Donnerstag, März 22, 2012

Gegen die Homophobie von Ilse Lenz und Hinrich Rosenbrock

Die von Ilse Lenz und Hinrich Rosenbrock verfasste Kampfschrift "Die antifeministische Männerrechtsbewegung", die als "Expertise" verkauft werden sollte, wurde in den letzten Wochen von Männerrechtlern sämtlicher politischer Lager, von weit rechts bis weit links, als unseriös abgelehnt. Ich habe Kontakt mit etlichen Männer- und Väterrechtlern der unterschiedlichsten Gruppen und Vereine und kenne keinen einzigen, der das anders sieht. Gründe für diese einhellige Ablehnung gibt es mehr als genug. Einer allerdings ist in der Debatte bislang ein wenig untergegangen, obwohl er besonders ekelhaft geraten ist.

Hier geht es weiter.

Und dies war der 2500ste Beitrag auf Genderama.

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Donnerstag, September 10, 2009

Vergewaltigung und Mord: Geistig Behinderter 26 Jahre unschuldig im Knast

Die Staatsanwaltschaft hatte damals die Todesstrafe gefordert, das Geständnis des Betreffenden wurde aber angeblich aus ihm herausgeprügelt. Jetzt beweisen DNS-Tests die Unschuld des Mannes. Die Schweizer Zeitung "20 Minuten" berichtet.

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Sonntag, September 06, 2009

19jährige Berlinerin täuscht Vergewaltigung vor

Der Politblogger berichtet.

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Freitag, August 21, 2009

"Die unaussprechliche Tat"

Auch die Vergewaltigung von Männern ist ein Mittel der Kriegsführung, doch kaum jemand will darüber reden. Immerhin ist das Thema inzwischen beim UN-Tribunal erfasst.


Die "Zeit" berichtet.

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Sonntag, August 09, 2009

Vergewaltigung: Unschuldiger 23 Jahre in Haft

Wieder einer mehr.

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Mittwoch, Juli 29, 2009

Augsburger Allgemeine: "Buben als Opfer von Vergewaltigungen"

Schon zwei Monate alt, jetzt erst entdeckt, aber immer noch erwähnenswert:

Wenn sexueller Missbrauch öffentlich thematisiert wird, beherrschen oft Zerrbilder und Vorurteile die Diskussion. Die Täter sind in der Regel männlich, die Opfer sind Mädchen oder Frauen, so das gängige Bild. Doch auch Jungen bleiben von sexuellen Übergriffen nicht verschont. Durch eine noch höhere Stigmatisierung und Tabuisierung finden sie dann selten den Mut, sich an helfende Stellen zu wenden. Die Folge ist eine dramatische Dunkelziffer des Bundeskriminalamtes (BKA), nach der jeder fünfte bis zehnte Junge in Deutschland betroffen sein könnte.


Hier geht es weiter.

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Medienberichte über Falschbeschuldigungen sexueller Gewalt häufen sich

Hab ich einen neuen Trend verpasst? Oder berichten die Medien inzwischen einfach nur offener über solche Fälle?:

28. Juli 2009, Toronto (Kanada): Falschbeschuldigter will "sein Leben zurück"

28. Juli 2009, Houghton (Michigan): Verfahren gegen Falschbeschuldigerin eingestellt

28. Juli 2009, Berkshire (England): 12jährige beschuldigte 15jährigen fälschlich der Vergewaltigung

27. Juli 2009, Charlotte County (Florida): Zwei erfundene Vergewaltigungen innerhalb von zwei Tagen

23. Juli 2009, Alberta (Kanada): Teenagerin lügt über sexuellen Übergriff

21. Juli 2009, Minneapolis (Minnesota): Geschworene urteilen: Vergewaltigung erfunden

17. Juli 2009, Dearborn (Ohio): Bericht über sexuellen Übergriff stellt sich als erfunden heraus

16. Juli 2009, Kent (Michigan): Frau gibt zu, sexuellen Übergriff erfunden zu haben

Erstaunlich.

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Sonntag, Juni 21, 2009

Sympathisanten der Piratenpartei als potentielle Vergewaltiger gebrandmarkt

Na, das war ja abzusehen: Vor ein paar Wochen erkläre ich hier öffentlich, mich bei zukünftigen Wahlen für die Piratenpartei zu entscheiden, solange keine der Männerparteien in die Puschen kommt, und schon muss ich lesen, dass wir Anhänger des organisierten Piratentums potentielle Vergewaltiger sind – zumindest wenn man eine schwedische Politkerin der Zentrumspartei danach fragt. (In Schweden hatte die Piratenpartei beachtliche Erfolge eingefahren.) Allerdings hat die Dame inzwischen wenigstens um Entschuldigung für ihre Äußerungen gebeten. Im Gulli-Blog erfährt man mehr.

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Russin wegen Vergewaltigung von zehn Männern angeklagt

A young Russian woman, a devoted collector of horror films and spiders, is on trial for sedating and raping 10 men.


Hier erfährt man mehr.

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Mittwoch, Juni 03, 2009

Sexuelle Gewalt: Jungen als Opfer, Frauen als Täter

Wie ich gerade aus dem MANNdat-Forum erfahre, scheint sich das bisherige Tabu, über sexuelle Gewalt jenseits der bekannten Geschlechterklischees ein wenig zu lockern. So berichtet die Augsburger Allgemeine:

Wenn sexueller Missbrauch öffentlich thematisiert wird, beherrschen oft Zerrbilder und Vorurteile die Diskussion. Die Täter sind in der Regel männlich, die Opfer sind Mädchen oder Frauen, so das gängige Bild. Doch auch Jungen bleiben von sexuellen Übergriffen nicht verschont. Durch eine noch höhere Stigmatisierung und Tabuisierung finden sie dann selten den Mut, sich an helfende Stellen zu wenden. Die Folge ist eine dramatische Dunkelziffer des Bundeskriminalamtes (BKA), nach der jeder fünfte bis zehnte Junge in Deutschland betroffen sein könnte.


Und Aktenzeichen XY merkt an:

Laut polizeilicher Kriminalstatistik aus dem Jahre 2000 gab es beim sexuellen Missbrauch von Kindern 9038 Tatverdächtige in Deutschland. Die Zahl der von Frauen begangenen Taten erscheint darin relativ gering: Nur 2,3 Prozent der strafbaren Handlungen wurden von weiblichen Tätern verübt. Doch diese Zahlen ergeben ein falsches Bild. Frauen sind häufiger als bisher angenommen auch Täterinnen. Das haben neueste Untersuchungen ergeben.

Gisela Braun, Referentin bei der Arbeitsgemeinschaft „Kinder- und Jugendschutz, Landesstelle NRW e.V.“, fasst gegenüber aktenzeichenxy.de, dem online-Auftritt der ZDF-Fernsehfahndung, neueste Untersuchungen zusammen und geht heute von einem 10-15 prozentigen Anteil weiblicher Straftäterinnen aus. Die Kölner Kontakt- und Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen, „Zartbitter“, geht sogar von einem noch höheren Anteil aus: 13 - 25 Prozent.


Diese "neuesten Untersuchungen" hatte ich übrigens bereits in "Sind Frauen bessere Menschen?" erwähnt; sie stammen mithin aus den achtziger und neunziger Jahren. Aber damals war das Medientabu, was dieses Thema anging, noch undurchlässiger als heute.

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Dienstag, Mai 26, 2009

Lesermail (Sexuelle Gewalt gegen Männer)

Über Professor Walter Hollstein erreicht mich folgende Mail (eigentlich handelt es sich um zwei Mails, die ich nach Rücksprache mit der Verfasserin zusammengefügt habe):

Ich bin selbst eine Frau. Mein bester Freund wurde von einer Frau vergewaltigt. Sie war nicht allein - sie hat seine Arglosigkeit ausgenutzt. Hatte ihn mit Helfern und zur Hilfenahme von Medikamenten wehrlos gemacht - und brutalst mehrfach vergewaltigt. Mittlerweile weiß ich, dass dies kein Einzelfall ist. Die Männer schweigen - und bringen sich häufig um.

Es ist neben ihrem verletzten Körper und der verletzten Seele die Folge der weiteren Verletzungen - dass ihnen nicht geglaubt wird, man über sie lacht usw.

Ich vermisse die Info in der Öffentichkeit, dass auch Männer vergewaltigt werden - und sehr brutal. Ich vermisse die Info, dass Männer geschlagen werden und sich oft nicht wehren - still leiden. Sagen die Männer was, sind sie ein Waschlappen. Schlagen sie zurück - sind bestimmt sie diejenigen, die angefangen haben.

Wer hilft diesen Männern??? Ein Tabuthema - die Männer sind ja immer die Starken.

An einigen Stellen werden Männer bevorzugt - im Job teilweise bei der Bezahlung. Wer redet darüber welch schlechte Karten z. B. der Kindergärtner hat??

Ich wünsche mir mehr Ausgewogenheit. Die Männer leiden leise - und überleben häufig nicht.

Wenn Sie wollen, können Sie meinen Brief veröffentlichen. Vielleicht hilft es einem Mann, weiter den Mut zu finden, Übergriffe anzuzeigen.

Es ist sehr schade, dass es de facto keine Gleichberechtigung gibt und Männer da recht schlechte Karten haben. Wir werden versuchen, die Geschichte meines Freundes - falls wir einen Verlag dafür interessieren können - zu veröffentlichen. Einesteils um Männern zu zeigen, dass sie nicht allein stehen - und auch um Frauen zu erreichen. Die Gesellschaft sollte für wirkliche Gleichberechtigung sensibilisiert werden.


Sicherheitshalber fragte meine Leserin auch bei ihrem Freund an, ob er mit einer Veröffentlichung in diesem Blog überhaupt einverstanden ist. Er antwortet uns:

Ist okay für mich. Wenn ich nur einem einzigen Mann damit helfen könnte, wäre ich schon glücklich darüber. Aber welcher Kerl hat schon so eine Familie wie ich: die für ihn da ist, ihn nicht für eine Memme hält und und und ... Ich habe mein ganz privates Männerhaus - meinen familiären Zufluchtsort. Es wäre einfach schön für mich, ich könnte einigen von ihnen helfen, weil ich es weiß, wie sie sich fühlen.

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Dienstag, Mai 05, 2009

Vernichtung einer Existenz

2004 wurde der Primarlehrer Claudio Rossi wegen angeblicher sexueller Übergriffe verhaftet. Fünf Jahre später hat ihn die Justiz nun vollständig freigesprochen. Doch der Schaden, den übereifrige Opferhelfer angerichtet haben, ist irreparabel.


Die "Weltwoche" berichtet in einem erschütternden, definitiv lesenswerten Artikel, mit welchen Mechanismen ein unschuldiger Mann heute zum Täter gestempelt werden kann.

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Freitag, April 24, 2009

Schweiz: Keine Gruppenvergewaltigung, keine Zwangsheirat

In der Schweiz sorgen zwei Fälle von "Verbrechen gegen Frauen" für Aufsehen, die es so nie gegeben hat. Betroffen sind in beiden Fällen Migranten.

Zum einen berichtet die "Weltwoche" ausführlich über eine Gruppenvergewaltigung, die keine war. Ein paar Auszüge aus dem Artikel:

«Am schlimmsten», klagt einer der Freigesprochenen, sei jedoch die Vorverurteilung durch die Polizei über die Medien gewesen. Das Bild der Sexmonster und Massenvergewaltiger wurde mit offiziellem Siegel verbreitet. Das mutet umso skandalöser an, als Severina ebenso wie die verhafteten Jugendlichen bereits in ihren ersten Aussagen von «freiwilligem Sex» gesprochen hatte. Trotzdem schilderte Rolf Nägeli, Fachgruppenleiter der Abteilung Kinderschutz der Stadtpolizei Zürich, am Tag der Verhaftung – live als Studiogast in der Sendung «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens – den Sachverhalt als feststehend, ohne den geringsten Hinweis auf die Unschuldsvermutung oder das hängige Verfahren. Nägeli fabulierte von «Geständnissen», erzählte detailliert (und teilweise falsch), wie die angeblichen Vergewaltigungen abgelaufen seien. Und verbreitete ungeniert seine reichlich spekulativen Eindrücke aus einer Einvernahme: «Der Täter wirkte kaltschnäuzig auf mich. Für ihn war nie klar, dass es sich um eine Vergewaltigung handelt.»


Die herbeigezogenen Therapeuten waren dem Bericht zufolge auch keine Hilfe. Sie wollten die Jugendlichen lediglich mit eindringlichen Worten dazu drängen, ihre «Taten» endlich zu bereuen.

Natürlich blieb das Spektakel für die betroffenen Jugendlichen nicht ohne Folgen. Die "Weltwoche" führt weiter aus:

Dabei war die Grenze zwischen dem Opfer und den (vermeintlichen) Tätern noch selten derart fliessend wie in diesem Fall. Gewiss, es ginge nicht an, Severina zur Täterin zu machen. Die Dreizehnjährige hat die Dinge von Anfang an auf den Tisch gelegt, wie sie sind, hat nichts dramatisiert und die Angeschuldigten sogar entlastet. Severina bleibt in dieser Geschichte ein Opfer. Zu den Opfern zählen aber auch die Burschen, die tagelang in der Ungewissheit der Untersuchungshaft schmorten, um ihre Zukunft, den schulischen und beruflichen Werdegang bangten. Noch heute werden sie im privaten wie im beruflichen Umfeld als «Täter von Seebach» erkannt, abgestempelt, angerempelt, beschimpft oder bedauert. Sie leiden an psychischen Störungen und Alpträumen. Die Suche nach einer Lehrstelle war aussichtslos. Erst dank einer «ambulanten Massnahme» der Jugendanwaltschaft konnte letztlich etwas gefunden werden.

Die Vorwürfe der Jugendlichen an die Adresse der Polizei gehen aber noch weiter: Nach der öffentlichen Verhaftung hatte sich die Identität der «Täter» in den Quartieren schnell herumgesprochen. Bei einer Familie wurden Fensterscheiben eingeschlagen. Ein Zusammenhang mit dem «Fall Seebach» ist zwar nicht nachgewiesen, doch die geschockten Eltern trauten sich danach kaum mehr aus der Wohnung. Schlimm war auch, dass die Jugendlichen ihren Eltern, die sie in der Haft besuchten, nicht einmal ihre Sicht der Dinge darstellen durften (die Untersuchungsbehörden hatten es ihnen verboten).


In dem zweiten Fall, der diese Woche die Schweizer Gemüter erregte, ging es um eine Zwangsheirat, die sich als Urlaubsreise herausstellte. Die Zeitungen "Blick" und "20 Minuten" berichten.

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Montag, April 06, 2009

Missbrauch: Auch Männer werden Opfer

Noch immer ist Missbrauch an Männern ein Tabuthema, weil Männern das Opfersein gesellschaftlich nicht zusteht. Ein Betroffener erzählt.


Hier.

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Samstag, März 07, 2009

Lesermail (Jungen 3)

Genderama-Leser M.B. schildert, wie es einem Schüler gehen kann, der sich bereits mit den Anliegen und Argumenten der Männerbewegung vertraut gemacht hat, im Unterricht aber weiterhin einem Sexismus unterworfen ist, den wir feministischer Einseitigkeit zu verdanken haben:

Meine Schule, ein Gymnasium im Nordosten, rühmt sich des Titels "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Zur Feier der Einweihung erhielten die diversen Klassen bestimmte Workshops zu Themen, die sich im Großen und Ganzen mit Gewalt auseinandersetzten. Meine Klasse erhielt also das Thema "Sexuelle Gewalt". Etwa um diese Zeit herum kam ich auf die Themen des Maskulismus, war also sehr interessiert - und skeptisch.

Die beiden Damen, die unseren Workshop leiteten, waren Mitarbeiter eines Rostocker Büros für Opfer sexueller Gewalt. Man soll vom Aussehen ja auf nichts schließen, aber ich vermutete trotzdem den typisch dogmatisierten Gutmenschen.

Wir hörten zuerst die Geschichte einer Polizistentochter, die über Jahre von ihrem Vater vergewaltigt und missbraucht wurde. Eine reale Geschichte, nur hätte eine Geschichte über ein männliches Schicksal mal ganz gut getan.

Dass viele Mädchen sexuelle Gewalt erfahren wurde sehr oft erwähnt und ausgewalzt. Man muss zu Gute halten, dass männliche Opfer zumindest erwähnt wurden.

Es kam im Verlaufe des Gespräches von mir immer mal wieder zu sehr kritischen Äußerungen zu anderen Themen. Beliebt machte es mich bei den Damen jedenfalls nicht.

Den Vogel schoss der finale Fragebogen ab: Fragen wie "Welche Eigenschaften sind für dich männlich oder weiblich? - Autofahren, Abwaschen ... Onanieren (!)." Ich weigerte mich, diese (und andere, ähnliche) Fragen zu beantworten.

In den letzten Fragen schließlich eine "Was würdest du tun?"-Frage bezüglich sexuell aggressiven Verhaltens. Die Fragebögen waren nach Geschlecht getrennt, aber bei beiden war der Täter männlich.

Meinen Unmut machte ich danach klar deutlich, was die Damen noch mehr ansäuerte.

Ähnlich auch im Biologie-Unterricht, wo ich mich hinsichtlich einer weiteren Kampagne gegen Brustkrebs für Frauen laut fragte, warum es sowas nicht für Prostatakrebs gäbe, und einen bösen Blick der Lehrerin erntete.

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Sonntag, Februar 22, 2009

Dissertation Schwithal enthüllt interessante Aspekte über weibliche Gewalt

Ich bin dieses Wochenende endlich dazu gekommen, Bastian Schwithals Dissertation Weibliche Gewalt in Partnerschaften. Eine synontologische Untersuchung genauer zu lesen, in der Schwithal mehrere hundert internationale Gewaltstudien einer Metaanalyse unterzieht. ("Synontologie" ist die Soziologie der Partnerschaft.) Bei der Lektüre bin ich auf einige interessante Inhalte gestoßen, die auch mir zuvor so nicht bekannt waren.

Beispielsweise kommt Schwithal in einem Exkurs auch auf Gewalt im öffentlichen Raum zu sprechen. So wie viele andere, die sich mit diesem Thema beschäftigt haben, bin zwar auch ich zu der Erkenntnis gelangt, dass der Anteil von Frauen unter den Tätern höher ist, als man gemeinhin annimmt, habe das aber vor allem für eine Entwicklung der letzten Jahre gehalten. Tatsächlich gab es aber schon Mitte der Neunziger erstaunliche Zahlen. Schwithal führt dazu auf Seite 111 seiner Arbeit aus (dort jeweils mit Quellenangaben in den Fußnoten):

Eine Reihe weiterer Studien zeigte, dass Gewalthandlungen nicht nur im privaten Bereich und in beträchtlichem Ausmaß von jungen Frauen und Mädchen – anders als oftmals glauben gemacht wird – ausgehen. So kam eine repräsentative Untersuchung von Heitmeyer et al. aus dem Jahr 1995 zu dem Ergebnis, dass neben 15% der westdeutschen und 18% der ostdeutschen männlichen Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 22 Jahren, die angaben, im vergangenen Jahr Körperverletzungen begangen zu haben, es bei den weiblichen Jugendlichen 9% bzw. 7% waren. Höhere Verbreitungsraten fanden Mansel und Hurrelmann (1998) in ihrer in Nordrhein-Westfalen durchgeführten Studie. 43% der Schüler und 22% der befragten Schülerinnen gaben körperverletzende Handlungen gegenüber anderen zu. Tillmann et al. (2000) fanden in ihrer Untersuchung heraus, dass 8% der männlichen und 4% der weiblichen befragten Schüler einer hessischen Schule angaben, zur "Kerngruppe" von gewalttätig agierenden Jugendlichen zu gehören. Heitmeyer et al. (1995) sprechen von einem "weiblichen Aufholprozess". Ein Vergleich der Anteile jugendlicher Gewalttäter in den Jahren 1986 und 1994 kommt zu dem Ergebnis, dass sich der Anteil der weiblichen Befragten, die Gewaltdelikte begangen haben, von 25 auf 42% erhöht hat und der Anteil der männlichen Befragten von 47 auf 64%.


Die jungen Männer haben also noch immer einen klaren "Vorsprung" bei Gewaltdelikten, allerdings kann man bei 42% an Täterinnen unter allen jungen Frauen nicht wirklich von Einzeltätern sprechen.

Was die Gewalt in Partnerschaften betrifft, geht beispielsweise eine Untersuchung des Frauenministeriums davon aus, dass Frauen zwar ähnlich häufig wie Männer zu Tätern werden, Frauen aber infolge schwerer Gewalt auch weitaus häufiger schwerere Verletzungen davontrügen. Dem ist nicht so, wie Schwithal auf Seite 136 zusammenfasst:

Übersicht "Studien: Severe Violence" gibt die Ergebnisse von 94 Studien und Untersuchungen hinsichtlich schwerer Gewaltformen ("severe violence") wieder. Ähnlich wie bei "minor violence" lässt sich auch hier die Beobachtung machen, dass ein höherer Anteil an Frauen schwere Gewalt gegenüber einem Intimpartner gebraucht als umgekehrt. Das Verhältnis von Männern und Frauen im Hinblick auf "verübte Gewalt" ist 47,0% zu 53,0%. Bei "erlittener Gewalt" ergibt sich hinsichtlich der Geschlechtsverteilung folgendes Bild: 52,3% Männer gegenüber 47,7% Frauen hatten schwere Gewaltformen durch einen Intimpartner erlitten.


Auf Seite 138 seiner Dissertation führt Schwithal die Erkenntnisse zu sexueller Gewalt zusammen:

Übersicht "Studien: Sexual Violence" gibt die Ergebnisse von 55 Studien und Untersuchungen wieder. Hinsichtlich sexueller Gewalt lässt sich die Feststellung machen, dass Frauen häufiger diese Form der Gewalt erleiden als Männer. Allerdings lässt sich anhand der Ergebnisse in der Tabelle auch ablesen, dass Männer ebenfalls und im weitaus größeren Ausmaß als bisher angenommen sexuelle Gewalt (auch schwere Formen) erfahren. Beim Verüben von sexueller Gewalt ergibt sich ein Geschlechtsverhältnis von 57,9% Männer gegenüber 42,1% Frauen und hinsichtlich "erlittener Gewalt" ein Männer-Frauen-Verhältnis von 40,8% zu 59,2% .


Von der allgemein herrschenden Auffassung, dass sexuelle Gewalt fast automatisch männliche Täter und weibliche Opfer bedeutet, bleibt unter der Lupe der Wissenschaft wenig übrig.

Generell scheint in unserer Gesellschaft zweierlei Maß zu bestehen, was Gewalthandlungen angeht – je nachdem von welchem Geschlecht sie begangen werden. Dazu schreibt Schwithal auf Seite 229:

Eine andere Studie untersuchte die Akzeptanz von Gewalt in Intimpartnerschaften mit Hilfe von Daten, die durch eine repräsentative telefonische Befragung auf nationaler Ebene von 5.238 Erwachsenen gewonnen worden waren. Die Befragten akzeptierten in höherem Maße Frauen, die ihre Mänmner schlugen. Ferner zeigten sie eine höhere Toleranz gegenüber Gewalt in Partnerschaften, wenn sie zuerst von Gewalthandlungen von Frauen gegenüber Männern befragt wurden. Eine Umfrage des U.S. Department of Justice kam zu folgendem Ergebnis: 41% der befragten Amerikaner finden es weniger gravierend, wenn eine Frau ihren Mann tötet als umgekehrt.


In diesem Zusammenhang zitiert Schwithal eine Studie der australischen Kriminologin Catriona Mirrless-Black:

Virtually no male victims defined their experience as a crime. Female victims of chronic domestic assault were the most likely to describe their most recent experience as a crime (39%), male victims of intermittent assault the least (1%).


Auf diesem Ungleichgewicht basiert natürlich eine entsprechend verzerrte Anzeigenhäufigkeit, die Polizisten und sogar Männergruppen zu der kühnen Behauptung verleiten, dass Frauen eindeutig häufiger Opfer von häuslicher Gewalt als Männer seien. (Genderama berichtete.)

So gut die von Schwithal zusammengetragenen Fakten auch belegt sind, so schwierig dürfte es bleiben, sie einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Sicher gibt einem das Internet neue Möglichkeiten, aber auch hier existieren Hürden: Die Gesinnungswächter der Wikipedia etwa werden mit Sprüchen wie "Ich habe schließlich Soziologie studiert!" weiterhin versuchen, diese Inhalte aus ihrer Enzyklopädie draußen zu halten. Und dass sich die Chancen von Genderama auf irgendwelche Ehrungen durch Blog-Preise deutlich verschlechtern, wenn ich immer wieder solche politisch nicht korrekten Erkenntnisse zum Thema mache, ist mir natürlich selbst klar. Weit schlimmer bleibt jedoch die Situation in den klassischen Medien, wo sich heute noch Schwachsinns-Artikel wie dieser finden. Journalisten werden hier zum Sprachrohr von Ideologinnen und stellen das Thema häuslicher Gewalt derart verzerrt dar, dass sie ihre Leser regelrecht dumm halten. Zu dem, was ich in diesem Blog gerne als "Deppenjournalismus" bezeichne, äußert sich auch Bastian Schwithal auf Seite 307 seiner Arbeit:

Bei der printmedialen Darstellung von Gewalt und Tötungsdelikten gegenüber männlichen Intimpartnern fällt des Weiteren auf, dass sich ein Teil der Darstellungen – wenn auch nur ein verhältnismäßig kleiner – mit der Thematik in einer ironisierenden und "augenzwinkernden" Art und Weise auseinander setzt. Interessanterweise handelt es sich bei diesen Fällen nicht immer nur um Artikel, die aus so genannten "Boulevardzeitungen" stammen, sondern oftmals um solche aus "renommierten" Tageszeitungen. So gut wie gar nicht findet innerhalb der Artikel ein Bezug zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen statt, wonach Männer im gleichen Maße von Gewalt betroffen sind, was in Anbetracht der durchschnittlichen Artikellänge jedoch nicht wirklich verwundert.


Auf den letzten Seiten seiner Dissertation fasst Schwithal zusammen, wer seines Erachtens daran die Hauptschuld trägt, dass ein Großteil der Bevölkerung beim Thema "Gewalt in Partnerschaften" einem Weltbild anhängt, das mit den tatsächlichen Forschungsergebnissen nichts mehr zu tun hat:

Einer der Hauptgründe für die falsche Wahrnehmung innerhalb der Gesellschaft ist, dass Medien und Regierungen durch ihre Informationspoliktik dazu beitragen. Dies fiel durch die Analyse der öffentlich gemachten Daten zu weiblicher Gewalt gegen Männer auf. (…)

Seit einigen Jahren gibt es in Deutschland "Interventionsprojekte gegen häusliche Gewalt". Ihre Ziele lassen sich mit dem Berliner Interventionsprojekt gegen häusliche Gewalt wie folgt darstellen:

• Rahmenbedingungen zu schaffen, die den umfassenden Schutz und die ausreichende Unterstützung von Frauen und Kindern gewährleisten;

• Die Rechte misshandelter Frauen zu stärken und ihre Rechtsposition auszubauen;

• Die gesellschaftliche Ächtung der Gewalttaten und der Täter durchzusetzen;

• Den Tätern für ihre Taten die Verantwortung zuzuweisen, zum Beispiel durch die polizeiliche Ingewahrsamnahme der gewalttätigen Männer und/oder durch zivilrechtliche Anordnungen und strafrechtliche Sanktionen;

• Das koordinierte Vorgehen aller beteiligten Einrichtungen gegen häusliche Gewalt zu praktizieren und transparent zu machen;

• Aufklärung über männliche Gewalt gegen Frauen und Präventionsarbeit zu etablieren.

Das männliche Opfer findet bei solchen Zielsetzungen keinerlei Erwähnung. Dies steht im Einklang mit der Äußerung von Frau Bergmann, der ehemaligen Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die am 12. Mai 2000 in einem Interview mit der Ost-West-Wochenzeitung "Freitag" auf die Frage: "Planen Sie auch Männerhäuser?" sagte: "Nein, Männerhäuser planen wir nicht. Ich denke, das ist auch nicht nötig! Wenn Männer keine Gewalt anwenden, brauchen sie auch keine Zufluchtsorte."


Während Frau Bergmann unter den deutschen PolitikerInnen sicher intellektuell besonders herausragend war, hat sich die ideologisierte Einseitigkeit der Anti-Gewalt-Politik auch im Hause von der Leyen nicht geändert. Männer als Opfer interessieren nicht. So ist das eben in unserer Gesellschaft: Die Ministerinnen kommen und gehen, die Geschlechterapartheid bleibt bestehen.

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Freitag, Februar 13, 2009

"Frauen mischen im Menschenhandel mit"

Einmal mehr zerbricht unser gewohntes Weltbild, in dem Männer grundsätzlich als Täter und Frauen grundsätzlich als Opfer erscheinen:

"Ein Verbrechen, das uns alle beschämt", steht in großen Lettern auf dem aktuellen Uno-Bericht zum Menschenhandel. Dessen Inhalt überrascht vor allem in einem Punkt: Häufig sind Frauen die Täterinnen. Sie führen die Statistiken in 30 Prozent der untersuchten Länder an. In Osteuropa und Zentralasien stellen sie sogar über 60 Prozent der verurteilten Täter und Täterinnen.


Hier geht es weiter.

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Donnerstag, Februar 05, 2009

Irakerin ließ 80 Frauen vergewaltigen

Zahlreiche internationale Zeitungen (allerdings keine deutschen) berichten, darunter die australische Herald Sun.

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Mittwoch, Januar 07, 2009

Neu auf der Blogroll: The False Rape Society

Ich versuche auf meiner Blogroll Links zu fremdsprachigen Websites zu beschränken, aber dieses Blog nimmt sich auf fundierte Weise einem Tabuthema in der Geschlechterdebatte an und es gibt meines Wissens kein deutsches Gegenstück – obwohl dieses Problem natürlich auch in Deutschland besteht.

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Mittwoch, November 19, 2008

Kongo: "Wenn Vergewaltigung zum Alltag wird"

Es wird mal wieder Zeit für eine Seminarstunde "maskulistische Medienkritik". Heute bietet die Zeitschrift STERN einen Artikel über die Gewalttaten im Kongo als Unterrichtsmaterial. Die Aufgabe dazu, die jeder für sich lösen kann, wann und wie er mag: Ziehen Sie einen Vergleich, wieviel Gewicht die STERN-Journalistin der Vergewaltigung einer Frau im Gegensatz zur Zerstückelung eines Mannes gibt (z. B. durch die Schlagzeile, den Raum, den das jeweilige Verbrechen im Artikel erhält, und andere Kriterien mehr), und erstellen Sie eine begründete These, woran das liegen könnte.

Herzlichen Dank an Genderama-Leser A.L. für den Hinweis! Seiner Beobachtung nach ist dieser Artikel typisch für viele dieser Kategorie.

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