Samstag, Oktober 25, 2014

Paula Wright: #Gamergate ist eine Schlacht um den radikalen Feminismus

Die britische Publizistin Paula Wright hat die Vorgänge um das sogenannte #Gamergate genauer analysiert. (Was das überhaupt ist, erfährt man zu Beginn ihres Artikels). Ein Auszug:

I see this squabble not as about games or journalism but an expression of a wider battle that has been spilling out into popular culture for a few years now. A battle that was surrendered, and whose unintended consequences are now emerging. When Sarkeesian made the front page of the NYT this battle also went mainstream, yet very few people are aware of it. It is the battle for feminism.

Radical feminism has already won this battle. It is documented in the denouncement of the woman who launched the second wave, Betty Friedan, as an anti-feminist, by Susan Faludi in Backlash. Many equity feminists dropped "feminist" and took up "egalitarian" instead. The unforeseen consequence of this was a vacuum of authority that allowed radicals to claim the "feminist" brand. Now people who attempt to challenge radical feminism are, like Friedan, labelled anti-feminist, as if "feminist" and "woman" were synonyms. They aren’t.

The dictionary definition of "feminist" is in urgent need of revision!

Radicalism is the orthodoxy in feminism today. Radfem mater familiar Germaine Greer went so far as to announced this summer, "We’ve gone as far as we can with this equality nonsense. It was always a fraud!"


Hier findet man den vollständigen Text.

Leserbrief (Suizid 3)

Ein weiterer Genderama-Leser beteiligt sich an der gestern begonnenen Debatte über Selbsttötungen – und er hat Fachkompetenz zu bieten:

Nachdem so zahlreiche Leserbriefe zu dem Thema bei Ihnen eingetroffen sind, dachte ich mir, ich gebe Ihnen auch eine kleine Impression.

Ich habe selbst, bevor mein Studium 2011 anfing, mehrere Jahre im Rettungsdienst gearbeitet. Da hat man das ein oder andere Mal auch mit Suizidversuchen zu tun (Großstadt). Meine Erfahrung – es ist ja auch nicht so, dass es an jedem Tag mehrere Suizidversuche gemeldet werden – sieht folgendermaßen aus :

1. Durch die Bank bei allen "erfolglosen" Suizidversuchen war für jeden erkennbar, dass nicht mal im Ansatz eine Tötungsabsicht vorlag. Meistens war die Methode, die zur vermeintlichen Selbsttötung benutzt werden sollte, nicht ansatzweise geeignet, ein menschliches Leben zu beenden (z.B. Überdosis Paracetamol/Aspirin oder das Zufügen von oberflächlichen Schnittwunden weit weit entfernt von einer Arterie). Ich erinnere mich exakt an den einzigen männlichen Patienten, der in diese Kategorie fiel, und zwar deswegen, weil er sich mit seinem Geschlecht von den sonstigen Mitgliedern dieser Gruppe unterschied. Meine persönliche Schlussfolgerung ist nicht, dass Frauen mit dem Suizid "scheitern", sondern dass sie es a priori nicht wollen.

2. Es gab einige Fälle (gerade Verkehrsunfälle), in denen die Feuerwehr, die meist zuerst am Einsatzort eintrifft, keine offensichtliche Unfallursache feststellen konnte. Klassisches Beispiel ist da ein Auto, das ungebremst in eine Wand/gegen einen Baum rast. Kommentare der Feuerwehr: "wie kann man nur so dumm sein", "schlechter Autofahrer", "Raser". Als dritte Einsatzkraft untersucht dann die Polizei das Geschehen, und meist ältere Polizisten äußern dann die Theorie, dass es sich um einen Suizid gehandelt haben könnte. Das Resultat dieser Ermittlungen bekam ich leider nie mit, weil nach der Todesfeststellung der Einsatz für den Rettungsdienst logischerweise beendet ist. Mitglieder dieser Gruppe sind ausschließlich Männer. (Wohlgemerkt: Meine Einsätze, es kann durchaus möglich sein, dass ein Kollege das komplett invertierte Bild in seinen Einsätzen erlebte.)

Interessant ist da auch die Ansicht mancher Notärzte, mit denen ich mich dann doch sehr intensiv über das Thema unterhalten habe. Unter den Notärzten gab es eine ziemlich herrschende Meinung und zwar, dass jemand mit konkret entwickelter Tötungsabsicht in seinem Vorhaben niemals scheitert. Jemand, der sein Leben wirklich aus tiefster Überzeugung beenden möchte, würde damit auch Erfolg haben. Jedem erfolglosen Suizid würde vorneweg die Tötungsabsicht fehlen. Die Begründungen zu dieser Theorie waren trivial, einleuchtend und nachvollziehbar.

Nimmt man diese Meinung mancher Notärzte und überträgt sie auf das Problem der Suizidraten, muss man folgerichtig jeden erfolglosen Suizidversuch komplett ignorieren, denn er ist ja nur ein Quasi-Versuch.

Demnach ist das Argument der hohen "Erfolglosrate" bei Frauen nicht gültig, um zu erklären, dass sich mehr Männer das Leben nehmen bzw. um zu beweisen, dass "Frauen genauso verzweifelt sind".

TV-Tipp: Social Freezing morgen großes Talkshow-Thema

Sowohl beim Presseclub als auch bei Günther Jauch wird morgen das neue Angebot diskutiert, weibliche Eizellen einzufrieren, damit Frauen vor der Familiengründung möglichst lange dem Arbeitsplatz zur Verfügung stehen.

Freitag, Oktober 24, 2014

Don Alphonso: "Wizorek und Pirincci – was bringt Hass im Internet?"

Manche Vorgänge sind so treffend, man könnte sie gar nicht besser erfinden; Vor ein paar Wochen gab die Zeit zwei feministischen Autorinnen viel Platz, sich negativ über eine "Horde" von "wütenden, weissen, alten Männern" auszulassen, die Angst um ihre Privilegien hätten und deshalb gegen den Feminismus anschrieben. Das nahm der Zeit-Magazin-Autor Harald Martenstein zum Anlass, ironisch zurückzufragen, ob sie denn jung und schwarz wären, und ab welchem Alter man eigentlich nicht mehr von einem Netzwerk, sondern von einer Horde sprechen könnte. Die meisten Leser dürften das als Hinweis verstanden haben, dass die feministisch-verbale Herabwürdigung und die Definition über Alter und Rasse vielleicht keine so guten Ideen sind, selbst wenn solche Umschreibungen im Internet – eine der Autorinnen ist verbunden mit der Aufschrei-Bewegung – üblich sind.

Der Berliner Caspar Mierau ist ebenfalls den Protagonistinnen dieser Bewegung nahe und schrieb einen weithin verbreiteten Beitrag, in dem er Martenstein wegen seiner Ironie als "Rassist" bezeichnete. Das geht schnell in unseren bewegten Zeiten, und andere FreundInnen des Aufschrei stimmten ein und fragten die Zeit, warum sie so einem ein Forum bieten würde, und forderten seine Entlassung – seine, wohlgemerkt, nicht die derjenigen Autorinnen, die mit ihrer Zuschreibung ganz unironisch tatsächlich typologisierende Merkmale definiert und an realen Personen dargestellt hatten. "Dude" ist dafür das feministisch-bewegte Slangwort, das im Internet für all die negativen Merkmale steht. Oder gleich Begriffe wie "Masku", "Nazi" oder "menschlicher Abschaum".

Martenstein, so der Tenor bzw. der Sopran der Empörten, muss weg. Weg muss auch eine Rezension des Männerrechtlers Arne Hoffmann, der bei Amazon das neue Buch der selbststilisierten Aufschrei-Initiatorin Anne Wizorek hinterfragt, und deshalb mit einer gezielten Aktion diskreditiert werden soll.


Hier geht es weiter mit dem Artikel von Don Alphonso, den ich am liebsten im Volltext zitieren würde. Und Chapeau! an den Don dafür, Wizorek und Pirincci im selben Atemzug zu erwähnen. Das hatte ich schon lange mal vor, aber man kommt ja zu nix.

Bob Geldof gibt Familiengerichten Schuld am Leiden seiner Töchter

Bob Geldof blames Britain’s family courts for the emotional pain endured by his daughter Peaches, who died of a heroin overdose in April, and Fifi, who has recently revealed her battle with depression and alcohol abuse.

The singer said that the courts made it impossible for him to take care of his children after he parted from their mother, Paula Yates, in 1995. Successive judges ruled that their mother was best placed to take care of them.

Geldof, 63, was speaking to Saga Magazine about how he has managed to cope with Peaches’ death and Fifi’s decision to go public with her mental battles.

"Peaches I don’t really want to talk about as it’s too raw, but I will say that I blame the entire family court system for so much of their subsequent pain," he said.

He said he was "ruined" when Yates left him, taking the children with her, yet in the eyes of the law that was perfectly permissible. In the beginning he was only allowed to see them once a fortnight.

"All I wanted was to see my kids 50 per cent of the time. I wouldn’t have had children if I didn’t want the privilege of bringing them up and I wanted to keep my kids away from this decadent world Paula had fallen into. The courts, of course, prevented that as much as possible and I got them every two weeks, having been with them every day since they were born. If I’d walked out with the kids, I would have been arrested for kidnap, but if a woman walks out with the kids the father is allowed to see them only every other weekend. It’s state-sanctioned kidnapping."


Die Londoner Times berichtet.

Lesermail (Suizid 2)

Zu der Lesermail von heute Morgen gab es inzwischen Feedback:

Ich halte die die feministische Deutung, dass Frauen eher sanftere Methoden bei Suizidversuchen bevorzugen und dadurch öfters gerettet werden, nicht mal für unplausibel.

Was die Feministinnen aber nicht beachten oder bewusst ausblenden, ist, wie sich das vielleicht auch auf die Dunkelziffer bei den vollzogenen "erfolgreichen" Suiziden auswirkt. Denn längst nicht jeder Suizid wird als solcher erkannt. Das ist z.B. bei tödlichen Autounfällen der Fall.

Wie oft liest man, dass wer aus "unerklärlichen" Gründen auf freier Strecke von der Fahrbahn abgekommen oder auf die Gegenfahrbahn geraten ist?

Wie viele Geisterfahrer machen das nicht aus Dummheit oder Versehen sondern aus Absicht?

Wer davonkommt, wird kaum zugeben, dass das Absicht war.

Wenn man also davon ausgeht, dass Männer eher gewaltvolle Methoden wählen, dann muss man auch davon ausgehen, dass die Dunkelziffer bei den gelungenen Suiziden bei den Männern höher ist, weil diese leichter als Unfall missdeutet werden und damit unerkannt bleiben.


Warren Farrell argumentiert in seinen Büchern auf ähnliche Weise.

"Sexualität ist Sexismus"

Auch das Schwulenblog Gay West greift heute die bedenklichen Entwicklungen an deutschen Universitäten auf.

Rape-Culture-Hysterie: Jetzt auch an einer Uni in Ihrer Nähe

Der Unfug beginnt von den USA mal wieder nach Deutschland zu schwappen: Das Blog Offene Flanke schließt an den Blogpost an, der heute Morgen auf Achdomina veröffentlicht wurde. Als schlechtes Beispiel dient mal wieder gern die Uni Mainz. (Als ich noch dort studiert habe, wurde eine eigene Bibliothek, die von Männern mitfinanziert, aber nur von Frauen genutzt werden konnte, unter anderem als Schutz vor sexueller Belästigung begründet. Ich habe in meiner gesamten Studienzeit von keinem einzigen Fall sexueller Belästigung in irgendeiner der universitären Bibliotheken gehört, und mein Kontakt zu Frauen war in den geisteswissenschaftlichen Fächern groß.)

Währenddessen stellt ein neuer treffender Comic von Erzählmirnix klar: Ja, es gibt eine Rape Culture, die sexuelle Gewalt totschweigt und verharmlost. Allerdings gerade nicht dort, wo sie von vielen verortet wird.

Gender erobert den Fußball: Männerdiskriminierung hier, Frauenquote da

Spiegel-Online berichtet über eine neue Variante von Männerdiskriminierung (und spricht selbst von einer "verblüffend sexistischen Idee"); die Hamburger Morgenpost über eine geplante Frauenquote im Verein FC St. Pauli.

Social Justice Warriors

Das Blog "Achdomina" wurde reaktiviert – mit einem gewohnt starken Text.

Medien empört über Männerrechtler-Kampagne gegen häusliche Gewalt

Die männerpolitische Website A Voice for Men (AVFM) berichtet, wie die feministische Propagandamaschine in den Medien so wie vorhergesehen durchdreht vor Empörung darüber, dass AVFM mit subversiven Methoden auf die hohe Rate männlicher Opfer bei häuslicher Gewalt aufmerksam macht:

The launch of AVFM’s very own WhiteRibbon.org has inspired the immediate wrath of ideologues whose bread and butter is making sure people buy the lie that IPV/DV is a gendered issue, that men are to blame, and that using social and legal pressure to re-engineer men into something "better" is the answer.

Salon.com, Thinkprogress.org and the ever intellectually flatulent David Futrelle have rage-written on this issue barely 24 hours after we launched the site. I was also just interviewed by Cosmopolitan Magazine, being asked such incisive questions as, "Do you think it is ever OK to hit a woman?"


Hier geht es weiter.

Sexuelle Belästigung im Internet: Anne Wizorek gegen Stefanolix

Sie sieht die Dinge so, er so. Hat diese Beziehung noch eine Zukunft?

Lesermail (Suizid)

Einer meiner Leser schreibt mir heute:

Wie wir ja alle wissen, begehen Männer dreimal häufiger Selbstmord als Frauen. In feministischen Foren ist mir inzwischen aber häufiger ein bestimmter Relativierungsversuch aufgefallen.

So wird in diesen häufig darauf hingewiesen, dass Frauen mehr Selbstmordversuche begehen. Als Begründung dafür, dass sie dabei seltener sterben wird dann häufig gesat dass Frauen zu sanfteren Methoden neigen und deswegen häufiger gerettet werden können.

Dabei lassen die Feministinnen allerdings einen zentralen Bestandteil der Suizi-Forschung weg. Nämlich den dass es verschiedene Arten von Selbstmordversuchen gibt. Die Mehrheit der Selbstmordversuche stellen dabei getarnte Hilferufe dar. Diese sehen so aus, dass eine Person einen Selbstmordversuch vortäuscht, weil sie sich anders nicht traut auf Probleme die sie mit sich herumträgt aufmerksam zu machen. Mit anderen Worten: Bei der Mehrheit der Selbstmorversuche will das Opfer garnicht wirklich sterben. Deshalb lässt sich die Zahl der Selbstmordversuche und der vollendeten Selbstmorde garnicht direkt vergleichen.

Ebenso ausgelassen wird dabei, dass es auch bei Selbstmordversuchen eine Dunkelziffer gibt. Da Frauen nach wie vor eher Hilfe suchen als Männer, ist davon auszugehen, dass bei Männern der Dunkelzifferanteil bei den Selbstmorversuche größer ist als bei Frauen.

Diesem Relativierungsversuch vieler Feministinnen sollte aus meiner Sicht unbedingt begegnet werden. Denn das Thema Selbstmord stellt aus meiner Sicht eines der überzeugensten Argumente dar um auf Probleme der Männer aufmerksam zu machen.

Donnerstag, Oktober 23, 2014

Neue Studie: Männer, nicht Frauen, am häufigsten Opfer von Online-Belästigung

Eine neue Studie bestätigt das Ergebnis einer früheren Untersuchung:

Young women, those 18-24, experience certain severe types of harassment at disproportionately high levels: 26% of these young women have been stalked online, and 25% were the target of online sexual harassment. In addition, they do not escape the heightened rates of physical threats and sustained harassment common to their male peers and young people in general.

Overall, men are somewhat more likely than women to experience at least one of the elements of online harassment, 44% vs. 37%. In terms of specific experiences, men are more likely than women to encounter name-calling, embarrassment, and physical threats.


Wenig überraschend ist, dass Journalisten vor allem die Erfahrungen weiblicher Betroffener problematisieren. Die männerpolitische Website A Voice for Men hat sich diese einseitige Berichterstattung genauer angeschaut. Ein Auszug:

Women, according to the poll, are more likely to be harassed for a sustained period of time, to be stalked, or to be sexually harassed. However, in the category of sustained harassment, the difference between men and women was within the margin of error for the survey. Additionally, the terms "stalking" and "sexual harassment" have become rather blurry lately.

If somebody were to call a woman "cunt," for example, this is now commonly deemed as sexual harassment. To call a man a "dick" is just considered an offensive name, if even that. Even "bossy" has been deemed a form of sexual harassment by many throughout the world, yet telling a man to "man up" or "take it like a man" is socially acceptable.

(...) How unwanted sexual advances or gender-based name-calling is more severe than being threatened with violence escapes me. I am regularly called a "dick" if something I do displeases someone, or told to "man up" if I show the slightest bit of emotion. I have received sexually explicit material from unattractive women on the Internet. I’ve also been threatened with physical violence. Care to guess which bothers me more?

Saying that "sexual harassment" is "more severe" than physical threatening just because women are reporting it at a higher rate is nothing short of misandry. Apparently, Pew, CNN, The Washington Post, and USA Today all think that men are just supposed to put up with threats to their safety, but the world must be called to action to stop women from being offended on the Internet.

Mittwoch, Oktober 22, 2014

Debatte um Martenstein: "Schnell war von Maskus die Rede"

Stefan Winterbauer berichtet über die Geschlechterscharmützel des Tages:

Ironie dringt aber im notorisch aufgeregten Netz nicht durch. Nachdem Martensteins Kolumne online war, ging so mal wieder ein "Aufschrei" durchs Social Web. Martenstein wurde allenthalben mindestens Machotum und schlimmstenfalls Rassismus vorgeworfen. (...) Schnell war bei Twitter von Maskus die Rede (feministischer Begriff für radikalisierte "Männerrechtler"). Die Kampfzone war abgesteckt.


Wie sieht eigentlich ein "nicht-radikalisierter Männerrechtler" aus? Würde gern mal so jemanden kennenlernen. Oder sind Männerrechtler, anders als Feministinnen, automatisch "radikalisiert"? Und Männerrechtler ohne Anführungszeichen – gibt es die auch? Ich stelle mir gerade vor, wie sich Texte läsen, wenn man von Feministinnen bis zu Sozialdemokraten jede politische Gruppierung in Anführungszeichen setzen würde ...

BGH bestätigt: Heidi Külzer muss wegen Vergewaltigungslügen in den Knast

Mit falschen Vorwürfen brachte eine Lehrerin aus dem Odenwald einen Kollegen für fünf Jahre ins Gefängnis. Für ihre Vergewaltigungslügen muss sie nun ins Gefängnis - bestätigte der Bundesgerichtshof.


Die Frankfurter Allgemeine berichtet.

Nadine Lantzsch: Warum ich mich vom Netzfeminismus abgesetzt habe

In einer heute online gegangenen Erklärung legt die bekannte feministische Bloggerin und Buchautorin Nadine Lantzsch dar, weshalb sie sich vom Netzfeminismus zurückziehe. Ein Auszug:

mein leben kotzt mich an. einen großen anteil daran hat diese politgruppe namens netzfeminismus. (...) was mich ärgert ist eine bestimmte attitüde, die von Alphafeministin bis queer underground reicht. Eine inszenierung einer politisch korrekten identität, die getrieben ist von ständiger selbstoptimierung bei permanenter larmoyanz. eigentlich steht das eigene leid 90% der zeit im vordergrund, aber um diese selbstzentrierung zu kaschieren, werden zwischendrin random links und texte umhergeschickt und reflektierte gedanken formuliert, die von anderen beflissentlich gefavt und RT werden. diskriminierend sind immer nur die anderen und eigene privilegien finden tarnung hinter einer rhetorik, die kritik abprallen lässt. vieles davon finde ich extrem emotionslos und irgendwie mechanisch, so als sei aus den leuten das leben herausgesaugt, als würde die welt nur noch darin bestehen, von ihnen benannt, einsortiert, bewertet und politisiert zu werden.


Hier findet man den vollständigen Essay.

Schweizer Experte für häusliche Gewalt: "Männer müssen die Daseinsberechtigung als Mann einfordern"

Besonders schlimm sei für die Betroffenen, wenn sie von der Polizei nicht ernst genommen würden. "Es gibt Männer, die von Polizisten ausgelacht wurden." Dass Polizisten im Umgang mit männlichen Opfern manchmal wenig sensibel seien, weiss auch Matthias Lüscher, Stellvertretender Stellenleiter Aargauer Anlaufstelle Häusliche Gewalt. (...) Die Männer müssten sich auf den Weg machen, sagt Lüscher. "Was Frauen durchgemacht haben an Emanzipation, steht Männern wohl noch bevor. Sie müssen die Daseinsberechtigung als Mann einfordern." Das sei nicht als Geschlechterkampf zu verstehen. Es brauche aber noch viel Sensibilisierung, damit Gewalt an Männern nicht mehr bagatellisiert werde und Männer sich trauten, Hilfe zu holen, sagt Lüscher.


Die Aargauer Zeitung veranschaulicht an einem aktuellen Fall und einigen Anmerkungen des Schweizer Männerrechtlers Oliver Hunziker, warum feministische Demagoginnen noch heute tönen können, schwere häusliche Gewalt gebe es fast ausschließlich gegen Frauen. ("Der Ehemann der Portugiesin fuhr nach dem Stich mit dem Zug nach Aarau und von dort in die Notaufnahme des Kantonsspitals. Er sagte den Ärzten, seine Stichverletzung im Bauch stamme von einem Velounfall. Die Verletzung war lebensbedrohlich.")

Glückliche Schweiz, in deren Medien Männerrechtler mittlerweile immer öfter zu Wort kommen! Deutschlands Medien sind nach wie vor zum größten Teil lobbyhörig und korrupt.

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15jährige gesteht: Vergewaltigung im Stadtpark war erfunden

Die Hamburger Morgenpost berichtet.

Männerrechtler schließen sich Kampagne gegen häusliche Gewalt an

Die US-amerikanische männerpolitische Plattform A Voice for Men hat eine neue Website hochgezogen. Paul Elam erklärt die Hintergründe. Der erste Leserkommentar: "Das ist irgendwie genial."

"Romantik-Tourismus" in Kenia blüht

While visiting the country’s numerous beautiful beaches, Ama was struck by the many older European women she saw carousing with young Kenyans. When she inquired with one of the women, she found that she was witnessing what many call “Romance tourism” — lonely men and women who travel to impoverished countries in search of companionship and locals who willingly oblige, in exchange for gifts, free meals, and, sometimes, cold hard cash.


"Men and women" ... Es sind diesem und anderen Artikeln zufolge weit überwiegend Frauen, die dieses Angebot nutzen. Und obwohl ein verlinkter enzyklopädischer Beitrag verrät, dass man "Romantik-Tourismus" und Sextourismus letztlich nicht voneinander trennen kann, findet man in der Fotostrecke des Beitrags über "Romantiktourismus" Sätze, die man in Beiträgen über Sextourismus nie fände:

Many women get caught up in the fantasy and experience hurt, confusion, and anger when they realize that they were just being used.


Und selbst den folgenden Satz gäbe es über Sextourismus mit männlichen Reisenden – beispielsweise nach Thaland – nie zu lesen:

Most of the time, however, the women are aware that both are using each other. One for companionship and the other for economic security.


Der kulturellen Massenhypnose, der zufolge Männer Schweine und Frauen Opfer sind, ist nur schwer zu entkommen.

Lucas Schoppe: "Die Gewalt der vierten Gewalt"

Wie stellt die Presse Menschen dar, die an Geschlechterdebatten ohne die Selbstverpflichtung auf gewohnte Deutungsmuster – "Patriarchat", Männerherrschaft, Frauenunterdrückung – teilnehmen möchten? Für Männerrechtler, Feminismuskritiker, Väterrechtler, MHRAs (Men’s Human Rights Activists) gibt es dabei vorerst drei erlaubte Kategorien: Sie sind lächerlich, sie sind bedrohlich, oder sie sind beides.

(...) Ein gemeinsames Problem der genannten Beispiele ist, dass Journalisten in der Überzeugung, für eine gute und richtige Sache einzutreten, Tatsachen verdrehen oder verschweigen, Freund-Feind-Bilder betonieren, niemals an mehreren Perspektiven auf dasselbe Problem interessiert sind und dabei ihre Leser entweder manipulieren oder vor den Kopf stoßen, aber weder informieren noch überzeugen.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Siehe dazu auch: Was regt Sie an Journalisten auf? Schreiben Sie es mir.

Lesermail (Die Welt)

Einer meiner Leser mailt mir zu diesem Artikel, den ich vorgestern auf Genderama verlinkt hatte:

Hallo Herr Hoffmann,

interessant ist, das zu diesem Artikel kein einziger Kommentar veröffentlicht wurde. Einschließlich zweier von mir.

Ich habe, ohne übergriffig zu werden, einen Bogen gespannt vom Thema der japanischen Goldröckchen über die Goldröckchen in Politik und Wirtschaft und der Tatsache, dass öffentliche Aufträge hierzulande nur an Firmen mit intensiver Gleicherberechtigung vergeben werden, und dem übergroßen Erfolg einiger öffentlicher Großprojekte bis hin zu den Kosten für Genderforschung, Frauenförderung und Arbeitsbeschaffung für Frauen innerhalb der Verwaltung.

Und ich bin mir sehr, sehr sicher, dass das Thema einige Kommentare gezeitigt hat.

"Sehr geehrter Herr Martenstein, Sie sind ein Rassist"

Manche Leute mögen es so gar nicht, wenn ihnen jemand die Schwachstellen ihrer Ideologie aufzeigt. Dass Martenstein gerade kein Rassist ist, sondern die bedenkliche diffamierende Rhetorik zweier "Zeit"-Autorinnen sichtbar macht, scheint Caspar Clemens Mierau intellektuell nicht zugänglich zu sein, weshalb er nur noch mit einer Beschimpfung antworten kann. Ja, einige in der Linken sind uns wirklich nur noch peinlich.

Montag, Oktober 20, 2014

Berlins Supermärkte müssen künftig Gender-Toilette bieten

Der Berliner Kurier berichtet.

Japanische Regierung hat ein Frauenproblem

Premierminister Abe sagte in einer fünfminütigen Ankündigung vor der Presse am frühen Nachmittag, dass er den Rücktritt der Ministerinnen mit Bedauern akzeptiert habe. Er entschuldigte sich mit einer kurzen Verbeugung und sagte, er trage die Verantwortung für die Ernennung der Ministerinnen. Noch im Laufe des Tages wolle er "passende" Nachfolger finden – ob Mann oder Frau, sagte er nicht. Abe begegnete damit wiederholter Kritik an der Wahl seiner Ministerinnen. Die Opposition hatte ihm vorgeworfen, sie aufgrund ihres Geschlechts, nicht aufgrund ihrer Befähigung berufen zu haben.


Die Welt berichtet.

Monika Ebeling: "Männer, hört endlich auf damit!"

Männer sollten in der erzwungenen Kontroverse um die Rechte von Frauen keine gleichberechtigten Partner mehr sein. In der Tat fokussierte sich der Kampf prinzipiell auf Vorteile für Frauen. Männer wurden weder einbezogen, noch in der Sache befragt oder konstruktiv berücksichtigt. Im Gegenteil wurden er und seinesgleichen zum Feindbild stilisiert. In Frauengruppen wurde Wut gegen Männer geschürt, die ihresgleichen suchte, und ein feministischer Narzissmus gepflegt, der es in sich hat. Männer wissen das – und halten bis heute weitgehend still.

Diese Aushaltetaktik ist aber weder "Ritterlichkeit" gegenüber Frauen noch "Einfühlungsvermögen" in deren Wünsche geschuldet. Im Gegenteil. Männer werden demoralisiert und erleben teilweise nicht wieder gutzumachende Schäden. Umgekehrt würde ein solches Vorgehen einen Bürgerkrieg provozieren. Das männliche Dominanzverhalten wird gesellschaftlich geächtet, gesetzlich verfolgt und sein Verhalten allgemein als menschlich verwerflich geahndet. Der Mann jedoch lässt sich freundlich lächelnd, bis zuletzt hoffend, und viel (ver)schweigend immer wieder an den Pranger stellen. Männer, hört endlich auf damit!


Hier findet man den vollständigen Text.

Chefredakteur: "Viele Journalisten halten den Meinungsdruck ihrer linken Kollegen nicht aus"

Ich habe in den letzten Jahren viele gute linke Journalisten verloren, weil sie den Gruppendruck innerhalb unseres journalistischen Milieus, das mehrheitlich links von der Mitte steht, nicht mehr ertragen haben. Der Druck wird meistens subtil ausgeübt: Wie kannst du bloss für einen solchen Chefredaktor arbeiten, der solche Ansichten vertritt? Dass sie selbst jederzeit schreiben durften, woran sie glaubten: Es half ihnen in solchen Gesprächen nichts. Ich habe aus Überzeugung nie etwas zensiert, und ich glaube, es gibt niemanden, der bei der BaZ war, der das bestreiten würde. Aber ich habe festgestellt, dass für manche Journalisten diese Liberalität nicht reicht. Es störte sie nicht, dass sie schreiben konnten, was sie wollten, sondern es störte sie, dass auch ich schrieb, was ich wollte.


Hier findet man das vollständige Interview.

USA: Kritiker der neuen Verordnungen zu "sexuellen Übergriffen" schwer zu diffamieren

Die linke US-Website The Daily Beast berichtet darüber, dass sich unter den Kritikern der neuen Verordnungen an amerikanischen Universitäten auch viele Linksliberale und sogar Feministinnen finden:

'Thus, the Harvard signatories include not only noted criminal defense attorney Alan Dershowitz, who has long been viewed as right of center in the culture wars, but preeminent African-American law professor and Barack Obama’s mentor Charles Ogletree and several renowned female jurists such as veteran civil rights attorney Nancy Gertner, constitutional scholar Martha Field, and feminist legal theorist Janet Halley. This protest is not easy to dismiss as a right-wing anti-woman backlash.

The Harvard 28 join other liberal and feminist dissenters from the campus anti-rape crusade. Among them is George Washington University law professor John Banzhaf, a public interest attorney who has not only battled the tobacco and food industries but championed women’s rights in major sex discrimination cases, notably thepush to force the Citadel military academy to admit women in the late 1980s. (His website boasts that he has been called a “radical feminist.”) In the past several months, Banzhaf has focused much of his attention on what he believes is a massive attack on the rights of students accused of sexual misconduct. The title of one of his press releases speaks for itself: "Illegals at Border Have More Rights Than College Students Accused of Rape."


Hier findet man den vollständigen Artikel. Man sollte vielleicht mal Thomas Gesterkamp, Andreas Kemper, Hinrich Rosenbrock oder Robert Claus rüberschicken; dann werden aus all diesen linksliberalen Bürgerrechtlern schnell "Rechte". (Die Wikipedia kann man ja auch problemlos entsprechend frisieren.)

Sonntag, Oktober 19, 2014

Neue Gruppe: Women Going Their Own Way

Geht man nach einer kürzlich online gegangenen Website, scheint eine neue geschlechterpolitische Gruppe am Start zu sein: Women Going Their Own Way. Der Name klingt wie ein Gegenstück zu den Men Going Their Own Way, die sich einer männerfeindlichen Gesellschaft und einer Partnerschaft in dieser Gesellschaft zunehmend verweigern, was unter dem Schlagwort Streik der Männer bekannt wurde.

Ihrer Eigendarstellung nach zu urteilen, sind die Women Going Their Own Way feminismuskritisch aufgestellt. Ihre zentrale Forderung lautet, dass Frauen von ihrem Sockel herunterkommen sollten und Männer von ihrem Pferd, auf dem sie sich als "weiße Ritter" präsentieren, die Frauen bei allem helfen müssen:

Women Going Their Own Way (WGTOW.net) is for women who have no interest in male chivalry, and no interest in being damselled or pedestalized.

In place of these inane stereotypes, it’s time for a real movement to transcend them instead of waiting for a faux movement that promised to discard gender assumptions but did little more than entrench them further.

Women Going Their Own Way can be viewed as a counterpart to the Men Going Their Own Way movement, but it is no mere copy. The idea of self-determined men and women, and the phrase ‘go your own way’ is hundreds of years old, serving as a call to integrity and independence that can’t be limited to one gender or group.

We no longer wish to be held to the ridiculous standard of goddesses, and we don’t need to be seen as damsels in distress. And we sure as hell don’t need to be fawned over by chivalric knights and heroes; men can leave their suits of armor and jousting utensils at home. All we ask is to be seen as human beings instead of stereotypes, and even if you can’t extend that grace, you can rest assured we will be extending it to ourselves.


In den letzten Jahren ist eine feminismuskritische Frauengruppe nach der anderen aufgeblüht (etwa die Töchter der Freiheit, die Women Against Feminism, die Women for Men, die Honey Badgers und andere Unterstützerinnen der Männerrechtsbewegung). Auch dadurch kommt die bisherige Einseitigkeit der Geschlechterdebatte immer mehr ins Rutschen.

Mann aus Jena gründet eigene Hodenkrebs-Stiftung

Die Ostthüringer Zeitung berichtet.

Samstag, Oktober 18, 2014

Großbritannien: Zahl einsamer Männer wird bis 2030 um eine Million steigen

The number of men over the age of 50 suffering from severe loneliness in England will increase to more than 1 million in the next 15 years, research based on government statistics has revealed. (...) Men with poor health, low incomes, few qualifications and living in rented housing are hit hardest by loneliness, which Independent Age defines as the feeling of not liking isolation. Mother Teresa said it is "the worst disease that any human being can ever experience".


Hier geht es weiter.

RTL beklagt Männerdiskriminierung (Video)

Jörg Zajonc, Geschäftsführer bei RTL West, findet mit einem Fahrdienst für Frauen als Aufhänger einige deutliche Worte zur aktuellen Geschlechterdebatte.

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