Juli Zeh: "Ich würde nicht mit Männern tauschen wollen"
1. Die Autorin und Richterin Juli Zeh, die als denkbare Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten im Gespräch ist, glaubt zwar, dass wir in einem "Patriarchat" leben, zeigt in einem Interview mit dem STERN aber viel Einsicht in die Lebenswirklichkeit von Männern:
"Patriarchale Privilegien werden oft als eine Ressource angesehen – etwas Begrenztes, das Männer und Frauen wollen und um das ein Verteilungskampf ausgebrochen ist. Aber mal genau hingeschaut: Sind diese vermeintlichen Segnungen wirklich erstrebenswert? Das Patriarchat hat dazu geführt, dass Männer früher sterben als Frauen und ein höheres Suchtpotenzial haben. Mehr Selbstmorde und mehr Depressionen. Männer werden in Kriegen verheizt. Von Männern wird erwartet, dass sie sich an ihrem Arbeitsplatz aufopfern, weil sie sonst als Versager gelten. Sie können gar nicht Hausmann sein, selbst wenn sie das wollten, weil alle anderen, denen sie davon erzählen, betroffen zu Boden schauen und das Thema wechseln. Männer werden nach wie vor dazu erzogen, Sicherheitsabstand zur eigenen Emotionalität zu halten. Ich würde nicht mit Männern tauschen wollen."
Wenn einem das klar ist, dann ist "Patriarchat" zu einem Wieselwort geworden, das alles und nichts bedeuten kann. Die Sonnenseite des Lebens bietet dieses ominöse "Patriarchat" Männern gerade nicht.
2. Feitani Keilani beschäftigt sich mit dem Streik der Gender-Ideologen im Auswärtigen Amt (Genderama berichtete).
Wie lange es wohl dauert, bis im Büro des Außenministers überhaupt bemerkt wird, dass Akten nicht ankommen? Irgendwann jedenfalls fiel dort auf, dass Vorgänge stockten. Wie sich dann herausstellte, hatten zwei Abteilungsleiterinnen die Akten nicht weitergeleitet, weil darin auf Gender-Sonderzeichen verzichtet worden war.
(…) Die beiden Beamtinnen wurden dem Bericht zufolge noch zur Ampel-Zeit von Außenministerin Annalena Baerbock auf ihre B9-Posten gehievt (gut 14.000 Euro monatliches Grundgehalt). Damals wurde natürlich gegendert, was das Zeug hielt, auch in anderen grünen Ministerien, etwa dem für Familie. Man erinnere sich an die gescheiterte Ministerin Anne Spiegel ("noch gendern, dann Freigabe").
Der amtierende Außenminister Johann Wadephul (CDU) wies im Juli seine Bediensteten darauf hin, dass das Gendern mit Sonderzeichen wie Sternchen, Doppelpunkt, Mediopunkt oder Tiefstrich nun nicht mehr toleriert werde. (…) Den beiden Leiterinnen der Abteilungen Kultur und Globale Ordnung soll diese Kurskorrektur missfallen haben. Laut "Bild" genehmigten sie Vorgänge ohne Gender-Sprache nicht, sondern ließen sie liegen, statt sie an Staatssekretäre und Minister weiterzureichen. Diese Art der Obstruktion ist im Beamtenverhältnis jedoch nicht vorgesehen und kann als Dienstvergehen bestraft werden.
(…) Dabei geht es nicht um Untertanengeist, sondern um demokratische Gewaltenteilung. Die politische Richtung wird von der gewählten Regierung vorgegeben. Die Verwaltung liefert den Sachverstand, die Kontinuität und den Gesetzesvollzug. Würde jeder Abteilungsleiter nur jene Vorgaben umsetzen, die seinem eigenen politischen Weltbild entsprechen, regierte nicht mehr das parlamentarisch verantwortliche Kabinett, sondern eine Bürokratie ohne Mandat.
3. Der Bayrische Rundfunk berichtet über den vom Bundeskabinett gebilligten Gesetzentwurf zum Schutz von Opfern häuslicher Gewalt:
Das Kabinett hat einen Gesetzentwurf gebilligt, wonach Gerichtsverfahren nicht mehr zwingend am Wohnort der Betroffenen stattfinden müssen. So soll der Aufenthaltsort von Frauen geschützt werden können.
Der Hütchenspielertrick bei häuslicher Gewalt, bei dem man "Opfer" gegen "Frauen" tauscht, wird niemals alt.
4. Die Tochter von Collien Fernandes hat eine Unterlassungserklärung gegen ihre Mutter erwirkt.
5. Russland schickt auch offensichtlich untaugliche Männer in den Krieg. Einen Bericht darüber hat die "taz" übernommen.
6. Die israelische Oppositionszeitung Haáretz beschäftigt sich noch einmal mit dem Horror, dem tausende Häftlinge – weit überweigend Männer – in den dortigen Folterlagern ausgesetzt sind. Zwei Journalisten, ein Menschenrechtsaktivist und zwei Bewohner der West Bank berichten von den Dingen, die ihnen angetan wurden.
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