Samstag, Juli 18, 2009

Misshandlung von arabischen Frauen im Gefängnis – wo bleiben die Feministinnen?

Das Blog "Alles Schall und Rauch" stellt ein paar unangenehme Fragen – und wird dabei schon sehr politisch unkorrekt.

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Mittwoch, April 29, 2009

Selbsthilfegruppe für geschlagene Männer – in Tunesien

Es bleibt dabei - häusliche Gewalt auch gegen Männer ist ein weltweites Problem und macht entgegen allen Klischees auch vor der islamischen Kultur nicht halt:

Wie die tunesische Wochenzeitung "Al-Mulahiz" in ihrer Ausgabe vom Dienstag berichtete, wurde in dem arabischen Land jetzt eine Selbsthilfegruppe für Ehemänner gegründet, die von ihren Frauen misshandelt werden.


Hier erfährt man mehr.

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Mittwoch, April 22, 2009

"Das Märchen von der unterdrückten Frau"

Im Diskussionsforum "Die blaue Burg" gibt es heute ein ausführliches und lesenswertes Essay von Hemsut über die Rolle der Frau im Islam.

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Donnerstag, Februar 05, 2009

Iran: Position der Frauen erheblich gestärkt

Die "Tagesschau" rückt einige gerade unter Feministinnen des Schwarzer-Lagers beliebte Klischees über den islamischen Staat Iran zurecht. Bis hin zu Frauentaxis gibt es vielfach Parallelen zu den Entwicklungen in Ländern des Westens. Ein Auszug:

Nach wie vor müssen sie zwar noch mit erheblichen Nachteilen vor allem beim Familienrecht kämpfen. So werden beispielsweise die Kinder bei der Scheidung meist automatisch dem Vater zugesprochen. Aber dennoch hat sich die Zahl der Akademikerinnen im Land deutlich erhöht. Waren zu Zeiten des Schahs 15 Prozent der Studierenden weiblich, so sind es heute 60 Prozent. In der Islamischen Republik gibt es mittlerweile sogar einige Universitäten, an denen in Fachbereichen wie beispielsweise Medizin vom Staat Iran eine Männerquote eingeführt wurde, um der stetig wachsenden Zahl an Studentinnen Einhalt zu gebieten.


Hier findet man den vollständigen Beitrag.

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Irakerin ließ 80 Frauen vergewaltigen

Zahlreiche internationale Zeitungen (allerdings keine deutschen) berichten, darunter die australische Herald Sun.

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Samstag, November 08, 2008

Die männlichen Opfer von Zwangsehen

Die Geschichten türkischer Mädchen in Deutschland, die zwangsverheiratet werden, geschlagen und unterdrückt, sind oft schon erzählt worden. Schriftstellerinnen wie Necla Kelek oder Serap Çileli haben sie ausführlich beschrieben. Dass es aber auch viele junge muslimische Männer gibt, die gegen ihren Willen heiraten müssen und Gewalt durch ihre Familie erfahren, ist weitgehend unbekannt. Für diese Männer gibt es kaum Hilfsangebote, viele schämen sich so, dass sie es nicht wagen, über ihr Schicksal zu sprechen.


Also im Prinzip dieselbe Situation wie bei häuslicher Gewalt, sexuellem Missbrauch und diversen anderen Themen, bei denen es fast ausschließlich um die weiblichen Opfer geht. Spiegel-Online berichtet über Männer, die von Zwangsehen betroffen sind.

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Montag, Juli 14, 2008

"Zwangsheirat, Ehrenmord? Alles war gelogen!"

Es gab weder eine Zwangsheirat noch Todesdrohungen: Das Kreisgericht St. Gallen hat einen 48-jährigen Türken freigesprochen. Der Mann war wegen einem angeblich geplanten "Ehrenmord" an seiner Tochter ausgewiesen worden. (...) Auch die Mutter und der damalige Ehemann der jungen Türkin sind laut dem Gerichtsurteil unschuldig. Vielmehr habe die Tochter und Ehefrau der drei Angeklagten die Geschichte um die angebliche Zwangsheirat und einen geplanten Ehrenmord erfunden.


Verstehe ich das richtig, dass da ein Mann aufgrund einer bloßen Behauptung seiner Tochter hin des Landes verwiesen wurde? Auch nicht schlecht. Erinnert ein bisschen an den Umgang mit dem Panikthema "sexueller Missbrauch" von vor zehn Jahren. Nur dass es inzwischen vom Panikthema "Islam" abgelöst wurde.

Der Schweizer "Blick" berichtet.

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Donnerstag, Juni 26, 2008

Indische Männerrechtler stürmen ministerielles Treffen mit Feministinnen

Männer waren bei dem feministischen Regierungstreffen zum Thema häusliche Gewalt offenbar nicht erwünscht – aber sie erkämpften sich ihre Teilnahme:

New Delhi, June 25 (IANS) A meeting called Wednesday by Women and Child Minister Development Renuka Chowdhury to discuss the law relating to the harassment of women over dowry turned acrimonious after some 50 men and their families barged into the venue, alleging the law was blind to their torture at the hands of women.

The high drama lasted over one hour at the India Islamic Cultural Centre here, with the minister initially refusing to talk to the men when they barged in. She asked them to withdraw from the small hall packed with women delegates, including experts, psychiatrists and psychologists.


Hier geht es weiter.

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Freitag, Juni 20, 2008

Wie türkische Männer über häusliche Probleme sprechen

Lästerer könnten jetzt sagen, wenn eine dezidiert linke Zeitung wie der "Freitag" schon mal sachlich bis positiv über Männer- und Vätergruppen und deren Themen berichtet, dann müsse diese Gruppe schon aus Migranten bestehen. Ich finde diesen Artikel trotzdem lesenswert, da er einmal über die Perspektive "eingeborener" deutscher Männer hinausgeht. Manches ist anders, so manches kommt einem aber auch sehr bekannt vor.

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Montag, Mai 05, 2008

Zwangsverheiratete Männer Thema in der "Welt"

Ein weiteres Tabu in der deutschen Presse-Berichterstattung wurde heute morgen gebrochen:

Man liest viel über zwangsverheiratete Frauen in der Türkei und anderswo. Dass bei arrangierten Ehen Männer genauso wie Frauen zur Ehe gezwungen werden, ist zwar logisch – aber selten wird davon erzählt. WELT ONLINE traf Hakan, der zwangsverheiratet wurde. Und sich später in seine Ehefrau verliebte.


Klar: Wenn es schon ausnahmsweise auch um männliche Opfer dieser Praktik geht, war zum Schluss natürlich alles halb so schlimm. Und der Mann ist zum Schluss natürlich wieder das größere Schwein:

Er ist glücklich. Zwar wollte er sich einmal scheiden lassen, aber dann ließ er es doch sein. Zwar hat er seine Frau bislang zehnmal betrogen, "aber danach fühle ich mich immer schlecht. Es sind nur Augenblicke der Lust, glaube ich. Es bedeutet nichts.“ Seine Frau, sagt er, vertraut ihm vollkommen und ahnt nichts von den Seitensprüngen.


Offenbar ist dieses Zugeständnis an den Zeitgeist nötig, um überhaupt darüber berichten zu dürfen, dass Männer idiotischen Zwängen genauso unterworfen sind wie die dauerbemitleideten Frauen. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

Hakan ging nach Ankara, um ein Visum zu besorgen. Da rief sein Vater an: Er müsse dringend nach Hause, seine Mutter liege im Sterben. So eilte er nach Hause, wo ihn seine Mutter kerngesund an der Tür empfing. Sein Arbeitgeber hatte den Vater angerufen, um ihn zu warnen, sein Sohn habe vor, zu heiraten und auszureisen. Das, so sagten die Eltern ihrem Sohn, gehe nicht. Sie hätten schon eine Braut für ihn ausgesucht, hier im Dorf. "Es ist versprochen“, sagte sein Vater. "Es ist jetzt Ehre. Du kannst nicht Nein sagen.“ Hakan wusste, was das heißt. "Meine Weigerung hätte für das Mädchen bedeutet, dass niemand anderes sie geheiratet hätte. Für mich hätte es bedeutet, dass meine Familie mich verstößt. Und für meine Familie, dass sie im Dorf geächtet wird.“


Den kompletten Artikel gibt es hier.

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Donnerstag, März 06, 2008

Frauen im Islam – Eichborn räumt auf mit alten Mythen

Folgende Pressemeldung gibt der Eichborn-Verlag gerade heraus:

Dass muslimische Frauen unterdrückt werden, ist ein klassisches Vorurteil. Und dass sie sich am liebsten an den westlichen Lebensentwürfen orientieren würden, ein zweites. Das amerikanische Gallup Institut hat 8000 Frauen in acht überwiegend muslimischen Ländern befragt. Mit überraschenden Ergebnissen: In der großen Mehrzahl fühlen sich muslimische Frauen mitnichten unterdrückt. Mehr noch: Sie glauben, dass sie prinzipiell die gleichen Fähigkeiten wie Männer haben, um politische, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Aufgaben zu übernehmen. Das trifft auch auf Frauen aus Ländern wie Saudi-Arabien zu, in denen ihnen der Zugang zu grundlegenden Rechten nach wie vor verwehrt wird. Fast alle dieser Frauen glauben zudem, dass die Gleichstellung der Frau der wichtigste Schlüssel für die Zukunft ihres Landes ist. Interessant auch, dass muslimische Frauen zwar diese Gleichstellung mit dem Westen verbinden, Hilfestellungen oder Lösungen nach westlichem Muster aber ablehnen. Vor allem der Begriff der "sexuellen Freiheit" wird in muslimischen Ländern nicht als Wert an sich begriffen, weil er mit den Regeln und Überzeugungen der muslimischen Gesellschaft nicht vereinbar ist. Jeder Versuch einer Emanzipation der Frau im westlichen Sinn wird als eine Form des Kolonialismus verstanden und abgelehnt. Mehr Fakten zu der Rolle der Frauen im Islam gibt es in Alfred Hackensbergers LEXIKON DER ISLAM-IRRTÜMER, das vielerlei Vorurteile, Halbwahrheiten und Missverständnisse aus dem Weg räumt.


Hier findet man die Website des Verlages zum Buch und hier findet man das Buch bei Amazon.

Ein Rezensionsexemplar habe ich natürlich schon bestellt. Allerdings werde ich diese Rezension nicht auf Genderama veröffentlichen, da es darin vermutlich um das Thema "Islam" insgesamt und nicht nur um "Geschlechterdebatte/Feminismus im Zusammenhang mit dem Islam" gehen wird. Vermutlich landet diese Besprechung daher bei Amazon, in der liberalen Zeitschrift "eigentümlich frei" oder in meinem Zweitblog "Hinter meinem Schreibtisch".

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Donnerstag, Januar 31, 2008

Frauenförderung in der Türkei

Was zentrale Werte und Normen angeht, wird die Türkei schneller EU-reif als gedacht. So berichtet heute Spiegel-Online:

Konsequente Frauenförderung – in der Türkei: Eines der größten Unternehmen des Landes, die Sabanci Holding, wird schon jetzt von einer Chefin und vielen Managerinnen gelenkt. Es sollen noch viel mehr werden – in Zukunft werden vor allem junge Frauen eingestellt.


Hier geht es weiter.

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Dienstag, Januar 29, 2008

Broder lässt sich von "konkret" verführen

Wenn es in ganz Deutschland sonst niemanden gibt, der Magnus Klaues wirres Geschreibsel über die sich angeblich am Islam orientierende deutsche Männerbewegung für bare Münze nimmt, einen gibt es: Henryk Broder.

Ich halte es immer noch nicht für nötig, auf Klaues Beitrag ausführlich zu antworten. Indem Broder ihn aufgreift, erhält die ganze Farce allerdings erst einen besonderen Witz. Vielleicht sollte ich wenigstens mal ein paar offensichtliche Absurditäten ansprechen:

Die Männerbewegung ist Klaue zufolge gleichzeitig "völkisch-national" und "islamophil"? Hm. Ein Buch, in dem ich mehrfach anspreche, dass der Antisemitismus bekämpft werden muss und dafür auch entsprechende Vorschläge anbiete, ist eine antisemitische "Hetzschrift"? Und wenn ich darin ausführlich auch den muslimischen Antisemitismus problematisiere, wie ihn z. B. das Zentrum für Antisemitismusstudien im Auftrag der Europäischen Beobachtungsstelle für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) ermittelt hat, bin ich "islamophil"? Interessant. Nun gehe ich bei Magnus Klaue davon aus, dass er keine Zeile meines Buches selbst gelesen hat und einfach drauflos spekuliert, was da wohl drinstehen könnte. Für manche Linksextreme ist offenbar schon das Lesen "verdächtiger" Bücher potentiell faschistisch. Broder allerdings hatte sich mein Buch damals vom Verlag schicken lassen. Er zumindest müsste es besser wissen.

Der Höhepunkt des Unfugs kommt allerdings bei folgendem Satz von Magnus Klaue: "Insofern ist es nur konsequent, daß Arne Hoffmann für seine Verknüpfung von Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit 2004 den Preis der 'Kellmann-Stiftung für Humanismus' erhalten hat, die nach eigenen Angaben Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auszeichnen möchte, welche sich der 'Sozialismuskritik' und der 'Kritik des Radikalfeminismus' verschrieben haben." Nein, das ist nicht deshalb witzig, weil mein Buch "Warum Hohmann geht und Friedman bleibt" - wie Klaue selbst zutreffend schreibt – erst 2005 erschienen ist und mir der Belfort-Bax-Preis – wie Klaue auch schreibt – schon 2004 verliehen wurde. (Klaue hat sich mittlerweile hoffnungslos in seinen wirren Thesen verheddert.) Sondern das ist vor allem darum komisch, weil die Kellmann-Stiftung sehr lange Zeit auf Broders "Achse des Guten" per Werbebanner vertreten war, was Vorwürfe von wegen "Antisemitismus" und "Islamophilie" vollständig lächerlich macht. Broder scheint das vollkommen vergessen zu haben – indem er Klaues Irrsinn kommentarlos zitiert, setzt er direkt noch einen drauf. Wenn er die Gelegenheit wittert, jemandem auf billige Weise eins überzuziehen, dann kennt er offenbar nicht Freund noch Feind noch Logik mehr.

Dabei wussten die Autoren der "Achse" früher mal ziemlich genau, was von "konkret" zu halten war. (Und sieh da: Rechts auf dieser Seite findet man noch die Reklame der Kellmann-Stiftung, die Klaue allen Ernstes mit Antisemitismus und "Islamophilie" in Verbindung bringen will. Aus sowas kann man Unterlassungsklagen basteln.)

Das nur in Kürze. Auf all die vielen anderen Absonderlichkeiten von Klaues Artikel sind schon längst andere ausführlicher eingegangen. Wenn man daraus, dass sich ein einzelner Männerrechtler auch mit Nachdruck gegen Fremdenfeindlichkeit einsetzt, unbedingt einen Artikel a la "Die Männerbewegung hat den Islam für sich entdeckt" konstruieren will, legt man sich argumentativ eben schnell auf der Schnauze.

Über die Polit-Sekte der Antideutschen wiederum, zu deren Hausblättern "konkret" gehört, gab es gestern einen hübschen Artkel in der taz. Nach diesem Beitrag ist es irgendwie doch nachvollziehbar, dass sich Broder von diesem Grüppchen angezogen fühlt - nachdem der Stern der Neokonservativen erkennbar am Sinken ist. Das geheime Motto scheint inzwischen zu sein: Ob rechts, ob links – Hauptsache radikal.

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Montag, Januar 28, 2008

Malaysia: Getrennte Kassenschlangen für Männer und Frauen

Die Begeisterung über Geschlechterapartheid kennen wir auch aus unserem eigenen Kulturkreis: Eigene Bibliotheken, Busse, Badestrände, Hoteletagen usw. usf. (Genderama berichtete mehrfach) wurden nur für Frauen eingerichtet, um "sie vor sexueller Belästigung zu schützen". Das islamische Malaysia bedient sich der feministischen Rhetorik gerne:

Authorities in the northern state of Kelantan — governed by the opposition Pan-Malaysian Islamic Party — will fine supermarkets and shops if they let men and women use the same lines at checkout counters, said party spokesman Anual Bakri Haron. Chief Minister Nik Aziz Nik Mat has called for stricter enforcement "to safeguard the ladies" from being harassed and to avoid close proximity between opposite sexes while lining up to buy groceries, Anual said. "He wants the enforcement to be looked into thoroughly."


Nachdem wir Westler gelernt haben, dass derlei Geschlechtertrennung der Frauenbefreiung dient, dürfte es schwer werden, solche Praktiken überzeugend zu kritisieren.

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Sonntag, Januar 06, 2008

"Sehnsucht nach Unterwerfung"

In der Zeitschrift "Konkret" äußert sich aktuell Magnus Klaue mit einer, sagen wir freundlich: sehr eigenen Perspektive über die deutsche Männerbewegung im Allgemeinen sowie das Internetforum Femdisk.com, Eva Herman, den Fall Görgülü sowie mein eigenes publizistisches Schaffen im Besonderen. Wenn man sorgfältig zwischen den Zeilen liest, gelangt man zu dem Eindruck: Er mag uns nicht besonders.

Klaue war in der Vergangenheit bereits durch einen ähnlich originellen Artikel über die deutsche Väterbewegung aufgefallen.

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Donnerstag, November 29, 2007

Vermischtes

Ungefähr ein Jahr lang habe ich jetzt Blogeinträge mit dem Titel "Vermischtes" vermieden, aber es ist gerade ein wenig turbulent bei mir, und auf diese Weise kann ich doch noch rasch die interessanteren Beiträge des heutigen Tages kollektiv bloggen.

Vor kurzem hatten wir hier ja mal Stutenbissigkeit als Thema. Dazu gibt es einen neuen Artikel.

Mit einem drastischen Video weisen die Schweizer "20 Minuten" auf das Thema Zwangsprostitution hin. Quasi nebenbei erfährt man so, dass auch im Zuhältergewerbe Frauen keineswegs die besseren Menschen sind.

Sodom und Gomorrha: Oskar Lafontaines Frau tritt zum Thema Familie jetzt mit Bischof Mixa auf, meldet die "Welt".

Auch die Muslime fühlen sich vom "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen" der UNO angesprochen. So erklärte das geistige Oberhaupt der Schiiten im Libanon die anhaltende Gewalt von Männern gegenüber ihren Frauen zur Sünde. Frauen seien immer noch Opfer männlicher Gewalt, obwohl sie inzwischen zu den obersten sozialen und politischen Rängen aufgestiegen seien. Politisch korrekter kann man eigentlich kaum sein. Die Vorsitzende des libanesischen "Rates gegen Frauengewalt" (gegen Frauengewalt??) kritisiert allerdings die aktuelle Fatwa, die einer geprügelten Frau das Recht zum Zurückschlagen zugesteht. Gegenseitige Prügeleien hülfen niemandem weiter.

Ebenfalls in der taz befragt Heide Oestreich den Gewaltberater und Therapeuten Jürgen Krabbe (vormals: "Männer gegen Männergewalt") zu prügelnden Kerlen und geprügelten Frauen. Immerhin bleibt in diesem Interview die andere Seite der Wirklichkeit nicht ausgeblendet:

Oestreich: Männeraktivisten klagen, dass männliche Gewaltopfer gar nicht wahrgenommen werden. Sehen Sie das auch?

Krabbe: Bei den bekannten körperlichen Gewalttaten in Beziehungen sind 95 Prozent der Täter Männer. Da ist eine gewisse Konzentration auf diese Gruppe wohl verständlich.

Oestreich: Anonyme Befragungen im Dunkelfeld kommen zu dem Ergebnis, dass Frauen ähnlich oft gewalttätig werden wie Männer.

Krabbe: Wir fangen gerade erst an, öffentlich über Ohnmachts- und Opfererfahrungen von Männern zu reden. Dass die Frauen mit ihrer politischen Arbeit einen Vorsprung haben, kann man ihnen doch nicht übel nehmen. Wir bilden übrigens auch Frauen aus, die gewalttätige Frauen beraten.


Anerkennenswert: Krabbe erzählt dummes Zeug, und Oestreich hakt nach. Die allermeisten anderen Journalisten hätten die Männerrechtler erst gar nicht erwähnt und wenn doch, sich mit Krabbes Unfug abfertigen lassen. Und dass sich endlich auch mal jemand um gewalttätige Frauen kümmert, wusste ich auch noch nicht.

Die Ergebnisse einer neuen Studie überraschen nicht: Wenn ein Elternteil kein Kontakt mehr zu seinen Kindern hat, führt das oft zu schweren gesundheitlichen, sozialen und psychischen Beeinträchtigungen. Fast 88 Prozent der von Esther Katona für diese Studie Befragten waren Männer. Wenn sich da mal keine Feministin wegen Sexismus aufregt ... (Sorry, mein Sarkasmus bricht wieder durch.)

Und schließlich berichtet die FAZ über den "neidischen Blick auf die norwegische Quote".

Ganz herzlichen Dank an alle Hinweisgeber!

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Freitag, November 23, 2007

"Feministischer Kreuzzug"

Im aktuellen "Tagesspiegel" äußert sich Mark Terkessidis sehr kritisch zum Umgang der Feministinnen mit der muslimischen Frau. Ein Auszug:

Eine Koalition aus Ex-Feministinnen, an der Spitze Alice Schwarzer, bestimmten Organisationen wie Terre des Femmes und einer Reihe von „authentischen“ Gewährsfrauen türkischer Herkunft wie Necla Kelek befindet sich seit einiger Zeit zusammen mit konservativen Politikern und Publizisten auf einem Kreuzzug zur Befreiung der „muslimischen Frau“ aus den Fängen eines unterdrückerischen, islamisch geprägten Patriarchats.

Für Alice Schwarzer war schon nach dem 11. September 2001 alles klar. In dem von ihr herausgegebenen Sammelband „Die Gotteskrieger und die falsche Toleranz“ war die „aufgeklärte Welt“ fast verloren: Lehrerinnen mit Kopftuch, einheimische Islamkonvertiten und der Zentralrat der Muslime, sie alle schienen an einem neuen 1933 zu stricken. Und mit der Unterdrückung der Frau fange es an, meinte Schwarzer.

Nicht minder schrill waren die Töne in den Debatten über „Ehrenmord“ und „Zwangsheirat“. Muslimische Frauen, so hieß es, würden gezwungen, in „Parallelgesellschaften“ außerhalb „unseres Rechtssystems“ zu leben.

Wenn Frauen mit Migrationshintergrund bei Diskussionsveranstaltungen darauf hinwiesen, dass solche Vorstellung übertrieben sei und die Lage differenzierter, dann mussten sie sich von einheimischen Frauenrechtlerinnen oftmals als Büttel von Patriarchat und Islamismus beschimpfen lassen. Als Kronzeuginnen fungierten Autorinnen wie Serap Cilelei, Seyran Ates oder eben Kelek, die primär mit Erzählungen aus der eigenen Biografie zu „Expertinnen“ avancierten. Unterdessen gibt es eine ganze Industrie, die populäre Literatur über die geschundene Muslima produziert.


Über diese neue Industrie des Frauen-Bedauerns hatte vor drei Wochen bereits die "Neue Zürcher Zeitung" geschrieben:

Es irritiert schon ein wenig, dass bestenfalls ein Dutzend der 69 Titel versuchen, abseits der Schreckensszenarien Aufklärung zu liefern. (...) Zwar ist es notwendig, Missstände aufzuzeigen. Doch genauso wäre es Aufgabe der Verlage, dem Leser zu zeigen, dass dies nur ein Teil der Wahrheit ist, und ihm das Wissen an die Hand zu geben, dies einzuordnen. Dies jedoch tun nur wenige der 69 Bücher.


Hier findet man den kompletten Artikel des "Tagesspiegel" von heute.

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Donnerstag, August 09, 2007

Debatte zum Thema Zwangsheirat

Dem SPIEGEL gerät ein aktueller Artikel zum Thema Zwangsheirat ein wenig arg reißerisch und undifferenziert. Norbert Ost von MANNdat hätte das Thema lieber sachlich analysiert und schreibt der Redaktion deshalb einen offenen Brief.

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Dienstag, Juli 10, 2007

Eindrücke aus Islamabad

(Sorry für die uneinheitlichen Überschriften bei den aktuellen Beiträgen. Mal funktioniert bei Blogger derzeit dieses Feature, mal nicht.)

Zum Thema: In einem längeren Spiegel-Artikel über Pakistan findet sich auch der folgende bemerkenswerte Absatz:

Doch trotz der lautstarken Minderheit der Islamisten, bleibt Pakistan entschlossen eine moderate Gesellschaft. Frauen sind zwar nicht gleichberechtigt, doch das Leben der meisten Männer ist ebenfalls alles andere als einfach. "Wir müssen noch einen langen Weg bis zur Gleichberechtigung gehen", sagt Sheherbano, eine Studentin an der Universität von Islamabad, "doch ich möchte mit keinem Mann tauschen". Ihre Begründung: "Männer haben die volle Verantwortung für ihre Familien in einem Land, das keine sozialen Sicherungssysteme kennt."


Soll das heißen, die Paki-Girls durchschauen die Vor- und Nachteile von Geschlechterrollen besser - oder zumindest differenzierter - als unsere?

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Mittwoch, April 25, 2007

Zaimoglu kritisiert „Entgleisungen“ rechter Feministinnen

Die Zusammensetzung der Islam-Konferenz reproduziere gängige Klischees vom Islam, befindet der Schriftsteller Feridun Zaimoglu in der “Berliner Zeitung“ - und watscht nebenbei den rechten Feminismus ab:

Diese Zusammensetzung - auf der einen Seite die orthodoxen Männer und auf der anderen die säkularisierten Frauen - das ergibt zusammen genommen ein sehr primitives Bild vom Islam. Es ist genau das richtige für diejenigen, die die Welt gern in gut und böse einteilen. (...) Als Privatmeinung bleibt es jedem unbenommen, den islamischen Mann für alle Übel dieser Welt zur Verantwortung zu ziehen. Aber die Entgleisungen und Diffamierungen der so genannten Islamkritikerinnen halte ich für bedenklich. (...) Es ist ja so, dass sich Feminismus und eine rechte Gesinnung nicht ausschließen, und es kann doch nicht sein, dass sich gewendete 68er, konservative Rechtspopulisten und rechte Feministinnen Hand in Hand zu Verteidigern, zu Fußsoldaten der abendländischen Zivilisation stilisieren. (...) In den 740 Lesungen, die ich in den letzten zwölf Jahren gemacht habe, bin ich auf sehr viele dieser Frauen gestoßen: junge engagierte Neo-Musliminnen, die an der Basis arbeiten, in Frauenhäusern etwa, und die den Frauen der ersten Generation zur Seite stehen. Das sind Heldinnen des Alltags, die kennen sich wirklich mit den Problemen von Musliminnen in Deutschland aus. Aber sie passen nicht ins Bild, weil sie sich - vielleicht ja völlig zu recht - dagegen sperren, sich ins Feld irgendeines europäischen Feminismus zu begeben. Sie brauchen diesen Altfeminismus nicht, über den debattiert man ja auch im deutschen Feuilleton, gegen den wenden sich doch jüngere Frauen schon lange. Aber bei den jungen Neo-Musliminnen, die sich zu weit entfernen und sich mit enormem Selbstbewusstsein noch einmal ganz anders positionieren, tut man lieber so, als wären sie gar nicht existent. Oder man denunziert sie, wie die Islamkritikerinnen es tun, als blöde Frauen, die nur dem Manne gehorchen.

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