Freitag, Juli 31, 2009

"Alleinerzieherinnen: Geißel Kind, Geisel Kind?"

(...) So sichern die Zahlungen vom Mann zur Frau auch nach der Trennung das Fortkommen, ohne dass Frauen in die anstrengenden und gefährlicheren Berufe wechseln müssten, die Männer ergreifen, um überhaupt einmal eine Familie gründen zu können. (…) Ketzerisch der Gedanke, eine große Einkommensschere wäre mehr ein Zeichen, dass Frauen so gut versorgt werden, dass sich auch nach Jahrzehnten Frauenpolitik bei den Berufswünschen der Mädchen nichts bewegt hat. Ab der ersten geschenkten Puppe werden sie sukzessive darauf vorbereitet, dass ihre Kinder später in jedem Fall bei ihnen verbleiben und der gewählte gering bezahlte Beruf zusätzlich über allerlei Transferleistungen aufgefettet wird. Der soziale und gesetzliche Druck, dem Buben ausgesetzt sind, fehlt bei Mädchen fast vollständig. Die späteren Väter merken erst dann etwas, wenn es zu spät ist und die Kinder als Druckmittel eingesetzt werden; und zwar alle, bewusst oder unbewusst.

Würde man die Kinder nach der Trennung bei den Vätern belassen und Frauen dem Erwerbs-, Wettbewerbs- und Unterhaltsdruck aussetzen, blitzschnell wäre sie geschlossen, die Einkommensschere.


Robert Boder kommentiert in der "Wiener Zeitung".

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Mittwoch, Juli 15, 2009

Österreich: Missverständnisse bei der Einkommensschere

74 Prozent der Steuerleistung der Erwerbstätigen werden durch Männer erwirtschaftet, 56 Prozent der daraus resultierenden Transferleistungen – ohne Kinderbetreuungsgeld – gehen an Frauen. Wie konnte es nach 40 Jahren Feminismus soweit kommen?


Hier geht es weiter.

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Donnerstag, Mai 28, 2009

Neue Studie: Frauen seit den siebziger Jahren unglücklicher geworden

In den siebziger Jahren haben es sich viele Frauen zum Ziel gemacht, die, um mit Alice Schwarzer zu sprechen, "eine Hälfte des Himmels", also die Arbeitswelt, den Männern streitig zu machen und für sich selbst zu erobern. Was ist heute die Folge davon?

Neue Studie aus Amerika belegt: Frauen sind tendenziell unglücklicher als Männer. Langzeituntersuchung ergibt Rückgang im Glücklichsein. Ursachen für diese Entwicklung werden nicht aufgezeigt.

Nun können sich all jene, die den Einzug der Frauen in die männlichen Berufe und Domänen immer schon für fatal hielten, die Hände reiben und sich zuflüstern: "Manntje, Manntje, timpe te, Buttje, Buttje in der See. . .". Weil man nun endlich belegen könne, dass das verwerfliche Streben nach "mehr von allem" letztlich nur ins Unglück geführt habe. Das zumindest ist der erste Eindruck, den eine neue Studie von Betsey Stevenson und Justin Wolvers von der Universität von Pennsylvania vermittelt. "The Paradox of Declining Female Happiness", die diverse Glücksstudien seit 1970 einbezieht, kommt zu dem Schluss, dass "Frauen zunehmend unglücklicher geworden sind, sowohl absolut als auch im Verhältnis zu Männern. Frauen haben traditionell stets einen höheren Grad an Zufriedenheit angegeben als Männer, jetzt jedoch geben sie Werte an, die ähnlich oder gar niedriger sind als die der Männer".


Die "Süddeutsche Zeitung" stört sich sichtlich an dem, was diese Studie nahelegt, kann sich ideologisch passende Gründe für diese Entwicklung aber auch nicht erklären.

Hier findet man die Untersuchung im Original. Dort werden auch Ursachen für die dargestellte Entwicklung diskutiert, darunter die folgende:

Finally, the changes brought about through the women’s movement may have decreased women’s happiness. The increased opportunity to succeed in many dimensions may have led to an increased likelihood of believing that one’s life is not measuring up. Similarly, women may now compare their lives to a broader group, including men, and find their lives more likely to come up short in this assessment. Or women may simply find the complexity and increased pressure in their modern lives to have come at the cost of happiness.


Es ist offenbar wirklich schwer herauszufinden, was Frauen endlich glücklich macht. Nur eines ist klar: Zum Schluss werden wir Männer ganz sicher schuld am Unglück der Frauen sein.

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Donnerstag, April 30, 2009

Pizzey: "Frauen erschöpft vom Kampf für Gleichberechtigung"

Die Zahl der prominenten Frauen, die sich der Analyse anschließen, für die Eva Herman hierzulande aus den Medien gemobbt wurde, wächst international weiter an. Momentan stößt Erin Pizzey dazu:

Women have won the war for equality but it has left many of them imprisoned and exhausted, a pioneering feminist has claimed.

Campaigner Erin Pizzey, who founded the world's first refuge for battered women in 1971, claims the idea of women happily combining a career and a family has proved to be a myth. The 70-year-old said women's 'freedom of choice' to have both has left them with less spare time than they had before. But she added that many now did not understand what they had lost.

Speaking as part of a BBC programme about the role of women in the workplace, she said many are mothers who are having to juggle jobs at the same time. She said: 'There's been a subterranean war between men and women which has been won by women and they don't actually understand what they've lost.'

The campaigner added: 'I don't think anybody foresaw that what a freedom of choice would do is imprison many. Many women, they don't have a choice now, they have to work, they have to work hard, and I just see an exhausted generation of women trying to do it all.'


Hier geht es weiter.

Kaum vorstellbar übrigens, wie "erschöpft" die Frauen vom Kampf um Gleichberechtigung erst wären, wenn es von uns Männern irgendeinen Widerstand gegeben hätte ...

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Freitag, März 13, 2009

Lesermail (Buchkritik)

Genderama-Leser Bernhard mailt mir zu meinem aktuellen Buch "Rettet unsere Söhne":

Als erstes fiel mir auf, daß das Buch relativ schlank ist, was ich sehr gut fand. Auch das Cover gefällt mir gut, obwohl es irgendwie etwas mainstreaming rüberkommt, anders als bei Deinen anderen Büchern.

Wie bei Dir gewohnt, wird das, was behauptet wird, auch belegt. Leider ist die Suche nach den Quellen hinten im Buch recht nervig, da die Quellen nicht fortlaufend numeriert sind, sondern nur jeweils innerhalb des jeweiligen Kapitels.

Äußerst prima fand ich, daß Du nicht nur auf die Benachteiligung von Jungen hinweist, sondern durchgehend auch auf die Benachteiligung von Männern. Jemand, der das Buch eigentlich nur kaufte, um sich über die Benachteiligung von Jungen zu informieren, wird so auch für die Benachteiligung von Männern sensibilisiert. Ein prima Schachzug, damit hatte ich nicht gerechnet.

Das Buch ist flüssig geschrieben, man kann es problemlos durchlesen. Inhaltlich ist alles drin, wobei dem regelmäßigen Genderama-Leser natürlich einige Passagen bekannt vorkommen. Höchst treffend fand ich auch die eingestreuten Zitate der Männer.

Folgende Ergänzungen hätte ich noch:

- Da Du auch auf PAS zu sprechen kommst, wäre ein Hinweis darauf angebracht gewesen, daß PAS in Deutschland offiziell ignoriert wird. Die Frauenministerin rät sogar den Anwalt einzuschalten, wenn eine Alleinerziehende mit PAS konfrontiert wird.

- Die Tätigkeit des Hausmanns wird im Buch recht negativ dargestellt, vermutlich zurecht, wenn man den entsprechenden Studien Glauben schenkt. Es wird jedoch vergessen, daß der Hausmann eine ganz neue Wahlfreiheit mit sich bringt. Als betreuender Hausmann hat man die Möglichkeit, quasi jederzeit aus einer Beziehung auszubrechen, als Hauptbezugsperson das Kind mitzunehmen und seine Unterhaltsansprüche geltend zu machen. Gerade wenn die Partnerin durch ihren Vollzeit-Ernährerjob vorzeitig altert, muß diese Möglichkeit nicht die schlechteste sein. ;-) Ansprüche sammeln, statt den Alleinverdiener zu geben, kann also auch ein attraktives Rollenmodell für Männer sein.

- Ein Widerspruch ist mir aufgefallen, als es um die Forderung nach mehr männlichem Personal im sozialen Bereich ging. Einerseits wird dies von Dir gefordert, hinten beim 10-Punkte-Plan, andererseits wird dies von Dir kritisiert, weil die Macherinnen von "Neue Wege für Jungs" dies den Jungs dort anbieten. Natürlich ist "Neue Wege für Jungs" eine komplette Frechheit, aber als Leser fragt man sich dann schon: Will er jetzt männliches Personal im sozialen Bereich oder doch nicht?

Als Laie, der sich über spezifische Benachteiligung von Jungen bisher nur über Genderama und MANNdat eingelesen hat, bin ich vom Buch wirklich sehr angetan.

Ich wünsche Dir viel Erfolg mit diesem Buch. Bei Amazon schwankt es seltsamerweise irgendwo zwischen Rang 2.000 und 12.000.


Ich weiß nicht, ob das Amazon-Ranking bei diesem Buch das beste Kriterium ist, um seine Verkaufszahlen festzustellen. Aufgrund des sehr speziellen Amazon-Katalogsystems wird es über Suchbegriffe wie "Jungen", "Schulen" oder "Bildung" nicht so leicht gefunden, da es das Wort "Jungen" nur im Untertitel trägt.

Dafür trudeln bei Amazon allmählich die ersten Leserrezensionen ein.

Was die Fragen zum Thema Hausmann und Männer in sozialen Berufen angeht: Solange das eine freiwillige und wohlinformiert getroffene Entscheidung ist, finde ich das wunderbar. Ich habe schon in "Männerbeben" eine größere Rollenfreiheit für Männer gefordert. Was ich kritisch sehe, ist, dass staatliche Stellen Männer in diese Richtung dirigieren, ohne ihnen auch die Schattenseiten dieser Rollenmodelle klarzumachen. Seltsamerweise werden Männer nicht für gutbezahlte Jobs begeistert, die bisher überwiegend von Frauen ausgeübt werden (etwa in den Bereichen Marketing und Personalwesen, Lebensmitteltechnik und Pharmazie). Bei dieser Form von "Frauen in den Beruf, Männer an den Herd" ist mir zu viel staatliche Manipulation im Spiel.

(Die Passage zu Amazon wurde von mir nachträglich geändert, nachdem mir vom Kundenservice des Unternehmens neue, überprüfbare Informationen vorliegen.)

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Samstag, Februar 28, 2009

Mangelnde Gleichstellung: Bundesministerien versagen bei Frauenförderung

Auch diesen Artikel findet man auf Spiegel-Online.

Die Bundesregierung scheitert an ihren eigenen Zielen: Entgegen den Bekundungen, Frauen zu mehr Chancengleichheit im Beruf zu verhelfen, versagen gerade die Ministerien bei der Gleichstellung. Noch immer finden sich hier nach SPIEGEL-Informationen kaum Frauen in Führungspositionen.


Hm. Selbst die, die ständig von Gleichstellung faseln, versagen bei der aktiven Umsetzung – von den Bundesministerien bis zur PDS/Die Linke. Woran das nur liegen mag? Vielleicht daran, dass die feministische Theorie von den gläsernen Decken und der Frauenfeindlichkeit im Patriarchat schlicht Unfug ist und Frauen wegen in Wahrheit größerer Wahlmöglichkeiten weniger Böcke auf die mit entsprechenden Karrieren verbundene 70-Stunden-Arbeitswoche haben? Nein, dass an der feministischen Ideologie etwas nicht stimmen könnte, ist im wahrsten Sinne des Wortes undenkbar geworden. Weshalb wir uns, da hat Lisa Ortgies ironischerweise völlig Recht, vermutlich noch in 30 Jahren mit diesem Mumpitz beschäftigen werden. Was mir ja ziemlich schnuppe sein könnte, wenn die realistischen und erfüllbaren Anliegen von Männerrechtlern nicht permanent damit abgewürgt würden, zuerst müsse ja wohl mal die Gleichstellung der Frauen herbeigeführt werden.

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Donnerstag, Februar 26, 2009

CDU läd Eva Herman aus

Huch, schon wieder die "Junge Freiheit"! Richtig, allerdings konnte ich auch hier bezeichnenderweise keine andere Nachrichtenquelle zu diesem Vorfall finden. (Ganz taufrisch ist die Meldung auch nicht, aber sie wurde erst jetzt für Nicht-Abonnenten online zugänglich gemacht.)

Eine von der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU Hannover für diesen Donnerstag geplante Veranstaltung mit der ehemaligen "Tagesschau"-Sprecherin Eva Herman und der Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Christa Meves zum Thema "Um ein neues Frauenbild" ist auf Weisung der CDU Hannover kurzfristig abgesagt worden. Es könne nicht hingenommen werden, daß im Wahlkreis von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen eine CDU-Vereinigung Eva Herman zu Wort kommen lasse, hieß es aus Partei-Kreisen zur Begründung. Daß dieses Verbot nicht nur auf regionale Verhältnisse zurückzuführen ist, kann daraus geschlossen werden, daß kurz zuvor ein von der CDU-nahen Konrad Adenauer-Stiftung geplantes Seminar mit Eva Herman in Magdeburg ebenfalls kurzfristig abgesetzt worden war.


Inzwischen fragt eine SPD-Ratsherrin allen Ernstes, "warum Eva Herman immer wieder auftreten darf". Wenn es gegen die Meinungsfreiheit geht, scheinen sich die großen Parteien einig zu sein.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch dieser Artikel über eben jenen Auftritt Hermans, über den sich die SPD-Frau so empörte. Ein Auszug:

Hinter Gleichberechtigungsbestrebungen der Geschlechter (das so genannte Gender Mainstreaming) und der gesetzlich verstärkten Frauen-Bevorzugung sieht Herman zudem die Benachteiligung von Männern. Damit diese, "nach 20.000 Jahren in Freiheit und Sammeln und Jagen ans Haus gefesselt werden und Frauen den Rücken freihalten". Auch Herman bekennt sich schuldig: "Ich war viele Jahre selbst diese Karriere-Frau", habe drei Ehen in den Sand gesetzt und nur ein Kind. Heute sagt sie: "Frauen können alles, aber nicht alles gleichzeitig."

Zum Einstieg ihrer Rede hatte Herman nicht ohne Stolz gesagt, sie habe nachmittags erfahren, dass sie nunmehr zwölf Urteile gegen den Springer-Verlag und das Hamburger Abendblatt habe. Diese würden ihnen in Zukunft verbieten, ihre familienpolitische Sicht nochmals verkürzt mit der des Dritten Reichs zu vergleichen.

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Dienstag, Februar 24, 2009

Warum Frauen wütend sind

Vor einigen Jahrzehnten waren Frauen wütend, weil sie auf die Rolle der Hausfrau und Mutter beschränkt waren, und mit dieser Wut erkämpften sie sich "die eine Hälfte des Himmels", wie Alice Schwarzer es nannte: das Arbeitsleben der Männer. Heute sind Frauen wütend, weil sie gleichzeitig Mütter und auf dem Karrierepfad sind und sich das als eine größere Belastung herausstellt, als es in den feministischen Reiseprospekten beschrieben wurde. Schuld daran sind natürlich immer noch die Männer.

In diesem aktuellen Artikel in der britischen Daily Mail jammert eine dieser Frauen ohne Ende – und erhält darauf etliche Kommentare von Lesern und Leserinnen, die ihr ordentlich die Meinung geigen. Eine Freude!

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Sonntag, Februar 08, 2009

Britische Autorin: Ich hätte den Feminismus bleiben lassen sollen zugunsten von Liebe, Kindern und Backen

Zoe Lewis, eine britische Autorin von Theaterstücken, fühlt sich betrogen von den leeren Versprechungen der feministischen Ideologie, was Unabhängigkeit und Erfolg angeht. In den geistigen Fußstapfen von Charlene und von Eva Herman schreibt auch sie jetzt darüber in der Londoner "Times":

I never thought I would be saying this, but being a free woman isn't all it's cracked up to be. Is that the rustle of taffeta I hear as the suffragettes turn in their graves? Possibly. My mother was a hippy who kept a pile of (dusty) books by Germaine Greer and Erica Jong by her bed (like every good feminist, she didn't see why she should do all the cleaning). She imbued me with the great values of choice, equality and sexual liberation. I fought with my older brother and won; at university I beat the rugby lads at drinking games. I was not to be messed with.

Now, nearly 37, those same values leave me feeling cold. I want love and children but they are nowhere to be seen. I feel like a UN inspector sent in to Iraq only to find that there never were any weapons of mass destruction. I was led to believe that women could “have it all” and, more to the point, that we wanted it all. To that end I have spent 20 years ruthlessly pursuing my dreams - to be a successful playwright. I have sacrificed all my womanly duties and laid it all at the altar of a career. And was it worth it? The answer has to be a resounding no. (…)

I argue that women's libbers of the Sixties and Seventies put careerism at the forefront, trampling the traditional role of women underneath their Doc Martens. I wish a more balanced view of womanhood had been available to me. I wish that being a housewife or a mother wasn't such a toxic idea to middle-class liberals of yesteryear.

Increasing numbers of my feminist friends are giving up their careers for love and children and baking. I wish I'd had kids ten years ago, when time was on my side, but the problem is not so much time as mentality. I made a conscious decision not to have serious relationships because I thought I had all the time in the world. Many of my friends did the same. It's about understanding what is important in life, and from what I see and feel, loving relationships and children bring more happiness than work ever can.


Arme Zoe. Wie lange es wohl dauern wird, bis sie die britischen Medien landesweit beschimpfen und als Rechtsradikale verleumden?

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Dienstag, Januar 20, 2009

Frauen flüchten sich in Schwangerschaft

Werden Männer arbeitslos, konzentrieren sie sich auf eine schnelle Rückkehr ins Berufsleben. Frauen dagegen flüchten sich in die Familienplanung - und werden schwanger.


Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet über eine aktuelle Studie des Deutschen Institus für Wirtschaftsforschung. Interessant ist hierbei auch der Schluss des Artikels:

Dass Berufe mit hohen Anforderungen an die Qualifikation Männerdomänen sind, liege oft weder an fehlender Eignung noch an Diskriminierung von Frauen, heißt es in der ebenfalls am Montag veröffentlichten Analyse. Frauen mieden Berufe, in denen die beruflichen Kenntnisse nach einer längeren Abwesenheit entwertet würden und Lohnabschläge nach einer Rückkehr in den Job am höchsten seien.


Herzlichen Dank an mehrere Hinweisgeber!

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Montag, Januar 19, 2009

"Je reicher der Mann, desto häufiger sollen die Frauen Orgasmen haben"

Britische Psychologen sehen die Verbindung zwischen männlichem Reichtum und weiblichen Orgasmen in ihrer Studie als evolutionäres Erbe der sexuellen Selektion.


Näheres hier.

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Sonntag, Januar 04, 2009

"Frauen wird es leicht gemacht, nicht zu arbeiten"

Barbara Bierach erklärt in der "Welt", woran es liegt, dass man so wenig Frauen in deutschen Führungsetagen findet:

Seit Jahren werden in deutschen Konzernen Frauen gezielt gefördert. Doch gebracht hat es bislang wenig. Denn Deutschland macht es Frauen leicht, nicht zu arbeiten – vor allem nach der Geburt eines Kindes. Viele können es sich leisten, zu Hause zu bleiben. Mit fatalen Folgen für die Unternehmen.


Hier geht es weiter.

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Mittwoch, Oktober 29, 2008

Vater werden in Deutschland – warum es Männern so schwer gemacht wird

Einer gestern veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge bejahen fast 100 Prozent der jungen Männer die Frage nach einem Kinderwunsch. Und dennoch bleibt ein Drittel von ihnen kinderlos. Das scheint wieder einmal daran zu liegen, dass nur über die Nöte des weiblichen Geschlechts gesprochen, die Anliegen der Männer aber übergangen werden. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet:

Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird bisher lediglich unter dem Gesichtspunkt Frau und Beruf debattiert. Elternzeitmodelle sind auf die Lebenssituation von Frauen zugeschnitten. Die Betreuungsangebote in Kindergärten und Schulen gehen von der maximal Teilzeit arbeitenden Frau aus. Väter geraten unter Rechtfertigungsdruck, wenn sie zwei Monate oder gar die gesamte Elternzeit beanspruchen wollen.

Noch schlimmer: "Der berufliche Wiedereinstieg gestaltet sich für Männer heute ungleich schwieriger als für Frauen", sagt Renate Schmidt, bis 2005 Bundesfamilienministerin und Erfinderin des Elternzeitmodells.

Der Grund: Für Frauen gibt es reichlich Beratungsangebote in den Unternehmen. Die Arbeitgeber sind darauf eingestellt, dass Frauen in die Elternzeit gehen und irgendwann wiederkommen. Für Väter gibt es außer gesetzlichen Ansprüchen: nichts.

Männer müssen sich zudem damit herumschlagen, dass sie in der Regel mehr verdienen, als ihre Partnerinnen. Hohes Einkommen ist grundsätzlich eine wunderbare Sache. Wenn er allerdings ernsthaft vorhat, seine Kinder in den ersten Jahren selbst zu betreuen, endet die Debatte mit der Kindsmutter in der Regel an dieser Stelle: "Du kannst nicht zu Hause bleiben, du verdienst zu viel."

Renate Schmidt macht das auch den Frauen zum Vorwurf: "Junge Frauen gehen zu oft in solche Berufsfelder, die schlechter bezahlt sind." Sie scheinen ein Abo auf Berufe wie Erzieherin, Krankenschwester, Grundschullehrerin zu haben.


Lieber Himmel, das ist ja fast ein maskulistischer Artikel! In der "Süddeutschen" ...

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Mittwoch, Oktober 22, 2008

Neue Studie: Gehaltslücke Folge von Lifestyle-Entscheidungen, nicht Diskriminierung

Gut, das ist nichts anderes als das, was ich schon zig Mal erklärt habe, aber der Mythos von der Gehaltsdiskriminierung hält sich weiterhin hartnäckig, so dass man für jede weitere Studie dankbar ist:

The pay gap between men and women has nothing to do with discrimination by employers, an influential study said yesterday. It argued that the difference in salaries between male and female workers came down to 'individual lifestyle preferences'. The choice of millions of mothers to put children before careers was the chief reason given for the disparity between men and women that emerged after 30.


Die Daily Mail berichtet.

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Donnerstag, September 11, 2008

England: "Mütter sollten bezahlt werden, wenn sie sich um ihre Kinder kümmern"

Mothers should receive financial help of up to £6,000 a year to stay at home and care for their babies and toddlers, according to a report which says that nurseries fail to provide the one-to-one adult interaction children need.

Too many parents of babies and toddlers are being forced back to work by financial pressure and government policy when they would prefer to stay at home during their offspring's earliest years, according to the research by a think-tank chaired by the former Conservative leader Iain Duncan Smith.

Many of society's problems, such as knife and gun crime among teenagers, alcohol and drug abuse and poor mental health can be traced back to parental neglect when children were very young, said the Centre for Social Justice.


Hier geht es weiter.

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Donnerstag, August 21, 2008

"Gleichberechtigung ist keine Einbahnstraße"

Gleichberechtigung bedeutet keineswegs Gleichheit, sondern oftmals Nachteile für Männer. Beim Stichwort Doppelbelastung denken wir an gehetzte Mütter, aber keineswegs an gehetzte Väter. Und bei Kinderliebe denken wir ebenfalls zuerst an die Mütter, obwohl diese nach einer Untersuchung nur minutenweise täglich mit ihren Kindern spielen.


Astrid von Friesen rückt für das Deutschlandradio eine in starke Schieflage geratene Debatte wieder gerade. Dabei erkennt sie Männer als "das fortschrittlichere Geschlecht".

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Montag, August 11, 2008

"Das fragile Geschlecht"

Mit Walter Hollsteins aktuellem Buch als Aufhänger widmet sich Christine Brinck für den Berliner "Tagesspiegel" der Männerkrise. Ein Auszug:

Auch wenn die Forschung manches jetzt erst unter die Lupe nimmt, neu ist nicht alles. Schon immer wurden Buben als Zumutung empfunden. So kannten schon die Römer den Spruch „Jungs sind eben Jungs“. Sie waren stets wandelnde pädagogische Desaster. Ihre sprachliche Beschränktheit wurde schon vor Jahrhunderten beklagt. So lamentierte John Locke 1693 über die Unfähigkeit der jungen Herren, „Leichtigkeit, Klarheit und Eleganz“ in der englischen Sprache zu entwickeln. Ein Zeuge der Londoner Schulkommission von 1868 beobachtete bereits lange vor Feminismus und Geschlechterhysterie: „Die Mädchen kommen, um zu lernen, Buben muss man antreiben.“ Aus dem australischen New South Wales zeigen Statistiken seit 1884, dass Mädchen stets proportional besser abschnitten als die Jungen, außer in Mathe, Geologie, Musik und Naturwissenschaften. Die Mängel so vieler Jungen, wie ihre sprichwörtliche Lesefaulheit, wären vor 40 Jahren nicht weiter aufgefallen: Mädchen waren keine Konkurrenz und die Arbeitswelt rief (noch) eher nach Muskelkraft als nach Sprachvermögen. Dienstleistungs- und Kommunikationsjobs erfordern indes sprachliche Fähigkeiten, und die sind die natürliche Domäne der Mädchen. Die Schulen (und Eltern) haben in den vergangenen Dekaden die Mädchen nicht unbedingt bevorzugt, aber versäumt, die Jungen an die veränderte Arbeitswelt heranzuführen. Und just dann, wenn die armen Buben in der Pubertät von Testosteron überschwemmt werden, wird ihr Lehrplan mit sprachlichen Anforderungen getränkt. Das ist allemal für die Jungen aus der Unterschicht wie ein Todeskuss. Die Pädagogik passt nicht zur Biologie.


Man muss nicht allem zustimmen, aber dieser Artikel gibt der aktuellen Diskussion zumindest ein paar neue Impulse.

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Donnerstag, Juni 05, 2008

Soziologin: Frauen heiraten bald nicht mehr "nach oben"

Die linke Wochenzeitung "Freitag" hat Jutta Allmendinger, Leiterin des Wissenschaftszentrums Berlin, im Interview über durchstartende junge Frauen und abgehängte junge Männer.

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Mittwoch, März 26, 2008

"Ganz so schlimm können Männer gar nicht sein"

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Die taz nimmt deutsche Männer vor einer aktuellen Studie der Zeitschrift "Brigitte" in Schutz – wenn auch eher viertelherzig:

Eine Figur des Familienlebens fehlt in der Studie zum größten Teil: der Mann. Männer kommen nur als reflektierter Wunsch der Frauen vor, nicht als eigenständiger Akteur, sondern als finsteres Bild des Machos, dem die unabhängige Frau, vor allem die finanziell unabhängige, bei Nichtkooperation entkommt. Denn während das weibliche Rollenverständnis zwischen Kind, Beruf und Unabhängigkeit als durchweg modern dargestellt wird, lesen sich die nicht untersuchten männlichen Rollenerwartungen, die dagegengesetzt werden, wie aus dem Mittelalter: Nett, fürsorglich und gehorsam soll die Frau sein. Das mag in einigen Fällen noch stimmen, ganz so schlimm und flächendeckend übel können Männer gar nicht sein.

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Freitag, März 14, 2008

"Die neue, absolute Freiheit der Frau"

Die Antibabypille brachte die erste sexuelle Revolution, indem sie die Frau von den Folgen des Geschlechtsverkehrs befreite. Jetzt wird die nächste, noch bedeutsamere sexuelle Revolution eingeläutet. Neue biomedizinische Techniken werden die Lagerung von unbefruchteten Eizellen ermöglichen, die der jungen Frau entnommen, in reiferem Alter befruchtet und wiedereingesetzt werden. Wenn eine Frau will, wird sie künftig ihre eigenen Eizellen befruchten lassen und ihr eigenes Kind austragen – eine Eigenspende über die Zeit hinweg also. Diese Option wird es Frauen auch ermöglichen, ihre Fruchtbarkeit weit über die Wechseljahre hinaus zu bewahren – die Familienplanung erhält eine neue Berechenbarkeit. Die Geburtenraten könnten wieder steigen.

(...) Dieses Verfahren, das in den USA schon viel verbreiteter ist als in Europa (...), wird einen weiteren, gar entscheidenden Schritt in der Emanzipierung der Frau bedeuten. Sie wird alles in ihrem Leben selber bestimmen können, ihre biologische Uhr ist ausser Kraft. Sie kann Kinder bekommen, wann und wie sie will, sie kann sich gar erst einen Partner suchen, wenn sie meint, jetzt sei es an der Zeit. Oder sie kann ganz auf einen Partner verzichten – und ihre aufgetauten Eizellen mit fünfzig von einem anonymen Samenspender befruchten lassen.


Näheres verrät die "Weltwoche".

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