Samstag, Juli 23, 2016

Vermischtes vom 23. Juli 2016

1. Telepolis berichtet unter der Überschrift Türkische Verhältnisse bei Twitter über die Verbannung des Feminismuskritikers Milo Yiannopolous aus dem sozialen Netzwerk::

Jahrelange Twitter-Erfahrung zeigt: Das soziale Netz entfernt Konten mit vielen Followern fast immer, wenn sie nicht in die eigene Weltsicht passen oder wenn Druck aus den Medien kommt. Vor allem die Konten weißer Männer werden gesperrt. Rassisten dunkler Hautfarbe, Hate Speech von bekannten Feministen und die Verirrungen von liberalen und sogar linksextremen Politikern werden gerne übersehen.




2. Donald Trumps Tochter Ivanka erklärt in einer Rede, ihr Vater werde als US-Präsident das Arbeitsrecht ändern, um Frauen zu nutzen:

She (...) suggested he would adopt a number of positions traditionally backed by Democrats, including equal pay for women.

(...) In her speech, she claimed her father backs equal pay for equal work, and said she would "fight for this, too, right alongside of him."




3. Toni Airaksinen ist Studentin an einem Frauencollege. Sie findet: Der feministische College-Krieg gegen Männer muss enden.

As a student at a women's college, there is nothing more disturbing for me to see than the male-bashing pervasive throughout my campus culture. From jokes about the fragility of masculinity to giving trigger warnings for any mention of men, I see an absurd level of distrust, scorn and contempt towards men coming from my feminist peers.

While the male-bashing antics at my school may be exceptional, since I'm at a women's college, this type of competitive male-bashing happens at other colleges too. At every institution, men are demonized while women are exalted.

This paradigm pervades society. Male bashing is sacrosanct to feminist virtue signaling. Feminists demonize men, particularly college men, to establish their own moral high ground. Nowhere is this more common than on college campuses.

This feminist war on college men must end. Not only is it unjust, but it is disastrous for gender harmony.

(...) According to contemporary feminism, the choice religion among female college students, men can't do anything right. They manspread, they mansplain, they are all potentially violent, and they suffer from the incurable ailment of toxic, yet fragile, masculinity.

When college begins, males lose the inculpability that childhood confers just as their female compatriots discover feminism. Since children can do no wrong, boys aren't problems in feminist parlance until they become men. Where do boys become men? Often, this happens on college campuses. As soon as they become men, they are under attack.

So, how can feminists end the disastrous war they've waged on college men?

First, to borrow an imperative from safe-space culture, feminists must assume good-intentions from men. The world will never be a safe space for men if feminists fail to uphold safe space guidelines with interacting with them. Failing to assume good intentions leads to an environment where male bashing becomes a competitive sport.

As Nahema Marchal wrote in Heat Street, "To use social justice terms, the only thing [male bashing] does is essentialize and alienate an entire demographic to the point of harming the very cause of progress."

Indeed, this harms progress. Feminists should not promote rhetoric that casts men as a class in a negative light. Men's Rights Activists would benefit their cause if they stopped denigrating women as a class, too.

(...) Second, feminists must support due process for men facing allegations of sexual misconduct. Since the release of the 2011 Dear Colleague Letter, there have been dozens of cases of men suspended from college without due process. Feminists have tarnished the public image of men to the point where men are often assumed to be guilty before they can even claim innocence. Due process ameliorates this unfortunate circumstance.

(...) Feminists can still support rape-victims while supporting due process. The two are not mutually exclusive.

Finally, feminists must adopt men's causes as their own. These causes include poor male academic achievement, discrimination in the court and legal system, and many other issues. With this, men will stop being resentful that their interests have been forgotten by mainstream activism movements.




4. Dem Lifestyle- und Entertainment-Magazin Cairo Scene zufolge stehen Ägyptens Frauen international auf Platz Eins, was häusliche Gewalt gegen Männer angeht.



5. Wie die Hindustan Times berichtet, verabschiedet der südindische Bundesstaat Karnataka neue Leitlinien für eine vorzeitige Freilassung von Strafgefangenen bei guter Führung. Demnach können Männer, die zu Lebenslänglich verurteilt wurden, vorzeitig entlassen werden, wenn sie zu mindestens 14 Jahre Haft verurteilt wurden, aber erst wenn sie 10 Jahre ihrer Haftstrafe tatsächlichen abgesessen haben. Für Frauen gelten kürzere Zeiten. Bei ihnen reicht eine Verurteilung von 10 Jahren, von denen sie 7 Jahre abgesessen haben müssen. Auch können Männer im Alter ab 65 auf eine Begnadigung hoffen, wenn sie 14 Jahre inhaftiert waren. Für Frauen gilt das schon ab 60 Jahren und wenn sie 12 Jahre inhaftiert waren.

Freitag, Juli 22, 2016

Vermischtes vom 22. Juli 2016

1. Die Augsburger Allgemeine berichtet über einen Kripo-Beamten, der nicht länger schweigen will:

Helmut Sporer hat länger darüber nachgedacht, ob er über ein Phänomen sprechen soll, mit dem die Ermittler immer wieder konfrontiert sind: falsche Missbrauchs- und Vergewaltigungsvorwürfe. Er hat sich entschieden, es zu tun. Denn es gehört zur Realität im Alltag der Kripobeamten. Es gibt Frauen, denen Furchtbares angetan wurde. Opfer, die schlimmste Taten erlebt haben. Aber es gibt eben auch die Fälle, in denen sich die Vorwürfe als haltlos oder fragwürdig erweisen.

Über die Jahre hinweg hat sich daran nicht viel geändert, sagt Helmut Sporer. Bei etwa zehn Prozent der angezeigten Sexualstraftaten, die bei der Kripo bearbeitet werden, lässt sich nach einiger Zeit nachweisen, dass die Vorwürfe nicht stimmen.


Andere Ermittlungsbeamte berichten von einer weit höheren Rate als zehn Prozent. Auch sollte man erwähnen, dass unter Falschbeschuldigungen, diejenigen, die tatsächlich als falsch BEWIESEN werden, vermutlich verschwindend gering sind. In den allermeisten Fällen steht Aussage gegen Aussage. Eine Lüge oder eine Fehlwahrnehmung werden niemals aufgedeckt. Es erfolgt lediglich ein Freispruch mangels Beweisen. Diese Fälle gehen in feministische Statistiken häufig als Fälle von Vergewaltigungen ein, die unbestraft bleiben.



2. In der Huffington Post erklärt ein Sadomasochist, um dem verschärften Sexualstrafrecht zu entsprechen, sollten Frauen und Männer in ihre erotischen Begegnungen Praktiken einbauen, die bisher nur in SM-Beziehungen verwendet werden: Safewords und Ampelcodes.



3. Ein Leser meines Buches "Plädoyer für eine linke Männerpolitik" führt ihn zu genau einem der Zwecke zu, für die es gedacht ist, und berichtet auf Amazon darüber:

Habe dieses Buch für einen Gender Studies Kurs in der Uni benutzt. Wobei der Kurs eigentlich mehr Feminismus Studies war ... Nach meinem Vortrag mit Hilfe dieses Buches gab es einige offene Mäuler. Gerade der alltägliche Sexismus gegen Männer wurde da erst vielen bewusst.


Dass meine Arbeit Bestandteil des Bereichs Geschlechterforschung werden sollte, fand schon vor über zehn Jahren die Underground-Filmemacherin Maria Nicoli. Die groteske Einseitigkeit in diesem Fach muss endlich einer ganzheitlichen Perspektive Platz machen.



4. "Hysterischer Feminismus hilft nicht beim Kampf gegen häusliche Gewalt" befindet Corrine Barraclough im australischen Daily Telegraph. Der Artikel gelangt zu folgendem Fazit:

You cannot fight for an end to domestic violence by pushing a sexist agenda anymore than you can achieve equality by male bashing.

Respect may be at the very heart of tackling domestic violence, but it’s overly simplistic to imply it stands alone. Insecurity, ego, poor communication, misguided belief that toxic relationships can have happy endings, alcohol and substance abuse, anger management issues — these are all threads woven into the complex tapestry of DV.

Yet, these are being silenced because feminism has cast a one-man show and are hellbent on a hysterical performance.

We are stronger if we unite our efforts and energy.

We are more powerful if we all tackle domestic violence together.


Das sage ich seit bald 20 Jahren. Das Resultat waren Beschimpfungen als "anti-emanzipatorisch", "frauenfeindlich" und "rechts". Ich bin gespannt, ob Australier wie Corinne Barraclough mehr Erfolg haben werden.



5. In den Emiraten ist mal wieder ein Junge an den Folgen einer Genitalverstümmelung ("Beschneidung") gestorben.



6. Hillary Clintons Crew beginnt, die ersten gewählten Abgeordneten zu entfernen, weil es Männer sind.



7. Lieber Himmel, jetzt fangen sogar linke Feministinnen an, den neuen "Ghostbusters"-Streifen niederzumachen.



8. Die Post. Der Süddeutschen Zeitung zufolge, wurde in der SPD "fleißig weggeguckt", wenn es um die Hochstaplerin Petra Hinz ging:

Allerdings betraf das nicht ihre Vita. Sondern ihr Verhalten als Chefin. Bereits im Juni berichtete das Essener Informer Magazine, das den ganzen Fall ins Rollen gebracht hat, über einen offenen Brief ehemaliger Mitarbeiter, die ihre frühere Chefin des Mobbings bezichtigten und ihr unter anderem ständige Überwachung und Maßregelung vorwarfen. Wie sich nun herausstellt, waren diese Umstände in der Fraktion seit Längerem bekannt - schon allein wegen des auffallend hohen Verschleißes an Mitarbeitern im Büro Hinz. Das ging so weit, dass die Mitarbeiter-Vertretung im Oktober 2013 auf eine Stellenausschreibung hin eine interne Mail verschickte: Wer sich dort bewerben wolle, "sollte sich vorher mit uns in Verbindung setzen". Danach aber passierte weiter nichts. Bis nun die Sache mit dem Lebenslauf hochkam.


Ach, das werden hauptsächlich misogyne Kerle gewesen sein, die von Natur aus ein Problem mit weiblichen Chefs haben. Kennt man doch. Vermutlich waren die alle nicht so kompetent wie Petra Hinz ...

Ein SPD-Mitglied unter meinen Lesern schreibt mir nun:

Sehr geehrter Herr Hoffmann,

wahrscheinlich bin ich ein Unverbesserlicher, aber ich habe heute an den SPD-Parteivorstand einige Fragen gerichtet, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

Höchstwahrscheinlich wird darauf keine Anwort kommen, aber ich in der Meinung, dass die Damen und Herren durchaus wissen sollten, was in ihrer Partei so gedacht wird. Ich kann in vielen Gesprächen feststellen, dass in der SPD 'vor Ort' ein sehr ordentliches Potential von Leuten zum Thema Genderismus, Feminismus und Quote eine ausgeprägt kritische Haltung haben. Diese manifestiert sich aber nicht, weil diese Leute die Auseinandersetzung (noch) scheuen. In einem Gespräch, warum das so ist, erhielt ich vor kurzem die Antwort: "Wenn Frauen in Gremien abstruse Gedanken zu diesen Fragen äußern, geht man einfach darüber hinweg und widerspricht nicht. Würde ein Mann solchen Unsinn erzählen, erhielte er Widerspruch und Gegenwind, dass ihm Hören und Sehen verginge, bervor er zu Ende gesprochen hätte." Man sollte die Kerle dazu bringen, einfach den Mund aufzumachen ohne Ansehen der Person.

"Hallo lieber Parteivorstand,

als langjähriges Mitglied habe ich mal einige Fragen: hat in Zusammenhang mit dem Fall 'Petra Hinz' schon einer daran gedacht, ob es nicht zielführend sein könnte, einmal zu untersuchen, in wie weit Feminismus, Genderismus und Quote dazu führen, dass solch ein Phänomen über einen derart langen Zeitraum unentdeckt vorkommen konnte? Wird denn noch ergründet, ob und wie deutlich diese Momente dazu beigetragen haben, dass hier unserer Partei Qualität vorenthalten wurde, weil andere Kandidaten ausgeschieden wurden, die über die vorgegebenen Kompetenzen und Qualitäten verfügt haben? Ist denn daran gedacht, wissenschaftlich fundiert zu prüfen, ob dies nicht sogar einen systemimmantenten Fehler darstellt, weil das Dogma Quote grundsätzlich vor die Kategorie Qualität gerückt wurde und deshalb ein Gefährdungspotential für unsere Partei vorliegt? Es würde mich freuen, wenn diese Fragen wenigstens ein Stück in unseren Focus rücken würden. Ihre Beantwortung sollte aber nicht der Abteilung Schwesig in unserer Partei überlassen werden."


Die SPD braucht einen Aufstand der Basis gegen die Machthaberinnen ihrer Partei. Ich käme mir verarscht vor, wenn ich in einem der Ortsverbände für sozialdemokratische Ideale schuften würde, während die Lobbypolitik der Parteispitze dafür sorgt, dass sich die Wähler scharenweise abwenden.

Donnerstag, Juli 21, 2016

Vermischtes vom 21. Juli 2016

1. Auf Telepolis fragt Florian Rötzer anlässlich der Untaten von Orlando, Nizza und Würzburg:

Nach einem medialen Drehbuch scheinen immer wieder junge Männer mit einem blutigen Spektakel ihre Leben beenden zu wollen. Ist das politisch?

(...) Viel beunruhigender wäre es, diese jungen Männer, oft mit Migrationshintergrund oder Minderheiten angehörig, also mit verunsicherter Identität, als implosives Produkt der Gesellschaft sehen zu müssen. Fragen müsste man sich, warum zunehmend mehr junge Männer – und nicht ältere Männer, Mädchen oder Frauen – , sich mit einem finalen Spektakel verabschieden wollen. Was zeigen sie mit der Missachtung des eigenen und fremden Lebens dem Rest der Gesellschaft damit, die davon ebenso geängstigt wie fasziniert ist?

(...) Der IS könnte für junge Männer aus dem Westen lediglich zu einem Script geworden sein, wie sie dies auch aus den westlichen Medienprodukten kennen, um ihr entgleistes und nicht zufriedenstellendes Leben zu beenden. Damit könnten sie auch zeigen, dass derzeit etwas fundamental falsch läuft, dass radikale Kulturkritik heute nur noch den Ausweg im nihilistischen Massenselbstmord findet.




2. Gestern ging der erlogene Lebenslauf der SPD-Politikerin Petra Hinz durch die Medien. Der Frontberichterstatter erörtert, ob hier nicht ein generelles geschlechterpolitisches Problem besteht.



3. Die Kritik am verschärften Sexualstrafrecht reißt auch in den Leitmedien nicht ab. In der Frankfurter Allgemeinen äußert der Münchner Richter Markus Löffelmann schwerste Bedenken gegen das neue Gesetz. Der Artikel ist in Gänze lesenswert, hier einige Auszüge:

Der Deutsche Bundestag hat die Reform des Sexualstrafrechts mit überwältigender Einstimmigkeit und stehendem Applaus beschlossen. Bewertet man die Umsetzung des "Nein heißt nein"-Prinzips, an dem sich die Politik kollektiv berauscht hat, mit der gebotenen juristischen Nüchternheit, so kann man nicht umhin, sich Sorgen zu machen. "Nein heißt nein" ist in jeder Hinsicht ein Paradigmenwechsel: Es macht den bloßen Willen eines Rechtsgutsträgers zum Anknüpfungspunkt der Kriminalisierung, was im deutschen Strafrecht eine seltene Ausnahme darstellt; es nimmt bewusst fundamentale Beweisschwierigkeiten in Kauf; es akzeptiert als "Kollateralschaden" die Kriminalisierung im weitesten Sinne sozialadäquater Verhaltensweisen in bisher nicht dagewesenem Ausmaß; und es sprengt in mancherlei Hinsicht die Verhältnismäßigkeit schuldangemessenen Strafens. Die Konsequenzen der Reform sind also gravierend. Die Geschwindigkeit, mit der sie durchgesetzt wurde, steht dazu in krassem Gegensatz.

(...) Allein die Zahl der von den Familiengerichten an die Strafgerichte verwiesenen Fälle wird deutlich zunehmen, denn das Bekenntnis, man habe in einer bereits zerrütteten Ehe sexuelle Handlungen über sich ergehen lassen, ohne sie noch zu wollen und dies selbstverständlich zu erkennen gegeben, wird in Zukunft den Anfangsverdacht einer Straftat begründen.

(...) Beklemmend an dem Reformgesetz ist dreierlei: Erstens die allzu rasche Bereitschaft, mit der die Freiheit der Intim- und Privatsphäre vor staatlichen Eingriffen dem Schutz der sexuellen Selbstbestimmung untergeordnet wird, obwohl der Anteil der Sexualstraftaten an der Gesamtkriminalität bisher noch nicht einmal ein Prozent betrug. Zweitens die Leichtigkeit und Lebensferne, mit der schwerste Freiheitsstrafen vom Gesetzgeber als schuld- und tatangemessen gewertet werden. Und drittens, dass sich gegen die mit dem gutgemeinten Reformgesetz zwangsläufig einhergehende Masseninkriminierung von Jungen und Mädchen, Frauen und Männern aller Gesellschaftsschichten keinerlei Widerstand regt.




4. Die permanente Sperrung des Feminismuskritikers Milo Yiannopolous auf Twitter führt zu einer großen Kontroverse über den Wert von Meinungsfreiheit. Das liberale Magazin Reason berichtet.

Mittwoch, Juli 20, 2016

Vermischtes vom 20. Juli 2016

1. Das Hamburger Abendblatt wirft einen vielsagenden Blick in eine feministische Familie.



2. Nach all den analytischen Artikeln über das verschärfte Sexualstrafrecht wurde jetzt endlich ein Beitrag mit praktischen Tipps veröffentlicht. Der Fachanwalt für Sexualstrafrecht Alexander Stevens nennt sechs Dinge, die man beim Sex jetzt besser lassen sollte.

Der Blogger "Aranxo" merkt hierzu an: Das neue Sexualstrafrecht hat auch gute Seiten für Männer.



3. Das Deutsche Jugendinstitut hat ein über 40 Seiten starkes Bulletin zum Thema Neue Väter online gestellt.



4. Wie entsteht Männergewalt? "Wir sitzen auf einer Zeitbombe" erklärt die Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie Professorin Eva Möhler anlässlich des 17jährigen Flüchtlings, der mehrere Zugreisende mit einer Axt verletzte.



5. Eine neue Studie aus Großbritannien lässt aufhorchen: Auch bei den Jungen, die frisch eingeschult werden, vergrößert sich die Geschlechterkluft dramatisch.

"The difference in outcomes for boys and girls is having a devastating impact; nearly a million boys have fallen behind with their early language skills since 2006. That is nearly a million 5-year-olds who may struggle with skills like explaining what they think and how they feel, and engaging with the adults and children around them."

(...) Gareth Jenkins, Director of U.K. Poverty at Save The Children, said: "In England, too many children, especially boys, are slipping under the radar without the support they need to reach their potential. They’re falling behind before they even get to school and that puts their life chances at risk. In 2016, this is unacceptable. A whole generation of boys is being failed."


Die Jungenkrise ist natürlich kein auf Großbritannien beschränktes Prblem. Ich habe sogar den Eindruck, dass sie dort entschiedener angegangen wird als hierzulande. Ausführliche Informationen dazu findet man in meinem E-Book Rettet unsere Söhne.



6. Auch der Feminismuskritiker Milo Yiannopolous und die liberale Feministin Cathy Young beziehen Stellung zum feministischen Ghostbusters-Film.

Dienstag, Juli 19, 2016

Vermischtes vom 19. Juli 2016

1. Wie die BILD-Zeitung mit reißerischen Artikeln über einen in Wahrheit unbegründeten "Sex-Mob"-Alarm in Schwimmbädern Vorlagen für rechte Hetzer liefert, analysiert aktuell das Bildblog. Das Märchen von einem enormen Anstieg von Vergewaltigungen durch Flüchtlinge ist auch Thema in dem medienkritischen Blog Übermedien. Boris Rosenkranz hat hierzu Matthias Oloew, Unternehmenssprecher der Berliner Bäder, interviewt. Oelew berichtet, dass es in den letzten Jahren entgegen anderslautender Propaganda keine Fälle von Vergewaltigungen in Berliner Bädern und nicht mehr als einen Fall von sexuellem Missbrauch gab. Oelew schildert das dennoch starke mediale Interesse an diesem Thema:

Seit der Silvesternacht in Köln haben wir vermehrt solche Anfragen, und zwar immer in Wellen. Meistens heißt es, Kinder und Frauen würden in unseren Bädern vergewaltigt, und das können ja nur Flüchtlinge sein. Ich kann aber reinen Gewissens sagen, dass das bei uns nicht vorkommt. An dem Fall von sexueller Misshandlung im vorigen Jahr war kein Flüchtling beteiligt. Und neulich hat die ägyptische Betreuerin einer Gruppe einen ihrer Schützlinge angezeigt, von dem sie sich unter Wasser unsittlich berührt gefühlt hat. Aber sonst: keine Vergewaltigung, von niemandem, Ausländern wie Einheimischen.

(...) Gewundert hat mich dann aber schon, dass bei den Kolleginnen und Kollegen, die sich hier gemeldet haben, von Anfang an so eine Grundskepsis gab: Kann das stimmen, was der mir erzählt? Keine vergewaltigten Frauen? Keine missbrauchten Kinder? Hm? Besonders auffällig war der MDR. Der Kollege sagte am Telefon: "So, Herr Oloew, dann erzählen Sie mal. Bei ihnen werden doch Frauen vergewaltigt." Als ich ihm gesagt habe, dass das nicht stimmt, sagte er, dass er mir das nicht glaube. Ich habe ihn gefragt, weshalb nicht. Woraufhin er sagte: "Naja, Sie haben doch so viele Flüchtlinge in Berlin." Das fand ich schon bemerkenswert.




2. In Österreich berichtet ein Prozent der befragten jungen Männer, zum ersten Mal gezwungen worden zu sein (junge Frauen: drei Prozent).



3. Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen, attackiert ihren Parteifreund Jürgen Trittin mit sexistischer Polemik.



4. Einer aktuellen Studie zufolge greifen schon neun Monate alte Kinder zu geschlechtsspezifischem Spielzeug.



5. Und zum Abschluss mal wieder ein Comic.

Montag, Juli 18, 2016

Vermischtes vom 18. Juli 2016

1.
"Wenn Täter nicht bestraft werden können, bedeutet das für die Opfer eine zweite bittere Demütigung", meint Justizminister Maas. Da hat er zweifellos Recht. Aber sofern das Gesetz zur Verschärfung des Sexualstrafrechts tatsächlich so vom Bundesrat bestätigt werden sollte, wird es eine ganze Mengen mehr dieser Demütigungen geben.


Hier geht es weiter mit dem Artikel des Rechtsanwalts Heinrich Schmitz – einem Artikel, der mit den Worten beginnt: "Um es gleich vorweg zu sagen, diese Reform ist Kappes." Männer dürften es noch schwerer haben als zuvor, sich gegen Falschbeschuldigungen abzusichern:

Man kann ja schlecht unmittelbar vorher zum Notar gehen und sich eine Einwilligung zum Geschlechtsverkehr ausstellen lassen. Und selbst wenn man eine solche hätte, könnte die natürlich jederzeit widerrufen werden. Eine Kamera mitlaufen lassen, ist auch nicht jedermanns Sache und wer weiß, vielleicht ruft die Frau dann mitten drin mal ein Nein, das sich vielleicht auf etwas ganz anderes bezieht, und schon ist der Beweiswert dahin.


Zum Ende des Artikels macht Schmitz ein paar Vorschläge, sexuelle Gewalt zu bekämpfen, die tatsächlich sinnvoll sind.



2. Die Welt berichtet über einen Abend, bei dem sich islamische und nicht-islamische Feministinnen zur Debatte getroffen haben:

An Berlins Technischer Universität wurde wieder einmal offenbar, in wie viele Fraktionen der Feminismus zersplittert ist. (...) Die Hälfte der Leute im Saal weiß, dass das jetzt gegen sie gerichtet ist, dass ihnen gerade das Recht abgesprochen wird, sich weiter als Opfer zu fühlen.


Gottseidank stellt ein gemeinsames Feindbild wieder Einigkeit her – zumindest kurz:

Endlich, da ist er, der "Mann". Es ist, als wäre ein allgemeines Aufatmen im Saal zu hören, als könnte man die schwer gewordenen Lasten endlich auf starken, männlichen Schultern verteilen. Doch die Erholungspause dauert nicht lange, da fällt schon der Name der wirklichen Feindin, "Alice Schwarzer". Und ganz fett wird die Botschaft: "Wer bestimmt mein Muslim_a* sein?" an die Wand projiziert.




3. Eine neue App, made in Germany, erlaubt es Frauen, die Zeit zu berechnen, die sie mit Männern verbringen:

Ohlala is an app for any woman who thinks she ought to be compensated for her time and efforts when she goes out with someone. It seeks to turn leisure time — a precious, dwindling commodity — into billable hours. In that sense, Poppenreiter’s right: her app isn’t really an "Uber for escorts." It’s a TaskRabbit for emotional labor. Perhaps that makes it more radical than anything else — with its tasteful design and young, hip founder, Ohlala suggests a world in which there’s no "kind of woman" who sells her time and affection, because every woman could be that kind of woman.




4. James Landry hat das empathielose und kenntnisfreie Gequassel von Social Justice Warriors auf Twitter satt, sobald es um männliche Opfer sexueller Gewalt geht.

Samstag, Juli 16, 2016

Vermischtes vom 16. Juli 2016

1. Christian Schmidt hat einen starken Artikel im Zusammenhang mit einer maskulistischen Filmkritik aufgetan.



2. Der Professor für Statistik Walter Krämer warnt seine Studenten eindringlich vor der Benutzung der Wikipedia:

Zitate aus der deutschen Wikipedia sind ab jetzt in akademischen Abschlussarbeiten an meinem Institut nicht mehr erlaubt. Anders als die englische wird die deutsche Wikipedia von Ideologen dominiert.


Es spricht sich immer mehr herum. Ob die Wikimedia-Foundation nicht wenigstens hätte versuchen sollen, den Neutral Point of View ihres Lexikons zu retten, statt auf eine Ideologie aufzuspringen, die den Leuten dort zusagt?



3. Einer neuen Studie zufolge finden Frauen Männer besonders attraktiv, denen ihre Gesundheit herzlich egal ist.



4. Hadmut Danisch erklärt, warum sich die SPD zur radikalfeministischen Partei entwickelt hat.



5. Der Schwulemiker kommentiert die Kriminalisierung des heterosexuellen Mannes in Großbritannien.



6. In der Neuen Zürcher Zeitung kommentiert Milosz Matuschek, wie mit dem neuen Sexualstrafrecht Gefühlte Wahrheit als alleiniger Maßstab gilt. Sein Fazit der Debatte lautet:

Am Ende hat der Feminismus bekommen, was er wollte, den selbstgeschaffenen Beweis der Vergewaltigungskultur qua Erweiterung des Begriffs des Sexualdelikts ("Grapschen"). Als letzter Akt folgt dann in wenigen Monaten die "Krise des Mannes" auf den Titelseiten: Was ist nur mit ihm los? Er ist ein so softer, zurückhaltender Langweiler geworden, flirtet kaum und traut sich nichts mehr. Da helfen nur noch Freundinnenferien in Süditalien, wo echte Kerle leben.




7. "Alle Männer im neuen Ghostbusters-Film sind komplette Idioten" berichtet der Business Insider, der den "subversiven Feminismus" des Films feiert.



8. Nicht Polizisten, Schwarze, Muslime oder reaktionäre Provinzler seien für die Gewaltkultur in den USA verantwortlich sondern Männer, schlagzeilt Melissa Warnke in der L.A. Times. Yay, wir haben eine Gruppe gefunden, bei der es politisch korrekt ist, sie zu hassen.



9. Während weiterhin zunehmend mehr Frauen als Männer die Hochschulen besuchen, wird das Video eines Vierziehnjährigen viral, der sein "White Boy Privilege" beklagt.



10. Clinton und Trump liegen in den Umfragen wieder Kopf an Kopf. Dabei genießt Trump vor allem unter männlichen College-Studenten Unterstützung.

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