Mittwoch, April 29, 2009

Angela Merkel: "Gottseidank bin ich in keiner Krippe aufgewachsen"

Bekanntlich plant Familienministerin Ursula von der Leyen eine riesige Krippewelle für Deutschland, damit Mütter ihr Kind möglichst früh in staatliche Hände geben und in den Beruf zurückkehren können. Dumm nur, dass Kanzlerin Merkel eines ihrer aktuellen Interviews nicht mit der Übermutter der Nation abgesprochen hat. Maria Steuer vom Familiennetzwerk kommentiert süffisant:

Im politischen Monatsmagazin Cicero, Heft Mai 2009, wird Angela Merkel auf die Frage nach ihrem unerschütterlichen Frohsinn, der sie seid ihrer Kindheit begleitet, zitiert: „Vielleicht bin ich so geworden, wie ich bin, weil meine Eltern mich nicht in eine Krippe geschickt haben....Das hat mein Vater, der Pastor, nicht geduldet."

Das ist das deutliche Signal eines Umdenkens in der Bundesregierung! Im Interesse aller kleinen Kinder sind wir sehr froh darüber, dass die Bundeskanzlerin so offensichtlich erkennt und emotional nachspüren kann, dass der frühe Krippenbesuch nicht nur Einfluss auf die Kindheit, sondern ebenso auf die Gemütslage im Erwachsenenalter hat.

Seit Jahren weist das Familiennetzwerk auf die Risiken der frühen Fremdbetreuung hin. Auf Fachtagungen und in Pressemitteilungen wurden die wissenschaftlichen Untersuchungen, die die Risiken und Spätfolgen von frühkindlicher Krippenbetreuung beschreiben, immer wieder dargestellt und veröffentlicht. Jetzt erhält das Netzwerk unerwartet Rückhalt von höchster Stelle.


Hier findet man den dürftigen Rest des Artikels, den mein räuberisches Langzitat noch übrig gelassen hat – hauptsächlich ein interessanter Veranstaltungshinweis.

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Donnerstag, Februar 05, 2009

"Freitag": Von der Leyens Prestigeprojekt droht zu scheitern

Vor zwei Jahren setzte Ursula von der Leyen gegen alle Widerstände den Ausbau der Kinderbetreuung durch. Doch das Prestigeprojekt der Ministerin droht zu scheitern.


Näheres berichtet die aktuell relaunchte linke Wochenzeitung "Freitag", zu deren neuem Konzept es übrigens gehört, dass auch Leserjournalisten dort eigene Beiträge veröffentlichen können. Von einer Kommunikation auf Augenhöhe ist die Rede. Bemerkenswert finde ich, dass die Klage über die freiwillige Gleichschaltung der Medien, die ich sonst eher von konservativer Seite kenne, auch der dezidiert linke Journalist und "Freitag"-Chef Jakob Augstein äußert:

Als die Russen in Georgien einmarschiert sind, hatten alle Zeitungen eine einheitliche Meinung zu dem Thema. Erst nach ein paar Wochen fing diese Einheitshaltung der deutschen Presse an, aufzubröseln und plötzlich sah das alles nicht mehr so klar aus. Die Berichterstattung der deutschen Presse ist normiert - freiwillig. Es zwingt sie niemand dazu. Das liegt aber daran, dass alle immer auf die gleichen Konferenzen gehen, die werden alle von den gleichen Programmen und Stipendien gefördert. Es ist so eine Alternativlosigkeit in der Presse, eine Meinungsscheu und eine Variantenarmut, die ich überhaupt nicht verstehe.


Leider ist der "Freitag" bei der Geschlechterdebatte bislang eher durch Schwachsinnsartikel wie diesen und diesen aufgefallen. Ich werde seine weitere Entwicklung mit Interesse verfolgen.

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Mittwoch, September 24, 2008

Schlappe für von der Leyen

Familienministerin von der Leyen ist offenbar mit ihrem Plan gescheitert, die private Kinderbetreuung stärker zu fördern. Auch generell läuft der Ausbau schleppend.


Hier geht es weiter.

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Dienstag, Juni 03, 2008

"Von der Leyen hat versagt"

Der bekannte Familien- und Kindertherapeut Wolfgang Bergmann erklärt im Interview mit der "Jungen Freiheit", warum die geplante Krippewelle hochproblematisch ist. Ein Zitat Bergmanns, das ich schon von Experten in den verschiedensten Zusammenhängen gehört habe:

Die meisten Journalisten wissen nichts. Sie schließen sich an die politische korrekte „Mehrheitsmeinung“ an, treten noch ein bißchen nach und freuen sich, wenn der Chef sagt: „Gut gemacht!“


Und auf die Frage, woher die Hassausbrüche vieler Linker gegen Christa Müller rührten:

Das frage ich mich auch. Denn das gleiche Phänomen haben wir ja schon bei Eva Herman erlebt. Ich bin davon auch nicht verschont geblieben: Es schlägt einem wirklich der blanke Haß entgegen. Vermutlich steckt dahinter eine tiefe Angst vor einer angeblichen Rückkehr zur Unterdrückung der Frau. Und bei vielen kommt auch schlicht der autoritäre Charakter zum Vorschein, der ja typisch für totalitäre Systeme ist. Denn es ist auffällig, daß alle totalitären Systeme ihre Hand gerne nach den Kindern ausstrecken und darauf achten, daß diese möglichst früh von der Familie getrennt werden.

Wir wissen aus der Bindungsforschung, daß eine frühe Trennung dazu führt, daß Kinder unsicher werden und demzufolge später eine besondere emotionale Unselbständigkeit und Anlehnungsbedürftigkeit entwickeln, die sich diese Systeme zunutze machten. Zu Demokratien dagegen paßt das nicht, denn für ihre freiheitliche Ordnung stellt eine solche Mentalität ein Gefahrenpotential dar.


Herzlichen Dank an B.B. für den Link!

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Montag, Mai 26, 2008

"Frau Müller überzieht"

Warum soll es ihr auch besser gehen als Eva Herman? Christa Müller ist als Mitglied der Linkspartei ebenfalls gegen staatliche Kinderkrippen – und auch sie wird dafür heftig angegriffen. Näheres erfährt man durch den "Tagesspiegel".

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Mittwoch, Mai 07, 2008

"Neuer Kreuzzug gegen Krippen"

Früher haben Journalisten es als ihre Aufgabe betrachtet, den Staat kritisch zu betrachten. Heute schlagen sie gerne auf Leute ein, die sich erdreisten, staatliche Pläne zu kritisieren. So sachlich berichtet der "Berliner Kurier" über Eva Hermans Einwände gegen die geplante Krippewelle:

In Stuttgart präsentierte sie ihr neuestes Machwerk: "Das Überlebensprinzip". Das einzig Neue an dem Buch ist der Interview-Stil, in dem es geschrieben ist. Ansonsten hat die Ex-Tagesschausprecherin wieder ordentlich was zu meckern. Scharf greift sie vor allem die Betreuung in den Kitas an. Diese seien schlimmer als Legebatterien, gackert die Glucke der Nation auf ihrer Buchpräsentation.


In diesem Tonfall ist der komplette Artikel gehalten.

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Montag, April 07, 2008

Wechsel der Zielscheibe

Nachdem Eva Herman als Kritikerin von Kinderkrippen aus dem Weg ist, schießen sich die Medien jetzt allmählich auf Christa Müller ein. Der Tonfall klingt vertraut:

Und lernresistent wie ein Brikett aus Saarkohle nutzt die Blondine das ihr gebotene Forum zu einem erneuten Bekenntnis auch zu ihrer bislang umstrittensten öffentlichen Äußerung. Im Februar hatte Müller die seelischen Verletzungen, die einem kleinen Kind angeblich in einer Krippe zugefügt würden, mit den körperlichen Verletzungen bei der Klitorisbeschneidung von Mädchen verglichen. Danach herrschte überall Fassungslosigkeit. Die Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes war "entsetzt". Die Landesvorstände der Linken Berlin, Niedersachsen und Schleswig-Holstein distanzierten sich, Landtagsfraktionen und Ortsverbände der Partei schickten Protestnoten an die Genossen an der Saar - und auch im Saarland gingen die inhaltlich zuständige Landesarbeitsgemeinschaft der Linken Saar und wenigstens ein Ortsverein (Blieskastel) "in aller Klarheit" auf Distanz zu Müller.


Die ersten Nazi-Vergleiche erfolgen dann vermutlich im Herbst. Ich bereite schon mal mein nächstes Buchprojekt vor ...

Und wetten, dass der Aufschrei darüber, dass die "taz" für ihr Wortspiel "Mutterkreuzzug" ein Wort aus der Nazi-Sprache verwendet hat, ausbleiben wird? Kein geifernder Wippermann, kein Schauspiel einhelliger Entrüstung in der Medienlandschaft, wie damals bei Eva Herman? Verlogene Bande.

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Dienstag, März 04, 2008

"Wenn Mütter töten"

Es ist jemand hinzugekommen, der Eva Herman und Co. beim Thema "Kinderkrippen" unterstützt – die Erziehungswissenschaftlerin und Traumatherapeutin Astrid von Friesen. Sie widmet sich in einem aktuellen Artikel Müttern, die ihre Kinder töten und der Frage, ob nicht doch das System der DDR ein solches Verhalten befördern konnte. Ein Auszug:

Jede Tat hat viele gesellschaftliche Aspekte, aber natürlich auch individuelle. Bei den gesellschaftlich bedingten Gründen fallen uns sofort Armut, soziale Isolation, Arbeits- und Perspektivlosigkeit ein. Bei den persönlichen: Überforderung, Persönlichkeitsstörungen oder Alkohol- und Drogenabhängigkeiten sowie geringe Bildung. Höchstwahrscheinlich auch Borderline-Erkrankungen. Diese beruhen auf mangelnder Bindung in der eigenen Kindheit sowie eigene früheste Gewalterfahrungen.

Die Bindungsforschung, welche seit über 40 Jahren weltweit gut fundierte Ergebnisse hervorgebracht hat, besagt folgendes: Bei Kindern, die im ersten und im sechsten Lebensjahr als schlecht gebunden auffällig werden, besteht eine Wahrscheinlichkeit von ca. 80 Prozent, dass sie massive Störungen zu entwickeln. Denn sie konnten kein Urvertrauen aufbauen, sie litten an Müttern, die depressiv, süchtig, psychisch krank oder kalt waren. Oder, so sagen die weltweiten Forschungen, sie wurden zu früh in eine problematische Fremdbetreuung gegeben. Damit sind Krippen mit mehr als vier Kindern pro Betreuerin gemeint.

Und nun die bange Frage: Wie gehen diese Traumatisierten und Erkrankten später mit den eigenen Kindern um? Viele, natürlich nicht alle, geben das weiter, was sie erlitten haben: Hass, Zorn, Schläge, Gewalt. Ihr soziales Verhalten ist so schwer gestört, dass sie keine Mütterlichkeit oder Väterlichkeit ausbilden konnten. Ein Mehr-Generationen-Muster entsteht, und das vielfach.


Hier findet man den kompletten Artikel.

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Freitag, Februar 29, 2008

TV-Hinweis: "Das Märchen von der Emanzipation"

Am nächsten Sonntag diskutieren um 21:45 Uhr bei Anne Will über "Kinder, Krippe. Karriere": Christa Stewens (CSU), Renate Schmidt (SPD), Christa Müller (Die Linke), Claudia Roth (B90/Die Grünen), Michaela Freifrau Heereman (katholisch) und Judith Holofernes (Wir sind Helden, Moneybrother). Kompliment zur konsequenten Ehrlichkeit der Gästinnenwahl: Indem in der Talkrunde diesmal auch der sonst übliche Quotenmann fehlt, wird wenigstens klar, wieviel Männer bei der Geschlechterdebatte inzwischen noch zu sagen haben. Immerhin dürfen am Katzentisch, Verzeihung: auf dem Sofa noch zwei Väter zur Auflockerung des Gesamtbilds sitzen. Und am Tag danach fragen wir uns dann wieder, warum sich Männer immer mehr dieser gesamten Thematik entziehen. Lustig.

Nein, ich will fair sein: Die Redaktion "Anne Will" rechtfertigt die reine Frauenrunde in ihrem Blog damit, dass sie einen Ausgleich schaffen wolle, weil sie zu den Themen der bisherigen Sendungen so wenig kompetente Frauen als Gäste gefunden habe. Na, dann ist ja alles in Butter: Auch im Jahr 2008 diskutieren bei der ARD die Kerle noch über Wirtschaft und "harte" Politik und die Frauen über, naja, über Frauen halt. Ich glaube, wenn ich Feministin wäre, würde ich das genauso lächerlich finden wie als Männerrechtler.

Immerhin läd Anne Wills Blog dazu ein, über diese Aufteilung kontrovers zu diskutieren.

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Männer im "Zeugungsstreik" – warum nur?

Ob das Magazin "jetzt" der "Süddeutschen Zeitung" wohl auch so über Frauen schreiben würde, die sich im "Gebärstreik" befinden?:

Deutschlands junge Männer wollen scheinbar keine Kinder mehr zeugen. Stattdessen: Wohnen bei Mutti, Hobbys pflegen, Selbstverwirklichung. (...) Deutschlands Männer befänden sich weiterhin hartnäckig im „Zeugungsstreik“, vermeldet die Presseagentur dpa. Erschreckend viele Männer könnten sich demnach ein glückliches Leben auch ohne Kinder vorstellen. Gleichzeitig würden Frauen als Hauptgrund für ihre Kinderlosigkeit angeben, sie fänden nicht den passenden Partner. Bleibt also nur der Boris Becker’sche „Samenraub“ als letztes Mittel zur Rettung des bundesdeutschen Nachwuchses?


In den Antworten des befragten Professors vom Deutschen Jugendinstitut findet sich neben Unsinn ("Auf der anderen Seite haben Frauen 30 Jahre lang dafür gekämpft ..." – so als ob die Erfindung der Pille und der Umbruch von der industriellen zur Dienstleistungsgesellschaft von Frauen "erkämpft" worden seien) auch sinnvolle Passagen:

Frauen haben dann die Wahl gehabt, ob sie Mutterschaft oder Job vorziehen, sie konnten auch beides gleichzeitig haben. Für Männer gab es eigentlich immer nur die Option, Beschützer und Ernährer zu sein. Das hat sich in den vergangenen Jahren massiv geändert, allerdings ist das alte Männerbild nicht durch ein neues und positives Männerbild ersetzt worden. (...) Junge Männer merken, dass sie auch ohne eigene Familiengründung ganz gut leben können. Ich kann mich in den Beruf reinhängen, meinen Hobbys nachgehen, mich selbst verwirklichen. Dabei sind Kinder und Familie möglicherweise nicht mehr karrierefördernd. Früher hat man gesagt, der eigentliche Gewinner der Familie ist der Mann, weil er in seiner männlichen Rolle als Ernährer stabilisiert wird. Für die heutigen jungen Männer verliert das aber stark an Bedeutung.


Und wie ändert man das? So wie es seit einiger Zeit schon versucht wird - durch staatliche Umerziehung:

Das Zauberwort lautet nun „öffentliche Erziehung“. Die ganzen aktuellen Diskussionen um Krippenausbau und Ganztagesschulen zeigen, dass die Frage des Aufwachsens nicht mehr der instabilen Kleinfamilie überlassen wird. Das Umfeld des Aufwachsens wird öffentlicher.


Na, da weiß man doch wenigstens, woran man ist.

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Sonntag, Februar 03, 2008

"Gender Mainstreaming, das ist Marxismus pur!" - Geheimpapier der CDU/CSU kritisiert deutsche Geschlechterpolitik

Die aktuelle Titelgeschichte unseres Magazins "eigentümlich frei" dreht sich um ein internes, liberales Positionspapier der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag. Darin ist auch ein Abschnitt der Kritik am Gender-Mainstreaming gewidmet und einer dem neuen Bild der Familie.

Ein Auszug aus diesem Papier:

Die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ erklären Politiker aller Couleur und unsere Berufsfeministinnen (auch männlichen Geschlechts) inzwischen zu einem absoluten Muss für jede Frau – ohne zu fragen, ob dieses Doppelleben denn in jedem Fall so sein muss, ob es nicht auch andere Wege zur „Selbstverwirklichung“ gibt. Weit über 90 Prozent aller Tätigkeiten von Männern und Frauen sind reiner Broterwerb, von Gleichförmigkeit, Routine, geringer Verantwortung geprägt und ohne schöpferisches Element. Verglichen damit sind Mutterschaft und Haushaltsführung erfüllend, selbständig, verantwortungsvoll, abwechslungsreich und kreativ. Familienfreundlichkeit aber heißt bei uns vor allem: Sozialisierung der Erziehung, das Übergeben der Kinder an staatliche Kollektive, ihre „Wegorganisation“. Nach den Bedürfnissen der Kinder, über die uns Ärzte, Psychotherapeuten und Bindungsforschung eindrucksvoll Auskunft geben, wird nicht gefragt. Kinder haben keine Lobby: nach ihrer Meinung zu diesen Vorgängen werden sie weiter nicht gefragt. Sie werden dem Egoismus ihrer Eltern geopfert. Aber: Warum überhaupt Kinder, wenn man sie anschließend so schnell wie möglich loswerden will?


Gab es da nicht mal so eine blonde TV-Moderatorin, die praktisch bis ins letzte Komma hinein genau dasselbe formulierte? Was ist aus der eigentlich geworden?

"Eigentümlich frei" veröffentlicht das Geheimpapier, das bisher von den Medien nicht aufgegriffen wurde, exklusiv und in voller Länge: hier.

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Donnerstag, Dezember 13, 2007

"Nein, das Kind ertrag ich nicht"

Unser Schweizer Korrespondent sendet uns heute ein Interview aus der aktuellen "Weltwoche". Ein Auszug:

"Jedes totalitäre Regime muss versuchen, die Bindung zwischen Eltern und Kindern zu kappen, damit man die Kinder besser in die Hand bekommt. Die Bindung lässt sich am besten an der Wurzel zerstören. So dass sich die Kinder nicht mehr an den Eltern orientieren. Bei mir waren es insgesamt zwar nur einige Monate, die ich in der Krippe war. Da ich davon immer vier Wochen krank und eine Woche gesund war, war ich eigentlich nur wenige Wochen dort. Aber ich spüre heute noch Narbenschmerzen. (...) Zum Beispiel, wenn alle Welt Krippen für toll hält. Jede meiner Fasern gerät dann in Stress. Oder wenn ich miterleben muss, wie Kinder von Bekannten weggebracht werden. Oder wenn ich Kleinkinder sehe, die keine normalen Regungen zeigen, die mit gesenktem Kopf rumlaufen. Es merkt keiner mehr, dass das nicht normal ist. Mir flattert das Herz, wenn ich mit jemandem über Krippen rede und die Leute mit ihren Schutzbehauptungen kommen: Uns hat das auch nicht geschadet. Ich habe Angst vor der Lieblosigkeit, die hier grassiert. Wie man mit verlogenen Argumenten jetzt in ganz Deutschland, auch im Westen, den Bau neuer Krippen vorantreiben will."

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Dienstag, Mai 08, 2007

TV-Hinweis: "Kinder, Krippe, Knete"

Genderama-Leser wissen: Die TV-Hinweise hier betreffen in der weit überwiegenden Zahl der Fälle Talkshows. So auch diesmal: Morgen abend beschäftigt sich ”Quergefragt” (SWR 3, um 20:15 Uhr) mit folgendem Thema:

Am Mittwoch trifft sich Bundesfamilienministerin von der Leyen mit Finanzminister Steinbrück, um über die Finanzierung neuer Krippenplätze zu verhandeln. Dann soll sich zeigen, wie ernst es der Bundesregierung ist, Frauen, Kind und Karriere zu ermöglichen. Länder und Kommunen werfen der Bundesfamilienministerin vor, sich auf ihrem Rücken profilieren zu wollen, denn der Bund will nur ein Drittel der Kosten für neue Krippenplätze tragen. Die Gegner des von der Leyen-Konzepts fordern außerdem mehr Geld für Mütter, die zu Hause bleiben wollen. Ihre Klagen: Familien werden immer stärker belastet, anstatt sie stärker zu fördern. Lässt der Staat Familien und Kinder im Stich? Wer bezahlt Ursula von der Leyens Krippenpläne? Sollen Mütter sofort nach der Geburt wieder arbeiten gehen? Müssen Kinderlose Einschnitte zu Gunsten von Familien hinnehmen?


Zu Gast sind unter anderem Günther Oettinger (CDU) und Silvana Koch-Mehrin (FDP).

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Donnerstag, März 29, 2007

Neue Studie: Kinderkrippen schaden Kindern

Eine aktuelle Meldung dürfte Wasser auf den Mühlen von Eva Herman und Bischof Mixa sein:

Kinder, die schon vor dem Kindergartenalter Krippen und Tagesstätten besuchen, neigen später häufiger zu Verhaltensauffälligkeiten, Konzentrationsstörungen und Aggressivität. Das ist das Ergebnis der bislang umfassendsten amerikanischen Studie zu den Folgen der außerhäuslichen Betreuung von Kindern, für die 1300 Kinder über einen ungewöhnlich langen Zeitraum – zwölf Jahre – beobachtet wurden. Danach haben die Krippenkinder einen kleinen Vorsprung vor ihren Altersgenossen in ihrem Wortschatz, fallen aber häufiger durch Problemverhalten auf, das sich noch in den ersten fünf Schuljahren fortsetzt.


Weiter geht es hier.

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