Freitag, August 14, 2009

Ausstellungseröffnung "Väter a.D." am 17. August

Folgende Pressemitteilung erreicht mich gerade:

Am 17.8.2009 eröffnet der Gleichmass e.V. um 16 Uhr in den Räumlichkeiten des Geraer Fachdienstes für Kinder- und Jugendhilfe (Gagarinstraße 99 – 101) die Wanderausstellung "Väter a. D.". Die Ausstellung wird bis zum 11.09.2009 von Mo. – Do. von 9.00 – 17.00 Uhr sowie am Fr. von 9.00 –15.00 Uhr zu sehen sein.

Jährlich wird in Deutschland seriösen Schätzungen zufolge zwischen 170.000 – 230.000 Kindern der Kontakt zum meist Vater verwehrt. Die Folge sind Entfremdung und Identitätsverlust, unter denen die Betroffenen oftmals ein Leben lang leiden. Die Ausstellung, die mit Porträts Wünsche und Aussagen betroffener Eltern thematisiert sowie aktuelle Zahlen zur Situation kindlichen wie elterlichen Kontaktverlustes aufzeigt, hat zum Anspruch, die Sichtweisen der Besucher zu erweitern und familienpolitische Entscheidungsträger auf die Wichtigkeit beider Eltern für das Kind zu verweisen.

Zu sehen sein wird die Ausstellung u. a. auch in Aachen, Berlin, Fulda, Hamburg, Jena, Erfurt, Karlsruhe, Leipzig, der Westpfalz sowie Basel in der Schweiz.

Ermöglicht wurde die Ausstellung mit Unterstützung seitens der Justizministerin Frau Marion Walsmann, dem Thüringer MdL Michael Panse sowie dem Fotografen Jens Wagner (jensons-art.de).


Hier erfährt man Näheres über die dahinter stehende Initiative.

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Donnerstag, August 13, 2009

Lesermail (Samenspenden 2)

Genderama-Leser C.M. mailt mir:

Zu dem Beitrag über schwedische Lesben, die Samenbanken leersaugen, passt dieser Artikel.

Kurz: In Schweden wurde schon 2005 ein Samenspender zu Unterhalt an ein lesbisches Paar verurteilt.

Meiner Meinung nach gibt es in Samenbanken eher das Sperma des dümmeren Anteils der männlichen Bevölkerung. Dass Studenten oder auch der oft genannte durchschnittliche Feuerwehrmann so dumm, so naiv sind, sich auf sowas einzulassen, kann ich mir nicht vorstellen.

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Leserbrief (Samenspenden)

Genderama-Leser T.N. mailt mir:

Hallo Arne,

diese Meldung ist eine Woche her, aber vielleicht was für dein Genderama-Blog, etwas über Samenspender in Deutschland.

Selbst auf Samenspender lauern somit "interessante" Überraschungen mit gewaltigem Knalleffekt. Wohlgemerkt handelt es sich nicht um irgendwelche Fummeleien mit der Einwegspritze auf privater Basis. Es handelt sich um Samenspender, die in eine Samenbank gehen, um einem kinderlosen Paar ein Kind zu ermöglichen und dies offiziell und den Richtlinien entsprechend tun. Speziell wenn lesbische Pärchen sich ein Kind holen, dann holt den Spender der Fluch der guten Tat ein - was extrem teuer werden kann. Bislang gibts noch eine Empfehlung (keine Vorschrift!), nur verheiratete Heteropaare zu "versorgen", aber bei den Riesenschritten, mit denen das Feminat alle restlichen Hürden zwischen Lesben und Kindern niederreißt, ist die Sache eine Zeitbombe. Interessant, dass diese Aspekte sonst nirgends in den Medien auftauchen unter all den Lobliedern auf lesbische "Familien".

Anzumerken wäre auch, dass auch in diesem Bereich speziell in Deutschland wieder einmal eine stark rechtliche Asymmetrie zugunsten von Frauen existiert. Frauen können Samen kaufen und sich befruchten lassen. Männer können weder Eizellen kaufen noch eine Leihmutter beauftragen. Frauen wird Mutterschaft über biologische Hindernisse hinweg ermöglicht (und sogar größtenteils von der Krankenkasse bezahlt), Männern nicht. Frauen mit einem zeugungsunfähigen Mann können Mutter werden, Männer mit gebärunfähiger Frau können keine Väter werden.

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Montag, August 10, 2009

"Von der Leyen: Aus Mrs. Babyboom wurde Frau Ratlos"

Oberflächlich betrachtet schien die Entwicklung der Ministerin recht zu geben. Im Jahr 2007 waren laut Statistischem Bundesamt 12.000 Kinder mehr geboren worden als im Vorjahr 2006 und die Geburtenrate pro Frau von 1,33 auf 1,37 angestiegen. Ursula von der Leyen ließ sich stolz in der Presseerklärung ihres Ministeriums zitieren: „Ich freue mich sehr über den Anstieg der Geburten und vor allem darüber, dass die jungen Eltern allmählich wieder die Kinder bekommen, die sie sich wünschen.“ Dass es sich dabei um nicht mehr als um die üblichen statistischen Schwankungen handelte, konnte die Familienministerin nicht beirren. Sie erklärte allen Ernstes: „Die Eltern geben uns einen Vertrauensvorschuss.“ Was noch peinlicher war: Die Presse, die ja angeblich die Aufgabe hat, die Politik kritisch zu begleiten, stimmte in diese Fanfare mit ein und nur am Rande waren skeptische Stimmen zu vernehmen.


Gérard Bökenkamp kommentiert auf ef-online.

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Sonntag, August 09, 2009

Schwedische Lesben saugen Samenbanken aus

Sweden's fertility clinics are racking up a serious backlog of people waiting for artificial insemination, due in part to a "spike" in demand from lesbian couples for vital supplies of man juice.

So bad have things got that prospective customers at Sahlgrenska University Hospital in Gothenburg are now forced to wait 18 months for treatment.

The problem, the Göteborgs-Posten explains, is that a 2005 law change granted "female same-sex couples" the right to fertility treatment at Swedish hospitals. Previously, this privilege extended only to married women or those who were "registered heterosexual partners".


Hier geht es weiter.

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Dienstag, August 04, 2009

Frauenministerium redet Baby-Flaute schön

Überall in Europa werden mehr Kinder geboren, nur die Deutschen bekommen Jahr für Jahr weniger Babys - daran hat bisher auch das Elterngeld nichts geändert. Trotzdem verkauft Familienministerin Ursula von der Leyen jede statistische Mini-Schwankung als politischen Erfolg. (...)

De facto monierte das Ministerium eine Diskrepanz von 7000 Babys. "Das ist eine sehr geringe Abweichung", sagt Eurostat-Sprecher Timothy Allen zu SPIEGEL ONLINE, "und ändert nichts an der Grundaussage des Ländervergleichs". Selbst wenn Eurostat die frischesten Zahlen benutzt hätte, wäre Deutschland mit seiner Kinderquote auf dem letzten Platz gelandet, wie schon in den Jahren davor.


Spiegel-Online berichtet.

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Von der Leyen: "Ihr habt ja alle keine Ahnung!"

Elterngeld hin oder her, Deutschland muss als einziger EU-Staat einen Geburtenrückgang hinnehmen: Zu diesem Ergebnis kommt eine Vergleichsstudie aus Brüssel. Das Familienministerium weist die Untersuchung zurück - und bescheinigt den Statistikern Ahnungslosigkeit.


Spiegel-Online berichtet.

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Montag, Juli 27, 2009

Von der Leyen wird Vernebelungstaktik vorgeworfen

Eine „Vernebelungstaktik“ bei der Vorstellung des Familienmonitors 2009 wird Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) auf der Internetplattform www.familyfair.de vorgeworfen. Ihr Ministerium scheine sich dazu entschlossen zu haben, unwichtige Details der repräsentativen Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach (Allensbach am Bodensee) an die Medien weiterzugeben, während die brisanten Ergebnisse verschwiegen würden. Viele Medien hätten im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Familienmonitors am 14. Juli über das veränderte Bild des Vaters berichtet.


Hier geht es weiter.

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Freitag, Juni 12, 2009

Eva Herman und Carlos A. Gebauer übernehmen Sendungen im Internet

Wie die "Welt" berichtet, bekommen Eva Herman und Carlos A. Gebauer jeweils eine eigene Sendung bei dem Internet-TV-Sender Familyfair. Der Sender profiliert sich als männerfreundlich: So sind dort aktuell die benachteiligten Jungs Thema des Monats, und auch mein Artikel "Häusliche Gewalt ist weiblich" wurde dort übernommen.

Eva Herman dürfte jedem bekannt sein, Carlos A. Gebauer vielleicht noch nicht. Ich kenne ihn vor allem als Redaktionskollegen bei "eigentümlich frei", die Wikipedia stellt ihn näher vor.

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Donnerstag, Mai 28, 2009

Konrad-Adenauer-Stiftung: Ein Männeraufbruch ist überfällig!

Vom 3. bis 5. Juli findet in Mainz ein Wochenendseminar der Konrad-Adenauer-Stiftung statt, das überschrieben ist mit Familien brauchen selbstbewusste Väter: Ein Männeraufbruch ist überfällig!

Wie man der verlinkten Einladung entnehmen kann, werden unter anderem Dr. Burkhard Engel, Dr. Wolfgang Bergmann, Jürgen Liminski, Dr. Karin Jäckel, Beate Kricheldorf, Prof. Dr. Matthias Franz, Robin Alexander, Hartmut Steeb, Eckhard Kuhla und Karl-Heinz B. van Lier anwesend sein. Mit mir selbst gibt es ein Gespräch zum Thema "Rettet unsere Söhne".

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Mittwoch, Mai 20, 2009

Alice Walkers Tochter berichtet: "Wie der fanatische Feminismus meiner Mutter unsere Familie zerstörte"

In der britischen Daily Mail schildert eine der Töchter der feministischen Generation, welche Folgen dieser beziehungszerstörende Narzissmus für sie hatte:

She's revered as a trail-blazing feminist and author Alice Walker touched the lives of a generation of women. A champion of women's rights, she has always argued that motherhood is a form of servitude. But one woman didn't buy in to Alice's beliefs - her daughter, Rebecca, 38.

Here the writer describes what it was like to grow up as the daughter of a cultural icon, and why she feels so blessed to be the sort of woman 64-year-old Alice despises - a mother.


In den deutschen Medien wäre ein solcher Artikel kaum vorstellbar. Vermutlich würde man hierzulande jemanden, der sich dermaßen deutlich contra Feminismus und pro Mutterschaft ausspricht, aus einer laufenden Talkshow werfen.

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Mittwoch, April 29, 2009

Angela Merkel: "Gottseidank bin ich in keiner Krippe aufgewachsen"

Bekanntlich plant Familienministerin Ursula von der Leyen eine riesige Krippewelle für Deutschland, damit Mütter ihr Kind möglichst früh in staatliche Hände geben und in den Beruf zurückkehren können. Dumm nur, dass Kanzlerin Merkel eines ihrer aktuellen Interviews nicht mit der Übermutter der Nation abgesprochen hat. Maria Steuer vom Familiennetzwerk kommentiert süffisant:

Im politischen Monatsmagazin Cicero, Heft Mai 2009, wird Angela Merkel auf die Frage nach ihrem unerschütterlichen Frohsinn, der sie seid ihrer Kindheit begleitet, zitiert: „Vielleicht bin ich so geworden, wie ich bin, weil meine Eltern mich nicht in eine Krippe geschickt haben....Das hat mein Vater, der Pastor, nicht geduldet."

Das ist das deutliche Signal eines Umdenkens in der Bundesregierung! Im Interesse aller kleinen Kinder sind wir sehr froh darüber, dass die Bundeskanzlerin so offensichtlich erkennt und emotional nachspüren kann, dass der frühe Krippenbesuch nicht nur Einfluss auf die Kindheit, sondern ebenso auf die Gemütslage im Erwachsenenalter hat.

Seit Jahren weist das Familiennetzwerk auf die Risiken der frühen Fremdbetreuung hin. Auf Fachtagungen und in Pressemitteilungen wurden die wissenschaftlichen Untersuchungen, die die Risiken und Spätfolgen von frühkindlicher Krippenbetreuung beschreiben, immer wieder dargestellt und veröffentlicht. Jetzt erhält das Netzwerk unerwartet Rückhalt von höchster Stelle.


Hier findet man den dürftigen Rest des Artikels, den mein räuberisches Langzitat noch übrig gelassen hat – hauptsächlich ein interessanter Veranstaltungshinweis.

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Samstag, April 12, 2008

"Die Gesellschaft wird einfordern, dass Frauen arbeiten"

Die Frau steht am Herd, der Mann macht Karriere? Von wegen, findet die Berliner Soziologin Jutta Allmendinger. Ihrer Meinung nach ist das starke Geschlecht am schwächeln und braucht jetzt vor allem Hilfe aus der Politik – ganz im Gegensatz zu den Frauen. Die sind selbstbewusst wie nie.


So lautet der Anreißer zu einem Interview, das heute in der Onlineausgabe der "Welt" veröffentlicht wurde. Ein Auszug:

WELT ONLINE: Nehmen Sie 90 Prozent der jungen Frauen wirklich ab, dass sie auf eigenen Beinen stehen wollen?

Allmendinger: Es wird ihnen nicht viel anderes übrig bleiben. Die jungen Frauen unter 30 erleben, dass der Staat und die Männer für ihren Unterhalt immer weniger aufkommen. Die Scheidungsraten sind hoch, Renten, Gesundheitsversorgung, das alles ist unsicher geworden. Frauen stehen schneller alleine da als früher. Es ist eigentlich nicht überraschend, dass die Frauen auf diese Verunsicherung reagieren, indem sie selbstständig sein wollen. (...)

WELT ONLINE: Ihre Studie zeigt, dass Frauen Männer fast nur in der Versorgerrolle wahrnehmen. Warum?

Allmendinger: Frauen wissen oft gar nicht, dass ihre Männer bereit wären, die Rolle des Kindererziehers zu übernehmen. Sie reden während ihrer Entwicklung viel zu wenig mit Männern. Ihre Netzwerke sind meist ausschließlich weiblich. Auch ihre Väter spielen kaum eine Rolle. Woher sollen also die Einsichten in die Vorstellungswelt der Männer kommen? So werden stereotype Bilder eben nicht infrage gestellt.

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Sonntag, Februar 03, 2008

"Gender Mainstreaming, das ist Marxismus pur!" - Geheimpapier der CDU/CSU kritisiert deutsche Geschlechterpolitik

Die aktuelle Titelgeschichte unseres Magazins "eigentümlich frei" dreht sich um ein internes, liberales Positionspapier der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag. Darin ist auch ein Abschnitt der Kritik am Gender-Mainstreaming gewidmet und einer dem neuen Bild der Familie.

Ein Auszug aus diesem Papier:

Die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ erklären Politiker aller Couleur und unsere Berufsfeministinnen (auch männlichen Geschlechts) inzwischen zu einem absoluten Muss für jede Frau – ohne zu fragen, ob dieses Doppelleben denn in jedem Fall so sein muss, ob es nicht auch andere Wege zur „Selbstverwirklichung“ gibt. Weit über 90 Prozent aller Tätigkeiten von Männern und Frauen sind reiner Broterwerb, von Gleichförmigkeit, Routine, geringer Verantwortung geprägt und ohne schöpferisches Element. Verglichen damit sind Mutterschaft und Haushaltsführung erfüllend, selbständig, verantwortungsvoll, abwechslungsreich und kreativ. Familienfreundlichkeit aber heißt bei uns vor allem: Sozialisierung der Erziehung, das Übergeben der Kinder an staatliche Kollektive, ihre „Wegorganisation“. Nach den Bedürfnissen der Kinder, über die uns Ärzte, Psychotherapeuten und Bindungsforschung eindrucksvoll Auskunft geben, wird nicht gefragt. Kinder haben keine Lobby: nach ihrer Meinung zu diesen Vorgängen werden sie weiter nicht gefragt. Sie werden dem Egoismus ihrer Eltern geopfert. Aber: Warum überhaupt Kinder, wenn man sie anschließend so schnell wie möglich loswerden will?


Gab es da nicht mal so eine blonde TV-Moderatorin, die praktisch bis ins letzte Komma hinein genau dasselbe formulierte? Was ist aus der eigentlich geworden?

"Eigentümlich frei" veröffentlicht das Geheimpapier, das bisher von den Medien nicht aufgegriffen wurde, exklusiv und in voller Länge: hier.

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Montag, Dezember 10, 2007

Familienministerin von der Leyen auf dem Prüfstand

Den folgenden Linktipp habe ich von Eva Herman erhalten (nicht dezidiert für Genderama, mehr beiläufig im Gespräch) und ich fand ihn bemerkenswert genug, um ihn zu erwähnen, obwohl er keine topaktuelle News darstellt: Am Mittwoch, dem 18. April 2007, wurde Ministerin von der Leyen in der ARD-Sendung "Ich stelle mich" mit Fragen von Normalbürgern konfrontiert. Offenbar gehört es zum Konzept der Sendung, die Stichhaltigkeit der von Politikern getroffenen Behauptungen von mehreren Experten gegenchecken zu lassen. So geschah es auch bei Ursula von der Leyen. Das Ergebnis dieser Überprüfung findet man hier. Zählt einfach mal mit, wie oft die Ministerin nach Expertenansicht richtig lag.

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Dienstag, Dezember 04, 2007

Vermischtes (2/2007)

Weil es auch heute wieder etwas turbulenter bei mir zugeht, möchte ich noch mal ein paar Nachrichten in "Vermischtes" zusammenfassen.

Ein Leser aus Augsburg mailt mir:

Hey Arne,
heute las ich in der "Augsburger Allgemeinen", dass sie in Celle den Weihnachtsmann doch glatt durch eine WeihnachtsFRAU ersetzt haben. Generell wird in dieser Zeitung sehr, sehr frauenfreundlich geschrieben, aber hier wurde dem Kolumnist anscheinend der Hals trocken. "Heilige Emanzia!" beginnt sein Kommentar, und man sieht ihn förmlich vor sich, wie er ungläubig den Kopf darüber schüttelt. Mittlerweile geht es immer mehr in Bereiche, die auch profeministisch eingestellte Menschen kaum noch nachvollziehen können. Die uralte Tradition des Weihnachtsmannes aus Genderbewegsgründen durch eine Frau zu ersetzen ist wirklich harter Tobak, wenn nicht schon dermaßen lächerlich, dass man glauben könnte, man habe es nicht mit erwachsenen Menschen zu tun. Der Weg zur Nikoläusin scheint zumindest geebnet.


Zweifellos. Einen Artikel darüber, dass Frauen womöglich die besseren Weihnachtsmänner sind, findet man auch hier.

T.B. hat eine (relativ) aktuelle Pressemitteilung des Bundesfrauenministeriums zum Thema "Unterhaltsforderungen von Kindern über die Ländergrenzen hinweg" aufgetan.

"Scheiße, bin ich nach der Lektüre fertig" mailt mir D.G. zu einem Artikel des SPIEGEL über Fehlurteile in den USA. Netterweise hat er auch schon ein paar Zitate aus dem Artikel zusammengestellt:

"Beinahe jede Woche kommt gegenwärtig irgendwo in den Vereinigten Staaten ein Mensch aus dem Gefängnis frei, weil ein DNA-Test seine Unschuld bewiesen hat."

"Nach Angaben des 'Innocent Project', einer Hilfsorganisation für unschuldige US-Häftlinge, sind bis vergangenen Freitag 208 Frauen und Männer aus den Kerkern befreit worden. Mehr als 90 Prozent von ihnen hatte man Vergewaltigung vorgeworfen - ein Verbrechen, das sich wegen der Spermaspuren besonders leicht mit Hilfe von DNA-Tests aufklären lässt. Im Durchschnitt hatten die zu Unrecht Verurteilten zwölf Jahre hinter Gittern verbracht. 15 von ihnen waren sogar zum Tode verurteilt und sind den Henkern nur knapp entronnen."

"Inzwischen müssen die Ermittler ihre Verhöre aufzeichnen, damit sich später objektiv nachvollziehen lässt, unter welchen Umständen Geständnisse abgelegt worden sind."

"Bereits vollstreckte Todesurteile wurden bisher nur in wenigen Fällen von den DNA-Detektiven überprüft. Deshalb konnten sie noch nicht feststellen, ob auch schon Unschuldige exekutiert wurden. Gleichwohl bringt ihr Tun die Todesstrafe immer stärker in Misskredit. Erstmals, so zeigt eine Gallup-Umfrage aus dem Vorjahr, sind die Amerikaner mehrheitlich nicht mehr dafür, Kapitalverbrechern den Garaus zu machen."

"Hochgerechnet auf sämtliche Gefängnisinsassen der Vereinigten Staaten entspräche dies der Einwohnerzahl einer ganzen Kleinstadt: 50 000 Bürger, die unschuldig eingekerkert sind."


Da die Todesstrafe weit überwiegend Männer betrifft, gehört sie in das Themenfeld der Männerrechtsbewegung hinein. Für zu Unrecht der Vergewaltigung bezichtigte Männer gilt das ohnehin.

Wie war das noch vor ein paar Tagen? Am Klimawandel sind die Männer schuld? Eine neue Studie sieht stattdessen Scheidungen als Ursache. Oder Singles, je nachdem. Jedenfalls ist eine funktionierende Familie fürs Klima gut.

Währendessen konstatiert die Osnabrücker Zeitung mit Bezug auf eine dpa-Meldung, dass Frauen in der CDU unterrepräsentiert seien:

Es fängt bei der Mitgliederstruktur an. "Trotz aller Bemühungen" ist nach dem Bericht der Frauenanteil in den vergangenen Jahren nahezu konstant bei 25 Prozent geblieben. (...) Immerhin, so notiert Pofalla, spiegelt der Bundesvorstand mittlerweile die tatsächliche Verteilung von Frau und Mann in der Bevölkerung wieder. Im Spitzengremium der Partei sind knapp die Hälfte der Mitglieder Frauen. Hier ist das 1996 eingeführte Frauen-Quorum, wonach ein Drittel der Parteiposten und Mandate in Parlamenten von Frauen besetzt werden müssen, sogar übererfüllt. (...) Nun will die Parteispitze abermals eine Mitgliederwerbekampagne starten – diesmal, um speziell Frauen für die CDU zu begeistern. Darüber hinaus sollen Kreisverbände ausgezeichnet werden, die sich um die Frauenförderung verdient gemacht haben. Und für den Fall, dass alle Stricke reißen, gibt der Bericht auch noch einen rechtlichen Rat: "Weiterhin können Verstöße gegen die Satzung im Zusammenhang mit dem Frauen-Quorum auch dem Justiziar gemeldet werden."


Ganz herzlichen Dank an alle Hinweisgeber!

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Sonntag, Dezember 02, 2007

"Schluss mit Feminismus!"

"Nach Jahren feministischer Experimente brauchen wir eine grundlegende Neuorientierung unserer Gesellschaft."


Dies forderte der Augsburger Bischof Mixa bei einer Konferenz der Paneuropa-Union Bayern. Bei Christa Müller, einer in Der Linken engagierten Politikerin, findet er Unterstützung:

Kaum jemand wage es noch, sich gegen die "einseitige Familienpolitik" einer Koalition zu stellen, in der "Radikalfeminismus" und wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stünden, sagte Müller.


Klar. Andernfalls wird er von den Medien nämlich entweder totgeschwiegen oder zu Hackfleisch verarbeitet. Beides ist nicht gerade ideal für eine politische Karriere.

Herzlichen Dank an T.G. für den Link!

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Donnerstag, November 29, 2007

Vermischtes

Ungefähr ein Jahr lang habe ich jetzt Blogeinträge mit dem Titel "Vermischtes" vermieden, aber es ist gerade ein wenig turbulent bei mir, und auf diese Weise kann ich doch noch rasch die interessanteren Beiträge des heutigen Tages kollektiv bloggen.

Vor kurzem hatten wir hier ja mal Stutenbissigkeit als Thema. Dazu gibt es einen neuen Artikel.

Mit einem drastischen Video weisen die Schweizer "20 Minuten" auf das Thema Zwangsprostitution hin. Quasi nebenbei erfährt man so, dass auch im Zuhältergewerbe Frauen keineswegs die besseren Menschen sind.

Sodom und Gomorrha: Oskar Lafontaines Frau tritt zum Thema Familie jetzt mit Bischof Mixa auf, meldet die "Welt".

Auch die Muslime fühlen sich vom "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen" der UNO angesprochen. So erklärte das geistige Oberhaupt der Schiiten im Libanon die anhaltende Gewalt von Männern gegenüber ihren Frauen zur Sünde. Frauen seien immer noch Opfer männlicher Gewalt, obwohl sie inzwischen zu den obersten sozialen und politischen Rängen aufgestiegen seien. Politisch korrekter kann man eigentlich kaum sein. Die Vorsitzende des libanesischen "Rates gegen Frauengewalt" (gegen Frauengewalt??) kritisiert allerdings die aktuelle Fatwa, die einer geprügelten Frau das Recht zum Zurückschlagen zugesteht. Gegenseitige Prügeleien hülfen niemandem weiter.

Ebenfalls in der taz befragt Heide Oestreich den Gewaltberater und Therapeuten Jürgen Krabbe (vormals: "Männer gegen Männergewalt") zu prügelnden Kerlen und geprügelten Frauen. Immerhin bleibt in diesem Interview die andere Seite der Wirklichkeit nicht ausgeblendet:

Oestreich: Männeraktivisten klagen, dass männliche Gewaltopfer gar nicht wahrgenommen werden. Sehen Sie das auch?

Krabbe: Bei den bekannten körperlichen Gewalttaten in Beziehungen sind 95 Prozent der Täter Männer. Da ist eine gewisse Konzentration auf diese Gruppe wohl verständlich.

Oestreich: Anonyme Befragungen im Dunkelfeld kommen zu dem Ergebnis, dass Frauen ähnlich oft gewalttätig werden wie Männer.

Krabbe: Wir fangen gerade erst an, öffentlich über Ohnmachts- und Opfererfahrungen von Männern zu reden. Dass die Frauen mit ihrer politischen Arbeit einen Vorsprung haben, kann man ihnen doch nicht übel nehmen. Wir bilden übrigens auch Frauen aus, die gewalttätige Frauen beraten.


Anerkennenswert: Krabbe erzählt dummes Zeug, und Oestreich hakt nach. Die allermeisten anderen Journalisten hätten die Männerrechtler erst gar nicht erwähnt und wenn doch, sich mit Krabbes Unfug abfertigen lassen. Und dass sich endlich auch mal jemand um gewalttätige Frauen kümmert, wusste ich auch noch nicht.

Die Ergebnisse einer neuen Studie überraschen nicht: Wenn ein Elternteil kein Kontakt mehr zu seinen Kindern hat, führt das oft zu schweren gesundheitlichen, sozialen und psychischen Beeinträchtigungen. Fast 88 Prozent der von Esther Katona für diese Studie Befragten waren Männer. Wenn sich da mal keine Feministin wegen Sexismus aufregt ... (Sorry, mein Sarkasmus bricht wieder durch.)

Und schließlich berichtet die FAZ über den "neidischen Blick auf die norwegische Quote".

Ganz herzlichen Dank an alle Hinweisgeber!

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Montag, Oktober 01, 2007

"Die heile Familie war immer nur Kitsch und Selbstbetrug"

Alice Schwarzer gibt dem Schweizer "Blick" ein durchaus ... interessantes Interview.

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Montag, März 19, 2007

„Es ist schlecht, wenn Mütter arbeiten“

Auch die Schweiz hat jetzt ihre Eva-Herman-Debatte – in Gestalt der Schweizerischen Volkspartei (SVP), die gerade ihre Führung als stärkste Partei des Landes ausbaut. Jetzt gelangte deren Präsident Ueli Maurer in die Schlagzeilen - mit Äußerungen wie „Wir haben bald Zustände wie in der DDR, nach der Devise: Kinder weg von der Mutter, wann immer es geht.“ und „Kaum verlässt die Frau das Spital, gibt sie das Kind in der Krippe oder der Krabbelgruppe ab, und am Sonntag geht sie dann noch mit dem Kleinen zu McDonald’s.“ Sein Plädoyer für die traditionelle Familie stößt auf einigen Widerspruch, erhält aber auch viel Zustimmung.

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