Montag, August 17, 2009

Thea Dorn: Ein Fräulein steht im Blätterwalde

Fast kann einem die Redaktion der Zeitschrift CICERO ein wenig Leid tun für ihre Tolpatschigkeit. Da erschloss sie in Zeiten der Pressekrise mit der Juli-Ausgabe neue Lesergruppen, indem sie einige pointierte und informative Beiträge zum Thema Männerrechte aufnahm, nur um das mühsam Aufgebaute in der folgenden Ausgabe mit dem Hintern wieder einzureißen, indem sie ausgerechnet das narzisstische Geplapper einer Thea Dorn als Erwiderung darauf servierte. Woraufhin jedem neu gewonnenen Leser klar werden musste, dass der CICERO sich vom schrottigen Rest unserer Presselandschaft in keiner Weise unterscheidet.

Und zu guter Letzt serviert Michail Savvakis Thea Dorn eine Erwiderung, die sich gewaschen hat.

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Dienstag, August 11, 2009

"Eine bestimmte Sorte Frauen hat uns Männern den Krieg erklärt. Und wir Männer gehen hin."

Das narzisstische Geschnatter, mit dem Thea Dorn im aktuellen CICERO einen Backlash gegen die neu entstehende Männerrechtsbewegung fahren wollte, war keine Verlinkung auf Genderama wert. Anders verhält es sich mit einem provokativen Essay, das der CICERO eigentlich hätte veröffentlichen müssen, wenn unsere Medien mittlerweile nicht gegenüber jeder ernsthaften Kontroverse verängstigt wären und solche Texte komplett dem Internet überlassen würden.

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Freitag, Juli 24, 2009

Thea Dorn gibt Gegenfeuer im neuen CICERO

Seit gestern ist der neue CICERO im Handel. Nachdem die letzte Ausgabe gleich mehrere Artikel zum Thema Männerbewegung enthielt, darf natürlich nun die Gegendarstellung nicht fehlen. Verfasst hat sie, welche Überraschung: Thea Dorn. (Siehe hier das Inhaltsverzeichnis der August-Ausgabe. Über den Artikel selbst kann ich nichts berichten, weil ich mir diese Ausgabe nicht kaufen werde. Schon die letzte CICERO-Ausgabe hat mich, von den Männerrechts-Artikeln abgesehen, inhaltlich eher enttäuscht.)

Thea Dorn war bekannt geworden durch ein Buch, mit dem sie einen neuen "F-Klassen-Feminismus" für die Elite einforderte, Artikel wie "Männer sind wie Hunde" für Spiegel-Online sowie den Versuch, Eva Herman in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken. Im Juli 2007 lieferte sie sich ein Talkshow-Duell mit dem MANNdats-Vorsitzenden Eugen Maus.

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Dienstag, Januar 27, 2009

Thea Dorn: Talkshow über "Die neuen Väter"

Letzten Samstag moderierte eine unserer Lieblingsfeministinnen, Thea Dorn, für den SWR eine Literatur-Talkshow über Bücher, in denen es um die "neuen Väter" geht. Das ist zwar ein bisschen so, wie wenn ich eine Sendung darüber moderieren würde, wie man möglichst unauffällig bleibt und nirgends aneckt, aber da ich immer auch viel Verständnis für Masochisten habe, gibt es hier den Link zu einer Aufzeichnung der Sendung.

Herzlichen Dank an P.T. für den Hinweis!

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Mittwoch, Oktober 10, 2007

"Nazis von Eva Herman enttäuscht"

Neben dem Tadel für Johannes B. Kerner gibt es heute auch eine Reihe von Pressekommentaren, die den gestrigen Abend zu einer neuen Breitseite auf Eva Herman nutzten. Hier sind einige davon:

"Alles war nicht schlecht an Eva Herman"

"Nazis von Eva Herman enttäuscht"

"Eva und die Autobahnen"

In der Kommentarspalte des gestrigen Genderama-Eintrags zur Kerner-Sendung äußert ein Leser seinen Eindruck zu Eva Herman: "Diese Mütterverherrlichungstusse ist kaum zu ertragen. Ihr einziges Verdienst ist, daß sie der Regierungsfeministenkamarilla ein wenig Schwierigkeiten bereitet. Wir Männer indes hätten unter ihr nichts zu hoffen. Was soll hier also andauernd EH? Das Sommerloch ist doch wohl vorbei."

Nun mag man von Eva Herman halten, was man will, aber ich habe den Eindruck, dass eine Ausgrenzung, die bei einer Person stattfindet, sobald man diese Ausgrenzung durchgehen lässt, bei anderen Personen wiederholt wird. Um mal ein Beispiel aus dem eigenen Hause zu nehmen: Eines der Interviews, das ich mit einem überaus honorigen Männerrechtler für "Männerbeben" geführt habe, ist überschrieben mit "Der Individualismus ist der Untergang". Nun nehmen wir einmal spaßeshalber an, "Männerbeben" würde nicht von den Medien totgeschwiegen, sondern breit diskutiert. Dann dürfte man doch jetzt schon damit rechnen, dass beispielsweise eine Thea Dorn sich auf diese Kritik am "Individualismus" stürzt, wie ein Geier auf seine Beute.

Jetzt könnte man natürlich argumentieren: Wer Thea Dorn ernst nimmt, ist selbst dran schuld. Johannes B. Kerner aber benutzte genau den von dieser Person fabrizierten Stuss, um Herman gestern noch mal eins überzubraten. Der "Stern" fasst diese Szene hier noch einmal schön zusammen:

Mein Gott, Kerner! Er konfrontierte Herman mit zwei Zitaten, die die Schriftstellerin Thea Dorn in der "taz" verknüpft hatte. Zitat 1: "Die Forderung der heutigen Frauenemanzipation wurde im Namen eines schrankenlosen Individualismus erhoben." Zitat 2: "Das Hohe Lied des Individualismus hat längst seinen verführerischen Klang verloren". Urheber von Zitat 1 ist der NS-Chefideologe Alfred Rosenberg. Urheberin von Zitat 2 ist Eva Herman. Und was folgt daraus? Gar nichts. Jede Wette, dass Saddam Hussein einige Male in seinem Leben gesagt hat: "Ich muss aufs Klo." George W. Bush hat das sicher auch ein paar Mal gesagt. Also sind sie, folgt man Dorns Analogschlüssen, seelenverwandt. Kerner hätte wissen müssen, dass Analogschlüsse keine Beweisführung sind. Und dass die NS-Frauenideologie nur im Kontext verstanden werden kann: Die Nazis drehten das konservative Frauenbild ins Rassistische. Zweck und Ziel war die Aufzucht von "Herrenmenschen", und nur von diesen - alle anderen, die Kranken, Schwachen und Behinderte, fielen der Verfolgung anheim. Nur wer diese Zweck mitdenkt, sieht die Gewalt hinter einer isolierten Aussage wie jenem Rosenberg-Zitat. Aber: Hat sich Herman jemals rassistisch geäußert? Mir ist nichts bekannt.


Also alles klar? Leider nicht. Derselbe geistige Dünnschiss Thea Dorns wird nämlich ebenfalls heute auf den Seiten des FOCUS noch einmal so aufgegriffen, als sei er besonders entlarvend. Die Autorin richtet ihre Worte an Eva Herman direkt:

Unverstanden fühlen Sie sich. Falsch zitiert. Von den Medien, denen Sie bis zu Ihrem Rauswurf beim NDR im weitesten Sinn auch angehörten, geradezu verfolgt. "Gleichgeschaltete Presse" nannten Sie das. Dass dies ein Begriff der Nationalsozialisten ist, wollen Sie so genau gar nicht gewusst haben. Dass Ihre Äußerungen zur Familienpolitik das Mutterkreuz aufblitzen lassen, wollen Sie so nicht gelten lassen. Dass Sätze aus Ihrem Buch fast wortgleich denen gleichen, die Alfred Rosenberg, Chefideologie der Nazis, verbrochen hat: So nie gehört. Stattdessen berufen Sie sich auf Studien, die beweisen mögen, dass Krippenkinder zu geistigen Krüppelkindern mutieren. Was für ein schauerlicher Mixa!


Ob Alan Posener in der "Welt" oder der "FOCUS-Fernseh-Club": Die Wortpolizei ist wieder unter uns. Am besten ich mache erst einmal einen gründlichen Ableich zwischen "Männerbeben" und sämtlichen Schriften von Nazis, Leuten, die Nazis zugearbeitet haben, sowie Leuten, die irgendwann mal mit Nazis im Zusammenhang standen, bevor ich hierzulande auch nur einen einzigen feminismuskritischen Text veröffentliche. Für jeden anderen Journalisten gilt natürlich dasselbe. Um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Dritten Reich geht es den neuen Wortpolizisten schon längst nicht mehr. Sondern darum, selbst durch absurdeste Wortklaubereien genügend Munition zu finden, um jeden, der gegen die feministische Parteilinie verstößt, sturmreif zu schießen.

Nachtrag, ein paar Stunden später: Das Schweizer Fernsehen läd Eva Herman für nächsten Freitag ein, und heute abend ist sie Thema bei "Kulturzeit", wo von einer "perfiden Inszenierung" Kerners die Rede ist.

Erneuter Nachtrag mit weiteren Beiträgen zum Thema: Die taz ist zumindest in diesem Artikel fast eher auf der Seite Eva Hermans als auf der J. B. Kerners. "Das Ganze hatte etwas Tribunalhaftes" befindet die Medienkritikerin Klaudia Wick. Hermans Verleger zeigt sich indessen entsetzt: "Das ist die größte Katastrophe, die ich in meinen 40 Jahren als Verleger erlebt habe." Die "Frankfurter Neue Presse" lässt Psychologen zu Wort kommen. "Kerner schmeißt Hitler raus" albert die Titanic. Telepolis entdeckt "Die neue Antifa". Und André Lichtschlag schreibt sich auf ef-online seinen Furor von der Seele.

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Donnerstag, September 20, 2007

"Eva Hermans letzter Freund"

Gott im Himmel, noch ein Beitrag über Eva Herman in diesem Blog? Zugegeben, diese Dame ist bestenfalls ein Nebenthema, was männerpolitische Anliegen angeht. Aber ausgerechnet an ihr enzündet sich so einiges, was zur Hauptsache gehört. Inzwischen ist die Debatte auf eine neue Ebene geraten: Angegriffen wird jetzt nicht mehr Herman selbst, sondern der, der sie verteidigt.

Konkret bedeutet das: In der Schweizer „Weltwoche“ hat der Journalist Peer Teuwsen - der bisher übrigens durch sehr männerfreundliche Texte aufgefallen ist – eine „öffentliche Hinrichtung“ Eva Hermans beklagt. Diesen Artikel kann man hier leider nicht nachlesen, weil er nur Abonnenten der „Weltwoche“ offensteht. Nun sind die Verteidiger Eva Hermans ohnehin schon eine sehr überschaubare Schar, aber dass es überhaupt noch welche gibt, muss den STERN-Redakteur (und Autor von Väterbüchern) Kester Schlenz ganz schön angefressen haben. Ihm zufolge vergreift sich Teuwsen „schwer im Ton: Sie sei in eine Falle getappt. Und überhaupt: Schuld seien eigentlich die Feministinnen. (...) Was für eine perfide Verdrehung! (...) In Teuwesen verquerer Vorstellungswelt existiert also ein Kartell mächtiger, vergnatzter Feministinnen, die `kalt stellen´, `Häme ausgießen´ und Eva Herman mit der `Nazi-Keule aus der Öffentlichkeit´ entfernten.“

Verzeihung, Herr Schlenz: „Vergreift sich im Ton?“ Ist es jetzt schon eine Frage des Anstands und der guten Manieren, Feministinnen selbst dann nicht zu kritisieren, wenn es mehr als angebracht ist? Wie kann Teuwsen aber auch auf den Gedanken kommen, einfach so offen aussprechen zu dürfen, was – vom Brandbrief der „Emma“-Redaktion bis zu den unsäglichen Artikeln Thea Dorns – jeder mitbekommen konnte, der die Entwicklung dieser Debatte aufmerksam verfolgt hat? Für Kersten jedenfalls sind das alles „absurde Verschwörungstheorien“. Und was die Diskussion um verquere Weltbilder angeht, präsentiert er in dem STERN-Artikel gern sein eigenes:

Frauen sind in diesem Land längst noch nicht da, wo sie sein sollten. Sie verdienen immer noch weniger als Männer, sind in Führungspositionen unterrepräsentiert, tragen die Hauptlast der Kindererziehung und Pflege Angehöriger und müssen sich immer noch von Leuten wie Ihnen beleidigen lassen, wenn Sie ihre Interessen verteidigen.


Bravo, Herr Schlenz: Damit dürfte ein für allemal geklärt sein, welche Sprechblasen man hierzulande von sich geben muss, um wegen fehlender Tischsitten nicht abgekanzelt zu werden.

„Eva Hermans letzter Freund“? Wie gesagt, diese Leute sind zumindest innerhalb der Medien offenbar in der Unterzahl, aber immerhin scheinen sich die Freunde der Meinungsfreiheit doch schneller zu Wort zu melden, als ihnen ihre Gegner eins überbraten können. „Leben wir, wie uns viele Leser geschrieben haben, in einem Klima der Meinungsdiktatur?“ fragte erst gestern Holger Dohmen im “Hamburger Abendblatt“. Und er argumentiert trefflich zu Eva Herman und Kardinal Meisner:

Über die Wortwahl dieser beiden so unterschiedlichen Personen mag gestritten werden. Aber dies muss ein Streit mit offenem Ausgang sein. Die reflexhafte Skandalisierung der Betroffenen unter Bezugnahme auf nationalsozialistisches Gedankengut hat jedoch mit der Anerkennung freier Meinungsäußerung nichts mehr zu tun. Die manchmal bis zu Hass und Demütigung reichende Kampagne gegen die beiden widerspricht dem humanen Prinzip und letztlich auch unserem Grundgesetz. Darin heißt es: "Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild zu äußern und zu verbreiten. Eine Zensur findet nicht statt." Das gilt allemal für Personen, die sich bislang nicht als Feinde unseres demokratischen Systems erkennbar gemacht haben.


Gucken Sie mal, Herr Schlenz: Da nennt noch einer die Dinge beim Namen – Verzeihung, „vergreift sich schwer im Ton“ – und spricht von einer „bis zu Hass und Demütigung reichenden Kampagne“. Einen Schwall geifernder Empörung bitte dafür, dass ein weiterer „Verschwörungstheoretiker“ wesentlich genauer hinschaut als Sie. Ich kann den Artikel „Eva Hermans allerletzter Freund“ kaum erwarten. Mit etwas Glück könnte daraus eine Serie werden.

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Mittwoch, September 19, 2007

"Inquisition 2007"

Der Wirbel um Eva Herman hat etwas nachgelassen, nachdem Kardinal Meisner sie überraschend als „Nazi der Woche“ im Medienzirkus abgelöst hatte. Immerhin findet Herman in Erik von Grawert-May beim Deutschlandradio einen scharfzüngigen Verteidiger. Nur ein Auszug aus einem durchgehend starken Artikel:

Diejenigen, die sie jetzt verhöhnen und ihr einen Kurs in Geschichte empfehlen, haben nichts, aber auch gar nichts gelernt. Sie sind nur Verleumder mit gutem Gewissen. Um beim Mittelalter zu bleiben: Sie würden gute Femerichter abgeben. Und diejenigen, die jetzt nichts Eiligeres zu tun haben, als Hermans frühere Funktionen einzunehmen, werden hoffentlich bald in sich gehen und die Dreistigkeit ihres Verhaltens erkennen. Man traut seinen Augen nicht, wer alles dazugehört. Smarte Leute. Leute, die von anderen Bürgern gern Zivilcourage im Kampf gegen Rechts einfordern. Wo ist ihre eigene? Zivilcourage besteht in unserem Kontext darin, sich dem Klima der Verdächtigung vernehmbar zu widersetzen. Wo es nicht mehr ausreicht, sich von Hitler und seinem grausamen Regime zu distanzieren, ohne gleich in Bausch und Bogen alles zu verdammen, was unter ihm geschah, wo man schon wegen der kleinsten Abweichung von der politisch korrekten Linie der freien Ausübung seines Berufes nicht mehr sicher ist, da kann Freiheit nicht gedeihen. Schon gar nicht angesichts einer Säuberungsaktion, die Schlimmstes befürchten lässt.


Spekulationen, den zufolge Eva Herman sich vom NDR nicht widerstandslos abservieren lässt, erhalten derweil neuen Aufwind:

Der Sender will sich zur Art des befürchteten Rechtsstreits nicht äußern, in NDR-Kreisen heißt es jedoch, Herman stelle hohe Abfindungsforderungen an ihrem langjährigen Arbeitgeber.


Erwartungsgemäß äußern Frauenverbände nicht nur Genugtuung über Hermans Rauswurf, sie hätten diesen schon viel früher für deren unbotmäßige Meinungen vollzogen. Das vermeldet die “Rote Fahne“. (War sowieso Zeit, hier auch mal Radikale von Linksaußen zu verlinken.)

Indessen sieht Johanna Adorján in der FAZ auch männerfeindliche Inhalte in Eva Hermans Texten.

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Dienstag, September 18, 2007

„Barbie in der F-Klasse“

Die Journalistin und Autorin Claudia Pinl („Das faule Geschlecht“, “Männer lassen arbeiten“ etc.) schlägt in der aktuellen taz ein Bündnis zwischen Altfeministinnen und Powerfrauen vor.

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Donnerstag, Juli 05, 2007

Kleiner Nachtrag zu „Quergefragt“

Die Statements, die die SWR-Redaktion für die Höhepunkte der Sendung hält, stehen inzwischen ebenso online wie ein vollständiger Videorückblick der Show.

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Dienstag, Juli 03, 2007

Morgen abend TV-Duell des Jahres: Dr. Eugen Maus (MANNdat) gegen Thea Dorn (F-Klasse)

Okay, zugegeben, hin und wieder neige ich dazu, bei meinen Überschriften ein wenig zu dramatisieren ...

Wie dem auch sei: Morgen abend um 20:15 Uhr geht es in der Talkshow „Quergefragt“ im dritten Programm des SWR um das Thema ”Frauen an der Macht – Wozu brauchen wir noch Männer?“. Auf der Website zur Sendung heißt es:

Deutschland wird von einer Frau regiert, und seit geraumer Zeit machen immer öfter die „Alpha-Mädchen“ von sich reden. Junge Frauen gelten als flexibler, fleißiger und leistungsstärker als ihre männlichen Altersgenossen. In Sachen Ausbildung, Beruf und Karriere ziehen die jungen Frauen oft an ihren männlichen Altersgenossen vorbei. In manchen Regionen Deutschlands schauen sich Personalchefs gezielt nach Frauen um. Schon wird der Ruf nach einer „Männerbewegung“ laut, die – so wie etwa der Verein „MANNdat“- gegen die Diskriminierung des Mannes zu Felde zieht.

Trotzdem müssen wir noch immer um unsere Gleichberechtigung kämpfen, sagt eine Mehrzahl von berufstätigen Frauen. Die Chefetagen werden nach wie vor von Männern beherrscht, und Männer bekommen für den gleichen Job oft immer noch ein höheres Gehalt als Frauen. Feminismus und Emanzipation sind also nicht am Ende. Doch wem gilt die Kampfansage? Der echte Macho ist eine aussterbende Rasse, diagnostizieren Beobachter. Jahrzehntelanger Geschlechterkampf hat die Herren der Schöpfung zutiefst verunsichert zurückgelassen. Geht der Geschlechterkampf jetzt mit anderen Vorzeichen weiter?


Als dritter Talkgast ist der bekannte Psychoanalytiker Prof. Horst-Eberhard Richter („Männer sind halbe Wesen“) eingeladen.

Erstmals wird morgen abend ein Männerrechtler länger als nur für ein paar Sätze Gelegenheit haben, unsere Positionen im Fernsehen darzulegen. Besonders erfreulich: Die beliebte WDR-Talkshow „Hart aber fair“, die normalerweise ebenfalls mittwochs ab 20:15 Uhr ausgestrahlt wird, ist in der Sommerpause, so dass viele Talkshow-Fans hoffentlich zum SWR wechseln werden.

Ich selbst werde mit großer Wahrscheinlichkeit im Studiopublikum dabei sein.

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Samstag, Juni 02, 2007

„Die elf Gebote der Alice Schwarzer“

Die „Welt“ hat Alice Schwarzers Buch „Die Antwort“ inzwischen zum „Buch der Woche“ erkoren und lässt es von ... na wem wohl? ... genau: Thea Dorn rezensieren. Trotzdem wird es eher ein Verriss.

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Freitag, Mai 04, 2007

„Ihr Opfer!“

„Der neue Feminismus will nicht der alte sein, weil das Opferkleid schlecht zur konservativen Diskursmode passt.“ Das befinden Sabine Hark und Ina Kerner in einem aktuellen Artikel der linken Wochenzeitung „Freitag“. Ein Auszug:

Schaut man sich das, was in den verschiedenen Beiträgen verhandelt wird, jedoch genauer an, und achtet man dabei besonders darauf, wer wen wie darstellt, so ist die Debatte nicht mehr vor allem gut, sondern vor allem bizarr. Oder auch bezeichnend, und zwar für die Kraft antifeministischer Rhetorik, die man etwas pessimistischer auch als die Macht des antifeministischen Diskurses beschreiben könnte. Eines Diskurses, der längst fast alle Statements der Debatte erfasst hat, und zwar nicht nur diejenigen der Hermans und Bolzens, sondern auch jene, die auf eindeutige Plädoyers für geschlechterpolitischen Wandel hinauslaufen. Also auf Proklamationen des alten, meist aber eines neuen Feminismus. Besonders deutlich wird dies beim Umgang mit der Figur des Opfers, die erstaunlich prominent ist in der aktuellen Geschlechterdebatte; als ob es nach nun schon gut 40 Jahren neuer Frauenbewegung und feministischer Theorie - zumindest in Westdeutschland - nicht auch nuancierter ginge. Opfer - soviel ist sonnenklar - will unter den neuen Feministinnen keine sein. (...)

Dass wir einen neuen Feminismus tatsächlich brauchen, darüber werden sich alle, die über Geschlechterverhältnisse nachdenken, wohl schnell einig werden können. Die Herausforderungen von heute sind andere als diejenigen, auf die der Feminismus der siebziger Jahre reagierte. Politisch sinnvoller als die Geste des großen Bruchs, demonstriert durch den Griff in die antifeministische Klamottenkiste, wäre hier allerdings eine durchdachte Revision. Eine Revision, die nach wie vor gültige Versatzstücke des Alten mit Neuem verbindet und Kraft eher aus ihren Zielen schöpft denn aus dem Versuch, sich im konservativen Lager beliebt zu machen - sei es durch die Rhetorik individueller Leistungsfähigkeit oder durch die Entsolidarisierung mit jenem Feminismus alter Schule, der durch das Anprangern gesellschaftlicher Strukturen und durch radikale Forderungen aufgefallen ist.

Schließlich, und das ist vielleicht mehr als nur eine Petitesse, wird an anderer Front stilisiert und gejammert, was das Zeug hält. Denn während die neuen Feministinnen wieder und wieder betonen, keine Opfer zu sein, viktimisieren sich in der aktuellen Geschlechterdebatte vermehrt die antifeministischen Männer. Vorreiter ist hier der Interessenverband MANNdat, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, öffentlich aufzuzeigen, "wo Männer überall zu kurz kommen". Ohne Stärkung der Rechte von Männern und Jungen, so der Verein, sei eine "wirkliche Gleichberechtigung" unmöglich. Einen lautstarken Leidensgenossen findet der Verein in Norbert Bolz, der sich ebenfalls als Opfer wähnt: Feministinnen, Politiker und Bevölkerungswissenschaftler arbeiteten an einer Umerziehung der Männer. Sie bürdeten ihnen Verantwortung für Haushalt und Familie auf und machten sie damit für Frauen unattraktiv. Was soll man dazu sagen?


Na zum Beispiel: "Weiter so!"

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Donnerstag, März 01, 2007

„Ladies Lunch“ – Auftakt zur Frauenoffensive bei der FDP

Auch die liberalen Damen haben Frauenpolitik als Thema für sich entdeckt und sich für deren Förderung zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Im umgekehrten Fall würden Frauen über „Männerseilschaften“ herziehen, hier sicherte Guido Westerwelle den „Powerfrauen“ die volle Unterstützung der Partei zu.

Und wer darf in so einer Runde auf keinen Fall fehlen? Genau:

Das Hauptreferat hielt die Schriftstellerin Thea Dorn, die im vorigen Jahr mit dem Buch ,,Die neue F-Klasse - Wie die Zukunft von Frauen gemacht wird‘‘ einen Gegenentwurf zu den Thesen von Eva Herman vorgelegt hat. Sie stellte ihre Überlegungen zum "neuen Feminismus" in den Raum und erläuterte"wie es die Liberalen es damit halten sollten". Zunächst einmal hielt sie fest, dass sich trotz einer Bundeskanzlerin an der Spitze der Republik noch "nicht viel getan" hat. Angesichts der derzeitigen "antifeministischen Hatz" habe man aber den Eindruck, Frauen seien so erfolgreich wie noch nie.


Den vollständigen Bericht findet man hier.

Herzlichen Dank an G.P. für den Link.

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Montag, Februar 19, 2007

„Feminismus ist plötzlich wieder ein Partyhit“

Thea Dorn thematisiert in einem Essay für „Das Parlament“, wie der Feminismus im letzten Jahr wieder zum Thema wurde. Darin findet sich folgender Absatz:

Eine Emnid-Umfrage ergab im September 2006, dass 50 Prozent der Deutschen dem Satz zustimmen, "Kinder, Familie und ein harmonisches Heim sind wirklich die größte Aufgabe für Frauen." 47 Prozent widersprachen dieser Aussage. Die deutsche Gesellschaft ist in der Frage, ob sie sich weiter emanzipieren oder doch lieber zurückrudern soll, tief gespalten. Das interessanteste Detail der Umfrage: 55 Prozent der Frauen bejahten die konservative Frauenrolle, aber "nur" 46 Prozent der Männer. Traut man den Zahlen, scheint es gegenwärtig mehr "Feminismuskandidaten" unter den Männern zu geben als unter den Frauen. Eine neue "Frauenbewegung" darf also hoffen, die Männer mit in Schwung zu bringen.

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Samstag, Januar 13, 2007

„Feminismus 2067: Männerminister fordert Soforthilfe für Matriarchatsopfer“

In seiner Serie „Die Welt in 60 Jahren“ gibt der SPIEGEL mehreren Autoren die Gelegenheit, ein bisschen „herumzuspinnen“ und zu provozieren. Thea Dorn greift mit beiden Händen zu.

Herzlichen Dank an S. T. für den Link.

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Mittwoch, Januar 10, 2007

"Es geht nur mit den Männern"

Soweit ich mich erinnere, wird hier Thea Dorn immer wieder gern gelesen. Silvester gab sie der Schweizer NZZ ein Interview. Ein paar O-Töne:

“Je mehr ich mich mit dem Thema Frauen beschäftige, desto klarer wird mir: Es geht nur mit den Männern.“

„Ich fürchte, das Leitbild vieler junger Frauen besteht darin, einen reichen Mann zu erwischen und damit die Option zu haben, ein schickes Kunststudium nebenher zu machen. Breites Kreuz, dickes Konto - mit diesem Wunschbild von einem Mann geben immer noch viel zu viele Frauen die Verantwortung für ihr Leben ab.“

„Man darf die Frauen in dieser Frage nicht mit Samthandschuhen anfassen, sondern muss ihnen unbequeme Fragen stellen nach ihrer Durchhalte-Fähigkeit, Selbstverantwortung usw. Ich habe es lange für ein männliches Klischee gehalten, aber heute sage ich auch: Frauen können nicht mit Konkurrenz umgehen.“


Lasst sie noch zehn, zwanzig Jahre dazulernen, und sie wird Mitglied bei MANNdat. Obwohl - die nehmen auch nicht jeden.

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