New York Times zu Universität Cornell: Entpuppt sich das "Opfer" als Täterin?
1. Die New York Times hat zu der angeblichen Gruppenvergewaltigung an der Universität Cornell weitergeforscht und sich damit beschäftigt, was die Beschuldigten dazu zu sagen haben. Ein Auszug:
Ein weiteres Mitglied der Studentenverbindung, Gillio Lopes, der zusammen mit Herrn Newell in dem Zimmer wohnte, in dem die sexuellen Handlungen stattfanden, sagte, er habe "eine ziemlich klare Erinnerung" an diese Nacht, da er seiner Ansicht nach nicht so viel getrunken habe – nach seiner Schätzung etwa sechs Getränke, bestehend aus drei Keystone-Bieren und drei Mixgetränken aus Wodka und Hawaiian Punch.
Auf die Frage nach seiner Beteiligung an den Vorgängen mit Jane Doe sagte Herr Lopes, dass sie den sexuellen Kontakt initiiert und ihn nicht um seine Zustimmung gebeten habe – eine Aussage, die in krassem Widerspruch zu ihrer Schilderung des Abends steht.
Herr Lopes ging gegen 2 Uhr morgens, wie er sagte, nachdem er sich "unwohl" gefühlt habe, und begab sich mit drei Freunden zu McDonald’s. Er sagte, er habe ihnen nichts von dem erzählt, was sich zugetragen hatte, unter anderem, weil es ihm laut den Vernehmungsprotokollen "zugegebenermaßen ein bisschen peinlich war, was passiert war".
Herr Lee sagte ebenfalls, dass Jane Doe sexuelle Handlungen initiiert habe, ohne zu fragen. Er gab an, eine Line Ketamin von ihrem Körper geschnupft zu haben, und dass sie versucht habe, Sex zu initiieren.
"Ich habe mich irgendwie zurückgezogen, weil ich mich nicht auf so etwas wie Sex einlassen wollte", sagte Herr Lee. "Ich dachte, es sei nicht der richtige Zeitpunkt dafür."
Wenn die als "Jane Doe" bezeichnete Studentin ihrerseits sexuelle Handlungen ohne die Zustimmung des betreffenden Mannes eingeleitet hat, stehen ihre Vorwürfe auf einem noch wackligeren Boden als ohnehin schon.
Alles in allem schält sich das Bild heraus, dass es hier um kaum mehr als eine Extremvariante des Falles handelt, bei dem eine Frau und ein Mann beide betrunken sind, in diesem Zustand miteinander Sex haben und sie ihn danach der Vergewaltigung beschuldigt, weil er sich ihr bemächtigt habe, als sie nicht zu einer reflektierten Einwilligung in der Lage gewesen war. Nur die Art der Droge und die Anzahl der Männer macht hier den Unterschied aus. Dass ein männlicher Beteiligter am Sex den Vorwurf genauso gut umkehren könnte, scheint vielen gar nicht erst in den Sinn zu kommen.
2. Die Frankfurter Allgemeine fabuliert in einem aktuellen Artikel:
Eine aktuelle Studie vergleicht männliche Privilegien mit Mundgeruch: "Wie man den eigenen Mundgeruch nicht wahrnimmt, so nehmen die meisten jungen Männer ihre Machtstellung in der Gesellschaft nicht wahr, weil sie ein anderes Selbstbild haben", heißt es darin. Die Untersuchung "Macht und Ohnmacht junger Männer" des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend nennt das "kognitive Dissonanz". Sie zeigt, wie weit Wahrnehmung und Fakten voneinander entfernt sein können. Befragt wurden Männer zwischen 18 und 29 Jahren.
Kognitive Dissonanz beschreibt den Spannungszustand, der entsteht, wenn eigene Gedanken, Werte oder Handlungen im Widerspruch zueinander stehen. Oder wenn die Selbstwahrnehmung nicht mit gesellschaftlichen Strukturen übereinstimmt. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der sogenannten Mannosphäre (englisch Manosphere) wider, in der Influencer wie Andrew Tate Frauenhass propagieren.
Wie plump wollt ihr die Leute eigentlich verarschen?
Als kognitive Dissonanz bezeichnet man einen unangenehmen psychischen Spannungszustand, der entsteht, wenn ein Mensch gleichzeitig widersprüchliche Überzeugungen, Einstellungen oder Gedanken hat oder wenn sein Verhalten im Widerspruch zu seinen Überzeugungen steht. Ein Beispiel: Ein Mensch ist überzeugt, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist, raucht aber selbst. Er weiß also, dass sein Verhalten seiner Überzeugung widerspricht.
Kognitive Dissonanz ist natürlich NICHT, wenn ein junger Mann nicht die Auffassung des Frauenministeriums teilt, selbst wenn das Ministerium diese Auffassung als "Fakten" bezeichnet. Man darf in Deutschland eine andere Meinung als eine Regierungsstelle haben, ohne dass das darauf hinweist, man würde irgendwie falsch denken. Man darf sogar eine andere Ansicht als Bundeskanzler Friedrich Merz haben, ohne dass das zeigt, dass mit einem irgendetwas nicht ganz stimmt.
Bemerkenswert ist, wie unkritisch die Frankfurter Allgemeine die Rhetorik des Ministeriums übernimmt, so als ob die Aufgabe der Leitmedien im Wesentlichen darin bestünde, ein Sprachrohr für die Regierung zu sein. Welche angeblichen Privilegien ein Mann gegenüber einer Frau haben soll, geht aus dem Artikel natürlich an keiner Stelle hervor.
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