Montag, Juli 13, 2009

"Selbstgerechte Kriegsgewinnlerinnen"

Im "Diesellog" gibt Thomas Reuter einem Männerhass, der im Deckmantel der Gutmenschlichkeit daherkommt, Saures. Das Intro:

Gerade läuft in Bayern 2 “1:1 - der Talk” - heute mit Monika Hauser, Chefin von “medica mondiale e.V.”1), die weltweit vom Krieg traumatisierte Frauen unterstützen. Monika Hauser bezeichnete ihre Herangehensweise gerade unwidersprochen mit “dieser feministisch-medizinische Ärztinnenblick“. Sie war vor einigen Jahren in Bosnien und hat vergewaltigte Frauen unterstützt, selbstverständlich schätzt sie deren Anzahl “auf ein Vielfaches” der offiziellen Zahlen, die dem Haager Gerichtshof vorliegen. Mit Dunkelziffern läßt sich immer trefflich Kasse machen.


Thomas schreibt sich erst warm, hier geht es deutlich furioser weiter.

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Samstag, Juli 04, 2009

Kanada: Erste Apotheke nur für Frauen

Wie weit man die Apartheid zwischen den Geschlechtern ausreizen kann, ist oft nur eine Frage des Einfallsreichstums:

Caryn Duncan, executive director of the collective, came up with the idea of opening a pharmacy for women in the Downtown Eastside in 2006.

She lives in the area and often saw queues of patrons spilling out of pharmacies onto sidewalks and having to speak to pharmacists through security glass. "They're, I think, quite hostile places and women don't feel safe," Duncan said. "Women are walking distances to have prescriptions filled and we're hoping that they will think to come to Lu's."

(…) Starting mid-September, customers can see a nurse practitioner in an adjacent examining room. Lu's plans to include a big couch at the back where visitors can join support groups for addictions and to stop smoking. Women Against Violence Against Women, and possibly other organizations dedicated to women, will use an additional office at the back to deliver programs.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

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Dienstag, Mai 20, 2008

"Frauenhotels bieten Schutz vor lauten Männern"

N 24 berichtet.

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Montag, Mai 19, 2008

Österreich: Stadt für Frauen wird gebaut

Selbstverständlich, sagt Sabine Pollak, seien auch Männer in der neuen Siedlung im 22. Bezirk willkommen. Allerdings nur als Besucher oder Mitbewohner. Mietverträge vergibt man nämlich ausschließlich an Frauen. Vor fünf Jahren hat die Professorin an der TU Wien das Frauenwohnprojekt (ro*sa) initiiert, ab Mai wird die geförderte Siedlung mit 41 Wohneinheiten in der Anton-Sattler-Gasse Ecke Doningasse gebaut.


Hier geht es weiter.

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Freitag, Februar 29, 2008

TV-Hinweis: "Das Märchen von der Emanzipation"

Am nächsten Sonntag diskutieren um 21:45 Uhr bei Anne Will über "Kinder, Krippe. Karriere": Christa Stewens (CSU), Renate Schmidt (SPD), Christa Müller (Die Linke), Claudia Roth (B90/Die Grünen), Michaela Freifrau Heereman (katholisch) und Judith Holofernes (Wir sind Helden, Moneybrother). Kompliment zur konsequenten Ehrlichkeit der Gästinnenwahl: Indem in der Talkrunde diesmal auch der sonst übliche Quotenmann fehlt, wird wenigstens klar, wieviel Männer bei der Geschlechterdebatte inzwischen noch zu sagen haben. Immerhin dürfen am Katzentisch, Verzeihung: auf dem Sofa noch zwei Väter zur Auflockerung des Gesamtbilds sitzen. Und am Tag danach fragen wir uns dann wieder, warum sich Männer immer mehr dieser gesamten Thematik entziehen. Lustig.

Nein, ich will fair sein: Die Redaktion "Anne Will" rechtfertigt die reine Frauenrunde in ihrem Blog damit, dass sie einen Ausgleich schaffen wolle, weil sie zu den Themen der bisherigen Sendungen so wenig kompetente Frauen als Gäste gefunden habe. Na, dann ist ja alles in Butter: Auch im Jahr 2008 diskutieren bei der ARD die Kerle noch über Wirtschaft und "harte" Politik und die Frauen über, naja, über Frauen halt. Ich glaube, wenn ich Feministin wäre, würde ich das genauso lächerlich finden wie als Männerrechtler.

Immerhin läd Anne Wills Blog dazu ein, über diese Aufteilung kontrovers zu diskutieren.

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Geschmacksrichtung des Tages: Austrofeminismus

Noch einmal der "Freitag" – diesmal mit Lob für die feministische Zeitschrift "an.schläge" aus Wien:

Die an.schläge werden ausschließlich von Frauen gemacht. Selbst Bücher oder Platten werden in der Regel nur besprochen, wenn sie von Frauen geschrieben, herausgegeben beziehungsweise bespielt worden sind. Eine konsequente Blattlinie, die auf die nach wie vor ungleiche Repräsentation von Männern und Frauen auch in linken Medien reagiert.


Man ist wirklich regelmäßig gespannt, was sie sich als nächstes einfallen lassen.

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Montag, Januar 28, 2008

Malaysia: Getrennte Kassenschlangen für Männer und Frauen

Die Begeisterung über Geschlechterapartheid kennen wir auch aus unserem eigenen Kulturkreis: Eigene Bibliotheken, Busse, Badestrände, Hoteletagen usw. usf. (Genderama berichtete mehrfach) wurden nur für Frauen eingerichtet, um "sie vor sexueller Belästigung zu schützen". Das islamische Malaysia bedient sich der feministischen Rhetorik gerne:

Authorities in the northern state of Kelantan — governed by the opposition Pan-Malaysian Islamic Party — will fine supermarkets and shops if they let men and women use the same lines at checkout counters, said party spokesman Anual Bakri Haron. Chief Minister Nik Aziz Nik Mat has called for stricter enforcement "to safeguard the ladies" from being harassed and to avoid close proximity between opposite sexes while lining up to buy groceries, Anual said. "He wants the enforcement to be looked into thoroughly."


Nachdem wir Westler gelernt haben, dass derlei Geschlechtertrennung der Frauenbefreiung dient, dürfte es schwer werden, solche Praktiken überzeugend zu kritisieren.

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Dienstag, Juni 26, 2007

„Paradies in Rosa: Italienischer Badeort verbannt Männer vom Strand“

Nach Bibliotheken, Cafés, Hotels undsoweiter undsofort ist jetzt der erste Strand an der Reihe, bei dem Männer keinen Zutritt haben - es sei denn, es handelt sich um Bademeister, Rettungsschwimmer oder Friseure:

Keine Flirten, kein Schauen, kein Anbändeln zwischen den Geschlechtern - der "rosa Strand" des Badeorts Riccione ist ausschließlich Frauen vorbehalten. Ein harter Schlag für italienische Machos und eine Zuflucht für Touristinnen, die sich von Männerblicken verfolgt fühlen.


Der Spiegel wirkt begeistert.

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Montag, März 05, 2007

Die erste männliche Frauenpolitikerin Deutschlands

Die radikalste Streiterin für Schwulen- und Lesbenrechte im Bundestag ist durch eine Geschlechtsumwandlung zum Mann geworden – und wird nun selbst zum Opfer der Apartheid in Deutschland:

Weitaus bestimmender für sein künftiges Leben ist die Tatsache, als Mann aus Zusammenhängen ausgeschlossen zu sein, für die die Frauenrechtlerin Christina Schenk einst gekämpft hat. Ein Frauencafé ist für Christian Schenk tabu, da darf er nicht mehr hinein. Die Lesbengruppe verweist ihn des Hauses, in der Frauendisco darf er nicht tanzen. Als Frau, Lesbe und Politikerin hat sich Christina Schenk ganz selbstverständlich in diesen Räumen bewegt, sie haben ihren Aktionsradius ausgemacht. Nach dem Identitätswechsel muss sich Christian Schenk nicht nur mit neuen Möglichkeiten vertraut machen, sondern auch mit plötzlichen Grenzen. Grenzen, die die Politikerin Schenk zu ihrer Zeit womöglich selbst gesetzt hat. "Ich halte geschlossene Räume für Frauen nach wie vor für wichtig", sagt Christian Schenk. "Ich werde mich weiter dafür ins Zeug legen. Nur nicht mehr so vehement wie früher."


Den kompletten Artikel findet man in der taz.

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