Mittwoch, September 09, 2009

Lesermail (Weltspitze)

Genderama-Leser K.K. mailt mir aus der Schweiz:

Heute im Tages Anzeiger gelesen:

"Die Schweizer Wirtschaft ist Weltspitze
Ausgerechnet im Krisenjahr 2009 avanciert die Schweiz zum Mass aller Dinge. Laut dem WEF ist unser Land das weltweit wettbewerbsstärkste." (WEF=World Economic Forum, Weltwirtschaftsforum)

Und hat damit die USA vom ersten Platz des "Global Competitiveness Report 2009-2010" verdrängt. Es kann sich ein Land glücklich schätzen, wenn es Beschäftigte hat, die es auf das oberste Treppchen des Wirtschaftspodests hieven. Könnte man meinen. Doch Martin Naville, Chef der Swiss-American Chamber of Commerce und "profunder Kenner beider Länder" sieht das nicht ganz so:

"Er ortet aber auch Verbesserungspotenzial für unser Land. Vor allem beim Anteil der Frauen an den Beschäftigten (...) belegt die Schweiz im Ranking des WEF nur hintere Plätze."

Und im Interview meint er dazu:

"Das ist doch sehr peinlich."

Tja, liebe Schweizer Männer, da kann das von euch Erarbeitete noch so zur Weltspitze gereichen: Solange ihr das falsche Geschlecht habt, ist ein grosser Teil von euch eine peinliche Fehlbesetzung.


Ich kann mir nicht helfen, aber beißt sich diese Meldung nicht auch ein wenig mit dem feministsichen Propagandagetöse, die Wirtschaftskrise sei die logische Konsequenz davon, dass es zu wenig Frauen an den entsprechenden Schaltstellen gäbe? Offenbar fährt man wirtschaftlich auch ohne Frauen ausgesprochen gut.

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Montag, August 24, 2009

"1000 Franken für eine Berufssoldatin"

Wie in der Privatwirtschaft: In der Schweizer Armee herrscht akuter Frauenmangel. Darum erhält, wer eine Frau als Berufsoffizierin gewinnen kann, eine «Rekrutierungsprämie».


Hier geht es weiter.

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Donnerstag, Juli 09, 2009

Schweizer Presse berichtet über männliche Beschneidungstote

Die größte Gratiszeitung der Schweiz berichtet über die mittlerweile 37 Jungen, die in den letzten Monaten als Folge von Beschneidungen in Südafrika ums Leben gekommen sind.

(Einer der Leser, die mir das zusandten, fragte schon, ob einer aus der Redaktion wohl Genderama lese. Kann sein, wenn vielleicht auch nur indirekt: Nachdem ich darüber berichtet hatte, tauchte diese Meldung auch in einem von Laien versorgten deutschen Nachrichtenportal auf.)

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Mittwoch, Juli 01, 2009

Schweizer Experten ratlos: Schlaue Jungs schaffen es nicht aufs Gymnasium

Chancengerechtigkeit in der Schule ist das Leitmotiv der sozialdemokratischen Bildungsdirektorin Regine Aeppli. (...) Im letzten Jahr ist darum allen 3500 Primarschülerinnen und -schülern, die eine Aufnahmeprüfung ans Langzeitgymnasium geschrieben haben, erstmals ein sogenannter AKF-Test vorgelegt worden (Test für Allgemeine Kognitive Fähigkeiten). Dabei mussten sie 60 Aufgaben lösen, in denen ihre Fähigkeiten zum logisch Denken und Kombinieren getestet wurde. Mittlerweilen liegt die Auswertung der Tests vor. Die Resultate sind unerwartet und erstaunlich: Es sind nicht vorwiegend Kinder aus den Migrantenfamilien, die ihr Potenzial in den Schulen nicht entfalten können, es sind die Knaben.

Interessant sind vor allem die Zahlen von jenen 12- und 13-Jährigen, welche die Aufnahmeprüfung nicht bestanden haben. Unter ihnen gibt es 49, die beim AKF-Test zu den besten 10 Prozent gehörten. «Für mich ist es absolut unerklärlich, dass es diese Kinder nicht geschafft haben», sagt Urs Moser, Leiter des Instituts für Bildungsevaluation an der Uni Zürich, welches die AKF-Tests durchführte. Ebenso hat ihn überrascht, dass von diesen 49 Kindern 35 Knaben waren.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

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Mittwoch, Mai 06, 2009

"Kostet ein engagierter Vater die Schweiz 200 Millionen?"

Hans Glor hat vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erfolgreich die Schweiz verklagt, weil sein Sohn Militärpflichtersatz zahlen muss, obwohl er gar nicht tauglich war. Der sich jetzt abzeichnende Verlust dieser "Sondersteuer für Männer" könnte für die Schweiz teuer werden.

Der "Tagesanzeiger" berichtet.

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Montag, Mai 04, 2009

"Buben sind die Dummen"

Die Idee war gut: Mädchen sollten in der Schule nicht mehr benachteiligt sein. Jetzt sinds dafür die Knaben.


Der Schweizer Beobachter widmet der Jungenkrise einen wirklich durchdachten, soliden Artikel über die Feminisierung der Schule und den Einfluss der Alt-68er, wobei er auch abweichenden Meinungen Raum gibt. Ein Auszug:

Auch nach 40 Jahren fechten Lehrkräfte an manchen pädagogischen Hochschulen noch immer den Geschlechterkampf. So wird an der PH Bern vor dem «heimlichen Lehrplan» gewarnt, der die Stabilisierung der «herrschenden Geschlechterverhältnisse» zum Ziel habe. Es dominiere in den Lerninhalten eine «männliche Weltperspektive», heisst es in den Vorlesungsunterlagen. Der Unterricht orientiere sich vorwiegend an den Bedürfnissen der Buben, die durch ihr unangepasstes Verhalten auch noch mehr Aufmerksamkeit einheimsten. (…)

«Für mein Empfinden sind Mädchen überangepasst», sagt Remo Largo, pensionierter Kinderarzt, Autor und Vater dreier Töchter. Je höher Sekundärtugenden wie Fleiss und Pünktlichkeit gewichtet werden, desto schlechter stünden die Chancen der Jungen. Ein durchschnittlich intelligentes, aber braves Schweizer Mädchen habe bei gleicher schulischer Leistung mehr als dreimal bessere Chancen als ein aufmüpfiger ausländischer Junge, so Largo. «Dass Mädchen schulverträglicher sind als Jungen, darf kein Selektionskriterium sein.»

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Sonntag, Mai 03, 2009

Diffamierung von Männern in der Werbung – gesundheitsschädlich?

Die ARD-Programmleitung und die Werbeagentur "Hello, München" bezeichnen ihre Männerhass-Reklame für die Vorabend-Soap "Eine für alle" als virale Kampagne - ein Ausdruck, der sich als ungeahnt treffend erweisen könnte. Denn wie reale Viren könnte auch dieser zu ebenso realen Gesundheitsschäden führen. Darauf weist zumindest dieses pdf hin, das über ein interessantes Projekt zur Werbeanalyse berichtet:

Mit dem Motto "Unbefangene" sollen männerfeindliche Reklame sowie jungenfeindliche Werbespots erkannt werden. In einem Schweizer Projekt wird ein Vorhaben durchgeführt, in dem geschlechtsstereotype Botschaften sichtbar gemacht werden sollen. Es geht darum, gegen herabwürdigende Trends männlicher Darstellung aufzubegehren und darin das Argument einer möglicherweise gesundheitsschädlichen Wirkung stark zu machen: Ob und wie sexistische Werbung Männer krank macht, ist bislang nicht hinreichend untersucht. Kränkend wirkt sie auf jeden Fall und sie trägt zur Bildung von Männlichkeitsbildern bei – die wiederum nachweislich gesundheitsschädlich sein können.

Geschlechterdiskriminierende Werbung betrifft Männer meist indirekt: Nicht selten stehen in Werbespots intelligenten, selbstbewusst auftretenden Frauen Männer gegenüber, die jämmerlich und albern erscheinen. Nicht selten werden Männer als Versager, als nützlicher Trottel dargestellt. Sie sind lächerliche Objekte – es ist fast zu einer Art unsäglicher "Mode" geworden, so wird durch diese wissenschaftliche Untersuchungen belegt, Männer zu diffamieren durch die Gegenüberstellung zu weiblich emanzipierten Positionen. Dieser Effekt jedenfalls durchzieht nach Ansicht dieses Forschungsvorhabens in der Schweiz die Werbung auf vielen Medienkanälen.


Träger des Schweizer Projekts Realitycheck ist interessanterweise Terre des Femmes Schweiz. Das verstärkt meinen Eindruck davon, dass sobald Feministinnen sich mit einem Problem wirklich gründlich beschäftigen, sie feststellen, dass Jungen und Männer genauso sehr, wenn nicht stärker davon betroffen sind. (Man denke an Frauen wie Astrid von Friesen oder an Erin Pizzey, die sich zuerst nur für geprügelte Frauen einsetzte, bis sie realisierte, dass Männer vielleicht sogar häufiger Opfer von häuslicher Gewalt werden.) Leider führt das manchmal nur zu einem punktuellen Umdenken bei eben jenem Thema, während frau bei den Themen, mit denen sie sich nicht so gut auskennt, noch immer naiv den feministischen Leitlinien vom Täter Mann und Opfer Frau folgt. Trotzdem ist auch das Schweizer Forschungsprojekt ein Anzeichen dafür, dass allmählich ein Prozess des Nachdenkens in die Gänge kommt. Vielleicht noch nicht bei "Hello, München" und in der Führung der ARD, und auch nicht beim
Deutschen Werberat. Aber andernorts schon.

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Mittwoch, April 29, 2009

Gleichstellungsbehörde protestiert: Vize-Miss-Schweiz "zu sexy"

Das ist wohl der Unterschied zwischen Männerrechtlern und Feministinnen: Die erste Gruppe protestiert, wenn Männer in einer breit gestreuten Reklame schlecht gemacht werden, die zweite auch, wenn eine Frau als zu positiv rüberkommt:

Im engen Lederoutfit posiert Vize-Miss-Schweiz Rekha Datta für die Kamera, lässt dabei ihren BH hervorblitzen und zupft verführerisch an ihrem Reissverschluss. Die sexy Bilder für das Auktionsportal Labuyla entstanden letzte Woche, nur kurz nachdem die indischstämmige Beauty den lukrativen Werbevertrag mit der Elektronik-Firma an Land gezogen hatte. Nun sorgen die Fotos für Wirbel – und sollten gar verboten werden: «Die Gleichstellungsbehörde befand sie für zu sexy», erklärt Datta.


Hier geht es weiter (mit einigen sehr ansprechenden Fotos zur Veranschaulichung).

Die Lustfeindlichkeit der Frauenbewegung bleibt atemberaubend.

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Freitag, April 24, 2009

Schweiz: Keine Gruppenvergewaltigung, keine Zwangsheirat

In der Schweiz sorgen zwei Fälle von "Verbrechen gegen Frauen" für Aufsehen, die es so nie gegeben hat. Betroffen sind in beiden Fällen Migranten.

Zum einen berichtet die "Weltwoche" ausführlich über eine Gruppenvergewaltigung, die keine war. Ein paar Auszüge aus dem Artikel:

«Am schlimmsten», klagt einer der Freigesprochenen, sei jedoch die Vorverurteilung durch die Polizei über die Medien gewesen. Das Bild der Sexmonster und Massenvergewaltiger wurde mit offiziellem Siegel verbreitet. Das mutet umso skandalöser an, als Severina ebenso wie die verhafteten Jugendlichen bereits in ihren ersten Aussagen von «freiwilligem Sex» gesprochen hatte. Trotzdem schilderte Rolf Nägeli, Fachgruppenleiter der Abteilung Kinderschutz der Stadtpolizei Zürich, am Tag der Verhaftung – live als Studiogast in der Sendung «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens – den Sachverhalt als feststehend, ohne den geringsten Hinweis auf die Unschuldsvermutung oder das hängige Verfahren. Nägeli fabulierte von «Geständnissen», erzählte detailliert (und teilweise falsch), wie die angeblichen Vergewaltigungen abgelaufen seien. Und verbreitete ungeniert seine reichlich spekulativen Eindrücke aus einer Einvernahme: «Der Täter wirkte kaltschnäuzig auf mich. Für ihn war nie klar, dass es sich um eine Vergewaltigung handelt.»


Die herbeigezogenen Therapeuten waren dem Bericht zufolge auch keine Hilfe. Sie wollten die Jugendlichen lediglich mit eindringlichen Worten dazu drängen, ihre «Taten» endlich zu bereuen.

Natürlich blieb das Spektakel für die betroffenen Jugendlichen nicht ohne Folgen. Die "Weltwoche" führt weiter aus:

Dabei war die Grenze zwischen dem Opfer und den (vermeintlichen) Tätern noch selten derart fliessend wie in diesem Fall. Gewiss, es ginge nicht an, Severina zur Täterin zu machen. Die Dreizehnjährige hat die Dinge von Anfang an auf den Tisch gelegt, wie sie sind, hat nichts dramatisiert und die Angeschuldigten sogar entlastet. Severina bleibt in dieser Geschichte ein Opfer. Zu den Opfern zählen aber auch die Burschen, die tagelang in der Ungewissheit der Untersuchungshaft schmorten, um ihre Zukunft, den schulischen und beruflichen Werdegang bangten. Noch heute werden sie im privaten wie im beruflichen Umfeld als «Täter von Seebach» erkannt, abgestempelt, angerempelt, beschimpft oder bedauert. Sie leiden an psychischen Störungen und Alpträumen. Die Suche nach einer Lehrstelle war aussichtslos. Erst dank einer «ambulanten Massnahme» der Jugendanwaltschaft konnte letztlich etwas gefunden werden.

Die Vorwürfe der Jugendlichen an die Adresse der Polizei gehen aber noch weiter: Nach der öffentlichen Verhaftung hatte sich die Identität der «Täter» in den Quartieren schnell herumgesprochen. Bei einer Familie wurden Fensterscheiben eingeschlagen. Ein Zusammenhang mit dem «Fall Seebach» ist zwar nicht nachgewiesen, doch die geschockten Eltern trauten sich danach kaum mehr aus der Wohnung. Schlimm war auch, dass die Jugendlichen ihren Eltern, die sie in der Haft besuchten, nicht einmal ihre Sicht der Dinge darstellen durften (die Untersuchungsbehörden hatten es ihnen verboten).


In dem zweiten Fall, der diese Woche die Schweizer Gemüter erregte, ging es um eine Zwangsheirat, die sich als Urlaubsreise herausstellte. Die Zeitungen "Blick" und "20 Minuten" berichten.

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Mittwoch, April 08, 2009

Sexgewerbe fängt weibliche Opfer der Wirtschaftskrise auf

Die Schweizer Zeitung "20 Minuten" berichtet:

Gibt es weniger seriöse Teilzeitstellen, weichen Frauen ins krisensichere Sex-Business aus. «Wir werden zurzeit von Bewerbungen überflutet», sagt Geschäftsführerin Chantal von Elite World Escort, einer der grössten Zürcher Agenturen mit über 40 Frauen. In den letzten Monaten würden sich «auffallend viele Schweizerinnen melden», so Chantal. Darunter seien neben Studentinnen, die ihr ­Taschengeld aufbessern möchten, auch ehemalige Bank­angestellte. Auch der Sauna- und FKK-Club Freubad in Recherswil SO bestätigt den Trend. Und Geschäftsführer Antonio Wings von der Zürcher Pornoproduktionsfirma Largo Film sagt: «Viele Frauen, die den Gürtel enger schnallen müssen, melden sich bei uns – von der Verkäuferin bis zur Ex-Direktorin.»


Ob diese stärkere Durchmischung des "Milieus" von Frauen aus allen Schichten und mit den verschiedensten beruflichen Hintergründen wohl dazu führt, dass Prostitutierte und ihre Kunden in Zukunft weniger stark verfemt werden?

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Dienstag, März 10, 2009

Schweizer Kinderarzt: "Die Schule ist nicht für Buben gemacht"

Das Migros-Magazin interviewt den Kinderarzt und Buchautor Remo H. Largo zu den Schwächen des gegenwärtigen Schulsystems.

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Dienstag, Februar 17, 2009

Schweizer "Tagesanzeiger" spielt Gewalt gegen Männer herunter

Zuerst die gute Nachricht: Die aktuelle britische Studie über männliche Opfer von häuslicher Gewalt machte es für den Schweizer "Tagesanzeiger" offenbar erforderlich, sich damit auseinanderzusetzen. Erfreulicherweise verrät schon die Überschrift, dass es bei häuslicher Gewalt gegen Männer eine hohe Dunkelziffer gibt. Die schlechte Nachricht: Der Artikel selbst suggeriert entweder durch die bewusste Auswahl der angeführten Argumente oder durch schlichte Unkenntnis, dass man über Gewalt gegen Männer kaum etwas wisse und sie vermutlich zu vernachlässigen sei.

So wird der Eindruck erweckt, Frauen würden nur deshalb in gleichem Ausmaß wie Männer als Täter erfasst, weil die britische Studie auch seelische Gewalt umfasse:

Während Frauen häufiger und wiederholt Opfer von physischer Gewalt würden, seien Männer eher Opfer emotionaler Gewalt.


Das trifft allerdings nicht zu. Bei der akademischen Forschungsliteratur zu diesem Thema geht es regelmäßig auch und vor allem um körperliche Gewalterfahrungen. So gelangte Bastian Schwithal bei seiner Dissertation "Weibliche Gewalt in Partnerschaften", für die er dreihundert internationale Studien zu diesem Problem auswertete, unter anderem zu folgenden Ergebnissen:
– Frauen wenden genauso häufig oder häufiger emotionale und körperliche Gewalt gegen ihren Partner an.
– Auch in Fällen schwerer Gewalt ist das Verhältnis zwischen den Geschlechtern ausgeglichen.
– Frauen setzen Gewalt überwiegend zum Angriff statt zur Verteidigung ein.
– Medien und Informationspolitik der Regierungen tragen zu einem völlig verzerrten Bild der Opfer- und Täterrollen von Männern und Frauen bei.

Womit wir wieder beim "Tagesanzeiger" wären. Der findet natürlich schnell eine feministisch orientierte Männergruppe, deren Sprecher die britischen Forschungsergebnisse zunächst halbherzig in Zweifel zieht und schließlich klipp und klar bestreitet:

Beim Mannebüro Zürich ist man sich der Problematik der Männer als Opfer durchaus bewusst. Martin Bachmann zeigt sich den britischen Zahlen gegenüber jedoch skeptisch. «Ein ähnlicher Trend ist im Kanton Zürich nicht feststellbar. Dies mag allenfalls daran liegen, dass sich betroffene Männer ungern als Opfer darstellen. Denn die Opferrolle passt einfach nicht zum gängigen Selbstkonstrukt Mann.» Auch die Aufteilung der Gewaltformen auf die beiden Geschlechter hinterfragt Bachmann. «Körperverletzende Tätlichkeiten gehen eindeutig häufiger von Männern aus. Ob diese durch die psychische Gewalt von Frauen aufgehoben wird, glaube ich nicht. Denn auch Männer können in einer Krise ganz schön fies sein.»


Gestützt wird Bachmanns abenteuerliches "eindeutig", allen Forschungsergebnissen zum Trotz, allein durch die unterschiedliche Anzeigenhäufigkeit der beiden Geschlechter:

Für Heinz Mora, Leiter der Fachstelle Häusliche Gewalt der Kantonspolizei Zürich ist ein Trend wie in England in Zürich ebenfalls nicht erkennbar. «In Zürich sind noch immer Frauen viel häufiger die Opfer.» Zwar meldeten sich auch ab und zu Männer, doch seien diese deutlich in der Minderzahl. «Die Dunkelziffer bei Fällen von häuslicher Gewalt ist allerdings hoch», so Mora. Ob sie bei Männern höher als bei Frauen ist, könne jedoch nicht erfasst werden.


Auch das ist falsch. Dass die Dunkelziffer bei Männern um ein Vielfaches höher ist als bei Frauen konnte durch hunderte internationale, auch deutschsprachige Studien zweifelsfrei nachgewiesen werden.

Immerhin gibt es auf diesen Artikel, der dazu dienen kann, sexistische Vorurteile festzuschreiben und Täterinnen reinzuwaschen, eine starke Resonanz an Einwänden von Lesern. Um nur drei beispielhaft zu zitieren:

Auf das Urteil vom Mannebüro Züri würde ich nicht viel geben - das ist eine Gender-Hochburg, die als eine Art Fortsetzung des ideologischen Feminismus mit anderen Mitteln betrachtet werden muss. Daher auch das "Selbstkonstrukt Mann" als Erklärung im Artikel. Mannschafft.ch ist da schon wesentlich objektiver. Man sollte genau darauf achten, wer die Männer vertritt: Nicht alle verfolgen hehre Ziele!


Auch bei mir ist die Ex schon mit dem Messer vor mir gestanden, flogen Aschenbecher am Kopf auseinander etc. Klar ist oft der Mann kräftemässig haushoch überlegen, auch in meinem Fall. Aber was hätte ich tun sollen? Sie über den Balkon werfen? So einfach ist das ja nicht, und deshalb wohl die "Dunkelziffer". Eine enorm teure Scheidung war dann die Lösung. Und so erging es einigen Kollegen von mir.


Einmal mehr bestätigt sich, dass die KaPo ZH weibliche Gewalt systematisch verharmlost; sie sogar ins Gegenteil verdreht. Es gibt sehr viele Männer, deren Strafanzeigen gegen ihre Partnerinnen auf dem Polizeiposten nicht angenommen werden. Häufig werden sie von Opfern zu Tätern gemacht, aus der Wohnung geworfen und von ihren Kindern getrennt. Der Staat führt einen Krieg gegen Männer, und alle schauen zu.

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Mittwoch, Februar 11, 2009

Gewaltbereite Frauen machen Zürcher Clubs unsicher

Wird es in einem gut besuchten Club mal eng, kommt es immer häufiger zu grundlosen Gehässigkeiten zwischen jungen Frauen. Die Folge: Brennende Zigarettenstummel am Arm und Spucke im Gesicht.


Noch keine Zustände wie in England, aber vielleicht sind wir auf dem Weg dorthin: Der Schweizer "Tagesanzeiger" berichtet.

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Freitag, Januar 30, 2009

Schweiz: Die Väter werden den Müttern gleichgestellt

Ein weiteres Mal berichtet der "Tagesanzeiger" über das geänderte Sorgerecht in der Schweiz. Bemerkenswert ist hierbei eine komplett weltfremde Reaktion von weiblicher Seite:

Die Scheidungsanwältin und SP-Nationalrätin sieht in den geplanten Gesetzesänderung überhaupt eine patriarchale Vorzugsbehandlung. «Sobald sich Männer diskriminiert fühlen, wird das Gesetz geändert», sagt Thanei. «Bei Frauen geht das sehr viel langsamer.»

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Mittwoch, Januar 28, 2009

Schweiz: Gemeinsames Sorgerecht soll Regel werden

Die Eidgenossen gehen mit gutem Beispiel voran:

Die geltende Rechtslage stuft der Bundesrat als problematisch ein: Mit der Scheidung verliere ein Elternteil, meistens der Vater, seine Rolle als Erzieher und Vertreter des Kindes. Häufig sei er nur noch ein mit einem Besuchsrecht ausgestatteter Zahlvater.

Diese Ausgangslage wird seit Jahren von Politikern, Wissenschaftlern und Vätervereinigungen kritisiert. Das geltende Recht berücksichtige zu wenig das Wohl des Kindes, das für seine gedeihliche Entwicklung auf beide Elternteile angewiesen sei, lautet die Kritik. Auch würden Väter ungleich behandelt.

Zwar kann auch heute das Sorgerecht nach der Scheidung nicht nur alleine der Mutter oder dem Vater, sondern auch beiden Elternteilen übertragen werden. Letzteres muss jedoch von Mutter und Vater gemeinsam beantragt werden. Oft werde dies jedoch von einem Elternteil missbraucht, um anderweitige Vorteile zu erlangen, kritisiert der Bundesrat.


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Mittwoch, Januar 14, 2009

"Doppelt diskriminiert"

Roland Schlumpf kommentiert für den Schweizer Tagesanzeiger die Benachteiligung unehelicher Väter.

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Schweiz: Mehr Rechte für ledige Väter

Vater und Mutter sollen gemeinsam für ihr Kind verantwortlich sein: Dies soll in Zukunft nicht nur bei Ehepaaren, sondern auch bei Konkubinats- und Scheidungspärchen gelten.


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Donnerstag, Dezember 18, 2008

Amokdrohung: Bewaffnete Schülerin gesucht

Sieht so aus, als hole auch hier das weibliche Geschlecht allmählich auf.

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Freitag, November 28, 2008

Schweiz: Prügelnde Frauen müssen in Kurs

2007 wurden in der Schweiz 1300 Frauen wegen Körperverletzung bestraft – 122 Prozent mehr als fünf Jahre zuvor. Als erster Kanton reagiert Baselland nun auf diesen Trend: Seit Mai wird in Liestal ein Lernprogramm gegen häusliche Gewalt speziell für Frauen angeboten. Derzeit hat der Kurs vier Teilnehmerinnen, zwei kommen freiwillig, die beiden anderen wurden von einem Statthalteramt und einer Vormundschaftsbehörde zugewiesen. An 21 Kursabenden setzen sie sich mit ihren Aggressionen und den Folgen für ihr Umfeld auseinander. (...)

Die Frau als Gewalttäterin, der Mann als Opfer – das widerspricht dem klassischen Rollenbild. Darum waren gewalttätige Frauen lange ein Tabuthema, auch in der Forschung. Doch nun beginnen sich Wissenschaftler allmählich für das Phänomen zu interessieren. Abschließende Erklärungen über die Zunahme der Frauengewalt gibt es allerdings noch nicht. «Auch Frauen sind zu allem fähig», stellte Franziska Lamott von der Forensischen Psychotherapie der Universität Ulm an einer Fachtagung in Wiesbaden lapidar fest, über die die «NZZ am Sonntag» berichtet hat.


Der vollständige, ursprünglich am 24. November in der Basler Zeitung erschienene Artikel steht hier im Internet.

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Dienstag, Oktober 14, 2008

"So verprügelte mich meine Frau"

Der "Blick", die führende Schweizer Tageszeitung, widmet heute einen dreiteiligen Bericht dem Problem von häuslicher Gewalt gegen Männer und erläutert dabei anhand eines Fallbeispiels, was dieses Problem besonders heikel macht (Polizei glaubt dem Opfer nicht, Frau droht mit Vergewaltigungsanzeige, Gericht weigert sich, Frau zu verurteilen). Lesenswert.

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