Vereinte Nationen nach der Flut in Nepal: "Wir müssen den Frauen und Mädchen dort helfen"
1. "Fast 160.000 Frauen und Mädchen sind von den Überschwemmungen in Nepal betroffen", melden die Vereinten Nationen. "Die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen müssen im Mittelpunkt der Reaktion und Erholung stehen."
2. Die Moderatorin Silvia Schneider verteidigt Männer vor einem pauschalisierenden Feminismus – und erntet dafür natürlich prompt einen heftige Kritik.
3. Lutz Bierend kritisiert die von vielen Feministinnen verwendete Strategie, Kritik als "Diskriminierung" umzumünzen.
4. "Wenn Ihre Jungs die Schule hassen, dann vielleicht weil Amerikas Schulen darauf ausgerichtet sind, junge Männer fertigzumachen", schlagzeilt die New York Post. Ein Auszug aus dem Artikel von Leonard Sax, einem Arzt, Psychologen und Bildungsberater.
Deborah Stipek, ehemalige Dekanin der Erziehungswissenschaften an der Stanford University, hat festgestellt, dass Kinder schon früh Einstellungen zur Schule entwickeln. Diese Einstellungen sind, einmal gebildet, stabil und nicht kontingent. Das ist eine vornehme Umschreibung dafür, dass ein Junge, der einmal beschlossen hat, dass er die Schule hasst, seine Meinung wahrscheinlich nicht mehr ändert. Und er glaubt nicht, dass er irgendetwas tun kann, das einen Unterschied macht.
In den vergangenen 25 Jahren habe ich mehr als 500 Schulen besucht. Ich habe aus erster Hand erlebt, wie Schulen für Jungen unfreundlich geworden sind. Jungen, die Dinge tun, die Jungen schon immer getan haben – mit dem Finger aufeinander zeigen und "Peng, peng, du bist tot" sagen. Waffen zeichnen. Schneebälle werfen. All das bringt einen Jungen heute in Schwierigkeiten.
Als ich 1977 an meiner öffentlichen High School in Ohio meinen Abschluss machte, stellten die Jungen unter den besten Schülern die Mehrheit – nicht nur an meiner High School, sondern landesweit. Vor dreißig Jahren veröffentlichten Myra und David Sadker ihr Buch "Failing at Fairness: How our Schools Cheat Girls", in dem sie diesen Leistungsunterschied dokumentierten und zeigten, wie Schulen Mädchen benachteiligten.
Das war damals. Die Zeiten haben sich geändert. Mädchen übertreffen Jungen heute in allen Inhaltsbereichen von der Kindergarten- bis zur 12. Klasse mit weitem Abstand, einschließlich Mathematik und Naturwissenschaften. Mädchen stellen unter den High-School-Valedictorians inzwischen mehr als doppelt so viele Absolventen wie Jungen. Junge Frauen besuchen heute viel häufiger ein College als ihre Brüder.
Wir alle begrüßen die Leistungen der Mädchen. Aber warum haben wir nicht bei etwa 50 zu 50 ausgeglichen? Warum schneiden Jungen in der Schule inzwischen so viel schlechter ab als ihre Schwestern?
Es muss nicht so sein. Man kann eine Schule jungenfreundlich gestalten, ohne sie mädchenunfreundlich zu machen.
Ich leite Workshops für Schulen und teile kostenlose Strategien, die die Leistungen sowohl von Jungen als auch von Mädchen steigern, indem geschlechtersensible Unterrichtsmethoden eingesetzt werden. Der beste Weg, Jungen für Emily Dickinson zu begeistern, unterscheidet sich vom besten Weg, Mädchen für Emily Dickinson zu begeistern. Der beste Weg, Mädchen für Computerprogrammierung zu begeistern, unterscheidet sich vom besten Weg, Jungen dafür zu begeistern. Viele Lehrer wissen das nicht, weil an Harvard, Columbia und vielen anderen "führenden" Erziehungswissenschaftlichen Fakultäten die Professoren Judith Butlers Behauptung vertreten, Geschlecht sei lediglich ein soziales Konstrukt.
(…) Ich habe gerade eine Neuauflage meines Buches "Boys Adrift" veröffentlicht, in der ich eine wachsende Geschlechterlücke bei den schulischen Leistungen dokumentiere. Wie ich im Buch zeige: Die Leistungslücke wird größer, nicht weil Mädchen besser werden – das tun sie nicht –, sondern weil Jungen schlechter abschneiden. Man möchte nicht, dass der eigene Sohn zu diesen Jungen gehört. Der erste Schritt besteht darin, sicherzustellen, dass er eine jungenfreundliche Schule besucht.
Genderama existiert seit über 20 Jahren – unabhängig und ausschließlich finanziert durch Menschen wie dich. Wenn du meine Arbeit unterstützen und sicherstellen möchtest, dass es Genderama weiterhin gibt, freue ich mich über eine Überweisung auf mein Konto bei der Nassauischen Sparkasse, IBAN: DE43510500150393039906, oder an PayPal über den Spendenbutton auf der Blogroll rechts. Ganz herzlichen Dank euch allen!
<< Home