Donnerstag, Februar 26, 2015

US-Uni feiert Frauen mit riesiger goldener Klitoris

Also irgendwie ist es niedlich.

Man kann jetzt auch besser verstehen, warum manche nicht neben den Feministinnen auch Männerrechtler an den Unis haben wollen. Am Ende verlangen die Kerle das Aufstellen des passenden Gegenstücks ...

In dem Artikel heißt es weiter:

The giant golden clitoris is also a part of Wallace’s "clit rodeo," an event where participants can take turns riding a mechanical clit instead of a bull.

Anklage wegen Betrug: Kachelmanns Ex bekam zu Unrecht Prozesskostenhilfe

Claudia D. ließ nach dem Urteil in erster Instanz über ihren Anwalt eine Erklärung verbreiten: Demnach sei die Entscheidung "leider auch nur ein verschwindend kleiner Sieg für alle gedemütigten, diffamierten, missbrauchten und misshandelten Frauen in diesem Land! Der Kampf muss weitergehen!" Doch offenbar führt sie diesen Kampf mit unlauteren Mitteln. Die Prozesskostenhilfe wurde Claudia D. in Frankfurt damals tatsächlich gewährt – wie sich zeigen sollte, zu Unrecht.


Die Zeit berichtet (und formuliert so, als sei es eine Tatsache, dass "Claudia D." tatsächlich diesen Kampf führe, nur eben "mit unlauteren Mitteln".) Weiter berichtet Die Zeit, dass die Staatsanwaltschaft den Behauptungen von Claudia D. nicht glaubte und sie deshalb wegen versuchten Betrugs anklagte:

Vor zwei Wochen kam es vor dem Amtsgericht Frankfurt zu einer Hauptverhandlung, die dann nach Paragraph 153a, Absatz 2 der Strafprozessordnung eingestellt wurde: Claudia D. muss 1.000 Euro an einen gemeinnützigen Verein zahlen, damit wurde der strafrechtliche Vorwurf wegen geringer Schuld fallengelassen.

(...) "Eine Überraschung ist das nicht", sagt Kachelmanns Anwalt Johann Schwenn zu dem Fall. "Die falsche Opferrolle hat Frau D. offenbar geholfen, aus der Sache mit einem blauen Auge herauszukommen. Wollen wir nur hoffen, dass sie ihre dem Landgericht Frankfurt verschwiegenen Einnahmen wenigstens versteuert hat. Nach den bisherigen Erfahrungen mit ihr und ihrer Unterstützerin Alice Schwarzer würde ich nicht darauf wetten."


Inzwischen hat Kachelmanns Prozess gegen diverse Medien um Schmerzensgeld begonnen – und das Gericht ließ bereits durchblicken, dass Kachelmanns Klage berechtigt sein könnte. Dabei kann man schon an den die Artikel begleitenden Fotos wunderbar erkennen, wie unterschiedlich der Stern und die Süddeutsche Kachelmann wahrnehmen.

Liebe Nina Marie Bust-Bartels,

gerade gestern erst ergab die erste wissenschaftliche Studie über die Männerrechtsbewegung (Maskulimus), dass diese Bewegung ein breites politisches Spektrum umfasst und "nahezu aller politischen Grundhaltungen von sozialistisch über linksliberal und bürgerlich bis hin zu dezidiert konservativ oder gar rechtsaußen" umfasst. Sie haben mich als linken Männerrechtler in Ihrer Sendung zwar zweimal kurz zu Wort kommen lassen, sich aber ansonsten durchgehend auf das rechte Lager konzentriert – und dabei ausgezählt, dass dort tausendfach Begriffe wie "Schlampe" und "Fotze" gängig sind – obwohl ich Ihnen in unserem Gespräch lesenswerte männerpolitische Blogs jenseits dieser unappetitlichen Szene empfohlen hatte. Darüber hinaus haben Sie Gender-Ideologen wie Thomas Gesterkamp und Hinrich Rosenbrock eine pseudowissenschaftliche Einordnung der Männerrechtsbewegung überlassen, wobei Sie die beiden als Wissenschaftler bzw. Ersteller von "Studien" vorgestellt haben, ohne zu erwähnen, dass beiden von seriösen Wissenschaftlern aus gutem Grund die Wissenschaftlichkeit abgesprochen wird.

Vieles davon ist geschenkt. In einer Zeit, in der jeder zweite sich über die tendenziöse Arbeit unserer Medien im Klaren ist, erwarten wir insbesondere von den Öffentlich-Rechtlichen schon gar nichts anderes mehr. Sie sind Feministin, und offenbar weil Sie selbst Geschlechterpolitik als Nullsummenspiel begreifen – eine Haltung, die Sie auf Männerrechtler projizieren – halten Sie es anscheinend für geboten, an der Dämonisierung der Männerbewegung mitzuwirken.

Einige Abschnitte der Sendung sind so abenteuerlich, dass ich mich damit gar nicht lange aufhalten will. "Eigentümlich frei" ist bei Ihnen zum Beispiel ein Blog (es handelt sich um eine Zeitschrift), und Hinrich Rosenbrock schießt sich mal wieder selbst ins Knie, indem er den Maskulismus mit genau jener Argumentation mit Antisemitismus in Verbindung zu bringen versucht, die beim Feminismus Sinn ergäbe, ohne es zu merken:

Im Antisemitismus wird ja im Gegensatz zum normalen Rassismus davon ausgegangen, dass es etwas gibt, was mächtiger ist, was irgendwie stärker ist und wo man selber keine Chance hat, obwohl man sich eigentlich als überlegene Rasse fühlen würde. (...) Und die das erklären muss und die deswegen einen abstrakten Gegner, eine abstrakte Gegnerin konstruiert, die durch gute Netzwerke, durch Verschlagenheit, durch Macht, wie auch immer, es schafft, sie zu unterdrücken


Das ist natürlich die feministische Patriarchatsthese mit "gläsernen Decken" und "Männerseilschaften" in Reinform. Und tatsächlich ist ja immer wieder auf Überschneidungen zwischen Feminismus und Antisemitismus aufmerksam gemacht worden.

Besonders bemerkenswert finde ich allerding, wie sehr Sie sich mit der Einseitigkeit Ihres Beitrags an zwei Stellen sogar ins eigene Fleisch schneiden.

Zum einen: Je mehr Menschen durch Beiträge wie Ihren erfahren, wie fragwürdig die journalistische Arbeit in den etablierten Medien aussieht, desto mehr wenden sich jenen verschwörungstheoretischen Plattformen zu, vor denen Sie gerne warnen möchten.

Zum anderen: Sie lassen jemanden wie Hinrich Rosenbrock – den Sie, wie gesagt, als "Soziologen" vorstellen, ohne darauf hinzuweisen, dass ihm von seriösen Wissenschaftlern bescheinigt wird, nicht Wissenschaftler sondern Ideologe zu sein – Behauptungen wie diese verbreiten, was die hunderte internationaler Studien über häusliche Gewalt angeht:

Wenn man sich die Studien genauer anschaut, dann ist das eine Erfassungsmethode aus den USA kommend, die kennt zwei Kodierungen, die kennt Null, es gibt keine Gewalt und die kennt Eins, es gibt Gewalt. Und dieses Eins, das kann ein böser Blick sein, das kann anschreien sein, das kann schlagen sein, das kann vergewaltigen sein, das kann töten sein. Das wird überhaupt nicht differenziert. Und mit dieser Perspektive kommt man dann tatsächlich zum Ergebnis, dass eigentlich zwischen Geschlechtern häusliche Gewalt so gut wie gleich verteilt ist.


Hinrich Rosenbrock behauptet also, dass hunderte international tätiger Gewaltforscher, die oft seit Jahrzehnten zum Problem der häuslichen Gewalt forschen, sich in ihren Studien nie die Mühe gemacht haben, zwischen Vergewaltigungen und bösen Blicken zu differenzieren. Und so eine Nummer wollen Sie einfach so geschluckt haben, ohne jede Gegenrecherche, und präsentieren das Ihren Hörern?

Selbstverständlich erfassen all diese Gewaltstudie die verschiedenen Schweregrade von Gewalt. So heißt es etwa in der Metastudie Bastian Schwithals Weibliche Gewalt in Partnerschaften auf Seite 136:

Übersicht "Studien: Severe Violence" gibt die Ergebnisse von 94 Studien und Untersuchungen hinsichtlich schwerer Gewaltformen ("severe violence") wieder. Ähnlich wie bei "minor violence" lässt sich auch hier die Beobachtung machen, dass ein höherer Anteil an Frauen schwere Gewalt gegenüber einem Intimpartner gebraucht als umgekehrt. Das Verhältnis von Männern und Frauen im Hinblick auf "verübte Gewalt" ist 47,0% zu 53,0%. Bei "erlittener Gewalt" ergibt sich hinsichtlich der Geschlechtsverteilung folgendes Bild: 52,3% Männer gegenüber 47,7% Frauen hatten schwere Gewaltformen durch einen Intimpartner erlitten.


Nun gibt es auch Metastudien, die zu anderen Ergebnissen gelangen. Aber den Eindruck zu erwecken, als fände in der internationalen Gewaltforschung keinerlei Gewichtung statt, ist hochgradig unseriös.

Nun erwecken Sie dadurch, dass Sie Männerrechtler als gemeingefährliche Horde und Hinrich Rosenbrock als Fachmann darstellen, den Eindruck, seine wirklichkeitsfernen Behauptungen seien die glaubwürdigeren. Und das ist ein besonders gravierendes Problem Ihres Beitrags: In Ihrer Versessenheit darauf, die Männerbewegung zu dämonisieren, tragen Sie dazu bei, Opfer von häuslicher Gewalt selbst schwersten Ausmaßes unsichtbar zu machen, was dazu beiträgt, dass diese auch weiterhin keine Hilfe erhalten. Und da häusliche Gewalt in der Mehrzahl der Fälle systemisch ist, sich also wechselseitig hochschaukelt, schaden Sie damit auch zahllosen Frauen.

Mit anderen Worten: Auch Ihre Parteilichkeit trägt zu Gewalt gegen Frauen bei. Das sind ähnlich wie männliche Opfer häuslicher Gewalt offenbar Kollateralschäden, die man hinnehmen muss, wenn es darum geht, gegen die Männerbewegung Stimmung zu schüren. Aber falls Ihnen als Feministin wir Männer schon schnuppe sein sollten, sollte das doch für die Frauen sicher nicht gelten?

Gerade heute habe ich auf Genderama wieder thematisiert, warum es britischen Medien gelingt, über die hohe Zahl männlicher Opfer häuslicher Gewalt zu berichten, während deutsche Journalisten wie Sie diese Opfer beiseitewischen (lassen), weil Sie glauben, mit diesem Herunterspielen einen Treffer gegen die Männerbewegung landen zu können. Hier interessiert mich auch als Medienwissenschaftler: Was genau ist im deutschen Journalismus eigentlich schief gelaufen? Was geht zum Beispiel in Ihrem Kopf vor, wenn Sie eine derartige Sendung produzieren?

Ich an Ihrer Stelle würde mich jedenfalls schämen.

taz stinksauer: Schwesig will Männerquote

Gleichstellungsbeauftragte demonstrieren – gegen ein Gleichstellungsgesetz. Es soll zurückgezogen werden, fordern sie. Das dürfte einmalig sein in der Geschichte der Frauenpolitik. Denn, so will es das neue Gleichstellungsgesetz, in Zukunft soll bei Bewerbungen und Beförderungen das jeweilige unterrepräsentierte Geschlecht gefördert werden. Zu wenig Männer in Kitas? Also werden Männer gefördert. Zu wenig Frauen in Chefsesseln? Dann werden Frauen gefördert.


Hier regt sich Heide Oestreich mit dem zuverlässigen feministischen Sexismus weiter auf über "altertümliche Publizisten" und "ein paar frei drehende Journalisten", die statt den Feminismus einfach machen zu lassen, eine "Hysterie" entfacht haben, weshalb Gleichstellungsbeauftragte künftig "mit Männerarbeit zugeschüttet" würden. Dabei fragt Oestreich allen Ernstes, ob die Quote überhaupt mit dem Grundgesetz kompatibel ist – solange sie auch den verhassten Männern zugute kommt – und fürchtet sich vor einem Gleichstellungsbeauftragten, der der "Anwalt beleidigter Männer" wird.

So klingt der Feminismus: Antisexismus kann er nicht. Persönliche Angriffe kann er ausgezeichnet.

Väteraufbruch für Kinder kritisiert Hinrich Rosenbrock: "Einfältiges Teenie-Geschwätz"

Die öffentlich-rechtlichen Medien tun noch immer, was sie können, um eine engagierte Männerbewegung in Deutschland schon im Ansatz zu torpedieren und geben feministischen Ideologen wie Hinrich Rosenbrock dafür gern eine Plattform. Der Väteraufbruch für Kinder kommentiert.

Telegraph: "Ich bin ein strammer Kerl – Wer würde glauben, dass ich das Opfer häuslicher Gewalt bin?"

Wie um die mangelnde Qualität deutscher im Vergleich zu britischen Medien weiter deutlich zu machen, widmet sich der britische Telegraph heute den Opfern häuslicher Gewalt, die oft unsichtbar bleiben und keine Hilfe bekommen – den Männern:

"Some victims of domestic abuse are not identified as regularly," reads a line several pages into a new report from a UK domestic violence charity. "Particular groups of victims may be less visible to services or be given less priority."

Along with people from black, Asian and ethnic minority backgrounds, "male victims" form one of these neglected groups, according to the SafeLives study, which was published on Wednesday.

Perhaps this is unsurprising, given that the vast majority of SafeLives’ 35,000-strong database of survivors is female. When we think of domestic abuse it is generally as a women’s issue, while most high profile awareness drives, such as The White Ribbon Campaign, are aimed at reducing male violence against women.

But domestic violence against men is far from a niche concern. The most recent Crime Survey for England and Wales estimated that around 800,000 men – five per cent of the male population – had experienced domestic abuse in 2011-12, compared to 1.2 million women – or seven per cent of the female population. Since about 2005, around 40 per cent of domestic violence victims have been male.


Hier geht es weiter.

Und am selben Tag lässt der SWR jemanden wie Hinrich Rosenbrock erklären, warum Männer als Opfer nicht ernst genommen werden sollten: von öffentlichen Geldern finanzierte, sexistische Menschenverachtung. Manchmal ist es peinlich, Deutscher zu sein.

US-Deserteur bekommt wohl kein Asyl in Deutschland

Er verweigerte sich dem Irakkrieg, ein Jahr später beantragte US-Soldat André Shepherd Asyl in Deutschland - vergeblich. Jetzt hat der Europäische Gerichtshof entschieden: Der Bescheid der Behörden war rechtens.


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Schwuler Sohn wehrt sich gegen Zwangsheirat

Gegen den eigenen Willen von den Eltern verheiratet werden – das ist für alle Jugendlichen eine Horrorvorstellung. Aber es passiert immer wieder. Und es trifft immer häufiger auch Jungs. Einer davon ist der 18-jährige Nasser aus Berlin. Weil er homosexuell ist, wollten ihn seine Eltern entführen und verheiraten. Deswegen hat Nasser seinen Vater verklagt.

(...) Der Mut, die eigenen Eltern anzuzeigen, fehle allerdings den meisten, meint Petra Koch-Knöbel. Sie koordiniert den Berliner Arbeitskreis gegen Zwangsverheiratung. Immer mehr Jugendliche wenden sich an die Hilfsangebote. Aus muslimischen, christlichen oder einfach sehr konservativen Familien. Für die immer häufiger betroffenen Jungs gebe es derzeit kaum Ansprechpartner: "Uns fehlen Beratungsstellen, die gerade für die Zielgruppe der jungen Männer und der Jungs Hilfeangebote machen und auch Unterbringungsmöglichkeiten anbieten", sagt Koch-Knöbel.


Der RBB berichtet.

Ehrlich, Zwangsehen treffen "immer häufiger auch Jungs"? Bisher wurden also vorwiegend Mädchen miteinander zwangsverheiratet? Bezeichnend ist, dass es erst einen Schwulen brauchte, damit deutsche Leitmedien über dieses Thema berichten. Die Schwulenlobby ist nun mal bereits stark, was ihren Einfluss in die Medien angeht, die Lobby heterosexueller Männer nur schwach. (Natürlich überschneiden sich die Anliegen beider Gruppen häufig.)

Die Welt kommt ebenfalls auf diese Problematik zu sprechen:

Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann hat auch ein Anliegen. "Wir brauchen dringend Hilfsangebote für Jungen und junge Männer", sagt sie der "Welt". Die Geschichte von Nasser zeige, wie groß der Handlungsbedarf ist. Für Mädchen und junge Frauen in Not gebe es seit langem Angebote. "Für Jungs gibt es keine Anlaufstelle, die sind auf sich selbst gestellt", sagt Herrmann.


Also die alte Geschichte: Es müsste mehr für Männer getan werden. Und wenn sich eine soziale Bewegung herausbildet, die genau dafür eintritt, heißt es in unseren Medien: Auf sie mit Gebrüll!

Arbeitgeber fürchten Schwesigs nächsten Streich

Wie unter anderem Sabine Menkens in der "Welt" berichtet, hat sich Frauenministerin Manuela Schwesig nach dem Durchknüppeln der Frauenquote ein Gesetz vorgenommen, das das vermeintliche Gehaltsgefälle zwischen Frauen und Männern angehen soll. Wirtschaftsexperten sehen die Sache skeptisch:

Tatsächlich zweifeln auch Ökonomen daran, dass ein Entgeltgleichheitsgesetz, wie von Schwesig geplant, etwas an den strukturellen Unterschieden in der Bezahlung zwischen Frauen und Männern ändern kann. Denn nur ein geringer Teil der statistisch gemessenen Lohndifferenz von 22 Prozent ist tatsächlich durch Diskriminierung begründet.

Der Großteil, nämlich 15 Prozentpunkte, geht darauf zurück, dass Frauen im Durchschnitt weniger Stunden arbeiten als Männer, dass sie häufig schlechter bezahlte Berufe ergreifen und seltener in Führungspositionen tätig sind. Doch selbst die Restgröße von sieben Prozent sei nicht pauschal mit einer Diskriminierung von Frauen zu erklären, sagt Christina Boll, Forschungsdirektorin am Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI). Sie forscht seit Langem zur Geschlechterdifferenz bei der Bezahlung und hat ein ganzes Bündel von Ursachen ausgemacht, die zu der unterschiedlichen Einordnung von Frauen und Männern führen.

(...) Zu glauben, man könne mit einem "Equal Pay"-Gesetz aber tatsächlich erreichen, dass "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" gezahlt wird, hält Boll jedoch für eine Illusion. "Es gibt diese Vergleichbarkeit nicht, weil jeder mit unterschiedlichen Hintergründen ins Unternehmen kommt. Jeder hat andere Erfahrungen, jeder bringt andere Fähigkeiten mit als der Nachbar, die Produktivität ist sehr unterschiedlich ausgeprägt." "Gleiche Arbeit" gesetzlich zu definieren, sei deshalb schlichtweg vermessen, meint Boll. "Man kann Unvergleichbares nicht vergleichbar machen."


Was vor 14 Jahren noch als wirrköpfige Ketzerei galt, als ich es 2001 in meinem Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" erklärte (es gibt keine massive Gehaltsdiskriminierung zu Lasten von Frauen), ist endlich in unseren Leitmedien angekommen.

Lesermail (Schwedische Kinder in Isolationshaft)

Einer meiner Leser schreibt mir:

Ich bin via Fefe auf diesen Spiegel Bericht gestoßen: "Schweden steckt Kinder und Jugendliche in Isolationshaft"

Kurzzusammenfassung: Die UNO hat Schweden wegen den Haftbedingungen für Jugendliche gerügt, aber es ist nichts passiert.

Soweit der ganz normale alltägliche Wahnsinn.

Was mir aber beim Lesen aufgefallen ist:

1. Es wird nur der neutrale Begriff "Jugendliche" oder "Kinder" verwendet

2. Es wird ein Beispiel genannt, ein Junge.

3. Es ist Schweden, du weisst schon das Gender-Feminismus-Wunder-Land.

Anders ausgedrückt: ich würde glatt Wetten annehmen, dass diese Sonderbehandlung ausschließlich (oder fast ausschließlich) einem Geschlecht zuteil wird.

Da ich noch nicht wirklich mehr dazu gefunden habe außer der offiziellen Webseite des Kinder-Ombudsmann, würde ich dich bitten, ob du nicht in deinem Blog Fragen könntest, ob es Leser mit schwedisch Kenntnissen gibt, die vielleicht mehr herausfinden können?

Litauen will Kriegsdienst für Männer reaktivieren

N-tv berichtet:

Litauen will wegen der Krise in der Ukraine vorübergehend wieder die Wehrpflicht einführen. "Wir müssen die Verteidigungskapazitäten des Landes stärken", sagte Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates in Vilnius. In den kommenden fünf Jahren sollen rund 3500 junge Männer eine neunmonatige Grundausbildung machen.


A Voice for Men ergänzt:

Women are also totally exempt from the obligation of fulfilling what President Dalia Grybauskaitė called "the duty and honor of every citizen".


Parallel zu diesen Entwicklungen schreitet die feministische Propaganda von kriegsgeilen Männern und davon, dass weibliche Herrscher die Welt viel friedlicher machen würden, weiter voran.

Telegraph: "Es ist die Gesellschaft und nicht die Biologie, die vor allem Männer in den Selbstmord treibt"

Around thirteen men in the UK will kill themselves today, and the male suicide rate is at a 14-year high. Is it time to accept that society has become dangerously hostile to men


Wie ich ja schon oft gesagt habe: Die britische Presse ist bei Männerthemen deutlich weiter als die deutsche.

Camille Paglia: "Das läuft schief im aktuellen Feminismus"

Die feministische Professorin für Kulturwissenschaft Camille Paglia erklärt in einem aktuellen Interview, was sie am Feminismus der Gegenwart kritisch sieht:

After the great victory won by my insurgent, pro-sex, pro-fashion wing of feminism in the 1990s, American and British feminism has amazingly collapsed backward again into whining, narcissistic victimology. As in the hoary old days of Gloria Steinem and her Stalinist cohorts, we are endlessly subjected to the hackneyed scenario of history as a toxic wasteland of vicious male oppression and gruesome female suffering. College campuses are hysterically portrayed as rape extravaganzas where women are helpless fluffs with no control over their own choices and behavior. I am an equal opportunity feminist: that is, I call for the removal of all barriers to women's advance in the professional and political realms. However, I oppose special protections for women, which I reject as demeaning and infantilizing. My principal demand (as I have been repeating for nearly 25 years) is for colleges to confine themselves to education and to cease their tyrannical surveillance of students' social lives. If a real crime is committed, it must be reported to the police. College officials and committees have neither the expertise nor the legal right to be conducting investigations into he said/she said campus dating fiascos. Too many of today's young feminists seem to want hovering, paternalistic authority figures to protect and soothe them, an attitude I regard as servile, reactionary and glaringly bourgeois.

Mittwoch, Februar 25, 2015

Endlich: Seriöse Studie über Feminismus und Maskulismus online

Bisherige als "Expertisen" oder "Studien" herausgegebene Texte über die Männerrechtsbewegung (den Maskulismus) krankten daran, dass sie hochparteiisch aus der Sicht des feministischen Gender-Lagers gestaltet waren und insofern erkennbar vor allem dazu dienen sollten, die Männerrechtsbewegung zu verunglimpfen und zu dämonisieren. Insofern überraschte es nicht, dass anerkannte Wissenschaftler mit den Verfassern solcher Schriften hart ins Gericht gingen: Beispielsweise wurde Thomas Gesterkamp zu Recht die gefährliche Verniedlichung von Rechtsextremismus vorgeworfen und Hinrich Rosenbrocks Kampfschrift, die allen Ernstes eine Abschlussarbeit in den Genderstudien darstellte, als komplett unwissenschaftlich zerpflückt. Auch ein ähnlich ideologisch aufgeladener Text von Robert Claus erwies sich in einer Analyse als armselig bis hin zur Peinlichkeit.

Über derartige Abenteuerlichkeiten hat Genderama immer wieder berichtet. Eine seriöse wissenschaftliche Analyse, die Feminismus und Maskulismus einander vergleichend gegenüberstellte und nicht nur aus dem Genderlager als Munition für das Genderlager geschaffen wurde, stand lange Zeit aus.

Bis heute. Heute Mittag ging eine Pressemitteilung heraus, die auf eine Pressekonferenz des Club of Vienna am 5. März hinweist, wo die von Johannes Meiners und Christine Bauer-Jelinek erstellte Studie "Die Teilhabe von Frauen und Männern am Geschlechterdiskurs und an der Neugestaltung der Geschlechterrollen - Entstehung und Einfluss von Feminismus und Maskulismus" vorgestellt wird. Diese Studie ist sowohl als Kurzfassung wie auch als Langfassung online einsehbar.

Johannes Meiners ist ein deutscher Politikwissenschaftler, zu dessen Forschungsschwerpunkten die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Geschlechterverhältnis ebenso zählen wie die normative Kritik an der gegenwärtigen Geschlechterpolitik mit dem Fokus auf Lebenslagen von Männern. Er ist Mitglied von Manndat e. V., Agens e. V. und dem Forum Soziale Inklusion e.V. Christine Bauer-Jelinek ist Wirtschaftscoach, Psychotherapeutin und Sachbuchautorin in Wien. Sie machte geschlechterpolitisch zuletzt durch ihr Buch Der falsche Feind – Schuld sind nicht die Männer auf sich aufmerksam.

Im Vorwort der Studie erklärt Hermann Knoflacher, Präsident des Club of Vienna: "Dass die Auswirkungen des Feminismus – und in jüngerer Zeit auch des Maskulismus – wichtige Themen der Sozialwissenschaften sind, steht außer Zweifel." In der Einleitung der Studie machen ihre Verfasser darüber hinaus deutlich, dass sie mit der im Genderlager betriebenen Frontstellung wenig anfangen können:

Diese Studie hat den Anspruch, das Ausmaß der Selbstverwirklichung und der Durchsetzung von Interessen in den betrachteten einzelnen Lebensbereichen aus der Sicht BEIDER Geschlechter zu analysieren. Wir bemühen uns um eine differenzierte Einschätzung und folgen nicht dem heute oft verwendeten Muster "Männer sitzen an den Hebeln der Macht – Frauen werden seit Jahrhunderten unterdrückt". Dabei gehen wir von der Tatsache aus, dass zwar nach wie vor auch in unserem Kulturkreis wesentlich mehr Männer über öffentliche Macht verfügen als Frauen, dass jedoch gleichzeitig wesentliche Problemlagen der Männer nur wenig Resonanz finden.

(...) Ein Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, "Vermessungen" für die "Landkarte der Benachteiligungen und Bevorzugungen von Frauen und Männern" vorzunehmen, um in weiterer Folge ein komplexes Bild von der Teilhabe der Geschlechter an der Macht zeichnen zu können. Wenn nämlich Männer nur Politik für Männer machten und Frauen Politik für Frauen, dann wären die Spaltung der Gesellschaft und Grabenkämpfe um Ressourcen unvermeidlich. Wir sind jedoch der Überzeugung, dass es eine gemeinsame Anstrengung beider Geschlechter braucht, um brauchbare Lösungen für die schwerwiegenden Probleme unserer Gesellschaft – beispielsweise Wirtschaftskrise, Demographie und Klimawandel – zu entwickeln und umzusetzen. Unsere Hoffnung ist daher, dass die Ergebnisse dieser Arbeit sowohl für den politischen als auch den zivilgesellschaftlichen Diskurs neue Impulse liefern werden.


In ihrer Analyse der feministischen Bewegung gehen die Autoren sachlich auf deren aktuellste Phänomene wie Femen und den #Aufschrei ein und erklären aufgeladene Begriffe und Stigmawörter wie den Staats-, den Elite-, den Allmachts- und den Verdammungsfeminismus, ohne im semantischen Kampf selbst Partei zu ergreifen:

Von radikalen Maskulisten wird manchmal auch der Begriff Feminazi als Beleidigung von FeministInnen verwendet. Damit rücken sie diese in die Nähe von Nationalsozialismus, Faschismus und Totalitarismus. Häufig sind die Adressaten dieser Bezeichnung allerdings selbst ähnlich radikal.


(Statt "Adressaten" müsste hier natürlich "Verwender" stehen.)

Auch Begriffe aus dem Geschlechterkonflikt, wie er in den Neuen Medien geführt wird, also etwa "Rape Culture", "Manspreading", "Masku-Troll" und "Male Tears", werden in diesem Kapitel erklärt. Kuriose Auswirkungen der aktuellen Gleichstellungspolitik und Fragwürdiges im Bereich der Genderstudien behandelt ein eigenes Unterkapitel.

Das Kapitel "weiblicher Antifeminismus", in dem unter anderem Birgit Kelle vorkommt, zieht ein bemerkenswertes Fazit:

Die Recherche der weiblichen antifeministischen Strömungen zeigt auf, dass diese überwiegend aus dem konservativen bis politisch rechten Lager kommen, während sich links der Mitte von der Sozialdemokratie über Grüne bis hin zu Linken und Kommunisten der Feminismus vor allem radikalisiert. Ein antifeministischer linker Flügel wie bei den Männern (siehe Arne Hoffmann, Maskulismus, nächstes Kapitel) konnte bei den Frauen nicht gefunden werden.


(Ich stelle allerdings die Positionen einzelner linker Feminismuskritikerinnen in meinem Buch "Plädoyer für eine linke Männerpolitik" vor.)

Im Kapitel über Maskulismus heißt es zutreffend:

Maskulistisch zu sein, bedeutet (...) wesensimmanent, sich antisexistisch zu orientieren und jede Form der Diskriminierung und Herabsetzung aus geschlechtlich-sexuellen Gründen zu bekämpfen. VertreterInnen des Maskulismus sind bestrebt, die mittlerweile beengende Konzentration des Feminismus auf die Belange der Frauen zu beenden und das Geschlechterverhältnis zu einem neuen Gefüge zu erweitern.

(...) Die überwiegende Mehrzahl der AktivistInnen der Männerrechtsbewegung, auch der expliziten AntifeministInnen, erkennt die Ergebnisse der ersten beiden Wellen der Frauenrechtsbewegung an. Menschen, die polarisieren oder polemisieren, gibt es indes naturgemäß auch in der Geschlechterdebatte, und zwar in allen Lagern.

(...) Die Einstellung des Maskulismus zum Feminismus bedarf somit einer differenzierten Betrachtung: MaskulistInnen ziehen wesentliche Erfolge der Frauenbewegungen – wie das Wahlrecht, das Recht auf Bildung und Erwerbstätigkeit oder die Gleichberechtigung in der Familie – keineswegs in Zweifel, auch weil diese Errungenschaften ihren eigenen Grundwerten entsprechen. Für MaskulistInnen ist es zweitrangig, durch welche Geisteshaltungen Diskriminierungen von Männern entstehen oder ausgeübt werden. Das Ziel ist vielmehr deren Beseitigung.


Im weiteren Verlauf erwähnt dieses Kapitel nach einem historischen Abriss über die Entwicklung der Männerbewegung in Deutschland von 1890 bis hin zum Maskulismus der Gegenwart auch die aktuellen Initiativen wie MANNdat, AGENS und so weiter:

Die genannten Vereine pflegen ihre Webseiten intensiv und kommunizieren vor allem über die Sozialen Medien. Dazu kommt eine Vielzahl von Bloggern, die immer zahlreicher und qualitativ besser werden. Beispielhaft hierfür sind: Science Files (Michael Klein/Heike Diefenbach), man tau (Lucas Schoppe), Frankfurter Erklärung (Günter Buchholz), danisch.de (Hadmut Danisch), monika-ebeling.de (Monika Ebeling), mann-o-man (Michael Baleanu) und Alles Evolution (Christian Schmidt). Diese Blogger fungieren gemeinsam mit den genannten Vereinen als Motoren der gesamten Bewegung. Das gilt in besonderem Maß für die Arbeit des Autors und Bloggers Arne Hoffmann und dessen Plattform "Genderama". Täglich stellt Hoffmann ein Panorama – gewissermaßen eine Art Pressespiegel – zu sämtlichen relevanten Fragestellungen und Problematiken rund um das Verhältnis der Geschlechter auf der Basis eines (abgesehen von der Geschlechterpolitik) politisch linken Weltbildes zusammen. Auch Hoffmanns Buch "Sind Frauen die besseren Menschen?", das 2001 nach langer Verlagssuche erschienen ist, gilt als Pionierveröffentlichung des deutschsprachigen Maskulismus. Gemeinsam mit Hoffmanns 2007 erschienenen "Männerbeben: Das starke Geschlecht kehrt zurück" gilt es als einschlägiges Standardwerk.


Die Parenthese "abgesehen von der Geschlechterpolitik" klingt womöglich missverständlich: Natürlich entspringt auch die Behandlung von Geschlechterpolitik auf Genderama politisch linken Idealen; ich bin ja z.B. kein Vertreter der Frauen-an-den-Herd-und-Männer-ins-Bergwerk-oder-an-die-Front-Fraktion. Allerdings thematisiere ich auf Genderama kontinuierlich, dass die von linken Parteien betriebene Geschlechterpolitik nur noch wenig mit urlinken Idealen zu tun hat. Genau das macht die Studie deutlich, wenn sie auf den folgenden Seiten konservative und progressive Männerrechtler einander gegenüberstellt:

Konservative Maskulisten präferieren und protegieren oftmals den Habitus des "starken" Mannes auf der Basis "natürlicher" Geschlechterunterschiede (siehe auch "Differenzfeminismus"). Reale Rollenverhältnisse sollen dieses Bild widerspiegeln: Männer führen, versorgen und verteidigen, während Frauen sozial und fürsorglich sind und sich unterordnen. Zu den männlichen Tugenden zählen sie beispielsweise Härte gegen sich und andere, Mut und Innovationskraft, eine Ausrichtung an Autoritäten und Hierarchien, Über-und Unterordnung unter Akzeptanz von Konkurrenz und Gewalt (siehe die klassischen Rittertugenden wie Demut, Würde, Höflichkeit, Tapferkeit, maßvolles Leben, Beständigkeit, Treue ...).

Progressive Maskulisten hingegen orientieren sich an emanzipatorischen Werten wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Partizipation: Sie möchten Männer von Rollenerwartungen befreien, die sie als "Korsett" verstehen und nachwachsenden Generationen gesellschaftlich mehr Gestaltungsspielraum für ihre Lebensentwürfe verschaffen, so wie das bei Frauen bereits heute der Fall ist. Im Zentrum stehen Selbstbestimmung und Optionalität unabhängig vom biologischen Geschlecht, ohne die daraus resultierenden Dispositionen, Interessen, Fähigkeiten und Prioritäten zu missachten.

(...) Derartige Zuordnungen (konservativ versus progressiv) können allerdings kaum parteipolitisch verstanden und verortet werden. Denn erstens ist der Maskulismus eine parteiübergreifende Bewegung, und zweitens kritisieren gerade progressive Männerrechtler vielfach die erhebliche Diskrepanz zwischen einer in ihrem Verständnis nach fortschrittlichen Haltung und der gegenwärtigen Politik link(sliberal)er Parteien, die ja in ihrer Selbstdefinition ebenfalls progressiv sind. Sie fragen sich, wie latent gelebter Männerhass, vermeintliche Gleichstellungspolitik und die Quotierung finanziell lukrativer Positionen (siehe Aufsichtsräte) zugunsten einer ohnehin privilegierten weiblicher Klientel als fortschrittlich ausgegeben werden können, während die Soziale Frage der wachsenden Armut und der steigenden Arbeitslosigkeit oft kein entsprechendes Engagement erfahren.


Gängige Klischees und Unterstellungen, die gegen den Maskulismus ins Feld geführt werden, analysiert und widerlegt ein weiteres Kapitel. Als Wortführer solch kruder Polemik nennt die Studie sinnvollerweise Thomas Gesterkamp und Hinrich Rosenbrock, wobei es ihr nicht schwer fällt, deutlich zu machen, wie wenig vor allem Gesterkamps Gepolter mit wissenschaftlicher Sachlichkeit zu tun hat. ("Thomas Gesterkamp vergleicht Maskulisten mit Nationalsozialisten, Faschisten, Antisemiten und Reaktionären – als 'Frauenfeinde' betrachtet er sie ohnehin.") Dieses Kapitel endet mit dem Absatz:

MaskulistInnen weisen auch darauf hin, dass Rosenbrock die betreffende Studie im Auftrag des (radikal)feministischen Gunda-Werner-Instituts verfasst hat, das mit der Heinrich-BöllStiftung (Bündnis ‘90/Die Grünen) verbunden ist. Ebenso, dass Thomas Gesterkamp in einem Naheverhältnis zur SPD-nahen, ebenfalls feministisch ausgerichteten Friedrich-Ebert-Stiftung steht. Sie fordern die Finanzierung von seriöser wissenschaftlicher Forschung und von Studien, die nicht vom feministischen Lager beauftragt werden. Deren Ergebnisse könnten einen wesentlichen Beitrag zur Versachlichung der Diskussionen leisten.


In ihrem Resümee zum Kapitel "Maskulismus" befindet die Studie:

Der Maskulismus hat hohe gesellschaftspolitische Ansprüche und ist KEINESWEGS mit dem Begriff Frauenfeindlichkeit zu synonymisieren. Feindschaft gegenüber dem anderen Geschlecht spielt bewegungsintern für die Arbeit der überwältigenden Mehrheit maskulistischer Aktivisten keine Rolle. (...) Weltanschaulich besteht bei den Männerrechtlern große Vielfalt: So engagieren sich VertreterInnen nahezu aller politischen Grundhaltungen von sozialistisch über linksliberal und bürgerlich bis hin zu dezidiert konservativ oder gar rechtsaußen.

(...) Im Wesentlichen gilt das weltanschauungsübergreifende Interesse der Männerbewegten dem Einsatz für eine neue Perspektive auf das Geschlechterverhältnis, welche Männer ebenfalls mit Empathie bedenkt und ihre geschlechtsspezifischen Bedürfnisse in die Überlegungen einschließt. Aus Sicht der meisten Aktivisten bedarf es hierfür einer wesentlich stärkeren Fokussierung auf die Bedürfnisse deklassierter Menschen einer Gesellschaft (Obdachlose, Strafgefangene, Langzeitarbeitslose, Suchtkranke, Vereinsamte), die fast überall und in der Mehrzahl Männer sind. Dazu müsste die Erforschung männlicher Lebenslagen aus der Dominanz des feministischen Paradigmas und der arithmetischen Gleichstellungsorientierung gelöst sowie in größerem Ausmaß finanziert werden. Daraus resultierende Ergebnisse sollten zu eigenständigen Empfehlungen an die Politik genutzt werden, die alle Maßnahmen in unterschiedlichen Lebensbereichen nicht nur für Frauen evaluieren dürfte, sondern der ursprünglichen Intention des Konzepts von Gender-Mainstreaming folgend für beide Geschlechter.

Zu den übergeordneten Zielen des Maskulismus gehört, den Patriarchatsbegriff aus seiner negativen Konnotation zu lösen und auf seine historische Bedeutung hin zu untersuchen. Ebenso soll der latente Männerhass überwunden und die (vermutlich mehrheitlich vorhandene) Ablehnung der Gleichstellungspolitik von breiten Schichten der Gesellschaft in die Wahrnehmung der Entscheidungsträger gebracht werden, um ein geschlechtergerechteres Bewusstsein zu schaffen.

Bewegungsintern wird heftig debattiert, auf welche Weise man effektiv Einfluss nehmen kann. Ein erster Schritt wäre, Geschlechterthemen auch aus männlicher Perspektive objektiver und unvoreingenommener diskutieren zu können, als dies zurzeit der Fall ist.


Abgerundet wird die Studie durch einen Serviceteil, der z.B. sowohl auf feministische wie auf maskulistische Websites und Initiativen hinweist. Zur besseren Übersicht gehört hierzu auch eine politische Einordnung der verschiedenen Personen, Gruppen und Initiativen, die man gut verwenden kann, wenn gesterkampesk wieder einmal jemand die gesamte Männerrechtsbewegung pauschal mit ihren fragwürdigsten Vertretern gleichzusetzen versucht:

Rechts(extrem)-archaisch: WgvdL, de.altermedia.info, free-gender.de

Konservative: Richard Rohr, Thomas Fügner, IGAF, Familiennetzwerk Deutschland

Bürgerlich-Liberal: Österreichische Männerpartei (Hannes Hausbichler), VeV (Oliver Hunziker), Manndat e. V. (Andreas Krausser), Agens e. V. (Eckhard Kuhla), Michael Klein (Science Files), Hadmut Danisch (Blog)

Progressiv-Links: Arne Hoffmann (Genderama), Lucas Schoppe (man tau), Viktor Pölzl (freimann.at), Monika Ebeling (Blog), Gay West, Günter Buchholz (Frankfurter Erklärung), Warren Farrell, Walter Hollstein

Feministisch: Arbeitsgemeinschaft der Männerberatungsstellen und Männerbüros Österreichs (AMÖ), männer.ch (Markus Theunert), Bundesforum Männer (Michael Rosowski), Dissens e. V., CeiberWeiber.at, Margret Jansenberger (Grazer Frauenrat), Antje Schrupp, Thomas Gesterkamp (FES-Expertise), Hinrich Rosenbrock (GWI-Expertise), Robert Claus (FESExpertise), Raewyn Connell

Feminismuskritisch, aber ohne spezifische weltanschauliche Ausrichtung: Alles Evolution, Femokratie, Gabriele Wolff, Jungs und Mädchen, Schlusslicht, Täterinnen – Infopool gegen Frauengewalt, Erzählmirnix, Flussfänger, Achdomina


Genderama wird über die Resonanz, auf die die Studie stößt, und die Debatte, die sie hoffentlich auslöst, weiter berichten.

Martina Salomon: "Österreich ist sicher Gender-Weltmeister"

Die Unis überbieten einander in Frauenforschungs-Schwerpunkten. Gäbe es nicht langsam Lohnenderes?


Hier geht es weiter.

Die Folgen einer Falschbeschuldigung

In der Debatte um eine Rape Culture wurde von feministischer Seite das "Argument" vorgebracht, die eine oder andere Falschbeschuldigung oder Vorverurteilung eines Mannes sei nicht so tragisch und könne hingenommen werden, da damit ja lediglich kurzzeitige Unannehmlichkeiten verbunden seien.

Terry Brown und seine Partnerin sehen das womöglich anders.

Dienstag, Februar 24, 2015

Mathelehrerin bringt Schüler "das Sexmalsex bei"

Der Schweizer Blick berichtet, wie man halt so berichtet, wenn der Täter weiblich ist.

Sorgerecht: Nachbarn protestieren für jungen Vater

Im Streit um das Sorgerecht für ein Kind aus dem Landkreis Cuxhaven haben mehrere Menschen in Bremen demonstriert. Sie zogen mit Plakaten durch die Innenstadt. Hintergrund ist eine Behördenentscheidung. Nach dieser wurde dem jungen, erziehungswilligen Vater das Kind entzogen.


Radio Bremen berichtet.

Nachtrag: Auch die taz hat den Fall aufgegriffen.

Diskriminierung weiblicher Mitarbeiter: "Hillary Clintons Krieg gegen die Frauen"

Hillary Clinton portrays herself as a champion of women in the workforce, but women working for her in the U.S. Senate were paid 72 cents for each dollar paid to men, according to a Washington Free Beacon analysis of her Senate years’ salary data.

(...) Clinton herself has raised the issue, saying last year that there is still "more work to do," and that 20 years ago women made just "72 cents on the dollar to men" – a figure identical to the gender pay gap in her own Senate office.

(...) Mark Perry, an economic scholar at the American Enterprise Institute who has written extensively on the White House hypocrisy related to gender pay equality, said that the data on Clinton shows that she is guilty of the same hypocrisy.

"Politicians like Hillary Clinton and Barack Obama can’t have it both ways," Perry said. "They use raw, aggregate, unadjusted gender differences in pay and then claim that those pay gaps are the result of gender discrimination, like the 23 percent national gender pay gap in aggregate median income."

"They would then have to admit that they themselves are guilty of gender discrimination and have their own glass ceilings to explain, because they have gender pay gaps that are much greater than the average gender pay gap in Washington, D.C."

Perry said Clinton needs to either put an end to her rhetoric on the issue or admit that she too is guilty of gender discrimination.

"Either Clinton is guilty of gender discrimination and pays her female staffers significantly less than men, or she is guilty of statistical fraud for spreading misinformation about the alleged gender pay gap at the national level," he said.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Politikerin plante, Obama als "frauenfeindlich" zu brandmarken, falls er sie fallen ließ

Democratic National Committee Chairwoman Debbie Wasserman Schultz was prepared to go full force against President Obama if he tried to replace her in 2013.

Wasserman Schultz, according to Politico, was going to accuse Obama of being anti-woman and anti-Semitic — apparently to cover all the bases — if he dared consider replacing her as chairwoman.

Schultz was beginning to "line up supporters" to make the suggestion when she "sensed" Obama was considering removing her from the DNC.


Hier geht es weiter.

Patricia Arquette nach feministischem Plädoyer unter feministischem Beschuss

Eines muss man Feministinnen lassen: Sie rammen einem ihre Ideologie zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit ungefragt rein – zuletzt die Schauspielerin Patricia Arquette bei der Oscar-Verleihung:

And the "check your privilege" award goes to ... Patricia Arquette.

Arquette, whose net worth is $24 million, claimed Sunday night that women still don’t have equal rights in the U.S.

"To every woman who gave birth, to every taxpayer and citizen of this nation, we have fought for everybody else’s equal rights," Arquette said while accepting the Best Supporting Actress award at the Oscars. "It’s our time to have wage equality once and for all and equal rights for women in the United States of America."

(...) What rights don’t American women have? We can vote, have a career, obtain an education, own property, run for and hold political office — what is it that women can’t do, exactly?

And if Arquette is basing her claim on the gender wage gap, which shows that the average of all working women is less than the average of all working men (without controlling for occupation, education, experience or hours worked), then she’s perpetuating a false talking point.

The reason women on average earn less than men is not due to discrimination or a lack of equal rights, but because of the choices women make in what careers they take, what hours they work or whether they leave the workforce for children, among other things.

(...) Carrie Lukas, managing director for the conservative Independent Women’s Forum, released a statement refuting Arquette’s assumption that women do not have equal rights in America.

"Women can write their own story by carefully considering their options and the long-term impact of the choices they make about education, careers, specialties and the time they take out of the workplace," Lukas said. "Women may never catch up to men on average earnings — but if those difference[s] in pay are the result of purposeful choices that women are making based on their priorities, than that doesn't mean we all can't have our own happy ending."

Supporters of Arquette’s statement could say that she is just using her platform to advocate for those less fortunate than she. But telling people they don’t have equal rights when they do doesn’t help anyone — it in fact hurts the conversation.


Aber auch etwas anderes muss man Feministinnen lassen: Die arrogante Selbstgerechtigkeit, mit der sie ihre eigenen Unterstüzerinnen niedermachen, weil sie nicht radikal genug sind, ist beispiellos. Auch Patricia Arquette landete prompt im feministischen Shitstorm auf Twitter und in diversen Online-Artikeln. Und niemand beherrscht einen herablassenden Tonfall so gut wie das feministische Lager, beispielsweise Amanda Marcotte:

Arquette tried to use her win for Best Supporting Actress as an opportunity to speak out for wage equality, and, to be fair, her actual speech on the podium wasn't the worst thing ever. (...) A bit jumbled and shallow — ninth-grade debate club debut-ish — but her heart seemed to be in the right place. At least, Meryl Streep and J-Lo thought so.


Erfreulicherweise kann man sich bei Feministinnen darauf verlassen, dass sie mit genau diesem herablassenden und abkanzelnden Tonfall noch lange Zeit weitermachen – so dass sich jeder, der noch ein bisschen Selbstachtung besitzt, zweimal überlegt, ob er so eine Ideologie unterstützt.

"Die Krise der Männer wird sich nicht durch Antidepressiva lösen lassen"

There was much discussion recently about the rise in male suicide rates, after official figures published last week showed they were at their highest level since 2001. But one aspect of this has attracted little attention: the lack of support for men abused by their partners. In a poll of 130 Citizens Advice Bureaux workers, 63 per cent said it was easy to get help for women reporting domestic abuse, compared to 13 per cent for men.

It’s bad enough that men struggle to find help once they pluck up the courage to ask for it. But they are also less likely than women to look for support in the first place – and more likely to be disbelieved.

One example cited by bureaux staff involved a man suffering physical and emotional abuse, who was arrested and lost access to his children as a result. With so little specialist support around, many men are instead treated by their GPs with the only option available: antidepressants. It’s a recipe for fermenting a crisis of any kind, masculinity included: treat the symptoms, not the cause.


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Kampagne in Australien: "Mindestens eines von drei Opfern häuslicher Gewalt ist männlich"

Ich weiß zwar nicht, warum die Köpfe dieser Kampagne mit der Einer-von-drei-Statistik arbeiten, während zahllose Studien eine Gleichverteilung nahelegen, aber davon abgesehen ist das eine große Sache - und in Deutschland nach wie vor unvorstellbar.

Britische Richterin zu geschiedener Frau: Suchen Sie sich endlich einen Job und leben Sie nicht länger von Ihrem Mann!

A judge has told the ex-wife of a millionaire racehorse surgeon to get a job and stop thinking she has the right to be "supported for life" at his expense.

Lord Justice Pitchford said divorcees with children aged over seven should work for a living in a decision which signals an end to leisurely living for ex partners of wealthy spouses.

(...) Judge Lynn Roberts last year agreed that there was no good reason why Mrs Wright had not done a stroke of paid work in the six years since the divorce.

The judge criticised her for being "evasive on the subject of her own earning capacity".

"The world of work has innumerable possibilities these day ... vast numbers of women with children just get on with it and Mrs Wright should have done as well," the judge said.

(...) "The wife had done nothing since 2008 to look for work, retrain or to prepare herself for work.

"Judge Roberts did not accept any of the explanations put forward by the wife for her inactivity and ruled that it was important that she obey the order.

"She had harsh words for the wife for her complete failure to confront her obligation to contribute financially. She found the wife exaggerated her income needs.


Hier findet man den vollständigen Artikel. Während männliche Richter bei Unterhaltsprozessen vor Mitleid und Ritterlichkeit gegenüber Frauen zerfließen, solange ein anderer Mann die Zeche dafür zu zahlen hat, haben wir hier anscheinend eine Richterin, die dieser Ich-armes-Opfer-Rhetorik keine Chance gibt.

"Sexuelle Belästigung und Ansprechangst"

Wenn man Feministinnen folgt, dann leben wir in einer Gesellschaft, in der Frauen (und nur diese) permanent von Männern sexuell belästigt werden. Jede zweite Frau habe bereits sexuell übergriffiges Verhalten erlebt, und die Initiatorin der #Aufschrei-Kampagne, Anne Wicorek, behauptet sinngemäß, dass "viele" (also nicht alle) Frauen allein dadurch Widerstand leisten würden, einfach indem sie vor die Tür gehen und sich nicht zu Hause einbuddeln. Wir leben also in einer Kultur der sexuellen Belästigung, eine "Rape-Culture" eben, in welcher Frauen ständig unerwünschte Anmachen erfahren müssten.

Demgegenüber steht ein ganz anderer Sachverhalt: Nämlich das Phänomen der "Ansprechangst", welches Männer verspüren, die den Entschluss gefasst haben, attraktive Frauen, denen sie begegnen, "einfach" anzusprechen. Wobei der Begriff es nicht ganz trifft, denn Angst besteht ja nicht vor dem Ansprechen sondern vor einer potentiell verletzenden Reaktion der Angesprochenen. (...) Die Frage ist jetzt, welche Beobachtung oder Anklage stimmt nun? Ist es so, dass "die Männer" ständig sexuell belästigen würden, oder ist nicht eher doch so, dass die Ansprechangst dominiert?


Diese Frage erörtert aktuell Der Jüngling. Ich denke, bei der Beantwortung hilft eine Passage aus meinem Ratgeber Das Gesetz der Eroberung:

Allem feministischen Krakeelen zum Trotz: Männer sind weit überwiegend nicht zu forsch, wenn es darum geht, mit einer Frau Kontakt aufzunehmen, sondern im Gegenteil nicht forsch genug. Das fanden die Experimentalpsychologen Debra Walsh und Jay He-witt heraus, indem sie eine attraktive Frau in eine Cocktail-Lounge setzten und sie anwiesen, drei Formen unterschiedlichen Verhaltens zu zeigen:

1. besonders auffordernd: Dabei sah sie den Mann, mit dem sie eine Bekanntschaft wünschte, wiederholt an, stellte Blickkontakt her und lächelte.

2. auffordernd: Dabei stellte sie nur mit den Augen einen Kontakt her, ohne dabei zu lächeln,

und

3. spröde: Hierbei verzichtete sie sogar auf den Blickkontakt.

Das Ergebnis: Im ersten Fall wagten sich 60 Prozent der Männer an ihren Tisch, im zweiten Fall 20 Prozent und im dritten kein einziger. Anders gesagt: Volle 40 Prozent der körpersprachlich Angeflirteten ließen sich auch durch deutliche Signale nicht dazu bewegen, die unbekannte Schöne anzusprechen. Viele Frauen finden das nicht besonders toll – aber durch die ideologisch geschürte Sexismushysterie dürfte die männliche Unsicherheit und Zurückhaltung hierzulande eher noch stärker geworden sein.

Montag, Februar 23, 2015

Gutachter verreißen Gesetzentwurf zur Frauenquote

Der "antifeministische Hass" a la Anders Breivik ist offenbar weiter verbreitet, als mancher denkt:

"Verfassungswidrig" und "technisch schlecht" - so urteilen Experten, die der Bundestag beauftragt hat [über den Gesetzentwurf zur Frauenquote]. Sie befürchten Rechtsstreitigkeiten und Verzögerungen bei der Stellenbesetzung. Auch eine neue Männerquote weckt Zweifel.


Die Frankfurter Allgemeine berichtet von dem schweren Kampf gegen Frauenfeindlichkeit in Deutschland.

Südsudan: 89 Schuljungen von Bewaffneten verschleppt

Immerhin, mehrere Medien berichten inzwischen auch über männliche Opfer.

Irish Times: Emotionale Intelligenz ist nicht nur die Domäne eines Geschlechts

It’s wrong to assume men are some sort of inferior robotic beings who lack empathy, says Padraig O’Morain


und zwar hier.

Sonntag, Februar 22, 2015

BBC schließt Politiker aus Debatte über Europa aus, weil er keine Frau ist

The BBC refused to include UKIP Member of Parliament Mark Reckless in a debate on the European Union and the ongoing Greek crisis because he is not a woman. The party has said that it will not find a woman spokesman to replace Mr Reckless in the debate because that would be "crazy political correctness".


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Satire oder ernst gemeint?

Eine Passage zum Grübeln.

"Trotz Besuchsrecht sieht Vater seine Kinder nicht mehr – wie ist das möglich?"

Ein Mann steckt mitten im Scheidungskrieg mit seiner Noch-Ehefrau – und hat seit letztem Sommer seine Kinder nicht mehr gesehen. Damals war es zur Eskalation gekommen. Heute sagt er: "Ich komme mir vor, als ob ich entsorgt werden soll."


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Schockierend: Weibliche Geschäftsführer verdienen nur 258 Mal soviel wie ihre Angestellten

Warum ist eine Frauenquote im Mangement nach Ansicht vieler als linkes Projekt so wichtig? Darum:

Wow. We knew that gender inequality in America was bad, but according to an alarming new study, it’s actually much worse than anyone could’ve thought.

A recently released report from the U.S. Census Bureau revealed that female CEOs in America make a paltry 258 times what their average employee makes, while male CEOs make an average of 331 times more than theirs. That’s a pay gap of nearly 23 percent, which in dollar value — per median salary of U.S. CEOs — translates to an average disparity of $2.57 million, or enough to buy approximately 12 Aston Martins.

These numbers empirically prove that inequality is alive and well in the United States. It’s hard to fathom that in 2015, women who take the same cutthroat routes to the peak of the corporate ladder as their male peers are still only earning the commensurate income of a combined 258 subordinates. This means these women are being forced to get by on just $8 million to $9 million a year (and that’s before taxes!).

If true equality is ever to be achieved, then the wealth needs to funnel away from the pockets of the topmost male earners and into the offshore accounts of the women who are every bit as deserving. Why should male executives be able to afford five or six mountain estates across the world while their female counterparts are forced to make do with just four?

Share this article if you believe that gender discrimination is out of control and that female CEOs should be able to afford the same number of private jets and luxury yachts as male CEOs. It’s just what’s right.


(Tatsächlich macht diese Satire natürlich deutlich, warum eine Frauenquote im Management als linkes Projekt ein Witz ist.)

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Washington Post: Warum die Redefreiheit an Unis inzwischen bedroht ist

In einem aktuellen Beitrag für die Washington Post erklärt die Rechtsanwältin und liberale Publizistin Wendy Kaminer, vor dem Hintergrund welcher Ursachen Universitäten immer mehr zum Andreas-Kemper- und Hinrich-Rosenbrock-Land hysterischer Gesinnungswächter werden, während von der Leitideologie abweichende Meinungen dort unter massiven Beschuss geraten sind (hier einige Beispiele aus Deutschland):

Is an academic discussion of free speech potentially traumatic? A recent panel for Smith College alumnae aimed at "challenging the ideological echo chamber" elicited this ominous "trigger/content warning" when a transcript appeared in the campus newspaper: "Racism/racial slurs, ableist slurs, antisemitic language, anti-Muslim/Islamophobic language, anti-immigrant language, sexist/misogynistic slurs, references to race-based violence, references to antisemitic violence."

No one on this panel, in which I participated, trafficked in slurs. So what prompted the warning?

Smith President Kathleen McCartney had joked, "We’re just wild and crazy, aren’t we?" In the transcript, “crazy” was replaced by the notation: "[ableist slur]."

One of my fellow panelists mentioned that the State Department had for a time banned the words "jihad," "Islamist" and "caliphate" — which the transcript flagged as "anti-Muslim/Islamophobic language."

I described the case of a Brandeis professor disciplined for saying "wetback" while explaining its use as a pejorative. The word was replaced in the transcript by "[anti-Latin@/anti-immigrant slur]." Discussing the teaching of "Huckleberry Finn," I questioned the use of euphemisms such as "the n-word" and, in doing so, uttered that forbidden word. I described what I thought was the obvious difference between quoting a word in the context of discussing language, literature or prejudice and hurling it as an epithet.

Two of the panelists challenged me. The audience of 300 to 400 people listened to our spirited, friendly debate — and didn’t appear angry or shocked. But back on campus, I was quickly branded a racist, and I was charged in the Huffington Post with committing "an explicit act of racial violence." McCartney subsequently apologized that "some students and faculty were hurt" and made to "feel unsafe" by my remarks.

Unsafe? These days, when students talk about threats to their safety and demand access to "safe spaces," they’re often talking about the threat of unwelcome speech and demanding protection from the emotional disturbances sparked by unsettling ideas. It’s not just rape that some women on campus fear: It’s discussions of rape. At Brown University, a scheduled debate between two feminists about rape culture was criticized for, as the Brown Daily Herald put it, undermining "the University’s mission to create a safe and supportive environment for survivors." In a school-wide e-mail, Brown President Christina Paxon emphasized her belief in the existence of rape culture and invited students to an alternative lecture, to be given at the same time as the debate. And the Daily Herald reported that students who feared being "attacked by the viewpoints" offered at the debate could instead "find a safe space" among "sexual assault peer educators, women peer counselors and staff" during the same time slot. Presumably they all shared the same viewpoints and could be trusted not to "attack" anyone with their ideas.

How did we get here? How did a verbal defense of free speech become tantamount to a hate crime and offensive words become the equivalent of physical assaults?


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Samstag, Februar 21, 2015

Fiasko für Anita Sarkessian

Franziska Schutzbach ist beileibe nicht die einzige Feministin, die glaubt, in einem Frauen unterdrückenden Patriarchat zu leben, während sie für ihre radikale Polemik in den Leitmedien ein Podium erhält, das für Männerrechtler im deutschsprachigen Raum undenkbar wäre. (Und die offenbar nicht einmal im Ansatz wahrnimmt, wie enorm privilegiert sie damit ist.) Sie ist auch nicht die einzige Feministin, die versucht, Kritik an ihrer Ideologie als "Hass" zu verunglimpfen. Wesentlich bekannter als Schutzbach ist mit dieser Strategie Anita Sarkessian geworden, vor allem durch ihre Kampagne, die Gamer-Community als einen frauenfeindlichen Mob darzustellen. Auch Sarkessian erhält von den "Männermedien" engagierte Schützenhilfe – und erleidet trotzdem Schiffbruch:

On January 14th Anita Sarkessian made an appearance on ABC News show Nightline. This piece was supposed to be the beginning of the end of Gamergate.

Anita had only a few days earlier received a massive amount of financial support from Intel. It was more than enough to start a serious campaign to wipe Gamergate off the map. So assured were they that their victory was at hand that Brianna Wu went on her Twitter feed and for all intents and purposes declared the fight over and that they had already won. If anyone actually screen saved that tweet I’d really like to see it and share it again.

Possibly also emboldened by the fact that Anita was sounding the war trumpets a few other places Buzzfeed did it twice, Mother Jones, Daily Telegraph and Huffington Post all lined up to take runs at at the Mens Rights Movement or at Individuals in the movement. These hit pieces were soundly trashed in the comments sections.There were also more than a few people in the Gamergate crowd that were literally throwing in the towel before these articles and Anita’s Nightline story had even come out. There was just one problem with this though …

Someone forgot to tell the people in Gamergate that they were supposed to surrender without a fight!

A few did surrender most didn’t. They geared up and got ready for a online fight that may in my opinion may have struck the blow that might eventually cause the Anti Gamergate movement to eventually bleed out.

So with the advantage of armchair generals everywhere let’s take a look at what happened and why Gamergate won this round in a huge and spectacular way.


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Diese Lehre für Anita Sarkessian kann eine Lehre für sehr viele Feministinnen bis hin zu Franziska Schutzbach sein: Wenn ihr so starke Kontrolle über die Leitmedien habt, dass diese einzig und allein eure Seite darstellen, und euch die meisten Bürger trotzdem scheiße finden, dann macht ihr irgendwas ganz entschieden falsch.

Freitag, Februar 20, 2015

"Der abgrundtiefe Hass der Antifeministen"

In der Schweizer Tageswoche macht Franziska Schutzbach keine halben Sachen, wenn es darum geht, die Männerbewegung als Feindbild aufzubauen, und und Ideologiekritik in Sachen Feminismus durch rabiate Dämonisierungen abzuwehren. Wer in diesem Stil anderen Menschen "abgrundtiefen Hass" unterstellt, leistet in Sachen Projektionsarbeit Beachtliches.

Einige Auszüge des wegen seiner aggressiven, einpeitschenden Haudrauf-Rhetorik insgesamt lesenswerten Artikels:

Wer sich heute feministisch äussert, erntet nicht nur Gegenwind, sondern oft auch Hass. Ob im Internet, beim Nachtessen, an Universitäten oder im Parlament – die deutschen Soziologen Hinrich Rosenbrock und Andreas Kemper zeigen in Untersuchungen, dass der Antifeminismus offensiver geworden ist, bissiger, organisierter. Die Player reichen von Abtreibungsgegnern über Parteien, die Antifeminismus als Wahlprogramm entdeckt haben (zum Beispiel die AfD in Deutschland), Bürgerbewegungen (wie Pegida), christliche Organisationen (wie zukunft.ch), Kirchenvertreter (in der Schweiz Bischof Huonder) über Männerrechtsorganisationen und Journalisten bis hin zur besonders aggressiven Maskulistenszene im Internet (zum Beispiel Agens, MANNdat, WikiMannia, wgvdl).


Was an MANNdat und AGENS "besonders aggressiv" sein soll – wir werden es im Laufe des Artikels nie erfahren. Stattdessen konstruiert Schutzbach munter Verbindungen, wo keine sind:

Aber was ist Antifeminismus? Ein extremes Beispiel ist der rechtsradikale Attentäter Anders Breivik, der 2011 in Norwegen 72 Menschen ermordete.


Wir befinden uns hier auf dem Niveau von "Was ist Sozialismus? Ein extremes Beispiel ist der Nationalsozialist Adolf Hitler, der ..." Dass Schutzbach sich lediglich selbst als Fundamentalistin bloßstellt, wenn ihr zu einer kritischen Haltung gegenüber dem Feminismus, die vom Großteil der Bevölkerung geteilt wird, als erstes Massenmord einfällt, scheint ihr entweder gar nicht bewusst oder gleichgültig zu sein. Aber es geht sogar noch besser:

Dabei bringt die neue Opferposition für die Männerrechtler einige Schwierigkeiten, denn das Eingeständnis von Schwäche ist mit ihrem meist traditionellen Männlichkeitsideal nicht kompatibel.


Hier bekommt Franziska Schutzbach bei Ihrer Argumentation das logische Problem, dass sich die von ihr unterstellte Rechtslastigkeit der Männerbewegung nicht damit in Einklang bringen lässt, dass Männerrechtler über Erfahrungen von Benachteiligungen sprechen und eben nicht das für Rechte typische Bild des unerschütterlichen starken Mannes präsentieren. Wer mit der Vorstellung von Männern als Opfer massive Probleme hat, sind ja in Wahrheit die beiden "Soziologen" Kemper und Rosenbrock, die damit tatsächlich ein reaktionäres Männerbild vertreten. Schutzbach umgeht diese fehlende Logik in ihrer Argumentation damit, dass sie so tut, als sei dies ein Problem der Männerrechtler und nicht ihr eigenes, Feminismuskritik anders als "rechts" wahrzunehmen.

Der Schweizer Männerforscher Walter Hollstein schreibt vom "männlichen Niedergang" durch die Frauenbewegung. Meistens wird dabei das Bild einer Weltverschwörung lesbischer Akademikerinnen und Frauenbeauftragter suggeriert, die mit dem "Gender-Prinzip" an der Zerstörung der traditionellen Geschlechterrollen arbeiten, an der Schaffung eines "Frankenstein ohne Geschlecht" (BaZ) oder an einer Quote, die nichts anderes als eine "staatliche Umverteilung zulasten der Männer" sei (NZZ). Solche antifeministischen Parolen sind nicht neu. Bereits im europäischen Mittelalter veröffentlichte Christine de Pizan "Das Buch von der Stadt der Frauen", mit dem sie gegen antifeministische Haltungen schrieb.


Keine Frage: Die Nerven liegen inzwischen bloß im feministischen Lager. So einen herrlichen Rappel muss man erst mal hinbekommen, bei dem man den Professor für Soziologie und Gutachter des Europarates Walter Hollstein mit "einer Weltverschwörung lesbischer Akademikerinnen" in Verbindung bringt und Kritik an Menschenrechtsverletzungen wie der sexistisch diskriminierenden Frauenquote mit einer Schrift aus dem europäischen Mitelalter. Eine sachliche Diskussion scheint mit Vertretern der Genderstudien nach wie vor unmöglich zu sein. Jetzt wartet man nur noch auf einen Beitrag, der das Desinteresse eines Spice Girls am Feminismus mit den Hexenverbrennungen vor einigen hundert Jahren vergleicht. Frau Schutzbach, sitzen Sie schon dran?

Wegen Rape Culture: US-Studentinnen sollen Schusswaffen tragen

Spiegel-Online berichtet:

Jetzt meinen die Befürworter einer Uni unter Waffen ein gutes Argument gefunden zu haben: Weil das ganze Land derzeit über sexuelle Gewalt an Unis debattiert (...), lautet ihr Vorschlag: Gerade Studentinnen sollen sich mit Schusswaffengewalt besser gegen Übergriffe wehren können.


Klar, was könnte sinnvoller sein, als auf dem Campus Studentinnen mit Schusswaffen hochzurüsten, woraufhin Sexualverbrecher dasselbe tun dürften? Auch in Zeiten, in denen immer mehr dieser fiesen Männerrechtler die Hochschulen zu erobern drohen, will frau doch abwehrbereit sein können! Und was kann dabei schon schiefgehen?

Kommen wir zu unserer nächsten Meldung, die mit der vorhergehenden in keinerlei Zusammenhang steht ...

Professorin für Frauenrechte verhaftet, weil sie Partner am Valentinstag zusammengeschlagen haben soll

Campus Reform berichtet.

Studenten skeptisch, ob man mit Tanzen und Gedichten sexuelle Gewalt bekämpfen kann

Students at Columbia University aren’t too confident that the school’s new mandatory sexual respect education programs will curtail sexual assault on campus.

Columbia officially unveiled the required program on Wednesday. In order to register for classes or receive a diploma, students must fulfill one of five options by March.

One of the five options is an "arts option" where students can choose to write a poem or create a dance.


Hier geht es weiter.

Malte Welding vom Thema "Männer- und Väterrechte" überfordert

In seinem aktuellen Monatsrückblick berichtet Lucas Schoppe, wie der Berliner Publizist Malte Welding so einiges durcheinanderwirft, wenn er die Positionen von Männerrechtlern zu analysieren versucht.

Enthauptungen: Der Gender Gap, von dem niemand spricht

Welches Geschlecht haben eigentlich die Menschen, die von der IS enthauptet werden? Und warum liest man über DIESE geschlechtsbezogene Ungleichheit weder in unseren Zeitungen noch in regierungsamtlichen Broschüren?

"Spiked" sieht #Gamergate auf der Siegesstraße

Das Online-Magazin Spiked berichtet über die Erfolge der Gamer-Community, die sich gegen autoritäte Bestrebungen nicht zuletzt aus dem radikalfeministischen Umfeld immer öfter durchsetzen kann.

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