Dienstag, August 04, 2009

"Wir mögen Männer"

Zwei interessante Beiträge findet man derzeit im Blog der "Mädchenmannschaft":

Wir mögen Männer

und

Gewalt von Frauen.

Vielleicht sollte man ihnen einfach ein bisschen Zeit lassen?

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Mittwoch, Juni 10, 2009

Amerikanische Wissenschaftlerin: Probleme der Jungen vernachlässigt

Noch eine Frau, die nicht "das richtige Gender-Bewusstsein" besitzt:

Both boys and girls have learning issues, but those affecting boys in school are more serious and have been neglected, a U.S. researcher says.

Judith Kleinfeld of the University of Alaska in Fairbanks, reviewed gender differences in literacy levels, college entrance tests, school grades, engagement in school, dropout rates, as well mental health, suicide, depression and conduct disorders.

The study, published in the journal Gender Issues, found that compared with girls, U.S. boys have lower rates of literacy, lower grades and engagement in school and higher drop-out rates. The boys also had dramatically higher rates of suicide, premature death, injuries, and arrests, and were also placed more often in special education.


Das ist ausbaufähig, aber diesen Artikel in einem Magazin unterzubringen, dem man anhand seines Namens unterstellen darf, eine streng feministische Form der "Wissenschaft" zu verfolgen, das ist das schon eine Leistung.

Den kompletten Artikel findet man im hier .

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Sonntag, Mai 03, 2009

Diffamierung von Männern in der Werbung – gesundheitsschädlich?

Die ARD-Programmleitung und die Werbeagentur "Hello, München" bezeichnen ihre Männerhass-Reklame für die Vorabend-Soap "Eine für alle" als virale Kampagne - ein Ausdruck, der sich als ungeahnt treffend erweisen könnte. Denn wie reale Viren könnte auch dieser zu ebenso realen Gesundheitsschäden führen. Darauf weist zumindest dieses pdf hin, das über ein interessantes Projekt zur Werbeanalyse berichtet:

Mit dem Motto "Unbefangene" sollen männerfeindliche Reklame sowie jungenfeindliche Werbespots erkannt werden. In einem Schweizer Projekt wird ein Vorhaben durchgeführt, in dem geschlechtsstereotype Botschaften sichtbar gemacht werden sollen. Es geht darum, gegen herabwürdigende Trends männlicher Darstellung aufzubegehren und darin das Argument einer möglicherweise gesundheitsschädlichen Wirkung stark zu machen: Ob und wie sexistische Werbung Männer krank macht, ist bislang nicht hinreichend untersucht. Kränkend wirkt sie auf jeden Fall und sie trägt zur Bildung von Männlichkeitsbildern bei – die wiederum nachweislich gesundheitsschädlich sein können.

Geschlechterdiskriminierende Werbung betrifft Männer meist indirekt: Nicht selten stehen in Werbespots intelligenten, selbstbewusst auftretenden Frauen Männer gegenüber, die jämmerlich und albern erscheinen. Nicht selten werden Männer als Versager, als nützlicher Trottel dargestellt. Sie sind lächerliche Objekte – es ist fast zu einer Art unsäglicher "Mode" geworden, so wird durch diese wissenschaftliche Untersuchungen belegt, Männer zu diffamieren durch die Gegenüberstellung zu weiblich emanzipierten Positionen. Dieser Effekt jedenfalls durchzieht nach Ansicht dieses Forschungsvorhabens in der Schweiz die Werbung auf vielen Medienkanälen.


Träger des Schweizer Projekts Realitycheck ist interessanterweise Terre des Femmes Schweiz. Das verstärkt meinen Eindruck davon, dass sobald Feministinnen sich mit einem Problem wirklich gründlich beschäftigen, sie feststellen, dass Jungen und Männer genauso sehr, wenn nicht stärker davon betroffen sind. (Man denke an Frauen wie Astrid von Friesen oder an Erin Pizzey, die sich zuerst nur für geprügelte Frauen einsetzte, bis sie realisierte, dass Männer vielleicht sogar häufiger Opfer von häuslicher Gewalt werden.) Leider führt das manchmal nur zu einem punktuellen Umdenken bei eben jenem Thema, während frau bei den Themen, mit denen sie sich nicht so gut auskennt, noch immer naiv den feministischen Leitlinien vom Täter Mann und Opfer Frau folgt. Trotzdem ist auch das Schweizer Forschungsprojekt ein Anzeichen dafür, dass allmählich ein Prozess des Nachdenkens in die Gänge kommt. Vielleicht noch nicht bei "Hello, München" und in der Führung der ARD, und auch nicht beim
Deutschen Werberat. Aber andernorts schon.

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Donnerstag, November 13, 2008

Astrid von Friesen: Offener Brief an Ethikrat wegen häuslicher Gewalt

In der Männerrechtsbewegung im Internet kursiert gerade per Rundmails sowie in Foren ein offener Brief der Paar- und Traumatherapeutin Astrid von Friesen an den Deutschen Ethikrat. Auch hier auf Genderama veröffentliche ich diesen Brief gerne.

Sehr geehrte Damen und Herren des Ethikrates,

auch als Frau, als Psychotherapeutin, Feministin und und immer öfter als Maskulinistin finde ich es zunehmend empörend, wie wenig über die Gewalt von Frauen und Müttern gesprochen wird.

Weibliche Gewalt erfahren 100 000de von Kindern, die wir später dann in psychotherapeutischer Behandlung haben. Nicht nur viele Borderliner, Depressive usw. sondern auch fast alle Tyrannen dieser Welt hatten Mütter, die ihnen nicht gut taten. Auch sind die vielen verhungerten und in Blumentöpfen verscharten Babys, von denen wir in den vergangene Jahren hörten, nicht nur die Opfer von Einzelfällen, sondern diese Taten sind die Spitzen von Eisbergen, d.h. von eisigen Zuständen in den Familien.

Seit vielen Jahren bin ich u.a. zuständig für die psychosoziale Betreunung der Studenten in Freiberg/Sachsen und erfahre gerade auch von jungen Frauen, dass sie von ihren Müttern mit der "siebenschwänzigen Katze" sprich einer Peitsche, mit Schuh- und Kochlöffeln geprügelt wurden. Warum, fragte ich einen jungen Mann: "Meine Mutter nahm immer einen Gegenstand, wenn ihr die Hand vom Prügeln weh tat."

In fast allen Fällen waren die Mütter in sozialen Berufen tätig: als Lehrerinnen, als Erzieherinnen, als Krippenhortnerinnen.

Prof. Hollstein hat gerade Zahlen veröffentlich, demnach sind 1,4 Millionen Jungen sexuell von Frauen missbraucht worden. - So wie wir uns vor 40 Jahren das Ausmass an männlicher Gewalt nicht vorstellen konnten, was dann die "EMMA" publik machte, so können wir uns heute nur schwer dem Tabu der weiblichen Gewalt nähern.

Hellfelduntersuchungen von Polizei- und Gerichtsakten nennen meist nur männliche Täter. Aber Männer zeigen ja auch nie weibliche Gewalt an, Kinder ebensowenig, weil die Scham grauenvoll groß ist. Und Kinder wissen, dass sie wahrscheinlich ins Heim kommen, wenn die Mutter ins Gefängnis muss. Doch Dunkelfelduntersuchungen auf der ganzen Welt zeigen, dass die häusliche Gewalt zu 50% VON Frauen ausgeübt wird. Dies deckt sich auch mit meinen therapeutischen Erfahrungen.

In der Hoffnung, dass wir alle gemeinsam am Geschlechter-Frieden arbeiten, wozu alle Beteiligten die gleichen Chancen und eine Sprache benötigen, die auch gehört wird - und seien es Männer und Kinder,

verbleibe ich mit vorzüglicher Hochachtung

Astrid v. Friesen

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Montag, November 03, 2008

FOCUS-Beitrag zum Tag des Mannes: Astrid von Friesen spricht über Männerverachtung

Den wohl überzeugendsten Artikel zum Weltmännertag liefert heute die Zeitschrift FOCUS mit einem Interview, das der FOCUS-Redakteur Michael Klonovsky mit der Paar- und Traumatherapeutin Astrid von Friesen führt. (Der FOCUS stellt sie als "Ex-Feministin" vor.) Hier einige Auszüge aus ihren Äußerungen:

"Bei jeder Befreiungsbewegung schlägt das Pendel stark aus – bei uns in Richtung Männerverachtung und Männerablehnung. Die im Krieg getöteten Männer hinterließen Millionen von Halbwaisen. Die Frauenbewegung hat dann aus der inneren Not, keinen Vater gehabt zu haben, ein ideologisches Motto gemacht: Niemand braucht einen Vater. Väter werden seitdem verunglimpft. Und die Söhne vieler Feministinnen fühlen sich in der emotionalen Falle: Sei mein geliebter Sohn, aber werde bitte kein Mann!"


"Mehr als vier Fünftel der Gewaltopfer sind Männer. Männer sterben sechs Jahre früher, was niemanden wirklich aufregt. (...) Hinzu kommt: Männer und Kinder reden nicht über die körperliche Gewalt von Frauen und Müttern. Wir negieren es alle, dass häusliche Gewalt zu fünfzig Prozent von Frauen ausgeht! Denn angezeigt werden sie so gut wie niemals. (...) Aber Hunderte von weltweiten Dunkelfeld-Untersuchungen, also Befragungen, zeugen von ebenfalls brutaler weiblicher Gewalt. Ich kann das bestätigen, weil ich etliche Studentinnen als Patienten hatte, die bis zur Ohnmacht von ihren Müttern geschlagen wurden, mit Peitschen, Kochlöffeln, Schuhen und so weiter. Von Müttern, die als Lehrerinnen, Erzieherinnen und Kindergärtnerinnen arbeiteten! Aber darüber zu sprechen ist eines der letzten gesellschaftlichen Tabus."


"Wir Frauen haben hierzulande in der Tat die Meinungs- und Gefühlshoheit errungen. Was frau fühlt, ist Fakt, was ein Mann fühlt, ist relativ – die Umkehrung dessen, was Simone de Beauvoir 1949 beschrieben hat. Wie wäre es ansonsten zu erklären, dass nach Scheidungen die Mütter in einem nahezu rechtsfreien Raum entscheiden können, was für das Kind gut ist oder nicht? Wenn sie beschließen, dass der Vater trotz Sorgerecht sein Kind nicht sehen soll, dann passiert es auch nicht. In Frankreich oder Italien würden diese Mütter wegen wegen massiver Menschenrechtsverletzungen ins Gefängnis gehen, bei uns wird es seit Jahren geduldet, dass Eltern und Großeltern oder Geschwister 'entsorgt' werden – oft mit traumatischen Folgen."


Na, wenn dieses Interview vom Alice-Schwarzer-Klüngel nicht mal wieder als Bewerbung für die nächste Pascha des Monats gesehen wird! Zum Ende zitiert von Friesen einen aktuellen Reklameslogan ("Gute Böden sind wie Männer. Man muss kräftig drauf rumtrampeln können.") und beschließt ihr Interview mit den Sätzen:

"Wie mir auch viele ältere Frauen aufgrund meines Buches schreiben: Wir sind entsetzt über unsere Töchter, die völlig unpolitisch nörgeln und quengeln und ihre Männer malträtieren. Das wollten wir nicht, so haben wir sie nicht erzogen!"


Der FOCUS-Artikel von vor ein paar Wochen über die deutsche Männerrechtsbewegung steht inzwischen übrigens vollständig online.

Die anderen bisher vorliegenden Artikel zum Tag des Mannes verdienen es leider nicht, ähnlich ausführlich zitiert zu werden. Hier also eine sehr geraffte Presseschau dazu:

Männer haben ihre Emanzipation verschlafen

Gleichstellungsbeauftragte lässt über geprügelte Männer diskutieren

Weist auch mal eine Frau ab!

Schwachsinn

Schwachsinn

Schwachsinn

Schwachsinn

naja, immerhin ein Versuch

Die allermeisten Medien scheinen diesen Tag mal wieder zu verschlafen.

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Freitag, Oktober 17, 2008

Feministinnen entdecken die Männerbewegung

Na, das aktuelle Hollstein-Buch (das sich bekanntlich in weiten Teilen mit meiner eigenen Linie deckt) scheint ja doch allmählich auch von Frauen entdeckt zu werden. Hier wird es von einer Bloggerin der "Mädchenmannschaft" sehr positiv aufgenommen. (Zitat: "Für mich ist und bleibt dieses Buch ein kleiner Meilenstein und ich schätze Hollstein dafür sehr und steh an seiner Seite, wenn es darum geht, die Inhalte und den Weckruf zu verbreiten.") Und auch eine Redakteurin der "Brigitte" ist inzwischen darauf aufmerksam geworden. Ein Auszug aus ihrem Text:

Die Frauen sind vorgeprescht. Und die Herren der Schöpfung? Stecken in der Findungsphase – für manche, wie für den Männerforscher Walter Hollstein, sogar in der Krise. „Was vom Manne übrig blieb“, bilanziert er in seinem im April erschienenen Buch – viel ist es nicht. Schon in der Schule von den Mädchen überholt, bekommt er das Zappelphilipp-Syndrom oder ein Magengeschwür. Später wird er schneller arbeitslos, und dann stirbt er sogar früher – wenn er sich nicht sowieso schon umgebracht hat, denn das tun in den deutschsprachigen Ländern viermal mehr Männer als Frauen. Der Mann als Kollateralschaden der Schöpfung – und die Frauen schütteln nur mitleidig die Köpfe. Dabei sind die Damen nicht ganz unschuldig an der derzeitigen Männermisere.


Den kompletten Artikel findet man hier.

In den USA arbeitet die liberale Feministin Wendy McElroy seit einigen Jahren mit dafür aufgeschlossenen Männerrechtlern zusammen. Sollte so etwas tatsächlich auch in Deutschland möglich sein? Immerhin wäre das wirklich mal ein Punkt, bei dem sich die junge Generation von Feministinnen gegenüber ihrer Vorgängergeneration profilieren kann. Mit den Alice-Schwarzer-Feministinnen durften Männer zwar auch zusammenarbeiten – aber nur solange sie sich dieser Ideologie unterwarfen und ihre eigenen Anliegen hintanstellten. Eine Geschlechterpolitik, die die Bedürfnisse BEIDER Geschlechter ernst nimmt, wäre aus meiner Sicht das Optimum.

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Dienstag, September 09, 2008

TV-Warnung für heute: ARTE droht mit Themenabend "Männer"

So bewirbt der Sender ARTE den heutigen Themenabend "Männer" auf seiner Website:

Der Macho und der Softie sind nicht mehr die einzigen Männer-Rollen in unserer Gesellschaft. Dennoch müssen sich Männer weiterhin zwischen diesen Extremen positionieren. ARTE gibt ihnen das Wort.

Warum zur Abwechslung nicht mal auf die Männer hören? Nach den Vagina-Monologen die Penis-Monologe? Die Männer sind desorientiert, zornig, aufgebracht, entrüstet, frustriert, ironisch, kastriert und wer weiß was noch alles. In diesem Themenabend kommen sie zu Wort, die sich an einem Kreuzweg ihrer Geschichte befinden: Sie müssen sich neu definieren, ein neues Modell für sich erfinden. Sie mögen schmollen, aber damit verfolgen sie nur ein Ziel: sich den Frauen anzunähern und für Frauen wieder attraktiv zu sein.


Dieser unsägliche Schmonz über "schmollende Männer in der Krise" statt über konkrete und politisch gewollte Benachteiligungen stimmt einen nicht gerade zuversichtlich. Vor allem, wenn man weiß, dass ARTE in einem früheren auf Männer fokussiertenen Themenabend die Väterbewegung als Ku-Klux-Klan darstellte, wofür der Sender die "Lila Kröte" für den männerfeindlichsten Unfug des Jahres verliehen bekam (Genderama berichtete). Selbst die feministische "taz" schrieb damals von einem "gefühligen Rückgriff auf ein Opfer-Täter-Stereotyp: Der ewig böse Mann, die qua Natur gute Frau. Das aber hilft nicht den Müttern und schon gar nicht den Kindern. Sondern höchstens der Einschaltquote."

Einer der von ARTE in dem damaligen Beitrag Verunglimpften war der Väterrechtler und SPIEGEL-Redakteur Matthias Matussek. Er schildert im Vorwort der Neuauflage 2006 seines Klassikers "Die vaterlose Gesellschaft", wie manipulativ und verantwortungslos die ARTE-Journalistinnen vorgingen:

"Im letzten Jahr erhielt ich in London, wo ich mit meiner Familie lebte, Besuch von einer Redakteurin des 'arte'-Kanals, die einen Film über Väter-Initiativen und Aktivisten drehen wollte, und mich als den 'Missionar der deutschen Männerbewegung', als der ich von 'Stuttgarter Zeitung' einst tituliert wurde, befragen wollte.
Sie wollte, wie sie sagte, auch den Männern und ihren Anliegen einmal Gehör verschaffen, ganz fair. Mir gefiel das.
Meine Frau bewirtete sie und ihr Team mit Kaffee und Kuchen, und mein Sohn stellte einige aufgeregte Fragen, die die Redakteurin allerdings eher unwirsch beantwortete. Sie konnte nicht so mit Kindern. Und sie legte Wert darauf, daß er bei der anschließenden Filmerei nicht zu sehen war, nicht er, nicht meine Frau.
Sie wollte mich allein. Sie wollte mich grimmig, vor meinem Computer. Dann fragte sie nach den militanten Väter-Aktivisten in London, nach der Wirkung meines Buches in Deutschland, nach meinen Lesereisen, nach den Männern, die meine Lesungen besuchten, nach wütenden Männern in der Situation kompletter Ohnmacht - ich hatte auf meinen Lesereisen mit Hunderten von ihnen Kontakt.
Ich antwortete ihr, ich erklärte, ich plädierte leidenschaftlich für mehr Gerechtigkeit, und ihr Nicken sah aus, als nicke sie aus Mitgefühl.
Drei Monate später lief der Film. Er lief unter dem Titel: 'Wenn Väter sich rächen'. Er zeigte ein Sammelsurium von Männern, die als vereinsamt, neurotisch oder als schlechte Verlierer charakterisiert wurden, und ich war ihr Einpeitscher. Die Interviews wechselten immer wieder mit düsteren Szenen ab, in denen ein Mann ein Mädchen verführt und anschließend vergewaltigt. Die Botschaft war klar: Die in dem Film gezeigten Männer wurden als Gewalttäter vorgeführt, besonders die, die in Scheidung und im Streit mit ihren Ex-Frauen lebten.
Man muss sich das vorstellen: Für dieses plumpe, verhetzte Machwerk war der öffentlich rechtliche Sender 'arte' bereit, ein Produktionsteam nicht nur nach London, sondern nach Paris, ja sogar nach Kanada reisen zu lassen, wo es sich Interviews von Väter-Aktivisten erschlich, die in dem Beitrag dann verleumdet wurden.
Ich schrieb an die Intendanten und schilderte den Fall. Sie hatten den Film nicht gesehen und machten mir klar, daß sie auch nicht gedächten, das zu tun. Sie hätten meinen Brief an die Chefredaktion weitergeleitet. Die Redakteurin, fügten sie noch zu, sei Mitglied dieser Chefredaktion.
Die Chefredaktion meldete sich nie.
Stattdessen erhielt ich in jenen Tagen einen anonymen Brief, der in Berlin aufgegeben worden war. In diesem Brief wurde ich als Gewalttäter beschimpft. Er schließt mit den Worten: 'Auch wenn Du dich in London versteckst - wir werden dich finden.'
Meine Frau hatte Angst um mich. Auch mir wurde mulmig. Ich gab den Brief an die Polizei weiter und schrieb noch einmal an die 'arte'-Intendanz. Ich gab eine Kopie des Drohbriefes bei, um zu dokumentieren, dass derartige Filme nicht folgenlos bleiben.
Bis heute habe ich keine Antwort darauf erhalten."


So kündigt ARTE den ersten Filmbeitrag des heutigen Themenabends ("Sag mir, wo die Frauen sind") an:

Der rote Faden des Films ist der Regisseur selbst: Cyril de Turckheim, 57 Jahre alt, er ist witzig und gutmütig, glücklich verheiratet und Vater zweier Kinder. Er beklagt sich nicht, ist weder verbittert noch Opfer. Seine männliche Identität hat sich mit dem Feminismus entwickelt, und das möchte er um keinen Preis missen. Aber um sich herum lassen sich die Paare reihenweise scheiden oder sie trennen sich, die Missverständnisse sind unüberwindbar.

Es lässt sich nicht leugnen: Die Frauen haben an Selbstbewusstsein, Macht und gesellschaftlichem Einfluss gewonnen, und das hat die Männer aus dem Gleichgewicht gebracht. Das erkennt auch der Regisseur an, aber er will sich nicht die Freiheit nehmen lassen, weiblichen Machtmissbrauch anzuprangern - und das tut er mit ebenso viel Humor wie Zuneigung.

Es geht nicht an, dass Männer oft alle Schuld auf sich laden. Es ist unerträglich, dass Frauen oft Ungleichheit mit Verschiedenheit verwechseln. Es kann nicht sein, dass Männer alles hinnehmen, nur weil sie Angst haben verlassen zu werden oder in Misskredit zu geraten. Es ist nicht zulässig, die Gerichte immer wieder sagen zu hören, die Männer seien schlechte Männer. Ganz zu schweigen von den Frauen, die behaupten, sie kämen ohne die Männer aus.
Alle Frauen wollen einen umsorgenden Vater, einen Mann, der präsent ist und das Geld verdient, und zugleich träumen sie alle nur vom echt virilen Macho-Supermann, der sie verführt und anmacht. Recht haben sie! Aber die Männer sind nicht auf der Höhe der Erwartungen.


Das klingt wirr. Präsentiert wird der Protagonist als der aus ARTE-Sicht offenbar ideale Mann: kein Opfer und voll auf der feministischen Linie. Die Männer insgesamt sind nach ARTE-Lesart nicht von politischen Benachteiligungen betroffen, sondern lediglich aus dem Gleichgewicht gebracht, weil die Frauen an Selbstbewusstsein gewonnen hätten. Im Fazit haben selbstverständlich die Frauen Recht und die Männer Schuld. Könnte exakt so auch in der EMMA stehen. Trotzdem scheint auch diesem linientreuen Mann zu dämmern, dass hier einiges im Geschlechterverhältnis aus den Fugen geraten ist. Der Beginn einer Entwicklung zur Einsicht? Macht ARTE jetzt alle drei Jahre einen kleinen Schritt nach vorne? Sorry, aber mir fehlt die Geduld für sowas. Ich glaube, ich habe heute Abend schon etwas anderes vor.

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Donnerstag, Juli 17, 2008

Lesermail (Pumas)

Genderama Leser M.H. mailt mir heute morgen "ein paar interessante Fakten" zu:

Aus den USA: Nachdem sich Barack Obama endlich gegen Hillary Clinton durchgesetzt hat, gibt es einige, die sich damit nicht abfinden wollen - wie es heißt, hauptsächlich Feministinnen, die seit den Sechzigern dabei sind und nun befürchten, zu ihren Lebzeiten keine US-Präsidentin mehr zu erleben, falls Obama gewinnen sollte. Daraus hat sich eine Bewegung entwickelt, genannt Puma, kurz für "Party Unity, my Ass", neuer Name: People United Means Action. Richtig - diese Gruppe ist bereit, eher McCain zu wählen als den Mann, der Hillary besiegt hat. Und all das, nachdem sich Obama solche Mühe gegeben hat, sich bei den Emanzen einzuschleimen, wie ich bei Ihnen lese. Ich glaube, McCain kann froh sein, dass die Leute in seiner Partei pragmatischer sind, wenn es um die Macht geht.

- Dann hatten wir neulich einen Prozess um das Erbe von Leona Helmsley. Zu Lebzeiten mehrfache Milliardärin (dank Heirat), und wegen Steuerbetrug einige Monate hinter Gittern. Ihr Spitzname war "Queen of Mean", und sie hat nach Aussage ihrer Haushälterin gesagt "Nur kleine Leute zahlen Steuern". Weswegen ich das schreibe? Nur als konkretes Beispiel dafür, dass die ewige Behauptung der Emanzen, "Frauen verfügen nur über ein Prozent des Geldes der Welt", nicht aufrecht erhalten werden kann; und weil ihr Verhalten (ihre Milliarden hat sie ihrem Wohltätigkeitsfond hinterlassen, der sich um - Hunde kümmert) das Gerede von der Frauensolidarität Lügen straft.

- Dann habe ich neulich von der Donau-Uni Krems (Niederösterreich) etwas Material der Gleichberechtigungsstelle mitgenommen - eine Ausgabe des Magazins "upgrade", zum Thema Gender. Das Interessante: Auf Seite 11 werden Sie zitiert, mit "Gender Mainstreaming ist eine Mogelpackung", das den Steuerzahler eine Milliarde Euro gekostet hat, und "ideologische Umerziehung" ist. Und Volker Zastrows "Gender - politische Geschlechtsumwandlung" wird auch erwähnt. Damit will ich die Gleichsteller sicher nicht verteidigen, sondern nur sagen, dass der Lernprozess doch langsam voranschreitet. Immerhin werden wir schon wahrgenommen. (Der Rest der Broschüre enthält den üblichen Mist, mit Binnen-I, Gender Mainstreaming und den angeblichen 30%, um die Frauen schlechter bezahlt werden.)

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Donnerstag, Juni 26, 2008

Schweiz: Frauen nehmen mehr vom Staat als sie geben

Die Gretchenfrage des Feminismus lautet nach dem Geld: Haben Frauen oder Männer mehr Förderung und Unterstützung im Staatsganzen?

In der Schweiz wurde von der Zeitschrift "Weltwoche" eine Analyse veröffentlicht. Diese besagt nicht mehr und nicht weniger: In der Schweiz werden an jährlichen Sozialleistungen - konservativ gerechnet - 15 bis 20 Milliarden Franken (7,5 - 10 Mrd EUR) vom Mann zur Frau "umgeschichtet". Damit sei, so die Zeitung (Ausgabe 25/08, S 32 ff) erwiesen, dass Frauen in der Schweiz nicht benachteiligt, sondern bevorzugt werden.

Trockene Analyse der "Weltwoche": "Alle offiziellen Statistiken weisen aus, dass die Männer die ewigen Verlierer und die Frauen die großen Profiteurinnen des voluminösen Umverteilungsstaates Schweiz sind. Der moderne Staat diskriminiert die Männer."


Hier geht es weiter.

Ich habe den Artikel in der "Weltwoche" vom letzten Freitag mit Interesse gelesen, leider ist er hier nur Abonnenten online zugänglich. Er ist mit "Ein feminines Eigentor" betitelt, weil die Offenlegung der Zahlen von feministischer Seite gefordert worden war, offenbar weil die Damen begonnen hatten, an ihre eigene Propaganda vom ausgebeuteten Geschlecht zu glauben.

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Samstag, Juni 07, 2008

Feministin gegen Männerfeindlichkeit: Frauen doch keine besseren Menschen

Nein, gemeint ist nicht die liberale Feministin Wendy McElroy, von der man dergleichen Äußerungen gewohnt ist und die in der feministischen Bewegung eher eine Randposition einnimmt. Es ist Rebecca Walker, die Gründerin der feministischen Third Wave Foundation, die in einem aktuellen Artikel für CNN zur US-Präsidentschaftswahl unter anderem folgende Zeilen schrieb:

But with a Democratic house divided, now is the time for healing, and this can only happen if Hillary's staunch female supporters let go of the reverse-sexist ideology that women are inherently better, wiser, and more compassionate leaders.

They will have to acknowledge that sometimes the best woman for the job is actually a man - if it's the right man. Obama's vote against the war, marriage to his female mentor, outstanding record on reproductive choice and a host of other progressive issues, and his uncanny ability to inspire people all over the world suggest he's just that.

It is time to turn the page on myopic gender-based Feminism and concede that while patriarchy is real, so is female greed, dishonesty and corruptibility. It's time to empower the feminisms embodied by millions of women and men who care about everyone, including, but not limited to, women.


Man muss hier natürlich sehr vorsichtig sein. Auch von Thea Dorn waren schon einmal ansatzweise männerfreundliche Worte zu hören, bevor sie sich – beispielsweise in einer Talkshow mit Eugen Maus – so biestig zeigte, wie man es von einer traditionellen Feministin erwarten durfte. Aber es könnte trotzdem interessant sein zu schauen, ob es Obama mit seiner Kandidatur gelingt, nicht nur Rassismus sondern auch Sexismus zumindest ein wenig zurückzutreiben.

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Samstag, Oktober 27, 2007

"Diese Einstellung hat zu einer Kastrierung der Männer geführt"

Von der Feministin Elisabeth Badinter (vor einiger Zeit in der Wikipedia noch als "Sprachrohr des französischen Maskulismus" bezeichnet) gibt es ein interessantes neues Interview.

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Mittwoch, Oktober 03, 2007

"Das falsche Tabu"

Astrid von Friesen, die journalistisch auch schon mal für die "Emma" tätig war, sieht sich meines Wissens immer noch als Feministin. Insofern ist es besonders bemerkenswert, welche klaren Worte sie immer wieder an den feministischen Mainstream richtet. Diesmal setzt sie sich in einem Artikel für das "Deutschlandradio" mit Ministerin von der Leyen auseinander. Ein Auszug:

Die überaus eifrige Bundesministerin spricht von Tabus, die endlich aufgebrochen werden sollten. Und kommt sich dabei wahrscheinlich trendy und fortschrittlich vor. Das ist falsch. Gewalt gegen Frauen steht seit Jahrzehnten in der Diskussion, das ist keineswegs ein Tabu. Ein viel schmerzhafteres Tabu ist die Gewalt, die Frauen ausüben, austeilen, androhen. Gegen Männer. Gegen Kinder. (...) Mit diesem Tabu sollte unsere Ministerin brechen, damit würde sie Ehre anhäufen. Mit der Betonung, dass die häusliche Gewalt zu 50 Prozent von Frauen ausgeht. Und Kinder ebenso oft von ihren Mütter verprügelt und gequält werden. Dies belegt eine Meta-Analyse von 300 internationalen Untersuchungen. Und eine deutsche Doktorarbeit stellte bereits 1989 fest, dass 68 Prozent der Männer, aber nur 58 Prozent der Frauen häusliche Gewalt erlebt hätten. Selbst das Bundesministerium von Frau von der Leyen hat in einer Pilotstudie 2004 herausgearbeitet, dass die mittelschwere bis schwere Gewalt zur Hälfte von Frauen ausgeübt wird. (...) Ich finde es langt! Es macht mich ärgerlich: Diese postfeministische Sicht auf die Männer als die ewig Bösen! Das sind alte Zöpfe. Wir Frauen müssen uns endlich mit unseren Schattenseiten, unserem Gewaltpotential, unserer Schuld auseinander setzen. Vorher gibt es sowieso keinen "Geschlechterfrieden".


Und damit hat Astrid von Friesen ganz exakt den Punkt getroffen.

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Montag, September 17, 2007

"Kein Wunder, dass uns Männer als Sexobjekte behandeln"

Kann man Männern die Schuld an der oft beklagten Pornographisierung unserer Gesellschaft geben? Decca Aitkenhead hält das für Unsinn:

I used to think that rumours about normal, well-adjusted teenage girls posting topless pictures in chat rooms for boys they had never even met were alarmist myths. But I spent some time around 12-year-olds this summer, and it turns out they are absolutely true. This week FHM was censured for publishing a photograph of a topless 14-year-old without her consent - but the real shock came in FHM's revelation that it receives more than 1,200 submissions of women topless or in lingerie every single week.

It is no wonder a lot of men now genuinely believe that women want to be treated as sex objects. Who could blame them when so many of us have internalised an exhibitionistic ideal of our own objectification? You could argue, I suppose, that women who put headless photos of their naked torsos on to the internet are still suffering the legacy of millennia of male sexual oppression. But there must come a point where it is simply implausible to keep blaming men.


Im britischen Guardian findet man den vollständigen Artikel. In der Kommentarspalte wird er auch recht intensiv diskutiert (z. B. ob der Beitrag auf der Grundannahme „Sex = Unterdrückung“ basiert und wenn ja, ob diese zutreffend ist oder nicht).

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Donnerstag, Mai 31, 2007

Eine Vagina ist nicht mehr genug – wie Pornos den Marktwert von Frauen verderben

Der Kampfspruch, mit dem Alice Schwarzer und andere Feministinnen gegen Pornos zu Felde zogen – einige von ihnen warfen auch schon mal Brandbomben in Videotheken – lautete: „Pornographie ist die Theorie, Vergewaltigung ist die Praxis“. Die These dahinter war, dass wenn Männer sich erotische Filme anschauten, daraufhin ihre Neigung stieg, Frauen Gewalt anzutun. Dass sich diese These in der Forschung nicht als haltbar erweisen hat, habe ich in „Sind Frauen bessere Menschen?“ ausführlich dargelegt. Jetzt erklärt die bekannte amerikanische Feministin Naomi Wolf, warum sie Pornos trotzdem für eine Katastrophe hält:

But the effect is not making men into raving beasts. On the contrary: The onslaught of porn is responsible for deadening male libido in relation to real women, and leading men to see fewer and fewer women as “porn-worthy.” Far from having to fend off porn-crazed young men, young women are worrying that as mere flesh and blood, they can scarcely get, let alone hold, their attention. (…) For most of human history, erotic images have been reflections of, or celebrations of, or substitutes for, real naked women. For the first time in human history, the images’ power and allure have supplanted that of real naked women. Today, real naked women are just bad porn. (…)

When I came of age in the seventies, it was still pretty cool to be able to offer a young man the actual presence of a naked, willing young woman. There were more young men who wanted to be with naked women than there were naked women on the market. If there was nothing actively alarming about you, you could get a pretty enthusiastic response by just showing up. (…) By the new millennium, a vagina—which, by the way, used to have a pretty high “exchange value,” as Marxist economists would say—wasn’t enough; it barely registered on the thrill scale. (…)

I will never forget a visit I made to Ilana, an old friend who had become an Orthodox Jew in Jerusalem. When I saw her again, she had abandoned her jeans and T-shirts for long skirts and a head scarf. I could not get over it. Ilana has waist-length, wild and curly golden-blonde hair. “Can’t I even see your hair?” I asked, trying to find my old friend in there. “No,” she demurred quietly. “Only my husband,” she said with a calm sexual confidence, “ever gets to see my hair.” (…) And I thought: Our husbands see naked women all day—in Times Square if not on the Net. Her husband never even sees another woman’s hair. She must feel, I thought, so hot.

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Mittwoch, April 18, 2007

Letzte Runde für Vergewaltigungs-Krisen-Feminismus?

Um das Thema des letzten Eintrags aufzugreifen: In den USA geht die Diskussion um die Falschbeschuldigungen wegen Vergewaltigungen an der Duke-Universität weiter. Cathy Young, Autorin von „Ceasefire: Why Women and Men Must Join Forces to Achieve True Equality”, sieht die Vorverurteilungen der zu Unrecht Beschuldigten als einen Wendepunkt in der gesellschaftlichen Debatte – und möglicherweise eine schwere Niederlage für eine bestimmte Ausrichtung des Feminismus:

The feminist anti-rape movement emerged in the 1970s for very good reasons. At the time, the belief that women routinely "cry rape" out of vindictiveness or morning-after regrets often caused victims to be treated as if they were the criminals.

But "rape-crisis feminism" (as the writer Katie Roiphe dubbed it) replaced one set of prejudices with another, such as the notion that women virtually never lie about rape. As the radical feminist law professor Catharine MacKinnon wrote in her 1987 book, Feminism Unmodified, "Feminism is built on believing women's accounts of sexual use and abuse by men."

Making the credibility of women's accusations against men a cornerstone of your belief system is a sure prescription for bias. The Duke case amply illustrates this. (…) The Duke case also makes it clear that the feminist dogma on rape is far from benign. It is hostile both to men and to basic principles of justice. (…)

At the press conference after the charges were dismissed, one of the accused, Reade Seligman, said that the case had opened his eyes to "a tragic world of injustice that I had never imagined" and added, "We all need to take a step back from this case and learn from it." This has been happening already. By the time the case was over, many mainstream liberals and feminists, such as University of Southern California law professor Susan Estrich and New York Times columnist Nicholas Kristoff, had publicly said that the accused men were the true victims. A presumption of guilt against affluent white males, Kristoff wrote a few months ago, is no better than a presumption of guilt against poor black males—the Scottsboro boys—in the 1930s.

The past 30 years' progress in the treatment of rape victims needs to be balanced by better safeguards against unjust prosecutions. The Duke case, which has given a face to the plight of the falsely accused, may well turn out to be the start of such a change. If feminists want to retain their credibility as advocates for victims of rape, they need to drop the habit of knee-jerk support for every accuser—and to show decency and compassion toward the victims of false accusations.


Der gesamte Artikel kann hier nachgelesen werden.

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Mittwoch, Januar 10, 2007

"Es geht nur mit den Männern"

Soweit ich mich erinnere, wird hier Thea Dorn immer wieder gern gelesen. Silvester gab sie der Schweizer NZZ ein Interview. Ein paar O-Töne:

“Je mehr ich mich mit dem Thema Frauen beschäftige, desto klarer wird mir: Es geht nur mit den Männern.“

„Ich fürchte, das Leitbild vieler junger Frauen besteht darin, einen reichen Mann zu erwischen und damit die Option zu haben, ein schickes Kunststudium nebenher zu machen. Breites Kreuz, dickes Konto - mit diesem Wunschbild von einem Mann geben immer noch viel zu viele Frauen die Verantwortung für ihr Leben ab.“

„Man darf die Frauen in dieser Frage nicht mit Samthandschuhen anfassen, sondern muss ihnen unbequeme Fragen stellen nach ihrer Durchhalte-Fähigkeit, Selbstverantwortung usw. Ich habe es lange für ein männliches Klischee gehalten, aber heute sage ich auch: Frauen können nicht mit Konkurrenz umgehen.“


Lasst sie noch zehn, zwanzig Jahre dazulernen, und sie wird Mitglied bei MANNdat. Obwohl - die nehmen auch nicht jeden.

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