targeted by people who got mad at her speech, with a website called "Emma Watson is Next" appearing. Reports about the threat featured comments from 4chan and Reddit users claiming that they would target Watson, with the primary focus of the reports being the website.

But the website appears to be a hoax, with the countdown clock moving up three days, then hitting 0. No pictures emerged–instead it turned into a website for a marketing company.

A Reddit user had said earlier Tuesday that after doing some digging it appeared that the website was created by a marketing company Rantic, in conjunction with a pseudo-news outlet Fox Weekly.

"There is evidence that the emmayouarenext.com website is hosted by Rantic and that they have a recent history of inventing stories of this nature, they even reused the 4chan + hacker angle from a previous promotion," the user said.

"It seems the whole point of marketing these days is to sell lies to as many people as possible and this particular campaign appears to have done that very successfully."

Multiple news outlets reported on the website as if it were legitimate, including the Washington Post and BBC.


Die Washington Post. Und die BBC. Und der "Focus" und die "Zeit" und weiß der Teufel wer noch alles.

Zugegeben: Wenn ich eine virale Marketingkampagne starten wollte und skrupellos genug wäre, würde ich auch das Motiv der hübschen jungen Kämpferin für "Geschlechtergerechtigkeit" wählen, die von fiesen Männern bedroht wird. Denn darüber berichtet im "frauenunterdrückenden Patriarchat" garantiert noch das letzte Provinzblatt.

Um auch mal wieder etwas Positives über das feministische Lager zu sagen: Ausgerechnet eine Autorin der feministischen Website Jezebel, die sonst gerne mal aus männerpolitischer Sicht problematische Beiträge bringt, gehörte zu den wenigen, die nicht auf den Quatsch hereinfielen:

I can't believe I'm about to defend 4chan, but here we go: despite the presence of 4chan's logo on the Emma You Are Next site, and the fact that some on the site's message board say they are aboard, it seems like no one has been able to prove definitively that they person behind the website even has the nudes, or that they originated at 4chan.

In the coverage of Watson's speech, one person extrapolated from the correlation between Watson's pro-feminism speech to the UN and the launch of the website (Watson gave her speech on Saturday; the countdown clock appeared on Sunday) that they were related to another and everybody else just ran that peg all the way to the end zone. Some commenters in the thread quoted by Death & Taxes seem gleeful about the correlation, but that doesn't mean that one event was prompted by the other.

Lower your hackles. This is the reaction that gives internet trolls life.

Besides, it's probably all just bullshit, anyway.


Nun ist diese Woche auch Genderama auf eine Falschmeldung in einem Schweizer Leitmedium hereingefallen, was gottseidank nur alle Jubeljahre passiert. Nun ramme ich diese Genderamabeiträge in meinen beruflichen Arbeitsablauf, werde nicht dafür bezahlt und verfüge über keine eigene Redaktion. Wenn ich wie in dieser Woche darüber informiert werde, dass ich einer Falschmeldung aufgesessen bin, veröffentliche ich so schnell wie möglich die Richtigstellung, ohne irgendetwas zu beschönigen, und verweise in den ersten Zeilen des Original-Blogbeitrags auf die Richtigstellung, damit niemand, der nur diesen Beitrag verlinkt bekommt, sich davon irreführen lässt. Ich bin sehr gespannt darauf, ob unsere angeblichen "Qualitätsmedien" hier in Deutschland, von Zeit und Focus bis Emma und Frau TV, dasselbe tun werden. Was wir minderwertigen und verabscheuungswürdigen Männerrechtler hinbekommen, sollte für die Säulen unserer Demokratie doch kein Problem darstellen?

Sabine Schiffer: Wie Medien Meinung machen

Die linke Medienwissenschaftlerin Sabine Schiffer, die ich sehr schätze, hat gestern auf den Seiten der Heinrich-Böll-Stiftung, die ich ... naja, lassen wir das ... einen bemerkenswerten Beitrag zur Prostitutionsdebatte veröffentlicht. Ein Auszug:

Nicht von ungefähr stößt man bei Recherchen zu Themen wie Prostitution auch immer gleich auf die Themen Frauen- oder Menschenhandel. Dabei wäre letzteres nun wirklich ein relevantes und breites Thema, wenn man den Menschenhandel in unterbezahlten Branchen wie beispielsweise der Fleischindustrie thematisieren würde. Stattdessen findet oft eine eingeschränkte Wahrnehmung auf den bereits stigmatisierten und kriminalisierten Bereich der Sexarbeit statt. Fast ausschließlich in diesem Bereich wird Menschenhandel als Problem benannt – hier geht es oft um Frauen und nicht um Männer, die in der Fleischindustrie in großindustriell geführten Schlachtanlagen weit unter Lohnniveau und Lebensstandard eingesetzt werden.


Respekt, Sabine! Ausgerechnet bei der radikalfeministischen Heinrich-Böll-Stiftung unterzubringen, dass man bei den üblichen Debatten statt immer nur auf Frauen auch mal auf Männer gucken könnte, ist schon ein kleines Meisterstück.

Der Freitag: Eine Trauerrede auf die Piratenpartei

Ach, wie sollen wir nur ohne Euch auskommen? Wie überleben? Es war doch schon schwer genug, sich die angenehme Überraschung abgewöhnen zu müssen, ob denn unsere Twitteraccounts noch existierten oder ob Ihr sie über Nacht weggespamblockt hattet; ich verstehe auch nicht, was Twitter dagegen gehabt haben könnte. Ihr habt es doch nur gut gemeint! Ihr habt auch immer darauf geachtet, dass bloß keine Abweichler und Ketzer die unschuldigen Piratenseelen mit ihren Meinungen vergifteten. Wer soll nun darauf achten, dass alle fromm bei der antideutschen Linie bleiben? Wie soll man denn leben, ohne mindestens einmal täglich liebevoll Nazi, Masku oder Fascho genannt zu werden?


Hier geht es weiter.

"Panikattacken" in den Medien: Wohin driftet der Journalismus?

Wer heute immer noch Journalist werden will (und das wollen erstaunlicherweise immer noch viele), wird künftig davon ausgehen können, entweder über Gebühren und Steuern finanziert zu werden oder von Stiftungen, Internet-Plattformen oder Crowdfunding zu leben. Der Journalist der Zukunft wird so im weitesten Sinne dem Öffentlichen Dienst angehören und als Vermittler von Informationen um größtmögliche Neutralität, Ausgewogenheit und Distanz bemüht sein. Oder er wird im Sinne der ihn beauftragenden ‚Gemeinde’ ganz bestimmte Ziele verfolgen und eine neue Form des Partei- und PR-Journalismus etablieren.

Abseits dieser beiden Hauptströmungen wird es eine kleine radikale Minderheit geben, die sich aus journalismusfernen Milieus, Medien-Aussteigern und Medien-Newcomern rekrutiert. Diese Minderheit wird sich als treibende Kraft einer journalistischen Erneuerungsbewegung empfinden. Sie wird unter den erschwerten Bedingungen staatlicher Verfolgung und gesellschaftlicher Ausgrenzung operieren und mal von reichen Philanthropen, mal von subkulturellen Milieus oder oppositionellen Randgruppen getragen.


Hier findet man den vollständigen Artikel. Was Wolfgang Michal skizziert, hat in der Geschlechterdebatte mit de feministischen PR-Journalismus auf der einen Seite und dem ausgegrenzten Online-Journalismus von Männerrechtlern auf der anderen Seite längst begonnen. Allein einen Journalismus, der sich "um größtmögliche Neutralität, Ausgewogenheit und Distanz bemüht", sehe ich in der Geschlechterdebatte noch nicht.

Lesermail (Früherkennung bei Hodenkrebs)

Einer meiner Leser schreibt mir:

Danke für den Beitrag zur Früherkennung bei Hodenkrebs und den Link zu dem entsprechenden Artikel. Die Autorin übernimmt hier unreflektiert die Auffassung, die bislang auch von führenden Urologen und Andrologen verbreitet wird, dass für junge Männer mit Wegfall der Wehrpflicht eine "große Lücke" bei der Krebsfrüherkennung klafft:

"Seit die allgemeine Wehrpflicht und damit die flächendeckende Musterung abgeschafft wurden, klafft zwischen der letzten Vorsorgeuntersuchung für 12- bis 14-Jährige und der gesetzlichen Krebsfrüherkennung für Männer ab 45 eine große Lücke."

Erst einmal ist das angegebene Alter (12 -14 Jahre) falsch. Für diese Altersgruppe hat es nie eine Früherkennung gegeben. Die Musterungsuntersuchungen fanden frühestens ab 17,5 Jahre statt.

Dann wird einfach behauptet, dass diese Untersuchungen ein adäquater Ersatz für eine qualifizierte Vorsorgeuntersuchung sind. Die Autorin selbst schreibt, dass diese Untersuchung am besten von Urologen oder Andrologen vorgenommen wird: "Junge Männer müssen also die Untersuchung, die am besten ein Urologe oder Androloge vornimmt …"

Tatsache ist, dass diese Untersuchungen überwiegend von Personal ohne fachärztliche Qualifikation vorgenommen wurden, in den meisten Fällen selbstverständlich weiblich (sowohl Ärztin als auch Beisitzerin – obwohl die Mehrzahl der Sanitätssoldaten männlich ist), damit die jungen Männer kapieren, dass sie sich nicht über sexuelle Demütigungen zu beschweren und gefälligst zu gehorchen haben. Zum Teil kamen Ärztinnen frisch von der Uni und hatten lediglich die zusätzlichen Seminare der BW zur Musterungsuntersuchung absolviert. Waren also entsprechend jung und unerfahren.

Ein analoges Vorgehen bei weiblichen Bewerberinnen mit umgekehrten Rollen der Geschlechter bei der Intimuntersuchung gibt es selbstverständlich nicht – sie findet schlicht gar nicht statt(!). Eine Überprüfung auf "Entzündungen, Parasitenbefall u. ä." (frei zitiert nach einer Stellungnahme des ehemaligen parlamentarischen Staatssekretärs Kossendey) im Genitalbereich durch das andere Geschlecht unter erzwungenen Bedingungen bleibt den Frauen erspart. Hier hält man sich an gesetzliche Prinzipien, wie sie z. B. bei angeordneten Intimuntersuchungen im Rahmen von Strafprozessen gelten – bei Männern nicht!

Und schließlich: Warum wird medizinische Vorsorge bzw. Früherkennung für Männer wie selbstverständlich "militarisiert"? Eine Frage, die vielleicht gerade für linke Männerrechtler interessant ist.

Begrüßenswert ist schließlich wieder der Einsatz der Autorin für ein Früherkennungskonzept im zivilen Gesundheitswesen.

L.A.Times: "Welcher Krieg gegen die Frauen?"

Einmal mehr findet man im angelsächsischen Raum Artikel, die sich deutsche Journalisten nicht zu schreiben trauen würden:

Accurate statistics are of limited use in that regard because rape and sexual assault have been declining for decades. So the Obama administration and its allied activist groups trot out the claim that there is a rape epidemic victimizing 1 in 5 women on college campuses. This conveniently horrifying number is a classic example of being too terrible to check. If it were true, it would mean that rape would be more prevalent on elite campuses than in many of the most impoverished and crime-ridden communities.

(...) To listen to pretty much anyone in the Democratic Party these days, you'd think these are dark days for women. But by any objective measure, things have been going great for women for a long time, under Republicans and Democrats alike.

Women earn 57% of bachelor's degrees, 63% of master's degrees and 53% of doctorates. They constitute the majority of the U.S. workforce and the majority of managers. Single women without kids earn 8% more than single men without children in most cities.

(...) Obviously, this isn't all about elections. There's a vast feminist industrial complex that is addicted to institutionalized panic. On college campuses, feminist and gender studies departments depend almost entirely on a constant drumbeat of crisis-mongering to keep their increasingly irrelevant courses alive. Abortion rights groups now use "women's health" and "access to abortion on demand" as if they are synonymous terms. The lack of a subsidy for birth control pills is tantamount to a federal forced breeding program.

Sure, women still face challenges. But the system feminists have constructed cannot long survive an outbreak of confidence in the permanence of women's progress. The last thing the generals need is for the troops to find out that the "war on women" ended a long time ago — and the women won.

Don Alphonso: "Der richtige Kampf gegen Stalking mit den falschen Waffen"

Neben "Nazi" und "Masku" ist "Stalker" im Moment einer der gebräuchlichsten Kampfbegriffe bei Twitter, und das Gefühl, man müsste maximalen Schaden verursachen, haben sehr viele, die empfindlich und labil sind. Es sind Kreise, die schon länger darauf drängen, die Gesetzgebung drastisch zu verschärfen – was beispielsweise ein sexueller Übergriff oder Nötigung sei, sollte doch bitte dem Empfinden der Opfer überlassen werden. Auch dort und bei Vergewaltigungen lauten die Vorwürfe an Gesetzgeber und Justiz, die Verurteilungen seien viel zu niedrig. Eine Gesetzesänderung beim Stalking böte da ganz neue Klageperspektiven, und selbst, wenn so eine Anzeige keinerlei Aussicht auf Erfolg hat: Für die Betroffenen hätte sie jede Menge unschöne Folgen.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

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