Montag, September 21, 2009

"Jungen - raus aus dem Abseits!"

Dass Jungen anders sind als Mädchen, ist kein Geheimnis. Dass sie mittlerweile zu den Verlierern in vielen Bereichen der Gesellschaft gehören, ist besorgniserregend. "Während 36 Prozent der Mädchen ihr Abitur schaffen, gelingt dies nur 28 Prozent der Jungs", schreibt der Journalist Arne Hoffmann in seinem aktuellen Buch "Rettet unsere Söhne". Gelten Mädchen als wortgewandter, ruhig und fleißig, wollen sich Jungen ständig miteinander messen.


RP-Online berichtet.

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Montag, September 07, 2009

P.T.-Magazin: Leserbriefe sind online

Die Leserbriefe zu dem Artikel des P.T.-Magazins zu "Rettet unsere Söhne" stehen inzwischen online. Insbesondere die Reaktionen der Leser, die den Artikel nicht mochten (Frauenbeauftragte und andere), sind aufschlussreich - und verraten, warum viele Journalisten vor solchen Beiträgen in der Regel zurückscheuen. Haben Männer jemals auf vergleichbare Weise reagiert, wenn ein Magazin einen Artikel über die Probleme und Benachteiligungen von Mädchen und Frauen brachte?

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Freitag, August 07, 2009

Jesus.de entdeckt "Rettet unsere Söhne"

Auch auf der christlichen Website Jesus.de findet man inzwischen eine Besprechung meines Buches zur Jungenkrise.

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Donnerstag, Mai 28, 2009

Konrad-Adenauer-Stiftung: Ein Männeraufbruch ist überfällig!

Vom 3. bis 5. Juli findet in Mainz ein Wochenendseminar der Konrad-Adenauer-Stiftung statt, das überschrieben ist mit Familien brauchen selbstbewusste Väter: Ein Männeraufbruch ist überfällig!

Wie man der verlinkten Einladung entnehmen kann, werden unter anderem Dr. Burkhard Engel, Dr. Wolfgang Bergmann, Jürgen Liminski, Dr. Karin Jäckel, Beate Kricheldorf, Prof. Dr. Matthias Franz, Robin Alexander, Hartmut Steeb, Eckhard Kuhla und Karl-Heinz B. van Lier anwesend sein. Mit mir selbst gibt es ein Gespräch zum Thema "Rettet unsere Söhne".

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Montag, Mai 18, 2009

"Rettet unsere Söhne" auf dem Campus

Eines der Titelthemen der diese Woche erscheinenden neuen Ausgabe der Studentenzeitschrift Unicompact (online steht noch die alte Ausgabe) lautet "Männer. Das benachteiligte Geschlecht?"

Seite 4 der Zeitschrift nimmt ein Interview ein, das Unicompact-Redakteurin Sophia Druwe mit mir über mein Buch "Rettet unsere Söhne" geführt hat. In dem Interview, das demnächst auch auf Academic World veröffentlicht wird, weise ich unter anderem auf MANNdat hin; die Redaktion der Zeitschrift nennt darüber hinaus Genderama als Materialsammlung über die Benachteiligung von Männern in unserer Gesellschaft. (Ein herzliches Willkommen an alle neuen Leser!) Unicompact liegt an allen Universitäten kostenlos und stapelweise zum problemlosen Mitnehmen aus.

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Samstag, Mai 02, 2009

Deutschlandradio: Wohin geht es nach dem Feminismus?

In der Sendung "Lesart" auf Deutschlandradio Kultur besprachen gestern Mittag die kritische Feministin, Paartherapeutin und Pädagogin Astrid von Friesen und der Männerrechtler Paul-Hermann Gruner die beiden Bücher "Rettet unsere Söhne" und "Befreiungsbewegung für Männer".

Hier findet man die MP3 des Beitrags zum Anhören; vermutlich erscheint die Sendung demnächst auch in verschriftlicher Form auf der Website des Deutschlandradios. Der Niveauunterschied zu bestimmten ARD-Vorabend-Sendungen wird rasch deutlich: Für so etwas wie den Beitrag im Deutschlandradio würde man seine Gebühren sehr gerne zahlen. Zwar macht eine Schwalbe noch keinen Sommer – aber oft genug kündigt sie ihn an.

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Donnerstag, April 30, 2009

"Wie aus kleinen Helden echte Kerle werden"

Jungen sind die neuen Sorgenkinder. Waren es früher die Mädchen, die in vielen Bereichen benachteiligt waren und besondere Förderung brauchten, gelten heute eher die Jungs als das «schwache Geschlecht». Dabei sind Jungen heute nicht unbedingt anders als früher. Der Erziehungsstil ist es, der sich gewandelt hat.


In dem Artikel steht eigentlich für Genderama-Leser nichts Neues drin. Ich verlinke ihn aus purer Eitelkeit, weil darunter auch mein neues Buch empfohlen wird. :-)

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Montag, April 27, 2009

Sind unsere Jungen noch zu retten?

Inzwischen gibt es fast schon eine eigene Pädagogik-Gattung: Bücher, die sich mit den benachteiligten Jungen in unserem Bildungswesen beschäftigen. Jedes Buch ist eine Auflistung der sich immer weiter verschlechternden Bildungslage der Jungen, wie ein Aufschrei, endlich etwas zur Verbesserung der schulischen und menschlichen Situation der männlichen Jugendlichen zu tun, aber ein Aufschrei, der ungehört verhallt.


Hier geht es weiter.

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Dienstag, April 14, 2009

Freitag: "Bitte kein Genderama!"

Katrin Rönicke, eine Rezensentin der Wochenzeitung "Freitag", ist von "Rettet unsere Söhne" alles andere als angetan – mir fehle nämlich "das nötige Gender-Bewusstsein":

Das Buch „Rettet unsere Söhne – wie den Jungs die Zukunft verbaut wird und was wir dagegen tun können“ von Arne Hoffmann ist kurz zusammengefasst: Viel Halbwissen, das um eine gute Portion gefühlten Dreiviertelwissens ergänzt, zu einer ganz besonderen Melange aus guten Gedanken und absurdem Mist wurde.


Hier geht es weiter.

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Montag, April 06, 2009

Nach Winnenden: Jugendamt entwaffnet Ritterspektakel

Es ist wirklich unfassbar, was hierzulande mittlerweile abgeht:

Kinder von sieben bis zwölf Jahren sollten Handy, MP3-Player und Gameboy zu Hause lassen und in die Welt des Mittelalters eintauchen. Ein buntes Treiben in altertümlichen Gewändern war geplant, ein so genanntes LARP. Das Kürzel steht für
„Live Adventure Role Play”. Bei solchen Rollenspielen versetzen sich die Teilnehmer in Fantasiegestalten und tauchen ein in eine Abenteuerwelt.

„Weg vom Computer, raus in die Natur”, hieß in Hombruch die Devise. Pädagogische Ziele: die Entwicklung von Kreativität und Gemeinschaftssinn. Stilecht – mit edlen Rittern, fiesen Schurken, Magiern, Waldwesen und schönen Prinzessinnen. Ein Hauch von König Artus: Rustikales Lagerfeuer-Ambiente, samt Bogenschießen und Schwertkampf, letzterer mit Schaumstoffwaffen.

Genau diese Einlagen sind dem Jugendamt nicht geheuer. Die Folge: „'Tremonias Erben' liegen auf Eis”, so Elisabeth Hoppe. Ihre Bedenken gehen „in Richtung Gewaltprävention”. Das Konzept müsse überarbeitet werden. „Den Schwertkampf müssen wir noch mal unter die Lupe nehmen.”


Wird nicht lange dauern, und Deutschlands Behörden verbieten unseren Jungen alles, was ihnen irgendwie Spaß machen könnte. Um sich dann zu wundern, dass dieselben Jungen immer frustrierter und aggressiver werden.

Der Westen berichtet ausführlich und mit vielen Leserkommentaren.

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DKP empört: zu viele männerfreundliche Bücher

Die Deutsche Kommunistische Partei ist bereits über die im Vergleich zu feministischen Titeln sehr überschaubare Zahl männerpolitischer Bücher alles andere als begeistert. Die Männerrechtsbewegung, so Julia Sastra, ist nämlich ein U-Boot des Kapitalismus:

Alle Bücher verfolgen dasselbe Ziel: Die Diskreditierung aufklärerischer, emanzipatorischer und feministischer Ideen, Errungenschaften und Forderungen, um eigene Privilegien zu sichern und auszubauen. Während die Autorinnen dafür Gleichberechtigung gern als Privatsache vorführen, anstatt als Daseinsform, die grundlegend andere gesellschaftliche Verhältnisse erfordert, erfanden Autoren die "Männerkrise", um gegen eine brutal "feminisierte Gesellschaft" vorzugehen, die sie zu Opfern macht. Respektive zu Schweinen und Ungeziefer. (…) Natürlich häuft sich das kühl kalkulierte Wolfsgeheul nicht zufällig gerade jetzt: Phasen verschärfter Verteilungskämpfe um Arbeitsplätze und massive Streichungen im Bildungs-, Sozial-, und Gesundheitsbereich sind Phasen konservativer Geschlechterpolitik. In ihnen werden errungene feministische Positionen als "politisch korrekter" Nonsens lächerlich gemacht und als überzogene Paragraphenreiterei entlarvt, um Frauen daran zu erinnern, was ihre "natürlichen" Aufgaben sind. (…) Je häufiger die Ideologieproduzenten die "Männerkrise" beschwören und als Ursache nicht das kapitalistische Wirtschaftssystem und dessen unmenschliche Zwänge nennen, sondern auf Gleichberechtigung bestehende Frauen, desto schneller verlieren diese und ihre Vorstellungen in der Öffentlichkeit an Sympathie.


Es wäre nett gewesen, wenn Julia Sastra aus den von ihnen zitierten Büchern eine einzige Passage hätte zitieren können, wo die Autoren Frauen an ihre "natürlichen Aufgaben" erinnern wollten. Dazu hätte sie diese Bücher allerdings lesen müssen und nicht nur ihre Titel, Zusammenfassungen und FOCUS-Interviews. Bei der Lektüre hätte sie allerdings festgestellt, dass es solche Passagen darin nicht gibt. Sie hätte überdies bemerken müssen, dass alle die in ihrem Beitrag trotzig vorgebrachten Einwände in diesen Büchern eben nicht ignoriert, sondern ausführlich behandelt und widerlegt werden. Insofern muss man Verständnis dafür haben, dass Julia Sastra sich eine nähere Beschäftigung mit dem Thema ihres Beitrags erspart hat: Zuviel Beschäftigung mit der Realität macht einem die schönste kommunistische Ideologie kaputt.

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Donnerstag, April 02, 2009

Deutschlandradio rezensiert "Rettet unsere Söhne"

Zugegeben, irgendwann werde ich als Kopfzeile von Genderama wohl "Dauerwerbeblog" einblenden müssen, aber wenn die Medien eines meiner männerpolitischen Bücher wahrnehmen, freut mich das so, dass ich diese Freude gerne mit euch teilen möchte. Susanne Mack gelangt in ihrer Besprechung für Deutschlandradio zu dem Fazit:

Am Ende kann man dem Autor nur beipflichten. Hoffmanns Appell, die Jungen vor Bildungsfrust, Computersucht und sozialem Abstieg zu bewahren, kann leider nicht abgetan werden als private Panikmache eines gekränkten Machos. Der Autor malt manchmal schwarz-weiß, keine Frage. Aber das Buch lebt von soziologischem Faktenmaterial und ist schon deshalb von erheblicher politischer Brisanz.

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Donnerstag, März 26, 2009

"Deutschland, deine Söhne"

In der Zwischenzeit gibt es eine ganz neue Bewegung - den Maskulinismus. Beim ersten Lesen hat mich der Begriff ziemlich erheitert - aber bei jedem weiteren Mal, bei dem ich Genderama lese, frage ich mich, was an Schlagzeilen wie "Männer lassen Jungen im Stich" oder Parolen wie "Rettet unsere Söhne" wirklich dran ist. Sind Jungs in unserem Land die heimlich benachteiligte Gruppe? Geht es ihnen schlechter als den vermeintlich diskriminierten Mädchen? Und warum ist das so?


Susanne Reindke setzt sich auf den Seiten des "Freitag" mit der Jungenkrise (und meinem Blog) auseinander.

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Mittwoch, März 25, 2009

TV: "Kulturzeit" interviewt Wolfgang Bergmann und mich zur Benachteiligung von Jungen

Die 3sat-Sendung "Kulturzeit" vertritt normalerweise die Richtlinien der politischen (einschließlich feministischen) Korrektheit. Dem unbenommen soll heute Abend um 19:20 Uhr unter der Überschrift "Das benachteiligte Geschlecht" auch ein ca. sechsminütiger Beitrag zur Benachteiligung von Jungen als Folge eines überbordenden Feminismus ausgestrahlt werden. Für diesen Beitrag wurden bereits letzte Woche der Diplom-Pädagoge Wolfgang Bergmann und ich selbst interviewt.

Wer Wolfgang Bergmann noch nicht kennt, kann über dieses Video einen ersten Eindruck von ihm erhalten. Dort äußert sich Bergmann deutlich zu den, so seine Wortverwendung, "Skurillitäten" der Gender-Forschung und der Erziehung von Jungen an Kindergärten und Schulen.

Das Interview mit mir fand auf dem Campus der Mainzer Uni statt (ja, das ist die mit der berüchtigten Frauenbibliothek, die erst kürzlich in einem Männerforum wieder Thema war).

Ich bin gespannt, wie die "Kulturzeit" mit unseren Thesen umgehen wird. Erst letzte Woche erreichte mich folgende Mail von einem regelmäßigen "Kulturzeit"-Zuaschauer (und Genderama-Leser):

Die Anne Will-Sendung am Sonntag habe ich nicht gesehen. Allerdings wurde zu Beginn der Kulturzeit vom Montag ein Ausschnitt gezeigt und von der Moderatorin Tina Mendelsohn kommentiert. In dem Ausschnitt kam Hajo Schumacher zu Wort, der demzufolge die Situation von Jungen an deutschen Schulen angesprochen hatte. An den genauen Wortlaut des Kommentars kann ich mich nicht mehr erinnern, aber Frau Mendelsohn fragte dem Sinn nach hämisch "Sind also wir Frauen schuld daran, wenn Jungen Amok laufen, weil wir sie angeblich in der Schule schlechter behandeln und bewerten? Das erscheint doch sehr fragwürdig."


Jetzt bin ich natürlich gespannt, wie der heutige Sendebeitrag von der Moderation umrahmt werden wird. Die Zusammenarbeit mit dem "Kulturzeit"-Redakteur für das Interview lief jedenfalls sehr gut. So hatte er "Rettet unsere Söhne" vor unserem Gespräch wirklich gründlich gelesen und sich mehrere Seiten Notizen gemacht, die er gemeinsam mit mir durchging. Auch er hat einen 15jährigen Sohn.

Auch sonst bleibt 3sat am Thema: So wird es in der heute ab 18:30 Uhr ausgestrahlten Sendung "nano" einen Beitrag über benachteiligte Jungen geben, ab 00:35 Uhr geht es um die Situation insbesondere an Schweizer Schulen nach dem jüngsten Amoklauf (siehe hier) und morgen dreht sich die Sendung "scobel" um 21:00 Uhr um "Jungen – das neue schwache Geschlecht" (unter anderem mit Allan Guggenbühl als Gast).

Nachtrag am Nachmittag: Wer heute Abend nicht extra den Fernseher anwerfen will, für den steht der "Kulturzeit"-Beitrag mittlerweile auch online. Da der Text auf der Website in der Regel dicht am gesprochenen Text in der Sendung ist, bedeutet das wohl, dass mit Wolfgang Bergmann und mir einmal mehr ein längeres Interview geführt wurde, um dann ein bis zwei Sätze davon zu senden. Das ist aber bei Büchern zu anderen Themen auch so.

Nachtrag nach der Sendung: Ich sehe, diesmal war der Beitrag doch länger als der online gestellte Text - und kam sogar ohne jeden schnippischen Kommentar der Moderatorin aus.

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Montag, März 23, 2009

Münchner "Abendzeitung" interviewt mich zur Jungenkrise

Ich saß eigentlich schon im Feierabend und schaute Günter Jauch, als ich in einer Werbepause durch Postings im gelben Forum darauf aufmerksam gemacht wurde, dass eines der Interviews, die ich letzte Woche gegeben habe, mittlerweile online steht.

Bemerkenswert finde ich daran aus medienwissenschaftlicher Sicht, dass so ein Interview viel mehr ein Kunstprodukt ist als das dokumentarische Abbild eines Gesprächs, wie es sich die meisten Laien vorstellen dürften. Natürlich beginnt ein professionelles Interview nicht wirklich damit, dass die Journalistin dem Befragten ironisch ihr Beileid ausspricht; und wenn ich eh nur wenig Platz habe, um meine Thesen vorzustellen, gehe ich auch nicht auf Exotenfragen wie "Männerrollentrends zwischen Care Man und Lad" ein. Im Prinzip wurden für dieses Interview meine Aussagen am Telefon und Inhalte aus meinem Buch kombiniert. Das ist für mich aber weitgehend unproblematisch und deshalb habe ich die fertige Fassung dieses Interviews auch so abgenickt: Die "Abendzeitung" ist eine Boulevardzeitung, die Leute zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit lesen – da braucht man eher etwas Eingängiges, leicht Lesbares als intellektuelle Nüchternheit.

Die Journalistin, die mich interviewte, interessierte sich für das Thema, weil sie selbst einen 15jährigen Sohn hat. Das ist überhaupt etwas, was ich gerade auch im Bekanntenkreis erlebe: Frauen, die keinen Sohn haben, weisen es häufig weit von sich, auch nur darüber nachzudenken, ob Jungen bei uns benachteiligt sein könnten. Sobald Frauen aber Mütter eines Jungen sind, sieht das plötzlich ganz anders aus …

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"Salvad a nuestros hijos"

Vermutlich lief das über die katalanische Achse: Der "Welt-am-Sonntag"-Artikel "Rettet unsere Söhne" wurde jetzt auch ins Spanische übersetzt.

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Freitag, März 20, 2009

Astrid von Friesen äußert sich zur Jungenkrise

Auch die Erziehungswissenschaftlerin und Therapeutin Astrid von Friesen hat heute in einem MDR-Beitrag zur Jungenkrise Stellung bezogen:

Alles wiederholt sich: In den 60er- und 70er-Jahren kämpften besonders die West-Feministinnen dafür, dass die Mädchen bessere Chancen in den Schulen und Ausbildungen bekamen, dass genauso viele Mädchen wie Jungen Abitur und einen Hochschulabschluss machen. Es war ein harter Kampf mit staatlichen Förderungen auf vielen Ebenen, mit Mädchen-Programmen, Mädchen-Informationstagen, mit viel Geld und klugen Gedanken. Dieses Ziel haben wir nicht nur erreicht, sondern überreichlich erfüllt. Super, einerseits, nur leider auf Kosten der nächsten Opfer, andererseits.


Hier geht es weiter.

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Mittwoch, März 18, 2009

Wofür mein Buch zu früh erschien

Schon am Montag wurde der folgende Blogeintrag Ellen Kositzas online gestellt (man kommt ja derzeit nicht mal mehr zum Ego-Googeln):

Mit Arne Hoffmann habe ich ein paar Jahre lang gemeinsam in den Hörsälen des Mainzers Philosophicums studiert. Da kannte ich ihn noch nicht und wußte nichts von seinem (erfolglosen) Kampf, das Angebot der universitären Frauenbibiliothek zu nutzen. Kennengelernt habe ich Hoffmann erst über eines seiner mittlerweile etwa 30 Bücher, das Mammutwerk Sind Frauen die besseren Menschen? Der Mann ist als Autor ein wahres Phänomen, seine Belletristik, Ratgeber und Sachbücher zu wahrhaft „extrem“ unterschiedlichen Themen veröffentlicht er abwechselnd in Kleinst- wie in renommierten Großverlagen. Nun ist bei der Piper-Tochter Pendo sein jüngstes Werk erschienen, es heißt Rettet unsere Söhne und widmet sich der gemutmaßten gesellschaftlichen und schulischen Diskriminierung von Jungen.


Hier geht es mit interessanten Beobachtungen weiter.

Ellen Kositza schreibt übrigens generell sehr lesenswerte Beiträge, die man sich auf dem Sezessions-Blog dank des Autorenlabels erfreulicherweise direkt nacheinander durchlesen kann (siehe etwa hier zur Hetze in der aktuellen "Emma").

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Dienstag, März 17, 2009

Rechte sammeln junge Männer ein

Hunderte von Zeitungen berichten, ich zitiere mal die Financial Times Deutschland:

Erschreckender Befund: Rechtsextreme Einstellungen sind unter Jugendlichen weit verbreitet - vor allem Jungen sind anfällig für ausländerfeindliche Parolen. Die Anziehungskraft der demokratischen Parteien ist dagegen sehr gering.


Gut, dass ich nicht zu nervigen Kommentaren wie "Ich hab's ja gesagt" neige. :-/

Woran das bloß liegen könnte, dass die demokratischen Parteien für junge Männer nicht sehr anziehend sind ..?

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Freitag, März 13, 2009

Lesermail (Buchkritik)

Genderama-Leser Bernhard mailt mir zu meinem aktuellen Buch "Rettet unsere Söhne":

Als erstes fiel mir auf, daß das Buch relativ schlank ist, was ich sehr gut fand. Auch das Cover gefällt mir gut, obwohl es irgendwie etwas mainstreaming rüberkommt, anders als bei Deinen anderen Büchern.

Wie bei Dir gewohnt, wird das, was behauptet wird, auch belegt. Leider ist die Suche nach den Quellen hinten im Buch recht nervig, da die Quellen nicht fortlaufend numeriert sind, sondern nur jeweils innerhalb des jeweiligen Kapitels.

Äußerst prima fand ich, daß Du nicht nur auf die Benachteiligung von Jungen hinweist, sondern durchgehend auch auf die Benachteiligung von Männern. Jemand, der das Buch eigentlich nur kaufte, um sich über die Benachteiligung von Jungen zu informieren, wird so auch für die Benachteiligung von Männern sensibilisiert. Ein prima Schachzug, damit hatte ich nicht gerechnet.

Das Buch ist flüssig geschrieben, man kann es problemlos durchlesen. Inhaltlich ist alles drin, wobei dem regelmäßigen Genderama-Leser natürlich einige Passagen bekannt vorkommen. Höchst treffend fand ich auch die eingestreuten Zitate der Männer.

Folgende Ergänzungen hätte ich noch:

- Da Du auch auf PAS zu sprechen kommst, wäre ein Hinweis darauf angebracht gewesen, daß PAS in Deutschland offiziell ignoriert wird. Die Frauenministerin rät sogar den Anwalt einzuschalten, wenn eine Alleinerziehende mit PAS konfrontiert wird.

- Die Tätigkeit des Hausmanns wird im Buch recht negativ dargestellt, vermutlich zurecht, wenn man den entsprechenden Studien Glauben schenkt. Es wird jedoch vergessen, daß der Hausmann eine ganz neue Wahlfreiheit mit sich bringt. Als betreuender Hausmann hat man die Möglichkeit, quasi jederzeit aus einer Beziehung auszubrechen, als Hauptbezugsperson das Kind mitzunehmen und seine Unterhaltsansprüche geltend zu machen. Gerade wenn die Partnerin durch ihren Vollzeit-Ernährerjob vorzeitig altert, muß diese Möglichkeit nicht die schlechteste sein. ;-) Ansprüche sammeln, statt den Alleinverdiener zu geben, kann also auch ein attraktives Rollenmodell für Männer sein.

- Ein Widerspruch ist mir aufgefallen, als es um die Forderung nach mehr männlichem Personal im sozialen Bereich ging. Einerseits wird dies von Dir gefordert, hinten beim 10-Punkte-Plan, andererseits wird dies von Dir kritisiert, weil die Macherinnen von "Neue Wege für Jungs" dies den Jungs dort anbieten. Natürlich ist "Neue Wege für Jungs" eine komplette Frechheit, aber als Leser fragt man sich dann schon: Will er jetzt männliches Personal im sozialen Bereich oder doch nicht?

Als Laie, der sich über spezifische Benachteiligung von Jungen bisher nur über Genderama und MANNdat eingelesen hat, bin ich vom Buch wirklich sehr angetan.

Ich wünsche Dir viel Erfolg mit diesem Buch. Bei Amazon schwankt es seltsamerweise irgendwo zwischen Rang 2.000 und 12.000.


Ich weiß nicht, ob das Amazon-Ranking bei diesem Buch das beste Kriterium ist, um seine Verkaufszahlen festzustellen. Aufgrund des sehr speziellen Amazon-Katalogsystems wird es über Suchbegriffe wie "Jungen", "Schulen" oder "Bildung" nicht so leicht gefunden, da es das Wort "Jungen" nur im Untertitel trägt.

Dafür trudeln bei Amazon allmählich die ersten Leserrezensionen ein.

Was die Fragen zum Thema Hausmann und Männer in sozialen Berufen angeht: Solange das eine freiwillige und wohlinformiert getroffene Entscheidung ist, finde ich das wunderbar. Ich habe schon in "Männerbeben" eine größere Rollenfreiheit für Männer gefordert. Was ich kritisch sehe, ist, dass staatliche Stellen Männer in diese Richtung dirigieren, ohne ihnen auch die Schattenseiten dieser Rollenmodelle klarzumachen. Seltsamerweise werden Männer nicht für gutbezahlte Jobs begeistert, die bisher überwiegend von Frauen ausgeübt werden (etwa in den Bereichen Marketing und Personalwesen, Lebensmitteltechnik und Pharmazie). Bei dieser Form von "Frauen in den Beruf, Männer an den Herd" ist mir zu viel staatliche Manipulation im Spiel.

(Die Passage zu Amazon wurde von mir nachträglich geändert, nachdem mir vom Kundenservice des Unternehmens neue, überprüfbare Informationen vorliegen.)

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