Feministische Erziehung: "Ich kann doch auch nichts für das Dreckspatriarchat", stöhnt der 13-jährige Sohn
1. Kerstin Rottmann berichtet in der "Welt" von einem neuen Ratgeber über feministische Erziehung.
Auf einen derart groben Klotz wie dieses Buch gehört auch mal ein grober Keil. Julian Reichelts Website "Nius", bei der ich sonst eine Verlinkung vermeide, hat eine passende Rezension veröffentlicht.
2. Das Justizministerium plant eine Reform im Kindschaftsrecht. Beim SPIEGEL fragt man alarmiert: Wie sollen Gerichte mit gewalttätigen Vätern umgehen? Im Artikel selbst heißt es klar: "Gewalt kann von jedem Elternteil ausgehen." Warum hat es diese Erkenntnis nicht in die Schlagzeile und in die ähnlich sexistischen ersten Absätze geschafft?
3. Vorige Woche zitierte ich noch englische Männerrechtler mit ihrer Verwunderung darüber, dass die deutsche Linke sich nicht lautstark zu Wort melde, nachdem jetzt auch Männer gemustert werden, die gar nicht zur Armee möchten. Ein Kieler Schülerkomitee immerhin äußert erste Proteste. Ein Auszug aus einem taz-Artikel darüber:
"Ich finde diese Untersuchung in diesem Zwangskontext übergriffig und frage mich, welchen Nutzen sie hat", sagt Golo Kirsch. Die Schüler stört auch, dass die verpflichtende Musterung schon jetzt gilt und nicht erst wie angekündigt ab Juli 2027. "Wir wurden verarscht", sagt Schüler Shmuel Schatz aus Berlin. Wenn über 1.000 Jugendliche ohne Interesse zur Musterung geladen würden, heiße das, dass man "kurz vor der Wehrpflicht" stehe.
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