Mittwoch, April 01, 2015

FOCUS: "Feindbild Antifeministen zeigt: Feminismus hat seine besten Zeiten hinter sich"

Für den FOCUS stellt der peinliche Beitrag Luise Puschs zur Germanwing-Katastrophe eine historische Zäsur dar. Bisher, berichtet FOCUS-Autor Alexander Kissler, habe er sich gegenüber diesen Frauen Sympathien bewahrt.

Seit der vergangenen Woche aber ist der Feminismus in seine historische Phase eingetreten. Nur im Museum (und an manchen Universitäten, was manchmal dasselbe ist) können wir ihm künftig begegnen. Er hat sich aus der Gegenwart ebenso entschlossen verabschiedet wie aus dem Raum des Argumentierens und Räsonierens. Er hat nur Ressentiments und Rückzugsgefechte zu bieten. (...) Feminismus, das war einmal. Ihn heute noch ernst nehmen, hieße bei den Kelten anfragen, wie man zum Mars gelangt.


Aber nicht nur Luise Puschs männerfeindlicher Amoklauf bringt Kissler zu dieser Ansicht – sondern auch das derzeit von feministischen Ideologen liebevoll gehegte Feindbild Antifeminismus:

Eine 1981 gegründete "Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung" (ZEFG) hat ein neues, ein letztes Arbeitsfeld entdeckt: den Kampf gegen den "Antifeminismus". (...) Defensive ist jetzt angesagt und Destruktion. Die "Antifeministen" werden als der neue Feind ausgemacht. Ihnen, den Kritikern von Gender und Gleichstellung, widmet das ZEFG ein "Werkstattgespräch" mit klarer Zielsetzung: Feministische "Gegenstrategien" sollen gefunden werden, denn "Antifeministen" tun schlimme Dinge.

Mit dem "Antifeminismus" hat der akademische Feminismus, noch immer staatlich alimentiert, eine finale Spielwiese gefunden. Er definiert sich nun im Gegenüber, im Kontra, im Ablehnen, nicht länger im Aufbauen und Fordern. Er kapituliert vor seinen eigenen Ansprüchen. Der Versuch, mit dem "Antifeminismus" einen Straftatbestand des Denkens zu etablieren, ein künftiges hate crime, zeigt, wie rasch und endgültig dem Feminismus die Felle davon geschwommen sind.


Kisslers Beitrag wurde zuvor auch im Cicero veröffentlicht.

Genderama hatte am Wochenende darüber berichtet, wie verheerend die Reaktionen nicht-ideologisierter Leser auf Luise Puschs Artikel ausfielen. Nach dem massiven Steuerbetrug Alice Schwarzers hätte es ihre "Emma" dringend nötig gehabt, in der Öffentlichkeit wieder an Ansehen zu gewinnen. Stattdessen ist sie durch den Pusch-Beitrag noch einmal tiefer in den Keller gekracht. Schauen wir uns einmal in einer kleinen Blog- und Presseschau die Reaktionen der letzten Tage an, über die Genderama noch nicht berichtet hat:

Brauchen wir eine Quote für Amokläuferinnen? fragt Hannah Lühmann in der "Welt":

Jetzt hat die "Emma" diesen Text veröffentlicht, geschrieben von der Bloggerin und Linguistin Luise Pusch, der so schlimm und doof und peinlich zu sein scheint, dass man zunächst gar keine Lust hat, ihn wiederzugeben. (...) Die Angehörigen haben sicher gerade anderes zu tun als darüber nachzudenken, ob ihre getöteten Kinder als "Schüler" oder "Schülerinnen" bezeichnet wurden (...).Jeder Anlass, ganz gleich wie gravierend, so der Eindruck, ist der "Emma" recht, um laut "Frauenquote!" zu rufen. (...) Aber das ist der Punkt, der einem Unbehagen bereitet: dass genau die Feministinnen, die sich eigentlich aufmachen müssten, den Biologismus zu bekämpfen, der sich ja in ihrer Wahrnehmung allzu oft gegen die unterdrückten Frauen richtet, dass genau diese Frauen nun so argumentieren, als wäre Geschlecht ein Risikofaktor per se.


Das Handelsblatt berichtet über die Empörung darüber, dass der Männerhass der "Emma" auch angesichts der aktuellen Katatrophe keine Pause einlegt:

Die "Emma" instrumentalisiere das Unglück für ihre politischen Forderungen und erweise dem Feminismus damit einen Bärendienst, so die fast einhellige Meinung der empörten Kommentatoren. "Geschmacklos", "ekelhaft", "zum Schämen" sind nur einige der Attribute, die das Social Web für Puschs Kommentar fand. Freilich könnte man nun einwenden, von einer Mitbegründerin der feministischen Sprachkritik, die in einem feministischen Magazin veröffentlicht, keine andere Perspektive erwarten zu dürfen.


In Österreichs Standard kommentiert Birgit Baumann, obwohl sie die Forderung nach einer Frauenquote im Cockpit allen Ernstes "berechtigt" findet:

Dass (...) jemand ein solches Unglück ausschlachtet, um Forderungen nach einer Frauenquote Nachdruck zu verleihen – da fehlen einem die Worte. (...) Es ist kein Unglück, das monatlich vorkommt und aus dessen Häufigkeit sich geschlechterspezifische Schlüsse und ein Handlungsauftrag ergeben. (...) Es ist an Geschmacklosigkeit nicht mehr zu überbieten, sogar angesichts einer Katastrophe, bei der tote Männer und Frauen gleichermaßen betrauert werden, eine solche Forderung zu erheben. Diese Kampagne wird auf Kosten der Opfer und ihrer Angehörigen geführt.


Auf der Journalistenplattform Opinion Club sieht Volker Warkentin die Dinge ähnlich, wenn er abenteuerliche journalistische Reaktionen auf den Absturz analysiert:

Auf die Spitze getrieben hat es taz-Chefredakteurin Ines Pohl. "Fast scheint es, als könnte Deutschland endlich die dringende Sehnsucht erfüllen, auch mal eine Katastrophe für sich zu beanspruchen", twitterte Pohl kurz nach dem Absturz, als die Medien noch über eine technische Panne als Ursache spekulierten. Pohls kaltschnäuzige und menschenverachtende Einschätzung ist an Zynismus nicht zu überbieten, zumal Holocaust, Nazi-Diktatur und deutsche Teilung weit entfernt davon sind, verarbeitet zu sein. (...) Luise Pusch verstieg sich in der "Emma" zu der Forderung nach einer Frauenquote im Cockpit. Da Männer häufiger als Frauen zu Selbstmord und Amokläufen neigten, sei es an der Zeit, mehr Pilotinnen einzusetzen. "Die Opfer sind überwiegend Frauen, die Täter sind männlich", instrumentalisierte sie die Toten von Flug 4U 9525 zur Zementierung alter feministischer Klischees und löste mit ihrer Geschmack- und Pietätlosigkeit – auch unter "Emma"-Leserinnen – einen Sturm der Empörung aus.


Bei "eigentümlich frei" merkt der liberale Ideologiekritiker Ramin Peymani an:

Nach der Wortmeldung aus Alice Schwarzers Haus kann ich nicht mehr still bleiben. Sie steht nicht nur für einen amoklaufenden Feminismus, sondern setzt dem Treiben der vergangenen Tage die unrühmliche Krone auf. Sie offenbart, in welcher Verfassung unsere Medienlandschaft ist, und zeigt, wie niedrig die Hemmschwelle einer Zunft inzwischen liegt, die nicht ohne Grund immer weniger Ansehen genießt. (...) Als endlich erste kritische Stimmen aus dem eigenen Lager laut wurden und mancher bereits hoffte, der Ekel vor dem eigenen Abbild könne für den einen oder anderen Journalisten ein heilsamer Schock sein, setzte die Frauenzeitschrift "Emma" den neuen Tiefpunkt. Zwar stammt der von ihr veröffentlichte Artikel von einer feministischen Bloggerin, doch kommt in der begeisterten Übernahme und anschließenden Rechtfertigung durch die "Emma"-Redaktion die ganze Widerwärtigkeit einer enthemmten Ideologie zum Ausdruck, die ihren Auftrag offenbar darin sieht, Männer zu diskriminieren, zu verfolgen und zu diskreditieren. Doch damit nicht genug. Seit Freitag wissen wir, dass dieser aggressive Feminismus nicht einmal mehr davor haltmacht, menschliche Tragödien für die eigene Ideologie auszuschlachten.

(...) Die Pietätlosigkeit, mit der das Unglück von Europas Feministinnen ideologisch aufgearbeitet wird, ist kaum zu ertragen und hat einen veritablen Shitstorm ausgelöst. Doch statt zurückzurudern, sich zu entschuldigen oder die Schmiererei wieder von der Seite zu nehmen, gefällt sich die "Emma"-Redaktion darin, eine Rechtfertigungsarie anzustimmen. Als ließe sich hieraus eine Absolution für menschenverachtendes Verhalten ableiten, schallt es uns seit Sonntag von der Webseite entgegen, die Zeitung "Schweiz am Sonntag" würde doch dasselbe fordern. (...) Emma und Co haben in diesen Tagen viele Unterstützer verloren. Doch um einen Feminismus, der seine Weltanschauung über Empathie und Mitgefühl stellt, dessen Verbitterung nicht einmal Platz für eine pietätvolle Anteilnahme lässt, muss niemand trauern.


Die Autoren des linken Blogs Ruhrbarone stellen zu Beginn ihres Beitrags brav klar, dass sie natürlich auf keinen Fall den Feminismus kritisieren möchten – und zwar, weil sie "das Geschrei" vermeiden wollen, das andernfalls einsetzen würde – , sehen in Puschs Artikel dem unbenommen aber "eine polemische Reise in den Irrsinn".

Heute habe ich mich dann hinter den Hörer geklemmt und in der Redaktion von EMMA angerufen. Zweimal wurde nach meinem Namen gefragt – und eine lange Warteschleife dauerte an, während wohl geprüft wurde, ob Männer aus der Ruhrbarone-Redaktion tatsächlich noch ein Anrecht darauf haben, solche Fragen zu stellen. NACH DER REVOLUTION WIRD DAS ANDERS. Schließlich teilte man mir, und das in der Tat sehr freundlich, mit, ich solle bitte den Kommentar von Frau Schwarzer zu dem Kommentar von Frau Pusch lesen.


Unter der Überschrift Falsches wird auch durch Wiederholung nicht richtig schließt sich das Blog "Kritische Wissenschaft" dem Urteil an, dass eine Geschmacklosigkeit nicht dadurch aufgewertet wird, dass jemand anderes dasselbe äußert.

Der Autor des Blogs Der Jüngling schließlich erkennt in der "Leichenfledderei" Luise Puschs "feministisches Victim-Blaming", und der Verfasser des Blogbeitrags Sicherheitsrisiko Mann feministische Doppelmoral am Werk: Während die Genderstudien signifikante Unterschiede zwischen Frauen und Männern leugneten, seien diese Unterschiede plötzlich gravierend, wenn man damit Frauen einmal mehr als "bessere Menschen" darstellen könne.

Man muss Alexander Kissler also in beiden Punkten zustimmen: Ja, der Feminismus schafft sich gerade selbst ab, indem er zu einem Zeitpunkt, wo alle Kämpfe für Gleichberechtigung geführt worden sind, mit altbekannten Feindseligkeit im Leerlauf überdreht. Feministinnen hätten sich schon seit langen Jahren mit Mämnern zusammentun können, um eine bessere welt für BEIDE Geschlechter anzustreben. Stattdessen nutzt frau lieber noch so entsetzliche Vorfälle aus, um einen ideologischen Geländegewinn zu erkämpfen. Und ebenfalls ja: Das ZEFG und alle anderen Institutionen, die von dieser Ideologie leben, können gegen "Antifeminismus" so lange wettern, wie man will – das ändert nichts daran, dass immer mehr und mehr Menschen nicht länger bereit sind, den feministischen Hass unkommentiert hinzunehmen. Wenn der Hass das einzige ist, was von einer Ideologie übrig bleibt, sieht sie nun einmal ganz fürchterlich alt und hässlich aus.

"Frauen sind bessere Menschen"

Women are not equal to men; they are superior in many ways, and in most ways that will count in the future. It is not just a matter of culture or upbringing. It is a matter of chromosomes, genes, hormones, and nerve circuits. It is not mainly because of how experience shapes women, but because of intrinsic differences in the body and the brain.

(...) There is a birth defect that is surprisingly common, affecting a key pair of chromosomes. In the normal condition the two look the same, but in this disorder one is shrunken beyond recognition. The result is shortened life span, higher mortality at all ages, an inability to reproduce, premature hair loss, and brain defects variously resulting in attention deficit, hyperactivity, conduct disorder, hypersexuality, and an enormous excess of both outward and self-directed aggression. The main mechanism is androgen poisoning. I call it the X-chromosome deficiency syndrome, and a stunning 49 percent of the human species is affected. It is also called maleness.


Hier findet man die volle Dosis feministischen Faschismus, Auszug eines Buchs des Professors für Anthropologie Melvin Konner, bei Amazon Bestseller Nr. 1 im Fachbereich Gender Studies. (Ja, so sind Sie drauf, unsere Genderstudenten: Geschlechtsunterschiede sind allesamt konstruiert und Männer schon biologisch minderwertig.) Sie stimmen Konners Auffassung nicht zu? Dann lassen Sie sich von anderen Professoren, etwa Michael Kimmel und Rolf Pohl, mal lieber schnell erklären, warum Sie ein ganz gefährlicher Antifeminist sind.

Dienstag, März 31, 2015

Hans-Böckler-Stiftung: Frauen arbeiten 23 Prozent kürzer als Männer

Diese Statistik hätten wir gerne schon an diesem albernen Equal-Pay-Day vorliegen gehabt, aber auch heute nehmen wir sie interessiert zur Kenntnis. Das Blog Kritische Wissenschaft kommentiert.

Studie: 15 Prozent der befragten Männer zu Sexarbeit bereit

Laut einer aktuellen Studie der britischen University of Swansea, die sich mit dem Sexualverhalten von britischen StudentInnen befasst und die in den letzten drei Jahren rund 7000 TeilnehmerInnen befragte, entschließen sich immer mehr männliche Studenten, ihr Taschengeld mit Sexarbeit aufzubessern.

(...) Bei den Studienleitern klingeln nun die Alarmglocken. Diese fordern jetzt von Universitäten Aufklärungsarbeit betreffend den zahlreichen Risiken, die mit Sexarbeit einher gehen können. "Wir haben nun den Beweis, dass eine erschreckende Anzahl von männlichen Studenten in ganz Großbritannien in Sexarbeit involviert sind", betont Studienchefin Dr. Tracey Sagar. "Der Großteil aber hält diese Arbeit geheim, weil sie sich schämen und Angst vor Diskriminierung haben."


Hier findet man den vollständigen Artikel.

TV-Tipp: Kuckuckskinder HEUTE Thema im ZDF

Das Kuckucksvater-Blog berichtet.

"Frauen versklaven Frauen – die Mütter des Menschenhandels"

Fällt das Wort "Menschenhändler", zeichnet das geistige Auge ein Bild. Man sieht einen hochgewachsenen Mann vor sich: breite Schultern, vielleicht etwas Gel in den Haaren, billige Lederschuhe. Diese Vorstellung ist ein Trugbild. In vielen Fällen sind es nicht Männer, sondern Frauen, die andere Frauen anwerben, verkaufen, versklaven.

Das Büro der Vereinten Nationen für Drogen und Verbrechensbekämpfung (UNODC) verglich im Jahr 2014 Statistiken zu Menschenhandel aus 128 Nationen. Das Ergebnis: Im globalen Maßstab gesehen, sind fast ein Drittel der verurteilten Menschenhändler weiblich, bei den Verdächtigen sind es sogar fast 40 Prozent. In Osteuropa und Zentralasien stellen Frauen beinahe 60 Prozent der Verurteilten. In Nigeria sind Schätzungen zufolge nahezu alle Menschenhändler weiblich.


"Wie in deinem Buch beschrieben ... Es kommt langsam in die Medien ..." mailte mir ein Leser, der mich auf diesen Beitrag aufmerksam machte.

Auch männliche Aborigines Opfer von häuslicher Gewalt

In letzter Zeit liest man Beiträge über das Problem "häusliche Gewalt gegen Männer" nicht nur in Bezug auf die westliche Gesellschaft, sondern etwa auch aus Ländern wie Indien und den arabischen Staaten. Bei den Ureinwohnern Australiens sieht es nicht anders aus:

Domestic violence against men is just as common as it is for women in some Aboriginal communities. But Aboriginal men are hesitant to speak up because they fear being "shame jobs".

Former Pioneer footballer Geoffrey Miller says there is a lack of services in Central Australia that can effectively deal with these issues men face. "When I was working with DASA (Drug & Alcohol Services Association), it was the main problem we had," he said. "Women have their own legal aid and shelter — it’s all in place, but for men — there’s no shelter. What we used to call the men’s shelter was the prison cause that was the only place to go, even if it’s not their fault. If they stepped off their track, they ended up in prison — not a shelter."

Miller, who previously won a Prime Minister’s Award for providing excellence in service to the community, said a men’s shelter would address a lot of issues that happen in town, like the anti-social behaviour and drinking in the streets.


Hier geht es weiter.

Japan: Väter besonders stark ausgegrenzt

Aside from ikumen (イクメン, men who play a role in raising their children), Nihon no otōsan (日本のお父さん, Japanese fathers) are a pretty sad lot. The vast majority of them have been and continue to be kaya no soto (蚊帳の外, literally "outside the mosquito net," meaning "left out") inside their own homes — they often have no idea what their own families are up to.

Among the alarming increase in cases of shōnen hanzai (少年犯罪, juvenile crime), one fact stands out as emblematic of the state of the Nihon no katei (日本の家庭, Japanese home): The father is often nowhere to be seen. There’s even a phrase for this — chichioya fuzai (父親不在, roughly meaning that the father is missing in action).

(...) Japanese dads are expected to bleed themselves out onto the floors of the kaisha (会社, company), thereby ensuring that their okusan (奥さん, wife) is comfortable and shiawase (幸せ, happy).

And what constitutes happiness for the wives of Japanese fathers? Last time I checked, it amounts to kōgai no ikkenya (郊外の一軒家, a house in the suburbs), kodomo no shiritsu gakkō kyōiku (子供の私立学校教育, private schooling for the children) and tsukiichi ranchi (月イチランチ, a monthly lunch party) with her female friends. All this is preceded by a swanky kekkonshiki (結婚式, wedding) and kaigai shinkonryokō (海外新婚旅行, overseas honeymoon) that provides endless selfie and tsūshotto (ツーショット, couples’ photo) opportunities. No wonder we’re living in the era of the bankon (晩婚, late marriage) — what young person in this teitai keizai (停滞経済, stagnant economy) can finance the trappings of holy matrimony?

As my young cousin Kazuya remarked the other day, “Otoko wa kekkonshitara okane wo suitorarete isshō fukō ni narudake” (「男は結婚したらお金を吸い取られて一生不幸になるだけ」, "A man who gets married will have all his money sucked out of him and be unhappy for the rest of his life").


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Schwarzer Männerrechtler: 5 Gründe, weshalb Feministinnen über Vergewaltigungen im Knast schweigen

We’ve heard a lot about rape culture on college campuses and seen quite a few highly determined domestic violence and sexual assault advocates fighting on behalf of those who are affected. But it’s hard not to conclude that much of their dismay toward the culture of rape and violence possesses a degree of gender bias that should concern us all.

One thing that is consistently off the radar screen is the issue of prison rape. Prison rape is arguably the scariest kind of rape there is because it’s often among the most brutal and traumatizing experiences one can imagine. Someone very close to me went to prison at a very early age, and after enduring years of prison abuse, he was mentally disturbed for the remainder of his years.

So, here are a few things to consider when thinking about the quiet atrocity of prison rape, why feminists tend to ignore it and why it might be the worst kind of rape there is:

1) It’s typically ignored by sexual assault advocates because most of the victims are black males. Many feminists, unfortunately, have been trained to believe that black men are enemies of the state. Millions of Americans see us as violent neanderthals with no respect for women. This imagery is not detached from what white women have thought about us for the last 400 years. That’s why it was so easy for a black man to be lynched for even looking at a white woman too hard.

(...)

Sexual assault is a horrible crime, we know this. But for some reason, the horrors of the crime are not as readily acknowledged when the victim happens to NOT be a white woman. A recent study even showed that whites believe that black people feel less pain than they do, meaning that we can endure the same tragedy as a white person and white Americans think it’s no big deal.

In the social/incarceration hierarchy, white women lie at the top of the pile. Judges are most lenient on them, and they are often protected. Black males fester at the bottom: Studies show that we receive far longer sentences than white females, even when we commit the same crimes. This disparate treatment in the criminal justice system translates into equally disparate reactions to situations in which someone has done us harm.

The bottom line is that if you’re not trying to stop prison rape, then you’re probably not serious about rape. Black men are the most incarcerated group of people on the entire planet. If white women were going to prison as much as black men and being assaulted at the same rates, this “non-existent” issue would be translated into a national crisis.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Der Männerbewegung eine radikal rechte Haltung zu unterstellen und über den feministischen Rassismus zu schweigen, wie es Rolf Pohl, Hinrich Rosenbrock, Andreas Kemper und Thomas Gesterkamp in unverantwortlicher Weise tun, stellt die Wirklichkeit auf den Kopf. Ich hoffe auf noch sehr viel mehr Stimmen von diskriminierten Männern aus den verschiedensten Teilen der Welt, damit diesen Männern geholfen werden kann, der Kampf gegen Männerdiskriminierung noch stärker als globales Problem erkannt wird und die andauernde Demagogie aus der feministischen Ecke endlich leiser wird.

Eine Mutter berichtet: Darum warne ich meinen Sohn vor dem College

As the mother of a young son, I, too, am starting to plan some advice — about the dangers to guys of false accusations of sexual abuse. It’s a real issue, and a scary one.

My message to my future college-bound son would be: Don’t expect anyone to give you the benefit of the doubt. The tale of the Rolling Stone piece about a gang-rape-that-wasn’t at a University of Virginia Phi Kappa Psi fraternity party is a case in point.

The magazine’s big, splashy, graphic article led to protests, rallies and a shutdown of UVA’s fraternity system, even as the investigation was still ongoing. Yet the whole story soon began to fall apart as reporters questioned its plausibility. This week, police essentially cleared the UVA frat of the accusation.

As in the case of the Duke lacrosse team years ago, everyone simply accepted — with zero evidence — that the brothers of the Phi Kappa Psi fraternity were rapists. They were guilty merely because of the accuser’s word. Never mind the boys’ claims of innocence.

My son will spend his life hearing from me that women are — or should be — equal to men, that "she can do anything you can do." But when he gets to college, he’ll find out that’s not always the case.

In fact, men are held to higher standards than women — most notably, by the very women and "feminists" who demand equal treatment between the sexes.

Consider: If a man and woman are both drunk at college, the onus is almost certainly on him to head off any possible sexual interaction between them.

That they are both intoxicated does not matter: If he wakes up the next morning with regrets, her feelings may be hurt — but if she wakes up with regrets, he may soon find himself facing expulsion or maybe even jail.

It’s not right, and it’s not fair. The feminist in me hates that women are treated as less capable — less responsible for their actions — than men. As a mother who has a daughter as well as a son, I worry about what this says to each of them.

Yes, I’m going to push my son to be more responsible than the average 18-year-old kid on his own for the first time, and to watch out for these kinds of situations. I certainly hope he’ll never be anyone’s falsely accused target.

But telling him to “be careful” in this way doesn’t seem like enough. In fact, it feels very much like "blaming the victim." Fact is, there is little to nothing the Phi Kappa Psi boys could have done to protect themselves. Has anyone even offered them an apology?

The UVA boys were failed by the university — and by all of us who uncritically believed the Rolling Stone story, simply because we hold men and women to different standards.


Den vollständigen Artikel findet man in der New York Post.

Montag, März 30, 2015

Lügen mit Statistik: Die Tricks beim Gender Pay Gap

Für die allermeisten Männerrechtler ist das Folgende nichts Neues, aber Genderama hat ja auch immer wieder neue Leser. (Gestern hatte Genderama erstmals an einem Sonntag über 8600 Zugriffe – danke, Luise Pusch!) Jedem, der nur die Darstellung des Themas "Gehaltsdiskriminierung von Frauen" in den Leitmedien kennt, erklärt Markus Hessler im Ökonomenblog noch einmal sehr verständlich, warum der "Equal Pay Day" nichts anderes als eine massenmedial gestützte Propagandanummer war:

Ein anderes Beispiel für "Verfälschen mit Statistiken" ist der sogenannte Gender Pay Gap. Frauen verdienen in Deutschland Jahr für Jahr zwischen 22 und 23 Prozent weniger als Männer. Das klingt nach einem sehr großen Unterschied, aber basiert dieser Unterschied tatsächlich auf einer Benachteiligung von Frauen, wie vielfach behauptet wird?

Dieser relativ große Unterschied ist unbereinigt, das heißt dass Unterschiede bei Qualifikation, Tätigkeit, Branche oder Berufserfahrung nicht berücksichtigt werden. Werden zumindest einige statistisch erfassbaren Unterschiede berücksichtigt, so beträgt der Unterschied laut statistischem Bundesamt nur noch rund 7 Prozent. Berücksichtigt man weiter Unterschiede, wie es etwa das Institut der deutschen Wirtschaft getan hat, so kommt man nur noch auf einen Gehaltsunterschied von 2 Prozent.

Von diesen 2 Prozent kann ein Teil theoretisch auf Diskriminierung zurückgeführt werden. Allerdings erscheint dies eher unwahrscheinlich, da einige Faktoren, die Gehaltsunterschiede erklären können, immer noch unberücksichtigt sind. Frauen haben im Durchschnitt zum Beispiel eine höhere Wertschätzung für die Familiengründung als Männer, wodurch sie eher bereit sind, beruflich zurückzustecken. Sie sind weniger risikobereit, wenn es zum Beispiel um den Wechsel des Arbeitgebers geht. Auch ist das Karrierestreben weniger stark ausgeprägt, es werden weniger Weiterbildungsangebote wahrgenommen, es wird weniger in Netzwerke investiert und nichtmonetäre Bedingungen haben einen höheren Stellenwert. Könnte man all diese Faktoren entsprechend berücksichtigen, wäre es sogar möglich, dass Männer beim Gehalt benachteiligt werden.


Dass Wolfgang Kubicki bei "hart aber fair" vorgehalten bekommt, das Statistische Bundesamt habe eine Gehaltsdiskriminierung von 7 Prozent ermittelt, und er solle das gefälligst zur Kenntnis nehmen, wäre in einer aufgeklärten Gesellschaft eigentlich ein Unding.

A Voice for Men: "Alle Feministinnen sind Konservative"

Auch auf der männerpolitischen Plattform A Voice for Men hat man erkannt, dass der Feminismus ein konservatives und kein progressives Geschlechterbild vertritt. Dass heutzutage konservative Positionen von der Linken vertreten werden, hatte ja bereits vor fünf Jahren Dr. Matthias Stiehler festgestellt.

Sonntag, März 29, 2015

"Die Campus-Linke beginnt zu implodieren"

Anhand von drei Artikeln versucht der Weekly Standard nachzuweisen, dass die Risse selbst innerhalb einer dogmatisch-feministischen Linken, die im akademischen Bereich herrscht, immer größer werden.

Der erste Beitrag wurde anonym in einer Studentenzeitung veröffentlicht und stammt von einem radikalen Studenten, der von der Radikalität seines Umfelds immer befremdeter ist. Seine Worte könnte man bis hin zu Rolf Pohl auch vielen deutschen Radikalfeministen ins Stammbuch schreiben:

First, dogmatism. One way to define the difference between a regular belief and a sacred belief is that people who hold sacred beliefs think it is morally wrong for anyone to question those beliefs. If someone does question those beliefs, they're not just being stupid or even depraved, they're actively doing violence. They might as well be kicking a puppy. When people hold sacred beliefs, there is no disagreement without animosity. In this mindset, people who disagreed with my views weren't just wrong, they were awful people. I watched what people said closely, scanning for objectionable content. Any infraction reflected badly on your character, and too many might put you on my blacklist. Calling them 'sacred beliefs' is a nice way to put it. What I mean to say is that they are dogmas.

Thinking this way quickly divides the world into an ingroup and an outgroup - believers and heathens, the righteous and the wrong-teous. "I hate being around un-rad people," a friend once texted me, infuriated with their liberal roommates. Members of the ingroup are held to the same stringent standards. Every minor heresy inches you further away from the group. People are reluctant to say that anything is too radical for fear of being been seen as too un-radical. Conversely, showing your devotion to the cause earns you respect. Groupthink becomes the modus operandi. When I was part of groups like this, everyone was on exactly the same page about a suspiciously large range of issues. Internal disagreement was rare. The insular community served as an incubator of extreme, irrational views.

(...) The danger of the crusader mentality is that it turns the world in a battle between good and evil. Actions that would otherwise seem extreme and crazy become natural and expected. I didn't think twice about doing a lot of things I would never do today ...

Perhaps the most deeply held tenet of a certain version of anti-oppressive politics - which is by no means the only version - is that members of an oppressed group are infallible in what they say about the oppression faced by that group. This tenet stems from the wise rule of thumb that marginalized groups must be allowed to speak for themselves. But it takes that rule of thumb to an unwieldy extreme ...


Der zweite, ebenfalls anonyme Beitrag stammt offenbar von einem eher der Linken zugehörigen College-Professor, der den akademischen Betrieb unter dem Einfluss dogmatischer Aktivisten zunehmend als Alptraum wahrnimmt. (Beim Lesen sollte man daran denken, dass mit dem amerikanischen Ausdruck "liberals" Linke und eben keine Liberalen in unserem Verständnis gemeint sind.)

Personally, liberal students scare the [$h*t] out of me. I know how to get conservative students to question their beliefs and confront awful truths, and I know that, should one of these conservative students make a facebook page calling me a communist or else seek to formally protest my liberal lies, the university would have my back. I would not get fired for pissing off a Republican, so long as I did so respectfully, and so long as it happened in the course of legitimate classroom instruction.

The same cannot be said of liberal students. All it takes is one slip-not even an outright challenging of their beliefs, but even momentarily exposing them to any uncomfortable thought or imagery - and that's it, your classroom is triggering, you are insensitive, kids are bringing mattresses to your office hours and there's a twitter petition out demanding you chop off your hand in repentance ...

There are literally dozens of articles and books I thought nothing of teaching, 5-6 years ago, that I wouldn't even reference in passing today. I just re-read a passage of Late Victorian Holocausts, an account of the British genocide against India, and, wow, today I'd be scared if someone saw a copy of it in my office. There's graphic pictures right on the cover, harsh rhetoric ("genocide"), historical accounts filled with racially insensitive epithets, and a profound, disquieting indictment of capitalism. No way in hell would I assign that today. Not even to grad students.

Here's how bad it's gotten, for reals: last summer, I agonized over whether or not to include texts about climate change in my first-year comp course. They would have fit perfectly into the unit, which was about the selective production of ignorance and the manipulation of public discourse. But I decided against including them. They forced readers to come to uncomfortable conclusions. They indicted our consumption-based lifestyles. They called out liars for lying. Lots of uncomfortable stuff. All it would take was one bougie, liberal student to get offended by them, call them triggering, and then boom, that's it, that's the end of me.


Der dritte Artikel stammt von Judith Shulevitz und wurde bereits früher von Genderama verlinkt.

"Mann verliert Sohn in Scheidungskrieg, nur um zu erfahren, dass er sowieso nicht der Vater war"

Die Daily Mail berichtet.

"Männer bleiben aus denselben Gründen bei gewalttätigem Partner wie Frauen"

As a divorce lawyer who focuses on men in divorce and child custody cases, often times the men I represent are incapable of seeing that they are in abusive relationships. They just know that they "can’t take it anymore." They started the relationship with the best of intentions, to find someone nice, settle down, have a family, and lead a quiet life.

But as in all relationships, problems crop up and the love of their life begins finding fault where before there was acceptance. The fault finding goes from "you did a thing I don’t like" to "you’re a bad person," and eventually this type of behavior can escalate into greater power plays. Control over the finances, control over which set of friends to associate with, control over how the children will be disciplined — these are all difficult areas in which to see abuse, because in any healthy partnership or relationship responsibility and control must be shared.

Men have a particularly hard time seeing when they are giving up too much responsibility, because they frequently labor under the belief that their role is limited to being the provider to the family. They sometimes lack the perspective of seeing that their contributions to childrearing extend to emotional development as well.

Men who are in relationships also have trouble seeing that they are being abused, because they are conditioned from the time they are little boys to be tough, to minimize their fears, and to play a role that is based on a false construct of self-sacrifice as the "right thing to do."


Hier geht es weiter mit den 13 Gründen, weshalb Männer bei einer gewalttätigen Partnerin bleiben. Ich hatte darüber schon vor 15 Jahren in "Sind Frauen bessere Menschen?" geschrieben; aber dieser Artikel ist noch einmal viel ausführlicher.

16-Millionen-Dollar-Klage wegen "Diskriminierung" erfolglos

Futurezone berichtet.

"Emmagate" (Comic)

Es gibt keinen Text, der zynisch genug sein könnte, als dass feministische Ideologen ihm nicht begeistert zujubeln würden: Während Luise Pusch auf Twitter immer mehr Unterstützung gegen die "Hater" einfährt und als eine Art Opfer betrachtet wird, dort auch Anatol Stefanowitsch selbstverständlich seine volle Solidarität bekundet, heißt es in der Zeit:

Verbände wie der Österreichische Frauenring bedauern den Shitstorm. Sie rufen zu einer Diskussion des Vorschlags auf.


Erzählmirnix hingegen reagiert der Sache angemessen mit einem neuen Comic.

Schwedischer Psychiater: "Gleichmacherei führt zu Kindesmissbrauch"

Der schwedische Psychiater David Eberhard argumentiert, Gleichberechtigung sei zum gesellschaftlichen Dogma geworden – das schade vielen Kindern. Für Die Zeit hat ihn Jeanette Otto interviewt. Ein Auszug aus dem Gespräch:

ZEIT: Deutschland hat sich lange an Schweden orientiert, wenn es um Kinderbetreuung und Gleichberechtigung ging. Nun sagen Sie: Hört endlich auf, uns zu folgen!

Eberhard: Weil wir den Bogen überspannt haben. Wir haben die Liberalisierung nicht mehr im Griff, und das Thema Gleichberechtigung ist zu einem gesellschaftlichen Dogma geworden. Wir alle geben unsere Kinder mit einem Jahr in die Krippe. Dann arbeiten Mutter und Vater möglichst gleichberechtigt, möglichst gleich viel, möglichst auf gleichwertigen Positionen. Keiner soll hinter dem anderen zurückstehen. Arbeit ist der einzige Weg, ein Mensch zu werden. Das bekommen wir von klein auf so vermittelt. Elternschaft an sich ist kein Wert mehr. Eltern müssen sich sofort erklären, wer wie lange zu Hause bleibt und wer wie viel dann wieder arbeitet.

(...) ZEIT: Was ist, wenn eine Frau länger zu Hause bleibt?

Eberhard: Das kann sich keine Frau mehr leisten. Die Schuldzuweisungen wären enorm. Sie wäre eine Verräterin an ihrem Geschlecht, reaktionär und altmodisch.

ZEIT: Hen, das geschlechtsneutrale Personalpronomen, wurde jetzt offiziell in den schwedischen Sprachschatz aufgenommen. Damit soll vermieden werden, von einem Kind als "er" oder "sie" zu sprechen.

Eberhard: Das ist Kindesmissbrauch, und zum Glück wird das bisher nur in wenigen Einrichtungen praktiziert. Diese Gleichmacherei ignoriert sämtliche biologischen Erkenntnisse über die Entwicklung von Kindern. Wir haben ein riesiges Problem mit Jungs im Teenageralter. Die kommen in den Schulen nicht mehr zurecht, weil sie keiner mehr wie Jungs behandelt.


Hier findet man das vollständige Interview.

Luise Pusch wehrt sich gegen Kritik: "EMMA-Leserinnen stimmen mir zu!"

Die mediale Debatte über die Instrumentalisierung der beim Germanwings-Absturz Getöteten für den EMMA-Sexismus geht weiter.

So spricht Peter Mühlbauer auf Telepolis von "feministischem Hijacking" und verweist auf weibliche Amokläufer ebenso wie auf diverse Pilotinnen:

So trainierte die Testpilotin Hanna Reitsch (1912-1979) ein von ihr mit Nachdruck durchgesetztes Himmelfahrtskommando, bei dem junge Nazis die V1-Flugbombe im Kamikaze-Stil in feindliche Ziele lenken sollten. Eine andere prominente Fliegerin war die Kunstpilotin Beate Rotermund-Uhse (1919-2001), die mehrere Militärmaschinen flog. Die nach dem Krieg im Erotikgeschäft höchst erfolgreiche Unternehmerin findet aber gerade bei den "PorNo"-bei Feministinnen der EMMA-Fraktion wenig Anklang.


Spiegel-Online fragt:

Wenn Männer als Piloten tatsächlich solch eine immense Gefahr darstellen, müsste man sie dann nicht komplett aus dem Cockpit verbannen?


Die Frankfurter Allgemeine gibt zu bedenken, dass das Fliegen mit einer Frauenquote im Cockpit eher unsicherer werden dürfte:

Würde das Geschlecht ein entscheidendes Einstellungskriterium werden, würde die Bedeutung der Qualifikation und der Eignung automatisch sinken.


Marcel Görmann wirft der EMMA vor, den Flugzeugabsturz "schamlos auszuschlachten":

Man könnte angesichts des Kommentars fast denken, in jedem männlichen Lufthansa-Piloten schlummert ein suizidgefährdeter Amokflieger. (...) Doch nicht nur das ist befremdlich an diesem Kommentar. So ist auch verwunderlich, dass für EMMA offenbar schon zweifelsfrei feststeht, dass es überhaupt einen Täter gibt. Dabei ist die Schuld des Co-Piloten bislang noch nicht abschließend geklärt, auch wenn der Verdacht gegen ihn im Raum steht und viele Indizien dafür sprechen.


Inzwischen reagierte Luise Pusch, die Autorin des entsetzlichen Beitrags, auf Twitter:

Während der Shitstorm gegen mich tobt, melden viele LeserInnen, dass sie die Frauenquote fürs Cockpit gut finden.


Und sie verweist auf die Journalistin Fabienne Riklin, die in der Schweiz am Sonntag die hohe Selbstmordrate unter Männern ebenfalls problematisch findet, weil sie Frauen gefährdet. Als Kronzeugin zitiert Riklin Gabriela Stoppe, Psychiaterin und Vizepräsidentin von Ipsilon, dem Dachverband für Suizidprävention in der Schweiz:

"Es wäre nicht nur wegen der Durchmischung sinnvoll, mehr Frauen für den Transport von Menschen zu engagieren, sondern vor allem wegen der Sicherheit", sagt Stoppe. Ihre Aussage begründet sie damit, dass Frauen eine deutlich tiefere Suizidrate haben. "Es war nur eine Frage der Zeit, dass auch in Europa ein Pilot mit dem Flugzeug einen Suizid begeht."

(...) Der Suizid ist bei Männern zwischen 15 und 44 Jahren in der Schweiz die häufigste Todesursache. 240 Männer haben sich 2012 das Leben genommen. Zwar ist die Zahl der Selbsttötungen in den letzten zehn Jahren leicht zurückgegangen, doch noch immer nehmen sich dreimal mehr Männer das Leben als Frauen. "Dies sollte bei der Auswahl eines Piloten, Chauffeurs oder Lokführers berücksichtigt werden", sagt Stoppe.


Zu derartiger Rhetorik hatte der Gay-West-Blogger "Adrian" gestern in der Kommentarspalte von Alles Evolution eigentlich alles Notwendige gesagt:

Fehlschluss. Wenn Frauen soviel arbeiten und Verantwortung übernehmen müssten wie Männer, würde ihre Selbstmordrate auch steigen.


Das vorläufige Schlusswort gebührt dem Satiriker Jan Böhmermann:

Wenn Hitler eine Frau gewesen wäre, wären nicht so viele Menschen gestorben und die Nazizeit wäre auch nicht so schrecklich gewesen.

Independent: "Weiße Männer sollten nie wieder gewählte Positionen an britischen Universitäten innehaben"

Der britische Independent findet es problematisch, dass an vielen Universitäten noch immer auch weiße Männer als Studentenvertreter gewählt werden, und fordert ein Verbot:

We need to ban white men and their activism dilettantism from student unions. We need powerful women and minority ethnic people to bring their passion back to the heart of student politics. Being a student union president should no longer be a place for privileged whiteboys to swing their dicks around before graduating into a world that is in no way affected by what they claim to fight for.

More importantly, we obviously live in a world that looks favourably on white men. In order to bring about change in our racist and sexist society, it must start in our universities. If women and minority ethnic people were in positions of leadership across all universities in the country, we would have a diverse graduating class of future leaders in every industry.

"Oh but, it’s racist to ban someone on the basis of their skin colour, and sexist to ban them on their gender," cry the assembly chorus of confused souls trying to turn the language of progress into a weapon to further entrench the establishment. It’s not. You’re at university, go and ask a humanities professor. Learn something.

White men have had the last several millennia in charge, and it’s been a s***show from start to finish. A new generation of powerful women and minority ethnic people is ready to lead and change. It is time for you to bow down.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Samstag, März 28, 2015

"Tote für die Quote": Entgleisung in EMMA sorgt für breite Empörung

Der FOCUS berichtet über eine Welle der Empörung über den durchgeknallt-widerwärtigen Beitrag Luise Puschs in der EMMA, der den Absturz der Germanwing-Maschine ideologisch auszuschlachten versucht:

Bei vielen Lesern sorgt der Kommentar für Empörung: "Nun auch noch das Emma-Magazin mit einer üblen 4U9525-Entgleisung - einfach unfassbar...", schreibt ein Mann auf Twitter. Auch von weiblicher Seite kommt Kritik. Eine Frau twittert: "Der Artikel über den Absturz ist absurd und fanatisch."


Der Tagesspiegel berichtet:

"Eine Feminismus-Kampagne auf dem Rücken der Opfer": Das twitterte etwa Ralph Schuster - und viele werden seiner Meinung sein. (...) Marion Horn von der "Bild am Sonntag" befand: "Das geht gar nicht", Robert Roßmann von der "Süddeutschen Zeitung" fragte: "Instrumentalisiert die Emma wirklich Tote für die Quote? Verrückt."


Einige weitere Tweets angewiderter Leser hat der Berliner Kurier zusammengestellt.

Roland Tichy befindet im Rahmen einer umfassenderen Medienkritik:

Die dümmste und peinlichste Reaktion steht bei EMMA: Frauenquote fürs Cockpit. Wie ignorant jeder Form Anstand gegenüber! Hier sieht man, wes Geistes Kind die Verfechterinnen sind.


Ausführlich geht das Blog Kritische Wissenschaft auf die Menschenverachtung der EMMA ein.

Unions-Abgeordnete Katrin Albsteiger: Auswüchse der Gender-Ideologie sind "skandalös"

Die 31jährige CSU-Politikerin Katrin Albsteiger gehört offenbar nicht nur zu den attraktivsten Abgeordneten des Bundestages, sondern auch zu den klügsten. So erklärte sie in einer Diskussionsveranstaltung am Dienstag:

"Ich bin für die Wahlfreiheit der Lebensentwürfe. Ich bin auch für die Förderung von Minderheiten und möchte den respektvollen Umgang mit Menschen, die sich nicht mit den ‚klassischen Geschlechterrollen‘ identifizieren wollen oder können, sehen. Ich halte aber das Überstülpen einer zweifelhaften Denkweise über die ganze Gesellschafft, die dazu nie befragt worden ist, für das falsche Mittel. (...) Wir sind uns einig: Sprachleitfäden, die uns anhalten, nicht mehr ,Ansprechpartner‘ sondern ,Ansprechperson‘ zu sagen, oder auf Ausdrücke wie ,Heulsuse‘ (stattdessen: ,Person, die viel weint‘)zu verzichten, sind nutzlos. Dass in manchen Unis bereits schlechtere Bewertungen drohen, wenn man seine wissenschaftlichen Arbeiten nicht entsprechend ,gendergerecht‘ abgibt, ist skandalös."


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Einer anonymen Quelle zufolge hat die Junge Union Baden-Württemberg heute zudem beschlossen, ein Ende der Finanzierung von Genderstudien zu fordern. Ich rechne in Kürze mit einer zitierfähigen Verlautbarung.

Neue Enthüllungen: Führte von Grünen begangener sexueller Missbrauch zu Tausenden von Opfern?

Thomas Birk, queerpolitischer Sprecher der Grünen in Berlin, überraschte am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung mit Neuigkeiten: Es habe in Berlin bis in die Neunzigerjahre rund zehn aktive Grüne als Täter gegeben, die "eventuell Tausende von Opfern produziert" hätten. Verurteilte Pädophile hätten aus der Justizvollzugsanstalt heraus für die Partei kandidiert, sagte der Berliner Politiker. Der Berliner Landesverband werde Mitte April einen "leider sehr umfangreichen" Bericht vorlegen.


Nina Apin berichtet für die taz.

Wegen "Sexismus": Mit diesen zwölf Wörtern soll man Hillary Clinton nicht länger beschreiben dürfen

Do you work in the media and have the gall to think that the entire Webster’s dictionary is at your disposal? Think again, you sexist.

When it comes to reporting on Hillary Clinton, George Carlin’s "Seven Words You Can Never Say on Television" have turned into "Twelve Words You Can Never Say About a Powerful Politician."

"We will be watching, reading, listening and protesting coded sexism," the pro-Hillary group HRC Super Volunteers warned The New York Times’ Amy Chozick Wednesday.


Hier geht es weiter mit den zwölf Wörtern, die als "codierter Sexismus" in der Berichterstattung über Hillary Clinton tabu sein sollen.

EMMA zum Absturz der Germanwings: Mit Frauenquote im Cockpit wäre das nicht passiert!

Amoktrips sind Männersache. Und die Lufthansa hat 94 Prozent männliche Piloten. Das sollte sie ändern, meint Luise Pusch. 14 der 16 im Airbus zerschellten "Schüler" sind Schülerinnen und die zwei "Lehrer" sind Lehrerinnen. Die Opfer sind überwiegend Frauen, die Täter sind männlich.


Hier geht es weiter mit der Veranschaulichung, was dabei herauskommt, wenn man jede Katastrophe in sein ideologisches Raster hineinzuhämmern versucht. Vom weiblichen Opfer-Abo bis zu "Frauen sind bessere Menschen" ist in dieser Wundertüte wirklich alles dabei. Und auch für die EMMA ist die vielfache Selbstmordrate unter Männern nur dann relevant, wenn dabei auch weibliche Opfer zu Schaden kommen, die es zu schützen gilt.

DER SPIEGEL: Cordt Schnibben blendet Anliegen der Männerbewegung weiter aus

Vor einigen Wochen berichtete Genderama über den Aufruf des SPIEGEL-Redakteurs Cordt Schnibben an seine Leser, ihm zu erzählen, warum sie sich massenhaft von den etablierten Medien abwendeten. Wie ich weiß, gab es außer von mir auch von anderen Männerrechtlern Rückmeldungen, die die Einseitigkeit des SPIEGEL beanstandeten, sobald es um die Geschlechterdebatte geht. Darunter waren etwa der MANNdat-Vorsitzende Dr. Andreas Kraußer sowie der Gymnasiallehrer und Blogger Lucas Schoppe; bei manchen Rückmeldungen handelte es sich um offene Briefe. In einer Zusammenfassung der Leserreaktionen auf Schnibbens Aufruf im aktuellen SPIEGEL (hier nur im Anriss online) findet man nichts davon. Jeder Mann, der sein SPIEGEL-Abo irgendwann entnervt kündigte, hat die richtige Entscheidung getroffen.

Washington Post: Studentenverbindung für Männer klagt gegen Diskriminierung

After a series of scandals at fraternities on campus, officials at Wesleyan University in Connecticut ordered frats to admit women as members — or shut down.

(...) At Wesleyan, Delta Kappa Epsilon is fighting back. They’re saying the mandate is sexual discrimination, from a university that promotes tolerance. The local chapter and its alumni organization sued the Wesleyan administration.

At the heart of their complaint is the contention that Wesleyan not only tolerates but welcomes housing based on specific interests. Students are required to live on campus all four years and can choose single-sex dorms or special-interest housing, including the "Women of Color House," the "Light House" for Christian students, "Turath House" for Muslim, Arab and Middle Eastern students, and the "Open House," which describes itself as a "safe space for Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Transsexual, Queer, Questioning, Flexural, Asexual, [We can't print this one!], Polyamorous, Bondage/Disciple, Dominance/ Submission, Sadism/Masochism (LGBTTQQFAGPBDSM) communities."


LGBTTQQFAGPBDSM? Im Ernst. Und Sie dachten, die Abkürzung "LGBTTTQIBDSMWAAAAH" in Ist der Feminismus noch zu retten? war Teil der Satire.

Das Wort in dieser Auflistung sexueller Minderheiten und Randgruppen, das die Washington Post sich zu fein war zu drucken, lautet übrigens "Genderfuck". Witzig: Das war der Arbeitstitel für dieses Blog, bevor ich mich für "Genderama" entschieden habe ...

Genug mit dem Gealber – weshalb genau fühlt sich die Studentenverbindung denn diskriminiert? Dazu hat die Washington Post eines ihrer Mitglieder interviewt. Will Croughan erklärt:

I thought I was attending a school that practiced tolerance of varying interests and beliefs. Unfortunately, as a member of a fraternity, I have found that this isn’t exactly the case.

(...) It is my belief that the wide majority of the Wesleyan student body appreciates having fraternities on campus, but certain members of the Wesleyan community have targeted us with expletives and insults on Facebook, Twitter, and multiple other social media outlets. Their arguments attempt to portray fraternities, including the DKE house where I live, as bastions of ‘white male privilege.’

(...) Wesleyan embraces every other student’s right to live with others based on gender, race, creed or sexual affiliation, but call it ‘brotherhood,’ and it appears that all goes out the window.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Freitag, März 27, 2015

Lesermail (Rolf Pohls Propaganda-Abend)

Genderama-Leser Torsten Herwig hat mit einem anderen MANNdat-Mitglied den Vortrag von Rolf Pohl besucht, bei dem schon abzusehen war, dass er dazu dienen sollte, Feminismuskritik und die antisexistische Männerbewegung ideologisch als Feindbilder am Leben zu erhalten. Torsten Herwig berichtet über den Verlauf der Veranstaltung:

Das Ganze war eigentlich die recht vorhersehbare – wenn auch recht eloquent vorgetragene - Leier über hegemoniale Männlichkeitsstrukturen und so weiter durchmischt mit einer Masse von Aneinanderreihungen von Zitaten, bei denen man zu 95 Prozent nicht nachvollziehen konnte, von wem das Gesagte oder Geschriebene denn nun stammen sollte. Bei der Zusammensetzung der "Männerrechts/Maskulisten/Antifeministen/Wasauchimmer-Bewegung" blieb Pohl vorhersehbar vage, konkret wurden keine Vereine und Organisationen genannt, weder MANNdat, AGENS, VafK, Gleichmaß oder andere bekannte Namen. Stattdessen erwähnte Pohl nebulös "Internetforen und Blogs". Die einzigen Personen, die er mit Namen nannte, waren Walter Hollstein und Gerhard Amendt. Von beiden wiederholte Pohl repetierartig Zitate, die er polemisch anwürzte. So stichelte er beispielsweise zu Professor Hollsteins Anmerkung, dass in der Geschichte der Menschheit nahezu alle Erfindungen und künstlerischen Produkte von Männerhand stammten, mit Bezug auf das musikalische Damentrio, das den Abend begleitete, "ein Musikstück von Frauenhand geschrieben, dass muss wohl ein Unfall gewesen sein!" Das Publikum aus Frauenbeauftragten und Feministinnen aller Couleur reagierte auf seine Späßchen stets brav konform entweder mit Klatschen, höhnischem Gelächter, belustigtem Gegacker und erzürntem Kopfschütteln. Ich fand dieses Abspulen der bekannten Rhetorik irgendwie langweilig. Vielleicht kommt ja doch noch ein Knüller, dachte ich mir.

Interessant fand ich seine Schilderungen und Befürchtungen (!), dass bisher von Männerrechtlern besetzte Positionen und Themen "zumindest punktuell" der Einzug in diverse größere Medien gelungen sei und unsere Themenansätze in der Bevölkerung salonfähig würden. Das war ein Punkt, der mich aufhorchen ließ. Hörte ich da etwa ein klein wenig Angst heraus? Ja, ich denke schon.

Bezeichnend fand ich, dass Pohl die "klassische" Rollenverteilung und den überwiegenden Hang dazu in der breiten Mehrheit der Bevölkerung vollkommen ignorierte. Das geschah nach dem Motto: Was stört mich der mehrheitliche Wille des Volkes, ich weiß als Professor schließlich besser, was gut für die Allgemeinheit ist!

Maskulisten bzw. Männerrechtler sind Pohl zufolge (auch wenn er vorher erwähnt hatte, dass in der Bewegung verschiedenste Strömungen vorkommen) mehrheitlich frauenhassende und die Errungenschaften der Frauenbewegung negieren wollende, sich in einer allumfassenden Opferrolle suhlende Gruppe von Typen (und auch vereinzelt Frauen), die überall eine Verschwörung von gendergemainstreamten Strukturen witterten, die Erkenntnisse der modernen Genderforschung leugneten und sowieso und überhaupt überall ihre patriarchale Rolle im Blick hätten. Pohl zufolge haben wir Männer nur Angst, unsere "patriarchale Dividende" zu verlieren. Die haben wir ja alle! Ausnahmslos! Hmm, kann ich die eigentlich irgendwo anlegen …?

Geschickt platzierte er mit polemischen Bemerkungen auch mal einen Verweis auf Verschwörungstheoretiker – nach seiner Denke sind z.B. entsorgte Väter alles nur bedauerliche Einzelfälle. Ist schon erstaunlich, aus wie vielen "Einzelfällen" sich die Statistik verlorener Sorge- und Umgangsstreitigkeiten in diesem Land zusammensetzt … Dann wieder schwenkte er mal eben über zur Pegida und dem rechten Rand. Nach seiner Ausführung schreiben Männerrechtler unter anderem bei der Jungen Freiheit! Hättest du das geahnt? Ich weiß, dass du denen vor zehn Jahren mal als Interviewpartner zur Verfügung gestanden hast, aber kennst du Männerrechtler, die bei der JF schreiben oder "dort eine Plattform geboten bekommen"? Keine Ahnung, wen er meint. Vielleicht Peter Scholl-Latour? Leider leider hatte Pohl offenbar zu wenig Zeit, das zu konkretisieren … Maskulisten seien jedenfalls auch Rechte "bis hin zu Nazis". Selbstverständlich durfte auch der Verweis auf Breivik nicht fehlen.

Einen echten Knüller hatte er zuletzt noch, das war wirklich das Ass im Ärmel, der Brüller schlechthin: Männerrechtler sind – wie wir ja alle wissen – grundsätzlich auf Herrschen, Macht-Haben, Stark-Sein, Frauen-Haben, Kampf und dergleichen mehr gepolt. Wir sind offenbar alle evolutionär zurückgebliebene Wikinger. Ganz wichtig ist aber: Wir sind nahezu alle homophob! Alle! Ich schwör‘!

Und genau deshalb ordnen wir nach Pohls Denke uns und die Welt ein in: "Männer und Nicht-Männer"!

Erinnert dich das an etwas? Genau, den Aufnahmebogen der Jungen Grünen, bei dem man als Geschlecht nur "weiblich" oder "nicht weiblich" ankreuzen kann.

Wenn DAS nicht Realsatire ist, sexistischen Bullshit auf feministischer Seite mit umgekehrten Vorzeichen auf Männerrechtler zu projizieren! Ich musste mir wirklich verkneifen, nicht schallend loszulachen.

Wir hatten erst überlegt, ob wir uns die "Diskussion mit Häppchen" im Anschluss an den Vortrag antun sollten, entschieden uns dann aber hegemonial-patriarchal-konform, den ganzen Irrsinn lieber mit einem Bier runter zu spülen.

Nichts Neues also könnte man sagen – bis auf den Umstand, dass in Pohls ideologischer Ecke einige Leute inzwischen tatsächlich langsam nervös werden.


Ich bin mir nicht ganz sicher, ob dieser Bericht nicht etwas unfair gegenüber Rolf Pohl ist. Der Mann ist immerhin 64 Jahre alt. Kann man von jemandem, der sein ganzes Leben lang gelernt hat, sein Publikum mit immer denselben Finessen zum Staunen oder zum Lachen zu bringen wie ein alter Zirkusbär, wirklich erwarten, dass er sich plötzlich neue Tricks draufschafft, nur weil sich die Zeiten geändert haben?

Nicht aufgepasst? "Tagesschau" rutscht das Wort "Mann" heraus

Das Blog Meinungen und Deinungen berichtet und kommentiert.

"Erübrigt ein paar Gedanken an westliche Männer, die in Japan gefangen sind"

Wie Olga Garnova für die Japan Times berichtet, ist das Einstreichen der "patriarchalen Dividende" in Japan fast noch schwerer als in Ländern der westlichen Welt. Das gelte vor allem für Einwanderer:

Sebastian, a 32-year-old university student with several part-time jobs and 12 years of service in the German Federal Armed Forces, discovered this disconnect the hard way when a Japanese girlfriend he had been together with for a year and had proposed to dumped him because he had "no future." According to her, his Japanese major was not a promise of a successful career and, not being a native speaker of English, he could not secure teaching jobs. "Why is it always about money?" he asks.

To borrow from the headline of a past column by Kaori Shoji from these pages, "Marriage has little to do with romantic love." No wonder foreign husbands often complain about Japanese women suddenly transforming from sweet and cute girlfriends into shufu — professional housewives emotionally and physically distant from their husbands and fully devoted to their children and home. Men can be sidelined when it comes to participation in child-rearing and other home-related matters, such as controlling the family budget. As opposed to a safe haven from the pressures of work, marriage can become an additional source of stress for men.

No wonder Japan has one of the highest suicide rates in the world, at 18.5 per 100,000 inhabitants — about 60 percent higher than the global average of 11.4. As in most of the rest of the world (the most notable exception being China), men in Japan kill themselves at a much higher rate than women.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Beeinflussung von Gutachtern: "Die Strukturen sind teilweise mafiös"

Das Blog Familienschutz berichtet.

Männerrechtler schuld am Absturz von Germanwings

Janet Bloomfield berichtet und kommentiert.

Die Zeit: "Femen – vom System geschluckt"

"Hoffnung auf einen neuen, radikaleren Kampf für Frauenrechte" verhieß der Zeit zufolge Femen, womöglich "das Greenpeace des Feminismus". Aber ach! "Die Hoffnung wurde enttäuscht", denn: "Die Fratze des Patriarchats sieht anders aus." Was bleibt von Femen? Eine ausführliche Reportage im NDR. Kaspar ist tot. Genderama trauert mit.

Die männliche Angst vor dem Absturz

Man kann den Absturz der Germanwings-Maschine als eine Art Schicksalschlag interpretieren, gegen den niemand von uns wirklich geschützt ist. Man könnte aber auch zur Kenntis nehmen, dass die inzwischen vermutete Ursache an einem der großen Tabus unserer Gesellschaft rührt: männlicher Suizid und männliche Depressionen sowie deren Unsichtbarkeit, weil Männer heute wie eh und je nun einmal "funktionieren" müssen.

In seinem aktuellen Newsletter kommt Freimann.at unter der Überschrift "Die männliche Angst vor dem Absturz" darauf zu sprechen, wie sehr das Leiden von Männern in unserer Gesellschaft niedergequatscht und für nichtig erklärt wird:

Männer beziehen einen Großteil ihrer Identität aus ihrer Arbeit. Mit einer Gefährdung dieser Identität können sie schwer umgehen und können im Vergleich zu Frauen auch mit weniger psychosozialer Unterstützung rechnen. Einstellungen wie "Ein richtiger Mann hat keine Probleme" oder "Es gibt nichts Lustigeres als einen Mann, der Probleme hat" sind nicht gerade hilfreich. Der deutsche Co-Pilot, der die A 320 in Frankreich zum Absturz brachte, soll Medienberichten zufolge Depressionen gehabt haben. In einem Jahr wäre ein medizinischer Check angestanden, der bisher nur im Fünf-Jahres-Rhythmus durchgeführt wird. Man kann sich ausmalen, daß er Angst davor hatte, im Falle eines Nichtbestehens sozusagen vor dem Nichts zu stehen und daß er diese befürchtete narzisstische Kränkung nicht kompensieren konnte. Oder aber, wie der Innsbrucker Psychiater Reinhard Haller (in der "ZIB 2") vermutet, mit Antidepressiva zu kompensieren suchte, die aber gravierende Nebenwirkungen haben und diese laut Haller sein Verhalten erklären könnten. Daß aber auch anscheinend Erfolgreiche in Krisen geraten können, aus denen sie selber nicht mehr herausfinden, hat vor einiger Zeit der Selbstmord eines deutschen Fußballtorwarts gezeigt. Selbstmord ist bekanntlich eine männliche Domäne und wird wohl deshalb gewöhnlich eher achselzuckend hingenommen (und in den Medien normalerweise verschwiegen). Außer jemand reißt viele Andere mit in den Tod. Ob daraus etwas gelernt wird, muß angesichts der bisherigen Ignoranz Männerproblemen gegenüber bezweifelt werden.


Zu den wenigen, die das Schweigen zu diesem Thema durchbrechen, gehören die so leidenschaftlich verfemten und angefeindeten Männerrechtler. Einer von ihnen, der britische Politiker Mike Buchanan, widmet sich diesem Problem aktuell in der International Business Times: Male suicide scandal: UK men are paying for a system that drives thousands of them to death. Das ist in Deutschland nicht anders.

Der blinde Fleck der Genderideologie

Europaweit weist Österreich die meistgemobbten Buben in Schulen auf, dennoch geht die Unterrichtsministerin kaum auf dieses Thema ein. Über den einseitigen Blick auf Geschlechterfragen, der Gewalt gegenüber Buben auch in der Forschung marginalisiert


spricht der Psychoanalytiker und Professor für Bildungswissenschaften Josef Christian Aigner.

Donnerstag, März 26, 2015

Zunehmende Kritik an Feminismus und Gender löst bekannte Rhetorik aus

Die weltweit wachsende Kritik am Feminismus macht den Anhängern dieser Ideologie immer mehr zu schaffen. In den USA fühlt frau sich vor allem durch die zahlreichen weiblichen Promis genervt, die dem Feminismus die kalte Schulter zeigen:

Kelly Clarkson, Shailene Woodley, and Carrie Underwood are among the dozens of celebrity women who have made headlines for denouncing feminism, declaring that they don’t like labels or that they’re not against men.


In Deutschland stößt man sich vor allem an "Antifeministen" und zunehmender Kritik an der Pseudowissenschaft "Genderstudien" – inzwischen dank Professor Stefan Hirschauer ganz sanft und vorsichtig auch aus dem Fachbereich Genderstudien selbst heraus. Dagegen wird nun dieselbe schamlose Abwehrhetorik eingesetzt wie schon seit mehreren Jahren: Wer Feminismus und Gender hinterfragt, stärkt damit angeblich nur den rechtsradikalen Rand, wenn er nicht selbst ein verkappter Nazi ist. Das Blog "Kritische Wissenschaft" hat diese Abwehrrhetorik unter der Überschrift Alles Rassisten in der bürgerlichen Mitte analysiert.

Männer werden als Sklaven gehalten, um weltweiten Nachschub an Meeresfrüchten zu sichern

Erwarten Sie keine weltweite Medienberichterstattung oder internationale Kampagnen.

Patriarchat halt.

Psychology Today sieht Wendepunkt erreicht: "Wir nehmen endlich Notiz von den Problemen von Jungen"

In a recent op-ed piece titled "When Liberals Blew It," (...) New York Times columnist Nicholas Kristof — himself an outspoken progressive, especially on women’s and girls’ issues worldwide — wrote of the anger among liberals generated by a report written for the Department of Labor by Daniel Patrick Moynihan in 1965. In this report (which became famous), Moynihan stated that a major impediment to black advancement in America was the breakdown of the family. Kristof wrote, "He argued presciently and powerfully that the rise of single-parent households would make poverty more intractable."

It’s that word "presciently" that stands out to me. If you are ahead of your time and you go against the prevailing view — which for liberals was that institutional racism alone was responsible for poverty in the black community — you are going to get hammered for it, as Moynihan was. But while no intelligent person could then or now deny the continuing effects of institutional racism, it’s hard to argue that widespread father absence is good for any subculture.

I write of this as an analogy to another situation — though a closely related one — the importance of which may finally be on the cusp of mainstream acceptance: It’s the fact that on most measures American boys and young men today are not doing as well as girls and young women. Actually, this is not just true in our country, but throughout the developed world.


Hier geht es weiter.

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