Freitag, November 24, 2017

FAZ: "Mädchen haben fast ein Schuljahr Vorsprung vor Jungen" – News vom 24. November 2017

1. Die Frankfurter Allgemeine berichtet über eine aktuelle Pisa-Studie, die erstmals verglich, wie gut Schüler in der Gruppe Probleme lösen können. In dem Artikel heißt es:

Mädchen sind in allen Ländern besser darin, Probleme im Team zu lösen. In Deutschland haben sie fast ein Schuljahr Vorsprung vor den Jungen. Auffällig: als die Pisa-Studie 2012 testete, wie gut Schüler alleine Probleme lösen können, schnitten die Jungen besser ab. "Dies deutet darauf hin, dass die Mädchen vor allem in der Teamarbeit sehr große Fähigkeiten haben", teilte die Technische Universität München mit, die den deutschen Teil der Studie verantwortete.


Einer meiner Leser merkt zu diesem Artikel an:

"Dies deutet darauf hin, dass die Mädchen vor allem in der Teamarbeit sehr große Fähigkeiten haben" ist die einzige Schlußfolgerung, die es in die FAZ schafft. Es wird nicht hinterfragt, warum Jungen jetzt schlechter sind. Es wird auch nicht gefragt, wie man Jungs jetzt fördern könnte, um das Defizit aufzufangen. Und es wird nicht hinterfragt, warum gerade die Jungs in den letzten vier Jahren so viel an dieser Kompetenz verloren haben könnten.

Und wie immer stelle ich mir vor, die Geschlecher in diesem Artikel zu tauschen. Welchen Aufschrei würden wir medial wieder erleben, wenn hier die Jungs gewonnen hätten und die Mädchen Bildungsverlierer wären.




2. Der aktuelle SPIEGEL hält die Sexismus-Panik weiter unter Dampf. Im Artikel "Angst" dieser Ausgabe erläutert Xaver von Cranach, wie Männer damit umgehen sollten, dass Frauen in ständiger Angst vor ihnen leben müssen. Ein Auszug:

Man kann die Straßenseite wechseln, wenn man das Gefühl hat, dass eine Frau unsicher wird, nachts, auf dem Gehweg. Man kann ein paar Schritte Abstand halten, wenn man das Gefühl hat, die Frau vor einem hört schon die schweren Winterstiefel hinter sich und hat Angst vor demjenigen, der sie trägt. Man kann sich seiner Körpersprache bewusst werden und versuchen, ihr das Bedrohliche zu nehmen.


Die Titelgeschichte des Heftes besteht übrigens aus mehreren Seiten reinem Christian-Lindner-Bashing. Der Artikel zeichnet Lindner als skrupellosen Hasardeur, der auf dem Weg ist, Deutschlands Jörg Haider zu werden, und dabei unsere Nation aufs Spiel setzt. Nach der Lektüre dieser Seiten frage ich mich fast selbst, warum dieser Kerl überhaupt noch frei herum läuft.

So funktioniert das, wenn man nicht die Koalition unterstützt, die unsere Leitmedien gerne hätten.



3. Die Berliner Zeitung hat Eberhard Schäfer, den Gründer des bundesweit einzigartigen Väterzentrums, interviewt.



4. Mehr als 700.000 Männer wurden vergangenes Jahr Opfer häuslicher Gewalt, berichtet die britische Daily Mail.



5. Als "Virtue Signalling" bezeichnen Kritiker das Aussenden von Signalen, die vor allem zeigen sollen, dass man selbst ein "guter", also politisch korrekter Mensch sei. (Das kann etwa durch das Tragen von Gedenkschleifchen in einer bestimmten Farbe geschehen oder T-Shirts mit der Aufschrift "This is what a feminist looks like").. Im australischen "Spectator" amüsiert sich Corrine Barraclough über Fälle, wo diese oft geistlose Methode, im Mainstream der "Anständigen" mitzuschwimmen, schiefgeht:

Nehmen wir diese Woche die Royal Australian Air Force als ein Beispiel von vielen.

Am Montag hieß es dort zur Unterstützung des drohenden White Ribbon Day: "Wir haben uns entschieden, gegen Gewalt gegen Frauen Stellung zu beziehen ..."

Drei, zwei, eins - und dieser Versuch, die eigene Tugend zu signalisieren, ging heftig in Flammen auf.

Der beliebteste Kommentar zu diesem Statement? "Und beziehen Sie auch Stellung gegen Gewalt gegen Männer?"

Gefolgt von "Ich habe Ihre Reklame am Internationalen Tag des Mannes vermisst."

Und dann: "Wo bleibt die Unterstützung für Männer, die von den Familiengerichten wegen unbegründeter Ansprüche von rachsüchtigen Frauen gegen ihren Willen ihrer Kinder beraubt werden ...".

Und: "Sie haben den internationalen Männertag verpasst.... Lasst uns ALLE häusliche Gewalt ausmerzen, einschließlich Gewalt gegen ältere Menschen und Gewalt gegen Kinder und Männer. Ich werde ein weißes Schleifchen kaufen, wenn es bedeutet, dass jeder aufhört, aggressiv gegenüber den Leuten zu sein, die man schätzen sollte."

Außerdem sticht hervor: "Dieser Kommentarteil gibt mir wirklich Hoffnung. Die Leute mögen Bigotterie nicht, und das weiße Schleifchen steht genau dafür ..."

Virtue Signalling ist ziemlich unangenehm, wenn Sie nur Ihre winkenden, lächelnden Freunden erreichen, die Ihre immer weniger vertrauenswürdige Echokammer säumen.




6. Zum Thema "Männerrechte in exotischen Ländern" werfen wir heute einen Blick auf die Philippinen. Dort sind einer UNICEF-Studie zufolge mehr männliche als weibliche Teenager Opfer sexueller Gewalt.

Donnerstag, November 23, 2017

Sexismus-Hysterie: Jakob Augstein fordert Gewalt gegen Männer – News vom 23. November 2017

1. In einem mit "Rache ist Blutwurst" überschriebenen Beitrag auf Spiegel-Online verkündet Jakob Augstein, ihm fehle in der MeToo-Debatte "die Angst der Männer". Die Sorge, dass rechtschaffane Männer mit übergriffigen in einen Sack gesteckt werden, bezeichnet er als "sonderbar". Weiterhin führt Augstein aus:

Wir brauchen in der Tat eine Revolution. Eine neue sexuelle Revolution. Wie jede Revolution wird auch diese hier nicht ohne Opfer abgehen. (...) Es wird Männer treffen, die das nicht verdient haben. Wir kennen solche Fälle. Der Lehrer Horst Arnold, der von einer Kollegin zu Unrecht beschuldigt worden war. Der Mann verbrachte fünf Jahre im Gefängnis. Erst nach seiner Entlassung wurde er rehabilitiert. Aber er starb bald danach an Herzversagen. (...) Aber in der neuen Geschlechterdebatte geht es darum, die Gewichte der Macht zu verschieben - und das geht nicht ohne Gewalt ab.


Augstein war wegen seines unbekümmerten Verhältnisses zur Gewalt schon mehrere andere Male kritisiert worden. Inzwischen habe ich von ihm den Eindruck, die Gewaltforderung steht für ihn im Vordergrund, die politische Legitimation ist letztlich austauschbar. Mit dieser Einstellung ist ihm im Gegensatz zu friedliebenden Männerechtlern ein Podium in den deutschen Leitmedien selbstverständich immer sicher.



2. Der maskulistische Beitrag des Tages stammte gestern von Deutschlandradio Kultur nd wendet sich gegen die beliebte Opfer-Floskel "darunter Frauen und Kinder". Der Theologe Knut Berner wendet ein: Auch Männern gebührt Trauer. Berner merkt zudem an:

Es gibt angesichts trauriger Aktualität völlig zu Recht einen "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen". Jedoch sucht man vergebens ein Pendant für Gewalt gegen Männer. Und den mehr als 400 Frauenhäusern stehen in Deutschland gerade einmal drei vergleichbare Einrichtungen für Männer zur Seite.




3. Wie die "Welt" berichtet, hat Frankreichs Premierminister Philippe seinen Beamten gendersensible Schreibweisen verboten.

Damit geht Frankreich genau den entgegengesetzten Weg wie Deutschland: Hierzulande schreiben immer mehr Verwaltungen und Universitäten den Beamten und Studenten "gendersensible" Schreibweisen zwingend vor. Auch in Frankreich verlangen immer mehr Universitäten von ihren Studenten, E-Mails und andere Schreiben so zu formulieren, wie es die Gleichstellungskommission Haut Conseil à l’Égalité entre les femmes et les hommes 2015 empfohlen hatte.

(...) Mit seiner Anweisung befindet sich Philippe im Einklang mit der Académie française, der obersten Regelungsinstanz für alle Fragen der französischen Sprache, die die feministischen Neuerungen ablehnt. Erst am Montag dieser Woche hatte auch der französische Verband der Blinden und Sehbehinderten ein Ende des neumodischen Sprachmix gefordert. Die inklusiven Schreibweisen brächten "eine unlesbare und unverständliche Sprache" hervor, die für "unsere Bildschirmleser nahezu nicht zu dechiffrieren" sei.




4. An der Debatte um Lena Dunham zeigt Marie Schmidt welche bedenkliche Rolle Glaubensfragen im Feminismus spielen – und inwiefern dieser Feminismus "defizitär" und "unglaubwürdig" wird.



5. Während in den USA die These, dass alle Männer als "Monster" zu betrachten seien, inzwischen bis hin zur Washington Post erschreckend starke Zustimmung erhält, verkündet eine Journalistin der Teen Vogue, es sei nichts dagegen einzuwenden, im Kampf gegen sexuelle Gewalt auch unschuldige Männer zu opfern:

"Erstens: Falschbeschuldigungen kommen SEHR selten vor, so dass schon ihre Erwähnung an die Taktik grenzt, die Debatte entgleisen zu lassen. Es ist ein mikroskopisch kleines Risiko im Vergleich zum eigentlichen Problem (weltweite systemische Unterdrückung der Hälfte der Bevölkerung)", tweetete sie.

Lindin machte ihre Einstellung sehr deutlich, dass selbst wenn unschuldige Männer durch falsche Anschuldigungen ruiniert werden, das höhere Wohl die Sache wert sei.

"Der Nutzen für uns allen, die endlich die Wahrheit sagen + die Auswirkungen auf die Opfer überwiegen BEI WEITEM den Verlust, den der Ruf eines Mannes erleidet", erklärte sie und fügte hinzu: "Wenn der Ruf einiger unschuldiger Männer einen Treffer dabei einstecken muss, dass wir das Patriarchat beseitigen, dann ist das ein Preis, den ich absolut bereit bin zu zahlen".

(...) Lindin rechtfertigte ihre Haltung damit, dass unzählige Frauen unfair geschädigt wurden, so dass es fair sei, wenn auch mal ein Mann leide.

"Wie viele unserer Reputationen haben ungerecht gelitten? Wie viele unserer Leben WURDEN BEREITS durch physische Gewalt gegen uns zerstört? Warum war das akzeptabel, aber der (potenziell) unfaire Verlust der Karrierechancen eines Mannes ist es nicht?"




6. Eigentlich sind sie nicht aktuell genug für ein Newsblog, aber ich erwähne hier trotzdem mal zwei Artikel, die sich mit häuslicher Gewalt beziehungsweise sexueller Belästigung von Männern in Ägypten beschäftigen.

Mittwoch, November 22, 2017

Was steckt hinter der irren Hetze gegen Christian Lindner? – News vom 22. November 2017

1. In seinem Beitrag Merkeldämmerung erörtert Lucas Schoppe, wie sich die aktuellen Hassattacken gegen Christian Lindner und andere Freidemokraten erklären lassen, "als hätten sie Kindern heimtückisch ihre Weihnachtsgeschenke gestohlen". Dabei kommt Schoppe auch auf das familienpolitische Thema "Wechselmodell" zu sprechen.



2. Eine Frauenaktivistin hat einen sexuellen Übergriff auf dem Heimweg vom Oktoberfest erfunden.



3. "Die MeToo-Debatte verharmlost Vergewaltigungen" findet die linke Jungle World in einem überraschend lesenswerten Artikel. Darin heißt es deutlich: "Der Netzfeminismus in seiner jetzigen Form fällt den Opfern von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wieder einmal in den Rücken."



4. "Die Welt" berichtet über die vermisste Waffenchefin eines argentinischen U-Boots. Dass auch ihre 43 männlichen Kollegen in Lebensgefahr sind, wird immerhin am Rande erwähnt.



5. Au Backe, Lena Dunham ist endgültig erledigt: Jetzt nimmt sogar die Brigitte sie unter Beschuss.



6. Der britische Guardian berichtet über Vergewaltigungen und sexuelle Folter von Männern und Jungen in Syrien.



7. In den USA gehen die sexistischen Selbstgeißelungen weiter:

Weiße Männer, sexuelle Übergriffe und Belästigungen sind unser Problem. Wir müssen den Schaden anerkennen, den wir der Gesellschaft zufügen. Wir müssen uns klarmachen, dass ein Versuch, die Sache zu stoppen, bei uns beginnt. Vertrauen Sie mir, ich weiß, dass eine Menge von Ihnen bereits aufgehört haben, diesen Beitrag wegen jener ersten drei Sätze zu lesen.


Stimmt.



8. Beim Daily Dot ist man empört und fassungslos darüber, dass Facebook auch so lustige Sprüche wie "Männer sind Abschaum" als Hate Speech sanktioniert:

Im Oktober erhielt Marcia Belsky ein 30-tägiges Facebook-Verbot für drei Worte: "Männer sind Abschaum."

Sie hatte den Satz ohne weitere Überlegung gepostet. (...) Belsky war verblüfft. Könnte eine Sprache, die so zahm ist wie "Männer sind Abschaum", wirklich als Hassrede ausgelegt werden? (...) Gemäß den Community-Richtlinien von Facebook, ja. Die Richtlinien schützen Gruppen, die auf Geschlecht, Ethnizität und Religion basieren. So unfair es auch erscheinen mag, jede pauschale Aussage über Männer könnte sich potenziell als Hassrede qualifizieren.

Das war auch nicht Belskys erstes Verbot von Facebook. Die in New York lebende Komikerin hatte zuvor ein ihrer Meinung nach humorvolles Foto gepostet. Es zeigte ihr jüngeres, unschuldig lächelndes Selbst, mit den Worten "Kill All Men" in einer Cartoon-Sprachblase neben ihrem engelhaften Gesicht.

(...) Aber das "Männer sind Abschaum"-Verbot hat sie zu Boden geworfen. Als Komödiantin nutzt sie häufig Facebook, um ihre Auftritte zu promoten, indem sie ihre respektlose, männerfeindliche Art von Witz zeigt. Würde das bedeuten, dass sie keine Witze mehr machen konnte?

(...) Die Komikerin Elsa Waithe wurde dreimal von Facebook verbannt, aber sie sagt, dass die Verbote ihre Vorliebe für respektlosen Humor nicht gebremst haben. Wenn überhaupt, dann haben die Strafmaßnahmen von Facebook sie ermutigt, weiter zu sprechen. "Für mich bedeutet das sogar, dass ich möglicherweise etwas Richtiges sage ... ich berühre offensichtlich irgendeinen wunden Punkt."

Waithes erster beleidigender Beitrag beinhaltete einen Witz über die Deportation von "allen Weißen". 2016 postete sie diesen Beitrag, in Anlehnung an Donald Trumps vorgeschlagenes Moslemverbot. Es dauerte jedoch bis Januar 2017, bis Waithe die Benachrichtigung über ihr erstes 30-Tage-Verbot erhielt.

Dann im April, postete Waithe ein Bild von Männern, die Schrotflinten neben ihren Töchtern und deren Abschlussball-Dates hieten. Sie teilte es mit der Bildunterschrift: "Männer wissen, dass andere Männer Müll sind, weshalb diese Art von Fotos beliebt sind" Sie erhielt ein weiteres 30-Tage-Verbot. Zuerst dachte sie, dass es wegen der Gewehre im Bild war. Erst später, als sie von Belskys "Männer sind Abschaum"-Verbot hörte, habe sie die Verbindung hergestellt.

Belsky sagt, dass es schwer ist, sich all diese Vorfälle anzusehen und sich nicht zu wundern, was hinter den Kulissen von Facebook vor sich geht. "Man fängt an zu denken, dass die Leute, die diese Regeln machen, selbst Trolle sind."

Dienstag, November 21, 2017

Feministin in der "Zeit": "Männerhass bringt uns nicht weiter" – News vom 21. November 2017

1. Die Sexismus-Debatte werde von einer Wolf-Lamm-Rhetorik beherrscht, befindet Eva Biringer, die sich als Feministin versteht, in der "Zeit":

Wenn von jedem Mann erwartet wird, die vergangenen zehn, zwanzig, dreißig Jahre zu rekapitulieren auf der Suche nach Momenten, in denen er möglicherweise die Grenze übertreten hat von Flirt zu Belästigung, sollten sich Frauen wenigstens einmal kurz fragen, ob sie niemals eine Kaffeeeinladung vom Vorgesetzten angenommen oder eine besonders vorteilhafte Bluse zum Vorstellungsgespräch angezogen haben.


Der Hass auf die "alten weißen Männer", so Biringer, bringe niemanden weiter:

Wenn jetzt jeder junge oder alte, schwarze oder weiße Mann fürchten muss, ein jahrelang zurückliegender Fehltritt (...) könne ihn Ruf und Karriere kosten, ist das gar nicht weit entfernt von Denunziantentum. In so einer Welt will ich nicht leben.




2. "MeToo ist ein intellektuelles schwarzes Loch" argumentiert Kevin Fuchs, stellvertretender Vorsitzender der Liberalen Männer (FDP).



3. Im Zuge der MeToo-Debatte berichtet ein britischer Elektriker, dass Handwerker bei Hausbesuchen von Frauen regelmäßig sexuell belästigt würden. Sie brächten dies aber nie zur Sprache, weil sie befürchteten, dann ihrerseits von den Frauen sexueller Übergriffe bezichtigt zu werden: "Wem wird man glauben? Ganz sicher nicht dem Mann."

Der verlinkte Artikel erwähnt eine Studie aus dem Jahr 2015, der zufolge nur 3,9 Prozent der männlichen Opfer sexueller Übergriffe über ihre Erfahrungen berichten.



4. Die amerikanische Feministin Lena Dunham steht im Zentrum eiens massiven Shitstorms, nachdem sie einen Kollegen gegen Vorwürfe der sexuellen Belästigung in Schutz genommen hatte. Jetzt versucht sie zurückzurudern:

Offenbar hatte Dunham mit diesem Mega-Shitstorm nicht gerechnet. Doch ihre Fans toben, immerhin wirft sie dem vermeintlichen Opfer eine Falschaussage vor. Prompt folgte ein weiteres Statement via Twitter - eine Entschuldigung. Sie habe niemals geglaubt, dass sie als Feministin ein Statement veröffentlichen würde, in dem sie jemanden unterstütze, der der sexuellen Belästigung beschuldigt werde. Naiverweise habe sie geglaubt, dass ihre Meinung zur Situation ihres Freundes von Bedeutung sei. "Ich verstehe jetzt, dass es absolut falsch war und es tut mir so leid", so Dunham.


Doch trotz Dunhams Beteuerungen eskaliert der Konflikt weiter. Da Dunham einen weißen Kollegen gegen Anschuldigungen einer schwarzen Frau verteidigt hatte, heißt es nun, sie sie für ihren Rassismus wohlbekannt.

Montag, November 20, 2017

Männertag, "Bordell Deutschland", Sexismusdebatte weckt Feminismuskritik – News vom 20. November 2017

1. Gestern sind noch einige weitere Beiträge zum Internationalen Männertag erschienen.

In Bascha Mikas "Frankfurter Rundschau" weiß Boris Halva mit dem politischen Gehalt dieses Tages erwartungsgemäß wenig anzufangen, und da sein Horizont seine Welt darstellt, erklärt er diesen Tag für eher irrelevant:

Im Grunde genommen also ist der Platz hier hinten in der Zeitung genau der richtige. Man sollte den Internationalen Männertag, der auch nur einer dieser Tag-Tage ist, nicht allzu hoch hängen. Es gibt Wichtigeres zu tun da draußen, und zwar für alle, als darüber zu reflektieren, wie der Dialog der Männer mit sich selbst und den Frauen so gestaltet werden kann, dass ein gutes Miteinander möglich ist und selbstverständlich wird.


Eine Gegenposition zur "Frankfurter Rundschau" beziehen die Human Rights News. Sie erklären, warum die Menschenrechte sogar von Männern keineswegs auf den Platz "hinten in der Zeitung" gehören.

Im britischen Telegraph hingegen freut sich Mark Brooks, dass jahrelange Beschwerden durchaus Erfolge zeigen. Das trifft für Großbritannien durchaus zu, womit dieses Land aus deutscher Sicht eine Utopie darstellt, die wir erst noch ansteuern müssen:

Ich verfolge dieselbe Routine seit sechs Jahren. Das war zwar konstant, aber der Tag selbst hat sich stark verändert. Jedes Jahr wird er größer, wichtiger, bedeutungsvoller. Und jedes Jahr wird ihm mehr Glaubwürdigkeit verliehen. Es war ein langer Kampf, aber es fühlt sich so an, als wären wir gesellschaftlich zu den Herausforderungen aufgewacht, vor denen Männer und Jungen stehen.

In diesem Jahr, über den ganzen Monat verteilt, gibt es in Großbritannien weit über 70 Veranstaltungen - die meisten weltweit und die meisten jemals in diesem Land (wir waren noch mit einem Dutzend zufrieden im Jahr 2012). Alle sind von immer mehr Frauen, Männern und Organisationen im ganzen Land geprägt. Zu den Veranstaltungen gehören Parlamentsdebatten (im dritten Jahr in Folge), Gemeindeveranstaltungen, Männergesundheitsveranstaltungen, Geschäftsveranstaltungen, studentische Veranstaltungen, politische Veranstaltungen, Forschungsstarts, Albumstarts, Musikvideopremieren, Toolkitstarts, Debatten, Ausstellungen, Konferenzen, Wettbewerbe, Comedy-Abende und Fundraiser. Sogar ein Angelwettbewerb auf Deal Pier!

Wichtig ist, dass der Weltmännertag zu einem wichtigen Tag für Wohltätigkeitsorganisationen geworden ist, um sich auf ihre Themen zu konzentrieren und Konferenzen, Kampagnen und Veranstaltungen abzuhalten. Dazu gehören die ManKind Initiative, CALM, Men Get Eating Disorders Too, Survivors Manchester und Mankind Counselling, um nur einige zu nennen. Mit "Movember" beginnt natürlich der Monat, und wir haben auch einen vom Parlamentsabgeordneten Virendra Sharma organisierten Parlamentarischen Empfang.

Wohrer also kommt es, dass das der Welttag des Mannes so in seiner Bedeutung wächst? (...) Ganz einfach - es liegt an der Erkenntnis, dass das Wohlbefinden von Männern und Jungen wichtig ist. Ihr Wohlergehen war schon immer wichtig für ihre Angehörigen, Familie und Freunde. Inzwischen ist man sich jedoch bewusst, dass ihr individuelles und kollektives Wohlergehen auch für Arbeitgeber, Gemeinden und die Gesellschaft insgesamt wichtig ist. Für das ganze Land ist es wichtig.

Aus der Gleichstellungsperspektive ist man sich darüber im Klaren, dass die Gesellschaft nicht tatenlos herumsitzen kann, ohne Maßnahmen zu ergreifen, um Themen wie den Selbstmord des Mannes (heute nehmen sich 12 Männer das Leben) und Obdachlosigkeit (weit über 3.000 Männer werden heute Abend auf der Straße schlafen) anzugehen. Das sind selbstverständlich geschlechtsspezifische Fragen: Sie zu ignorieren, wäre gleichbedeutend mit Sexismus.

Die Politik versucht nun, aufzuholen. Wie der Abgeordnete Jo Swinson in der Parlamentsdebatte diese Woche so eloquent sagte:"... unser Fokus liegt oft darauf, wie Frauen und Mädchen durch die Ungleichheit der Geschlechter geschwächt werden, und es ist richtig, dass wir diese Fragen untersuchen. Es ist aber ganz sicher so, dass auch Männer und Jungen von der Ungleichheit der Geschlechter negativ betroffen sind."

Diejenigen, die sich persönlich für das Wohlergehen von Männern und Jungen einsetzen, haben den Internationalen Männertag zu einem Massenphänomen gemacht - nicht durch Diktat oder irgendeinen Think Tank, Politiker, durch akademische oder wirtschaftliche Marken. Es wurde von allen geschaffen und gehört daher uns allen.


Die verbesserte Laune, die beim Lesen dieser Absätze entsteht, wird allerdings getrübt, wenn man sich anschaut, wie Twitter diesen Tag begeht (vor allem im indischen Raum). Dort hat ein Deo-Hersteller den Hashtag #NotaMan ins Leben gerufen, der zeigen soll, welches verheerende Leid Frauen auf körperlicher, geistiger oder emotionaler Ebene zugefügt wird. Hier herrscht also das bekannte Muster: Am Weltfrauentag ehren und preisen wir die Frau, am Weltmännertag verdammen wir den Mann. Menschen, die das kritisierten und stattdessen auf Männerprobleme aufmerksam machen, sind dem verlinkten Artikel zufolge "völlig aus dem Gleis geraten".

Ähnlich irre argumentiert Bernhard Jenny in Österreichs "Standard". Mann sein heißt ihm zufolge, sich für die Rechte der Frauen einzusetzen: "Es hat einige Jahre meines Lebens gebraucht, bis ich begriffen habe, dass ich als Mann zu den Profiteuren eines Frauen diskriminierenden Gesellschaftssystems gehöre. Wir Männer sind das Problem, wenn wir die Verantwortung zur Beendigung der Diskriminierung nicht übernehmen." Davon, dass Männer eigene Anliegen haben, findet man in dem Artikel keine Silbe.

Einer meiner Leser schrieb mir gestern zu diesem Thema:

Außer in deinem Blog habe ich bisher wenig über den Weltmännertag nachlesen können. Es ist jetzt 11.45 Uhr. Ich haben Zeit-Online, Spiegel-Online, tagesanzeiger,ch, Badische Zeitung, taz, SZ, Schwaebisch.de, Neue Rotweiler Zeitung und Stuttgarter Zeitung hinter mir. Keines der Onlineportale hat einen Artikel auf der Startseite. Die Stuttgarter berichtet stattdessen noch vom Welttoilettentag, der wohl vor zwei Tagen war.

Da weiß Mann doch, wo Mann steht.




Themawechsel.



2. "Bordell Deutschland" hatte das ZDF eine am 18. November 2017 ausgestrahlte Dokumentation über die angeblich dramatische Situation im deutschen Sexhandel betitelt. Warum es sich dabei um "Fake News" handelt, begründet die Selbsthilfeorganisation vür Prostituierte Doña Carmen in einer minutiösen Analyse - die natürlich nicht mal einen Bruchteil der medialen Aufmerksamkeit durch andere Journalsiten erhält wie die reißerischen Darstellungen des ZDF.



3. Ein US-amerikanischer Richter möchte einen Kontrapunkt zur männerfeindlichen MeToo-Hysterie setzen und berichtet deshalb aus seinem offenbar sehr aktiven Sexleben. Wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet, sind die üblichen Verdächtigen entrüstet:

Die Präsidentin des Obersten Gerichts von Ohio, Maureen O’Connor, äußerte sich entsetzt: Diese "schockierende Geringschätzung gegenüber Frauen" untergrabe das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Justiz, erklärte sie. Der Vorsitzende der Demokratischen Partei von Ohio, David Pepper, warf dem Kandidaten vor, die "wichtige Debatte" über sexuelle Übergriffe zu "trivialisieren". In dieser Debatte gehe es "nicht um einvernehmliche Begegnungen von Erwachsenen". Die republikanische Gouverneurskandidatin Mary Taylor kritisierte die Äußerungen als "herablassend".




4. In der Wochenzeitung "Freitag" erklärt ein Autor, der sich explizit als Linker bezeichnet, wie er durch die Art und Weise, wie die Sexismusdebatte geführt wird, zum Gegner des Feminismus geworden ist. Ein Auszug:

Ich finde, es ist nicht dasselbe, ob Luis CK vor erwachsenen Frauen masturbiert, nachdem er sie um ihre Erlaubnis gefragt hat, oder ob er einfach ungefragt seinen Penis rausholt. Der erste Fall ist eine sexuelle Spielart und meines Erachtens legitim, insbesondere in einer Situation, in der er keine explizite Macht über die Frauen ausübt, wenngleich er das selbst anders zu sehen scheint. Das zweite ist Exhibitionismus, für den es gesetzliche Strafen gibt. Ich halte es nicht für sexuelle Belästigung, wenn ein Mensch einem anderen Menschen zuzwinkert, wie es laut einer kürzlich erfolgten Umfrage z. B. in Frankreich die Mehrheit der Bevölkerung zu glauben scheint. Ich bin nicht der Meinung, dass die Beweislast aufgrund der inhärent komplizierten Beweisführung im Fall von Vergewaltigung umgekehrt werden sollte, wie teils implizit teils explizit gefordert wird. Ich glaube, Woody Allen, ein offiziell von Missbrauchsvorwürfen freigesprochener Mann, sollte nicht als Exempel für das verrottete System Hollywood herangezogen werden. Ich finde, Jörg Kachelmann verdient eine vollständige Rehabilitation seiner Person. Ich halte es für falsch, wenn Minister*Innen in laufenden Prozessen Partei ergreifen. Eine Berührung des Pos ist für mich ein sexueller Übergriff, der zwar bestraft werden muss, für den Freiheitsentzug jedoch ein zu hohes Strafmaß ist. Ich vertrete die Position, dass die Unschuldsvermutung nicht nur vor Gericht, sondern auch in der öffentliche Debatte eine herausragende Rolle spielen sollte. Wer diese Positionen für sexistisch hält, der darf mich gerne Sexist nennen.




5. Ausgerechnet in der Süddeutschen Zeitung findet sich ein Artikel mit Argumenten, die normalerweise mit dem Etikett "antifeministisch" tabuisiert werden. Beispielsweise erklärt er, wie Feminismus und Gender gegen die Freiheit der Wissenschaft arbeiten und was der Unterschied zwischen Gleichberechtigung und Gleichstellung ist.



6. "Alte weiße Männer? Es nervt!" findet die Bloggerin Claudia Klinger in einer Kritik Michael Seemanns.



7. Im liberalen Magazin Sp!ked schildert Joanna Williams, wie Feminismus immer mehr zu einer Frontstellung von Frauen gegeneinander führt. Ein Auszug:

Der Feminismus hat schon lange Männer gegen Frauen ausgespielt. Aber er spielt zunehmend auch Frauen gegen Frauen aus. Frauen, die Männer nicht als problematisch empfinden, die sich weigern, zu akzeptieren, dass das Patriarchat die Wurzel all ihrer Schwierigkeiten ist, werden abwechselnd bemitleidet, weil sie an verinnerlichter Frauenfeindlichkeit leiden, und als Verräterinnen verabscheut. Die Sexuelle-Belästigungs-Panik macht deutlich, dass es einige Typen von Frauen gibt, die von Feministinnen gebilligt werden – Frauen nämlich, die mutig und detailiert schildern, wie jemand angeblich ihr Knie berührt habe - während andere Frauen, die sich weigern, sich an den Bemitleidet-mich- Geschichten zu beteiligen, mit dem Vorwurf beschämt werden, sie würden Opfern die Schuld zuweisen.

Anfang dieser Woche habe ich an einer Debatte über sexuelle Belästigung bei den Channel 4 News teilgenommen. Neben mir saß Ann Leslie, eine der großen Reporterinnen des 20. Jahrhunderts und Auslandskorrespondentin zu einer Zeit, als solche Berufe noch als ungeeignet für Frauen galten. Leslie reiste oft allein durch die Welt und berichtete von Moskau nach Simbabwe, von Berlin, als die Mauer fiel, aus Südafrika, als Mandela freigelassen wurde. Trotz ihres Alters und ihrer körperlichen Gebrechlichkeit brachte ihr Sinn für Humor und ihre Lebendigkeit eine dringend benötigte Sichtweise in die Diskussion.

(...) Leslie argumentierte, dass Feministinnen heute "ihre Zeit damit verbringen zu sagen, dass Frauen traumatisiert sind, weil ein dummer alter Trunkenbold im Parlament seine Hand auf ihr Knie oder so etwas Ähnliches legt". Sie hat Vergewaltigung keineswegs trivialisiert oder gesagt, dass Frauen sexuelle Belästigung einfach hinnehmen sollten. Vielmehr ging es ihr darum, dass das Wehklagen über die Berührung eines Knies Frauen offen gesagt ein bisschen erbärmlich erscheinen lässt, und man nicht einerseits Frauen als stark und machtvoll darstellen kann, um dann wieder zu sagen, dass sie Angst haben und dass sie weinen werden.

Wie auf Kommando stürmten Keyboardfeministinnen Twitter, um sich bei Channel 4 News zu beschweren, weil sie eine Plattform für diese "furchtbare Frau" boten. WAS HABE ICH DA GERADE GESEHEN? schrien sie unisono. Warum, so verlangten sie zu wissen, wurde dieser "Dinosaurier exhumiert" und ihm Sendezeit gegeben? "Frauen, die sexuelle Belästigung melden, sind so mutig", erscholl der Chor. Die Leiterin der Kommunikationsabteilung von Channel 4 News schürte die Empörung: "Ann Leslie behauptete, dass Frauen, die sexuelle Gewalt melden, schwach seien". Tatsächlich argumentierte Leslie, dass gerade weil Frauen stark, mächtig und kompetent sind, ihr Geschrei über die Berührung eines Knies so erniedrigend ist.

(...) Im Verlauf der Sexuelle-Belästigungs-Panik haben andere Frauen ein ähnliches Schicksal erfahren. Anne Robinson, eine weitere Journalistin und TV-Moderatorin, provozierte Empörung mit ihrer Behauptung, dass moderne Frauen "zerbrechlich" seien. Robinson sagte: "Vor 40 Jahren gab es nur sehr wenige von uns Frauen an der Macht, und ich muss sagen, wir hatten eine sehr viel robustere Haltung gegenüber Männern, die sich schlecht benahmen." Ironischerweise beweist der Furor über ihre Worte, dass sie einen wunden Punkt getroffen hat.

"Die gläserne Decke scheint zertrümmert worden zu sein ", argumentierte Robinson,"aber nebenher läuft eine Zerbrechlichkeit unter Frauen, die dem Klima am Arbeitsplatz nicht gewachsen sind ". Für diese Worte wurde sie als "total daneben","verwirrt" und als jemand gebrandmarkt, die sich der Prahlerei über ihre eigene Leistung hingibt. "Wegen Kritikerinnen wir dir, Anne", informierte man sie herablassend, "braucht es viel mehr Mut und Selbstvertrauen, um über Belästigung am Arbeitsplatz zu reden."




8. Lucas Schoppe beschäftigt sich mit der Marburger Millionenstudie, die offenbar Kritik an der feministischen Ideologie denunzieren soll: "Natürlich kam mir gleich die Frage in den Sinn, warum Antifeministen dem Ministerium so wichtig sind, eine Million Euro für ihre Erforschung auszugeben – aber nicht wichtig genug, einfach mal mit ihnen zu reden."

Ein weiterer Auszug:

Wenn aber Wissenschaftler politische Positionen wissenschaftlich erforschen möchten, die ihrer eigenen Position widersprechen – wenn sie diese Positionen gar gerade wegen dieser Kritik erforschen möchte – dann müssen sie sich natürlich über ihre eigenen Voreingenommenheiten im Klaren sein und Sorge tragen, dass diese Voreingenommenheiten ihre Ergebnisse nicht beeinflussen.

Die Projekt-Betreiberinnen aber machen konsequent das Gegenteil: Schon bevor ihr Projekt überhaupt begonnen hat, belegen sie ihre politischen Gegner so konsequent mit politisch und moralisch abwertenden Begriffen, dass jegliche Voreingenommenheit als berechtigt erscheint. Das ist eben genau das Gegenteil eines wissenschaftlichen Arbeitens.

(...) Im Teilprojekt "Anti-‚genderistische‘ Argumentationen in akademischen Kontexten" werden Kritiken an genderpolitschen Stellungnahmen und am wissenschaftlichen Selbstverständnis umstandslos als "Antifeminismus" verbucht. Mit einer Selbstverständlichkeit, die sie nirgends begründen, räumen die Autorinnen auch hier nicht einmal die bloße Möglichkeit ein, dass eine solch breite Kritik aus guten Gründen geäußert werden könnte.

Dabei könnten sie Zweifeln an der Wissenschaftlichkeit ihrer Forschung ja leicht damit begegnen, dass sie die wichtigen Ergebnisse der Gender-Forschung und ihre wissenschaftliche Relevanz präsentieren. Wenn sie stattdessen lediglich ihren Kritikern politischen Motive unterstellen, demonstrieren sie damit unglücklicherweise vor allem, dass sie sich dazu nicht in der Lage sehen.

Wer aber Hunderttausende aus öffentlichen Geldern für Projekte erhält, die er als wissenschaftliche "Forschung" präsentiert, der hat natürlich eine Bringschuld, auch nachzuweisen, dass diese Gelder seriös verwendet werden. Es reicht nicht, stattdessen lediglich Kritiker politisch zu diffamieren, sie als unseriös, gewaltbereit und rückständig zu präsentieren.

Den Reichtum an Schriften, die diesen Eindruck stören, kommt in der Projektbeschreibung nicht vor. Sie erwähnen zum Beispiel nicht einmal die Studie von Christine Bauer-Jelinek und Johannes Meiners zur deutschsprachigen Männerrechtsszene oder Arne Hoffmanns umfassendes "Plädoyer für eine linke Männerpolitik". Dort stellt er sein Konzept eines "integralen Antisexismus" vor, das sich gegen geschlechterbedingte Benachteiligungen BEIDER Geschlechter richtet. Die von den Marburgerinnen behauptete "Forschungslücke" entsteht lediglich dadurch, dass sie die einschlägigen Texte zum Thema nicht zur Kenntnis nehmen.

Das ist schade, und es ist angesichts der eingesetzten öffentlichen Ressourcen auch ein erhebliches Versäumnis. Tatsächlich schafft nämlich gerade die Kritik an feministischen Positionen ein großes Potenzial, Geschlechterverhältnisse zu liberalisieren. Wer die Selbstbeschreibungen heutiger Feministinnen als "emanzipatorisch", "progressiv" oder "modern" nicht selbstverständlich übernimmt, kann schnell den Eindruck gewinnen, dass von ihnen tatsächlich überkommene Geschlechtermuster betoniert werden: Männer erscheinen konsequent als aggressiv, offensiv, aktiv, schuldhaft, sexualisiert – Frauen als defensiv, passiv, schuldlos.

Gerade eine liberale Männerrechtsbewegung beschreibt Männer anders, weist auf die Verletzbarkeit auch von Männern hin, auf spezifische Schwierigkeiten von Jungen, auf das Bedürfnis von Vätern, für ihre Kinder zu sorgen. Diese Neubeschreibungen von Männlichkeit, die eben gegen den Feminismus entworfen werden und nicht mit ihm, schaffen natürlich auch für Frauen neue Möglichkeiten.

Die vom Bildungsministerium eingesetzte knappe Million zeigt daher auch, wie erheblich die Mittel sein müssen, die eingesetzt werden, um die in Bewegung geratene Diskussion weiterhin still stellen zu können.

Sonntag, November 19, 2017

So begeht die Welt den Tag des Mannes

Auch wenn die Artikel in der Presse sehr viel spärlicher als beim Weltfrauentag ausfallen, ist der Internationale Tag des Mannes heute doch in den verschiedensten Ländern dieser Erde Thema.

In Großbritannien etwa berichtet die Daily Mail:

Der Internationale Tag des Mannes wird jedes Jahr in mindestens 60 Ländern begangen und ist ein Tag, an dem ernste Themen angesprochen werden, die Männer und Jungen betreffen.

Die britische Premierministerin Theresa May erkennt "die wichtigen Themen an, die bei dieser Gelegenheit besonders hervorgehoben werden sollen, darunter die Gesundheit der Männer, die Selbstmordrate der Männer und die unzureichende Leistung der Jungen in den Schulen - dies sind ernste Fragen, die auf überlegte Weise angegangen werden müssen".

Auf der offiziellen Website des Internationalen Tag des Mannes heißt es, dass die Ziele des Tages "die Gesundheit von Männern und Jungen, die Verbesserung der Geschlechterverhältnisse, die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und die Hervorhebung positiver männlicher Vorbilder" umfassen. Es ist eine Gelegenheit für Männer, ihre Leistungen und Beiträge zu würdigen, insbesondere ihren Beitrag zur Gemeinschaft, Familie, Ehe und Kinderbetreuung, und gleichzeitig auf Diskriminierungen gegen sie hinzuweisen.

Mit Unterstützung der UNESCO wird am 19. November eines jeden Jahres der Internationale Tag des Mannes rund um den Globus begangen. Die Feierlichkeiten teilen sich eine 48-stündige Partnerschaft mit dem Weltkindertag am 20. November, der von den Vereinten Nationen unterstützt wird.

Der Tag lädt jeden Mann, jede Frau, jedes Mädchen und jeden Jungen ein, sich mit Themen wie den folgenden auseinanderzusetzen:

Selbstmordrate der Männer

Herausforderungen in der Bildung

kürzere Lebenserwartung

Todesfälle am Arbeitsplatz

Marginalisierung

männliche Opfer sexueller Gewalt

Herausforderungen für Väter

negative Darstellung von Männern und Jungen

Das globale Thema des Internationalen Männertages 2017 lautet "Männer und Jungen in ihrer ganzen Vielfalt feiern". Wie jedes Jahr geht es auch in diesem Jahr darum, Männern und Jungen die Chance zu geben, ihr Leben zu verbessern, aber dieses Jahr liegt der Schwerpunkt auf ihrer Vielfalt.

"Die Erfahrungen von Männern und Jungen sind so unterschiedlich wie ihr Alter und Bildungsgrad, ihre Religion, Ethnizität, Sprache und Kultur", wurde das Schwerpunktthema etwas früher in diesem Jahr angekündigt. Die Koordinatoren des Weltmännertages verzichten darauf, einen "Dieselbe-Größe-passt-allen"-Ansatz zu fahren und schaffen Instrumente, die Männer und Jungen machtvoller machen und damit ihre Gemeinschaft stärken.

Der Internationale Männertag wurde am 19. November 1999 von Dr. Jerome Teelucksingh, Fakultätsmitglied des Fachbereichs Geschichte an der Universität der Westindischen Inseln in Trinidad und Tobago, eröffnet. Teelucksingh wollte die Beiträge und die Opfer von "alltäglichen Männern" würdigen, unabhängig von Alter, Begabung, sozialer Herkunft, Ethnizität, Sexualität, Geschlechtsidentität, religiöser Überzeugung und Beziehungsstatus.

Im Jahr 2017 gibt es im Vereinigten Königreich insgesamt 65 Veranstaltungen und Kampagnen am Weltmännertag und über den Monat verteilt, die alle darauf abzielen, Themen zu diskutieren, mit denen Männer und Jungen konfrontiert sind, und ihre Lage zu verbessern.

Der Weltmännertag fällt auch mit dem "Movember" zusammen, der Männer dazu anregt, sich einen Schnurrbart stehen zu lassen, um das Bewusstsein für die Organisationen für Männer zu schärfen, die "verhindern, dass Männer zu jung zu sterben", sei es durch Prostata- und Hodenkrebs oder Selbstmord.

Die globale Website zum Weltmännertag ermutigt die Menschen auch, Vorführungen des umstrittenen Films "The Red Pill" zu organisieren, der die Aufmerksamkeit auf die täglichen Kämpfe lenkt, mit denen Männer und Jungen konfrontiert sind. Regisseurin Cassie Jaye porträtiert die Männerrechtsbewegung und folgt den Wortführern in dieser Arena, doch der Dokumentarfilm führte nach der Premiere in New York zu Protesten und abgesagten Vorführungen.


Ein in den Artikel eingefügtes Video macht vier Minuten lang für Cassie Jayes Film Reklame.

Aus deutscher Perspektive wirkt dieser vorbildliche Artikel natürlich komplett utopisch. Schon die Vorstellung, dass eine der führenden deutschen Zeitungen so berichtet und dabei erwähnt, wie sich Kanzlerin Merkel zum Weltmännertag geäußert habe, erscheint absurd.

Weiter geht es mit einer irischen News-Seite. Sie berichtet über Männeraktivisten, die sich halbnackt auf die Straße legen, um Aufmerksamkeit für Männerprobleme im Zusammenhang mit geistiger Gesundheit zu erzeugen.

Der Wakefield Express nennt sieben Fakten, die man am Weltmännertag wissen sollte – von Selbstmord über Obdachlosigkeit bis zu häuslicher Gewalt.

Das negative Gegenstück zu diesen aufklärerischen Artikeln ist ein Beitrag von Lesley Roberts im schottischen Daily Record, die gleich in der Überschrift den alten feministischen Witz raushaut: Heute ist der Tag des Mannes, aber das ist ja auch jeder andere. Der Rest ist der typische uninformierte Männerhass:

Wenn Sie nach einer Möglichkeit suchen, diesen Tag zu begehen, finden Sie zweifellos irgendwo ein Häufchen Kerle bei einem Treffen, um ihre Y-Chromosomen zu feiern. Sie könnten schäumende Bierflaschen öffnen und sich gegenseitig zu ihren feinen Bärten beglückwünschen. Aber, wie alle anderen auf der Welt wissen, werden Gedenktage eingerichtet, um sich für den Underdog einzusetzen oder die Rechte einer vergessenen Sache zu fördern.

Insofern ist der Weltmännertag so relevant wie ein Internationaler Millardärstag. Keine der beiden Gruppen braucht unsere Hilfe. Letztes Jahr wurden zwei Fünftel aller Tweets zum Tag des Mannes am 8. März geposted, der zufällig Internationaler Frauentag war. Stellen Sie sich vor, wie alle diese verärgerten Männer wütende Beiträge über die gemeine, unfaire Förderung der Frauenrechte raushauen. Arme kleine Häschen, die sich nach Aufmerksamkeit sehnen.

(...) Das Schlimmste am Weltmännertag ist, dass er den Weltfrauentag kleiner macht und damit all die echten Ungleichheiten, Ungerechtigkeiten und Misshandlungen, um die es dabei geht.


Immerhin weisen gerade solche antiaufklärerischen Beiträge darauf hin, warum ein Männertag dringend notwendig ist.

In Ghana fordert die Ministerin für Gender, Kinder und Sozialen Schutz die Bürger ihres Landes auf, Männer zu schätzen und zu feiern sowie über deren Beiträge und Opfer für die Gesellschaft nachzudenken.

Auch hier stelle ich mir gerade vor, eine analoge deutsche Ministerin, also Schwesig oder Barley, würde so etwas tun ... Ich glaube, sie würde an solchen Worten ersticken. Und einen feministischen Shitstorm auf Twitter und diversen Blogs gäbe es sowieso.

(Das Ganze leidet ein wenig darunter, dass die ghanaische Ministerin die sexistische UN-Aktion HeforShe unterstützt, aber man kann nicht alles haben.)

In Barbados begehen der Minister für Soziales, die Abteilung für Gender-Angelegenheiten und verschiedene Männergruppen den heutigen Tag. Dabei weist der Sozialminister insbesondere auf die Problembereiche Gewalt, Haft, Bildung und Männergesundheit hin.

In Neuseeland werden Männer ermuntert, besser auf sich zu achten und mehr Empathie füreinander zu entwickeln.

In Indien berichtet die Hindustan Times über Männerrechtler, die dagegen aufbegehren, dass Männer als Bürger zweiter Klasse behandelt werden. Auch City Today meldet maskulistische Proteste. Die Times of India prangert männerfeindliche Klischees an und lässt Männerrechtler zu Themen wie sexuelle Belästigung von Männern am Arbeitsplatz, Unterhalt und häusliche Gewalt zu Wort kommen.

In der Schweiz befindet anlässlich des Weltmännertags Professor Walter Hollstein: "Der Feminismus hat eine Vorstellung von Political Correctness aufgebaut, die es verbietet, Benachteiligungen von Männern zu thematisieren. Damit wird aber der Geschlechterkampf unnötig angeheizt."

Und in Deutschland glänzt die "Süddeutsche Zeitung" mit der biestigen feministischen Herablassung, die nun mal für unser Land besonders typisch ist. In dem Blatt heißt es: "Am Sonntag ist Internationaler Männertag - ein Feiertag, den man sich schenken kann."

Diese Passage scheint mir aber vor allem darauf hinzuweisen, dass die Überschriften und Zwischenüberschriften oft nicht von den Journalisten stammen, die die dazu gehörenden Artikel verfasst haben, was mitunter schizophren wirkt. Denn Jacqueline Lang selbst schreibt in ihrem Artikel für die "Süddeutsche":

Sicherlich ist es richtig, bei dem Wort Gleichberechtigung nicht allein an die Gleichberechtigung der Frau zu denken. Denn darum geht es ja schließlich: Die gleichen Rechte für alle, egal ob Mann oder Frau. Ein Mann sollte deshalb ebenso gute Chancen haben, das alleinige Sorgerecht für sein Kind zu beantragen, wie eine Frau. Ein Mann sollte deshalb ebenso ernst genommen werden, wenn er über sexuelle Übergriffe berichtet, wie eine Frau. Und ein Mann sollte deshalb ebenso wenig auf seine Äußerlichkeiten reduziert werden, wie eine Frau. Zusammengefasst: Die Gesellschaft sollte die Probleme von Männern ernst nehmen.


Positiv sticht auch die Heidenheimer Zeitung heraus, wo Karin Fuchs den Männerberater Uwe Meinhardt interviewt. Das Ganze ist zwar eher ein Kampfinterview, bei dem Fuchs feministische Gegenpositionen bezieht, aber genau das gibt Meinhardt die Gelegenheit, einige Punkte klarzustellen:

Wir haben die Männer in den letzten Jahren aus dem Blick verloren. In der Gesellschaft haben wir uns sehr stark um die Belange und Bedürfnisse der Frauen gekümmert. (...) Bei meiner Arbeit erlebe ich immer mehr, dass sich die Männer abgehängt fühlen. Die Frauen sind sehr viel selbstbewusster geworden und die Männer können nicht Schritt halten.

(...) Die Me-Too-Debatte ist wichtig, aber wir dürfen nicht den Schluss daraus ziehen, dass alle Männer so sind. Das führt umgekehrt dazu, dass die Männer, die mit ihrer Frau auf Augenhöhe leben, stark verunsichert werden, wenn solche Debatten geführt werden und pauschalisiert wird. Dann heißt es nicht Dustin Hofmann, Kevin Spacey oder der britische Verteidigungsminister, sondern die Männer. Damit wird man der Mehrheit der Männer nicht gerecht, die einen guten Job machen wollen, die ein guter Vater, ein guter Partner sein wollen, möglicherweise auch im Verein engagiert sind und denen die Doppelt- und Dreifachbelastung an die Substanz geht. Nicht umsonst haben wir immer mehr Burnout-Fälle. Ich hatte Zeiten, da machten diese Fälle die Hälfte meiner Beratungen aus. Diesen Männern muss Mut gemacht werden, auch ihre eigenen Ansprüche zu artikulieren und nicht nur zu funktionieren.

(...) Wir müssen wieder mehr auf Belange und Bedürfnisse von Männern Rücksicht nehmen. Das heißt nicht, dass wir die der Frauen vernachlässigen. Es ist richtig, dass wir uns bei Frauen darum kümmern, aber bitte mit der gleichen Schlagzahl auch bei Männern.


Klingt für mich überzeugend, aber damit gehöre ich natürlich zu einer kleinen, radikalen Minderheit. Das Hauptproblem ist, dass die zitierten Artikel so spärlich sind: weltweit kaum mehr als ein Dutzend, und davon sind mehrere feindselig. Auch das Google-Logo weist natürlich keineswegs ao auf den Tag des Mannes hin, wie es am Tag der Frau geschieht.

Samstag, November 18, 2017

Debatte um Vorwürfe sexueller Gewalt zunehmend schärfer – News vom 18. November 2017

1. Eine Journalistin der Huffington Post hat Pick-up-Artists und Männerrechtsaktivisten über die aktuelle Serie an Vorwürfen zur sexuellen Belästigung befragt und behauptet jetzt, die beiden Gruppen verträten einen ähnlich geschmacklosen Standpunkt.



2. Im Text "Wir wissen es" verdächtigt die Autorin Carolin Würfel Berliner Kulturschaffende, Sexualdelikte an Frauen begangen zu haben. Beweise dafür legt sie nicht vor. Soll das Journalismus sein? fragt deshalb Sabine Rückert, stellvertretende Chefredakteurin der ZEIT.



3. "Frauen lügen nicht, was Vergewaltigungen angeht" hatte die US-Feministin Lena Dunham einmal erklärt. Jetzt wurde ein Autor ihrer TV-Serie "Girls" der Vergewaltigung beschuldigt. Dunham bezeichnete das prompt als Falschbeschuldigung und steht dafür jetzt natürlich unter Feuer. Auch hier findet man eine Palette empörter, an Lena Dunham gerichtete Tweets wie "Vor ein paar Wochen hast du mir eine solidarische E-Mail geschrieben und heute verteidigst du einen Vergewaltiger?" von der Schauspielerin Asia Argento.



4. Der folgende Artikel ist schon ein paar Wochen älter, das ist mir in diesem Fall aber egal: Im britischen Mirror schildern sechs Männer, wie sie von Frauen vergewaltigt wurden und wie ihre Freunde darauf reagierten.



5. Die Post. Einer meiner Leser schreibt mir heute:

Hallo Herr Hoffmann,

danke erst einmal für Ihren Blog.

Ich habe hier ein wunderschönes Fundstück, welches dem Abschied von Apples erster Diversitäts- und Inklusionschefin Denise Young Smith behandelt. Warum die gute Frau geht, wird aus dem Artikel nicht ersichtlich, aber der letzte Absatz spricht doch Bände über die Zustände in der dortigen Gesellschaft. Diese Zustände werden auch hier bald kommen.

Ein Zitat aus dem Artikel von Leo Becker:

"Young Smith hatte mit einer seltenen öffentlichen Äußerung auf einer Konferenz im Oktober für empörte Reaktionen gesorgt: Sie konzentriere sich 'auf jeden' und sei frustriert darüber, dass der Begriff 'Diversität' etwa nur mit Farbigen oder Frauen verknüpft werde, erklärte die Managerin auf der Veranstaltung. Selbst 'zwölf blonde, blauäugige, weiße Männer in einem Raum' seien divers, da sie verschiedene Lebenserfahrungen und Perspektiven mitbringen, gab Smith dort als Beispiel an – es gehe aber um 'Repräsentation sowie Mischung'. In einem internen Schreiben entschuldigte sich Young Smith wenige Tage später bei ihrem Team: Sie bedauere die Wortwahl, erklärte Smith nun und könne verstehen, 'warum manche Leute daran Anstoß genommen haben'. Diversität umfasse 'Frauen, Farbige, LGBTQ-Personen und alle unterrepresentierten Minoritäten', schrieb Smith. Ihr Aussage auf der Konferenz sei nicht repräsentativ dafür, 'wie ich über Diversität denke und wie Apple dies sieht'."

Sie wird dafür kritisiert, dass sie die Wahrheit sagt, und muss daraufhin zurück rudern.

Vergleichend möchte ich dabei auf Peter Thiel (The Diversity Myth) verweisen. Heutzutage wird Diversität nur auf Äusseres angewandt. Der Rest wird von Identitätspolitik geschluckt. Es wird angenommen, dass alle Männer gleich denken und alle Frauen gleich denken. Diversität von Gedanken wird versucht zu unterbinden, wie man jedesmal am Aufschrei sieht, wenn der feministische Narrativ in Frage gestellt wird.

Wie weit wird das noch gehen?

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