Samstag, Mai 18, 2013

Don Trip & Cee-Lo: Letter to my son

Gestern regte ein Genderama-Leser mit dem Verweis auf die Gruppe Pearl Jam zu einer maskulistischen Musik- bzw. Popkritik an. Warum beginnen wir nicht mit einem Blick auf den Song "Letter to my Son" des Rappers Don Trip, in dessen Video der Grammy-Preisträger Cee-Lo Green mitspielt? Es geht darin um eines der Kernthemen der Männerrechtsbewegung, die "entsorgten Väter", die ihre Kinder nicht sehen dürfen. Den Text zu dem Song findet man hier.

Freitag, Mai 17, 2013

Radiotipp: "Wird der Staat zum Tugendwächter?"

Am nächsten Dienstag, dem 21. Mai, geht es ab 17:05 Uhr in der Radiotalkshow SWR2-Forum um das Thema Alles verboten – Wird der Staat zum Tugendwächter? Dabei diskutieren Prof. Dr. Tilman Allert, Soziologe und Sozialpsychologe an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, Prof. Dr. Dr. hc Friedrich Wilhelm Graf, Evangelischer Theologe an der Ludwig-Maximilians-Universität München, sowie Prof. Dr. Felix Ekardt, Rechtsphilosoph und Soziologe an der Universität Rostock, das folgende Problem:

Wem können wir es eigentlich noch recht machen? Wir sollen uns umweltverträglich kleiden, ökologisch essen oder reisen, auf Rauchen und Alkohol verzichten, und wenn wir uns darüber beschweren, dann aber bitte in korrekter Gendersprache. Überall werden wir erzogen, ermahnt und getadelt - vom Staat, von Lobbyisten und Verbänden oder dem Hashtag aus dem Internet. Wer das als Tugendfuror oder Gesinnungspolizei kritisiert, erntet den Shitstorm der Moralstolzen. Aber der Unmut darüber wächst. Der Münchner Theologe Friedrich Wilhelm Graf spricht von Moralstress, den uns die Tugendwächter zumuten. Wie können wir wieder entspannen?


Endlich beginnen also die öffentlich-rechtlichen Medien, ein Problem zu diskutieren, zu dem sie ansonsten massiv beitragen. Offenbar ist der Ärger über die oben erwähnten Entwicklungen inzwischen so groß geworden, dass er nicht länger ignoriert werden kann – dafür hat nicht zuletzt unsere feminismuskritische Bewegung gesorgt. Genießen wir diesen kurzen Moment der Freude, bevor es nächste Woche wieder ganz anders tönt.

Lesermail (Universitäre Frauenquote)

Genderama-Leser Michael N. schreibt mir heute:

Mein Sohn hat mich auf eine sehr interessante Ausschreibung aufmerksam gemacht. So deutlich habe ich das "nur für Frauen" noch nie gelesen.

Ein freundlicher Hinweis darauf im ganz anderen Kontext von Genderama könnte womöglich öffentlich erhellend wirken. Meinem Sohn habe ich gesagt: Er soll all seine fachlich geeigneten Kollegen dazu auffordern, sich zu bewerben und vielleicht zuvor direkt nachzufragen und Gleichbehandlung einzufordern. Nur wenn der Eindruck massiven öffentlichen Interesses besteht, werden die Verantwortlichen mit solchen Schmierengeschichten vorsichtiger werden.

Wahlkampf: SPD fordert Frauenquote für Talkshows

Talkrunden im Fernsehen sollen sich in Zukunft verpflichten, jeweils zumindest eine Quotenfrau mit aufzunehmen. Dies forderte jetzt die SPD-Wahlkämpferin Gesche Joost, die sich in einem Interview mit Spiegel-Online als "echter Fan der Frauenquote" bezeichnet. Wer wissen möchte wie dieser Vorstoß bei der Bevölkerung ankommt, muss nur die Leserkommentare zu dem Artikel studieren: Sie sind durchgehend vernichtend, manche triefen vor Sarkasmus.

MANNdat startet "Champions League des Sexismus"

Männerfeindlicher Sexismus ist für die geschlechterpolitische Initiative MANNdat nicht erst seit der #Aufschrei-Debatte ein Thema. Um die Diskussion darüber voran zu bringen, lässt der Verein jetzt vor Männerhass triefende Äußerungen bekannter Personen gegeneinander antreten, wobei in jeder Runde der männerfeindlichste Spruch gewählt werden kann:

Die 32 Sprüche haben wir nun in 8 Gruppen je 4 Mannschaften zusammengestellt, von denen wir die nächsten Wochen jeweils 4 Mal zwei Gruppen zur Auswahl stellen. Anschließend wird das Viertel-, Halb- und das Finale gevotet.


Hier geht es los.

The Guardian: Wie es zu einer Krise des Feminismus führt, dass man sich um die Männerkrise kümmert

Großbritannien ist Deutschland geschlechterpolitisch noch immer mehrere Jahre voraus. achdem die vielfältigen Problemlagen von Männern immer schwerer ignoriert werden können, haben dort zwei Abgeordnete der linken Labourpartei dieses Thema auf die politische Agenda gesetzt. Verschiedene männerpolitische Projekte sind dadurch im Aufwind. Für die Tageszeitung The Guardian erörtert Glen Poole, wie aus dieser Entwicklung eine Krise für den Feminismus entsteht. Ein Auszug des lesenswerten Artikels:

What many of these [men-friendly] projects demonstrate is that you don't need to take a feminist approach to be successful at tackling gender issues. In fact, even some of the most pro-feminist men's groups will tell you privately that feminist thinking can often be a barrier to helping men and boys. A prime example is the field of sexual abuse, where these groups claim that the women's sector has persuaded the government to exclude charities that specialise in helping male victims from its rape support fund.

This struggle between women's issues and men's issues is played out across the public and charitable sector and is rooted in the belief that gender equality is a women's problem often caused by men. Put simply, women have problems and men are problems.

Looking at a preview's of Abbott's speech, it becomes apparent that Labour's new message about valuing fathers is underpinned with a familiar, negative narrative about disaffected men who are hyper-masculine, homophobic, misogynistic and obsessed with pornography.

Abbott is right to say that there aren't enough men engaged in conversations about manhood, but is it any wonder when modern masculinity is described in such negative terms?

The best way to tackle the problems that men face is to follow the example of the women's sector and build a men's sector filled with independent organisations that are positive advocates for men and boys.

Tackling men's issues in this way requires the women's sector to share the gender equality pie. It also means allowing for a greater diversity of viewpoints, which will ultimately challenge the dominance of feminist thinking in the gender equality sector.

Faced with this eventuality, it is inevitable that women's groups and feminist thinkers will resist attempts to target the problems that men and boys face and try to shift the focus back on to the problems that men and boys cause.

If the Labour party is to tackle Britain's "crisis of masculinity" it will need to face up to the crisis that tackling men's issues creates for feminism. The best way for Labour to do this is by remaining true to the values of its own equalities legislation that allows for men's and women's issues to be addressed in an equitable and proportionate way.

Südafrika: Mehr als 20 Jungen sterben bei Beschneidungsritualen

More than 20 South African boys have died over the past week during coming of age rituals, police said on Thursday, and they blamed botched circumcisions as the likely cause of death.


Hier geht es weiter.

Lesermail (Pearl Jam)

Genderama-Leser Joachim T. mailt mir heute:

Obwohl ich die Musik von Pearl Jam seit langem kenne, ist mir erst jetzt aufgefallen, wie oft Themen des Maskulismus bzw. der Gewalt durch Frauen behandelt werden.

"Alive" handelt von einer Mutter, die ihrem Sohn den Vater vorenthält und den Vater lieber tot sehen möchte.

"Release" ist der Ausdruck einer ganz klar formulierten Sehnsucht nach dem Vater bzw. der Initiation durch ihn zum Mannsein.

"Jeremy" handelt von einem Jungen, der in der Schule gewalttätig wird, nachdem er von seiner Mutter vernachlässigt wurde, und der Vater das nicht erkannt hat. Eine grandiose Strophe beschriebt den modernen Umgang von Frauen mit Jungen sehr treffend "And the boy was something that mommy wouldn't wear."

"Rearviewmirror" thematisiert Gewalt gegenüber Männer. Das "Time to emancipate " spicht Bände in einer Zeit, da dieses Wort für Frauen reserviert war.

In "Daughter" geht es dem Songschreiber zufolge um ein Mädchen mit Lernschwierigkeiten. Im Songtext wird dabei allerdings nur die Mutter thematisiert, die die Tochter offensichtlich unter Druck setzt und Gewalt anwendet.

Dabei war die Gruppe durchaus zu kritischen Tönen gegenüber Männer fähig, z. B. in dem Song "Nothingman".

Ich könnte jetzt weitere aufzählen, aber ich denke, Männer sollten die Texte selbst erforschen. Da bei vielen Gruppen aber eigentlich immer der Mann gewalttätig und böse ist und in Songtexten eher die Suche nach der Freundin oder Mutter stattfindet, ist Pearl Jam einfach zu interessant. Vielleicht ein Ansporn zu einer maskulistischen Musikkritik?

Donnerstag, Mai 16, 2013

Anklage: Lehrerin soll Schüler im Klassenzimmer vergewaltigt haben

Ein neuer Fall in den USA belegt (wenn die Vorwürfe stimmen) einmal mehr, dass auch Frauen Täter und Jungen Opfer sein können:

A married high school science teacher has been accused of raping one of her male students in a classroom. Jennifer Vigil is alleged to have locked the doors and told the teen: "You're not leaving until I get something from you." The student claimed he refused the 31-year-old's sexual advances, but later agreed to let her perform oral sex so he could leave.


Hier geht es weiter. Erst vor wenigen Wochen wies eine Analyse nach, dass weibliche Täter in solchen Fällen deutlich weniger hart bestraft werden.

Mittwoch, Mai 15, 2013

Hin zu einer maskulistischen Filmkritik: "The Amazing Spider-Man"

Lucas Schoppe analysiert das Motiv von Vaterschaft (beziehungsweise Sohnschaft) und Vaterlosigkeit bei einem der beliebtesten Superhelden.

Ergänzend dazu empfiehlt sich aktuell die Lektüre des Artikels Superheroes Are Human, Too auf den Seiten des Good Men Project.

Randale an Uni Düsseldorf: Feministinnen sprengen Veranstaltung mit Feuerlöscher

In den letzten Monaten habe ich immer wieder über die Situation im kanadischen Toronto berichtet, an dessen Universitäten Veranstaltungen über die Anliegen von Männern durch feministische Randale aufgemischt und die Gründung von Studiengruppen zu diesem Thema unterbunden wurde. (Wer all meine Berichte verpasst hat, findet in diesen Videos zweier kanadischer Nachrichtensender eine Zusammenfassung dieser Vorgänge.) Nun liegt Kanada ja weit weg, fast am anderen Ende der Welt ...

Werfen wir also einen Blick an die Uni Düsseldorf, wo extremistische Feministinnen im vergangenen Sommer auch den von AGENS mit initiierten zweiten deutschen Männerkongrress aufmischen wollten. Rp-Online berichtet über die aktuellen Geschehnisse dort:

Ein Asta-Referent hat während einer studentischen Vollversammlung einen Feuerlöscher ausgelöst und damit die Versammlung gesprengt. Es sollte ein Männerreferat eingerichtet werden, das sich um die Probleme der männlichen Studenten kümmern soll. Dies wiederum hielten linke Gruppen, vor allem die "Kitty-Hooligans", für unfeministisch und zu eng. Es kam zu Provokationen, die einen sagten, ein solches Referat sei antifeministisch, die anderen sagten, das sei Quatsch, was die anderen wieder als sexistisch auffassten. Bis einer der "Kitty-Hooligans" den Feuerlöscher auslöste und alle den Hörsaal verlassen mussten.


Hier findet man den vollständigen Artikel. Er schließt mit dem Satz: "Bisher gibt es noch keine Reaktion eines Erwachsenen." Also gut, dann muss ich das wohl wieder übernehmen: Die Situation sieht für die absehbare Zukunft offenbar so aus, dass wenn immer an einer Universität der westlichen Welt eine Institution gegründet werden soll, die sich auch um Männer kümmert, Feministinnen versuchen werden, dies mit allen möglichen Mitteln zu unterbinden. Und während solcher Zustände sollen absurderweise wir friedlichen Maskulisten und Männerrechtler als "die Radikalen" hingestellt werden. Ich bin gespannt, wie lange gewisse Leute mit dieser Nummer noch durchzukommen glauben.

Berlin: Bürger wehren sich gegen männerfreie Sporthalle

Entsetzlich: Diese lästigen radikalen Maskulisten betreiben schon wieder ihre frauenfeindliche Agitation.

Tagebuch der Anne Frank "zu pornographisch": Geht Hysterie wegen sexueller Belästigung zu weit?

Die Huffington Post ist besorgt über die gesetzliche Einschränkung der freien Rede an amerikanischen Universitäten infolge einer immer weiter ausufernden Definition von "sexueller Belästigung":

Salt-n-Pepa's "Let's Talk About Sex." Vladimir Nabokov's Lolita. Allen Ginsberg's "Howl." Louis CK's latest special. Ciara and Future's new single. What do they have in common? Under a shockingly broad new federal mandate, reciting lines from any of these works on your campus could constitute sexual harassment.

Here's why. Last Thursday, the Departments of Justice and Education released a new "blueprint" for addressing sexual misconduct at colleges and universities that accept federal funding. (That's virtually every American institution of higher education, public or private.) In this "blueprint," sexual harassment is defined as "any unwelcome conduct of a sexual nature." That includes "verbal conduct" – i.e., speech. So under the DoE and DoJ's new mandate, any speech of a sexual nature that somebody finds unwelcome is sexual harassment.

In practice, that covers just about any speech of a sexual nature, period. After all, in a nation as diverse as ours, there's no shortage of opinions about what kinds of sexual expression are "unwelcome." Hell, some folks even find Anne Frank's diary "pornographic."


Hier geht es weiter.

Einen weiteren gelungenen Artikel zu diesem Thema findet man hier.

Schwedische Bloggerin: "Ich glaube, dass dieser Hass-Feminismus falsch ist"

Auf Genderama waren die beinahe totalitären Zustände in skandinavischen Staaten, die von Gender-Extremisten bejubelt werden, immer wieder Thema. Jetzt berichtet eine schwedische Bloggerin, dass sie diesen Druck zur ideologischen Konformität immer unerträglicher findet:

Als angesagter schwedischer Blogger ist man zur Zeit nahezu gezwungen, Feminist zu sein. Man muss kraftvolle, böse Artikel schreiben, die von Unterdrückung, unerfüllten Quoten und unrasierten Beinen handeln. Das ist ist sozusagen ein Teil der selbstbewussten weiblichen Bloggeridentität und wer da nicht mitmacht, wird öffentlich an den Pranger gestellt. Es ist wahnsinnig angesagt, unterdrückt zu sein und sehr laut und sehr öffentlich darüber zu klagen. Man muss es gut finden, dass es an Stockholmer Schulen inzwischen Umkleideräume für weibliche, männliche und sexuell unentschlossene Menschen gibt und darf die Pronomen "er" und "sie" nicht mehr benutzen, da sie diskriminierend sind und soll sich stattdessen einer neutrale Wortschöpfung bedienen, die die Schweden eigens erfunden haben um, bitteschön, auch wirklich niemanden zu kränken.


Hier geht es weiter.

Dienstag, Mai 14, 2013

Rosenkrieg & mutmaßliche Falschbeschuldigung machen Kind zum Opfer: 13jährige soll für 7500 Euro Prozesskosten haften

Was die finanzielle Last eines Scheidungskrieges angeht, leiden darunter vor allem viele Väter. Daran hat man sich fast schon gewöhnt, und den meisten Journalisten ist das keinen Artikel wert. Nachdem jetzt auch eine 13jährige zum Opfer dieses Irrsinns geworden ist, berichtet die Augsburger Allgemeine ausführlich über diesen Fall.

Berliner Sporthalle wird für Jungen und Männer gesperrt

Genderama-Leser Daniel M. schreibt mir:

Als regelmäßiger Leser Ihres Blogs kann ich Ihnen erst einmal meinen Dank und meinen Respekt für Ihre Aufklärungsarbeit aussprechen.

Ich als Vater bin vor kurzem auf eine Sache aufmerksam geworden: Der SPD-Bürgermeister des Berliner Stadtteils Marzahn ist mit Plänen an die Öffentlichkeit gegangen, eine im Bezirk vorhandene und neu renovierte Mehrzwecksporthalle ab dem Jahr 2014 für Jungen und Männer zu sperren. Eine von der zuständigen Gleichstellungsbeauftragten durchgeführte Umfrage habe ergeben, daß Frauen sich angenehmere und komplett männerfreie Sport- und Freizeiteinrichtungen wünschen. Es soll also eine Halle nur für Frauen und Mädchen sein. Ich als Mann und Vater eines Kindes nehme so etwas mit Erschrecken auf, da ich mir im Jahre 2013 eigentlich nicht mehr vorstellen kann, daß in Deutschland Menschen nach einem genetischen Merkmal in des Zutrittes "würdig" oder "unwürdig" eingeordnet werden. Es geht um eine öffentliche, durch (auch männliche) Steuergelder finanzierte Mehrzweckhalle mit Sport- und Freizeitangeboten, die sich eigentlich an alle Menschen richten sollte. Den Link zu einem entsprechenden Artikel im Tagesspiegel finden Sie hier.

Washington Times: Epidemie von Falschbeschuldigungen sexueller Gewalt im US-Militär

Auch diverse deutsche Medien berichteten über den angeblich enormen Anstieg von sexuellen Übergriffen im US-Militär. Auf Berichterstattung über den enormen Anstieg von Falschbeschuldigungen werden wir in den deutschen Medien hingegen lange warten können. Ehrlicher ist die Washington Times:

False complaints of sexual abuse in the military are rising at a faster rate than overall reports of sexual assault, a trend that could harm combat readiness, analysts say.

Virtually all media attention on a Pentagon report last week focused on an increase in service members’ claims of sexual abuse in an anonymous survey, but unmentioned were statistics showing that a significant percentage of such actually investigated cases were baseless.

From 2009 to 2012, the number of sexual abuse reports rose from 3,244 to 3,374 — a 4 percent increase.

During the same period, the number of what the Pentagon calls “unfounded allegations” based on completed investigations of those reports rose from 331 to 444 — a 35 percent increase.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

"100 Prozent Frauenquote": ZDF-Morgenmagazin endlich männerfrei

Das ZDF möchte zeigen, dass gutes Fernsehen auch dann möglich ist, wenn es ausschließlich von Frauen produziert wird. (Warum das gezeigt werden soll, bleibt unklar; ist diese Idee beim ZDF etwa ernsthaft im Gespräch?) Wie das erste Experiment in diese Richtung gestern lief, berichtet der "Tagesspiegel":

Am Montag kamen Einspielfilme nicht, wenn sie kommen sollten, dafür liefen Inserts, wenn sie nicht sollten. (...) Aber spätestens, als die Leichtathletin Ariane Friedrich zum zweiten Mal einvernommen wurde, musste das aufmerksame Publikum aufstöhnen. Weder Anja Heyde noch die Sportmoderatorin Jessy Wellmer konnten unfallfrei fragen. Sie stolperten durch die Satzkonstruktionen, dass es nur so eine Unart war. Das "Moma goes Maom" hörte in der Couch-Gruppe nicht auf. Wenn beim Moma das Gegenteil vom Sprechautomaten als Qualifikation gefragt ist, dann ist die ZDF-Sendung ganz vorne dran.

"100 Prozent Frauenquote – das ZDF macht’s vor". Der Schlachtruf aus dem Hauptstadtstudio des Mainzer Senders kann in neuer Versform wieder ertönen: Ein Morgenmagazin nur von Ossis, nur von Schwulen und Lesben, nur von Brillenträgern?


Wohl kaum. Denn weder Ossis, noch Homosexuelle, noch Brillenträger gelten in unseren Medien als die besseren Menschen, die auf den lästigen Rest auch gut und gerne verzichten könnten.

Lesermail (Frauenquote in Luft- und Raumfahrt)

Genderama-Leser Michael W. schreibt mir heute:

Zuerst einmal möchte ich Ihnen von Herzen für Ihre Arbeit danken. Ich bin nun seit Monaten begeisterter Leser Ihres Blogs Genderama und möchte mich, sobald es meine Zeit zulässt, auch in Ihre Literatur einlesen. Ich bin, wie viele andere auch, erst auf das Thema Männerrechte gekommen, als ich konkret von den Folgen der derzeitigen Männer diskriminierenden Politik betroffen wurde.

Ich bin derzeit in den letzten Semestern meines Luft- und Raumfahrtstudiums an einer bekannten deutschen Universität und würde gerne erst mal an der Uni bleiben und in dem Thema promovieren, mit welchem ich mich schon während meiner Studienarbeiten beschäftigt habe. Jedoch stehen dem zwei Hürden im Weg. Zum einen müssen für die nächsten zehn Jahre 50% der freien Professurplätze mit Frauen besetzt werden, obwohl wir weniger als 10% Frauen im Studiengang haben und wir bereits einen Frauenanteil unter den Professoren von ca. 5% haben, da diese sich durch herausragende Leistungen für die Stellen regulär qualifiziert haben. Aufgrund dieser verpflichtenden "freiwilligen" Selbstverpflichtungen besteht ein großer Druck, bereits bei den Promotionstellen eine hohe Quote einzuhalten, um für die nötigen Frauen zu sorgen. Das andere Problem ist, obwohl dem Forschungsprojekt, das ich derzeit weiterentwickle, von unabhängigen Prüfern ein hohes Potenzial bescheinigt wurde, stellte die DFG relativ eindeutig klar, dass das Institut, da es bereits aufgrund mangels weiblicher Bewerber fünf Forschungsprojekte mit männlichen Wissenschaftlern laufen hat, nur weitere Mittel für ein sechstes Projekt bekäme, wenn dieses von einer Frau durchgeführt würde. Das würde bedeuten, dass ich meine ganzen Aufzeichnungen jemanden überlassen müsste, welcher sich überhaupt nicht im Thema auskennt und vielleicht auch nicht mit so viel Herzblut dabei wäre, wie ich es sein könnte.

Aber jetzt habe ich Ihnen schon genug Ihrer Zeit gestohlen und möchte nur noch auf die Spiegel-TV-Sendung vom 12.05 verweisen. Dort geht es ab Minute 17:30 um eine Frau, deren Kind vom Vater entführt wurde. Kurz zusammengefasst: Die Frau ist das Opfer von einem "bösen" Mann, welcher ihr das Kind gewaltsam entrissen hat. Wenn man den Bericht jedoch aufmerksam verfolgt, findet man heraus, dass dem Mann zuerst das Sorgerecht zugesprochen wurde und die Frau das Kind bei einem Besuch zuerst entführt hat und mit ihm untergetaucht ist. Dann hat erst der Vater das Kind befreit/entführt (wobei dies möglicherweise gewaltsam geschah). Nachdem das Kind wieder beim Vater ist, geht der Fall vor Gericht, und das Kind wird der Mutter zugesprochen – mit der Begründung, dass der Lebensmittelpunkt des Kindes zuletzt in Deutschland lag, aber offensichtlich nur, weil die Mutter es ja dorthin entführt hatte!!

Dieser Beitrag zeigt, wie verrückt die Gesellschaft mittlerweile ist. Die Redakteure machen sich noch nicht mal die Mühe, die Fakten zu unterschlagen, weil sie gar nicht auf die Idee kommen, dass die Frau nicht nur Opfer ist.

Montag, Mai 13, 2013

"Väter mit alleinigem Sorgerecht machen Mütter traurig"

Nicht nur die taz ist nur begrenzt glücklich darüber, dass Väter sich mit Hilfe des des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ein wenig mehr Gleichberechtigung erstreiten konnten. Einen ersten Backlash gibt es heute auch von Anita Rüffer, die unter anderem über den väterfreundlichen Film von "Daniel Wolfsperger" schwadroniert (gemeint ist dieser Regisseur).

Samstag, Mai 11, 2013

Hin zu einer maskulistischen Filmkritik: "Girls Against Boys"

Der Film "Girls Against Boys", der auf dem Sundance-Filmfestival 2012 vorgestellt wurde, wird als "mutiger Psychothriller über zwei junge Frauen aus Manhattan" beworben, die "gender empowerment" suchen, "indem sie alle Männer umbringen, die ihren Weg kreuzen" – eine Vorstellung, die aktuell ja mal wieder sehr im Trend liegt. Einen Trailer mit allen wesentlichen Schlüsselszenen des Films findet man hier. (Witzigerweise ist im letztgezeigten Ausschnitt des Trailers ein Poster mit der Aufschrift "Alice" zu sehen, auch wenn ich kaum annehme dass die Filmemacher damit auf Deutschlands bekannteste Radikalfeministin anspielen wollen.) In den folgenden Absätzen erzähle ich die Handlung dieses Films kurz nach.

Die Studentin Shae lernt in einem Seminar der Genderstudien ihre Kommilitonin Lu kennen. Kurz darauf wird Shae von ihrem verheirateten Lover verlassen, der sich stattdessen nur noch seiner Familie widmen möchte. Lu lädt Shae ein, mit ihr Nachts durch diverse Clubs zu ziehen, um sie wieder aufzubauen. Die beiden machen einige Männer scharf, im Gegensatz zu Lu ist Shae aber nicht zu Sex mit ihrem Verehrer bereit, der sie daraufhin vergewaltigt. Shae will sich bei ihrem Ex-Lover ausweinen, der möchte sie aber nicht mehr in seinem Leben haben, was zu einer tätlichen Auseinandersetzung führt. Als Shae dies bei der Polizei zur Anzeige bringen will, erhält sie dort die aus Sicht der Filmemacher offenbar übliche Reaktion: Der Beamte teilt ihr mit, dass sie doch ganz in Ordnung aussehe, und gibt sich auch sonst extrem desinteressiert (eine Szene, die vermutlich nicht zufällig an Adrienne Rich's Gedicht Rape erinnert). Lu erkennt, dass Shae das alles vollkommen falsch anfängt, und verführt den Beamten zu wilden Sexspielen, bei denen sie ihn fesselt und, als er hilflos ist, schließlich erschießt. Das wird der Auftakt zu einer Tour der beiden, bei der sie alle Männer umbringen, die ihnen schon immer auf die Eierstöcke gegangen sind (und ein paar andere, weil es Lu so großen Spaß macht). Einer der Männer wird von den Frauen gefesselt, woraufhin sie ihm die Füße absägen. Er fleht seine Peinigerinnen an, gehengelassen zu werden, was ihm die Frauen scheinbar gewähren. Als er feststellt, dass es sich ohne Füße schwer gehen lässt, gibt ihm Lu den Gnadenschuss.

Irgendwann hat Shae von dem Gemetzel genug, trennt sich von Lu und besucht wieder ihr Genderseminar. Dort lernt sie einen jungen Kommilitonen kennen, der dem Modell der hegemonialen Männlichkeit fern ist; die beiden werden ein Paar. Diese Partnerschaft endet allerdings aprupt, als der junge Mann von der eifersüchtigen Lu ebenfalls umgebracht wird. Daraufhin kommt es zur Konfrontation zwischen Shae und Lu, die damit endet, dass Shae Lu tötet. Damit scheint sie ihre schwierige Phase endgültig hinter sich zu lassen. Als sie das nächste Mal durch die Clubs zieht, begegnet ihr allerdings auf derselben Treppe, auf der sie ihr erstes längeres Gespräch mit Lu hatte, eine andere junge Frau, die gerade das Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden war ...

Wenn Sie diesen Film nun spontan als "ekelhafter Schwachsinn" abwerten würden, würde dies nur beweisen, dass Sie einer dieser radikalen Maskulisten sind, von denen man in letzter Zeit immer wieder lesen muss. Wie wir in den vergangenen Tagen aus dem Valerie-Solanas-Fanblock lernen durften, stellt auch "Girls Against Boys" in Wahrheit wohl eine exzellente Satire auf die wahren Verhältnisse dar und sollte ins Pflichtprogramm der Genderstudien aufgenommen werden. Und wie das Beispiel Femen zeigt, ist die Inszenierung der Verstümmelung von Männern aus Sicht bekannter feministischer Journalistinnen auch alles andere als ein Grund, sich von solchen Leuten zu distanzieren.

"Girls Against Boys" bedient mehrere Topoi, die in männerfeindlichen Filmen (und anderen Medienerzeugnissen) besonders beliebt sind, darunter All Men Are Perverts, wobei die einzige Ausnahme, Shaes späterer Partner, einer Abwandlung von All the Good Men Are Gay zum Opfer fällt: der einzige gute Mann, also der Mann, der überleben darf, ist derjenige, der ein Seminar der Genderstudien besucht. (Ich behaupte ja, dass im Unterbewusstsein jener Gendermänner, die auf die Männerrechtsbewegung einprügeln, genau jene Angst eine Rolle spielt, von Frauen andernfalls vernichtet zu werden.) Zwei weitere Topoi, die wir auch aus anderen feministischen Rachefilmen wie Thelma & Louise sowie Baise-Moi kennen, lauten "Vergewaltigung verdient Lynchjustiz" sowie "Die unschuldige Femme findet ihre Freiheit, indem sie von der herberen Butch zur Rache verführt wird". Die Botschaft lautet: Männer sind doch sowieso Müll, Baby, wage lieber den wilden Ritt mit mir!

Natürlich gibt es auch Beispiele aus dem Genre des feministischen Rachefilms, in denen sich die meisten der skizzierten Topoi nicht finden, beispielsweise Die Frau mit der 45er Magnum, Hard Candy und I Spit on your Grave. Und "Girls Against Boys" enthält im Vergleich zu Vorgängerfilmen auch Brüche, etwa als eine der beiden Hauptfiguren erkennen muss, dass die mörderische Aggression gegen das männliche Geschlecht auch Männer treffen kann, die man liebt. Daraufhin scheint sie sich einen Augenblick von ihrer bisherigen Führungsfigur zu emanzipieren und etwas ausüben, was Alice Schwarzer wohl als "bei vielen Frauen leider allzu beliebten Muttermord" bezeichnen würde, nur um zuletzt aber doch noch in Lus Fußstapfen zu landen, wie es die Schlussszene des Filmes andeutet. Auch den jungen Feministinnen in Deutschland, die sich eigentlich von Schwarzer emanzipieren wollten, wurden von dieser im Rahmen eines für eine "Emma"-Ausgabe inszenierten Treffens doch wieder heim ins Reich geholt.

Dem unbenommen wird in "Girls Against Boys" die feministische Rachephantasie zumindest ansatzweise problematisiert, was eine Weiterentwicklung etwa zu "Baise-mois" darstellt, einem Film, in dem ebenfalls zwei Frauen massenweise Männer ermordend durch die Lande ziehen. Dieser Trip mündet schließlich in ein sadistisches Massaker in einem Swingerclub sowie einen Banküberfall, bei dem die jüngere der beiden Frauen erschossen wird (von den fiesen Männern natürlich). Während man schon "Thelma & Louise"dafür kritisiert hatte, dass er weibliche Gewalt als positive Reaktion auf eine fast durchgehend bösartig gezeichnete Männerwelt propagierte, wobei sich die Frauen auch an Männern rächten, die mit den eigentlichen Tätern nur das Geschlecht gemeinsam hatten, hielt man "Baise-moi" entgegen, ein etwas merkwürdiges Konzept von Gleichberechtigung zu verfolgen, wenn der Film Frauen "mit ihren Kanonen so phallisch wie jeder Revolverheld" (so Christiane Peitz im "Tagesspiegel") posieren lasse, und Gewalt zu erotisieren, solange die Täter nur weiblich, jung und attraktiv seien. Die Schwulen-Website "eurogay" nannte "Baise-moi" schon in der Überschrift seiner Kritik "brutal, sexistisch und wenig glaubhaft" und warf den Regisseurinnen vor, die Vergewaltigung als aufgesetzte Begründung herbeizuzerren, so dass das Publikum dem Amoklauf der Heldinnen wenigstens noch einen Ansatz von Verständnis entgegenbringen konnte. Die französische Zeitung "Libération" erkannte in dem Film "ein Roadmovie aus Sex und Blut, feminin, genauer: feministisch, eine bittere Farce mit den Männern als Schuldigen, den Opfern, den Zielscheiben". Und der "Tagesspiegel" gelangte damals zu dem Fazit: "Männer sind Schweine, sagt der Film. Männer sind – arme – Schweine ist der von den Regisseurinnen wohl kaum beabsichtigte Subtext, wie er durch die in Frankreich erschienenen Kritiken hindurchscheint."

All dies lässt sich auch "Girls Against Boys" attestieren. Allerdings hatte eine der Regisseurinnen von "Baise-moi", Virginie Despentes, den Sexismus ihres Film verteidigt: "Es stimmt, dass ich ein ziemlich großes Problem mit Männern habe. Ich habe ein Problem mit allem, was von Natur aus überlegen sein will. Ich habe ein Problem mit allem, was mich niederhalten und unterdrücken will." Alice Schwarzers "Emma" feierte "Baise-moi" erwartungsgemäß als neue Offenbarung, und als mehrere deutsche Zeitungen den Film nicht bewerben wollten, weil in Deutschland die Werbung für Gewaltpornographie gesetzlich untersagt ist, wetterte Schwarzer gegen diese "Zensur". Eine sehr ähnliche Debatte könnte sich abspielen, wenn demnächst "Girls Against Boys" auch auf deutsch als DVD erhältlich sein wird. Allenfalls ist damit zu rechnen, dass das radikalfeministische Schwarzer-Lager "Girls Against Boys", weil darin auch Lu von Shae schließlich getötet wird, eine verstörende Frauenfeindlichkeit attestiert, was wohl nur daran liegen kann, dass der Regisseur dieses Filmes ein offenbar noch nicht vollständig durchgegenderter Mann ist. (Dieser Regisseur spricht über seinen Film und wie überraschend gut er gerade Frauen mittleren Alters gefalle in diesem Interview.)

Bemerkenswert bleibt zuletzt, dass es keine Filme gibt, in denen Männer gefeiert werden, die aus Rache massenweise Frauen umbringen. Generell behandelt das Kino männliche und weibliche Serienkiller höchst unterschiedlich. Am deutlichsten zeigt sich das bei der filmischen Darstellung der Serienmörderin Aileen Wuornos, die für den Mord an sieben Männern verurteilt und als eine von wenigen Frauen in den USA sogar hingerichtet wurde. Wie Patricia Pearson in ihrem Buch When She Was Bad: Violent Women and the Myth of Innocence schildert, versuchte Wuornos vor Gericht darzulegen, dass sie in all diesen Fällen die Männer in Selbstverteidigung getötet hatte, weil jeder von ihnen sie zu vergewaltigen versuchte. Dieser Geschichte schenkte zwar niemand Glauben, aber dennoch konnte Wuornos mit einem Wohlwollen der Medien rechnen. Sie gab zahlreiche Interviews und ist inzwischen Heldin mehrerer Filme und einer Oper. Ein TV-Film wurde als Beziehungsdrama präsentiert und Wuornos selbst als eine nachdenkliche, nette und melancholische Frau. (Die echte Aileen Wuornos schrie vor Gericht die Geschworenen an, sie hoffe, dass sie bzw. deren Töchter vergewaltigt würden, und wünschte ihnen, in der Hölle zu verrotten.) Die Polizisten, die Wuornos verfolgten, waren ähnlich mitleidsvoll und geduldig, wie der von Harvey Keitel gespielte Charakter in "Thelma & Louise" und beklagten die Mörderin noch während der Ermittlungen betrübt als "Opfer von Kindesmissbrauch". Nun wurden auch die meisten männlichen Serienmörder von John Wayne Gacy bis Charles Manson als Kinder aufs übelste missbraucht, argumentiert Patricia Pearson, aber kein Film versucht, Mitleid für sie zu erwecken. Betrachtet man hingegen einen wenige Wochen alten deutschen Artikel über diese Serienmörderin, Aileen Wuornos – Morden für den Feminismus?, dann heißt es dort schon im ersten Absatz, dass "bis heute unklar" sei, ob Wuornos "Täter oder Opfer war". Der Artikel erwähnt auch, dass "viele Feministinnen die Verurteilung Wuornos als einen weiteren Siegeszug des Patriarchats bezüglich der sexuellen Ausbeutung von Frauen einstuften". In der deutschen Wikipedia findet man dazu die folgende Passage ohne Quellenangabe:

Während des Prozesses meldeten sich Feministinnen wie die Schriftstellerin und Professorin für women’s studies Phyllis Chesler zu Wort, die Wuornos' Taten als Folge von Gewalt gegen Prostituierte verstand und den Gerichtsprozess als Beispiel dafür ansah, was "zurückschlagenden" Frauen bevorstehe. Chesler vermutete, dass "eine Viertelmillion Freier" für Wuornos schließlich zu viel gewesen seien, "bevor sie verrückt wurde, oder, so wage ich zu sagen, einen lichten Moment hatte". Das kalifornische Center for Lesbian, Gay, Bi, Transgender Art and Culture stellte einen Dokumentarfilm über Wuornos mit den Worten vor, er erzähle die Geschichte "einer gewöhnlichen Frau aus der Arbeiterklasse", deren Missbrauch durch Männer sie in "außergewöhnliche Lebensumstände" getrieben habe. Das Prison Activist Resource Center behauptete auf seiner Website, das Todesurteil sei Folge von "Sexismus und Vorurteilen gegen Lesben und Prostituierte".


An dieser Stelle muss man "Girls Against Boys" zubilligen, dass er zumindest eine gelungene Szene enthält: Beim Essen in einem American Diner fragt Shae ihre Mentorin Lu, warum sie all diese Morde begehe. Lu erwidert schluchzend, dass sie als Kind von ihrem Vater an dessen Freunde als sexuelles Spielzeug ausgeliehen wurde, was sie schwer traumatisiert habe. Dann plötzlich beginnt Lu zu lachen und es wird klar, dass sie Shae nur veralbert hat. In Wirklichkeit, gesteht sie jetzt wieder in gewohnter Gelassenheit, töte sie Männer, weil jeder in irgendeiner Weise schuldig sei, weil sich in der Natur nun mal der Stärkere durchsetze und weil es für sie schlicht mit Spaß und Lust verbunden sei. Für einen kurzen Moment ist "Girls Against Boys" gegenüber den hegemonialen Narrativen plötzlich wirklich subversiv und deutet die Verknüpfung von Radikalfeminismus und Faschismus zumindest an.

taz berichtet über die pädophile Vergangenheit der Grünen

Die Grünen haben sich in den 1980er Jahren möglicherweise weit stärker für die Interessen von Pädophilen eingesetzt als bisher bekannt. So sei die sogenannte Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule, Päderasten und Transsexuelle, die sich offen für eine Legalisierung von Sex mit Kindern aussprach, direkt von der Bundespartei und der Bundestagsfraktion finanziert worden, berichtete das Magazin Spiegel am Samstag unter Berufung auf Unterlagen aus dem Parteiarchiv.


Hier geht es weiter. Der radikale Feminismus hat es noch nicht geschafft, sich mit den Abgründen in seiner Geschichte kritisch auseinanderzusetzen. Schaffen es die Grünen?

Wirtschaftswoche: "Der Quotenstaat opfert die Gleichberechtigung"

Die aktuelle "Wirtschaftswoche" zerpflückt in einem hervorragenden Artikel die aktuelle Inszenierung der Frauenquote zu einer Art "alternativlosem" Nationalheiligtum, dem sogar die eigentlich per Verfassung garantierte Gleichberechtigung geopfert wird:

Die Quote schafft einen Präzedenzfall für die Aushebelung des Gleichheitsgrundsatzes. Zum freiheitlichen Rechtsstaat gehört unabdingbar, dass am Beginn jedes Verfahrens gleiche Rechte stehen und der Ausgang offen ist. Quotenregelungen und Gleichstellungsmaßnahmen bedeuten genau das Gegenteil der hehren Ziele Emanzipation und Diskriminierungsverbot, mit denen sie oft in einem Atemzug genannt werden. Auf dem Arbeitsmarkt des Quotenstaats wird jeder Mensch nicht allein nach seinen Fähigkeiten bewertet, sondern auch nach seinem Geschlecht, also einem angeborenen Merkmal. Die Quote ist daher ein Schritt zurück zur vormodernen Privilegiengesellschaft, in der die Geburt über Lebenschancen mitentschied.


In dem Artikel werden auch Initiativen aus dem Umfeld der Männerbewegung erwähnt, die praktisch als einzige nicht brav in Reih und Glied mitmarschieren, sondern die Werte des Grundgesetzes hochhalten (und perfiderweise genau deshalb immer wieder aus der hegemonialen Genderszene heraus als halbe Nazis dargestellt werden):

Ernsthafte und grundsätzliche Kritik am Weg in den Quotenstaat formiert sich (...) fast nur außerhalb der Parteien und Unternehmen. Mit der "Frankfurter Erklärung", einer Initiative des BWL-Professors Günter Buchholz, fordern einige Hundert Männer und Frauen, darunter viele Professoren, unter dem Motto "Qualifikation statt Quote" das Ende der Gleichstellungspolitik. Es ist kein Zufall, dass die Kritik oft aus dem Wissenschaftsbetrieb kommt. Einem Sektor, der wie der gesamte öffentliche Dienst besonders stark von der staatlichen Gleichstellungspolitik betroffen ist. Eine hohe Frauenquote wird bei Evaluierungen von Instituten und Hochschulen als Qualitätskriterium angenommen – unabhängig davon, was die Frauen in Forschung oder Lehre tatsächlich leisten.

(...) Dass es hinter dem Schleier der öffentlichen Quotenpropaganda bereits einen großen Unmut gegen die diskriminierenden Folgen von Gleichstellungsmaßnahmen in Unternehmen und im öffentlichen Dienst gibt, zeigte auch die Intranet-Revolte bei Daimler. Aus einem Beitrag einer Mitarbeiterin in einem Blog entwickelte sich eine hitzige Debatte, in der viele Kollegen ihrem Zorn über konzerninterne Frauenquoten freien Lauf ließen. Dadurch angeregt hat der Verein "agens" in diesen Tagen einen Aufruf verfasst, um Berichte von Betroffenen zu sammeln. Es ist der erste Versuch, die psycho-sozialen und gesellschaftlichen Folgen der Gleichstellungsungerechtigkeit zu erfassen.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Hin zu einer maskulistischen Filmkritik: "In einer besseren Welt"

Lucas Schoppe analysiert einen weiteren Film aus männerpolitischer Perspektive.

Auch in Australien: Bewusstsein für Diskriminierung von Männern entsteht

Nachdem in Australien Männer erstmals juristische Schritte wegen ihrer Diskriminierung durch Fluglinien eingeleitet hatten, entsteht auch in diesem Land nun eine stärkere Wahrnehmung der Diskriminierung von Männern:

The stigma of males working with children can seen in schools, where male teachers becoming an endangered species. Steven Badger runs one of the country's most successful swim schools but he fears political correctness is scaring men out of his industry. "The suspicion that because I'm a male, their child is at some risk, because I am taking the class rather than a female member of staff. It offends me," Mr Badger said.

The governing authority, AUSTSWIM, now trains teachers to ask permission every time a child in a class needs to be held or touched. "Put it this way, I am yet to be convinced that any of these measures have actually protected one extra child," Mr Badger said.

President of the Australian Primary Principals Association Norm Hart believes it is the fear of litigation and of being judged that makes young men stay away from the teaching profession. "We're all disassociating ourselves from children and I think that's quite sad. There's nothing more important than educating the next generation and we should have our brightest and best, both men and women, doing that work," Mr Hart said.

According to Dr Karen Brooks, associate professor at the UQ Centre for Critical and Cultural Studies, society risks alienating men on a wide scale. She claims the consequences of the idea that all men are predators is damaging. "What it means is it will change the way we perceive each other, the way we interact, and it is already modifying our behaviours," Dr Brooks said. "Gender discrimination against men does exist within our society and we see it in multiple forms," she concluded.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Debatte: Wie soll man eine Falschbeschuldigerin bestrafen?

Die meisten Frauen, die einen Mann fälschlich eines sexuellen Übergriffs/sexueller Gewalt beschuldigen, werden dafür überhaupt nicht bestraft. In der Regel lassen die Ermittlungsbehörden solche Fälle ruhen. Wie sollte man aber eine Frau bestrafen, die einen Mann durch ihre Verleumdung für zehn Jahre hinter Gitter gebracht hat? Eine amerikanische Zeitung hat ihre Leser um Vorschläge gebeten.

Tipps zur Errichtung eines maskulistischen Blogs

Christian Schmidt, Betreiber eines der meistgelesenen männerpolitischen Blogs, gibt heute einige Ratschläge, wie man einen eigenen erfolgreichen Blog aufziehen kann.

kostenloser Counter