Mittwoch, Juli 30, 2014

Wikipedia: Unterdrücken und Blockieren II

Unser Kriegskorrespondent hat aus der Krisenregion Wikipedia Neues zu berichten.

Nicole Erdmann in Die Welt: "Sie will wirklich nur sein Geld"

Wenn Maskulisten darauf hinweisen würden, wäre mindestens eine neue "Studie" über Frauenfeindlichkeit und vermeintlich mangelnde Salonfähigkeit fällig, aber wenn es von einer Journalistin kommt, geht es durch:

In jeder Beziehung wird die Finanzfrage irgendwann zum Problem. Eine neue Umfrage legt den unromantischen Schluss nahe: Männer wollen Liebe, Frauen nur Geld.


Hier findet man den vollständigen Beitrag. Ein Beitrag, der die beste Erklärung dafür liefert, warum Männer Arbeitsbedingungen auf sich nehmen, die sie zu Spitzenverdienern machen, und Frauen nicht – woraufhin Frauen über Diskriminierung zu jammern beginnen.

Women-against-feminsism-Bewegung wächst weiter (Video)

MSNBC hat das Thema entdeckt. Weil es MSNBC-Idee ist – wir erinnern uns an den schrottigen Beitrag über die Männerrechtskonferenz in Detroit – hat man sicherheitshalber zwei Feministinnen für die "Diskussion" eingeladen und keine echte Kritikerin.

Feministin fordert Gender-Aufpasser in Blogs und anderen Medien

Wohin mit Leuten, die außer Gender nichts "gelernt" haben? Wie kann man diesen Ideologen noch mehr Macht verschaffen? Der Vorschlag des Tages:

Mein Vorschlag wäre, Blogs besser zu moderieren oder im schlimmsten Fall zu schließen. Es sollte immer auch eine Genderexpertin oder einen Genderexperten in den Medien geben. Dabei geht es nicht darum, eine "Gender-Polizei" einzurichten. Nein, es geht darum, dass Menschen, die auch eine entsprechende Ausbildung haben, die Entscheidung unterstützen, was sozial vertretbar und was eine Beleidigung oder Verletzung ist.


Hier findet man das vollständige Interview. Ich würde diese Dame eine blöde Kuh nennen, aber sie ist eine "Genderexpertin" und würde daher vermutlich durchschauen, dass das eine Beleidigung ist.

"Die Mär vom kriminellen Ausländer"

"Die deutschen Ureinwohner werden nach und nach von den muslimischen Horden abgeschlachtet" lautet eine von Akif Pirincci und seinem Lager gern verbreitete Angstphantasie, die junge männliche Zuwanderer zu Feindbildern erklärt. Die Fakten sehen anders aus.

"Im Land der gleichgeschalteten Medien"

Glaubt man dem Bild, das aktuell die Frankfurter Rundschau zeichnet, machen es die Brüllaffen sämtlicher Couleur vernünftigen Argumenten zunehmend schwer, Journalisten der Leitmedien davon zu überzeugen, dass sie tatsächlich viele Themen und Perspektiven unter den Tisch fallen lassen.

FAZ über Genitalverstümmelung bei Jungen: "Grausame Mutprobe"

Es war der elfte Tag seiner Initiation, an dem Asanda beinahe gestorben wäre. Seit drei Tagen hatte er kein Wasser mehr lassen können, und sein Penis sah aus wie ein faules Stück Fleisch. Dann schwollen seine Knie an, seine Beine. Asanda bekam Fieber. Er beklagte sich über heftige Schmerzen, doch die Gruppe beschimpfte ihn als „Mädchen“. Irgendwann verlor er das Bewusstsein, und als er wieder zu sich kam, lag er in einem Krankenhausbett. Daneben stand ein Arzt und brachte dem jungen Mann mühsam bei, dass er ihm gerade das Glied amputiert hatte.


Was man aber auf keinen Fall mit der Genitalverstümmelung von Frauen vergleichen sollte, weil das zynisch und menschenverachtend wäre. Nur Maskulisten und andere Krypto-Nazis tun so etwas ...

Hier findet man den vollständigen Artikel. Die FAZ greift damit ein vielfach tabuisiertes Thema auf, über das Genderama im Januar berichtet hatte.

The Hindu: "Die vielen Schattierungen von 'Vergewaltigung' in Indien"

Und wieder ein Artikel aus der Kategorie "für deutsche Leitmedien viel zu differenziert":

A six-month long investigation by The Hindu has revealed that the nature of reported sexual assault in Delhi is far more complex than earlier imagined. Among the key findings is that a third of all the cases heard during one year dealt with consenting couples whose parents had accused the boy of rape.

Over the last six months, The Hindu analysed all cases involving sexual assault that came before Delhi’s six district courts in 2013 - nearly 600 of them in all. The Hindu also interviewed judges who hear rape cases, public prosecutors who argue them, police officers who work on the cases, complainants, accused and their families, and women’s rights activists and lawyers. What emerges is a complex picture of the nature of sexual assault in the capital, a city that has come to be known as India’s "rape capital".


Hier geht es weiter.

Ein anderes Land, dasselbe Thema: New Zealand's Rape Culture Myth.

Beim "Freitag" ist Mann (und Frau) noch immer ahnungslos beim Maskulismus

Meine vor zwei Wochen getätigte Vorhersage, die Kampfschrift von Robert Claus gegen die Männerbewegung würde wohl von zahlreichen Medien aufgegriffen, hat sich bislang nicht bewahrheitet. Außer dem Neuen Deutschland hat sich jetzt immerhin der "Freitag" erbarmt, wo Gerhard Hafner komplett naiv jedes Statement aus der Kampfschrift übernimmt – und sei es noch so hanebüchen. Die beiden schönsten Passagen:

Solch unterschiedliche Stoßrichtungen kommen etwa bei den beiden Vereinen Agens und MANNdat zum Tragen. Während Ersterer die Entdeckung der männlichen Fürsorge betreibt, vertritt der andere Verein ein im Grunde rein traditionelles Männlichkeitsbild des harten Abenteurers.


Klar. Wem kommt, sobald er sich mit MANNdat beschäftigt, nicht sofort das Bild "harte Abenteurer" in den Sinn ..? Vermutlich schlägt sich nur Genderama noch kerniger durch die Wildnis.

Ebenfalls nett:

Der Verein "Väteraufbruch für Kinder" wurde noch vor vier Jahren in der Vorgängerstudie der Friedrich-Ebert-Stiftung von Thomas Gesterkamp in die Riege derjenigen Organisationen eingeordnet, die den "Geschlechterkampf von rechts" vorantreiben. Inzwischen ist der Verein aber Mitglied im Bundesforum Männer, in dem sich vor vier Jahren Organisationen zu einem "Interessenverband für Jungen, Männer und Väter" zusammengeschlossen haben.


Ja, so kommt's. Eben noch halbe Nazis, dann Teil einer staatlichen Organisation geworden, und puff! sind alle Hakenkreuze wie von Zauberhand verschwunden. Als ob sie nie dagewesen wären.

Unter den Kommentaren wurde anfänglich jeder kritische und nichtfeministische Beitrag versteckt und muss zum Lesen extra angeklickt werden. Hinweise auf eine "linke Männerpolitik", Genderzide mit tausenden von toten Männern und dergleichen? Aber wir wollen die "Freitag"-Leser doch nicht mit Fakten verwirren, die nicht ihrem Weltbild entsprechen! Das eifrige Zensieren führt zu dem ersten Eindruck, dass eine gewisse "Magda" das Wort führt, die dabei genau so orientierungslos durch den Nebel tappt wie Hafner, aber jedem erzählt, dass sie alles ganz genau durchschaut:

Das hier in einem Kommentar erwähnte "Plädoyer" Hoffmanns für eine linke Männerpolitik ist sehr umstritten und hat mit der Kaperung von Begriffen zu tun. Dazu kommt noch, dass nicht Arne Hoffmann dieses Manifest erstellt hat, sondern ein gewisser Wolfgang Wenger.


Damit das auch mal geklärt ist. Wisster Bescheid ...

Oder auch:

Die Verwendung des Begriffes "Genderzid" ist genau das, was sonst den Frauen andauernd vorgeworfen wird, es ist die Reklamierung einer Quotenregelung für den Opferstatus und reichlich zynisch.


Klar: auf tausende von Toten aufgrund einer sexistischen Politik hinzuweisen – wie zynisch und opferverliebt kann man sein?

Und schließlich noch einmal zu mir persönlich:

Der Mann ist einfach omnipräsent.


Noch arbeite ich daran.

Immerhin bekommt Magda von einem gewissen "Crumar" daraufhin recht scharf die Leviten gelesen. Zu dem Zeitpunkt, zu dem ich diesen Blogpost erstelle, schließt "Crumar" seine aufklärenden Worte gerade ab mit "Für diejenigen, die gemeinsam um einen größeren Kuchen kämpfen wollen ist der linke Maskulismus eine Bereicherung." Woraufhin ihm ein anderer Kommentator sehr zu Recht einen eindeutigen "Sieg nach Punkten" anerkennt. Und wir harten Abenteurer reiten in den Sonnenuntergang davon.

Dienstag, Juli 29, 2014

Liebe Feministinnen, darum seid ihr in Schwierigkeiten

The ongoing kerfluffle over the site #WomenAgainstFeminism, displaying selfies of a number of attractive young women who are all holding placards declaring why they don’t need feminism, has gone beyond the usual shame-and destroy tactics that the feminist establishment usually employ. Instead what has happened as these women quietly but publicly disagreed with the status quo ideology and dis-identified themselves as feminists is remarkable. Some have likened it to the feminist Berlin Wall crumbling, or an anti-feminist Arab Spring.

It is telling that it took young women rebelling against feminist ideology in a public sphere to get prominent (and obscure) feminists all over the world to listen – if only for a moment – to the same things that most folks in the Red Pill/MHRA/MGTOW/PUA/OMG community have been saying, some of us for decades. But when opinions that issue from the mouths of men are ignored or discounted simply because of our gender, when feminism refuses to engage in any meaningful dialog with those it purports to change, then its own unwillingness to participate in a debate it claims to want demonstrates the disingenuous nature of your ideology.

The shock and disgust displayed toward these young women by feminists is appalling. They are treated as vapid and ignorant, young, dumb, and desperately seeking male attention by those who would dismiss their well-articulated positions. The irony of this escapes not even the feminists, themselves. Some are even leaving their association with feminism.


Hier geht es weiter.

Auch Männer könnten profitieren: Feministinnen plötzlich "alarmiert" über Gleichstellungsgesetz

Wie Heide Oestreich in der "taz" unter der Überschrift Alle gegen die Quote berichtet, erhält das geplante Gleichstellungsgesetz des Bundes aus den verschiedensten Richtungen immer stärkeren Gegenwind. Sogar Feministinnen sind mittlerweile aufgeschreckt. Zwar klingt das neue Gesetz für das Wachstum ihrer Branche zunächst verheißungsvoll, denn wo im öffentlichen Dienst zuvor nur eine Stelle ab 100 Mitarbeitern eine Gleichstellungsbeauftragte bestellen muss, solle dies nach dem neuen Gesetzentwurf schon ab 50 Beschäftigten gelten. (Damit wären viele Frauen in Lohn und Brot, die nichts anderes "gelernt" haben als Gender.) Aber es zeigt sich auch ein unerwarteter Pferdefuss – wenn dieses Gesetz durchkommt, könnten davon auch die verhassten Männer profitieren!

So berichtet Oestreich, die Frauenbeauftragten des öffentlichen Dienstes seien "alarmiert", weil es in Paragraf 8 des Gesetzesentwurfes heiße: "Sind Frauen oder Männer in einzelnen Bereichen unterrepräsentiert, haben die Dienststellen und Unternehmen Zugehörige des jeweis unterrepräsentierten Geschlechts bei Einstellung, Anstellung, beruflichem Aufstieg und Vergabe von Ausbildungsplätzen bevorzugt zu berücksichtigen." Mit anderen Worten: Wo es zu wenig Männer gibt, hätten auch diese einen Anspruch auf Förderung. Das habe zunächst die Frauenbeauftragte des Frauenministeriums, Kristin Rose-Möhring, kritisiert – und inzwischen habe sich dieser Kritik der Arbeitskreis von etwa 150 Gleichstellungsbeauftragten der Bundesbehörden angeschlossen. Tenor der Kritik: Setze man sich in den betroffenen Bereichen für mehr Männer ein, bleibe für die eigentlich angestrebte Frauenförderung zu wenig Zeit.

Was ist eine Frau? Radikale Feministinnen und Transgender im Clinch

On May 24th, a few dozen people gathered in a conference room at the Central Library, a century-old Georgian Revival building in downtown Portland, Oregon, for an event called Radfems Respond. The conference had been convened by a group that wanted to defend two positions that have made radical feminism anathema to much of the left. First, the organizers hoped to refute charges that the desire to ban prostitution implies hostility toward prostitutes. Then they were going to try to explain why, at a time when transgender rights are ascendant, radical feminists insist on regarding transgender women as men, who should not be allowed to use women’s facilities, such as public rest rooms, or to participate in events organized exclusively for women.


Hier geht es weiter.

Montag, Juli 28, 2014

Deutscher Professor: "Frauen fahren immer brutaler"

Kurt Möser (59) ist Technikhistoriker am Karlsruher Institut für Technologie. In der «NZZ» erklärt der deutsche Professor, es seien nicht mehr vor allem die jungen Männer, die Rennen fahren. «Die Frauen holen auf!» Und: «Heute fahren immer mehr Frauen eng auf, sie fahren schneller und brutaler.»

Warum? «Das entspricht der allgemeinen Androgenisierung, also der Vermännlichung der Gesellschaft», erklärt Möser.


Ehrlich? Das Ergebnis von einem halben Jahrhundert Feminismus ist eine allgemeine Vermännlichung der Gesellschaft? Man möchte fast meinen, da wäre irgendwas schiefgelaufen ...

Hier findet man den vollständigen Artikel.

Kimmel über Männer: "Frauen zu schlagen ist kein Tabu"

Heide Oestreich von der Berliner "taz" hat sich – wenig überraschend – inzwischen auch auf den alten Männerhasser Michael Kimmel gestürzt, der dort immerhin, wie des öfteren in Interviews, nicht ganz so gruselig wirkt wie bei seinen Auftritten und in seinen Büchern.

Cannabisbesitz: die männliche Todesstrafe

Der folgende Gastbeitrag wurde von Luis Costa geschrieben. Ich selbst befürworte die zunehmende Legalisierung von Cannabisprodukten, allerdings immer mit dem Hinweis auf die möglichen Schädigungen durch übermäßigen Gebrauch, die ich in mehreren Büchern dargestellt habe.

Statistisch gesehen werden weitaus mehr Männer zum Tode verurteilt als Frauen - viele von ihnen bereits wegen vergleichsweise harmlosen Straftaten wie dem Schmuggeln von Cannabis. Länder wie Malaysien, Iran, Afghanistan, Burma, Somalia, Laos, Nigeria oder Singapur kennen den gegenläufigen Trend der USA noch nicht, wo nach und nach der Besitz und Konsum der pflanzlichen Droge entkriminalisiert wird. Ob Cannabis-Samen in der Hosentasche oder ganze Pflanzen auf Containerschiffen: Schmuggler könnten jederzeit in diesen Staaten ihr Leben an der Droge verlieren.

In den USA gilt die Kriminalisierung der Cannabiskonsumenten und -dealer als rassistisch, denn es werden hauptsächlich schwarze Bürger verurteilt. Global gesehen kann man hingegen von einer sehr stark männerfeindlichen Politik reden, denn verurteilt werden hauptsächlich Männer - bei den Todesstrafen fast ausschließlich.

Obwohl mittlerweile viele Staaten den Kampf gegen Cannabis aufgegeben haben (und die USA inmitten einer Welle der Legalisierungen steckt), steigt die Zahl der verhängten Todesstrafen weltweit. Der "War on Drugs", den die USA vor knapp 40 Jahren anzettelten, wurde von vielen Entwicklungs- und Schwellenländern übernommen, ohne auf die eigenen Konsumgewohnheiten im Land übernommen. Viele Völkergruppen wurden somit auch ihrer Traditionen beraubt und machen sich strafbar dabei, sie am Leben halten zu wollen.

Auch Ausländern auf Reisen, die keinen Einblick in die strenge Politik haben, können so schnell ins Visier der einheimischen Behörden kommen. Zuletzt wurde ein 21-Jähriger Brite mit 20 Gramm Marihuana in den Vereinigten Arabischen Emiraten erwischt und zum Tode verurteilt. Wie viel Unterstützung kann er sich von seinem Land erhoffen? Es gibt kaum Einblicke in die Abläufe und Schicksale derer, die im Ausland erwischt werden.

Dabei gilt Cannabis als sehr harmlose, nicht-tödliche Droge, die zu einem leichten Rausch führt. Sie ist nicht ohne ihre Gefahren; diese verblassen aber neben Alkohol- und Tabaknebenwirkungen. Mittlerweile steigt die Toleranz gegenüber der Pflanze und ihren nützlichen - vor allem medizinischen - Anwendungsbereichen. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Einstellung schnell verbreitet, denn ansonsten stehen viele Leben auf dem Spiel.

Women Against Feminism: These Bitches Crazy?

Nicht jeder Leser ist glücklich, wenn auf Genderama eine Riesenlatte englischen Textes präsentiert wird, aber Artikel wie dieser sind einfach zu göttlich, als dass man nicht ausführlich daraus zitieren sollte:

Every time I hear that we live under a "patriarchy," I close my eyes, click my heels, snap my fingers, and wish that it were true. But when I open my eyes, it’s obvious that men in the West are demoralized and in a pitiful state of disarray. Men have very little group consciousness, if any, these days. Conversely, it is quite clear that women are in a state of Peak Hive Mind and will eagerly devour the babies of any female who does not goosestep in lockstep with third-wave grrl-power feminism.

Or maybe it’s already the fourth or fifth wave. It’s hard to keep up. I’ve been hoping that sooner or later, one of these waves would have drowned them all. But alas, all my hope seemed in vain.

Then, suddenly, like a herd of silken-maned pink ponies galloping toward me in the distant horizon across great barren salt flats that have been scorched in the war between the sexes, comes a fledgling mini-movement calling itself "Women Against Feminism" to give me a fleeting, and perhaps ultimately false, sense of hope for the future of gender relations.

(...) Howard Bloom’s book The Lucifer Principle goes into great detail describing how social movements that initially claim to merely seek "equality" morph into insatiably power-hungry predatory super-organisms once their alleged oppressors are willing to grant them equal treatment. While those making the concessions may think they’re doing so in the name of "fairness," groups who are on the ascent tend to smell blood instead. Once even a semblance of "equality" is achieved, the mask falls off and it becomes a naked drive for power. They never seem sated by equality and keep moving the goalposts, ultimately becoming every bit as oppressive and intolerant as their former masters.

(...) It is no coincidence that modern feminists embody all of the character traits that cause "misogyny" in the first place. They see rape everywhere, consider penises no better than assault rifles, deride masculinity in all its manifestations (except when women act butch), and brook no dissent in their quest to shout down, shame, hunt, mock, malign, and even jail anyone who dares to dissent. This is especially true when it comes to other women. It’s a given that they hate men; but hell hath no fury like a radical feminist scorned by another woman.

Latter-day feminists—who are an entirely different and far more hostile breed than those of only a generation ago—will naturally deny that they seek anything beyond equality, but these squaws speak with forked tongue. If they cared even one lone curly pubic hair about equality, they wouldn’t openly pooh-pooh glaring statistical gender disparities in suicide, homelessness, education, prison sentencing, workplace deaths, custody disputes, spousal support, and longevity. They wouldn’t loudly deny the existence of false rape accusations and the currently unmentionable ubiquity of female violence toward men. They wouldn’t dub sexually aggressive women as "empowered" while slamming men who merely make suggestive comments as rapists.

They’ll bitch about a paucity of female physicists while overlooking a surfeit of female psychologists, nurses, social workers, and especially teachers. And you never seem to hear them complain that there aren’t nearly enough female coalminers, janitors, or sanitation workers.

They’ll even disingenuously claim that this illusory "patriarchy" harms men, too, which would make it a rather inept patriarchy, no? What’s the purpose of having a patriarchy in the first place if it doesn’t benefit men?

(...) Mein Gott, ’tis like a balm for my beleaguered, testosterone-addled soul to see all these egg-laying mammals who "get it." It’s like a splash of fresh female pheromones to behold women who have no problem with being women and with men being men. They see essential gender differences as a biological reality and not a false "social construct" that needs to be smashed beyond recognition. They realize that women are human and thus can be every bit as nasty as men. They don’t allow themselves to be frightened into silence by a small screeching cabal of power-crazed, gynocentric shrews with a clearly malicious anti-male "vagenda." They view men not as a born enemy but a potential dance partner. They understand that female happiness need not be predicated upon male misery.

So are these "Women Against Feminism" chicks crazy? No, not one tiny bit. It’s what they’re fighting that’s insane.


Hier findet man den vollständigen Beitrag Jim Goods. Da die Betreiber des Magazins sich freuen würden, wenn solche Beiträge auf deren eigener Website gelesen werden, weise ich zum Ausgleich darauf hin, dass diese Seite auch viele weitere spannende Artikel wie z.B. aktuell Deutschland, Deutschland enthält.

Und ja, das The Lucifer Principle gilt vermutlich auch für Maskulisten, wenn unsere Strömung jemals gesellschaftliche Macht erringen sollte. Wobei es einen beruhigt, dass bei einer der Blogparaden im Winter viele Männerrechtler erklärt haben, an einer durch und durch "maskulistischen Gesellschaft" wenig Interesse zu haben. Aber wenn ich nur einen weiteren Satz dazu schreibe, wird das ohnehin nur als Material für den aktuellen Flamewar zwischen den gemäßigten und den radikalen/fundamentalistischen Maskulisten verwendet, also breche ich hier besser ab.

Menschenrechtskommission verurteilt reine Frauenlisten für Top-Jobs als Diskriminierung

Wenn statt Frauen Männer diskriminiert werden – etwa durch die Frauenquote – gilt das als "positive Diskriminierung" und wird von den Machthabern in Politik und Medien begrüßt statt beanstandet. In Großbritannien jedoch hat es der Politiker Vince Cable jetzt etwas weit getrieben:

Vince Cable's attempt to use positive discrimination to get more women into the boardrooms of major companies has been thwarted by the Equalities and Human Rights Commission (EHRC), which has ruled out the use of all-female shortlists.

The business secretary had asked the equalities body to advise him on the legality of excluding men when trying to fill top City jobs as part of an effort to improve the gender balance in boardrooms.

Laura Carstensen, an EHRC commissioner, has issued new guidance which makes clear that using women-only shortlists is unlawful under equality law.

"It constitutes unlawful sex discrimination to select a person for a role because of their gender. The law does not permit positive discrimination when making an appointment or a promotion," the guidance said.

"However, the law provides scope for companies to address any disadvantage or disproportionately low participation on boards by enabling or encouraging applications from a particular gender, provided selection is made on merit."


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Sonntag, Juli 27, 2014

Wikipedia: Unterdrücken und Blockieren

Solange unser Korrespondent weiter über das Treiben der Ideologen in der Wikipedia berichtet, wird Genderama diese Berichte auch aufgreifen. Vielleicht schreibt ja mal wieder jemand ein Buch oder einen Artikel über diese Manipulation der bekanntesten Online-Enzyklopädie, dann hat er oder sie es so leichter beim Recherchieren.

Sieben Wege wie Schwarze Soziologie zeigt, was mit dem Feminismus nicht stimmt

Janet Bloomfield erklärt heute, warum es kein Zufall ist, wenn gerade Antirassisten auch Feminismuskritiker werden:

I’ve been a long time reader of prominent MHRM website A Voice for Men but even with over 4000 articles and bulletins I still find new stuff that makes my brain light up. Paul Elam reviewed a book by Howard University professor Joyce Ladner called The Death of White Sociology in which she describes a shift from white to black perspectives in sociology. What is really interesting is how in exploring the racist assumptions about black people, she creates a roadmap to understand how feminism demonizes men and treats them as a second, unworthy class of beings, unless certain conditions are met. Here are seven ways that black sociology shows what is wrong with feminism.

Lesermail (Wikipedia)

Einer meiner Leser schreibt mir:

Wie schnell wird man im Sinne "Fionas" für immer aus der deutschen Wikipedia gesperrt? Scheinbar sofort. Ein ideologisch nicht verdächtiger und ehemals fleißiger Nutzer mit fast 1500 erstellten Artikeln, die querbeet durch alle möglichen Bereiche gehen, hat einen kurzen Artikel zu Women Against Feminism geschrieben. Die erste, die sich darauf stürzte, war selbstverständlich "Fiona". Sie löschte und redigierte selbstverständlich sofort in ihrem Sinn.

Unglücklicherweise hat der Ersteller des Artikels sie bei vollem Namen genannt, weswegen er sofort (bzw. innerhalb von vier Minuten 9:53 Uhr bis 9:57 Uhr) auf Lebenszeit in der Wikipedia gesperrt wurde. Dem Nutzer selbst stört es nicht, da er seit eineinhalb Jahren eh nur noch sporadisch aktiv war. Aber neben der Sperre auf Lebenszeit ist interessant, was Fiona mit dem Artikel macht.


Offenbar besteht in der Wikipedia Konsens, dass ideologisch unliebsame Menschen namentlich attackiert werden dürfen, während die Heckenschützen selbst anonym bleiben müssen. Andernfalls könne man diese Heckenschützen am Ende noch zu einem verantwortungsvollerem Verhalten bewegen, und ihr Machtrausch wäre geringer.

Nachtrag: Aus dem entsprechenden Wikipedia-Eintrag wurde noch sehr viel mehr Missliebiges gelöscht.

taz gibt "Geilheitsmainstreaming" wenig Chancen

In der Berliner "taz" beschäftigt sich Peter Unfried mit der feministischen Klage über die Unsichtbarkeit älterer Frauen und zitiert dazu die Schriftstellerin Heike-Melba Fendel:

In ihrem FAZ-Blog hat sie sich mit "diesen an selbst diagnostizierter Unsichtbarkeit erkrankten Frauen" beschäftigt und der Frage, warum sie "nach Aufmerksamkeit selbst solcher Männer hungern, deren Pfiffe sie vormals peinlich berührten".


Über Feministinnen heißt es in diesem Zusammenhang:

"Die einzige Form, die sie gelernt haben, ist Anklage und Einforderung", sagt Fendel. "Das Drama ist, dass sich das nicht übertragen lässt auf den Bereich des Sexuellen und der Gefühle zwischen Mann und Frau." (...) Die Forderung, dass Männer gefälligst Frauen über fünfzig attraktiv zu finden haben, ist wirklich so putzig und menschenignorant, dass sie aus dem kommenden Wahlprogramm der Grünen sein könnte. Sie könnten es Geilheitsmainstreaming nennen. (...) Die ganze Sache sei ein Zeichen von Unreife. "Die postklimakterische Frau pflegt eine vorpubertäre Beleidigtheit."


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Samstag, Juli 26, 2014

Er wollte ein moderner Mann sein – nun droht ihm Altersarmut

Beim Deutschlandradio erfährt man, inwiefern die deutsche Wirklichkeit der allgemeinen Propaganda nicht gerecht wird.

Wie können wir befreundeten Männern, die vergewaltigt wurden, helfen?

It's highly likely that you know a man who has endured sexual violence. But you probably don't know it yet, and might never know.

One in 6 American men will encounter sexual abuse at some point in their lives. According to MaleSurvivor, a nonprofit that helps male survivors of sexual assault heal, after a man is raped, he doesn't tell anyone for, on average, 20 years. When he finally does, his courage is often met with derision, confusion, dismissal and even disbelief.

That makes it all the more important for people to understand how they can support of male survivors, if and when they decide to share their story.

When men share their stories of enduring sexual violence and rape, they are likely to hear remarks such as, "That can't happen to a man." These reactions, often rooted in ignorance rather than malice, contribute to doubt, shame, revictimization and depression. They often impede the survivor from seeking the much-needed professional help integral to the healing process.

In order to truly understand how to be supportive, one should search no further than the voices of men who've endured such painful, dehumanizing experiences.

Mic spoke with male survivors of sexual assault to solicit their recommendations for how friends and family members of victims can be supportive allies in the healing process. Their stories are multidimensional. They include assaults perpetrated by people from all walks of life, including men, women, strangers, family members, priests, friends and teachers. Some were assaulted as children, others as adults. They are sharing their stories in order to create a more compassionate and understanding climate for male survivors of sexual violence.


Hier geht es weiter.

Neues aus der Wikipedia

Unser Wikipedia-Korrespondent hat das Treiben der Ideologinnen in der Online-Enzyklopädie weiter im Blick.

Zur Umarbeitung der Wikipedia, so dass sie zur feministischen Legendenbildung beiträgt, passt ein Zitat des britischen Satirikers John Oliver:

The world's become so horrifying now. It's too easy to become cynical about things and that's not fair and it doesn't work. And in fact, there is hope for the world. And it is in the form of Wikipedia. Now Wikipedia will save us all. I found this out when recently a friend of mine emailed me and he said that someone had created a Wikipedia entry about me. I didn't realize this was true, so I looked it up. And like most Wikipedia entries, it came with some flamboyant surprises, not least amongst them my name. Because in it it said my name was John Cornelius Oliver. Now my middle name is not Cornelius because I did not die in 1752. But obviously, I wanted to be. Cornelius is an incredible name. And that's when it hit me - the way the world is now, fiction has become more attractive than fact. That is why Wikipedia is such a vital resource. It's a way of us completely rewriting our history to give our children and our children's children a much better history to grow up with. We seem to have no intention of providing them with a future. Let's at least give them a past. It is in a very real sense the least we can do.

Donnerstag, Juli 24, 2014

Fairer Artikel über Women Against Feminism im Magazin "Time"

The charge that feminism stereotypes men as predators while reducing women to helpless victims certainly doesn’t apply to all feminists—but it’s a reasonably fair description of a large, influential, highly visible segment of modern feminism.


So lautet der Teaser zu dem Artikel, in dem es weiter heißt:

The latest skirmish on the gender battlefield is "Women Against Feminism": women and girls taking to the social media to declare that they don’t need or want feminism, usually via photos of themselves with handwritten placards. The feminist reaction has ranged from mockery to dismay to somewhat patronizing (or should that be "matronizing"?) lectures on why these dissidents are wrong. But, while the anti-feminist rebellion has its eye-rolling moments, it raises valid questions about the state of Western feminism in the 21st Century — questions that must be addressed if we are to continue making progress toward real gender equality.


Anders als in vielen von feministischer Empörung getragenen Artikeln ("Kritik? An UNS?? Wie KÖNNEN sie es wagen?"), führt das "Time"-Magazin die berechtigten Kritikpunkte auf, die diese Frauen – und natürlich viele Männer – am modernen Feminismus haben:

Many others, however, say they repudiate feminism even though — indeed, because — they support equality and female empowerment:

"I don’t need feminism because I believe in equality, not entitlements and supremacy."

"I don’t need feminism because it reinforces the men as agents/women as victims dichotomy."

"I do not need modern feminism because it has become confused with misandry which is as bad as misogyny, and whatever I want to do or be in life, I will become through my own hard work."

Or, more than once: "I don’t need feminism because egalitarianism is better!"

Again and again, the dissenters say that feminism belittles and demonizes men, treating them as presumptive rapists while encouraging women to see themselves as victims. "I am not a victim" and "I can take responsibility for my actions" are recurring themes. Many also challenge the notion that American women in the 21st century are "oppressed," defiantly asserting that "the patriarchy doesn’t exist" and "there is no rape culture."

One common response from feminists is to say that Women Against Feminism "don’t understand what feminism is" and to invoke its dictionary definition: "the theory of the political, economic, and social equality of the sexes." The new anti-feminists have a rejoinder for that, too: They’re judging modern feminism by its actions, not by the book. And here, they have a point.


Der Artikel fährt mit Beispielen für die feministische Dämonisierung von Männern fort – Beispiele, die uns nur allzu bekannt sind, weshalb ich sie hier überspringe.

On the other hand, the charge that feminism stereotypes men as predators while reducing women to helpless victims certainly doesn’t apply to all feminists — but it’s a reasonably fair description of a large, influential, highly visible segment of modern feminism.

Are Women Against Feminism ignorant and naïve to insist they are not oppressed? Perhaps some are too giddy with youthful optimism. But they make a strong argument that a "patriarchy" that lets women vote, work, attend college, get divorced, run for political office, and own businesses on the same terms as men isn’t quite living up to its label. They also raise valid questions about politicizing personal violence along gender lines; research shows that surprisingly high numbers of men may have been raped, sometimes by women.

For the most part, Women Against Feminism are quite willing to acknowledge and credit feminism’s past battles for women’s rights in the West, as well as the severe oppression women still suffer in many parts of the world. But they also say that modern Western feminism has become a divisive and sometimes hateful force, a movement that dramatically exaggerates female woes while ignoring men’s problems, stifles dissenting views, and dwells obsessively on men’s misbehavior and women’s personal wrongs. These are trends about which feminists have voiced alarm in the past — including the movement’s founding mother Betty Friedan, who tried in the 1970s to steer feminism from the path of what she called "sex/class warfare." Friedan would have been aghast had she known that, 50 years after she began her battle, feminist energies were being spent on bashing men who commit the heinous crime of taking too much space on the subway.

(...) A true equality movement would be concerned with the needs and interests of both sexes. It would, for instance, advocate for all victims of domestic and sexual violence regardless of gender — and for fairness to those accused of these offenses. It would support both women and men as workers and as parents.

Should such a movement take back feminism — or, as the new egalitarians suggest, give up on the label altogether because of its inherent connotations of advocating for women only? I’m not sure what the answer is. But Women Against Feminism are asking the right questions. And they deserve to be heard, not harangued. As one of the group’s graphics says: "I have my own mind. Please stop fem-splaining it to me."

Lesermail (Opfermythen?)

Die Themen Musterung und Kriegsdienst bzw. Ersatzdienst scheinen doch so einige Genderama-Leser motiviert zu haben, sich dazu noch einmal zu äußern. Mit den folgenden beiden Briefen möchte ich das Thema aber gerne abschließen.

Florian Gügel schreibt mir:

Meine Musterung hängt mir heute noch nach. Opferstatus deshalb habe ich nie gesucht (psychiatrische Behandlung inzwischen schon). Dass es auch Männer gibt, die ihre Musterung als unspektakulär erlebt haben – geschenkt!

Aber wenn unsere Medien wegen so banalen, kleinscheißerlichen und infantilen "Mikrovergewaltigungen gegen Frauen" wie "Breitmachmacker" Zeter und Mordio schreien, dann soll es erlaubt sein, etwas Perspektive in die Sache bringen. Zum Beispiel, indem man einmal als Mann nicht still leidet, die Zähne zusammenbeißt und durch – wie das Opa und der Vater noch getan haben – sondern endlich auch mal seine Kauleiste aufmacht, getreu Warren Farrells "Women can't hear what men don't say".

Dass da sofort "Opferinszenierung" kommt wie ein Beißreflex, das ist ebenso traurig wie zu erwarten. Wie sagte eine weise Person einmal (ich glaube auch hier Dr. Farrell, bin mir aber nicht ganz sicher)? Die Misandrie ist so tief in unserer Gesellschaft verwurzelt, dass die meisten sie nicht einmal sehen, wenn sie ihnen vorgeführt wird.

Ich habe Zeit meines Lebens meine (von mir durchaus als traumatisch empfundene) Musterung nie dazu benutzt, mich als Opfer stilisieren zu wollen. Wozu auch? Es interessiert in Deutschland doch keine Sau wie es einem Buben/Mann bei der Musterung gegangen ist. Im besten Fall erntet man Unglauben, im blöderen Hohn oder den Vorwurf, sich als Opfer gerieren zu wollen. Verständnis? Das bekommt man höchstens von denen, die so eine Musterung am eigenen Leib durchmachen haben müssen.

Vor allem sollte man den Zweck des Artikels nicht aus den Augen verlieren: Es ging nicht darum, sich als Opfer zu inszenieren und Mitleid zu heischen. Es ging doch darum, einmal zu zeigen, wie sehr Feministinnen (und derart geprägte Mitmenschen) nur ihr eigenes Erleben als Maßstab dafür sehen, was entwürdigendes, objektifizierendes Verhalten darstellt – und sich dann darüber echauffieren.

Dass Hunderttausende Männer in Deutschland über fünfzig Jahre lang *weit* Entwürdigenderes über sich ergehen haben lassen, ohne dass es irgendjemand dieses Prozedere überhaupt in Frage gestellt hätte – das sehen diese "Meine-Wahrnehmung-ist-meine-ganze-Welt"-Typen nicht.

Deshalb möchte ich den Artikel loben; Ich habe mich in ihm durchaus wiedererkannt (es hat bei mir beinahe zehn Jahre gedauert, bis ich mich vor einer Frau ausziehen konnte – vor der Musterung hatte mich noch keine nackt gesehen), auch weil ich einer der "gucken wir mal, ob ihre Vorhaut schön rutscht"-Kandidaten war. Wozu interessiert es die Bundeswehr, wie gleitfähig meine Vorhaut ist?

Ich denke auch, dass vor allem dieser Teil der Musterung tatsächlich dem Brechen der Männer dient – Mann ist komplett schutzlos ausgeliefert, und einen medizinischen Nutzen kann ich da nicht erkennen (zumal einem die Ergebnisse ja nicht mitgeteilt werden). Mich auf irgendeine Art zu wehren? Auf den Gedanken bin ich noch nicht einmal gekommen. Das alles war für mich so unwirklich, so beschämend und es hat mich komplett aus der Fassung gebracht, dass dieser Teil der Musterung *tatsächlich* existierte. Ich war, nackt in dem Zimmer mit zwei Frauen (Ärztin etwa 50, die Schreibkraft in meinem Alter), so überrumpelt, beschämt und hilflos, dass ich nicht einmal mehr einen klaren Gedanken fassen konnte. Dass die Schreibkraft während der Untersuchungen ihr Kichern nicht unterdrücken konnte oder wollte – es hat nicht geholfen.

Übrigens, was ich lange Zeit nicht wusste: Schon zu Kaiserzeiten gab es zwar die Musterung, aber damals nur vor gleichgeschlechtlichen Ärzten. Auch die alte ZDV 46/1 (Zentrale Dienstvorschrift) von 1957 erwähnt noch, dass keine Frauen präsent sein dürfen, wenn Männer medizinisch untersucht werden. Dass auch Frauen diesen Teil übernehmen durften, das kam erst später auf – und diese Änderung wurde anscheinend lange nirgends schriftlich festgehalten.

Diese Angaben habe ich diesem Text entnommen. Er ist in seiner Länge durchaus lesenswert, wenn auch weniger eine wissenschaftliche Arbeit als eine Sammlung von Erfahrungsberichten und Gedanken über die Behandlung, die junge Männer in unserer Gesellschaft erfahren.


Und ein weiterer Leser mailt mir:

Ich glaube, die Verwirrung um die Besetzung einer "Musterungskommission" kommt dadurch zustande, dass bis in die '90er hinein eine dreiköpfige Musterungskommission eingesetzt wurde. Nachdem es die dann nicht mehr gab, kam man nach absolvierter Musterung zu einem "Wehrberater", der anhand der Musterungsergebnisse über die weiteren "Karrierechancen" bei der Bundeswehr entschied.

Die Musterungskommission ist mir als Kriegsdienstverweigerer in Erinnerung geblieben, denn die hatte einen entsprechend schlechten Ruf. Die drei Mitglieder sollten die Anzahl Kriegsdienstverweigerer minimieren und waren rhetorisch und vermutlich auch psychologisch geschult. Viele Fragen, die die Standhaftigkeit des potentiellen Verweigerers testen sollten, zielten auf die persönliche Verteidigung ab und wurden mit Vaterlandsverteidigung gleichgesetzt. Beliebtes Beispiel damals war die Vergewaltigung der Freundin und die damit einhergehende Frage, ob man da nicht zwischen gehen würde. Derartige Fragen wurden diesen Kommissionen irgendwann verboten und schließlich die Kommission als solche abgeschafft. Ich hatte Glück, erst kurz danach zur Musterung zu müssen.

Den ursprünglichen Text über die Objektifizierung der Männer kann ich nur unterschreiben, er ist gut und wichtig; wenn auch streckenweise schwer zu lesen.

An dieser Stelle möchte ich Ihnen für Ihre Arbeit danken. Ich lese Genderama nun schon seit einer ganzen Weile und bin froh, dass es einen bekennenden linken Flügel der Männerbewegung gibt. Manchmal ist es als Linker nicht einfach, das weitreichende Linkenbashing hinzunehmen, vor allem weil ein großer Teil der linken Szene den Femismus zum Dogma erkoren hat, in dessem Weltbild ein nicht-feministischer Linker nicht existieren kann. Ich hoffe, dass ich es in Kürze mal schaffe, meine eigene Stimme in Blog- oder Podcastform der Männerrechtsbewegung hinzufügen.


Das würde mich freuen.

BBC berichtet über Woman Against Feminism

Es ist doch immer wieder faszinierend: Sobald Frauen eine Ideologiekritik betreiben, die die Männerbewegung seit über 15 Jahren pflegt, ist ihnen die mediale Aufmerksamkeit sicher.

Neues von der Wikipedia

Die propagandistische Bearbeitung von Einträgen geht weiter, und immer mehr Leute stören sich daran.

Kritische Wissenschaft: "Deutsche Gesellschaft für Soziologie ist mit Gerhard Amendt solidarisch"

In einer aktuellen Meldung des Blogs "Kritische Wissenschaft" heißt es über eine gestern online veröffentlichte Erklärung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie:

Solidarisch ist der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, der für alle Soziologen spricht, mit Soziologen, die sich mit Themen der "Geschlechter- oder Sexualitätsforschung beschäftigen" und die sich "immer öfter mit sogenannten Hasskampagnen konfrontiert sehen". Derzeit, so heißt es weiter, "werden einzelne Kollegen und Kolleginnen in sozialen Medien wie Facebook, in Blogs und mit E-Mails persönlich attackiert, verunglimpft und z.T. sogar bedroht".

Was der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, der für alle Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Soziologie hier seine Empörung und Solidarität zum Ausdruck bringen will, leider verschweigt, sind die Namen der Angegriffenen, was schade ist, denn die Solidarisierung hätte mehr Nutzen gebracht, wenn sie offen und nicht hinter einem Mantel aus Angst und Misstrauen erfolgt wäre. Also ist es wieder an uns, über Ross und Reiter zu spekulieren.

Aber lange spekulieren muss man nicht, denn: kein anderer Soziologe wird seit Jahren derart angefeindet, wie Gerhard Amendt. Die Solidarität des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Soziologie kann daher eigentlich gar keinem anderen als Gerhard Amendt gelten. Fast dass man sagen könnte, es wird langsam Zeit, denn kaum ein Soziologe hat sich im Verlauf der letzten Jahre mit giftigeren Hasstiraden, Verunglimpfungen oder Versuchen, ihn zu diskreditieren, konfrontiert gesehen, wie Gerhard Amendt, der von Feministen mit wüsten sexistischen Beschimpfungen und Hasskommentaren überzogen worden ist.

An der Humboldt Universität Berlin hat man Gerhard Amendt zur unerwünschten Person erklärt, weil er es wagt, den Feminismus zu kritisieren. Gerhard Amendt ist Ziel einer Diffamierungskampagne, die ihn regelmäßig zum Hassobjekt in so genannten Studien macht, die von politischen Vereinen wie der Heinrich-Böll-Stiftung oder der Friedrich-Ebert-Stiftung finanziert werden und deren Inhalte regelmäßig und postwendend, von überraschend schnell informierten Mitarbeitern bei Wikipedia in die entsprechenden Hassbeiträge eingepflegt werden. Die Hasskampagne gegen Gerhard Amendt geht soweit, dass man ihn mit Anders Breivik und Akif Pirincci vermengt, um ihn zu diskreditieren. Die Liste derer, die sich Gerhard Amendt zur Zielscheibe auserkoren haben, ist zu lang für diesen Post, weshalb wir es hier bei aus Steuergeldern bezahlten Reputations-Killern wie dem Bundesforum für Männer und der Friedrich-Ebert-Stiftung (...) belassen wollen.

(...) Es freut uns, dass der Vorstand der DGS sich dazu entschlossen hat, nach Jahren der Tatenlosigkeit, Gerhard Amendt solidarisch zur Seite zu stehen, und wir können uns der Feststellung des Vorstandes der DGS, wonach “einzelne Wissenschaftler … in einer Weise attackiert werden, die völlig unsachgemäß ist und in ihrem mehr als fragwürdigen Stil letztlich auf die Urheber selbst zurückfällt”nur anschließen.


Hier findet man den vollständigen Beitrag. Unerwähnt bleibt in dem Beitrag, dass Professor Amendt, vermutlich als Folge der Hetze gegen ihn, auf Anraten der Kriminalpolizei auf mehreren Veranstaltungen nur noch mit Leibwächtern erscheinen konnte. Schon um gegen diese Entwicklung deutlich Stellung zu bezeihen, wäre es für den Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in der Tat moralisch geboten gewesen, eine Solidaritätserklärung zu veröffentlichen, in der Professor Amendt namentlich genannt und die Kampagne gegen ihn bloßgestellt wird.

Schweizer Politiker einig: Sich um Männer zu kümmern ist nicht notwendig

Von links bis rechts herrscht in den Schweizer Parteien große Einigkeit: Männerpolitik ist nicht notwendig, man werde ja ohnehin gewählt.

Bis jetzt sei von einer Abwanderung der jungen, männlichen Wählerschaft nichts zu spüren, sagt auch SP-Sprecher Michael Sorg: "Das beste Beispiel ist die Juso. Dort ist zum dritten Mal in Folge der Präsident ein junger Mann." Zudem würde die SP bei nationalen und auch kantonalen Wahlen seit Jahrzehnten darauf Wert legen, dass die Kandidatenlisten in Bezug auf das Geschlecht ausgeglichen seien. "Die Frage des Geschlechts spielt heute nicht mehr die Rolle wie noch vor 20 Jahren und das ist auch gut so", so Sorg.

Selbst bei der SVP sind die Verantwortlichen überzeugt, dass ihre Partei bei Männern wie Frauen praktisch gleich viel Rückhalt geniesst: "Wir betreiben keine spezielle Männerförderung", sagt die stellvertretende Generalsekretärin Silvia Bär. Tatsächlich erreichte die Rechtspartei 2011 24 Prozent bei den Wählerinnen und 30 Prozent bei den Wählern. Letztere kämen wegen den politischen Schwerpunkten der Partei zu ihnen, so Bär – und nicht, um vor dem Feminismus zu fliehen.


Die Schweizer Zeitung 20 Minuten berichtet.

Mittwoch, Juli 23, 2014

Hunderte britische Paare reisen in die USA, damit ihr Kind ein Mädchen wird

Der britische Telegraph berichtet, wie "hegemoniale Männlichkeit" heute aussieht:

The number of British couples having fertility treatment in America so they can choose the sex of their child is increasing by a fifth every year, a leading doctor has said.

Dr Daniel Potter, who runs a large fertility clinic in America, treats 10 patients from Britain a month who want to have IVF treatment only in order to select the gender of the baby.

Eight in ten couples from Britain are choosing to have a girl, he said.

(...) The whole process costs around US$ 15,000 and requires a 12 day stay near the clinic.

(...) One in ten of Dr Potter's patients are now seen for gender selection with the largest numbers of couples from outside America coming from Australia, the UK and Canada. In these countries, most couples want a girl, he said.


Die genannte Investition macht schon Sinn. Wenn man ein Kind haben möchte, dem es später mal besser geht, entscheidet man sich selbstverständlich für ein Mädchen. Weitere Gründe nennt der Telegraph in einem begleitenden Artikel:

The sheer reserves of energy, boisterousness, noise, aggression and stubbornness possessed by the average two-year-old boy can leave many clueless, furious or upset. (...) In some ways, we need to acknowledge and accept these gender differences as healthy and normal, so that mums of boys aren’t dying of shame at their impulsive, catastrophe-making sons. (...) When my son wants to roll around in the garden shooting a Nerf Gun or spending hours retrieving footballs from next-door’s garden, I quickly lose the will to live.

(...) There can be an unspoken understanding that develops between mums and daughters which manifests in eye-rolling each time their brother leaps into the house with a half-dead frog, or dad leaves the milk out to go warm again.


Mädchen sind eben die besseren Kinder.

Feministin in Rage: "Ich kann gar nicht so viel konsumieren, wie ich kotzen will"

Die Wut auf die Women Against Feminism ist nach Deutschland geschwappt.

Aber etwas anderes auch, im selben Blatt. Die Frage nämlich: Kann ein Mann vergewaltigt werden?

Männerforscher: "Männer sind ja nicht einfach böse, unmoralische Schweine"

Was fehlt, ist eine wirkliche Männerpolitik. Man müsste sich mehr um die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Männern kümmern. Das gäbe auch wichtige Auskünfte darüber, wie man Väterlichkeit fördern kann. Denn die Männer sind ja nicht einfach böse, unmoralische Schweine, die sich nicht um ihre Familien kümmern, wie das bisweilen von feministischer Seite tönt. Sie stehen unter geschlechterpolitischen und arbeitsmarktpolitischen Zwängen, die ihnen das Leben nicht einfacher machen – und auch den Zugang zu Kindern nicht.


Die Presse hat den österreichischen Männerforscher Josef Aigner interviewt.

Aktion: Genderama-Leser helfen der EMMA

Genderama-Leser Peter Trier wollte die junge Sofia nicht ihrer Argumentationsnot überlassen und hat deshalb die folgenden Ratschläge an die Kommentarspalte unter dem Artikel geschickt:

Liebe Sofia,

das Diskutieren ist grundsätzlich die falsche Strategie. Gefährlich sind nicht die mit den anzüglichen Sprüchen, sondern die, die mit sogenannten Argumenten kommen, weil die ihre patriarchalische Prägung verheimlichen bzw. sie ihnen nicht bewusst ist. Du solltest sie mit "Check your privelege" abblocken. Falls dein Kontrahent darauf beharrt, zu erfahren, was das für Privilegien sind, so mach ihm klar, dass es an ihm ist, diese kritisch zu reflektieren. Es wäre ja noch schöner, wenn Du seine Hausaufgaben an seiner Stelle machen müsstest. Lass Dich auf keinen Fall auf Einwände wie "Warum soll ich dafür haftbar gemacht werden, weil vor meiner Geburt Frauen unterdrückt wurden?" oder "Ich bin nicht verantwortlich für die Frauenunterdrückung in Saudi-Arabien" ein. Die Logik, auf die hier implizit oder explizit Bezug genommen wird, ist eine patriarchalische Erfindung, auch die Kategorien von Raum und Zeit. Bedenke, wie viele Verbrechen an Frauen ungeahndet bleiben, weil die Täter einfach nachweisen, dass sie zur fraglichen Zeit woanders waren.

Logik ist eine Erfindung des herrschenden Patriarchats und "the master's tools will never dismantle the master's house" (Audre Lorde). Zu hartnäckiges Insistieren auf konkrete Argumente solltest Du als sexualisierte Gewalt behandeln, denn die hat weder etwas mit Sex noch mit Gewalt im landläufigen Sinne zu tun. Mache dem Täter klar, dass er Deine Grenzen verletzt (ohne ihm dabei 'konkret' Rede und Antwort zu stehen), und wenn er uneinsichtig bleibt, bilde eine Unterstüzerinnengruppe und sorge für seinen Ausschluss aus der Tierrechtsgruppe.

Viel Erfolg!


Peter Trier bittet mich dabei um folgenden Hinweis: "Könnten Sie bei Bedarf bestätigen, dass der Ratschlag ironisch gemeint war? Leider sind in der Genderdebatte Satire und Ernstgemeinstes immer schwerer auseinanderzuhalten, und ich möchte nicht am Ende als Unterstützer des Konzepts Definitionsmacht dastehen."

Das tue ich hiermit gerne, obwohl ich bezweile, dass irgendjemand, der diesen Text liest, nicht sofort begreift, dass dieser Kommentar (so wie die gesamte Genderama-hilft-EMMA-Aktion) ironisch gemeint ... Moment. Ich sehe gerade, die zweite Hälfte dieses Kommentars hat es tatsächlich auf die EMMA-Website geschafft. So wie andere Ratschläge, von denen ich einige für ernst gemeint halte, andere nicht, die sich aber inhaltlich schon verdammt ähnlich sind – und sogar mehrere wirklich vernünftige Antworten.

Also gut, dann korrigiere ich mich: Ich bezweifle, dass irgendjemand aus der Männerbewegung nicht sofort begreift ... Moment noch mal. Ich sehe gerade, ich habe die Verschwörungstheoretiker vergessen. Aber auch gut, dann haben wir wenigstens alle unseren Spaß.

Wie eine junge Frau zur Männerrechtlerin wurde

Ellen A. Fishbein besuchte die internationale Männerkonferenz in Detroit und geriet ins Staunen:

I was surprised to see that the first three speakers were women, but that wasn’t the biggest surprise for me. Having learned about the men’s rights movement only through online sources—MRA YouTube channels, blogs, and forums as well as media coverage of the movement—I was expecting some solid, reasoned arguments, but I was also expecting a lot of complaining, immaturity, and anger. What I found instead decisively converted me into a Men’s Rights Activist.


Der Beitrag über Fishbeins Damaskus-Erlebnis ist in Gänze lesenswert, auch weil er den Hauptunterschied zwischen Maskulisten und Feministinnen beleuchtet.

Debatte: Ist der moderne Feminismus wie der Ku-Klux-Klan?

Die einen sagen so, die anderen so, aber die Mehrheit ist deutlich.

Lesermail (Opfermythen?)

Auf den Leserbrief von Hugo Waldem gibt es inzwischen eine Erwiderung der BASTA-Kampagne:

Es scheint nötig, einige Umstände bezüglich der Einwände von Herr Waldern klar zu stellen. Grundsätzlich galt und gilt für männliche Wehrpflichtige, dass sie kein Recht auf einen Arzt des gleichen Geschlechts haben und hatten. Auf unser Drängen hat die Bundeswehr nachgegeben und eingeräumt, es zu ermöglichen, falls es die Kapazitäten der Kreiswehrersatzämter hergeben (vgl. Wehrbericht 2009). Das war 2009, also über 50 Jahre nachdem die Wehrpflicht wieder eingeführt wurde. Da in den deutschen Kreiswehrersatzämtern aber dank einer Frauenquote über 90% Frauen arbeiten, ist auch das graue Theorie geblieben. Und auch nach 2009 gab es nie einen Merkzettel oder ähnliches, welcher die Wehrpflichtigen darüber informiert hätte. Ganz zu schweigen von dem Mut, den es einen 18jährigen kosten muss, diesen Schutz der eigenen Intimsphäre selbstbewusst einzufordern. Von denjenigen Männern, die schon als Kind missbraucht wurden und gezwungen wurden, sich intim berühren und penetrieren zu lassen, und deren Retraumatisierung wollen wir hier gar nicht sprechen. Es ist also falsch zu sagen, die Betroffenen hätten einfach ihre Rechte einfordern müssen, denn diese Rechte hatten sie nie!

Es ist zwar richtig, dass es die Kreiswehrersatzämter in dem Sinne heute nicht mehr gibt. Aber in den neuen Karrierecentern der Bundeswehr arbeitet noch immer das gleiche Personal, man benutzt die gleichen Methoden und behandelt Frauen und Männer immer noch gleich unterschiedlich. Alter Wein in neuen Schläuchen also.

Ob die Methoden bewusst zur Erniedrigung eingesetzt wurden, sei dahingestellt. Jedenfalls hat der damalige Leitende Medizinaldirektor Bernhard Rymus angeordnet, alle Wehrpflichtigen ohne Sichtschutz vor den Augen der weiblichen Beisitzer zu untersuchen. Es war also eine bewusste Entscheidung, die Männer hier unmenschlich zu behandeln. Auch sei auf dieses Video aus Australien verwiesen. Hier erläutert ein Offizier, erzwungene Nacktheit vor dem anderen Geschlecht als ein Mittel zu benutzen, um den Willen der Soldaten zu brechen.

Ob die Schilderungen in irgendwelchen Foren der Wahrheit entsprechen, kann man nicht überprüfen. Es gibt aber wissenschaftliche Studien zum Thema Musterung. So berichtet etwa die Pilotstudie "Gewalt gegen Männer" von exakt solchen Übergriffen. Und wir haben seit Jahren mit Männern zu tun, welche von weit massiveren Formen der Gewalt im Rahmen der Musterung berichten, als sie hier zur Sprache gekommen sind.

Offen bleibt auch, welchen Unterschied es machen soll, ob eine Person oder mehrere Personen die Entscheidung über die Verwendungsfähigkeit eines jungen Mannes treffen. Die Prozedur bleibt die gleiche. Auch dieser Einwand scheint also hinfällig.

"In der Genderdebatte fliegen die Hackeln tief"

Inzwischen haben auch die ersten Journalisten von Hamburg bis Wien den Kreuzzug der Ideolog_innen dicke.

(Putzig: Der Artikel aus dem Hamburger Abendblatt lässt sich in der Direktverlinkung nicht lesen, aber wenn man die URL noch mal anklickt, gehts.)

Lesermail (Opfermythen?)

Genderama-Leser Hugo Waldem schreibt mir zu diesem Beitrag:

Der Inhalt und auch die Kommentare sind für mich Jammern auf hohem Niveau. Sowas kenne ich sonst nur von feministischen Seiten, wo sich die Mädels wegen der Unterdrückung durch das "Patriarchat" ausweinen. Und wegen Bikinireklame. Oder weil mal wieder ein älterer Herr den Anblick eine netten offenen Bluse bewundernd kommentiert ...

Der Artikel strotzt vor Links, die ins Nirwana führen. Ansonsten führen sie auf _ein_ Forum. Ich frage mich, warum der Blogeintrag nicht eingespart wurde und das Forum verlinkt, anstatt immer wieder aus einzelnen Beiträgen dort zu zitieren und diese dann zusätzlich zu verlinken. Sieht für mich wie der Versuch einer wissenschaftlichen Arbeit mit vielen Fußnoten im zweiten Semester aus. Da sind manche Studenten etwas übereifrig. Da aber alle nur aus einem Forum stammen, hätte das nicht genügt.

Mal ganz davon abgesehen, dass auch inhaltlich Mängel bei der Schilderung der Vorgänge bestehen.

Ich glaube dem jungen Mann, dass er sich unwohl fühlte. Aber er ist auch jemand, der die Musterung und das Verhalten der Leute dort sofort als Versuch, die jungen Männer "zu brechen" empfindet. Sieht sich also sofort in der Rolle des hilflosen Opfers. Und das ist schlicht gesagt Quatsch, genau so wie es bei Frauen Quatsch ist. Er hat Rechte, er hat sie aber nicht genutzt. Er kann den Austausch des weiblichen Untersuchungspersonal und der weiblichen Schreibkräfte gegen männliches Personal verlangen, er kann darauf bestehen, dass nur Männer im Raum sind. Tut er das? Nein, das würde ja nicht zur selbst angenommenen Opferrolle passen.

Er fürchtet "Schikanen". Auf dem Kreiswehrersatzamt? Welche sollten das wohl sein? Verzeihung, aber das ist etwas zu dick aufgetragen.

Er redet von einer "aus einer Person bestehenden Musterungskommission". So etwas gibt es nicht. Es gibt einen Musterungsausschuss. Der besteht aus drei Personen, davon ein gewählter Beisitzer, der in der Regel von einem örtlichen Parlament (Kreistag oder Ähnliches) gewählt wird. Ärzte und deren Mitarbeiter sind lediglich Hilfsorgane des Ausschusses. Außerdem steht ihm natürlich das Recht auf Widerspruch zu, auch wieder ein Ausschuss. Und das weitere Verwaltungsgerichtsverfahren.

Und da er diesen Punkt des Verfahrens schon so völlig falsch schildert, also den Ablauf dort anscheinend nicht aus eigener Anschauung kennt, sondern sie eher aus Versatzstücken aus dem verlinkten Forum zusammensetzt, habe ich meine Zweifel, ob die Story stimmt. Oder ob sie einfach aus anderen Gründen geschrieben wurde, die wenig mit Männerrechten, aber mehr mit "antimilitärischer" Ideologie zu tun haben. Dazu passt auch das Forum, auf das er verlinkt.

Ich bin für Gleichberechtigung, ich bin dann auch für gleiche Pflichten für beide Geschlechter. Aber ich bin sehr gegen Opfermythen und -abos.

Also wenn das ein ikonischer Text für die Männerrechtsbewegung sein soll, dann wundert es mich nicht, wenn die nicht voran kommt. So etwas Schwaches habe ich lange nicht mehr gelesen.

Zum (inzwischen obsolet gewordenen) Musterungsverfahren siehe hier.

Und auch die Kreiswehrersatzämter sind seit dem 30.11.2012 Geschichte


Ich selbst empfand den kritisierten Beitrag als treffend, weil er sich mit meinen eigenen Erfahrungen deckte. Allerdings begann mein Zivildienst zu einer Zeit, als es sogar noch die DDR gab, und ich hatte meiner Dienststelle schließlich eine Beschwerde reingedrückt, die immerhin zur Aberkennung einer von zwei Zivistellen führte. Das war aber auch eine ausgesprochen schwierige Angelegenheit, und nicht jeder ist in diesem Alter so renitent und sich seiner Rechte so bewusst, wie ich es war (auch dank einiger Unterstützung durch eine Pfarrerin, die die Zustände ebenfalls unmöglich fand). Mehrere Kommentatoren unter dem Artikel schreiben ja auch, dass sie teils Jahrzehnte später immer noch Alpträume von dieser Erfahrung haben – die in einer Zeit stattfand, als sich viele Frauen noch mehr als das unterdrückte Geschlecht fühlten als heute, weil sie die Männerseite nie kennengelernt hatten.

"Deutsche Sprachwelt" verteilt kostenlose Aufkleber gegen den "Gender-Quatsch"

Hier kann man sich eindecken.

MANNdat hilft EMMA

Das war klar: Wenn Feministinnen Hilfe und Orientierung benötigen, meldet sich MANNdat schnell und gerne. Wir sind eben doch die sozialere Bewegung.

Ein bisschen habe ich ja auch den Verdacht, dass "Sofia Frye" ein Pseudonym von Alice Schwarzer selbst sein könnte ...

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