Donnerstag, November 15, 2018

"Süddeutsche Zeitung" entsetzt: "In USA soll Geschlecht bald anhand der Genitalien bestimmt werden" – News vom 15. November 2018

1. "In den USA soll das Geschlecht bald anhand der Genitalien bestimmt werden", berichtet die Süddeutsche Zeitung verstört. "Das ist rückwärtsgewandt und vor allem unsinnig." Ein Kinderarzt kommentiert.



2.
Eine Murnauerin erzählt ihrer Tochter, sie sei vergewaltigt worden. Doch am Ende wird die Frau verurteilt und muss 9000 Euro Strafe zahlen.


Der Merkur berichtet.



3. Tamara Wernli behandelt auf Youtube die Falschbeschuldigung(en) im Fall Kavanaugh und wie in unseren Medien darüber geschwiegen wird. Hörenswert, zumal Wernli auch generell über die hohe Häufigkeit solcher Falschbeschuldigungen spricht: ein anderes Problem, das Journalisten häufig verschweigen: "Darum, liebe Medien, mögen euch viele Leser nicht mehr."



4. Wie Genderama berichtete, ist ein britischer Ethik-Professor dabei, eine wissenschaftliche Zeitschrift herausgeben, in der Forscher Ansichten unter Pseudonym publizieren dürfen, deren Veröffentlichung andernorts wegen gefürchteter Shitstorms schwierig gemacht wurde. Im Technology Review steht Wolfgang Stieler dieser Zeitschrift skeptisch gegenüber, da darin auch Meinungen veröffentlicht werden dürften, die ihm nicht zusagen:

Hätte mir jemand vor 20 Jahren diese Idee unter die Nase gehalten, ich wäre begeistert gewesen. Denn die Idee, Wissen und Theorie unzensiert, offen und ohne Angst diskutieren zu können, bietet faszinierende Möglichkeiten. Mittlerweile bin ich allerdings weit skeptischer. Denn die Initiative findet vor dem Hintergrund einer angeblichen Unterdrückung von Meinungsfreiheit durch linksliberale Eliten statt.

Welche Art "umstrittene Ideen" gemeint ist, lässt sich in der Tat ahnen, wenn man sich ansieht, wer noch an dem Projekt beteiligt ist: Der australische Bioethiker Peter Singer etwa, der aus einem radikalen Utilitarismus ableitet, dass behinderte Babys abgetrieben werden sollten, die australische Anti-Feministin Claire Lehmann oder der Psychologe Jordan Peterson, der sich selbst am liebsten als Tabubrecher inszeniert. Also alles klar?




5.
Bei "Maischberger" geht es um Gerechtigkeit zwischen Männern und Frauen im Berufsleben. Während die meisten Diskussionsteilnehmer sich für eine Frauenquote aussprechen, sieht ein Teilnehmer schon jetzt die Männer benachteiligt.


Kristoffer Fillies hat sich die Talkshow für "Die Welt" angesehen. (Maischberger läd ihre Gäste natürlich so ein, dass es eine satte feministische Mehrheit gibt.)



6. Neuer Trend auf Twitter: #GamerLeaksDE. Christian Schmidt erklärt, was dahinter steckt.



7. Laura Ingraham, Moderatorin und Kommentatorin des konservativen US-amerikanischen Senders "Fox", sieht die in den Kongress eingezogenen Frauen der demokratischen Partei "auf dem Kriegspfad gegen weiße Männer". Sie warnt: "Es sammeln sich dunkle rosa Wolken am Horizont."



8. Dem britischen "Guardian" zufolge könnte eine neue Testosteron-Therapie dabei helfen, Depressionen bei Männern zu bekämpfen.



9. Es wird einen neuen "Ghostbusters"-Film geben – ohne dass man die Männer dabei durch Frauen ersetzt. Sobald es die Leute ihr eigenes Geld kostet, ist die Lektion schnell gelernt.



10. Die Post. Geht diesmal nicht an mich sondern an die "Berliner Zeitung".

Mittwoch, November 14, 2018

Frauenquote in der FDP, rassistischer und antisemitischer Feminismus – News vom 14. November 2018

1. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) rührt eifrig die Werbetrommel für eine Frauenquote in ihrer Partei.



2. Beim Feiern des Frauenwahlrechts wird der Rassismus der Suffragetten gerne übergangen, erläutert Helena Serbent auf T-Online.



3. Der US-amerikanische Daily Wire berichtet über den Entzug des Menschenrechtspreises der Friedrich-Ebert-Stiftung für den antisemitischen Frauenmarsch in den USA. In deutschen Leitmedien wurde der Frauenmarsch komplett unkritisch dargestellt. Ähnlich wie bei Rassismus und Männerhass wird gruppenbezoegene Menschenfeindlichkeit von unseren Leitmedien dann ausgeblendet, wenn sie das Label "feministisch" trägt. Wer das hingegen kritisiert, gilt als "Antifeminist" und damit halber Nazi.



4. Das Ausblenden von männlichen Opfern in einer britischen Dokumentation über häusliche Gewalt wird von vielen kritisch gesehen. Der Independent berichtet über diese "Beschimpfungen" und den "aggressiven Whataboutismus" durch skurrile "Trolle" und "sogenannte Männerrechtler", die hier ihre "toxische Männlichkeit" vorführen.

Die sexistische Dokumentation soll ab dem 25. November gezeigt werden – dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen Internationalen Tag für die Eliminierung von Gewalt gegen Frauen. Der Film wird auch im britischen Parlament vorgeführt. Auf dass möglichst allen Politikern endlich klar wird: Das Böse erkennt man am y-Chromosom.



5. Katrin Halbhuber zieht nach einem Jahr eigener Erfahrungen mit dem "Wechselmodell" eine überaus positive Bilanz.



6. Das Blog Lotoskraft veröffentlicht zum "Movember" einen Beitrag über die psychische Gesundheit von Jungen und Männern.



7. Im Rahmen der ARD-Themenwoche "Gerechtigkeit" beschäftigt sich der WDR in einem neunzehnminütigen Radiobeitrag mit der Frage "Wie gerecht ist das Familienrecht"?



8. Die Post. Einer meiner Leser erwidert auf den gestern hier veröffentlichten Leserbrief über eine ARD-Dokumentation zum Thema "Gerechtigkeit", bei der die Opfer von Ungerechtigkeit durchgehend weiblich waren:

Hallo Arne,

ich habe den Beitrag des Themenabends in der ARD ebenfalls gesehen. Der Beitrag war teilweise recht plump produziert und die Reaktionen bei den Befragungen sind beim Thema Geschlechtergerechtigkeit und Ehegattensplitting aufgrund verzerrter Faktenwidergabe wunschgemäß so ausgefallen, dass es dem Thema den passenden emotionalen Unterbau verpasste.

Kurz davor wollte ich eigentlich die Tagesschau ansehen, landete aber zum Glück bei Arte und sah stattdessen die letzten 15 Minuten eines sehr gut produzierten Beitrags, über osteuropäische LKW-Fahrer. Natürlich ist es nichts Neues, dass in dem Gewerbe der Druck hoch und die Löhne umso niedriger sind. Aber was dort von einem belgischen Polizisten geschildert wurde, übertraf alles was ich bislang zu dem Thema kannte. Fahrer die nach Auswertung der Fahrtenbuchaufzeichnung nachweislich seit Monaten jeden Tag mit dem LKW unterwegs waren - auch an Weihnachten und Silvester - und nach Schilderung des Polizisten häufig in Tränen ausbrechen, wenn er aufgrund der monatelangen Fahrtzeiten mitfühlend nach Frau und Kindern fragt. Einen LKW mit manipulierter Abgasreinigung, hätte er in dem Beitrag eigentlich beschlagnahmen müssen, aber er erklärte, dass er dem Fahrer, der nach seiner Einschätzung vermutlich seit zwei Wochen keine Dusche mehr benutzen konnte, damit sein Bett wegnehmen würde. Ein Schlafplatz in einer Raststätte ist finanziell vollkommen abwegig. Ich komme nicht umhin, den belgischen Polizisten für sein Mitgefühl und sein Augenmaß in den höchsten Tönen zu loben.

Kurz nach dem Beitrag hörte ich im Rahmen des Themenabends den üblichen Vorwurf, warum in den typischen Frauenberufen weniger bezahlt wird, als in den Männerberufen. Grotesker konnte die Behauptung direkt nach dem Arte-Beitrag einfach nicht mehr ausfallen.

Dienstag, November 13, 2018

Feministisches Wahlrecht, feministischer Flirt mit der Gewalt – News vom 13. November 2018

1. Die Frankfurter Allgemeine erklärt, warum das aktuell wieder geforderte feministische Wahlrecht, das mehr Frauen in die Parlamente spülen soll, demokratiefeindlich ist.



2. Der Parteitag der Grünen feiert sich selbst:

Schon die Kandidatenliste ist Habeck ein Lob wert: 40 Anwärterinnen und Anwärter für das Europaparlament haben die Grünen aufgestellt, die Hälfte davon Frauen. Denn, sagt Habeck als Mann, "die Frauen sind schlauer als wir".


Und die grünen Frauen sind vermutlich genau die Sorte, die auf diese Ranschmeißerei abfahren.



3. Lucas Schoppe beschäftigt sich heute mit zwei Feministinnen: Teresa Bücker, die den Sieg einer Position, die zuvor von Feministinnen erbittert bekämpft worden war, als feministische Forderung umzuschreiben versucht, sowie Antje Schrupp, die in der "Frankfurter Rundschau" fragt, ob dem Feminismus mehr Gewalttätigkeit nicht gut tun würde. Schoppe kommentiert:

Nun sind Frauen mindestens so sehr wie Männer an der familiären Rollenverteilung beteiligt, ihr Anteil im Bundestag ist immer noch überproportional viel größer als ihr Anteil an der Mitgliedschaft in Parteien, Frauen streben Führungsposten selten an, und der "Rosa-Hellblau-Terror" – angesichts des realen Terrors, den Europa und andere Teile der Welt erleben, ohnehin eine bescheuerte Dramatisierung – wird wesentlich von Frauen getragen: Frauen kaufen Kinderspielzeug, bei dem Rosa-Blau-Aufteilungen ja besonders beliebt sind, und wenn Frauen für einen Rasierer mehr Geld ausgeben, nur weil er rosa ist, dann ist auch das nicht die Schuld von Männern.

Die Enttäuschung Schrupps entsteht also nicht durch irgendwelche Widerstände irgendeines Patriarchats, sondern dadurch, dass ein Großteil der Frauen offenbar wenig an dem interessiert ist, was Feministinnen so fordern.

Gerade fordert beispielsweise Katharina Barley gesetzliche Regelungen zur Anhebung des Frauenanteils im Bundestag. Natürlich könnten Frauen sich auch einfach stärker politisch engagieren, oder sie könnten konsequent Kandidatinnen wählen – aber unglücklicherweise setzen viele von ihnen offenbar andere Prioritäten.

Da kämpft die SPD um ihr Überleben (...), aber die sozialdemokratische Justizministerin hat nichts Wichtigeres zu tun, als die fehlende Massenbasis ihrer Geschlechterpolitik durch gesetzlichen Druck ersetzen zu wollen. Die Vorstellung ist offenkundig irreal, in einer feministisch inspirierten Politik gleichsam einen archimedischen Punkt gefunden zu haben, mit dem alle andere Politik aus den Angeln gehoben und in ihre richtige Form gesetzt werden könne.

(...) Allerdings ruft [Antje Schrupp] nicht direkt zur Gewalt auf, sondern kokettiert lediglich mit der Idee und legt es nahe, die Frage nach der Militanz mit "Ja" zu beantworten. Wenn daraufhin jemand wirklich gewalttätig wird, hat sich die Redakteurin von "Evangelisches Frankfurt" nicht die Hände schmutzig gemacht und kann sie zur Not in Unschuld waschen.

Da sie aber nur kokettiert und nahelegt, den Gedanken an politische Gewalt jedoch nicht konsequent durchspielt, stellt sie auch nicht die Frage, wenn denn diese Gewalt überhaupt legitimiert werden könnte. John Dewey beispielsweise hat sie mit einem schlagenden Argument abgelehnt: Politische Gewalt, auch revolutionäre Gewalt, würde nichts Neues schaffen, sondern lediglich bewirken, dass alte Strukturen in neuer Einkleidung weiter existierten. Er dachte dabei offenbar an den Übergang vom autoritären Zarenreich zum autoritären Bolschewismus.

Wenn überhaupt, dann war diese Gewalt in Situationen gerechtfertigt, in der sich ökonomische, soziale und kulturelle Strukturen längst weiter entwickelt hatten, politische Strukturen aber betoniert und veränderungsunfähig schienen: so wie bei der amerikanischen Revolution 1776 oder der französischen 1789. Aber in demokratischen Strukturen greift auch diese Legitimation nicht, weil diese Strukturen prinzipiell veränderbar sind.

Es gibt in einer Demokratie keine schlüssige Legitimation politischer Gewalt.

Zudem ist Schrupp ja eben nicht von fehlender Beweglichkeit der politischen Ebene enttäuscht. Im Gegenteil: In Parteien, in Parteiorganisationen wie der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen oder dem grünen Gunda-Werner-Institut, im Familienministerium, in Hunderten von Stellen für Gleichstellungsbeauftragte, in staatlicher Förderung von Frauenprojekten und feministisch inspirierter akademischer Forschung werden feministische Akteurinnen umfassend gefördert.

Ihr Problem ist nicht die fehlende Unterstützung, sondern die Unannehmlichkeit, dass sie ihre Positionen schlecht legitimieren können, weil ein Großteil der Frauen gar nicht an ihrem Aktivismus interessiert ist.

Die Gewalt, mit der Schrupp flirtet, ist also nicht die Gewalt der Hoffnungslosen, die seit Jahrzehnten schon für humanere Strukturen kämpften und die dabei immer wieder an betonierten politischen Verhältnissen zerschellten.

Es ist die Gewalt der Ideen- und Substanzlosen, die ihr inneres Vakuum als Resonanzraum für politische Lautstärke nutzen und die sich eine verschärfte Freund-Feind-Konfrontation herbeiträumen, weil sie glauben, darin so etwas wie einen Sinn entdecken zu können.

Das ist besonders verantwortungslos angesichts einer Situation, in der sich in den USA tatsächlich eine gewaltsame Konfrontation zweier gleichermaßen substanzloser politischer Lager abzeichnet und in der es schön wäre, wenn europäische Gesellschaften etwas rationalere Wege finden würden.

Der Feminismus, und nicht nur er, braucht ganz gewiss nicht mehr Militanz. Mehr Ehrlichkeit: Das wäre unspektakulärer, undramatischer, weniger verkaufsfördernd – aber ein sehr guter Anfang.


Schoppe zitiert auch einen Kommentar, der sich unter Antje Schrupps "Rundschau"-Artikel findet:

"Fassen wir mal kurz zusammen: Eine nicht ganz unbekannte Feministin glorifiziert Gewalttaten in der Vergangenheit (eben nicht "nur" das Bespucken von Polizisten; Suffragetten begingen auch diverse Sprengstoff- und Brandanschläge) und fordert dann, ohne unnötig konkret zu werden, der heutige Feminismus müsse sich daran ein Beispiel nehmen und "militanter" werden.

Und die Frankfurter Rundschau bereitet Ihr kommentarlos eine Bühne.

Ich kann mir zahllose Konstellationen vorstellen, in denen man so etwas zurecht als Terrorpropaganda bezeichnen würde. Warum hier nicht?

Letztlich zeigt dieser Vorgang ein erhebliches Maß an Frauenverachtung: Gewalt ("Militanz") von oder im Namen von Frauen kann doch gar nicht wirklich schlimm sein. Frauen sind doch harmlos; eben nicht nur im moralischen, sondern auch im physischen Sinne.

Wenn Feministinnen ein Gebäude anzünden, dann ist das aus der Sicht solcher Frauenverachter eben viel weniger schlimm, als wenn Neonazis oder Schwulenfeinde das gleiche tun. Und damit tun sie genau das, was sie den Anderen ständig vorwerfen: Sie nehmen Frauen nicht ernst.

Emanzipation und Gleichberechtigung bedeuten, Männer und Frauen tatsächlich als gleich menschlich wahrzunehmen. Von gleicher moralischer Fähigkeit zum Guten wie zum Bösen. Als gleich fähig, die Welt zu verändern; wieder, zum Guten wie zum Schlechten.

Es sind ausgerechnet die selbsternannten Feministinnen, Menschen, die solche Artikel schreiben und veröffentlichen, die Frauen eben nicht den gleichen Respekt entgegenbringen wie Männern. Die Frauen nicht für voll nehmen.

Aber gleichzeitig behaupten sie, für "die Frauen" zu sprechen. Das tun sie aber genauso wenig, wie Islamisten für die Masse der Moslems sprechen.




4. Das Magazin "Forbes" beschäftigt sich mit der Diskriminierung von Männern an Universitäten:

Männer sind an den amerikanischen Universitäten drastisch in der Unterzahl - im Herbst 2016 studierten 2.667.000 mehr Frauen als Männer. Männer werden oft unverhältnismäßig hart in Disziplinarmaßnahmen auf dem Campus behandelt, wobei ihnen oft die Rechte routinemäßig und verfassungsmäßig verweigert werden, die allen Amerikanern außerhalb des Campus gewährt werden. Colleges geben Millionen für Women's Studies Programme aus, aber nie einen Cent für Men's Studies. Besondere Anstrengungen werden unternommen, um Frauen dazu zu bringen, in den STEM-Disziplinen zu studieren, in denen Männer zahlenmäßig dominant sind, aber es werden keine solchen Anstrengungen unternommen, um die Zahl der Männer in anderen Bereichen zu erhöhen, in denen Frauen die Zahl der Männer deutlich übertreffen. Über 80 % der Geburtshelferinnen sind Frauen: Gibt es Bemühungen, Männer in die Geburtshilfe zu locken? Reine Frauen-Unis sind viel häufiger als Reine-Männer-Universitäten. Ja, es gibt wohl einen Krieg gegen Männer auf dem Campus des amerikanischen Colleges.




5. Wie die britische BBC berichtet, gründen Akademiker, die wegen des möglichen rufschädigenden Shitstorms inzwischen Angst haben, sich mit politisch unerwünschte Meinungen oder Erkenntnissen zu äußern, ihre eigene Fachzeitschrift, in der sie unter Pseudonym veröffentlichen können. Das Magazin soll Positionen von rechten wie linken, religiösen wie säkularen Autoren enthalten. Hier erfährt man noch etwas mehr darüber.



6. Die Post. Einer meiner Leser schreibt mir heute über die tägliche Indoktrination durch unsere Leitmedien::

Ich habe gestern abend eine halbe Stunde in der ARD eine Dokumentation zum Thema "Gerechtigkeit" gesehen. Dabei ging es um Einkommen, Mieten und Renten.

Es wäre viel zu umfangreich, hier jetzt alle möglichen Beispiele zu erläutern - leider.

Neben vielen weiteren Plattitüden zur Ungerechtigkeiten alias Ungleichheit, zum Beispiel beim Anstieg der Mieten oder Schulen in Problemvierteln, gab es auch zu "unserem" Thema Geschlechterverhältnis jede Menge Unverschämtheiten.

Die Kernbotschaft war, dass es Frauen viel schwerer und schlechter haben als Männer. Benachteiligt werden bei Löhnen und Renten, obwohl sie so viel leisten - und dann auch noch für KiTas etc. zahlen müssten. Gerne wurden dafür ungelernte Hilfskräfte hergenommen und Leute in Tätigkeiten, die kaum gebraucht werden.

Die Dokumentation war ein Musterbeispiel für unseren Zeitgeist und wie die Leitmedien "berichten". Natürlich auch wieder Gender Pay Gap etc. Dass zahllose Männer an ihrer Arbeit sterben, Frauen lebenslang versorgen, ihre Kinder nicht sehen - kein Wort dazu.

Stattdessen das Gejammer natürlich immer weiblicher Alleinerziehender und Empathie allein für Rentnerinnen. Nur ein Beispiel: Dass deren Männer, also selbe Schicht und Generation, sich oft tot malochen mussten und daher kein Problem mit einer zu teuren Theaterkarte haben, wurde "vergessen"...

Montag, November 12, 2018

Justizministerin Barley (SPD) in Konflikt mit dem Grundgesetz – News vom 12. November 2018

1. Justizministerin Barley möchte das Wahlrecht ändern, um mehr Frauen in die Parlamente zu bringen. Ihr mache es echte Sorgen, "dass wir gerade Rückschritte bei der Gleichberechtigung erleben", polemisiert die Ministerin, indem sie so tut, als wäre der geringere Anteil von Frauen im Bundestag durch weniger Rechte für Frauen bedingt.

Die SPD-Politikerin forderte CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer auf, über eine Wahlrechtsreform zu verhandeln: "Das Wichtigste ist, dass sich Frauen dafür zusammenschließen. Das wird mit Grünen und Linken gehen." Aber auch Kramp-Karrenbauer habe bereits ein Paritätsgesetz ins Gespräch gebracht. "Da nehme ich sie beim Wort."


Widerstand gegen ein Wahlrecht, das Ministerin Barleys Geschlechtsangehörigen zugute kommen soll, gibt es bei den Freidemokraten:

Als "doppelt irritierend" bezeichnete der erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, den Vorstoß. "Denn auch noble Ziele darf man nicht mit verfassungswidrigen Vorschlägen verfolgen. Das gilt erst recht für eine Bundesjustizministerin."


Barleys Vorstoß wird in ihrer Partei unter anderem von dem SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach und der Generalsekretärin der SPD Sachsen, Daniela Kolbe, unterstützt:

Und nur damit Kerle wie Sie sich richtig aufregen können, machen wir möglichst bald nen Paritätsgesetz. Bätschi!


Kolbe selbst tritt nicht mehr als Generalsekretärin an. Laut der Sächsischen Zeitung wolle die 38-Jährige mehr Zeit für ihre Familie haben. Aus SPD-Sicht ist sie damit ein Opfer von zu wenig Gleichberechtigung.



2. Nach den Sprüchen des grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann über "junge Männerhorden" wird er aus seiner eigenen Partei kritisiert:

"Salopp gesagt ist das Gefährlichste, was die menschliche Evolution hervorgebracht hat, junge Männerhorden", sagte Kretschmann. "Solche testosterongesteuerte Gruppen können immer Böses anrichten."




3. In der "Welt" wundert sich Marlen Hobrack über eine Gesprächsrunde zum Thema "Männlichkeit", zu der Männern der Zutritt ausdrücklich verwehrt war. Dies erinnert sie an die Situation früherer Jahrhunderte, in denen reine Männerrunden über Frauen diskutierten, während Frauen selbst dabei höchstens Gebäck reichen durften. Der Artikel steht für Nicht-Abonnenten nur im Anriss online.



4. Der Schweizer Blick beschäftigt sich mit häuslicher Gewalt gegen Männer: "Sie schlug mich auch vor den Kindern". In dem Artikel heißt es:

Um mehr Männer zu motivieren, sich Hilfe zu suchen, lanciert die Stadt Bern nun eine gezielte Plakatkampagne. Es zeigt ein verdroschenes Männchen. Die körperliche Schäden sind das eine, auch das psychische Leid sei nicht zu unterschätzen. Denn Meier weiss: "Häufig haben Männer Angst, [bei einer Trennung von der Täterin] Kinder und viel Geld zu verlieren."

Sonntag, November 11, 2018

Frankfurter Rundschau: Braucht der Feminismus mehr Militanz? – News vom 11. November 2018

1. In der Frankfurter Rundschau erinnert die radikale Feministin Antje Schrupp daran, dass Frauenrechtlerinnen vor 100 Jahren Polizisten bespruckten, Fensterscheiben einschlugen, Säure in Briefkästen kippten und Telegrafenkabel zerstörten, und fragt, ob die Frauenbewegung unserer Zeit nicht auch wieder mehr Gewalt ("Militanz") brauche. Dadurch könne er sichtbarer werden und dem "Rosa-Hellblau-Terror im Marketing" ebenso entgegen wirken wie neuen antifeministischen Bewegungen. "Formale Rechte und Gleichstellungspolitik allein reichen offenbar nicht aus, um 4000 Jahre Patriarchat zu verdrängen", fabuliert Schrupp, "wir brauchen auch eine Revolution im Alltag".



2. Spitzenpolitikerinnen aller Parteien von AfD bis Grüne beklagen den Mangel von Frauen in Führungspositionen.



3. Immer weniger Frauen haben Lust auf eine Führungsposition.



4. Die "Süddeutsche Zeitung" bleibt mit der Schlagzeile "Mutige Frauen, dämliche Männer" ihrer Linie treu.



5. Vor einigen Tagen veröffentlichte Genderama einen Leserbrief, der die Ausführungen der "IG Jungen, Männer, Väter" über einhundert Jahre Wahlrecht für Frauen und Männer anzweifelte: Das Wahlrecht für Männer gebe es schon länger als das für Frauen. Auf diesen Leserbrief erhielt ich mehrere Reaktionen, das darin Geäußerte sei in dieser Form irreführend – unter anderem von Gunnar Kunz, der nicht nur für sein maskulistisches Engagement, sondern auch für seine detailiert recherchierten historischen Kriminalromane über die Weimarer Zeit bekannt geworden ist. Wie ich aus Gesprächen mit ihm weiß, taucht er für seine Recherche immer wieder tief in historische Archive ein. Kunz erwidert auf den erwähnten Leserbrief:

Deutschland im Vormärz bestand aus lauter Kleinstaaten. Auf dem Wiener Kongress wurde 1815 der Deutsche Bund gegründet, ein lockerer Staatenbund unter Führung Preußens und Österreichs, der eine Zeit der Restauration einläutete und ein allgemeines Wahlrecht verhinderte. Zwar sahen die Verfassungen einiger süddeutscher Staaten innerhalb des Bundes zu der Zeit bereits ein Wahlrecht für Männer vor, das jedoch an eine bestimmte Steuerleistung gekoppelt war, weshalb nur etwa fünf bis sechs Prozent der Männer wählen durften.

Im Zuge der Revolution von 1848 fanden Wahlen zur Nationalversammlung nach dem allgemeinen und gleichen Männerwahlrecht statt. Die neue Verfassung trat aber nicht in Kraft, da inzwischen die Gegenrevolution gesiegt hatte.

In Preußen wurde 1849 das Dreiklassenwahlrecht eingeführt, in dem Bürger mit hohem Steueraufkommen (Großgrundbesitzer, Adlige) genauso viele Stimmen besaßen wie Bürger mit mittlerem Steueraufkommen (Kaufleute) und die übrigen 83 Prozent der Wähler.

1866 wurde der Norddeutsche Bund unter Führung von Preußen gegründet. Dort galt ein allgemeines, gleiches, direktes und geheimes Männerwahlrecht, das jedoch kaum etwas bedeutete, weil die Rechte des Parlaments eng begrenzt blieben.

Mit der nationalen Einigung, der Reichgründung 1871, trat das allgemeine Wahlrecht für Männer, die mindestens 25 Jahre alt waren, in Kraft. Zu der Zeit waren über 34 Prozent der Bevölkerung jünger als 15 Jahre. Außerdem waren alle Personen, die eine Armenunterstützung erhielten, von den Wahlen ausgeschlossen, wodurch je nach Region und Behördenwillkür zwischen 0,5 Prozent und 21,7 Prozent der Wähler keine Stimme bekamen, darüber hinaus Militärangehörige und alle, die unter Vormundschaft oder in Konkurs standen. Ein großer Teil der männlichen Bevölkerung durfte somit nach wie vor nicht wählen.

Der Reichstag, der aus diesen Wahlen hervorging, hatte zudem nur wenig Macht, die sich im Wesentlichen auf die Gesetzgebung beschränkte. Seine Rechtsbefugnisse entsprachen einem aufschiebenden Vetorecht. Insgesamt blieb das Reich ein Obrigkeitsstaat, in dem die Wähler keinen entscheidenden Einfluss auf die politische Willensbildung ausübten, ganz abgesehen von den massiven Manipulationen und Einschüchterungsversuchen der herrschenden Klasse, um das Wahlverhalten zu beeinflussen.

Zusammenfassend kann man also sagen: 1.) Männer sollten das Wahlrecht als Gegenleistung für die allgemeine Wehrpflicht bekommen. 2.) Es wurde den meisten von ihnen aber mehr als hundert Jahre lang vorenthalten. Ein großer Teil der Männer bekam das Wahlrecht zur gleichen Zeit wie die Frauen gewährt. Das war in anderen Ländern übrigens nicht anders. In Großbritannien beispielsweise erlangten 1918 nicht nur acht Millionen Frauen, sondern auch fünf Millionen Männer zum ersten Mal das Wahlrecht. 3.) Dort, wo einige, vor allem vermögende Männer bereits früher wählen durften, hatte dies nur geringe praktische Auswirkungen und wurde von Seiten der Obrigkeit nach Kräften behindert. 4.) Die Einführung des Frauenwahlrechts war daher nicht die Abschaffung einer Ungerechtigkeit, die tapfere Frauen gegen den Widerstand unterdrückender Männer erkämpft haben. Zumal sie sich dabei der Unterstützung durch Männer wie John Stuart Mill oder August Bebel sicher sein konnten. 5.) Im Gegensatz zu Männern bekamen Frauen das Wahlrecht ohne Gegenleistung.


Diese Absätze übernahm Gunnar Kunz von seiner maskulistischen Website, wo er sich eingehender mit der oft ideologisch verzerrten Darstellung von "100 Jahren Frauenwahlrecht" beschäftigt – auch mit den von Antje Schrupp &. Co. aktuell wieder gefeierten Suffragetten:

Sie zerstörten Bilder in öffentlichen Galerien, schütteten Säure in Briefkästen, lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei, versuchten einen Teil der Bank of England, die Royal Academy und Gebäude einer Schule in die Luft zu sprengen und planten, die Kinder von Winston Churchill zu kidnappen. Sie schickten Briefbomben an bekannte Mitglieder der Gesellschaft – eine davon verletzte die Hand eines Postbeamten –, verübten einen Bombenanschlag auf das Landhaus des Schatzkanzlers, steckten Kirchen in Brand und fackelten einen Bahnhof ab, indem sie eine Bombe aus Schwefelsäure und Sprengstoff in der Post versteckten, zündeten ein Landhaus an, in dem Bedienstete schliefen, die gerade noch rechtzeitig das Feuer entdeckten und sich vor dem Flammentod in Sicherheit bringen konnten, und steckten aller Wahrscheinlichkeit nach (es konnte nicht bewiesen werden) die Werft von Portsmouth in Brand, was zwei Männer das Leben kostete.


Soll das wirklich ein Vorbild für den Feminismus der Gegenwart sein?

Lustig ist, dass solche Artikel wie der von Antja Schrupp überhaupt bedenkenlos veröffentlicht werden. Würde ein AfDler fabulieren: "Braucht Patriotismus mehr Militanz?" wäre der Teufel los.

Samstag, November 10, 2018

Claudia Roth fordert feministische Außenpolitik und Überwindung des Patriarchats – News vom 10. November 2018

1. Die Grünen-Politikerin Claudia Roth fordert eine Außenpolitik, die sich an feministischen Idealen orientiert. So müsse die Quote von nur 13 Prozent weiblichen Botschafterinnen für die Bundesrepublik überwunden werden, und die Bundesregierung müsse Frauenorganisationen in Entwicklungsländern fördern. Zudem solle das Außenministerium in allen Debatten und Verhandlungsprozessen jegliche Entscheidung darauf prüfen, welche Konsequenzen diese für Frauen und Mädchen haben. Roth sieht eine "Überwindung des weltweiten Patriarchats" als Auftrag der Bundesregierung.

Das Blog Geschlechterallerlei kommentiert.



2. Inzwischen heißt es, dass es sich bei den rechten Titeln, wegen denen Margarete Stokowski ihre Lesung in der linksliberalen Münchner Buchhandlung Lehmkuhl absagte, um drei (in Zahlen: 3) Schriften aus dem Antaios-Verlag handelt. Das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels kommentiert:

Muss man (...) die Bücher von Antaios & Co. zum Verkauf anbieten? Kann man die nicht auch in einer Bibliothek entleihen? Oder gehören die nicht sowieso in den Giftschrank? Das wäre die Antwort eines autoritären Systems. Eine offene Diskussion über Rechts erfordert mehr, auch um den Preis intellektueller und moralischer Zumutungen. Dazu gehört zum Beispiel auch die Wahlkampfkostenerstattung für rechte Parteien, die den Staat ablehnen.

Was die offene Gesellschaft zudem gefährdet, ist eine Un­kultur der Absage, die symptomatisch ist für eine Armut der Argumente. Künstler, die befürchten, nicht im richtigen Umfeld aufzutreten, weil ein anderer Künstler auftritt, der etwa mit Israel sympathisiert, boykottieren Festivals. Und Margarete Stokowski sagt ab, weil hier ein Linksliberaler – unter dem Rubrum "Neue Rechte, altes Denken" – Bücher rechter Autoren anbietet. Die Furcht, vermeintlich verstrahlten Boden zu betreten, wiegt bei ihr offenbar schwerer als der Verlust der offenen Aussprache. Ohne diese gleitet eine Gesellschaft jedoch in die "Aktion" ab; wie man weiß, eine Sackgasse, die in Gewalt endet.


Als ich lese, dass über die Präsenz von drei Titeln des Antaios-Verlages in einer Münchner Buchhandlung deutschlandweit diskutiert wird, denke ich mir: "Man muss Kubi echt dafür gratulieren, dass jetzt linke Feministinnen Reklame für seine Bücher machen", entscheide mich dann aber, das nicht zu schreiben, weil solche "Glückwünsche" außerhalb des sarkastischen Kontexts zitiert werden könnten, in den sie gehören. Stattdessen recherchiere ich ein wenig weiter und stelle fest, dass der Bayrische Rundfunk schon auf denselben Gedanken gekommen ist wie ich:

Hierzulande (...) besorgt das Geschäft der bei Antaios verlegten Neuen Rechten eine zerstrittene Linke, die nicht weiß, wie umgehen mit den Publikationen von Götz Kubitschek et alii. Froh um jede Form von Aufmerksamkeit, twitterte gestern Nachmittag der österreichische Identitäre Martin Lichtmesz, er "sage ... mal Danke an Frl. Stokowski für die Werbung, nun ist Antaios wieder in aller Munde, ganz ohne dass wir 'provozieren' mussten". (...) Am Donnerstag veröffentlicht gar "Die Zeit" ein Pro & Contra in der Causa.

(...) Vermutlich ist der Autorin, die sich zur Absage ihrer Lesung entschloss, nicht bekannt gewesen, dass schon die Reihung der Titel – wenige Schriften der Neuen Rechten Buchdeckel an Buchdeckel mit weitaus mehr kritischen Auseinandersetzungen mit dieser Neuen Rechten – den Gedanken absurd erscheinen lässt, dass man dort blauäugig eine Art Feldtornister-Lektüre für den Kampf der Rechtsextremen vorrätig hält. Indes, diese sehr begrenzte Anzahl von rechtspopulistischen, rechtsextremen Buch-Titeln hat Margarete Stokowski dazu bewogen, zu sagen, dass sie in diesem Umfeld nicht lesen möchte. Das ist ihr gutes Recht, wirft aber Fragen auf: Müssen Bücher das haben, was der – gelinde gesagt – politisch höchst unsichere Kantonist Gottfried Benn auf die Formel "moralischer Sex-Appeal" gebracht hat? Müssen sie also moralisch und politisch einwandfrei sein?

Das machte es schwierig, Werke von Knut Hamsun, Peter Handke oder Louis-Ferdinand Céline in Buchhandlungen anzubieten. Werke der Weltliteratur, deren Verfasser dummerweise in politicis Wirrköpfe waren und sind. Soll man deswegen deren Bücher aus dem Sortiment entfernen oder zur Bückware machen, nach der an der Kasse eigens gefragt werden muss? Das derzeit zu beobachtende Book-shaming und Bookseller-blaming sitzt dem Irrtum auf, man könne die Realität retuschieren, die Wirklichkeit aussperren, draußen vor der sich bei Lehmkuhl automatisch öffnenden und schließenden Tür.




3. Nach den Zwischenwahlen in den USA stehen dort die weißen Frauen als "Verräterinnen" mehr denn je im medialen Sperrfeuer: hier ein paar Beispiele. Es gibt auch schon das erste Buch zu diesem Thema. Gegen weiße Frauen scheint sich dieselbe Welle der dauerhaften politischen Beschämung aufzubauen, wie wir sie in den letzten Jahrzehnten gegen Männer erlebt haben.

Freitag, November 09, 2018

Grünen-Hype, männerfeindlicher Mediamarkt?, Feministin an Alligator verfüttert – News vom 9. November 2018

1. Jan Fleischhauer erörtert den bizarren Aufstieg der Grünen in der Wählergunst:

Die Grünen sind der Pandabär der deutschen Politik. Offenkundige Unbedarftheit wird ihnen als Frische ausgelegt, und nicht als Beleidigung der Intelligenz. Sie dürfen auch eindeutig Unsinniges oder Verfassungswidriges vorschlagen, wie beispielsweise eine Einschränkung der Wahlfreiheit, um zu einer Frauenquote in den Parlamenten zu kommen. Ach, heißt es dann: Sicher, die Katharina Schulze aus Bayern, die hat das mit der Parlamentsquote nicht ganz durchdacht. Aber sie ist noch so jung und auch so engagiert. Außerdem will sie doch im Prinzip das Richtige.




2. Der Bonner General-Anzeiger berichtet über die Kritik vieler Männer an einer "sexistischen" oder zumindest tollpatischigen Marketing-Aktion von Mediamarkt. Nun ist Humor allerdings Geschmackssache, und ich wüsste zig Beispiele von Männerfeindlichkeit, über die ich mich eher ärgern könnte.



3. Der "Focus" informiert über einen männerfeindlichen Dating-Trend: Sneating.



4. Ein Mann machte seiner Angebeteten beim New York Marathon einen Heiratsantrag. Feministinnen sind empört.



5. Auch andernorts leiden Frauen unter toxischer Männlichkeit.



6.
In den letzten Tagen gab es eine Kontroverse einen weit verbreiteten Videogame-Clip, in dem ein "Red-Dead-Redemption-2"-Spieler fröhlich eine Feministin im Spiel an einen Alligator verfütterte. Nachdem die Presse berichtete, dass der Clip fast eine Million Mal von Kommentatoren angesehen wurde, die die Aktion anfeuerten, löschte Youtube vorübergehend den gesamten Kanal des Youtubers. Stunden später hob YouTube seine Entscheidung auf und räumte ein, dass seine Inhaltsprüfer manchmal "Fehler" machen.


The Verge berichtet. (Triggerwarnung: Die verlinkte Seite zeigt, wie mit einer Feministin recht ruppig umgegangen wird.)

Wenn ich Feministin wäre, würde ich mich auch mal fragen, warum eine Million Leute jubelt, wenn eine feministische Spielfigur an einen Alligator verfüttert wird – und das obwohl die Leitmedien den Feminismus kontinuierlich lobpreisen. Ich fürchte aber, statt das eigene Lager kritisch zu untersuchen, kommen viele über "Männer sind halt scheiße" nicht hinaus.

Auf Motherboard heißt es hierzu:

Die Kommentare zu diesen Videos sind, wie Sie vielleicht erwarten, fürchterlich. Einige Benutzer denken, dass es urkomisch ist, andere sagen, dass es das ist, was jede Feministin verdient, während andere sich darüber beschweren, wie Unterhaltsgesetze Frauen begünstigen, und andere Argumente von "Männerrechtlern" wiedergeben.


Es war offenbar vor allem massive Kritik an der Löschung des Kanals durch youtube, die dazu führte, diese Entscheidung wieder rückgängig zu machen. Offenbar ist Gewalt gegen Nichtspielerfiguren bei "Red Dead Redemption" durchaus üblich, so dass Unverständnis dafür herrschte, dass sie in diesem Fall so hart sanktioniert wurde.



7. Wobei man erwähnen sollte, dass Videospieler ja ohnehin mit Technomaskulinität behaftet sind:

Eine neue Studie Professors Robin Johnsons an der University of Idaho argumentiert, dass Männer, die in der Entwicklung von Videospielen arbeiten oder sie leidenschaftlich spielen, "Technomaskulinität" aufrechterhalten können.

Johnson berichtet in seinem neuen Beitrag "Technomasculinity and Its Production in Video Games", er habe nach einem Interview mit 20 Videospielentwicklern entdeckt, dass "Technomasculinity" in der Gaming-Branche grassiert und dabei Frauen und LGBTQ-Mitarbeiter verletzt.

In einem Interview mit PJ Media Sunday beschrieb Johnson Technomaskulinität als "einen Ausdruck von Männlichkeit, der sich an der Beherrschung der Technologie und dem geschickten Einsatz technologischer Werkzeuge und Systeme orientiert".

"In der Populärkultur wird diese Art von Männlichkeit oft mit Individuen in Verbindung gebracht, die sehr kompetent mit Computern umgehen können, aber in der Regel keine sozialen oder körperlichen Fähigkeiten haben", erklärte Johnson.

In seiner Studie verfolgt Johnson die Entwicklung der Technomaskulinität bei Männern von klein auf. Die Technomaskulinität eines Mannes soll damit begonnen haben, dass "sein Vater ihn in seinen Regierungsjob nahm und ihm erlaubte, einfache Computerspiele zu spielen".

Während Väter als Katalysator für die Technomaskulinität der meisten Männer beteiligt sind, sind es nicht alle.

"Obwohl Väter die meisten der [20 Befragten] bereits in jungen Jahren in Technik und Computer einbrachten, ist die Vater-Sohn-Beziehung keine Voraussetzung", schrieb Johnson und räumte ein, dass manchmal Mütter dafür verantwortlich sind.

Aber warum ist das ein Problem?

Wenn ein Haufen männlicher Geeks beschließt, Videospiele für den Lebensunterhalt zu entwickeln oder in Videospielgeschäften zu arbeiten, wo liegt dann das Problem? Nun, im Einklang mit der von R.W. Connell popularisierten These der "Unterordnung von Frauen" argumentiert Johnson, dass Technomaskulinität Frauen verletze.

"Das Geschlecht ist im Westen sozial organisiert in einer hierarchisierten Binärstruktur, die Männer und Frauen entlang angeblich natürlicher oder biologischer männlicher und weiblicher Merkmale unterscheidet", sagte Johnson.

"Der Zusammenhang zwischen Technik, Männlichkeit und dem, was wir als qualifizierte Arbeit betrachten, ist nach wie vor grundlegend für die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung", und damit für die Unterdrückung von Frauen und das geschlechtsspezifische Lohngefälle.

Dabei ist unklar, wie dies behoben werden kann. Männer, so scheint es, befinden sich in einer Zwickmühle.

Jeder Mann, der Videospiele mag, Videospiele spielt oder Videospiele entwickelt, läuft Gefahr, die Technokulturalität zu fördern, die wie alle anderen Formen der Männlichkeit Frauen angeblich durch ihre bloße Existenz verletzt.

"Wenn Sie das Geschlecht aus der Gleichung wegnehmen, ist nichts falsch daran, technische Meisterschaften demonstrieren zu können", sagte Johnson zu PJ Media.

"Aber als eine Form der Männlichkeit neigt sie dazu, Frauen davon auszuschließen, als legitime technisch kompetente Individuen angesehen zu werden. Da technische Kompetenz als männlich angesehen wird, kommt es zu folgenden Assoziationen: Männer = männlich = technisch kompetent, während Frauen = weiblich = nicht technisch kompetent ... das ist eine negative Folge."




8. Die Post. Einer meiner Leser schreibt mir heute zu meiner Entscheidung, als Transager 29 Jahre alt zu sein:

Ich bin transfinanziell und transhierarchisch, d. h. ich bezeichne mich auf Tinder als äußerst wohlhabend und einflussreich, obwohl ich in der "Wirklichkeit" (als woker Mensch verwende ich dieses Wort nie ohne Anführungsstriche) das bin, was man als kleines Licht bezeichnet. Sie glauben aber nicht, was ich zu hören bekomme, wenn es zu einem Treffen in der "Wirklichkeit" kommt, und zwar gerade von Frauen, die dieses männlich-binäre Konzept von Lüge und Wahrheit doch eigentlich überwunden haben sollten.

Donnerstag, November 08, 2018

Hiermit bin ich 29 Jahre alt: Auf Transgender folgen Transager

Kommen nach Transgendern jetzt die Transager? Ein Niederländer, der sich als ein 20 Jahre jüngerer Mann identifiziert, führt einen Rechtsstreit, um sein Alter auch offiziell ändern zu lassen. Sein Ziel: Er möchte wieder arbeiten gehen und mehr Erfolg bei Frauen auf Tindr haben.

Emile Ratelband, 69, argumentiert, dass, wenn Transgender-Menschen das Geschlecht wechseln dürfen, er sein Geburtsdatum ändern darf, weil Ärzte sagten, er habe den Körper eines 45-Jährigen.

Der Unternehmer und Selbsthilfe-Guru verklagt seine Gemeinde, nachdem sie die Änderung seines Alters in offiziellen Dokumenten abgelehnt haben.

Der Fall von Herrn Ratelband ist nun vor ein Gericht in der Stadt Arnhmen in der ostniederländischen Provinz Gelderland gegangen.

Der Fall hat in seiner Heimat für Kontroversen gesorgt, als die niederländische Ausgabe von Vice, einer Nachrichten-Website, fragte: "Ist Emile Ratelband gestört oder versehentlich extrem sensibel, was Unrecht angeht?"

Herr Ratelband erklärte: (...) "Transgender können jetzt ihr Geschlecht auf ihrer Geburtsurkunde ändern lassen, und im gleichen Sinne sollte es Raum für einen Alterswandel geben."

Der Niederländer sagte, dass er wegen seines Alters diskriminiert wird und dass er täglich mit Problemen in der Gesellschaft konfrontiert wird. Das Gericht ist verpflichtet, innerhalb von vier Wochen eine schriftliche Entscheidung zu erlassen.

Ratelband beklagt, dass Unternehmen es ablehnen, jemanden im Alter eines Rentners als Berater einzustellen.

Und er sagt, dass seine Entscheidung auch eine gute Nachricht für die Regierung wäre, da er auf seine Rente verzichten würde, bis er wieder das Rentenalter erreicht hat.

Der Richter sagte, er habe eine gewisse Sympathie für Herrn Ratelband, da die Menschen nun ihr Geschlecht ändern könnten, was früher undenkbar gewesen sei.


Ich habe beschlossen, mich diesem kommenden Trend frühzeitig anzuschließen und bin hiermit 29 Jahre alt.

Über uns Transager berichtete bereits vor drei Jahren Birgit Kelle (leider abwertend und intolerant), nachdem ein Transgender-und-Transager-Vater, der früher ein 52jähriger Mann war, jetzt als sechsjähriges Mädchen lebt. Wie immer fahre ich auch hier lieber eine gemäßigte Linie und distanziere mich von solchem Extremismus. Obwohl mir gute Freunde mitunter sagen "Manchmal benimmst du dich, als ob du zwölf wärst", sollten zwanzig Jahre Altersreduzierung reichen, zumal man diesen Schritt ja gegebenenfalls wiederholen kann.

Auch die Website Bedeutung Online beschäftigt sich mit uns Transagern:

Die Internet-Community reagierte auf die Idee "Trans-age" teils spöttisch. Einige User sagten scherzhaft, dass sie sich fühlten, als ob sie 70 Jahre alt seien und sie deswegen jetzt in Rente gehen wollten. Andere sagten, dass sie erst 21 Jahre alt sind, sich aber wie 18 fühlen.


Bei dieser Gelegenheit wird auch erklärt, was "Trans-Height" bedeutet:

Diese Personen lehnen ihre wahre Körpergröße ab und behaupten, dass sie eine selbstgewählte Körpergröße haben. Diese Personen können auch die Körpergröße anderer Personen ablehnen. Dafür erschaffen sie eine Erklärung, dass jemand "außen" z.B. zwar 1,80 Meter groß ist, aber "innen" nur 1,60 Meter groß sei – oder umgekehrt.


Und was sind Trans-Innocents? Na klar:

Diese Personen behaupten, dass sie sich als „unschuldig“ identifizieren, obwohl sie einer Tat überführt wurden.


Selbst für Transpecies gibt es schon eine Wegbereiterin.

Trotz meines jungen Alters erinnere ich mich noch gut an die achtziger Jahre, als die Vorstellung von Transgendern als exotisch und überspannt galt. Heute denken nur noch die reaktionärsten Stoffel so. Transracials haben bereits einen eigenen Wikipedia-Eintrag und werden von einem führenden feministischen Magazin unterstützt. Da sich progressives Denken in unserer Gesellschaft nicht aufhalten lässt, werden vermutlich in zwanzig Jahren, also rechtzeitig zu meinem Fünfzigsten, auch Transager und Trans-Heights weitgehend akzeptiert sein.

Nach Protesten: Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD) sagt Ehrung antisemitischer Feministinnen ab – News vom 8. November 2018

1. Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung (die schon mal "Expertisen" schreiben lässt, in denen Genderama als rechtsradikal dargestellt wird) hatte eigentlich geplant, am 12. November einen Menschenrechtspreis an den Women’s March in den USA zu vergeben. Da dieser Marsch, wie auch Genderama berichtete, eine antisemitische Aktion darstellt, gab es gegen das Vorhaben der Ebert-Stiftung scharfe Proteste von Stipendiaten und Ehemaligen. Jetzt hat die Stiftung die Preisvergabe abgesagt.

Auch die Jüdische Allgemeine berichtet.



2. Die Arbeitsgruppe "Chancen der Vielfalt" der FDP analysiert seit dem Frühjahr, wie die Partei für Frauen attraktiver werden kann. Erste Arbeitsergebnisse besprachen die Freien Demokraten bei der Veranstaltung "Frauen in der FDP – Mehr Chancen durch Vielfalt" am Montagabend:

Die Frauen möchten insbesondere Frauennetzwerke, Mentoring-Programme, Schulungen oder Workshops. Außerdem ist der Zeitfaktor für Frauen ein großes Problem. Daher sei zu überlegen, inwiefern Parteiarbeit effizienter organisiert werden kann. (...) Bei der anschließenden regen Diskussion (...) ging es um Fragen wie: Warum sind Sie der FDP beigetreten? Lassen sich Parteiveranstaltungen frauenfreundlicher organisieren? Braucht es spezifische Kampagnen zur Gewinnung weiblicher Mitglieder? Braucht es mehr gendergerechte Sprache in der Kommunikation oder Schulungsprogramme zum Diversity Management, vor allem für Männer?




3. Die "Süddeutsche Zeitung" kann sich von ihrem männerfeindlichen Sexismus nicht lösen: Aktuell gelten wir dort als das nachtragende, rachsüchtige Geschlecht.



4. Svenja Flaßpöhler berichtet, wie sie nach ihrer Kritik an MeToo als "Verräterin" gebrandmarkt und in die rechte Ecke gerückt wurde. Willkommen im Club. In diesem Zusammenhang befindet Flaßpöhler zum Umgang mit "Rechten":

Wenn ein Mensch, der rechts wählt oder sich selbst als rechtskonservativ beschreibt, einen klaren Willen zum Diskurs besitzt, wenn er sich auseinandersetzen und Demokratie gestalten will, dann wäre es aus meiner Sicht absolut falsch, diesen Menschen zu ignorieren, zu diffamieren, auszuschließen oder niederzubrüllen. In einer Demokratie müssen wir uns der Position eines anderen erst einmal verstehend öffnen, wir müssen ihm zuhören, die Auseinandersetzung wagen. (...) Und doch muss man natürlich eine Grenze ziehen.


Das Interview ist in Gänze lesenswert.



5. In den USA gibt es Gendertrouble bei den Pfadfindern: Die Girl Scouts verklagen die Boy Scouts. Warum? Nun, die Boy Scouts wollen wegen Diversity, Gender und so weiter das "boy" aus ihrem Namen streichen und Mädchen zulassen. Das würde ihre Marke untergraben, erklären die Girl Scouts. Ihre Klage lautet auf Schadenersatz und eine einstweilige Verfügung gegen Markenverletzung. Die Änderung könne die Girl Scouts "marginalisieren", heißt es in der Beschwerde.



6. Die britische BBC hat den vollen Durchblick in Genderfragen: Sie bezeichnet Schneemänner inzwischen politisch korrekt als Schneemenschen.

Viele Eltern regten sich in sozialen Medien über den "Politisch-Korrektsein-Wahnsinn" auf. "Dieser Nonsens muss aufhören", so ein User auf Twitter. Ein anderer meint, dass sich viel mehr Personen durch das Wort "Schneemensch" als durch das Wort "Schneemann" beleidigt fühlen. Kritiker spotten jetzt, dass bald auch der Weihnachtsmann bald "Wintermensch" heißen müsse. Denn die Bezeichnung "Weihnachtsmann" könnte sowohl die Gefühle von Muslimen als auch von Gender-Aktivisten verletzen.


Man wird diesen Eltern wohl erst noch beibringen müssen, dass sie mit jeglicher Kritik an solchen Maßnahmen Teil eines "weltumspannenden, nationalautoritären Angriffs auf die Demokratie" werden, wie es eine Gender-Verteidigerin einmal so hübsch auf den Punkt gebracht hat.



7. Die Post. Kevin Fuchs schreibt mir zu der Pressemitteilung des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Gleichstellung:

Irgendwie ist die Überschrift der Pressemitteilung ungewollt bizarr: "Erstmals wird Gewalt gegen Jungen und Männer umfassend in den Blick genommen, um Situation zu verbessern"

"Erstmals wird ..." - tja und das im Jahr 2018, wo doch alle über das "Aufbrechen von tradierten Geschlechterrollen" sprechen. Im Jahr 2018 wird erstmals Gewalt gegen Jungen und Männer thematisiert. Es gibt ehrlich gesagt keinen Grund, hier Lob auszusprechen. Es sollte kein Lob für Selbstverständlichkeiten geben. Eher angemessen wäre die Frage, was all die Zeit davor los war.


Die Herrschaft von Rot-Grün.

Auch dieser Satz ist merkwürdig: "Auch Jungen und Männer können Opfer von häuslicher Gewalt werden. Bisher gibt es jedoch kaum gesicherte Erkenntnisse dazu." Doch, es gibt jede Menge Forschung dazu - nur eben nicht in Deutschland. Man kann tonnenweise Forschung aus dem Ausland heranziehen. Diese Forschung bietet alles was man wissen muss. Das Feld ist von Kriminologen und Soziologen wirklich hervorragend bearbeitet worden.

Ich würde deshalb davon abraten, hier ein unnötiges Förderfass aufzumachen und redundante Forschung zu finanzieren. Das Geld sollte für handfeste Maßnahmen und Beratung ausgegeben werden, für die der bestehende Forschungs- und Wissensstand mehr als ausreicht.


Mehr Post. Matthias Rahrbach berichtet mir, dass sein Buch "Warum Frauen nicht benachteiligt" sind, inzwischen auch als E-Book vorliegt. Es ist in dieser Form bis zum 30.11.2018 für 3,99 € (danach 9,99 €) exklusiv bei Amazon erhältlich.

Das Buch hat inzwischen eine Würdigung des bekannten Professors für Biologie Ulrich Kutschera erhalten:

"Exzellentes Werk, sehr gut recherchiert, zentrale Fakten auf den Punkt gebracht, hohe Informationsdichte, gewichtige Argumente gegen die Frau-gleich-Mann-Ideologie zusammengetragen und synthetisiert, viele Fallbeispiele aufgelistet, und dazu noch in einem sehr guten Stil verfasst – Herr Dipl. Biol. M. Rahrbach verdient ein großes "Dankeschön" für diese intellektuelle Höchstleistung – dem Buch ist eine weite Verbreitung zu wünschen, Gender-Studierende werden es mit Gewinn lesen, da der Autor, ausgehend von soliden biologischen Fakten und etablierten Theorien, tiefe Einblicke in die evolvierte Natur der beiden Geschlechter Mann und Frau liefert-- ein Fünf-Sterne- Buch in der trüben Suppe der üblichen Gender- Literatur."


Rahrbach berichtet das, was jeder kennt, der sich mit dem vorherrschenden Feminismus kritisch auseinandersetzt. Sein Buch wird nicht nur von den Leitmedien totgeschwiegen – auch bei Versuchen, eigenhändig darauf aufmerksam zu machen, stößt er überall auf Blockaden. Das veranschaulicht er an seinem Versuch, über Gmx für sein Buch zu werben:

Erst kam von einer Gmx-Mitarbeiterin viel freundliche Hilfe. Als ich dann die [Werbeanzeige] fertig erstellt hatte, kam in letzter Sekunde eine Absage. Für Bücher zu solchen Themen würden sie grundsätzlich nicht werben. Die interne Richtlinie sei neulich verschärft worden.


Also die üblichen Probleme bei politisch unerwünschter Literatur. Wissenschaftliche Einwände gegen die herrschende Ideologie zu verbreiten wird gesamtgesellschaftlich unterbunden. "40 Prozent der Deutschen können sich ein autoritäres Regime vorstellen" titelte gestern "Die Zeit". Ist ja auch einfach, wenn man schon in einem lebt.

Mittwoch, November 07, 2018

Nordrhein-Westfalen: Aktionsplan gegen Gewalt an Jungen und Männern – News vom 7. November 2018

1. Eine gestern veröffentlichte Pressemitteilung des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Gleichstellung trägt folgende Überschrift: "Erstmals wird Gewalt gegen Jungen und Männer umfassend in den Blick genommen, um Situation zu verbessern."

In der Pressemitteilung heißt es weiter:

Erstmals in Nordrhein-Westfalen nimmt eine Landesregierung die Situation von Gewalt betroffenen Jungen und Männern sowie Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern, Transsexuellen und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTTI) umfassend in den Blick. Mit gezielten Initiativen soll die Situation von Betroffenen verbessert werden. Dies geht aus dem Bericht des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen hervor, der heute an den Ausschuss für Gleichstellung und Frauen übermittelt wurde.

Ministerin Scharrenbach: "Auch Jungen und Männer können Opfer von häuslicher Gewalt werden. Bisher gibt es jedoch kaum gesicherte Erkenntnisse dazu. Das soll sich zukünftig ändern. Erstmals wird sich in Nordrhein-Westfalen eine Landesregierung detailliert mit diesem Thema beschäftigen und im Zusammenspiel mit Hilfsorganisationen Lösungen erarbeiten. Dazu erstellt die Landesregierung derzeit einen Landesaktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt gegen Jungen, Männer und LSBTTI. Ziel des Landesaktionsplans ist es, Maßnahmen zur Prävention und nachhaltigen Bekämpfung von Gewalt gegen Jungen, Männer und LSBTTI zu beschreiben und Impulse zur Schaffung von Rahmenbedingungen zu setzen, die umfassenden Schutz und eine bedarfsgerechte Unterstützung von Betroffenen gewährleisten. Der Landesaktionsplan soll 2021 dem Landtag vorgelegt werden. Zur Ent-wicklung und Durchführung der Initiativen zum Schutz von Jungen und Männern vor Gewalt sind im Landeshaushalt 2018 und 2019 jeweils 100.000 Euro veranschlagt."

Im Juli dieses Jahres wurde bereits die Landeskoordinierungsstelle zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Männer eingerichtet. Die Landeskoordinierungsstelle fungiert als Bindeglied zu den in Nordrhein-Westfalen tätigen Beratungsstellen bei häuslicher Gewalt. Anders als in den übrigen Bundesländern umfasst ihr Aufgabengebiet beide Geschlechter.


Schau her, was so alles möglich ist, sobald man Rot-Grün abgewählt hat.

Der hier angekündigte Gewaltschutz ist eines der zentralen Anliegen der maskulistischen Bewegung. In Nordrhein-Westfalen hatte vor allem die FDP (mit meiner Unterstützung) darauf gedrängt, nicht mehr allein Frauen gezielt vor häuslicher Gewalt zu schützen.

Dieser wichtige Schritt nach vorne kann auf Facebook kommentiert werden.



2. Nicola Beer, Generalsekretärin der FDP, "nimmt an Diskussionen und Podien innerhalb der Partei nur noch teil, wenn mind. eine weitere Frau mit auf dem Podium sitzt! Und gemeinsame Termine im Wahlkampf gehen zuerst an KandidatINNEN!"



3. Katharina Schulze, gescheiterte Spitzenkandidatin der bayrischen Grünen, fordert eine Änderung des Wahlrechts, um in den Parlamenten eine Gleichverteilung nach Geschlecht zu erzwingen.



4. In den Zwischenwahlen in den USA wurden die Senatoren, die gegen Brett Kavanaugh Position bezogen hatten, vom Wähler bestraft, während die einzige Senatorin der Demokraten, die Kavanaugh unterstützte, siegreich war.



5. In einem aktuellen Beitrag äußert sich Lucas Schoppe zum Thema "Nein heißt Nein".



6. "Diskriminierung: Weiße und Männer können alles haben, aber das nicht" tönt ... na, wer wohl? ... Margarete Stokowski auf Spiegel-Online. (Ich verlinke den Artikel nicht im Original, weil Stokowski ja selbst gerade erst erklärte, dass man menschenfeindlicher Propaganda keine Plattform geben solle, die dieser Propaganda Gewinn bringt.)

Zur Erinnerung: Beim Thema Männerdiskriminierung sieht die Realität so aus.

Allein die Überschrift von Stokowskis Artikel zeigt einiges:

- Zumindest manchen Vertreterinnen des Feminismus geht es nicht mehr darum, Dskriminierung von Frauen zu bekämpfen, sondern auch darum, die Diskriminierung von Männern unsichtbar bleiben zu lassen.

- Diskriminierung ist etwas, was man "haben kann", aber nicht darf, also etwas Begehenswertes.

- Das Thema "Diskriminierung von Männern" ist, obwohl sich ihm die Leitmedien fast durchgehend verweigerten, inzwischen so präsent, dass Spiegel-Online mit einiger Wucht dagegen polemisieren muss.

Stokowskis Geschwurbel kann man sich natürlich sparen; wir gehen gleich in die Kommentare, die bei vielen Online-Artikeln ja inzwischen die eigentlich substanziellen Inhalte liefern. Auch diese Kommentare zeigen, wie stark das Bewusstsein für die Diskriminierung von Männern in den letzten Jahren geworden ist:

Dass Vätern früher strukturell öfter das Sorgerecht abgesprochen wurde als den Müttern, da dies auf einem falschen Geschlechtsbild beruht, ist also keine strukturelle Diskriminierung von Männern? Dass über Vergewaltigung von Männern kaum gesprochen wird, weil es strukturell gefestigt ist, dass Männer fast nie Opfer sein können, ist also keine strukturelle Diskriminierung? Dass Männer sich bis heute fast kaum gegen weibliche Gewalt zur Wehr setzen können ist also keine Diskriminierung? Dass Männer seit Jahrtausenden als Soldaten von irgendwelchen machtgierigen Despoten in den Krieg geschickt werden, weil ihr Leben strukturell bedingt nicht als so wertvoll wie das der Frauen angesehen wird (keine Frauen schlagen!!! auch nicht in den Krieg schicken!!), ist keine strukturelle Diskriminierung, die seit Jahrtausenden in Millionenhöhe zu Toten führt? Dass Männer öfters als Frauen in den Krieg geschickt werden, dann Dinge erleben, die absolut unmenschlich sind, um als psychisch Kranke dann emotional verstört nach Hause zu kommen, weil man es als Mann ja aushalten können muss, und sowieso Emotionen von Männern nur in die Kategorie "butthurt" fallen dürfen, ist also keine Diskriminierung? Dass Schülerinnen von der Grundschule bis zum Abitur für gleiche Arbeit grundsätzlich bessere Noten als männliche Schüler bekommen, weil Jungs nunmal Jungs sind und anstrengend sein können, ist also keine Diskriminierung?

Die Autorin dieses Artikels sollte sich wirklich mal Gedanken darum machen, wie Machtstrukturen wirklich aussehen und wie die sich auch verstecken können, ohne gleich super offensichtlich zu sein, wie z.B. häusliche weibliche Gewalt gegen Männer, wo Männern mit blauen Augen immer noch eher die Täterrolle zugesprochen wird als Frauen, die dann gleichzeitig auch noch das Sorgerecht miterhalten (früher zum Glück häufiger als heute).


Faszinierend. Verstehe ich das richtig? Männer werden durch Dinge wie etwa Wehrpflicht, §1631d BGB vs §226a StGB etc. nicht diskriminiert, weil der Anteil von Männern in Vorstandsetagen noch zu hoch ist? Wer als einzelner aufgrund seines Geschlechts diskriminiert wird, wird gar nicht diskriminiert, auch wenn er ein arbeitsloser Tagelöhner mit der Macht und dem Einfluss eines Regenwurms ist? Frau Stockowski, deren Macht und Reichweite sicher über das des typischen hier mitlesenden Mannes hingegen weit hinausgeht, kann und wird als Frau natürlich selbstredend diskriminiert? Darf ich das absurd nennen, ohne der Diskriminierung bezichtigt zu werden?


Wenn...Männer gemobbt, brutal geschlagen und unfair behandelt werden...werden sie nicht diskriminiert. Und wenn das Frauen passiert, dann ist es natürlich Diskriminierung. Das heißt also, eine Frau, die einen Mann mobbt, handelt nur aufgrund einer guten Sache, der Einführung des Matriachats. Das ist die Welt der Autorin.


Irgendwie habe ich bei Spiegel Online immer das Gefühl, dass der Feminismus in meiner Jugend (in den 1990er Jahren) wesentlich weiter war als heute. Ich habe es so in Erinnerung, dass damals z.B. sauber zwischen Gleichberechtigung und Gleichstellung differenziert wurde, und auch nicht alle Menschen in einen Topf geworfen wurden nur weil Sie zufällig das gleiche Geschlecht haben. Auch das generelle Mindset der prominenten und wortführenden Feministinnen war damals irgendwie zielführender. Es richtete sich mehr darauf aus, gesellschaftliche Probleme gemeinsam anzugehen, und weniger auf einen Geschlechterkrieg. Wenn man heute dagegen Stokowski und Berg liest, ist das einfach nur von Hass getriebenes, unreflektiertes und völlig undifferenziertes Draufhauen auf "die Männer", die bekanntermaßen alle gleich, alle böse, und an allem Schuld sind. Wen oder was das weiterbringen soll, ist mir völlig schleierhaft.


Es gibt keine strukturelle Benachteiligung von Männern als Männer? Sorry, das ist Blödsinn. Männer bekommen längere Gefängnisstrafen als Frauen, Männer bekommen seltener Sorgerecht als Frauen, gibt es eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen Mann und Frau wird automatisch davon ausgegangen dass der Mann für die Eskalation verantwortlich ist, etc.

All das bestraft Männer als Männer und basiert nicht nur auf persönlichen Einstellungen sondern auf tief verwurzelten kulturellen Vorstellungen die sich tief in Institutionen und Rechtssprechung eingegraben haben (ergo: ist strukturell).

Das festzustellen ist keine Herabwürdigung der Opfer von anderen Formen der Diskriminierung. Aber das zu bestreiten ist eine Beleidigung all jener die mal Opfer von Diskriminierung wurden.

(...) Nebenbei bemerkt gehen mir diese tendenziösen Artikel in letzter Zeit ziemlich auf den Keks. Ich habe grundsätzlich viel Sympathie für feministische Perspektiven und Ideen, aber dieses ewige "Frauen leiden! Immer! Und am meisten!" ist entnervend und ermüdend.

Gute feministische Autoren beschränken sich nicht darauf am laufenden Band ihre Opferrole zu unterstreichen und zu bejammern, sondern werfen mal einen genaueren Blick wie Sexismus funktioniert, wie er sich auf beide Geschlechter auswirkt, wer davon wo profitiert und benachteiligt wird und argumentieren dann warum es im Eigeninteresse aller Beteiligten liegt damit aufzuräumen. Artikel wie dieser gehen eher in Richtung Selbsterhöhung bzw. Herabwürdigung dessen was Andere zu erdulden hätten, wohl in der irregeleiteten Befürchtung dass das Anerkennen des Leides der ach so bösen Unterdrücker irgendwie das eigene Leid weniger wertvoll machen würde. Hier wird keine Gleichberechtigung gefördert, sondern Opferstatus zelebriert.




7. Die Post. Ein Leser ist auf eine Meldung des ORF über eine Aktion an Wiener Schulen gestoßen:

An der Erhebung von SOS Mitmensch haben 291 Schülerinnen und Schülern aus acht Schulen in acht Wiener Bezirken teilgenommen, darunter drei NMS [Neue Mittelschulen] und fünf AHS [Allgemein bildende höhere Schule]. Die 13-15-jährigen Schülerinnen und Schüler wurden gefragt, was sie über Mädchen- und Frauenrechte wissen und welche Regelungen und Einrichtungen sie kennen, die Mädchen und Frauen unterstützen und schützen.


Mein Leser merkt dazu an:

Der Wiener Schulrat scheint davon auszugehen, dass nur Mädchen- und Frauenrechte unterstützt und geschützt gehören.


Ein anderer Leser berichtet mir von neuen Studien, die die Ergebnisse bisheriger Forschung bestätigen: Bei plötzlichem Herzstillstand wird Frauen von Umstehenden seltener geholfen als Männern – unter anderem, weil sich die Männer Sorgen machen, sexueller Belästigung beschuldigt zu werden. Mein Leser kommentiert:

Das glaube ich sofort! Als ich meine Erste-Hilfe-Ausbildung machte, hatte ich schon Vorbildung. Bei der Herzdruckmassage an einer Puppe (20 Frauen und ich als einziger Mann) war's perfekt und die Ärztin lästerte: "Na Sie sind'n Mann."

Und das ist gut beschrieben - denn der Handballen sitzt perfekt auf dem Brustbein, wenn Daumen und Finger sozusagen eine der beiden Brüste umschließen. Anders ausgedrückt: Im Notfall auf der Straße riskiere ich als Mann tatsächlich erheblichen (!) Ärger, wenn ich der betroffenen Frau so helfe. Da das trotzdem gegen uns Männer ausgelegt werden wird, sollte man sich das merken.


Ein weiterer Leser schrieb mir gestern:

Die heute verlinkte und zitierte Pressemitteilung der "IG Jungen, Männer, Väter" ist irreführend und bedarf einer Richtigstellung. Der Text suggeriert, dass es vor 1918 in Deutschland kein allgemeines Wahlrecht gab und führt das Dreiklassenwahlrecht des Bundesstaates Preußen und das vergleichbare Wahlrecht des Bundesstaates Bayern an. Die IG vergisst dabei, dass es über diese "Landesebene" hinaus seit 1871 auch die Wahlen auf der Reichsebene gab (heute: Bundesebene). Und der Reichstag (der Vorgänger unseres Bundestages) wurde im Kaiserreich in allgemeiner gleicher Wahl gewählt - allerdings eben nur von Männern. Insofern wurde mit der Novemberrevolution 1918 tatsächlich in erster Linie das Frauenwahlrecht eingeführt.


Gestern berichtete Genderama auch über den Konflikt der Münchner Buchhandlung Lehmkuhl mit Margarete Stokowski. Einer meiner Leser bezieht Position:

Die Verhaltensweise von Margarete Stokowski ist ärgerlich, zeigt sie doch, wie man sich unliebsame Meinungen vom Hals schaffen will: durch ausbluten/aushungern. Die Verbreitung soll eingeschränkt werden, indem die Bücher erst gar nicht in den Verkauf kommen und Autoren/Verlage knapp bei Kasse bleiben. Wenn das die Methode einer intellektuellen Buchautorin sein soll, ist das wirklich erbärmlich und erschreckend kurz gedacht.

Nein, Meinungen begegnet man durch Gegenmeinung und nicht dadurch, dass man potentiellen Lesern Bücher vorenthält. Denn Letzteres ist pure Überheblichkeit: Irgendjemand entscheidet, was die Leute lesen dürfen, wofür sie mündig genug sind. Ansonsten, so fürchten die Entscheider, könnten die Leser vom "richtigen Weg" abkommen. So etwas hatten wir schon mal: Bei symbolischen Bücherverbrennungen und im Diktat der DDR, wo auch entschieden wurde, was das Volk in die Finger bekam. Über diesen Vergleich braucht keine gespielte Empörung aufkommen, es IST dasselbe. Ob Bücher verbrannt/verboten werden oder man diese auf anderem Wege verbannen will, ist einerlei. Dieses Ausgrenzen von anderen Meinungen hat im übrigen keine Chance, es gärt unter der versuchten Deckelung weiter.

Was Stokowski betreibt, ist unlauterer Wettbewerb. Sie sollte sich im Klaren darüber sein, dass es auch anders herum sein könnte, dass ihre Meinung auf den virtuellen Index gesetzt würde. Aber unsere ach-so-aufrechten Demokraten haben halt ein ganz spezielles Verständnis von Demokratie, welches sich hier äußert in eimem symbolischen "spiel nicht mit den Schmuddelkindern, wenn du auf der richtigen Seite stehst".


Dagegen, dass ihre Bücher auch über Amazon vertrieben werden, wo ebenfalls "rechte" Titel angeboten werden, scheint Stokowski übrigens nichts zu haben.

Die Journalisten Sebastian Christ und Dushan Wegner kommentieren. Und in der "Süddeutschen" äußert sich der Geschäftsführer der Buchhandlung Lehmkuhl: "Niemand will mehr miteinander sprechen; die Debatten sind hysterisch und vergiftet."

Dienstag, November 06, 2018

100 Jahre Wahlrecht für Frauen und Männer!

1. Die "IG Jungen, Männer, Väter" hat eine Pressemitteilung zu 100 Jahren Wahlrecht für Frauen und Männer veröffentlicht:

Berlin. "Gratulation: Frauen haben in Deutschland seit 100 Jahren das aktive und passive Wahlrecht – wie auch Männer" formuliert die Interessengemeinschaft Jungen, Männer und Väter (IG-JMV). Sprecher Gerd Riedmeier weist darauf hin, dass bis 1918 in großen Teilen Deutschlands (Preußen) galt: Das Recht zu wählen war nicht vordringlich abhängig vom Geschlecht. Vielmehr war das Wahlrecht an Kriterien ausgerichtet wie Standeszugehörigkeit, Besitz und Steuerleistung.

Auch in Bayern besaßen noch im 19. Jahrhundert nur 1,2 % der Bevölkerung das aktive Wahlrecht; lediglich 0,7 % der Bevölkerung konnten überhaupt gewählt werden. Hauptkriterium war dabei die Zugehörigkeit zu den Ständen Adel, Klerus, Großgrundbesitz. Diese schickten ihre - männlichen - Vertreter zu den Urnen.

Das allgemeine und gleiche Wahlrecht erreichten Männer und Frauen in Deutschland in der Folge der Revolutionen im Jahr 1918 und der Gründung der Weimarer Republik. Ein Grund zum Feiern, meint die IG-JMV und wundert sich über den heute erlebbaren ausschließlichen Fokus auf das Wahlrecht für Frauen. Diesen Ansatz hält die IG-JMV für überzogen und als der geschichtlichen Entwicklung nicht angemessen.

Die IG-JMV begrüßt die Tatsache, Frauen können heute die gleiche Teilhabe am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben ausüben wie Männer. "Sie müssen es jedoch auch tun", meint Riedmeier. Niemand hindere sie an der politischen Teilhabe und verweist auf ein Phänomen: Frauen wählten mehrheitlich Männer in die politische Verantwortung.

Kritisch sieht die IG-JMV die Tatsache, dass es heute Männer sind, denen in wichtigen gesellschaftlichen Bereichen die Teilhabe verweigert wird. So verwehrt das Bundesgleichstellungsgesetz (BGlG), neu gefasst unter Bundesministerin Manuela Schwesig (SPD), Männern in allen Bundesbehörden das aktive und das passive Wahlrecht. Männer werden ausgeschlossen. "100 Jahre Frauenwahlrecht und dann so ein Gesetz?" fragt die IG-JMV.

Die einseitige Entwicklung mit nahezu ausschließlichem Fokus auf dem weiblichen Geschlecht setzt sich fort: Männer- und Väterverbände werden von der Politik vom Diskurs praktisch ausgeschlossen. Der vorwiegend weiblich dominierte Familienausschuss des Bundestages verwehrt ihnen den Vortrag. Der Dt. Frauenrat erhält unbegrenzt Rederecht. Die Vorsitzende des Ausschusses Sabine Zimmermann (Die Linke) begründet die Diskursverweigerung mit dem Argument, der Frauenrat "vertrete bereits die Vielfalt im Diskurs".

Die IG-JMV weist darauf hin, das Wahlrecht für Frauen wurde vorwiegend von Männern erkämpft: von Kommunisten, Sozialisten, Sozialdemokraten. Viele dieser Männer ließen dabei ihr Leben, so in den Kämpfen um die Gründung der Räterepubliken in Deutschland 1918 und 1919.

Andere Länder führten das Wahlrecht für Frauen deutlich später ein als Deutschland. In der Schweiz war das Wahlrecht bis 1971 an Pflichten gekoppelt – an die Pflicht zur Landesverteidigung. Im Zuge der Wahlrechtsreform erhielten die Frauen das neue Recht, ohne jedoch die Pflicht übernehmen zu müssen.

Die IG-JMV plädiert für einen sachlicheren und differenzierteren Umgang mit dem Thema. 100 Jahre allgemeines Wahlrecht für Frauen und Männer ist ein Grund zum Feiern. Gleichzeitig muss die zunehmend erfahrbare Diskriminierung von Männern in der deutschen Geschlechterpolitik thematisiert werden. Die IG-JMV fordert in Bezug auf das BGlG gleiche Rechte für Frauen und Männer ein.




2. Benjamin Burkhardt vom Jungenbüro Nürnberg macht in einem Rundschreiben auf eine aktuelle Aktion aufmerksam:

Liebe Kolleg*innen und Netzwerkpartner,

das Team des Jungenbüro Nürnberg wird sich in diesem Jahr am Movember beteiligen, einer öffentlichkeitswirksamen Aktion, die das Thema Männergesundheit stärker in den Fokus rücken soll. Nähere Infos zu den Hintergründen gibt’s hier.

Konkret bedeutet das, dass die Mitarbeiter (unter dem Stichwort "Move") im Zeitraum vom 01.11. bis 30.11. jeweils 60 km laufen (gehen, walken …) werden und dies dokumentieren.

Hintergrund: Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass weltweit pro Stunde 60 Männer Suizid begehen (das ist einer pro Minute!). Diese Tatsache ist eng verknüpft mit der Lebensrealität von Jungen und Männern in der Leistungsgesellschaft, mit damit verbundenen Männlichkeitsidealen und –ansprüchen und daraus resultierenden Widersprüchen und Zwängen. Wir wollen deutlich machen, dass auch Jungen und Männer in Situationen kommen können, in denen es legitim und wichtig ist, sich (professionelle) Hilfe zu suchen. Weiterhin möchten wir auf die Wichtigkeit von Hilfsangeboten hinweisen, an die sich Männer und Jungen wenden können, denn: Auch unter Jugendlichen ist die Suizidrate bei Jungen dreimal höher als bei Mädchen.

Geplant ist auch ein gemeinsames Treffen gegen Ende November, zu dem der gemeinsam erreichte Erfolg gefeiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Wie dieses Treffen abläuft, wird rechtzeitig bekanntgegeben bzw. wächst im Rahmen der Teilnehmenden.

Jede*r ist eingeladen, sich zu beteiligen, in Bewegung zu kommen und aktiv zu werden. Meldet Euch gern bis zum Ende der ersten Movember-Woche (09.11.) bei uns (info@jungenbuero-nuernberg.de) wenn Ihr Lust habt, uns durch den Movember zu begleiten!

Wir freuen uns über zahlreiche Rückmeldungen!




3. Die Feministin Margarete Stokowski hat eine bereits ausverkaufte Lesung in der linksliberalen Münchner Buchhandlung Lehmkuhl abgesagt, weil dort auch "rechte" Bücher verkauft werden. Lehmkuhl nimmt Stellung, Stokowski antwortet darauf.



4. Ein Hochenergiephysiker, der anonym bleiben will, äußert sich in einem neun Seiten langen Offenen Brief kritisch zu der öffentlichen Kreuzigung des Physikers Alessandro Strumia, nachdem dieser die Diskriminierung von Männern in der Physik beklagte:

Es gab den Versuch, ihn zu dämonisieren und seine Argumente als Pseudowissenschaft und leicht zu widerlegenden Quatsch zu bezeichnen. Dabei haben seine Kritiker ihn immer wieder falsch dargestellt, fadenscheinige Argumente vorgebracht, Menschen über den Stand der Beweise irregeführt und sich im Allgemeinen gegen den Geist der guten Wissenschaft verhalten.


Es sagt einiges über das Meinungsklima im "Patriarchat" aus, wenn Wissenschaftler sich nur noch anonym trauen, solche Klarstellungen vorzulegen.



5. Zurück zum Thema "freies Wahlrecht": Vor den Zwischenwahlen in den USA ruft CNN – ein Sender, der ideologisch den Demokraten zugeordnet wird – Frauen zu einem Sexstreik auf, "um zu bekommen, was wir wollen".

Montag, November 05, 2018

Männer: So viel müsst ihr verdienen, um eine Partnerin zu finden – News vom 5. November 2018

1. Eine neue Studie enthüllt, welches Einkommen ein Mann haben muss, damit Frau ihn als potentiellen Partner in Betracht zieht:

Um überhaupt in Frage zu kommen, müsst ihr monatlich mindestens 2.451 Euro nach Hause tragen. Richtig sexy werdet ihr allerdings erst ab durchschnittlich 4.210 Euro. Der Anspruch variiert aber je nach Bundesland. Während in den neuen Bundesländern 3.689 Euro genügen, solltet ihr in den alten Bundesländern mindestens 4.615 verdienen. Einen richtig satten Gehaltscheck braucht ihr, wenn ihr in Nordrhein-Westfalen fündig werden wollt. Dort möchte der Traumpartner im Schnitt 6.163 Euro monatlich sehen.


Die Gehaltsschere zwischen den Geschlechtern wird nicht zuletzt durch solche Erwartungen von seiten des weiblichen Geschlechts aufrecht erhalten. Gleichzeitig gelten Männer, die diese Erwartungen erfüllen möchten und sich eine beruflich starke Position sichern, als frauenfeindliche Unterdrücker und als Dinosaurier, was ihr Festhalten an überholten Geschlechterrollen angeht.



2. Spektrum berichtet über Machtmissbrauch in der Wissenschaft. Dabei zeigt sich, dass die üblichen Geschlechterklischees auch in diesem Bereich nicht immer zutreffen:

Die diesjährigen Machtmissbrauchsvorwürfe sind anders gelagert: Sie richten sich gegen zwei wissenschaftliche Direktorinnen deutscher Max-Planck-Institute.

Die eine ist Guinevere Kauffmann vom Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA) in Garching. Ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berichten unter anderem von diskriminierenden E-Mails und Demütigungen sowie von Drohungen, Arbeitsverträge nicht zu verlängern. Kauffmann selbst zeigt sich auf Anfrage von "Spektrum.de" wenig einsichtig und geht nicht im Detail auf die gegen sie erhobenen Vorwürfe ein. Stattdessen teilt sie mit, dass eine "journalistische Hexenjagd" auf wissenschaftlich begabte Frauen in Deutschland stattfinde. Eine Sichtweise, die man bizarr finden kann – schließlich standen bisher überwiegend Männer im Zentrum öffentlich gewordener Wissenschaftsskandale.

Die andere Max-Planck-Direktorin, der Mobbing und Machtmissbrauch vorgeworfen wird, ist Tania Singer vom MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig. Mit ihren Forschungsarbeiten zu den neuronalen und hormonellen Grundlagen von Empathie und Mitgefühl gilt Singer international als Koryphäe ihres Fachs. Doch im Umgang mit ihren Mitarbeitern soll es ihr an Einfühlungsvermögen gemangelt haben, berichteten mehrere Teammitglieder dem Wissenschaftsmagazin "Science". Von einer Atmosphäre der Angst ist die Rede und davon, dass Mitarbeiter nach Gesprächen mit Singer wiederholt in Tränen ausbrachen.


Am Ende wird sich noch herausstellen, dass soziales Fehlverhalten doch nicht typisch männlich, sondern schlicht menschlich ist.



3. Eine New Yorker Polizistin kam nach einem sexuell konnotierten Übergriff auf einen Kollegen straffrei davon. Jetzt muss sie sich vor Gericht verantworten.



4. Die Schauspielerin Pamela Anderson ("Baywatch") erklärte in einem aktuellen Interview, wiewohl sie sich als Feministin betrachte, gehe ihr der aktuelle Feminismus zu weit: "Ich denke, er lähmt die Männer. Vermutlich werde ich umgebracht, wenn ich das jetzt sage, aber: Meine Mutter hat mir beigebracht, niemals mit einem Fremden auf sein Hotelzimmer zu gehen."



5. In The Australian beschäftigt sich Jennifer Oriel mit den sexistischen Attacken von Feministinnen auf konservative Frauen vor den kommenden Zwischenwahlen in den USA. Ein Auszug aus ihrem mit zahlreichen Beispielen versehenen Artikel:

Dumm, hirnlos und unterwürfig. so beschreibt die amerikanische Schwesternschaft Frauen, die republikanisch wählen. Vor den Halbzeitwahlen in den USA liegt der linke Sexismus im Fieber. Die Linke behauptet zwar, das Wahlrecht der Frauen zu unterstützen, hat aber Frauen, die ihr Wahlrecht ausüben, der Dehumanisierung, der öffentlichen Beschämung und der Frauenfeindlichkeit unterworfen. Weiße Frauen tragen die Hauptlast der Hassrede der Linken, da verzweifelte Demokraten versuchen, die Konformität zwischen weiblichen Freidenkern zu erzwingen.

Kurz nach den US-Wahlen 2016 enthüllten die Experten eine schockierende Wahrheit: Millionen von Frauen hatten Donald Trump frei zum Präsidenten gewählt. Aus den Umfragen ging hervor, dass weiße Frauen die Schuldigen waren. Angeblich Progressive reagierten mit abscheulichen Darstellungen republikanischer Frauen, deren Inhalt mit den sexistischen Hetzreden des 19. Jahrhunderts konkurrierte, die Männer verwendeten, um die Suffragetten zum Schweigen zu bringen. Wie die Suffragetten werden Frauen, die konservativ wählen, als zu dumm angesehen, um rational zu wählen.

(...) Die Linke wechselt in ihren Klischees von konservativen Frauen zwischen Stepford-Frauen und Geschlechterverräterinnen. Das erste Stereotyp lädt zur Demütigung und zum Spott ein. Das zweite zieht Hass und die Aggression des Mobs an.

(...) Wenn Sie keine Frauen tolerieren können, die mit Ihrer Politik nicht einverstanden sind, nennen Sie sich nicht Feministin. Wenn Sie Frauen, die für das andere Team stimmen, sexuell erniedrigen, sprechen Sie nicht von Gleichberechtigung. Wenn Sie ethnische Zugehörigkeitals Waffe benutzen, um Meinungsverschiedenheiten zum Schweigen zu bringen, sprechen Sie nicht von Menschenrechten.

Die politisch korrekte Schwesternschaft hat die langweilige Kunst perfektioniert, Frauen sexuell zu erniedrigen, die konservativ wählen. Mit Schwestern wie ihnen hat der Feminismus keine Zukunft.




6. Die Teilnehmererinnen des Frauenmarsches in den USA unterstützen weiterhin Antisemitismus. Die New-York-Post-Kolumnistin Karol Markowicz kommentiert:

Einige Demonstranten denken, dass sie mit diesen Frauen eine gemeinsame Basis finden können. Das ist fehlgeleitet. Ein Konservativer, der neben dem weißen Nationalisten Richard Spencer marschiert, weil sich beide zufällig in Wirtschaftsfragen einig sind, würde zu Recht an den Pranger gestellt werden. Das sollte nicht anders sein.

Sicher, protestieren Sie gegen Donald Trump, wenn Sie wollen. Die freie Meinungsäußerung ist von entscheidender Bedeutung. Aber tun Sie es nicht im Rahmen des Frauenmarsches. Beginnen Sie einen weiteren Marsch, schließen Sie sich Freunden an, machen Sie etwas anderes. Es ist November, Sie haben mehr als zwei Monate Zeit zum Nachdenken und Planen.

Aber unterstützen Sie nicht Menschen, deren Werte so korrupt sind. Laufen Sie nicht beim Frauenmarsch mit. Es ist zu spät, um auf Unwissenheit zu plädieren. Diese Leute können nicht behaupten, dass sie nichts davon wissen. Und Sie auch nicht.


Ob man nun "Männer" oder "Juden" als minderwertige, aber die Welt unterdrückende Wesen phantasiert, ist ideologisch offenkundig austauschbar.



7. In Argentinien endete ein feministischer Protestmarsch damit, dass Brandkörper auf eine Kirche geschleduert wurden. In der Kirche waren Gläubige zum Beten versammelt. Die katholische Website Crux berichtet.



8. Auf der Website Cuncti ist der Artikel "Der Gender Empathy Gap und das Schweigen der Männer" des Psychiatrieprofessors Rob Whitley erschienen. Ein Auszug:

Die Aufforderung, sich im Gespräch zu öffnen, bildet auch den Stoff üblicher Erzählweisen, wenn es um die psychische Gesundheit von Männern geht. Klischeehaft wird Männern in solchen Diskussionen häufig Störrigkeit, Gleichmütigkeit und selbstzerstörerische Schweigsamkeit zugeschrieben.

Ein Beispiel hierfür liefert die australische Kampagne „Beyond Blue“, deren Webseite die Thematik mit folgendem Satz einleitet: „Männer sind dafür bekannt, Dinge in sich hineinzufressen“. Diese Perspektive spiegeln auch aktuelle Medienberichte wider, welche nur zu gerne die mutmaßliche Wortarmut von Männern zum Thema machen. In entsprechend anklagendem Ton sind auch die Artikelüberschriften gehalten: „Männer müssen mehr über ihre psychischen Probleme sprechen“ oder „Das Schweigen über psychische Probleme tötet buchstäblich Männer“.

Ein derartiger Diskurs gibt Männern implizit selbst die Schuld an ihrem eigenen Leid. "Wenn Männer doch nur mehr reden würden, ginge es ihnen seelisch besser und die Probleme wären gelöst" – so ähnlich lautet das Argument. (...) Dies gleicht einer Schelte und erschafft ein schädliches Narrativ, das Männern pauschal die Schuld an ihren eigenen Leiden zuschreibt und ausschließlich ihr eigenes Verhalten als Ursache impliziert. Für diese Art der Argumentation gibt es im Gesundheitswesen einen Begriff: Man nennt es Victim Blaming. Sobald es hingegen um Frauengesundheit geht, wird ein solcher Ansatz sorgsam vermieden. Dass der soziale Kontext eine hauptsächliche Einflussgröße ist, wird im Falle von Frauen anstandslos anerkannt.

Tatsächlich kann ich aus meiner eigenen Forschung heraus feststellen, dass die mediale Darstellung von Frauen mit psychischen Problemen tendenziell deutlich empathischer und mitfühlender ausfällt. Im Falle von Männern wirkt der etablierte Tonfall hingegen durchaus harsch und strafend. Der berühmte Stanford-Professor Philip Zimbardo bezeichnet dieses Phänomen zu Recht als "Empathy Gap". Es scheint, als sei Mitgefühl ein knappes soziales Gut, und bei Männern ist man damit wohl sparsam.

Dieser Empathy Gap äußert sich in vielfältiger Gestalt. Im Rahmen meiner eigenen Forschung haben interessanterweise viele Männer berichtet, dass sie durchaus versucht hätten, über ihre Probleme zu sprechen. Doch nur wenige Männer und Frauen in ihrem näheren Umfeld seien auch bereit gewesen zuzuhören. Einige der Männer erzählten sogar, dass ihre Familie und Freunde sie stattdessen dazu aufgefordert hätten „sich gefälligst wie ein Mann zu benehmen“. Nicht wenige wurden sogar als schwarzes Schaf ausgegrenzt.

Wer also trägt die eigentliche Schuld am Schweigen der Männer?


Wie unsere Gesellschaft auf Männer reagiert, die über Männerprobleme sprechen, ist auch anhand der vielfältigen Anfeindungen gegen Maskulisten leicht ablesbar. Wir sind gerade dabei, unsere Redefreiheit mühselig zu erobern. In Blättern wie der "Zeit", der "taz" und der "Süddeutschen" hat sie bis heute keinen Platz.



9. Die Post. Der Deutschlandfunk sendete am 3. November einen Beitrag, der schon im Titel Männer als "Vorsorgemuffel" herunterputzt. Meinem Leser David Müller hat der Beitrag trotzdem zu weiten Teilen gefallen:

Was ich davon gehört habe, war gar nicht schlecht. Es ging unter anderem um Prostatakrebs, den Zusammenhang zwischen Geschlechterstereotypen und Gesundheit und um die Stellung von Männern in der Gesellschaft

Was mir weniger gefiel, war die Reaktion des Moderators auf einen Anrufer, der #MenAreTrash für das Bild von Männern in der Gesellschaft anbrachte:

Moderator: Fühlen Sie sich dadurch persönlich angegriffen?

Anrufer: NEIN, das nicht!

Das war vielleicht vom Moderator Vladimir Balzer gut gemeint, aber es ist gerade ein Beispiel für Geschlechterstereotypen: #MenAreTrash *ist* ein Angriff. Die Frage, ob ein Mann sich dadurch angegriffen "fühlt", kann nur gestellt werden aus der Sicherheit des Stereotyps, dass Männer über so einem Angriff stehen.

Was weiter führt zum Bild des Unangreifbaren, Unverletzlichen, der sicher nicht zum Arzt gehen muss. Und da wundert es dass Männer sich nicht so um ihre Gesundheit kümmern ...

Sonntag, November 04, 2018

Rettet Christopher Lauer die SPD? – News vom 4. November 2018

1. Nachdem die SPD in der Wählergunst inzwischen bei 13 Prozent liegt, bieten sich immer mehr Möchtegern-Retter an. Darunter ist auch Christopher Lauer, bekannt durch seinen grandiosen Erfolg, die "Piraten" zur Volkspartei zu machen. Einer seiner Ratschläge an die SPD:

"Harte Quotierung auf allen Listen und in allen Gremien: mindestens 50% Frauen, mindestens 25% Leute unter 35, mindestens 25% Neue, mindestens 25% Migrationshintergrund."


Schlimm, wenn eine Partei derart abgewirtschaftet hat, dass Hinz und Kunz meint, sie für ihre Quotenpolitik verarschen zu dürfen. Moment ... Ihr meint, Christopher Lauer meint das ernst?



2. Die Frauen bei den Grünen tun sich mit dem Thema "Männer" immer noch sehr schwer.



3. Nach der Gruppenvergewaltigung in Freiburg rät der dortige Polizeipräsident: "Macht euch nicht wehrlos mit Alkohol oder Drogen". Solche Tipps gehen natürlich gar nicht, findet die Süddeutsche. Sobald es um sexuelle Gewalt geht, gilt jeder Ratschlag, wie man sich vor einem Verbrechen schützen kann, als frauenfeindliches Victim Blaming.



4. Eine linke Aktivistin hat zugegeben, Brett Kavenaugh angedichtet zu haben, er hätte sie vergewaltigt, weil sie "wütend" war, seiner Karriere schaden und selbst öffentliche Aufmerksamkeit erhalten wollte. Darüber berichten mehrere Medien, darunter The Hill und die Daily Mail.

Die Täterin, Judy Munro-Leighton, hatte am 19. September in einem Brief an Senatorin Kamala Harris detailiert geschildert, wie Kavanaugh und ein Freund sie mehrere Male auf dem Rücksitz eines Autos vergewaltigt hätten. Zunächst hatte die Täterin versucht, mit ihren Anschuldigungen anonym zu bleiben, weil sie "Todesangst" für sich und ihre Familie habe.

In der Debatte um Kavanaugh hatten Feministinnen wiederholt argumentiert, die Vorwürfe gegen ihn hätten schon deshalb viel Gewicht, weil Falschbeschuldigungen bei sexueller Gewalt kaum vorkämen.

Auf Twitter kommentiert Don Alphonso: "Ich bin mal gespannt, ob deutsche Medien berichten, dass auch sie hier einer Lüge aufgesessen sind."

Derzeit findet sich auf Google News unter dem Namen der Täterin als Suchbegriff kein Eintrag und unter dem Namen Kavanaughs als Suchbegriff nur veraltete Beiträge wie etwa den "Zeit"-Artikel "Fürchtet den weißen Mann".



5. In den USA wurde schon wieder der Penis eines Babys stärker verstümmelt, als ursprünglich geplant.



6. Bei bestimmten Formen von Krebs haben Männer niedrigere Überlebenschancen als Frauen.



7. Zuletzt auch mal was Erfreuliches: Ganz herzlichen Glückwunsch, Chris!

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