Samstag, September 19, 2009

MANNdat erfragt Jungenpolitik der Bundestagskandidaten

Wer in den letzten Jahren die Nachrichten auch nur halbwegs aufmerksam verfolgt hat, weiß, dass die Bildungskrise eine der größten Herausforderungen für unser Land darstellt. Ebenso bekannt ist, dass es sich bei dieser Bildungskrise weit überwiegend um eine "Jungenkrise" handelt – wobei seit mehr als zehn Jahren belegt ist, dass diese sogar für die gleiche Leistung schlechtere Noten erhalten als Mädchen. Der Aktionsrat Bildung erklärte dazu unmissverständlich, dass die Ungleichheit in diesem Bereich inzwischen die Grenzen des rechtlich und moralisch Hinnehmbaren überschreite.

Was liegt da für eine Bürgerrechtsgruppe, die für Jungen und Männer eintritt, näher, als vor der Wahl Bundestagskandidaten verschiedener Parteien danach zu befragen, in welcher Weise sie sich dieser wichtigen und drängenden Problematik stellen wollen. MANNdat hat das getan: Die erhaltenen Antworten sind ebenso aufschlussreich wie enttäuschend.

Diese Antworten belegen aber zugleich, dass es entgegen aller gegenteiligen Rhetorik überhaupt keine Rolle spielt, welchem Geschlecht die Personen angehören, die sich in den führenden Positionen unserer Gesellschaft befinden, sondern vielmehr für welches Geschlecht diese Verantwortungsträger in erster Linie tätig sind. Letzeres entscheidet sich offenbar allein danach, wer über die größte Lobby verfügt. Und das sind bei Geschlechterfragen eben mit gewaltigem Abstand die Feministinnen. Die "Grenzen des rechtlich und moralisch Hinnehmbaren" haben da längst ihre Bedeutung verloren.

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Montag, September 14, 2009

FOCUS: "Im Zweifel gegen den Mann"

Faktisch ist die Emanzipation beendet, Frauen haben sogar auf vielen Gebieten die Männer überholt. Dennoch reißt die Klage über Frauenunterdrückung nicht ab – ein sicheres Mittel der Machtausübung.


Mit diesem Teaser eröffnet heute die Titelgeschichte des Leitmediums FOCUS – eine Titelgeschichte, die zeigt, dass unsere langjährige Recherche und das Zusammenstellen der gewonnenen Informationen allmählich Früchte trägt. "Weiblichkeit wird prämiert, Männlichkeit diskriminiert" findet sich im Kopf dieses Beitrags auch ein Zitat des Professors für Medienphilosophie Norbert Bolz.

"Fakten, Fakten, Fakten" ist bekanntlich das Motto des FOCUS, und auch dieser insgesamt 13 Seiten umfassende Beitrag ist in erster Linie ein Faktenbombardement. Stellenweise liest er sich wie ein Konzentrat der letzten Jahre Genderama. Zu den behandelten Aspekten gehören beispielsweise:

- männerfeindliche Reklame, etwa von ARD-Chef Volker Herres und der Versicherungsgruppe Cosmos Direkt
- die Bildungsbenachteiligung der Jungen (schlechtere Noten für gleiche Leistungen)
- einseitige Förderung nur der Migrantinnen
- die schlechtere Position von Männern auf dem Arbeitsmarkt (mehr Arbeitslose, die schlechteren Jobs, immer häufiger auch weniger Gehalt als Frauen)
- die einseitige Frauenbevorzugung in der Wirtschaft und an Hochschulen (etwa wenn Professorenstellen bevorzugt an Frauen vergeben werden)
- die Benachteiligung von Männern im Gesundheitswesen
- die männerfeindliche Rechtsprechung insbesondere bei Sorgerechtsprozessen
- das sexistische Gender Mainstreaming und vergleichbare Maßnahmen bis hinein ins Weiße Haus
- die staatliche Frauenförderlobby als hochlukrative, milliardenschwere Industrie
- darunter die Förderung von Gruppen wie BIG mit 250.000 Euro pro Jahr (!) für evidenzfreie Parolen aus der Steinzeit des Feminismus ("häusliche Gewalt wird fast ausschließlich von Männern ausgeübt")
- die fehlende finanzielle Unterstützung von seriöser Forschung wie der des Sozialwissenschaftlers Hans-Joachim Lenz, der unter anderem herausfand, dass 26,8 Prozent aller befragten Männer bereits Gewalt von ihrer Partnerin erlebt hatten
- das Ergebnis einer Umfrage auf "Welt"-Online, bei dem 67 Prozent befanden, dass heute viel eher Männer als Frauen benachteiligt würden
- die politische Arbeit von Männerrechtlern wie MANNdat, des Väteraufbruchs für Kinder und der Autoren von "Befreiungsbewegung für Männer"
- wie das Bundesfamilienministerium die irreführende Behauptung, Frauen erhielten für gleiche Arbeit weniger Lohn, nach dem Protest von Männerrechtlern klammheimlich von seiner Website entfernte.

In einem mehrseitigen Interview versucht Frauenministerin Ursula von der Leyen zwar einige Vorwürfe zurückzuweisen und zu relativieren, zeigt aber immerhin verbale Aufgeschlossenheit für den Unmut der wachsenden Männerbewegung. (Dass ich dieser Person inzwischen kein Wort mehr glaube, zwei Wochen vor der Wahl schon gar nicht, brauche ich wohl nicht eigens zu erwähnen.)

Alles in allem müssten diese Artikel viele Leute aufrütteln, für die "Männerdiskriminierung" ein völlig neues Thema ist und die zugunsten der erwähnten milliardenschweren Frauenindustrie ja auch gezielt dumm gehalten werden.

Die Autoren dieser FOCUS-Titelgeschichte sind Michael Klonovsky, Alexander Wendt und Ulrike Plewnia. Die Redaktion freut sich bestimmt über Leserbriefe an leserbriefe@focus-magazin.de. Auch hier gilt: Protestierende Feministinnen melden sich bestimmt – und wir wollen doch weitere Artikel dieser Art. :-)

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Montag, August 03, 2009

Lesermail (Jungenförderung)

Zu dem auf Genderama verlinkten Beitrag zum Artikel "Sind Jungs gut, wenn sie sich wie Mädchen verhalten?" aus der Ärztezeitung vom 29.07.2009 erreicht mich eine Lesermail des MANNdat-Vorsitzenden Dr. Bruno Köhler:

Der Überschrift des Artikels, kann ich voll und ganz zustimmen. Die Jungenarbeit, wie sie sich im Zeichen eines „Neue Wege für Jungs“ zunehmend etabliert, ist weniger eine Jungenförderung als eine Jungenumerziehung im profeministisch-ideologischen Sinn. Es ist deshalb wichtig, dass Schule und Gesellschaft Jungen als Jungen akzeptieren und respektieren und dass Schule und Gesellschaft jungengerechter werden.

Aber darum geht es in dem Artikel aus der Ärztezeitung gar nicht. Vielmehr wird die zunehmende Nutzung z.B. ergotherapeutischer Maßnahmen für Jungen kritisiert. Der Autor hat zwar Recht, wenn er darlegt, dass sich Jungen tendenziell langsamer im Bereich Motorik und Sprachfähigkeit entwickeln. Das Problem ist aber, dass dies die Schule nicht im Geringsten interessiert. Wenn es um die Notengebung geht, werden diese biologischen Rahmenbedingungen, für die die Jungen ja nichts können, nicht berücksichtigt. Fast 60% der Jungen haben zum Zeitpunkt der Einschulung in mindestens einer der schulischen Kompetenzen wie Sprachfähigkeit oder Motorik erhebliche Defizite. Wenn die Bildungspolitik schon Jungen in einem Alter in die Schule schickt in dem sie noch nicht schulreif sind, sollte sie sich zumindest um diese kümmern. Es ist zudem schon recht seltsam, dass die Unterschiede zwischen den Geschlechtern immer nur dann betont werden, wenn es zum Nachteil der Jungen ist.

Die Kritik des Autors an der rasch anwachsenden Medikamentierung von ADHS-Kindern – vorrangig Jungen – kann ich unterstützen. Aber hier handelt es sich um ein gesundheitspolitisches Versagen. Es gibt – gerade auch im Hinblick auf die Verwendung von Psychopharmaka – keine unabhängige, staatlich initiierte umfassende und abschließende Studie zu ADHS. Die Broschüre der BZgA zu ADHS, derzeit immer noch Stand Oktober 2006, kann als einzigen „Erfolg“ ihrer „Bemühungen“ auf das Eckpunktepapier der Konsensuskonferenz des Bundesgesundheitsministeriums aus dem Jahr 2002 verweisen, das von Allgemeinplätzen und Grundsätzlichem gekennzeichnet ist und die von der Realität, wie sie in der Kinderarztpraxen bei ADHS vorzufinden ist, Lichtjahre entfernt zu sein scheint. Eltern von ADHS-Kindern, die nach Hilfe bei der Frage nach der Medikamentierung suchen, landen über kurz oder lang bei Aussagen von Pharmafirmen. Was sollen Eltern tun, wenn man sie nur vor die Wahl stellt, seinem Kind entweder Psychopharmaka zu geben oder es auf die Verliererstraße zu schicken?

Dass der Staat ebenso tatenlos dieser Entwicklung zusehen würde, wenn 90% der mit Psychopharmaka behandelten ADHS-Kinder nicht Jungs sondern Mädchen wären, ist sehr unwahrscheinlich. Wahrscheinlich würde man sogar reine Mädchenförderprogramme dafür entwickeln. Es würde mich auch nicht wundern, wenn demnächst eine spezielle Studie „ADHS bei Mädchen“ veröffentlicht würde, um den „speziellen Bedürfnissen der Mädchen“ bei ADHS gerecht zu werden.

Am Ende des Artikels wird die eigentliche Intention des Autors deutlich. Diese Jungenförderung würde das Gesundheitswesen über Gebühr strapazieren. Das ist lächerlich angesichts der Tatsache, dass die Wenigerleistung im Gesundheitswesen für Jungen und Männer gegenüber Frauen und Mädchen jährlich etwa 30 Milliarden € ausmacht (Leistungen für Schwangerschaft und Geburt bereits abgezogen), wie es das Statistische Bundesamt belegt. Jetzt soll den Jungen ausgerechnet noch das bisschen Jungenförderung weggenommen werden, das ihnen zusteht?

Bei der Nutzung von ergotherapeutischen oder logopädischen Angeboten geht es nicht darum, Jungen zu Mädchen zu machen, sondern darum, ein klein wenig die massive, politisch durchaus bewusst kalkulierte Vernachlässigung staatlicher Jungenförderung auszugleichen.

Man darf nicht vergessen: Eltern sind die einzige Lobby, die Jungen haben. Die Politik interessiert sich für die Jungs nicht. Und ich empfehle allen Eltern, die ihnen zur Verfügung stehenden Angebote intensiv zu nutzen, um ihre Söhne in einem nicht sehr jungengerechten Bildungswesen zu unterstützen. Es darf nicht sein, dass man an den Jungen spart, während man erwachsenen, selbstständigen Frauen jährlich immer neue Förderungen finanziert. Die Jugendpolitik, die sich eigentlich auch für Jungen einsetzen sollte, ist für Jungen keine Hilfe. Im Gegenteil, sie ja gerade die treiben Kraft bei der Ausgrenzung von Jungen (siehe Zukunftstag nur für Mädchen). Die Politik interessiert sich nur für die Frauenquote. Und je mehr Jungs den Bach runter gehen, desto besser ist es für die Frauenquote. So einfach ist das.

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Mittwoch, Juni 24, 2009

"Eine Bereicherung der geschlechterpolitischen Diskussion"

MANNdat hat eine ausführliche Rezension des Buches "Befreiungsbewegung für Männer" online gestellt: Sie enthält Lob, aber auch Kritik.

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Donnerstag, Juni 04, 2009

Europawahl: Vorsicht bei der Familienpartei

Ich hatte hier ja kürzlich schon erwähnt, dass ich mich bei der Europawahl für die Piratenpartei entscheiden werde, weil mir die Freiheit des Internets wichtig ist. (Männerpolitisch glänzt keine der zur Wahl stehenden Parteien.) In die engere Auswahl war zuvor allerdings auch die Familienpartei gekommen. Heute Abend warnt MANNdat davor, sich blindlings für diese Partei zu entscheiden: Lest selbst.

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Donnerstag, April 09, 2009

FAZ: "Wir müssen die Jungs wieder lieben lernen"

Mütter und Väter von Jungs, Lehrerinnen und Lehrer wissen, wovon die Rede ist, dass am allerwenigsten ein Kampf der Geschlechter weiterführt, den der Feminismus zum unbestrittenen Vorteil der Mädchen gewonnen hat. Woran so lange nichts Falsches ist, solange der Streit um Chancengleichheit diese auch wirklich hervorbringt. Darüber aber sind wir hinaus. Nur zehn Prozent der Lehrer an Grundschulen sind Männer, auch an den weiterführenden Schulen sucht man sie längst mit der Lupe, Schulbücher handeln von starken Mädchen und von Jungens, die kochen und stricken, in Deutscharbeiten geht es um Backrezepte, und im Sportunterricht wird gejazzdanct. Es gibt den „Girls Day“, aber keinen „Boys Day“ und vor allem - es gibt die Jobs nicht mehr, die Jungen anstreben. Dafür gibt es schlechtere Noten bei gleichen Leistungen, denn das Verhalten wird immer mitbenotet. Das hält kein Junge aus.


Den vollständigen Artikel, mit dem die Frankfurter Allgemeine gestern den Film "Jungs auf der Kippe" vorstellte, findet man jetzt auch online.

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Mittwoch, April 08, 2009

Vorpremiere von "Jungs auf der Kippe" kein reines Vergnügen

Am Montag hatte die Dokumentation "Jungs auf der Kippe", die heute abend vom SWR ausgestrahlt werden wird, eine Art Vorpremiere in Mannheim. Wie diese verlaufen ist, berichtet Christine ausführlich in ihrem FemokratieBlog.

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Sonntag, April 05, 2009

MANNdat-Doku hat Vorpremiere in Mannheim

Der unter Mitwirkung von MANNdat entstandene und hier bereits angekündigte Film "Jungs auf der Kippe" wird nächsten Mittwoch, dem 8. April, um 20:15 Uhr im dritten Programm des SWR gezeigt und hat am Montagnachmittag eine Vorpremiere im Mannheimer CinemaxX. Etwas bizarr: Der Beitrag kann offenbar nicht gezeigt werden, ohne dass eine Frauenbeauftragte als Aufpasserin dazu gebeten wird. Alles Nähere verrät Christine in ihrem Femokratieblog.

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Samstag, April 04, 2009

Eugen Maus erklärt Gender Mainstreaming

Wie ist es einer "hauchdünnen Funktionärsschicht" (so Bettina Röhl) gelungen, die feministische Ideologie an sämtlichen sonst üblichen demokratischen Prozessen vorbei zur obersten Staatsdoktrin zu machen? Das erklärt der MANNdat-Vorsitzende Dr. Eugen Maus in einem kurzen, auch für Laien gut lesbaren, aber nichtsdestoweniger erkenntnisbringenden Beitrag des Büchleins "Der Staat als Super Super Nanny", herausgegeben von der liberalen Friedrich-Naumann-Stiftung. Und das Beste: Das Büchlein kann hier problem- und kostenlos bestellt werden - sowohl als pdf wie auch als Druckwerk, um seinen Inhalt sodann weiter unters Volk zu bringen. Leichter kann man es all jenen nicht machen, die an Demokratie, Freiheit und Gleichberechtigung auch für Männer interessiert sind.

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Montag, März 16, 2009

SWR-Sendung "Jungs auf der Kippe" auf 8. April verschoben

Die unter Mitwirkung von MANNdat gedrehte SWR-Sendung "betrifft: Jungs auf der Kippe - Die neuen Sorgenkinder der Nation", die letzte Woche wegen einer Sondersendung zum Amoklauf ausfallen musste, wird nun am 8. April 2009 um 20.15 Uhr zu sehen sein. Dies teilte mir der SWR gerade per Mail mit.

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Donnerstag, März 12, 2009

Lesermail (Amoklauf)

Zum Amoklauf in Winnenden erreichte mich eine ganze Reihe von Zuschriften, von denen ich hier einige veröffentlichen möchte. Da die Einschätzungen ohnehin schon sehr unterschiedlich ausfallen, möchte ich sie nicht noch zusätzlich kommentieren; mein eigener Standpunkt dürfte bereits klar geworden sein.

G.K. ist nicht damit einverstanden, wie ich das Thema auf Genderama behandele:

Seit geraumer Zeit lese ich in Ihrem Blog mit, kann vieles teilen, mich an manchen Beiträgen reiben - ein gutes Blog eben. Wie Sie den Amoklauf von Winnenden allerdings benutzen und in ein nur noch aus "Jungenkrise" bestehendes Weltbild pressen, das finde ich unerträglich. Über irgendwelche Motive wurden bisher noch nicht einmal Spekulationen laut, Deutschland ist im Schockzustand. Und Sie argumentieren fröhlich nach dem Motto: "War ja nur eine Frage der Zeit, dass einer ausrastet und mit der Waffe aufmuckt gegen das Matriarchat in unserer Gesellschaft und an unseren Schulen!"


M.H. schreibt mir:

Ich habe gerade die aktuelle Ausgabe der Abendzeitung (hier in München) gesehen:"Er hasste Mädchen" - "17 jähriger tötet 15 Menschen, davon 8 Mädchen" Ich frage mich wirklich: Was soll das? Lese ich sonst irgendwo "Er hasste Männer"? Das alles sofort auf die Hass-gegen-Frauen-Schiene gebracht werden muss, nervt unheimlich. So schlimm die Tat auch ist: Stellt sich niemand die Frage nach dem Warum? Ich weiß noch aus meiner Schulzeit, dass die Mädchen mich damals mehr gemobbt und fertig gemacht haben als die Jungen. Aber das kann ja nicht sein ... Mädchen sind ja Engel und unschuldig und überhaupt. Um es einmal ganz sarkastisch auszudrücken: Jetzt haben "die Guten" doch ihre Gleichberechtigung, was die Opfer angeht.


W.W. macht mich auf eine Passage aus einem BILD-Artikel aufmerksam:

Ein Nachbar zu BILD: „Manchmal traf ich Tim im Park. Er hat sich bei mir immer wieder über eine Lehrerin beklagt. Sie mobbe ihn andauernd und drohe ihm, wenn er so weitermache, lande er bei der Müllabfuhr. Er hat sie regelrecht gehasst, wie Frauen allgemein.“


R.N. beschäftigt sich mit der geschlechterspezifischen Darstellung von Trauer in den Medien:

Die eigene Art von Männern, mit ihren Gefühlen umzugehen, wird ja gern als eine „Unfähigkeit“ ausgelegt und auch in den Medien so beschrieben. (Tonart: „Die Mädchen weinen und umarmen, die Jungen schweigen, können damit nicht umgehen …“).

Es mag ein rein subjektiver Eindruck von mir sein, aber die folgende Passage aus diesem Zeit-Artikel fiel mir beim Lesen positiv auf, weil darin den Jungen ihre Art des Gefühlsausdrucks (respektvoll) gelassen wird. Es spricht Bände, das einem die Respektierung der männlichen Art der Gefühlsbewältigung schon auffällt:

„Die Jugendlichen in der Kleinstadt kennen sich, wissen, wer dabei war oder enge Freunde verloren hat. Ein Mädchen hat die Tat miterlebt, neben ihr starb eine Freundin. Immer wieder sagt sie ihren Namen, immer wieder erzählt sie, dass sie tot ist. Die jungen Männer trauern auf ihre Weise. Ein Händedruck im Vorbeigehen, eine Berührung an der Schulter, das ist ihre Art sich beizustehen. Kurz vor Beginn des Gottesdienstes zeigt sich zum ersten Mal der Frust. Einige wollen, dass die Kameras endlich verschwinden und legen sich mit Journalisten an.“

Eine Winzigkeit vielleicht nur, aber erfreulich in meinen Augen.


Nach Dr. Bruno Köhler haben sich auch die beiden anderen Vorstandsmitglieder von MANNdat inzwischen zu dem Amoklauf geäußert:

Statement von Dr. Eugen Maus

Statement von Frank Langenfeld

Auch diesen Kommentar zum Verhalten der Teilnehmer einer SWR-Call-in-Sondersendung zum Amoklauf finde ich erwähnenswert.

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Mittwoch, März 11, 2009

Wegen Amoklauf: Sendung über die Jungenkrise fällt heute aus

Aufgrund von Sondersendungen zum Amoklauf von heute Morgen nimmt der SWR die für heute Abend geplante Sendung über die Jungenkrise aus dem Programm.

Diese Entscheidung kommentiert der MANNdat-Vorsitzende Dr. Bruno Köhler mit den Worten: "Da hat man nicht verstanden, dass in dem Film die Ursachen auch für solche Extreme beschrieben werden." Worauf der Buchautor Wolfgang A. Gogolin einwendet: "Ich vermute, genau das hat man recht genau verstanden und hat wenig Interesse, es zu senden. Die denkbaren Ursachen dürften der machthabenden feministischen Fraktion kaum schmecken." In der Tat: Ausgerechnet an einem Tag, an dem ein Junge Amok gelaufen ist, zur Hauptsendezeit auf die einseitige Mädchenzuwendung an unseren Schulen hinzuweisen, das wäre für die Feministinnen ein medialer GAU gewesen. Die Leute könnten heute ja aufgerüttelt genug sein, um endlich Konsequenzen einzufordern.

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TV-Erinnerung: Heute SWR-Sendung zur Jungenkrise

Näheres habe ich ja hier schon berichtet.

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Donnerstag, März 05, 2009

TV-Hinweis: SWR-Sendung "Jungs auf der Kippe" (unter Mitwirkung von MANNdat)

Schon vor einigen Tagen erreichte mich eine Pressemitteilung des SWR über eine Sendung, die nächsten Mittwoch, dem 11. März, um 20:15 Uhr ausgestrahlt wird: "Jungs auf der Kippe. Die neuen Sorgenkinder der Nation". In dieser Pressemitteilung heißt es (von mir gekürzt, der Text ist sehr lang):

(…) "Jungs in Not", "Jungs - das neue schwache Geschlecht", "Die Jungenkatastrophe" oder gar "Junge Männer: Exempel des Bösen": nur ein paar Schlagzeilen aus den vergangenen Jahren, die ein gravierendes Problem benennen.

Jungs sind die neuen Sorgenkinder, die Verlierer, vor allem auf dem Arbeitsmarkt - unaufhaltsam ziehen die Mädchen an ihnen vorbei. Während die unzähligen "Gleichstellungsbeauftragten" in Behörden und Unternehmen suggerieren, dass Mädchen und Frauen noch immer diskriminiert seien, liegen die Dinge im Bildungsbereich gerade umgekehrt: Dort sind die Jungen deutlich benachteiligt.

- 11 Prozent aller Jungs scheitern mit ihrem Schulabschluss.

- Im unteren Drittel der Gesellschaft ist die Situation sogar dramatisch: ein Fünftel aller jungen Männer im Bundesgebiet sind heute auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar!

- Junge Männer haben doppelt so häufig wie Mädchen überhaupt keinen Schulabschluss (zwölf Prozent), ein Drittel gilt bereits im Alter von zehn Jahren als funktionale Analphabeten.

Gleichzeitig feiert die Politik jedes Jahr mit Tausenden von "Girls Days" (Zukunftstagen für Mädchen) die Öffnung der letzten klassischen Männerberufe für Mädchen. Die Forderung nach "Boys Days", also Zukunftstagen für Jungs, verhallt bisher ungehört.

"Betrifft" fragt nach den Ursachen für die dramatische Vernachlässigung des bislang angeblich so starken Geschlechts: Ist die zunehmende Auflösung der Familie daran schuld?

Ist es die "Feminisierung des Alltags", die für viele Jungen keine Vorbilder bereit hält - also zerbrochene Familien, "abwesende Väter" und ein Erziehungsumfeld, das vom Kindergarten bis zum Schulabschluss überwiegend aus Frauen besteht? Oder sind es die Gene, die Jungs zu einem aggressiveren und selbst zerstörerischen Verhalten drängen? Ist also das Testosteron, "die Biologie des jungen Männchens", an allem schuld?

(…) Das Fehlen einer politischen Lobby für gezielte Jungenförderung prangern Mitglieder der geschlechterpolitischen Initiative MANNdat an, ein Verein, der sich als Anwalt der Jungeninteressen versteht.

Die einzige staatlich geförderte Aktion für Jungs bislang ist „Kicken und Lesen“: ein Projekt der Landesstiftung Baden-Württemberg, das vom Bundesligaverein VfB Stuttgart unterstützt wird. Hier äußern sich Prominente wie Nationalspieler Thomas Hitzlsperger, der Vorstand des VfB und Ministerpräsident Öttinger. (…)


Für diese Sendung machte ein SWR-Team Aufnahmen von einer Versammlung von MANNdat und interviewte einzelne Mitglieder. Wer also wissen möchte, was das außer Eugen Maus, der schon öfter im TV zu sehen war, für Leute sind, die sich so stark für Jungen und Männer engagieren, erhält hier eine Gelegenheit.

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Sonntag, März 01, 2009

WDR fragt: Ist aus Frauenförderung Männerbenachteiligung geworden?

Allmählich fällt es den Medien immer schwerer zu übersehen, dass sich in der Bevölkerung ein … gewisser Unmut breit macht. Deshalb durfte in dieser Sendung Eugen Maus als Vorsitzender von MANNdat gegen zwei Feministinnen antreten, hatte diesmal aber wenigstens nicht auch noch die Moderation auf der Gegenseite. Einen partiellen Mitschnitt der Debatte gibt es hier bei Christine.

Nachtrag vom Dienstag: Auch die erste Hälfte des Gesprächs steht inzwischen bei Christine online.

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Samstag, Februar 14, 2009

Konfetti! Champagner! Tusch!

MANNdat wird heute fünf Jahre alt.

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Mittwoch, Januar 21, 2009

23. Januar Killed-at-Work-Day

Am 23. Januar 2009 ruft MANNdat erstmals den sogenannten "Killed-at-Work-Day" aus, um die Öffentlichkeit auf einen fast unbekannten Tatbestand aufmerksam zu machen: Laut einer Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung entfielen im Zeitraum zwischen 1991 und 2007 stolze 93,8 Prozent aller tödlichen Arbeitsunfälle auf Männer. Der 23. Januar ist der Tag, ab dem – statistisch gesehen – der Frauenanteil der Arbeitsunfälle mit Todesfolge erreicht wird. Für den Rest des Jahres müssten sich alle Männer frei nehmen, um rechnerisch einmal den Frauen das gleiche Gefährdungspotenzial zu überlassen.


Näheres erfährt man aus der aktuellen Pressemitteilung von … Moment, wo hab ich jetzt die Buntstifte? … MANNdat.

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Mittwoch, Januar 07, 2009

"Welt"-Artikel erwähnt MANNdat

Siehe hier zum Thema "Jungen und Schule".

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Montag, Januar 05, 2009

"Der Beitrag von Herrn Gesterkamp ist kontraproduktiv"

Vor einigen Monaten berichtete ich hier über einen taz-Artikel, mit dem Thomas Gesterkamp versucht hatte, die Männerrechtsbewegung in eine rechte Ecke zu schreiben. Offenbar erschien ein Gesterkamp-Artikel mit derselben Ausrichtung in der politischen Männerzeitschrift Switchboard (siehe auch hier - mit dem üblichen Caveat gegen die Wikipedia als Quelle).

Jetzt erklärt ein Leserbrief, den "Switchboard" ebenfalls veröffentlichte, warum Unterstellungen wie die von Thomas Gesterkamp nicht nur Ergebnis schlampiger Recherche sind, sondern darüber hinaus dem Kampf gegen echten Rechtsradikalismus schaden.

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Donnerstag, Dezember 11, 2008

Richtig spenden – aber wie?

Die Männerrechtsgruppe MANNdat gibt hier wichtige Hinweise, wie man mit einer Spende Gutes tun kann, ohne zugleich auch Sexismus zu Lasten von Männern zu fördern.

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