Dienstag, April 03, 2012

Böhning (SPD) von Männerfeindlichkeit genervt

Senatskanzleichef Björn Böhning, SPD, ist die altbackenen Rollenklischees zu Lasten von Männern leid. Er bezeichnet einen von solchen Klischees getragenen Brief der SPD-Frauen als peinlich und bezieht in einem Interview mit der Berliner Zeitung dagegen Stellung:

Auf der einen Seite der macht- und karrieregeile Politiker, der nicht willens ist, sich Zeit für sein Kind zu nehmen. Auf der anderen Seite die sorgende und unterwürfige Mutter, die das alles schon richten wird. (...) Ich kann diese Form von Geschlechterdiskurs nicht mehr hören. Was wird uns Männern nicht alles zugeschrieben! Wir entscheiden für die Familie, wir holen das Geld ran, wir haben kein Interesse an Erziehungsarbeit. Wir gehen mit dem Kind höchstens mal in den Zoo und kümmern uns ansonsten um gar nichts. Das ist lächerlich.


Hier findet man das vollständige Interview.

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Sonntag, September 20, 2009

Trotz oder wegen Feminismus?: Frauen immer unglücklicher

All told, more than 1.3 million men and women have been surveyed over the last 40 years, both here in the U.S. and in developed countries around the world. Wherever researchers have been able to collect reliable data on happiness, the finding is always the same: greater educational, political, and employment opportunities have corresponded to decreases in life happiness for women, as compared to men. (...)

Why? What is causing these trends (and what can we all do to reverse them?)

Some of the more obvious explanations are weaker than you might think:

For example, these trends are not caused by women working longer hours than men. We know this because women don't work more hours than men. In a mammoth study of twenty-five countries, ranging from the U.S. to France to Slovenia to Madagascar, men and women were asked to keep track of what they were doing at various times during the day, and then the hours for each activity were calculated. The results: in developed countries, men average 5.2 hours of paid work a day, and 2.7 hours of homework, for a total of 7.9 hours a day; and women average 3.4 hours of paid work, and 4.5 hours of homework, for a total of, yes, 7.9 hours a day. These averages are statistically identical in virtually every developed country in the study: women and men work the same number of total hours in a day. (It is only in less developed countries such as South Africa or Benin, where women have fewer choices and are largely excluded from the workplace, that women actually work more hours per day than men.)

Nor are they caused by gender-based stereotyping. Sure, forty years ago such stereotyping was still dominant - in 1977 74% of men agreed with the statement "Men should be the primary breadwinner and women should be the primary caretaker of home and family." Today, however, that number has fallen to only 42% - which happens to be almost exactly the same as the percentage of women who agree with it (39%). Your opinion of which roles are most appropriate for men and women to play is not now determined by your sex.


Den vollständigen Beitrag findet man in der Huffington Post.

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Montag, August 24, 2009

"Jetzt kommen die Mamma-Mafias"

Die "Mamma-Mafias" kommen natürlich nicht erst "jetzt", auch über sie hatte ich 2001 in "Sind Frauen bessere Menschen?" bereits berichtet. Aber jetzt sind sie auch ein Thema für den Schweizer "Blick":

Die Frauen der Mafia-Familien sind oft brutaler als ihre Männer. Es sind Geschichten überliefert, wo Opfer in ihren Küchen gefoltert und zerstückelt wurden. Die Frauen kochten ungerührt ihre Pasta weiter. «Sie eliminieren ihre Gegner und Rivalen gnadenlos», so Maruccia. «Es sind sehr entschlossene Frauen. Und sie verstehen es exzellent, eine Strategie auszutüfteln. Oft besser als ihre Männer.»

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Mittwoch, August 19, 2009

"Als Mädchen im Straßenbau"

Wenn Frauen sagen, sie wollten in Männerberufe, dann ist damit in der Regel nicht der Müllmann oder der Kanalarbeiter gemeint, sondern jener Bruchteil der Männerjobs, die auch für Frauen attraktiv sind. Spiegel-Online berichtet über den seltenen Ausnahmefall einer jungen Frau, die beweisen will, auch in einer ganz anderen Männerdomäne gute Arbeit leisten zu können.

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Mittwoch, Juli 29, 2009

"Sind Jungs gut, wenn sie sich wie Mädchen verhalten?"

Kinder- und Jugendarzt Tilman Kaethner ist sicher: Zu viele Jungen werden therapiert, weil sie falsche Rollenerwartungen nicht erfüllen.


Die "Ärzte-Zeitung" berichtet.

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Montag, Juli 13, 2009

Gender-Happening queert viele Stereotype

Sind die Jungs jetzt Avantgarde oder einfach nur schlimm verwirrt? Ihre Workshop-Aufgabe ist, eine männliche und eine weibliche Figur zu malen und ihnen Eigenschaften zuzuordnen. Da stehen nun zwei verlegen lächelnde Wesen auf dem Papier, beide haben einen Bart und Brüste. Und statt banaler Eigenschaften steht da "Performanz", "Gender trouble" und "Subversion". Au weia.

"Gender is happening", so hat die Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin eine Tagung vergangene Woche genannt, in der die Geschlechter mehrfach durchquert wurden: Filme, Performances und Panels von Porno bis Weltwirtschaft.

"Ihr habt echt schon viel weitergedacht", bewundert eine Teilnehmerin die Jungsgruppe eines Workshops. Eine andere dagegen schüttelt den Kopf: "Ihr ignoriert alles, was da ist: die Stereotype, die biologischen Unterschiede. Für mich sieht das aus wie Männer, die sich gendermäßig anbiedern wollen."


Heide Oestreich berichtet über eine der offenbar bizarrsten Veranstaltungen dieses Jahres. So sieht also Feminismus aus, der sich in der Endstufe selbst verschlingt. Kann man Eltern oder Erzieher eigentlich wegen seelischen Missbrauchs belangen, die ihre Jungen zu so einer Veranstaltung schleppen?

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Donnerstag, Juni 25, 2009

Männerbeben: Kehrt das starke Geschlecht zurück?

Preisfrage: Aus welchem maskulistischen Blog stammt die Analyse, zu der die folgenden Passagen gehören?

Männer werden als das unterdrückte Geschlecht begriffen, dem man jetzt per Werbung auf die Sprünge helfen muss. Auf eine sehr lustige Art und Weise thematisiert das der Werbespot „Mancademy“ von Burger King, in dem Männer wieder auf die Schulbank geschickt werden, damit sie entdecken können, was eigentlich einen Mann ausmacht. (…) Der verunsicherte Mann, der nach neuen Leitbildern sucht, ist die Grundlage für den jetzigen Trend der „Neomaskulinität“.

(…) Männer haben viel zu vielen Ansprüchen genügen müssen. Es ging eigentlich nur noch darum für sie, die Erwartungen der Frauen zu bedienen. „Männer haben gespürt, dass sie sich in einem eklatanten Maß dem Blick der Frauen ausgesetzt haben. Sie haben immer antizipiert, wie sieht die Frau mich jetzt, wie erwartet die mich nun, die Männer wurden zum angeleiteten Mann, sie verloren immer mehr Authentizität, weil sie immer gemacht haben, was den Frauen gefällt. Die Gesellschaft ist „feminisiert“, der Diskurs durch die Werte der Frauenbewegung bestimmt, so die Position auch anderer Männerforscher.


Hier findet man den vollständigen Beitrag.

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Donnerstag, Juni 18, 2009

Japan in Panik wegen "Gras essender Männer"

Ryoma Igarashi likes going for long drives through the mountains, taking photographs of Buddhist temples and exploring old neighborhoods. He's just taken up gardening, growing radishes in a planter in his apartment. Until recently, Igarashi, a 27-year-old Japanese television presenter, would have been considered effeminate, even gay. Japanese men have long been expected to live like characters on Mad Men, chasing secretaries, drinking with the boys, and splurging on watches, golf, and new cars.

Today, Igarashi has a new identity (and plenty of company among young Japanese men) as one of the soushoku danshi—literally translated, "grass-eating boys." Named for their lack of interest in sex and their preference for quieter, less competitive lives, Japan's "herbivores" are provoking a national debate about how the country's economic stagnation since the early 1990s has altered men's behavior.

Newspapers, magazines, and television shows are newly fixated on the herbivores. "Have men gotten weaker?" was one theme of a recent TV talk show. "Herbivores Aren't So Bad" is the title of a regular column on the Japanese Web site NB Online.


Hier geht es weiter.

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Mittwoch, Juni 03, 2009

Warum sagen die Bücher meines Sohnes, dass Männer nutzlos sind?

A recent academic study confirmed that men - particularly fathers - are under-represented in almost all children's books. And when they do appear (...) they are often withdrawn, or obsessed with themselves, or just utterly ineffectual. (…)

And something else began to strike me as I looked at these stories - the stories I use to introduce my son to the ways of the world. Not only were they full of bad male stereotypes - deadbeat dads, absent fathers, idiots, wimps and fools - but I have been totally colluding with them. It didn't bother me at all. Until I started to think about it, it had seemed normal to me.

(…) And it just so happens that these people, in these stories, are male. It just so happens that it wouldn't seem right, to me, if these malign, foolish or weak people were female. Somehow, they have to be male. And symbols of male inadequacy are so deeply embedded in other parts of our culture. So much so, in fact, that nobody notices it any more.


William Leith beschäftigt sich in der Daily Mail mit einer Männerfeindlichkeit, die für uns von Kindesbeinen an so alltäglich geworden ist, dass die meisten sie nicht einmal mehr bemerken. Tragischerweise endet der Artikel damit, dass Leith der Dauerpropaganda sämtlicher Medien nachgibt und Männer schließlich selbst als nutzlos erklärt.

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Donnerstag, Mai 21, 2009

"Hart aber fair": Männermobbing zum Vatertag

Vielleicht zunächst das Positive: Die Pressereaktionen auf die gestrige "Hart-aber-fair"-Sendung sind vernichtend: Der FOCUS spricht vom "Männermobbing zum Vatertag", Spiegel-Online vom
"Geschlechterkrampf" und fragt sich unter anderem, was Ursula Engelen-Kefer in der Sendung zu suchen hatte, und die "Welt" beanstandet, dass Männer bei Plasberg entweder Waschlappen oder Machos sind.

Und tatsächlich lief die gestrige "Hart-aber-fair"-Sendung so, wie man es nach ihrer Ankündigung befürchten musste. Dafür sorgten insbesondere die von der Redaktion vorbereiteten Videoeinspieler. Gezeigt wurde der schlechteste Auftritt von Ex-Kanzler Gerhard Schröder (in der "Elefantenrunde" nach der Bundestagswahl 2005) im Vergleich mit einem Auftritt Angela Merkels, in dem diese souverän wirkte. Gezeigt wurde ein Gehaltsvergleich von Branchen, in denen Frauen zwölf Prozent weniger verdienen als Männer (wo sind die in allen Medien zitierten "23 Prozent" geblieben?), nicht einander gegenübergestellt wurden natürlich die Bereiche, wo Frauen besser verdienen als Männer. Und schließlich wurden Männer gezeigt, die beim Sortieren der Wäsche Probleme hatten – nicht gezeigt wurden Frauen, die sich bei Reparaturen oder beim Aufziehen von Schneeketten ungeschickt anstellten. Die ideologische Botschaft der Sendung war klar: Der Mann ist eigentlich minderwertig, und trotzdem unterdrückt er ständig die arme Frau.

Bei soviel ideologischem Unfug, der komplett vorhersehbar war, wundert es einen nicht, dass renommierte Geschlechterforscher wie Professor Walter Hollstein die Einladung zur Sendung erst gar nicht annahmen. Stattdessen schrieb er der Redaktion eine kurze Mail, die er mir erlaubte, auf Genderama zu veröffentlichen:

ich habe gerade dem tv-programm der basler zeitung den titel ihrer heutigen ausstrahlung entnommen. ich nehme mal an, dass ihr gefäss keine sendung über frauen gemacht hätte, die den titel trägt: "ewig kind, häufig tussi, schliesslich ausgehalten - sind denn frauen nie normal?". das wäre sicher schon im vorfeld als sexistisch abgelehnt worden - mit recht; nur über männer kann man ja solche diskriminierungen (noch) ungestraft ausschütten. offenbar sind den deutschen medienschaffenden auch empirisch belegte zusammenhänge nicht bekannt, dass solche diffamierungen vor allem bei jungen männern, desorientierung, psychische probleme und gewalt auslösen. ich bin jedenfalls auch nachträglich sehr erleichtert, dass ich ihre einladung am vergangenen freitag zu dieser sendung nicht angenommen habe.


Die "Hart-aber-fair"-Redaktion bedankte sich schnippisch für die "originelle Polemik". Noch keine Antwort habe ich auf meine eigenen Fragen erhalten, die ich der Redaktion gestern Nachmittag schickte:

1. Warum bekommt es Das Erste derzeit nicht hin, anders als in einem abfälligen, herabsetzenden Tonfall über Männer zu sprechen?

2. Wie kommt es, dass Sie in einer Sendung über die Situation der Männer keinen einzigen Vertreter der Männerrechtsbewegung als Gast haben, wohl aber eine Vertreterin der Frauenbewegung? Würden Sie umgekehrt auch eine Sendung über die Situation der Frauen machen, in der zwar keine einzige Feministin dabei ist, aber dafür z. B. der Vorsitzende der Männerpartei oder von MANNdat?

3. Wundert es Sie eigentlich, dass Ihnen unter solchen Umständen renommierte Geschlechterforscher wie Professor Walter Hollstein dankend absagen und sich dafür nur die üblichen Hanseln aus dem Showgeschäft finden wie René Weller, Hellmuth Karassek oder Professor Harald Euler, der mit seinen Plattheiten normalerweise durch Shows wie "Die Ultimativen Chart-Hits für Frauen" turnt? Stört es Sie nicht selbst, immer wieder auf dieselben Gesichter zurückgreifen zu müssen, an denen sich die Zuschauer längst satt gesehen haben (und zwar weil Sie als Redaktion in Ihren Sendungen immer wieder zwanghaft dieselben alten Geschichten erzählen müssen)?

4. Ich weiß, dass sich Das Erste sehr auf jene Generation als Zielgruppe konzentriert, die ihre Studentenzeit zwischen 1960 und 1980 verbrachte, und dementsprechend auch die Debatten von damals gerne noch ein weiteres Mal wiederkäut. Aber könnte man nicht einmal wenigstens ganz allmählich die neuen Themen der Geschlechterdebatte aufgreifen, wie es Ihnen heute auch zahllose entnervte Zuschauer ins Gästebuch geschrieben haben? Könnten Sie nicht wenigstens einen Menschen in Ihrer Redaktion anstellen, der jünger ist als 50, sich vielleicht auch ein bisschen mit dem brandneuen Medium Internet auskennt und sich so zumindest ein wenig darüber schlau machen kann, wo die Geschlechterdebatte mittlerweile steht (Stichworte Männerrechtsbewegung, Benachteiligung der Jungen usw.)?


Auf eine Frage immerhin liegt uns inzwischen eine Antwort vor: Wie geht's "Hart aber fair" eigentlich so quotenmäßig ..?

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Montag, Mai 04, 2009

"Zier dich nicht!"

In den Romanen des Cora-Verlages zeigen sich seit 2002 veränderte Frauen- und Männerbilder, die nicht zuletzt auch die Ansichten in Bezug auf Keuschheit, Frauenrolle und der Angst vor dem Fremden beinhalten.


Telepolis berichtet über ein Genre, das ansonsten im Gegensatz zur immer wieder als Mega-Bedrohung hinaufgeschriebenen Pornographie überhaupt nicht problematisiert wird. Denn es sind nicht Männer, sondern Frauen, die es begeistert konsumieren.

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Donnerstag, April 30, 2009

Pizzey: "Frauen erschöpft vom Kampf für Gleichberechtigung"

Die Zahl der prominenten Frauen, die sich der Analyse anschließen, für die Eva Herman hierzulande aus den Medien gemobbt wurde, wächst international weiter an. Momentan stößt Erin Pizzey dazu:

Women have won the war for equality but it has left many of them imprisoned and exhausted, a pioneering feminist has claimed.

Campaigner Erin Pizzey, who founded the world's first refuge for battered women in 1971, claims the idea of women happily combining a career and a family has proved to be a myth. The 70-year-old said women's 'freedom of choice' to have both has left them with less spare time than they had before. But she added that many now did not understand what they had lost.

Speaking as part of a BBC programme about the role of women in the workplace, she said many are mothers who are having to juggle jobs at the same time. She said: 'There's been a subterranean war between men and women which has been won by women and they don't actually understand what they've lost.'

The campaigner added: 'I don't think anybody foresaw that what a freedom of choice would do is imprison many. Many women, they don't have a choice now, they have to work, they have to work hard, and I just see an exhausted generation of women trying to do it all.'


Hier geht es weiter.

Kaum vorstellbar übrigens, wie "erschöpft" die Frauen vom Kampf um Gleichberechtigung erst wären, wenn es von uns Männern irgendeinen Widerstand gegeben hätte ...

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Mittwoch, März 18, 2009

Lesermail (Erwiderung auf Buchkritik)

Zu dieser Buchkritik von "Rettet unsere Söhne" habe ich gestern zwei Leserzuschriften erhalten. Genderama-Leserin D.A. schreibt mir:

Meine persönliche Beobachtung ist: Man läßt den Kindern zuviel durchgehen, ohne daß es spürbare Konsquenzen hat. Kinder brauchen klare Linien, Grenzen und eine "harte Hand"- damit meine ich nicht Schläge, sondern Gradlinigkeit der Lehrkräfte, kein Könnte-wäre-vielleicht- Geeier, sondern ein So-ist-es, So-wird-es-gemacht und Herzensstrenge.

Im Chaos kann man nicht lernen.

Ich wurde 1970 eingeschult. Da wurden neue Methoden ausprobiert, und als ich 1974 auf das Gymnasium kam, war über Hälfte der Lehrer nicht mehr imstande, in den Klassen für Ruhe zu sorgen. Ich litt unter dem ständigen Krach in der Klasse. Die alten Maßnahmen durften nicht mehr angewandt werden, die neuen funktionierten (noch) nicht. Ich empfinde uns im Rückblick als Versuchskaninchen. Ich erinnere mich an einen Moment, als Schulbücher verteilt wurden: Der Stempel im Buch, "Mädchengymnasium Altona", machte mir bewußt, daß Jungen und Mädchen nicht immer schon gemeinsam unterrichtet wurden, und es gab Fächer, da hätte ich es begrüßt, wenn der Unterricht getrennt ablaufen würde. Ich war da zwölf, ein Alter, in dem man noch nicht in der Lage ist und nicht den Mut hat, solche Gedanken zu äußern.

Zudem fühlte ich, daß ich damit angeeckt, ausgelacht worden wäre. Ein stilles häufig in sich gekehrtes Mädchen, das oft darunter litt, das Gefühl zu haben, daß Mathe, Naturwissenschaften, Mannschaftssportarten mehr "wert" waren, Schüchternheit und Vorsicht, Scheu etwas Lächerliches - dass man wie Jungs sein müsse, um zu bestehen.

Oft wünschte ich mir heimlich das Mädchengymnasium zurück. Ich glaubte, es müsse besser gewesen sein.

Die Berufswahl und alle weiteren Entscheidungen traf ich aufgrund meiner typisch weiblichen Talente. Ab da ging es mir gut, ich konnte mich entfalten.

So, wie es offensichtlich jetzt geschieht, dass für Jungen bestimmte Mädcheneigenschaften als Maßstab hergenommen werden, ist es wie eine Umkehrung dessen, was ich damals empfand. Also schlecht für die Jungen, da es ihrem Wesen nicht gerecht wird.

Auf Berndts Frage: "Was war noch anders, als Jungen gute Schulabschlüsse machten?" würde ich antworten: Autorität statt Endlosdiskussion. Wenn Zeit damit vertan wird, in Diskussionen zu versuchen, unter einen Hut zu bringen, wer denn nun was wie gern hätte, damit die armen Schüler auch ja alle berücksichtigt werden, bleibt weniger Zeit zum Lernen.

Es gibt Dinge, die sind ein MUSS, nicht ein KÖNNTE.

Und es gibt Erfolgserlebnisse durch Fleiß. Fleiß als Wert. Schule ist kein Ort für seichte Unterhaltung, die Lehrkräfte sind keine Entertainer.

Was hat sich geändert?

Was den Bewegungsdrang von Jungen betrifft, sollte man nicht nur die Zeit IN der Schule ansprechen, sondern gerade auch die Zeit NACH dem Unterricht. Wer nach der Schule Raum findet, sich auszutoben, kann sich in der Schule besser konzentrieren. Diese Freiräume wurden im Verlauf der Jahrzehnte zugebaut und zugeparkt. Würde ich eine Stadtteilführung zu dem Thema machen, könnte ich die Beobachtungen mehrerer hier aufgewachsener Generationen einbeziehen und Fläche für Fläche zeigen, wieviel Frei-und Spielraum verschwunden ist. Endergebnis: Kinder in "Käfighaltung". Fakt ist, ich sehe kaum noch Kinder in den Straßen unterwegs.

Ein Beispiel sei genannt: Am Bahndamm bei unserer Schule gab es weite leicht hügelige Grünflächen. Dort konnte gerannt, getobt, Schlitten gefahren werden, dort waren wir oft. Das Gelände wurde ab Ende der 60er Quadratmeter für Quadratmeter zugebaut, ein letzter Grünstreifen bietet null Platz zum Spielen. Schlitten fahren kann man nirgends mehr.

Wir spielten in der Straße, da war Platz. Jetzt sind nur noch die Bürgersteige seitlich "frei", für Gruppenspiele und Gerenne nicht ausreichend, alles mit Autos zugestellt, die Kinder haben keine freie Sicht. Diese Entwicklung zu bedauern nützt uns nichts, sie läßt sich ohnehin nicht rückgängig machen.

Alternativen wurden für die Kinder nicht geschaffen.

Nein, ich jammere nicht vermeintlich "guten alten Zeiten" hinterher. Ich sehe nur deutlich, daß nicht alles schlecht war, was als zu hart, zuviel Druck, spießig, altmodisch verworfen wurde.

Ich bin Mutter zweier Söhne und hatte in der Grundschule einen männlichen Klassenlehrer vom "alten Schlag". Er hat auch Fehler gemacht, sicher, aber er war imstande für Ruhe zu sorgen. Er hatte die Klasse "im Griff".

Ein solcher Lehrer wäre das richtige für meine Kinder gewesen.


Und Genderama-Leser M.K. merkt an:

Ich kann die Frage beantworten, was sich geändert hat in den Schulen: die Einstellung der Lehrer zu sich selbst und vor allem zu den Schülern. Natürlich mussten früher die Jungen auch stillsitzen und haben trotzdem hervorragende Leistungen erbracht - nur war es früher auch den Lehrern klar, dass es den Jungen schwerer fällt als den Mädchen, es wurde akzeptiert und nicht negiert, wenn Jungen die geforderte Disziplin verletzten. Von Jungen wurde ein höhere Selbstdisziplin verlangt, weil schließlich auch von Ihnen erwartet wurde, dass sie Verantwortung übernahmen, als Soldaten für Vaterland und Frau und Kind in den Krieg zogen, Familien zu ernähren hatten, den Schwachen zu Hilfe eilten etc. Natürlich wurden Übertretungen auch geahndet - aber dahinter stand trotzdem ein positives Jungen- und Männerbild, eine Förderung des Potenzials und keine Ablehnung des Männlichen wie heute (dass es natürlich auch SadistInnen gab und so mancherlei Schindluder getrieben wurde, steht auf einem anderen Blatt).

Mit anderen Worten: Es stand der Mensch im Vordergrund, er wurde noch nicht auf sein Geschlecht reduziert und dieses dann wieder auf die Rolle und "die Rolle" war eben die Vorbereitung auf das, was einen Jungen in der Erwachsenenwelt erwartete. Was also früher der "Lausbub" war, wird heute als Macho, Chauvi etc. gewertet. Das Männerbild wird bewusst negativ belegt, auch in der Selbstinzenierung so mancher männlichen Lehrkraft, sodass die Jungen nicht nur in ihrem Sein in Frage gestellt werden, sondern auch in der Entwicklung. Denn so wichtig die Jugendzeit auch sein mag - die meiste Zeit ihres Lebens (hoffentlich) verbringen sie dann doch als Erwachsene. Ich kann mich jedenfalls nicht aus meiner Schulzeit entsinnen, dass das Sein der Frauen jemals so negiert wurde wie das der Männer - man mag über das Frauenbild der Vergangenheit diskutieren, aber niemals wurde das Wesen der Frau in Frage gestellt. Bei den Jungen heutzutage wird dies getan - mit entsprechenden Folgen für uns alle.

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Freitag, März 13, 2009

Lesermail (Buchkritik)

Genderama-Leser Bernhard mailt mir zu meinem aktuellen Buch "Rettet unsere Söhne":

Als erstes fiel mir auf, daß das Buch relativ schlank ist, was ich sehr gut fand. Auch das Cover gefällt mir gut, obwohl es irgendwie etwas mainstreaming rüberkommt, anders als bei Deinen anderen Büchern.

Wie bei Dir gewohnt, wird das, was behauptet wird, auch belegt. Leider ist die Suche nach den Quellen hinten im Buch recht nervig, da die Quellen nicht fortlaufend numeriert sind, sondern nur jeweils innerhalb des jeweiligen Kapitels.

Äußerst prima fand ich, daß Du nicht nur auf die Benachteiligung von Jungen hinweist, sondern durchgehend auch auf die Benachteiligung von Männern. Jemand, der das Buch eigentlich nur kaufte, um sich über die Benachteiligung von Jungen zu informieren, wird so auch für die Benachteiligung von Männern sensibilisiert. Ein prima Schachzug, damit hatte ich nicht gerechnet.

Das Buch ist flüssig geschrieben, man kann es problemlos durchlesen. Inhaltlich ist alles drin, wobei dem regelmäßigen Genderama-Leser natürlich einige Passagen bekannt vorkommen. Höchst treffend fand ich auch die eingestreuten Zitate der Männer.

Folgende Ergänzungen hätte ich noch:

- Da Du auch auf PAS zu sprechen kommst, wäre ein Hinweis darauf angebracht gewesen, daß PAS in Deutschland offiziell ignoriert wird. Die Frauenministerin rät sogar den Anwalt einzuschalten, wenn eine Alleinerziehende mit PAS konfrontiert wird.

- Die Tätigkeit des Hausmanns wird im Buch recht negativ dargestellt, vermutlich zurecht, wenn man den entsprechenden Studien Glauben schenkt. Es wird jedoch vergessen, daß der Hausmann eine ganz neue Wahlfreiheit mit sich bringt. Als betreuender Hausmann hat man die Möglichkeit, quasi jederzeit aus einer Beziehung auszubrechen, als Hauptbezugsperson das Kind mitzunehmen und seine Unterhaltsansprüche geltend zu machen. Gerade wenn die Partnerin durch ihren Vollzeit-Ernährerjob vorzeitig altert, muß diese Möglichkeit nicht die schlechteste sein. ;-) Ansprüche sammeln, statt den Alleinverdiener zu geben, kann also auch ein attraktives Rollenmodell für Männer sein.

- Ein Widerspruch ist mir aufgefallen, als es um die Forderung nach mehr männlichem Personal im sozialen Bereich ging. Einerseits wird dies von Dir gefordert, hinten beim 10-Punkte-Plan, andererseits wird dies von Dir kritisiert, weil die Macherinnen von "Neue Wege für Jungs" dies den Jungs dort anbieten. Natürlich ist "Neue Wege für Jungs" eine komplette Frechheit, aber als Leser fragt man sich dann schon: Will er jetzt männliches Personal im sozialen Bereich oder doch nicht?

Als Laie, der sich über spezifische Benachteiligung von Jungen bisher nur über Genderama und MANNdat eingelesen hat, bin ich vom Buch wirklich sehr angetan.

Ich wünsche Dir viel Erfolg mit diesem Buch. Bei Amazon schwankt es seltsamerweise irgendwo zwischen Rang 2.000 und 12.000.


Ich weiß nicht, ob das Amazon-Ranking bei diesem Buch das beste Kriterium ist, um seine Verkaufszahlen festzustellen. Aufgrund des sehr speziellen Amazon-Katalogsystems wird es über Suchbegriffe wie "Jungen", "Schulen" oder "Bildung" nicht so leicht gefunden, da es das Wort "Jungen" nur im Untertitel trägt.

Dafür trudeln bei Amazon allmählich die ersten Leserrezensionen ein.

Was die Fragen zum Thema Hausmann und Männer in sozialen Berufen angeht: Solange das eine freiwillige und wohlinformiert getroffene Entscheidung ist, finde ich das wunderbar. Ich habe schon in "Männerbeben" eine größere Rollenfreiheit für Männer gefordert. Was ich kritisch sehe, ist, dass staatliche Stellen Männer in diese Richtung dirigieren, ohne ihnen auch die Schattenseiten dieser Rollenmodelle klarzumachen. Seltsamerweise werden Männer nicht für gutbezahlte Jobs begeistert, die bisher überwiegend von Frauen ausgeübt werden (etwa in den Bereichen Marketing und Personalwesen, Lebensmitteltechnik und Pharmazie). Bei dieser Form von "Frauen in den Beruf, Männer an den Herd" ist mir zu viel staatliche Manipulation im Spiel.

(Die Passage zu Amazon wurde von mir nachträglich geändert, nachdem mir vom Kundenservice des Unternehmens neue, überprüfbare Informationen vorliegen.)

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Lesermail (Bildungsstudie)

Genderama-Leser B.K. schreibt mir zur gestern veröffentlichten Studie des Aktionsrats Bildung:

Interessant, wie unterschiedlich die Neue Jungenstudie in der Presse dargestellt wird:

Einmal:
Massive Benachteiligung von Jungen.

Hier:
Wir müssen Jungs weiter umerziehen

In der Studie wird laut Tagesspiegel angeblich behauptet, es gebe "keine neurobiologischen Differenzen oder psychologischen Differenzen zwischen den Geschlechtern". Stimmt das tatsächlich? Ich glaub das einfach nicht. Aber hier liegt ja eventuell ein Knackpunkt der Debatte. Laut Tagesspiegel behauptet die Studie, Jungs schneiden so schlecht ab, weil sie weiter in geschlechterspezifische Rollen gedrängt werden. Folgt die Forderung: noch mehr Genderbewusstsein, also Geschlecht entspringt der Erziehung. Gleichwohl wird an anderer Stelle der Debatte immer wieder das Fehlen von männlichen Rollenvorbildern beklagt und dass Jungs einfach keine Jungs sein dürfen, ihre eigenen Interessen nicht ernst genommen werden. Das passt nicht zusammen.

Ein weiterer Befund ist auch interessant: Die Länder am Ende des bei Ihnen verlinkten Geschlechterdifferenzen-Rankings sind alle aus dem Osten, wo ja der Einfluss der "68"er und des Feminismus‘ wahrlich nicht so groß waren und sind, dafür die Fremdbetreuung von Kindern als so mustergültig gepriesen wird. Das nur als Beobachtung, die ich selber noch nicht so recht entschlüsseln kann.

Vermutete Gründe: Allgemeine Gleichmacherei im Sozialismus, hohe Arbeitslosigkeit verunsichert besonders Männer, kompetente Frauen wandern eher ab, allgemeine Verunsicherung höher, so auch in Geschlechterrollen und Beziehungen (die deutliche Mehrheit der Kinder stammt im Osten aus unehelichen Beziehungen), wegen Verunsicherung zugleich wieder verzerrte Rollenwahrnehmung: Ein Mann kümmert sich nicht um Erziehung kleiner Kinder. Also: Alles sehr widersprüchlich, wie so vieles hier bei uns im Gesellschaftslabor Ostdeutschland (wie: hohe Arbeitslosigkeit, aber keine nötigen Fachleute da, Nazis ohne Ausländer).

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Samstag, Februar 28, 2009

Mangelnde Gleichstellung: Bundesministerien versagen bei Frauenförderung

Auch diesen Artikel findet man auf Spiegel-Online.

Die Bundesregierung scheitert an ihren eigenen Zielen: Entgegen den Bekundungen, Frauen zu mehr Chancengleichheit im Beruf zu verhelfen, versagen gerade die Ministerien bei der Gleichstellung. Noch immer finden sich hier nach SPIEGEL-Informationen kaum Frauen in Führungspositionen.


Hm. Selbst die, die ständig von Gleichstellung faseln, versagen bei der aktiven Umsetzung – von den Bundesministerien bis zur PDS/Die Linke. Woran das nur liegen mag? Vielleicht daran, dass die feministische Theorie von den gläsernen Decken und der Frauenfeindlichkeit im Patriarchat schlicht Unfug ist und Frauen wegen in Wahrheit größerer Wahlmöglichkeiten weniger Böcke auf die mit entsprechenden Karrieren verbundene 70-Stunden-Arbeitswoche haben? Nein, dass an der feministischen Ideologie etwas nicht stimmen könnte, ist im wahrsten Sinne des Wortes undenkbar geworden. Weshalb wir uns, da hat Lisa Ortgies ironischerweise völlig Recht, vermutlich noch in 30 Jahren mit diesem Mumpitz beschäftigen werden. Was mir ja ziemlich schnuppe sein könnte, wenn die realistischen und erfüllbaren Anliegen von Männerrechtlern nicht permanent damit abgewürgt würden, zuerst müsse ja wohl mal die Gleichstellung der Frauen herbeigeführt werden.

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Donnerstag, Februar 26, 2009

CDU läd Eva Herman aus

Huch, schon wieder die "Junge Freiheit"! Richtig, allerdings konnte ich auch hier bezeichnenderweise keine andere Nachrichtenquelle zu diesem Vorfall finden. (Ganz taufrisch ist die Meldung auch nicht, aber sie wurde erst jetzt für Nicht-Abonnenten online zugänglich gemacht.)

Eine von der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU Hannover für diesen Donnerstag geplante Veranstaltung mit der ehemaligen "Tagesschau"-Sprecherin Eva Herman und der Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Christa Meves zum Thema "Um ein neues Frauenbild" ist auf Weisung der CDU Hannover kurzfristig abgesagt worden. Es könne nicht hingenommen werden, daß im Wahlkreis von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen eine CDU-Vereinigung Eva Herman zu Wort kommen lasse, hieß es aus Partei-Kreisen zur Begründung. Daß dieses Verbot nicht nur auf regionale Verhältnisse zurückzuführen ist, kann daraus geschlossen werden, daß kurz zuvor ein von der CDU-nahen Konrad Adenauer-Stiftung geplantes Seminar mit Eva Herman in Magdeburg ebenfalls kurzfristig abgesetzt worden war.


Inzwischen fragt eine SPD-Ratsherrin allen Ernstes, "warum Eva Herman immer wieder auftreten darf". Wenn es gegen die Meinungsfreiheit geht, scheinen sich die großen Parteien einig zu sein.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch dieser Artikel über eben jenen Auftritt Hermans, über den sich die SPD-Frau so empörte. Ein Auszug:

Hinter Gleichberechtigungsbestrebungen der Geschlechter (das so genannte Gender Mainstreaming) und der gesetzlich verstärkten Frauen-Bevorzugung sieht Herman zudem die Benachteiligung von Männern. Damit diese, "nach 20.000 Jahren in Freiheit und Sammeln und Jagen ans Haus gefesselt werden und Frauen den Rücken freihalten". Auch Herman bekennt sich schuldig: "Ich war viele Jahre selbst diese Karriere-Frau", habe drei Ehen in den Sand gesetzt und nur ein Kind. Heute sagt sie: "Frauen können alles, aber nicht alles gleichzeitig."

Zum Einstieg ihrer Rede hatte Herman nicht ohne Stolz gesagt, sie habe nachmittags erfahren, dass sie nunmehr zwölf Urteile gegen den Springer-Verlag und das Hamburger Abendblatt habe. Diese würden ihnen in Zukunft verbieten, ihre familienpolitische Sicht nochmals verkürzt mit der des Dritten Reichs zu vergleichen.

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Britische Umfrage: Immer weniger Männer wollen Sex

Die britische Sun ist zwar ein Boulevardblatt ähnlich der BILD, berichtet aktuell aber über eine durchaus interessante Studie:

For decades women have used the excuse “Not tonight darling, I’ve got a headache” to fend off amorous partners. But a new survey has revealed more and more MEN are finding excuses to shun sex.

The poll by independent charity the Men’s Health Forum found that 15 per cent of men aged between 18 and 59 admitted to a “lack of interest in sex”. And relationship counselling service Relate has reported a 40 PER CENT increase in the number of men saying they had gone off sex compared with ten years ago. These men have no physical problems — they just do not want to have sex.

The findings tally with anecdotal reports from experts in the field who believe it is a growing trend. According to research, the drop in male desire is a direct result of women’s changing role in society. (…)

Renowned Chicago-based relationships therapist Michele Weiner-Davis caused a furore in the US by claiming that at least 25 per cent of all men suffer from low desire.

It was, she says, “America’s best-kept secret.” Michael Gilbert, author of The Disposable Male, says: “Western men feel marginalised.

“In a third of American homes where both partners work, women earn more than men. This tears at the fabric of male sexuality.”

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Sonntag, Februar 08, 2009

Britische Autorin: Ich hätte den Feminismus bleiben lassen sollen zugunsten von Liebe, Kindern und Backen

Zoe Lewis, eine britische Autorin von Theaterstücken, fühlt sich betrogen von den leeren Versprechungen der feministischen Ideologie, was Unabhängigkeit und Erfolg angeht. In den geistigen Fußstapfen von Charlene und von Eva Herman schreibt auch sie jetzt darüber in der Londoner "Times":

I never thought I would be saying this, but being a free woman isn't all it's cracked up to be. Is that the rustle of taffeta I hear as the suffragettes turn in their graves? Possibly. My mother was a hippy who kept a pile of (dusty) books by Germaine Greer and Erica Jong by her bed (like every good feminist, she didn't see why she should do all the cleaning). She imbued me with the great values of choice, equality and sexual liberation. I fought with my older brother and won; at university I beat the rugby lads at drinking games. I was not to be messed with.

Now, nearly 37, those same values leave me feeling cold. I want love and children but they are nowhere to be seen. I feel like a UN inspector sent in to Iraq only to find that there never were any weapons of mass destruction. I was led to believe that women could “have it all” and, more to the point, that we wanted it all. To that end I have spent 20 years ruthlessly pursuing my dreams - to be a successful playwright. I have sacrificed all my womanly duties and laid it all at the altar of a career. And was it worth it? The answer has to be a resounding no. (…)

I argue that women's libbers of the Sixties and Seventies put careerism at the forefront, trampling the traditional role of women underneath their Doc Martens. I wish a more balanced view of womanhood had been available to me. I wish that being a housewife or a mother wasn't such a toxic idea to middle-class liberals of yesteryear.

Increasing numbers of my feminist friends are giving up their careers for love and children and baking. I wish I'd had kids ten years ago, when time was on my side, but the problem is not so much time as mentality. I made a conscious decision not to have serious relationships because I thought I had all the time in the world. Many of my friends did the same. It's about understanding what is important in life, and from what I see and feel, loving relationships and children bring more happiness than work ever can.


Arme Zoe. Wie lange es wohl dauern wird, bis sie die britischen Medien landesweit beschimpfen und als Rechtsradikale verleumden?

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Samstag, Februar 07, 2009

Rezession in den USA: Haben bald mehr Frauen als Männer einen Arbeitsplatz?

Die "New York Times" berichtet:

The proportion of women who are working has changed very little since the recession started. But a full 82 percent of the job losses have befallen men, who are heavily represented in distressed industries like manufacturing and construction. Women tend to be employed in areas like education and health care, which are less sensitive to economic ups and downs, and in jobs that allow more time for child care and other domestic work.

“Given how stark and concentrated the job losses are among men, and that women represented a high proportion of the labor force in the beginning of this recession, women are now bearing the burden — or the opportunity, one could say — of being breadwinners,” says Heather Boushey, a senior economist at the Center for American Progress.

Economists have predicted before that women would one day dominate the labor force as more ventured outside the home. The number of women entering the work force slowed and even dipped during the boom years earlier this decade, though, prompting a debate about whether women truly wanted to be both breadwinners and caregivers.

Should the male-dominated layoffs of the current recession continue — and Friday’s jobs report for January may offer more insight — the debate will be moot. A deep and prolonged recession, therefore, may change not only household budgets and habits; it may also challenge longstanding gender roles.

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