Dienstag, September 01, 2015

Chrissie Hynde (Pretenders): "Manche Frauen sind mit an ihrer Vergewaltigung schuld"

Eines der wenigen Dinge, von denen ich weiß, dass Anne Wizorek und ich sie gemeinsam haben, ist eine Vorliebe für die Pretenders. Zur Empörung vieler Feministinnen gab deren Frontfrau Chrissie Hynde im Vorlauf auf ihre Biographie jetzt allerdings ein Interview, in dem sie manchen vergewaltigten Frauen eine Mitschuld an dem Verbrechen gab. Spiegel-Online berichtet ausführlich über Hyndes Äußerungen sowie die Reaktionen. Ich zitiere einmal zwei Reaktionen, die in dem Artikel nicht erwähnt werden:

Gegen den Strom schwimmt Julia Hartley-Brewer im britischen Telegraph. Ihre Ansicht: Chrissie Hynde was right about rape. Now feminists want to silence her:

Mrs Mowat, a former judge, was castigated last year for saying that rape convictions will not go up "until women stop getting drunk", because juries face an impossible task to decide whose version of events is the truth when the woman was too drunk to know what actually happened.

It was a statement of fact. The Sisterhood, however, has no time for irritating little details like facts.

Like her fellow Sisterhood exiles, in her comments about rape, Miss Hynde was simply suggesting that women have to live in the real world, as it exists, and not a utopian paradise where sexual violence is a thing of the past.

(...) You have every right to leave your front door wide open while you are away on holiday and assert your right not be burgled, but most people (including your insurance company) might advise against it. Similarly, you are entitled to walk into an opposing football team’s local pub wearing your own club’s shirt and demand not be punched in the face, but you probably shouldn’t be surprised if it happens.

In the same vein, telling a young woman she can wear what she wants, drink as much alcohol as she wants, go off with any strange man she wants and to hell with the consequences, is not a victory for modern feminism. It’s just irresponsible.


Anderer Auffassung ist das maskulistische Blog Toy Soldiers mit dem Beitrag Chrissie Hynde makes me agree with feminists.

Even a broken clock is right twice a day. So here comes one of the few instances I am inclined to agree with feminists. (...) Hynde stated in an interview, "If I’m walking around in my underwear and I’m drunk. Who else’s fault can it be?"

The rapist’s. It does not matter what you are wearing or not wearing. It does not matter if you are sober or high. It does not matter if you are being provocative and enticing or shy and withdrawn.

No one should have sex with you without your permission, let alone force you into sex.

If they do, that is not your fault.

I will agree that it is not a good idea to be "very lairy and putting it about and being provocative" around someone you think is unhinged. That you are responsible for. If you think that behavior will put you at risk, then you should not engage in it.

However, you have no control over or any responsibility for how another person acts. They are responsible for their own behavior. This is particularly true when you are vulnerable. Indeed, it makes it even worse for someone to assault you when you clearly have no means of fighting back.

That is not to say I do not understand Hynde’s logic. I apply it to my own experiences. I understand why someone would look back on their life and think that if they had not done this or that then things would have happened differently. The difference, at least based on this article, is that Hynde does not acknowledge that logically she is not at fault. She seems to genuinely think she caused the assault to happen.

In that sense, I can agree with feminists that this is the wrong way of thinking.

Genderkritischer Wissenschaftler mit abenteuerlichem Statement gerügt

Der Kasseler Professor Ulrich Kutschera musste sich für seine Kritik an der Pseudowissenschaft "Genderstudien" vor dem Präsidium seiner Universität verantworten, die sich der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen zufolge sonst nicht in die Freiheit von Forschung und Lehre einmischt. Hier allerdings fällt Professor Winfried Speitkamp, Dekan des von Kutscheras Kritik betroffenen Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften, Kutschera öffentlich in den Rücken – und zwar mit geradezu irrwitzigen Thesen:

Speitkamp kritisiert, dass Kutschera allein mit der Brille des Biologen und damit zu einseitig auf die Frage blicke, was Mann und Frau ausmacht. Es gebe in der Geschlechterforschung ganz unterschiedliche Ansätze. Doch Kutschera vereinfache diese "gnadenlos". Zudem könne der Biologe nicht erklären, warum "es Gesellschaften und Menschen gab und gibt, die nicht seinen biologistischen Modellen folgen".


Dass dies eine ernstgemeinte Einlassung eines universitären Professors und Dekans sein soll, ist beängstigend. Es gibt auch Gesellschaften und Menschen, die beispielsweise einem kreationistischen Weltbild folgen (was ja im übrigen von Kutschera ebenfalls angeprangert wird). Soll Kutschera deshalb wirklich den Standpunkt beziehen: "Viele sind der Ansicht, dass die Welt 4000 Jahre alt ist, also sollten wir Wissenschaftler das nicht einseitig beanstanden oder korrigieren"? Vielleicht sollte sich Professor Speitkamp einmal damit beschäftigen, dass die Beliebigkeit der Postmoderne ihre Grenzen hat. Oder aber er ist konsequent und erklärt jedes Wissen für relativ und jegliche Meinung für gleichwertig – dann aber hat er Professor Kutschera nicht für dessen Auffassungen zu rügen.

Vermischtes vom 1. September 2015

Die Firma Nestle muss sich mit einer Gerichtsklage auseinandersetzen, der zufolge Fisch, der in ihrem Katzenfutter enthalten ist, von Sklaven gefangen wurde. Das ist einer der wenigen Fälle, wo auch männliche, statt ausschließlich weibliche Opfer von Versklavung und Menschenhandel (bei Frauen in der Regel: Zwangsprostitution) in den Leitmedien erscheinen.

According to the lawsuit, Nestle works with Thai Union Frozen Products PCL to import more than 28 million pounds (13 million kilograms) of seafood-based pet food for top brands sold in the United States, and that some of the ingredients in those products came from slave labor.

Men and boys, often trafficked from Thailand's poorer neighbors Myanmar and Cambodia, are sold to fishing boat captains who need crews aboard their ship, the complaint said.

It spoke of shifts of up to 20 hours a day with little or no pay, and beatings or even death if the work is deemed unsatisfactory.

"By hiding this from public view, Nestle has effectively tricked millions of consumers into supporting and encouraging slave labor on floating prisons," said Steve Berman, managing partner of the Hagens Berman law firm.

"It's a fact that the thousands of purchasers of its top-selling pet food products would not have bought this brand had they known the truth -- that hundreds of individuals are enslaved, beaten or even murdered in the production of its pet food."


Ich habe dieses Thema in meinem "Plädoyer für eine linke Männerpolitik" ausführlicher behandelt.

Die Radikalfeministin Ilse Lenz hat im Berliner Tagesspiegel einen Versuch der Rechtfertigung der Genderstudien veröffentlicht, gegen die Lenz zufolge "massiv gehetzt" werde. Mit massiver Hetze kennt sich die Dame bestens aus – sobald es gegen die Männerrechtsbewegung geht, betreibt sie nichts anderes. Auch in ihrem aktuellen Artikel nennt sie Rechtsextreme, religiöse Fundamentalisten und die von ihr in Anführungszeichen gesetzten Männerrechtler in einem Atemzug, wodurch ihr Beitrag zu einem Steinwurf aus dem Glashaus wird. Dieser Artikel soll der Beginn einer kleinen Serie des "Tagesspiegel" zur Genderforschung werden.

Das Bundesland Baden-Württemberg legt den ersten Bericht zur Jungen- und Männergesundheit vor und befindet,

dass die gesundheitliche Lage in Baden-Württemberg im bundesweiten Vergleich "weit überdurchschnittlich gut" ist und dass dies "auch für Jungen und Männer gilt".


Genderama wird nächste Woche einen Bericht über die Qualität der Meldungen auf Genderama vorlegen und dabei zu dem Urteil gelangen, dass deren Güte "weit überdurchschnittlich hoch" ist und dass dies "auch für spöttische Zwischenbemerkungen gilt".

In der Huffington Post widmet sich Sören Heim den auch auf Genderama thematisierten Attacken auf die auch als Model tätige Publizistin Ronja von Rönne sowie die Popband "Wanda". Heim beanstandet, dass "wir Hassreden, Mobbing und anderes aggressives Gehabe kaum mehr wahrhaben wollen, wenn es gegen einen Gegner geht, dessen Anliegen wir für politisch verwerflich halten." Er hält "die heftigen Attacken radikalerer Teile des Feminismus" sowie "die liebevollen Umarmungen des chauvinistischeren Flügels der Männerrechtsbewegung" für "vielleicht verfrüht", wendet sich aber vor allem gegen die folgende Haltung:

Wenn ein Model einmal den Mund aufmacht, dann komme besser die richtige Meinung heraus! Zumindest, wenn man (lies: sie) auch weiterhin als Model arbeiten möchte. Im Zweifelsfall hübsch aussehen und den Mund halten. Soll das die Frauenrolle sein, die man im 21. Jahrhundert anstrebt?


Genderama ist vom "chauvinistischeren Flügel der Männerrechtsbewegung" selbstverständlich weit entfernt, und dementsprechend unterstütze ich Ronja von Rönne auch nicht auf der Grundlage irgendwelcher konservativ gestrickter Ansichten. Ich unterstütze Ronja von Rönne schlicht deshalb, weil sie geil aussieht.

Wir wollen wieder ernsthafter werden: Die geschlechterpolitische Initiative Gleichmaß berichtet von einem Besuch im Frauenministerium, um Gespräche zum Themenschwerpunkt häuslicher Gewalt gegen Männer zu führen.

Am Aktionsstand "HeForShe" (siehe Foto), dessen Verantwortliche alle anwesenden Männer ansprachen, sich auf einem Foto gegen häusliche Gewalt an Frauen zu positionieren und dieses Statement für Twitter freizugeben, bot eines unserer Mitglieder an, sich für ein Foto "HeForSheAndHe" zur Verfügung stellen, was jedoch als "in der Kürze der Zeit unrealisierbar" nicht umgesetzt werden konnte.


Darüber hinaus veröffentlicht Gleichmaß die Antworten der Thüringer Landesregierung auf eine kleine Anfrage der CDU zum Schutz von Männern vor häuslicher Gewalt. Die Kernaussage lautet:

Neben der Erstberatung der Interventionsstellen kann (...) die Einrichtung einer Beratungsstelle für Männer, angesiedelt bei einer Interventionsstelle, sinnvoll sein.


Allerdings sind entgegen noch vor kurzem getätigter Zusagen entsprechende Programme im Rahmen des Doppelhaushalts 2016/2017 nicht vorgesehen. Für den Moment bleibt es damit bei vagen Lippenbekenntnissen.

Die Zeitschrift Psychology Today veröffentlichte vor kurzem einen Artikel über weibliche Psychopathen und warum man sie oft nicht rechtzeitig erkennt. Das Fazit des Beitrags:

The female psychopaths I have assessed are every bit as dangerous as their male peers. The important point is for society — and clinicians — to understand that the female psychopath may look different on the surface because the behaviors are different. Underneath her exterior, though, the female psychopath operates from the same conscience-free, bent-on-manipulation-and-winning mindset. If a woman is a psychopath, she can be just as dangerous as a male psychopath — perhaps more so because, based on social conventions, we're less likely to see her coming.


In Israel wurde dieser Tage eine Frau verhaftet, die Sex mit 100 Jungen zwischen 12 und 14 Jahren gehabt haben soll. Man befürchtet, dass sie HIV-positiv ist:

The woman’s lawyer, Hofit Edri, said her client is the victim and suffers from mental health issues. (...) According to Channel 2, a video showing one of the teens having sex with the woman, filmed on a smartphone and shared on social media, brought the matter to the attention of Israeli authorities.


Zuletzt: Die Times of India berichtet von den neuesten Vorstößen indischer Männerrechtler.

Lesermail (Wenn Frauen töten)

Einer meiner Leser schreibt mir heute:

Seit einigen Wochen läuft sonntagabends auf SuperRTL die amerikanische Dokuserie "Snapped – Wenn Frauen töten". Damit scheint schon der Titel zu suggerieren, dass eine Frau, die tötet, nur "durchgedreht" bzw. "außer Kontrolle geraten" sein kann, also vermutlich im Affekt oder quasi unzurechnungsfähig gehandelt hat.

Ein Einführungstext zur Serie, der im Internet, aber auch in der aktuellen HÖRZU (S. 49) abgedruckt wird, lautet: "Reale weibliche Straftäterinnen, die durch ihre Tat einen Menschen, häufig den eigenen Partner, umgebracht haben, kommen selbst zu Wort und berichten, welche Hintergründe sie zu ihren Taten verleitet haben. Dabei ergibt sich oftmals ein ganz anderer Blickwinkel auf die nach außen hin unglaublich erscheinenden Verbrechen."

Vom unsinnigen Pleonasmus "weibliche Straftäterinnen" einmal abgesehen, klingt dieser Text für mich wie eine höfliche Umschreibung für: "Wenn eine Frau ihren Mann umbringt, muss man nur genau genug hinschauen, und dann wird schon klar, dass der dumme Sack es nicht besser verdient hatte." Guckt man dann jedoch einige Folgen, wird dieser Eindruck widerlegt: Gezeigt werden reale Fälle, häufig Gattenmorde, die kalt berechnend verübt wurden (also keineswegs im Affekt, vielmehr oft aus Gier) und die auch aus der Nahperspektive keinen Deut entschuldbarer werden. In einem am letzten Sonntag gezeigten Fall waren auch erfundene Vorwürfe häuslicher Gewalt im Spiel, mit denen eine Frau einen Bekannten zum Mord an ihrem Mann anstiftete. Aber die Programmzeitschriften und selbst der eigene Titel der Sendung müssen es natürlich so aussehen lassen, als wären diese Frauen gar nicht richtig verantwortlich! Sonst wäre es wohl auch politisch unkorrekt, eine solche Dokuserie überhaupt zu produzieren ...

Montag, August 31, 2015

WDR stellt "Hart-aber-fair"-Gendertalk wieder ins Netz

Die Kritik an der Selbstzensur des WDR auf Druck der feministischen Lobby nahm und nahm nicht ab. Heute zum Beispiel legte das Hamburger Abendblatt noch einmal nach, wo Matthias Iken befand:

Im Gender-Streit (...) schlüpft eine Partei zugleich in die Rolle des Schiedsrichters und ruft: "Unseriös, einseitig, völlig überzogen!" Die Gender-Apologeten diskutieren erst mit und senken anschließend den Finger. Wenn die Sendung ihnen nicht passt, muss eben noch einmal diskutiert werden – bis das Ergebnis gefällt. Man stelle sich vor, die katholische Kirche hätte Ähnliches im Talkshow-Streit um den ehemaligen Limburger Bischof Tebartz-van Elst versucht. Oder die politischen Parteien hätten jemals nach einer Talkshow Protest eingelegt und eine "seriöse" Neuauflage gefordert.

(...) Der WDR hat sich bis auf die Knochen blamiert und blamiert sich weiter. Man darf gespannt sein, ob alle Gesprächsteilnehmer aus dem März im September ihre Sätze wiederholen dürfen. Und wenn ja? Wie reagieren dann die Gleichstellungsbeauftragten? Sie kritisierten ja schon im März die Auswahl der Gäste. Muss Plasberg vor der Neuauflage dem Frauenrat seine "manipulativen" Fragen vorlegen?


Angesichts des vernichtenden Urteils der Öffentlichkeit, hat sich der WDR nun dazu durchgerungen, die zurückgezogene Sendung wieder online zu stellen:

"Die heftigen Reaktionen zeigen im Rückblick, dass die Entscheidung nicht richtig war", sagte WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn laut einer Mitteilung des Senders. Auch dessen Fernseh-Chefredakteurin Sonia Mikich nannte die Löschung des 75-minütigen Beitrags demnach einen Fehler.


Die Frankfurter Allgemeine kommentiert:

Langsam kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass beim WDR Satire nicht Bestandteil des Programms, sondern Maxime allen Handelns ist (...). Als schnörkellos wird man das Verhalten des Senders in dieser Frage wohl kaum bezeichnen können. Er wirkt vielmehr willenlos und getrieben: Getrieben zuerst von der Kritik an der Sendung, dann von der Kritik an der Streichung der Sendung aus der Mediathek.


Schönenborn erklärte auch, dass aus seiner Entscheidung der Eindruck entstehen konnte, er sei vor Lobbygruppen eingeknickt, habe er sich nicht vorstellen können.

Vermischtes vom 31. August 2015

Lucas Schoppe analysiert, wie Marion Detjen in der ZEIT versehentlich den Fachbereich Genderstudien niedermacht, den sie eigentlich verteidigen wollte.

Vaterschaftsbetrug ist ein nationales Problem und fordert zahlreiche Opfer befindet Diane Diamond in einer US-amerikanischen Zeitung. (Hierzulande wird dieses Problem vor allem von Max Kuckucksvater angegangen.)

Die New York Post wundert sich darüber, dass es für die Protagonisten einer Kampagne gegen sexuelle Gewalt an Unis überhaupt keine Rolle spielt, dass sich die Statistiken, die hier ein vermeintlich riesiges Problem erkannten, als falsch herausstellten.

Kann man jemandem, der fest an männerfeindliche Falschbehauptungen glaubt, vermitteln, dass diese Behauptungen mit der Wirklichkeit nichts zu tun haben? Lionel Young berichtet von einer überraschend positiv verlaufenen Auseinandersetzung mit einem Psychologen.

Sonntag, August 30, 2015

Großbritannien: Bis in ihre vierziger Jahre hinein verdienen Frauen mehr als Männer

Twenty-something women have earned more than men in the same age group for the past decade. Now, in a further sign that the gender pay gap is retreating, the figures show that for the first time women in their 30s are also paid more than their male contemporaries.

(...) The ONS figures were supplemented by a survey by the Press Association news agency, which said that in 2013 a woman aged between 22 and 29 typically earned £1,111 more than a male rival.

Feminist campaigners said companies should close the pay gap at older ages by offering senior jobs to part-time or job-share managers.

Sam Smethers, of the Fawcett Society, said: "Sadly the opposite is true. Once you get to a certain level it is a full-time role, which excludes many women from roles they would be perfectly capable of doing."

(...) But Patricia Morgan, an author and researcher on the family, said: "If the pay gap in the 20s and 30s was the other way around there would be bucketloads of experts jumping up and down demanding that we act to address this dreadful inequality. No-one seems to worry about being unfair to men."


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Vermischtes vom 30. August 2015

Wenn es nach unseren Leitmedien geht, zählt bei der Betrachtung von Männern nur die radikalfeministische Perspektive: Die Tagesschau demonstriert, dass sie der Süddeutschen Zeitung in Sachen einseitigem Sexismus immer noch eins über ist und berichtet über die Masculinities Studies des männerfeindlichen Demagogen Michael Kimmel, ohne die älteren Male Studies, die Männer neutral bis wohlwollend untersuchen, auch nur zu erwähnen. Immerhin macht Kai Clement durch seinen Bericht unfreiwillig deutlich, wie problematisch Kimmels Zugang ist, der Männlichkeit vor allem negativ wahrnimmt:

Männlichkeit und Kriminalität in Russland, männliche Privilegien an Eliteschulen, der Männlichkeitsstatus bei Doppelverdiener-Paaren – die Liste ist lang. Gerade erst war das Zentrum an der ersten Internationalen Fachkonferenz mit 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern – darunter auch die Frauenorganisation der Vereinten Nationen - im Roosevelt Hotel in New York beteiligt.

"Es wäre auch absolut möglich, unseren Abschluss innerhalb der Gender-Studien anzubieten – und sich dabei auf Männlichkeitsstudien zu spezialisieren", sagt Kimmel. "Aber ich glaube, ein spezielles Master Programm wird dem Gebiet mehr Gewicht verleihen – als einem sich entwickelnden Feld innerhalb der Gender-Studien."

(...) Cliff Leek studiert ebenfalls bei Kimmel. Er sagt: natürlich brauchen wir dieses Feld. Er habe schon lange auf dem Gebiet sexueller Gewaltprävention gearbeitet. Auch das sei ein zentrales Thema für die Männlichkeitsforscher. Zuletzt hat Vergewaltigung an Universitäten die Diskussion in den USA bestimmt. Extremwerte mancher US-Studien gehen davon aus, dass bis zu jede dritte Frau Opfer sexueller Gewalt an Universitäten wird.


Den Kimmel-Jüngern scheint nicht einmal der Gedanke zu kommen, wie "Frauenstudien" aussehen würden, wenn sie von einem ähnlich abwertenden Frauenbild geprägt wären.

Die Leserkommentare unter dem Beitrag sind kontrovers. Einige Beispiele:

Tatsächlich ist aber "Männlichkeit" in einer aufgeklärten, multikulturellen, intersexuellen Gesellschaft längst überholt. Wozu braucht man ein Geschlecht? Wir sind alle Menschen und Menschinnen, die ihr gefühltes Geschlecht frei ausleben können sollten! Hier die sogenannte "Männlichkeit", mit ihren prägenden Fehlbildern - testosterongesteuerte Militärs, brauner Macho-Mob, schmerbäuchige Stammtischbesucher mit schlüpfrigen frauenfeindlichen Witzen - zu erforschen, bewirkt das genaue Gegenteil!


Ich lese das jetzt immer und immer wieder. Gewisse Studien – obwohl grundfalsch –, werden immer wieder an Amerikanischen Universitaeten zitiert. Da wird Feministen (der dritten Generation) davon gesprochen, dass man den Jungen und Maennern beibringen muss, nicht zu vergewaltigen. Sexuelle Gewalt sei etwas, was man fast nur von der Maskulinen Seite ausgeht. Maskulin, das ist etwas negativ behaftetes, negativ beleuchtetes in Amerikanischen Universitaeten. Wer dort sein Doktorat in den sogenannten "Gender Studies" macht, wird mit viel verfaelschter Information beladen. Deswegen ist es auch in diesem Artikel wichtig, darauf hinzuweisen! Bitte, liebe Kommentatoren -- nehmt euch ein wenig Zeit. Sucht bitte (weil das einfacher geht) nach den Video Blogs der bekannten Feministin Christina Hoff Sommers. Wenn sie auf einem Amerkanischen Campus eine Rede haelt, wird in der Regel versucht, sie mundtut zu machen. Sucht nach den Video Blogs von Professori Janice Fiamengo. Informiert euch, bitte.


Michael Kimmel ist der international bekannteste Radikalfeminist. Er wird von einer inbrünstigen Verachtung von allem Männlichen getrieben. Bei einem von ihm gestalteten Studiengang über Männer wird nur gelehrt werden, wie schlimm die Männer sind, wie man ihnen die "rape culture" und die täglichen Verbrechen abgewöhnen und wie man sie zu überzeugten Feministen umerziehen könnte. Nein, danke! Die Gender Studies werden ja sowieso massiv wegen ihrer ideologischen Voreingenommenheit und ihrer Unwissenschaftlichkeit kritisiert. Auf einen Kimmel-Studiengang wird das doppelt zutreffen.


Dass in den Kommentaren mehrfach Akif Pirincci erwähnt wird, ist keine Überraschung. Dessen nächstes Buch wird mit Sicherheit wieder ein Bestseller werden. Extremistische Ideologen wie Kimmel auf der einen Seite fördern fast zwangsläufig ebenso extreme Figuren auf der Gegenseite zutage. Kimmel und Pirincci könnten sich genauso gut zum Ende jedes Jahres zusammensetzen und die Beute teilen.

Weitere internationale News:

Schweiz: Verlieren Väter Sorgerecht an Mütter? titelt Der Bund anlässlich eines hoch umstrittenen Urteils des Bundesgerichts.

Australien: Gegen die GamerGate-Veranstaltung in Melbourne gab es inzwischen die obligatorische Bombendrohung. Vermutlich bald gefolgt von Artikeln der Qualitätsmedien darüber, wie gemein die GamerGate-Mafia den braven Feministinnen zusetzt.

Großbritannien: Jeremy Corbyn, einer der Köpfe der Labour Party, fordert Wagons, die ausschließlich für Frauen reserviert sind. Damit soll eine Praktik wiederbelebt werden, die es in Großbritannien bis 1977 fast 100 Jahre lang gab und in Ägypten und Indien heute noch existiert.

Indien: Die Times of India zitiert einen höheren Polizeibeamten und einen renommierten Rechtsanwalt, denen zufolge fast die Hälfte der angezeigten Vergewaltigungen Falschbeschuldigungen sind.

Ägypten: Eine ungewöhnliche Kampagne gegen sexuelle Belästigung führt zu hitzigen Kontroversen:

Naggar explained that the campaign’s name has attracted attention. "This campaign is different. [Other] anti-harassment campaigns only dealt with women being attacked, but we protect both sides. It is neither right for men to look down on women, nor is it right for women to see [all] men as harassers. The campaign promotes the idea of women respecting men and the customs of our conservative society," he noted.

(...) Naggar said he rejects all excuses for harassment. At the same time, however, he disapproves of girls wearing revealing clothes, especially in public places, out of respect for social customs. He noted that this was his group’s first experience in activism, and he and the others had not participated in awareness and anti-harassment campaigns previously.

"We met with Col. Manal Loutfi, head of the Department to Follow-up Violent Crimes Against Women in the Ministry of Interior, who lectured us about how we could benefit from previous experiences to fight harassment," he noted.

"We are carrying on with the steps to make [this campaign] an official one, which entails having an official headquarters and a registration number. We tried communicating with other anti-harassment campaigns, asking for help and coordination, but they turned us down," he added.

(...) Ghadir Ahmad, a freelance researcher in women and gender studies and the founder of the Facebook page "Thawrat al-Banat" (Girls’ Revolution), told Al-Monitor, "This campaign has received broad acclaim in Egyptian society, which believes harassment is okay and actually justifies it."

She said she regrets that "The Ministry of Interior, and the Department to Follow-up Violent Crimes Against Women in particular, did not take any escalatory measures against the campaign," adding, "The campaign should be held accountable before the law for libel and incitement of violence. It is trying to look as if it is fighting harassment, but it is actually justifying it."

(...) On the reasons that led to the emergence of such campaigns, Fouad al-Saeed, a researcher with the National Center for Social and Criminological Research, told Al-Monitor, "There are several reasons. The first is that the public feels that the January 25 Revolution failed to bring about social changes by imposing values on youths and adults of all social classes. The second reason is that a large segment of the youth feels a sense of injustice in holding men alone responsible for harassment, especially since they are unable to get married in light of the hard living conditions. The third reason is that some official apparatuses support such campaigns to distract society from more important issues," a reference to the delayed parliamentary elections, the rising prices of basic commodities and social injustice.

Samstag, August 29, 2015

"Diese Linken müssen so stolz auf sich sein"

Die Anliegen von Männern würden vor allem in sich als progressiv verstehenden Medien kontinuierlich ausgeblendet, berichtete vor einigen Tagen die Traumaforscherin und Therapeutin Laurie A. Couture. Ich habe das als Aufhänger eines neuen Artikels für den "Freitag" verwendet, in dem ich auch die jüngsten Attacken in diesem Blatt auf die Männerrechtsbewegung eingehe.

DER SPIEGEL: "Manuela Schwesigs männerfeindlicher Feminismus ist eine Inszenierung"

Im aktuellen SPIEGEL untersucht Ann-Katrin Müller, wie wirkungsvoll aber realitätsfern sich Frauenministerin Manuela Schwesig (SPD) inszeniert. (Online steht der Artikel leider nur im Anriss.) Ein Auszug:

Schwesig, die Vorreiterin im Kampf der Geschlechter, Schwesig, die Kämpferin gegen Frauenfeindlichkeit, gegen die altbackenen Vorstellungen einer Riege grauer Herren. Sie erzählt die Geschichte von der hartnäckigen jungen Frau, die sich nach oben gekämpft hat, gegen alle Klischees vom blonden Dummchen. Sie spielt auf der Klaviatur der weiblichen Solidarität. Sie spricht von Widerständen, die sie überwindet, und zwar nicht nur als Sozialdemokratin gegen konservative Ideologien, sondern vor allem als Frau gegen die Übermacht der Männer. Es ist eine schöne Geschichte. Wahr ist sie nicht. Manuela Schwesig ist von Männern vor allem gefördert worden.

(...) In ihrem Kampf schreckt Schwesig auch vor gängigen Geschlechterklischees nicht zurück. Sie lässt kaum eine Gelegenheit aus, um Seitenhiebe gegen Männer auszuteilen. Und das, obwohl sie gleichzeitig dafür wirbt, Gleichberechtigung gemeinsam mit den Männern erreichen zu wollen, ohne Schubladendenken. (...) Doch Schwesigs männerfeindlicher Feminismus ist vor allem eine Inszenierung. (...) Je nach Publikum dosiert die Ministerin ihre feministischen Töne. Je mehr Frauen im Raum sind, desto kämpferischer wird Schwesig, desto aggressiver zieht sie über Männer her. (...) Je weniger Männer anwesend sind, desto mehr beschwört sie das Bild, dass die Welt besser wäre, wenn die Frauen das Sagen hätten. "Wir sind schlauer und behalten meistens recht", sagt sie dann. Oder dass Frauen sich auch mal still verstehen, während "Männer immer schwadronieren, wie toll sie sind". Dass mehr Frauen im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn vielleicht dazu führen würden, dass die Bahn pünktlicher werde. Und die Griechenlandkrise viel schneller gelöst wäre, wenn nicht Männer wie Schäuble und Varoufakis das Sagen hätten. Wenn mehr Männer im Publikum sitzen oder sie es für weniger genderbewusst hält, ändert sie die Tonlage. Dann werden die Männer immer moderner, und die Frauenquote ist eine Geschlechterquote. (...) Gleichberechtigung, sagt sie, werde nur mit den Männern gelingen, nicht gegen sie.


Leider ist nicht nachzuvollziehen, wie Ann-Katrin Müller auf den Gedanken kommt, dass Schwesigs Männerhass eine Inszenierung sei, nur weil sich die Ministerin in Anwesenheit männlicher Wähler gemäßigt gibt. Welches der beiden Gesichter von Schwesig ist das echte? Ein starkes Indiz: Auf den Offenen Brief von einem halben Dutzend geschlechterpolitischer Initiativen an Schwesig, mit der drigenden Aufforderung für den geplanten Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung auch Männer mit ins Boot zu holen, statt wie bisher nur Vertreter des feministischen Lagers, fehlt auch zweieinhalb Monate später jegliche Reaktion.

Vermischtes vom 29. August 2015

Unter den 71 Toten in einem Lkw in Österreich sind acht Frauen und vier Kinder. So heißt es in einem Teaser der ZEIT. Muss ich nicht mehr kommentieren, oder?

Bei der Kontroverse zwischen zweien konkurrierenden Fachbereichen von Männlichkeitsforschung – den unter anderem von Dr. Edward M. Stephens betriebenen Male Studies und den feministisch geprägten Masculinities Studies des männerfeindlichen Demagogen Michael Kimmel – stellt sich die ebenfalls feministisch geprägte Süddeutsche Zeitung selbstverständlich auf die Seite Kimmels und spricht ansonsten von "Zickenkriegen". Denn wenn ein Journalist der Süddeutschen mangels Lust zur Recherche nicht in der Lage ist, ein Thema zu durchdringen, kann dieses Thema wohl nur komplett albern sein. Immerhin hat der Artikel von Johannes Böhme die passende Überschrift: "Schön doof".

Im aktuellen SPIEGEL analysiert Ralf Neukirch, inwiefern Männern auf der Suche nach einem neuen Rollenverständnis vor allem Frauen im Weg stehen, die den modernen Mann nur in der Theorie attraktiv finden. Ein Auszug des Artikels, von dem nur die Überschrift online steht:

Nahezu drei Viertel der Befragten erwarten laut Allmendingers Untersuchungen, dass der Mann Geld verdient, und zwar nicht ein bisschen, sondern viel. Es scheint zu stimmen, was der britische Telegraph bündig, aber wenig geschlechtersensibel formuliert hat: "Was Frauen wirklich wollen: einen reichen Mann heiraten." Das bringt den Mann in eine schwierige Situation. Eigentlich soll er sich von der Idee verabschieden, seine Stellung in der Familie werde über das Einkommen definiert. Schließlich befinden wir uns mitten in einer "Krise der männlichen Identität und der politischen Strukturen, die auf dem Mann als Haupternährer beruhen", wie der Kölner Politologe Thomas Gesterkamp sagt. Andererseits erwartet die Frau, dass das Portemonnaie voll ist, wenn er nach Hause kommt. (...) Es gibt wenige Jobs, mit denen sich viel Geld verdienen lässt und die genug Zeit lassen, um den Sohn nachmittags zum Geigenunterricht und die Tochter zum Fußball zu bringen. Vermutlich hängen deshalb viele Männer noch immer auf ihrer Vollzeitstelle herum, statt Teilzeitjobs im Dienstleistungssektor anzunehmen, die ihnen auf Boys’ Days schmackhaft gemacht werden sollen.

(..) Was heißt das alles? Wer als Mann Ruhe sucht und Sex für überschätzt hält, der wird mit einem neuen Rollenverständnis zu den Gewinnern zählen. Alle anderen sollten damit noch warten. Die Frauen können sich in der Zwischenzeit überlegen, was sie vom Mann wirklich wollen.


Dazu passt das Ergebnis einer neuen Studie: Frauen verbinden Geld vor allem mit Liebe, Männer mit Freiheit.

Rape Culture: Gibt es nicht! stellt Ella Whelan im Magazin Novo klar. Ein Auszug:

Es ist leicht zu erkennen, warum die zweifelhaften Ideen moderner Feministen nicht hinterfragt werden. Wenn man nur versucht, die Idee einer Vergewaltigungskultur auseinanderzunehmen, dann wird man sofort als Vergewaltigungsunterstützer bezeichnet – oder schlimmer noch, als Männerrechtsaktivist. Die Kritik an dieser neuen Orthodoxie trifft auf beinahe dasselbe Maß an Gift und Galle wie die Ablehnung des Feminismus. Diese Streitlust zeigt nur auf, wie leer der neue Feminismus ist. Er besteht lediglich aus Hashtags und T-Shirt-Slogans. Diese neue Welle des Feminismus, über die alle reden, hat keine zusammenhängenden Ideen oder Forderungen hervorgebracht. Sie wird nur durch das gemeinsame Frauenbild von ausgenutzten Opfern zusammengehalten, die unbedingt eine gegenseitige, pseudo-revolutionäre Twitter-Solidarität brauchen.


Wirklichkeitsfremde Hysterie und Alarmismus wird aber auch dem konservativen Journalisten Roland Tichy vorgeworfen, der dieser Tage die Ausmistung alter Bibliotheksbestände als Bücherverbrennung im "Genderland" anprangerte – was die Historikerin, Politikwissenschaftlerin und Journalistin Wibke Schmidt auf seine Realitätsnähe überprüfte und dabei erbarmungslos zerpflückte. Wibke Schmidt erwähnt in ihrem Text auch das Blog "Kritische Wissenschaft" (Sciencefiles), das ähnlich wie Tichy von einem "Büchervernichtungslager" mit Parallelen zum Nationalsozialismus spricht:

Die antifeministische Seite sciencefiles.org dachte Tichys Analogie zwischen den Nazis von früher und den vermeintlichen PC-Ideologen von heute noch einen Schritt weiter und setzte den Umgang mit "Anti-Politischkorrekten" mit der Judenverfolgung im Dritten Reich gleich.


Parallelen zum Nationalsozialismus sieht auch Karsten Mende aus der Fraktion der "Nicht-Feministen".

Vorwürfe, in bizarrer Weise übers Ziel hinauszuschießen, macht die Washington Post Hillary Clinton: Die gibt im Wahlkampf sozusagen den Donald Trump der Demokratischen Partei und erklärt die konkurrierenden Republikaner zu Terroristen, wenn es um Frauenanliegen geht.

Bizarr alarmistisch ist auch eine neue Statistik, auf die prompt die feministisch geprägte New York Times ansprang: Dass Frauen am Arbeitsplatz ermordet würden, sei "üblich" ("common"). Das liberale Magazin Reason hat sich die Zahlen genauer angesehen und schlägt die Hände über dem Kopf zusammen:

As many, many people have since pointed out, these claims almost seem engineered to cause maximal hysteria by leaving readers with an utterly incorrect impression of the facts.

In 2013, according to the Bureau of Labor Statistics, the rate of workplace fatalities was 3.2 per 100,000 full-time equivalent workers. Just 397 of those were homicides — meaning about 0.00029 percent of the workforce were murdered while on the job. Does that sound like an incidence rate that could accurately be described as "incredibly common"? Methinks not, personally.

(...) Nor were women more likely than men to be murdered on the job, though you could be forgiven for thinking otherwise based on the recent coverage. To stick with numbers from 2013, per The Washington Post, 341 men and 67 women were victims of workplace homicide. In other words, men made up 83.5 percent of all workplace murders that year — an overwhelming majority. (...) In fact, there were more men murdered at work in 2013 (341) than there were women who died at work of any cause at all (321).

As Joel Best, a professor at the University of Delaware and the author of the bestseller Damned Lies and Statistics, puts it, Keating's claim isn't false, but "it isn't terribly interesting," either. "Obviously men have many more workplace fatalities, because generally they do more dangerous work," he says. Women "almost have no opportunities to walk off a beam."


Eine Möglichkeit, mit Hysterie umzugehen, ist natürlich immer die hemmungslose Verarsche. Satirisch reagiert etwa der britische Spectator auf einen Beitrag des feministisch geprägten Guardian zum Thema sexuelle Belästigung: I'm utterly sickended by this story of a man trying to talk to a woman on a train.

Fast täglich gibt es derzeit eine neue Kuriosität über US-amerikanische Universitäten zu berichten. Heute: Die Universität Tennessee regt ihre Studenten an, auf die Worte "he" und "she" zu verzichten und stattdessen "xe", "zir" und "xyr" benutzen. Nachdem dieser Vorstoß kritisiert wurde, erklärte die Universität, die neue Sprechweise sei keineswegs verpflichtend gemeint.

Zuletzt wieder ein Blick nach Asien: Pakistan hat das Problem, dass 70 Prozent aller Medizinstudenten weiblich sind, aber die meisten davon nicht als Ärztin arbeiten, sondern nur ihre Chancen auf einen Ehemann verbessern möchten. Jetzt ist eine Männerquote an den Hochschulen im Gespräch, was natürlich für Empörung in den Medien sorgt. Und in Indien tut die Schauspielerin Sonakshi Sinha etwas, was in Deutschland undenkbar wäre: Sie bittet um Verzeihung dafür, an einem Twitter-Mob gegen einen Mann teilgenommen zu haben, der offenbar fälschlich der sexuellen Belästigung beschuldigt wurde.

Wir sollten vielleicht aufhören, wegen jedem Scheißdreck in Rage zu geraten, schreibt die Indian Times zu solchen Kontroversen und merkt an:

Somehow, a witch hunt, when applied to men, does not make feminists angry at all.

Freitag, August 28, 2015

Wirtschaftswoche beklagt Mangel von Respekt und Toleranz im Gender-Lager

Vielleicht war die Zensur der "Hart-aber-fair"-Talkrunde das Beste, was einer Genderdebatte passieren konnte, damit sie auch in den Leitmedien den Begriff "Debatte" verdient und nicht nur eine Seite zu Wort kommt. So kommentiert in der Wirtschaftswoche aktuell Hans Peter Klein:

Respekt und Toleranz scheinen (...) gerade nicht zu den herausragenden Eigenschaften der VertreterInnen der Gender-Studies zu gehören. Sie glauben, dass nur sie sich im Besitze der einzigen Wahrheit befänden und können es nicht verstehen, dass nicht alle so denken wie sie. Selbstverständlich beanspruchen sie auch das Recht, für alle Frauen zu sprechen. Es ist kaum anzunehmen, dass sich die Mehrheit der Frauen, insbesondere der jüngeren Generationen, mit diesen feministischen Thesen aus den Siebzigerjahren auch nur annähernd identifiziert.


Um zu zeigen, dass die Plasberg-Zensur kein Einzelfall ist, beichtet Klein, wie der Humanistische Pressedienst einen genderkritischen Artikel des Biologen Professor Ulrich Kutschera verschwinden ließ, und findet es

mehr als erstaunlich ist, wie neuerdings Minoritäten, die selbst an den Universitäten deutlich unter 0,1 Prozent der professoralen Belegschaft ausmachen, einen derartigen Einfluss auf alle Fachbereiche nehmen können.


Das bemerkenswerte Selbstbewusstsein des Gender-Lagers skizziert Klein so:

Sucht man nach den Vorgaben der Gender-Studies für die einzelnen Fächer, so wird man in den Gender-Curricula für Bachelor- und Master-Studiengänge im Netzwerk der Frauen- und Geschlechterforschung NRW schnell fündig. In "Vorschlägen zur Integration von Lehrinhalten der Genderforschung" werden die verbindlich zu thematisierenden Inhalte in insgesamt 54 Studienfächern (!) ausführlich dargestellt. Die "Lehrinhalte der Geschlechterforschung" wurden für das Fach Biologie von fünf "Gender-Expertinnen" erstellt – alle ohne Lehr- oder Forschungsexpertise in den Biowissenschaften!

Bei derartigem Selbstbewusstsein ist es dann auch nicht weiter verwunderlich, wie hier in fremdem Terrain auf allerdünnstem Eis die wissenschaftlichen Grundlagen der Biologie als "vermeintlich" – also irrtümlich angenommenen – ausgewiesen werden.


Hier findet man den vollständigen Artikel. Ins selbe Horn stößt zeitgleich auch die Rheinische Post:

Was zunehmend unangenehm auffällt, sind teilweise rabiate Reaktionen in den so genannten sozialen Netzwerken (Sollte man diese manchmal nicht besser "asoziale Netzwerke" nennen?), sobald sich jemand beherzt gegen die Gender-Theorie stellt, sie vielleicht gar veräppelt als törichten US-Import. (...) Die allzeit sprungbereiten "Shitstorm"-Produzenten lauern darauf, missliebige Meinungen verächtlich zu machen, sobald jemand wagt, sich gegen etwas zu positionieren, was einer meist bloß eingebildeten Mehrheit als der letzte Schrei der Gesellschaftspolitik vorkommt.

Vermischtes vom 28. August 2015

Selbst die Zeit – genauer: Josef Joffe – äußert sich kritisch zur eilfertigen Selbstzensur des WDR auf Druck der feministischen Lobby:

Die Unterdrückung kommt von Minderheiten, die sich besser organisieren und artikulieren können, als es die amorphe Mehrheit kann. Nur vordergründig geht es um den Wertestreit, das Lebenselixier einer freien Gesellschaft, sondern um die Machtprobe: Wer kann mit Sprechverboten die Deutungshoheit durchsetzen, um für die Klientel Status und Ressourcen an sich zu ziehen?

Es wird aber noch ärger. Jetzt muss der Ketzer auch noch öffentlich Abbitte & Buße leisten, just wie in der maoistischen Selbstkritik, wo der Delinquent mit dem Kniefall das Orwellsche "Gutdenk" des Kollektivs bekräftigt. Plasberg muss nun abermals über Gendergerechtigkeit talken. Bis die Entrüstet-euch-Brigade Ruhe gibt.


Der Blogger Hadmut Danisch kommentiert den "Zeit"-Artikel so:

Schreibt ausgerechnet die Zeitung, die normalerweise jegliche Kritik an Feminismus unter Leserkommentaren blockiert. Da fragt man sich, ob es Einsicht in eine Fehlentwicklung war, oder nur Schadensbegrenzung nach einem klebrigen PR-Gau, den man nicht am Kittel hängen haben mag.


("Jegliche" Kritik dürfte eine rhetorische Zuspitzung sein. Sagen wir: sehr viel Kritik.)

Danisch befindet zudem:

Und warum beschwert man sich, die Sendung wäre falsch besetzt worden? Immerhin wird Anne Wizorek trotz fehlender Kenntnisse und Befähigung von SPD und Grünen ständig auf Podien und vor die Kamera gezerrt und honoriert. Da kann man nur sagen "Selbst schuld!", wenn man den Feminismus an seinem Ausstellungsstück beurteilt. Vielleicht ist es aber auch einfach nur die Krise, dass auch niemand besseren als Wizorek hat.


Im Zusammenhang sowohl mit der WDR-Selbstzensur als auch mit Anne Wizorek schreibt die Neue Zürcher Zeitung inzwischen von "Facepalm-Feminismus".

Weitere News:

Der britische Telegraph fragt, warum Begriffe mit dem Morphem "Man" als Vorsilbe neuerdings immer etwas Abwertendes bezeichnen, also etwa in "Manspreading, "Mansplaining", "Man-flu" und so weiter.

Feminismus und die Unschuldsvermutung vertragen sich offebar einfach nicht miteinander. Eine Studentin der Universität Ohio ist dazu übergegangen, jeden Mann, der sexueller Gewalt beschuldigt wurde, namentlich auf Twitter bloßzustellen:

Baker is saying that "whether he did it or not" is not important, because accusing a man of rape "probably won’t ruin their life."


Aber wie sollen Feministinnen auch auf den Gedanken kommen, dass das, was sie tun, in ethischer Hinsicht falsch ist, wenn Politik und Medien sie beständig feiern und ihre Kritiker als Monster darstellen?

Diese Woche beschäftigt sich der UN-Sicherheitsrat erstmals mit einer bisher unbeachteten, von der ISIS verfolgten Gruppe von Menschen: Homosexuellen. Augenzeugen zufolge werden schwule Männer von Hausdächern gestoßen, gesteinigt und enthauptet. N-tv berichtet.

Und einer neuen Studie zufolge werden in Südafrika Jungen, sich nicht beschneiden lassen möchten, kontinuierlich schikaniert und gemobbt.

Donnerstag, August 27, 2015

"Hart aber fair": Auch Remake des Gendertalks führt zu Kritik

Auch gestern hat der Wirbel um die bizarren Programmentscheidungen des WDR nicht nachgelassen.

Der STERN schreibt in der Überschrift seines Beitrags von "Tugendterror". Carsten Heidböhmer befindet:

In der Diskussionsrunde haben Gäste Ansichten geäußert, die einigen Frauenverbänden nicht gepasst haben. Das geht natürlich nicht, dass jeder einfach seine Meinung äußern darf! (...) Was politisch nicht erwünscht ist, ob Meinung, Fakt oder bloß eine kritische Nachfrage, muss eliminiert werden. (...) Mehr noch: Damit der Zuschauer die politisch unerwünschte Sendung schnell vergisst, wird sie einfach noch einmal neu gedreht. Mit den gleichen Gästen. In der Hoffnung, dass sie beim zweiten Mal das Korrekte sagen. Und der Moderator die Sendung in die von den Frauenverbänden gewünschte Richtung lenkt.


Birgit Kelle kritisiert den Umgang des WDR mit Moderator Frank Plasberg:

"Ich finde es seltsam, wie der WDR mit einem seiner besten Moderatoren umgeht", sagte sie der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). "Das hat Frank Plasberg nicht verdient." Kelle (...) hat auch für die Sendung am 7. September zugesagt. "Ich hoffe, dass der Rundfunkrat diesmal zufrieden ist und wir nicht monatlich antanzen dürfen", sagte sie der Zeitung.


Für den Mediendienst kress.de stellt Jürgen Overkott fest:

Beschämend für den WDR ist allerdings, wie Rundfunkrat und Senderspitze mit dem politischen Druck umgegangen sind. (...) Rundfunkrat und Programmchef hätten ihrem Talker demonstrativ den Rücken stärken müssen. Die Pressefreiheit – schade, dass eine Binse aus aktuellem Anlass betont werden muss - ist ein hohes Gut, das nicht aus geschmäcklerischen Gründen geopfert werden darf. Gerade der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss Unabhängigkeit gegen politische Beeinflussung zeigen – aus welcher Ecke auch immer. (...) Die Neuauflage des Gesprächs kann nur unfreiwilliges Polit-Kabarett sein.


Und auf den Seiten des Freitag spricht Christian Füller von "Zensur nach innen":

Diesmal allerdings haben die Bedenken gegen den WDR-Talker Metternich’sche Qualität. Das Thema „Deutschland im Gleichheitswahn?“ wurde nämlich gelöscht, fast wie bei den Karlsbader Beschlüssen, mit denen man einst die aufkommende demokratische Öffentlichkeit regulieren wollte. (...) Dass [Selbstzensur-Aktionen] nicht von einer äußeren Hoheit wie zu Anfang des 19. Jahrhunderts angeordnet werden, sondern durch Chefredakteure von innen im botmäßigen Gehorsam, macht die Sache nicht besser. Es ist ein Signal an Kollegen, bloß nicht zu frech zu werden.


Diversen Medienberichten zufolge ist übrigens die Teilnahme weder von Anton Hofreiter noch von Anne Wizorek an dem Remake des Gender-Talks gesichert. Zusagen liegen bislang offenbar nur von den drei Gender-Kritikern Kelle, Kubicki und Thomalla vor.

Vermischtes vom 27. August 2015

Das maskulistische Blog Alles Evolution lädt ein zur Strategiedebatte: Sollte die Männerbewegung statt auf eine grundsätzlich männerfreundlichere Gesellschaft lieber auf kleinere, erreichbarere Ziele hinarbeiten?

Der schwule Publizist David Berger (übrigens auch ein Genderama-Leser) berichtet über den jüngsten Vortrag von Birgit Kelle:

Die Erwartungen der Kelle-kritischen Teilnehmer, sie würde sich homophob äußern, wurden enttäuscht. (...) Dafür äußerte sie sich zu einer von einer Zuhörerin vorgeschlagenen Zusammenarbeit mit Muslimen: "Wenn muslimische Kräfte in diesem Land irgendwann was zu sagen haben, dann werden Katholiken für die Rechte von Homosexuellen auf die Straße gehen müssen." (...) Einer von ihnen, der beim Vortrag dabei war, zu gaystream.info: "Ich glaube das Kelle eher als so manchem Berufshomo, der mit seinem Engagement nur seinen Lebensunterhalt bestreitet. Wenn sich der Wind dreht, wird er das Lied dessen singen, dessen Brot er isst. Er wird auf den Straßen umher laufen und homophobe Parolen schreien - Kelle wird das nicht tun."


Der Berliner Tagesspiegel berichtet von Hetze bis hin zu Morddrohungen gegen Homosexuelle auf Facebook.

Der britische Telegraph fragt, warum Politiker immer noch nichts gegen den Gender-Gap zu Lasten von Männern an Universitäten unternehmen und erkennt eine vorherrschende feministische Mentalität als Ursache.

Teils zum Schmunzeln, teils zum Fremdschämen: In Österreichs feministischem Magazin Die Standard erklärt der Feminist Nils Pickert anlässlich des trendigen Twitter-Hashtags #ThingsFeministMenHaveSaidToMe, was diese dussligen männlichen Feministen immer noch alles falsch machen und wie es gefälligst wirklich geht.

Schlechte Nachrichten fürs feministische Lager: Das gelbe T-Shirt Burn Masculinity der Post-Punk- bzw. C86-Indiepop-Band The Spook School ist ausverkauft. Wenigstens steht das Video zum Song noch online. In den Kommentaren fragt prompt jemand, ob man auch "Femininity" verbrennen solle. Dieses Gespräch eskaliert zügig.

Zuletzt: Zum vielleicht ersten Mal in den Schulen der USA wurde ein Mädchen Opfer einer absurd hysterischen Alarmstimmung gegen selbst symbolische Ausdrucksformen von "Gewalt": Die Schülerin darf ihre Lunchbox mit der feministischen Ikone Wonder Woman nicht mehr in den Unterricht mitbringen. Wonder Woman wurde in den Heften der letzten beiden Jahre bekanntlich zur Göttin des Krieges befördert.

Mittwoch, August 26, 2015

Lesermail (Satire)

Mehrere Leser weisen mich heute darauf hin, dass ich diesem Spiegel-Online-Artikel Unrecht tue, wenn ich ihn für bare Münze nehme und behandele, wie wenn er aus dem Genderlager stammen würde:

"Gesellschaftsgefährdend unseriös" und "Rehabilitierung" werte ich als satirische Überzeichnung. Im Endeffekt deutet der Artikel nur an, dass eine Wiederholung der Sendung mit denselben Personen wie ein Nachsitzen für Kubicki, Thomalla und Kelle wirken muß. Da die Gästeauswahl ja als einseitig zusammengesetzt kritisiert wurde, kann der Frauenrat ja eigentlich nur zufriedengestellt werden, wenn die 3 Vertreter der Gegenposition entweder klein beigeben oder vorgeführt werden, damit das Resultat stimmt. Der Spiegel orakelt ja deshalb satirisch, dass die Sendung im Zweifelsfall so lange widerholt wird, bis das Ergebnis passt.


Auch zwei andere Leser schrieben mir, dass sie Spiegel-Online eine entsprechende Haltung zwar grundsätzlich auch zutrauen würden, hier aber "eben diese Arroganz der Gendernasen gut auf den Punkt" gebracht würde. Einer von beiden fügte hinzu:

Ich halte diesen Hinweis für wichtig, da das zarte Pflänzchen Maskulismus nicht wie die Gegenseite in der absolut humor- und damit realitätsbefreiten Zone enden darf. Mögen doch die verbliebenen Dumpfbacken auf wgvdl sich über sowas aufregen (und sich damit letztlich der Lächerlichkeit preisgeben) und sich gemeinsam mit den Genderistas und Genderisten verbissen im spaß- und dazu noch argumentbefreiten Dreckhaufen suhlen. Unsereiner sollte für derartige Beiträge wie den unter SPAM über die "Fernsehversager" die angebrachte Lockerheit aufbringen.

Gender-Talk: "Hart aber fair" lädt dieselben Gäste ein

Die ARD zieht Konsequenzen aus dem Zensur-Skandal: Es wird eine Neuauflage der umstrittenen Sendung von "Hart aber fair" geben. ARD-Moderator Frank Plasberg (58) will mit denselben Gästen zum selben Thema diskutieren! Der Termin steht bereits fest: Es ist der 7. September. (...) Außerdem wird eine der Beschwerdeführerinnen dabei sein.

(...) FDP-Vize Wolfgang Kubicki (63) weiß bereits, was er sagen wird: "Meine erste Frage in der Runde wird sein: Lieber Herr Plasberg, was darf ich sagen, ohne gleich wieder aus der Mediathek zu fliegen?"


Das berichtet heute die BILD.

Die Entscheidung dieselben Gäste noch einmal einzuladen, dürfte Kritiker der Sendung nicht glücklich machen – etwa das Neue Deutschland:

Dass im Ersten nicht der Philosoph mit Wissenschaftlern diskutiert, sondern ein Frank Plasberg mit Gästen wie dem wandelnden Altherrenwitz Wolfgang Kubicki "talkt", zeigt, wie weit sich die Programmverantwortlichen der Öffentlich-Rechtlichen in die Untiefen der Privaten begeben haben, wo die Inszenierung mehr zählt als der Inhalt.


Generell sind beim Neuen Deutschland die Rollen von Gut und Böse klar verteilt, was rhetorisch überdeutlich gemacht wird: Während Frauenverbände "die Sendung zu Recht heftig kritisierten", "schäumten" und "tobten" "rechtskonservative Kreise" gegen die jetzt vorgenommene Zensur.

Auch bei Spiegel-Online zählt das Genderlager selbstverständlich zur Elite, während seine Kritiker gemeingefährliche Dumpfbacken sind. Bei der Ankündigung, die Sendung zu wiederholen, habe Plasberg zunächst nämlich nicht erwähnt,

ob jene Personen, die in der vorangegangenen (...) Sendung zum Thema so gesellschaftsgefährdend unseriös auftraten, die Gelegenheit zur Rehabilitierung bekommen. Dürfen Sophia Thomalla und Wolfgang Kubicki zeigen, dass sie ihre Lektion gelernt und zu einer höheren Stufe der politischen Reife gefunden haben?


Es ist genau diese in nichts begründete Arroganz, die das Genderlager vielen Bürgern so extrem unsympathisch macht.

Die je nach Medium "polternden", "wetternden", "tobenden" oder "zeternden" angeblichen Rechtskonservativen, die Zensur keine tolle Sache finden, erhalten inzwischen Unterstützung durch den Medienrechtler Christoph Degenhart in der vermutlich ebenfalls schon neurechten Süddeutschen Zeitung: "Es wirft kein gutes Licht auf die ARD, dass man sich hier von einigen gesellschaftlichen Gruppierungen so beeinflussen lässt."

Die Löschung der Sendung und der dadurch offenbar eingetretene Streisand-Effekt sind heute auch Thema bei Alles Evolution.

Kanadische Presse: Deutsche Frauenparkplätze als institutionalisierter Sexismus

Frauenparkplätze führen in Deutschland zu der Debatte, ob diese Einrichtungen frauen- oder männerfeindlich seien. Das berichtet der kanadische Toronto Star. Ein Auszug:

Many people know that driving in Germany can be quite different from North America: There is no general speed limit on most motorways, for example. Perhaps more astonishing, however, is another distinctive feature: Many German parking lots are equipped with special spaces for women. In some regions of Germany, law forces parking lot owners to designate at least 30 per cent of their space specifically for women.

Those parking lots are bigger than usual, which is supposed to make it easier for women to maneuver their cars. Some Germans like the idea, but others call it a sexist way of implying that women are worse drivers than men. So, are parking spaces for women sexist?

Yes, but actually it’s discrimination against men, German tabloid newspaper Bild suggested in a recent article. “Are men really not allowed to park here?” asked the paper, which until recently featured a naked woman on its front page and is Germany’s best-selling publication.

Bild’s agitation is as a contortion of facts, according to the paper’s critics: If someone should feel offended by designated women’s parking spaces, it should be women.

(...) More recent police data suggests that the risks posed by dark German parking lots were exaggerated — nevertheless, women’s parking spaces are so deeply ingrained that few would dare to remove them.

"Today, nobody needs women’s parking lots anymore – especially not in the modern, lucid and well-lit shopping malls," reporter Werner Mathes argued in an op-ed for German weekly Stern. "In some Swiss cities, such as Zurich or Luzern, one has gotten rid of those spaces years ago, because parking lots are much brighter and better lit than in the past."

It’s not obligatory for women to use those spaces, and supporters refer to the fact that there are also designated men’s parking lots. However, those ‘male’ spaces are especially tiny and difficult to use – which could be perceived as sexist, as well, some argue.


Eine Unzahl breiter und günstig gelegener Parkplätze speziell für Frauen, und einige wenige engere Parkplätze speziell für Männer. Ja, da ist es schon schwer zu beurteilen, ob dieses Muster sexistisch zu Lasten von Frauen oder von Männern ist ...

Australien: Wie sich ein Politiker feministischen Harpyien entgegenstellt

Im australischen Daily Telegraph befasst sich Miranda Devine mit unserem Zeitalter des "Ohnmachts-Couch-Feminismus" und einem linken Politker, der sich auch von den übelsten Attacken aus diesem Lager nicht einschüchtern lässt:

We are under attack from the patriarchy, hostage to a rape culture, all at risk of domestic violence, held down by the glass ceiling, and not paid as much as men for equal work.

Pity none of this is true, and in fact women in Australia have more freedoms and equality than at any time in our history.

So when a brute alpha male like Mark Latham, the maverick former Labor leader, stomps through the cosy media consensus to slay these lies, the entire apparatus of victim feminism rises up against him.

He gives back twice as good as he gets, and so the professional offenderati who gathered at the Melbourne Writers’ Festival on Saturday to hear him talk got the vapours when he peppered his home truths with foul-mouthed aggression.

(...) The left feminist establishment views him as an affront. Men just have to cop being labelled misogynists, killers, rapists, perpetrators of domestic violence, without complaint.

If they retaliate they are insane and violent, and the vitriolic warrior women who have been baiting them suddenly become cowering victims of oppression, meek and fragile mothers trying to buy hot chocolates for their children.

Destroying Mark Latham is the symbolic triumph of grievance feminism over common sense and basic fairness. The double standards and hypocrisy are absurd.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Die Australian Labor Party, deren Vorsitzender Latham war, gehört der Sozialistischen Internationale an und stellte von 2007 bis 2013 die australische Regierung.

Vermischtes vom 26. August 2015

Während Anna Thalhammer in Österreichs "Presse" einen sexistischen Artikel zum Thema häusliche Gewalt untergebracht hat, der eben wegen diesem Sexismus diese Gewalt eher aufrechterhalten dürfte, statt bei ihrer Bewältigung zu helfen, fragt sich das Blog des linken Maskulismus, warum das deutsche Gewaltschutzgesetz ("Der Schläger geht, das Opfer bleibt") immer noch nicht auch zugunsten von männlichen Opfern angewendet wird.

Mit den jüngsten Sexismusvorwürfen gegen die Zeitschrift "Bravo" als Aufhänger hat die Sexualtherapeutin Dr. Beatrice Wagner, die damit auch auf ihr Buch zu diesem Thema aufmerksam macht, ihre Kollegen befragt, ob Flirten ohne die Aspekte, die Feministinnen als "sexistisch" abwerten, überhaupt funktioniert. Ein Auszug:

Männer wüssten oft nicht mehr, wie sie sich einer Frau nähern sollten, sagt die Psychotherapeutin Beate Kube aus Kempten, die sich auf Paar- und Sexualtherapie spezialisiert hat. "Sie befürchten, als übergriffig zu gelten, wenn sie auf eine Frau zugehen und ihr ein Kompliment machen." Das mache sie so vorsichtig, dass sie sich ihrer Energie und ihrer männlichen Dynamik gar nicht mehr bewusst seien.

"Flirten ist immer auch eine leichte Grenzüberschreitung", sagt sie. "Der Mann schaut der Frau ein bisschen zu tief in die Augen, oder er berührt die Frau ungefragt." Viele Männer trauen sich das nicht mehr.

(...) In Kalifornien setzen sich Studierende inzwischen dafür ein, dass ein Mann erst nach einer Einverständniserklärung mit einer Frau flirten oder gar mit ihr Sex haben darf. "Affirmative consent" – schriftlich bestätigtes Einverständnis – heißt diese Bewegung. (...) Es gibt sogar schon Consent-Kits zu kaufen, mit Kondomen und Formularen, auf denen die verschiedenen Stufen Nähe zuvor von den beiden Partnern unterschrieben werden, nach dem Motto: "Darf ich dich jetzt küssen?", "Ja, aber erst unterschreiben bitte."

Das mündet dann in Aussagen wie: "Hiermit willige ich zum Geschlechtsverkehr mit xyz ein. Ich bin mir bewusst, dass ich jederzeit zurücktreten kann." Derzeit wird heiß diskutiert, ob der "affirmative consent" eine Empfehlung bleiben oder verpflichtend für alle Hochschulen eingeführt werden soll.

(...) "Es kommt zu einer Verlaberung der Lust", sagt auch Jakob Pastötter von der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung. "Wir erschaffen uns durch solche Einverständniserklärungen, genauso wie durch die Flirt-Apps und Dating-Portale, eine schöne sexuelle Scheinwelt, in der alles perfekt aufeinander abgestimmt ist und in der trotzdem nichts passt, weil das Wesentliche fehlt, nämlich die Spannung und die Wertschätzung der Andersartigkeit des Partners."


Ratgeber, die sich nach dem Stand der Sexualforschung richten, werden von Feministinnen aber natürlich angefeindet, als ob sie aus dem Herzen der Hölle kämen. (Dass es in denselben Ratgebern ganze Kapitel darüber gibt, ab wann ein bestimmtes Verhalten tatsächlich übergriffig und belästigend wird, ist Feministinnen wuppe. Pick-up ist BÖSE.)

Die bizarre Haltung, Frauen als empfindsame Pflänzchen wahrzunehmen, die ständig durch männliche Sexualität bedroht sind, ist auch Thema eines Artikels von Ruth Margolis. Sie stellt sich anlässlich des Hacks der Seitensprung-Website Ashley Madison dieselbe Frage wie vor einigen Tagen schon Genderama: Warum tun manche Journalisten so, als wären auf dieser Plattform ausschließlich Männer unterwegs gewesen?

If you look closely at the media coverage, it's only the site's male users who are being called to account. "Pull up your pants, gents. The game is up," said Business Insider. "Don't cry for the men of Ashley Madison," said Britain's Daily Mirror. "They deserve all they get." (...) Meanwhile, women who use the site — whose details appear on that same list — are being ignored.

"Ashley Madison proves women aren't interested in casual sex," screamed a New York Post headline. Sure, it seems very likely that around five out of six of Ashley Madison's genuine clients are men (allegedly the site added fake female accounts to lure more men), but that still means many millions of women signed on to have an affair. (...) We can't accept that women can also be sexual predators — or, at least not women who are in their right mind. The media loves to paints females who assert their sexuality as "out of control" or damaged.

(...) Even Vanity Fair's recent Tinder story, which reported on the app-enabled dating scene from both male and female perspectives, left you thinking that young women are the victims of men's insatiable online quest to shag everything in sight. The women who appeared in the story and who admitted using the site to hook up with a succession of guys seemed at best inured by the experience, while many couldn't hide their misery and disdain at being used by men who wanted nothing more than a one-night stand. Of course, I'm not denying what these women claim to feel — nor that they're truly representative of a significant group. But where were the female case studies who, like many of the men interviewed, feel emboldened by swipe-right sex culture?

(...) In college back in the U.K. nearly two decades ago, the majority of my male friends wanted to be in loving, monogamous relationships. Some of them only slept with a couple of people the entire three or four years they were in college. Meanwhile, many of the girls I knew coveted fun sex with a lot of different men — and didn't seem especially traumatized by it.


Weitere News:

In den USA urteilten mehrere Richter, dass in vier Verhandlungen über Vorwürfe sexueller Gewalt an US-Unis den Angeklagten das Recht auf einen fairen Prozess verweigert wurde.

Der New York Post zufolge haben es junge gebildete Frauen immer schwerer, einen Mann zu finden:

After noticing that his single gal pals were always complaining that "guys were ignoring them or were toying with them," Birger decided to investigate. (...) "Because women have been graduating from college in 30-plus percent greater numbers than men for years, there are now four women for every three men nationally in the marriage-age, college-educated dating market," Birger says. In Manhattan, the numbers are even more dire, with 38 percent more young female college grads than male.


Der Artikel nennt auch acht "Fehler", den Frauen bei der Männersuche angeblich machen, sowie Möglichkeiten, hier gegenzusteuern.

Feministinnen konzentrieren sich derweil auf viel naheliegendere Probleme: zum Beispiel, dass sie in der Öffentlichkeit nicht oben ohne herumlaufen dürfen. Um dagegen anzukämpfen, protestierten mehrere hundert barbusige Frauen in New York und 60 anderen Städten dieser Erde. Der Protest könnte ein wenig darunter gelitten haben, dass Männer diese Frauen ignorieren mussten, weil mittlerweile schon Anstarren als sexuelle Belästigung gilt.

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