Dienstag, Juni 03, 2008

"Von der Leyen hat versagt"

Der bekannte Familien- und Kindertherapeut Wolfgang Bergmann erklärt im Interview mit der "Jungen Freiheit", warum die geplante Krippewelle hochproblematisch ist. Ein Zitat Bergmanns, das ich schon von Experten in den verschiedensten Zusammenhängen gehört habe:

Die meisten Journalisten wissen nichts. Sie schließen sich an die politische korrekte „Mehrheitsmeinung“ an, treten noch ein bißchen nach und freuen sich, wenn der Chef sagt: „Gut gemacht!“


Und auf die Frage, woher die Hassausbrüche vieler Linker gegen Christa Müller rührten:

Das frage ich mich auch. Denn das gleiche Phänomen haben wir ja schon bei Eva Herman erlebt. Ich bin davon auch nicht verschont geblieben: Es schlägt einem wirklich der blanke Haß entgegen. Vermutlich steckt dahinter eine tiefe Angst vor einer angeblichen Rückkehr zur Unterdrückung der Frau. Und bei vielen kommt auch schlicht der autoritäre Charakter zum Vorschein, der ja typisch für totalitäre Systeme ist. Denn es ist auffällig, daß alle totalitären Systeme ihre Hand gerne nach den Kindern ausstrecken und darauf achten, daß diese möglichst früh von der Familie getrennt werden.

Wir wissen aus der Bindungsforschung, daß eine frühe Trennung dazu führt, daß Kinder unsicher werden und demzufolge später eine besondere emotionale Unselbständigkeit und Anlehnungsbedürftigkeit entwickeln, die sich diese Systeme zunutze machten. Zu Demokratien dagegen paßt das nicht, denn für ihre freiheitliche Ordnung stellt eine solche Mentalität ein Gefahrenpotential dar.


Herzlichen Dank an B.B. für den Link!

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Montag, April 07, 2008

Wechsel der Zielscheibe

Nachdem Eva Herman als Kritikerin von Kinderkrippen aus dem Weg ist, schießen sich die Medien jetzt allmählich auf Christa Müller ein. Der Tonfall klingt vertraut:

Und lernresistent wie ein Brikett aus Saarkohle nutzt die Blondine das ihr gebotene Forum zu einem erneuten Bekenntnis auch zu ihrer bislang umstrittensten öffentlichen Äußerung. Im Februar hatte Müller die seelischen Verletzungen, die einem kleinen Kind angeblich in einer Krippe zugefügt würden, mit den körperlichen Verletzungen bei der Klitorisbeschneidung von Mädchen verglichen. Danach herrschte überall Fassungslosigkeit. Die Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes war "entsetzt". Die Landesvorstände der Linken Berlin, Niedersachsen und Schleswig-Holstein distanzierten sich, Landtagsfraktionen und Ortsverbände der Partei schickten Protestnoten an die Genossen an der Saar - und auch im Saarland gingen die inhaltlich zuständige Landesarbeitsgemeinschaft der Linken Saar und wenigstens ein Ortsverein (Blieskastel) "in aller Klarheit" auf Distanz zu Müller.


Die ersten Nazi-Vergleiche erfolgen dann vermutlich im Herbst. Ich bereite schon mal mein nächstes Buchprojekt vor ...

Und wetten, dass der Aufschrei darüber, dass die "taz" für ihr Wortspiel "Mutterkreuzzug" ein Wort aus der Nazi-Sprache verwendet hat, ausbleiben wird? Kein geifernder Wippermann, kein Schauspiel einhelliger Entrüstung in der Medienlandschaft, wie damals bei Eva Herman? Verlogene Bande.

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