Freitag, April 06, 2012

Wenn Diskriminierung zu Kriminalität führt

Auf Cuncti stellte Kevin Fuchs gerade die Wiederveröffentlichung eines seiner besten Artikel zur Debatte über Geschlecht und Gewalt online. Ein zentraler Auszug:

Männer sind – was den außerhäuslichen Bereich anbelangt – also im Schnitt gewalttätiger weil es ihnen schlicht schlechter geht? Dieser Gedanke ist so simpel wie obszön, aber er entspringt einer Denk- und Sichtweise, die uns sehr wohl vertraut ist. In US-amerikanischen Gefängnissen sind Schwarze bezogen auf ihren Bevölkerungsanteil überrepräsentiert. Auch hierzulande weisen Migranten eine höhere Kriminalitätsrate auf als Nicht-Migranten. Eine plausible Erklärung hierfür ist so geläufig wie auch richtig: Schwarze respektive Migranten sind mit strukturellen Benachteiligungen konfrontiert, demnach scheitern sie auch häufiger und finden sich dann in Situationen wieder, die in kriminellem Verhalten münden. Vorurteile mögen zudem dazu führen, dass sie eher verdächtigt und angezeigt und entsprechenderweise auch eher verurteilt werden. Diese Sichtweise ist Konsens und wir tun, indem wir auf diesem Wege argumentieren, intuitiv das Richtige: wir sehen das Individuum im Kontext des sozialen Gefüges, in welchem es sich bewegt, wir beziehen das ganze System in unsere Betrachtung mit ein. Auch die Vorstellung, ein ganzes Rechtssystem könne selektiv eine bestimmte Tätergruppe kriminalisieren, ist folglich keineswegs neu, sei es durch erhöhte Anzeige- und Verdächtigungsbereitschaft oder – wie von Maud Kips angedacht – selektive Rechtspraxis. Ungewohnt ist nur, dies auch in Hinblick auf männliche Täterschaft anzuwenden.


Natürlich gibt es auch Menschen, die bei Schwarzen, Migranten oder Männern die Kontexte ausblenden und nur auf deren hohe Rate an Gewalttaten und Kriminalität verweisen, um sie als Mindermenschen zu konstruieren. Dieses Denken lässt sich als "Rassismus" beziehungsweise "Sexismus" bezeichnen.

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Montag, März 19, 2012

Titelgeschichte: Warum Frauen mehr verdienen als Männer

Eine vermeintliche Lohnlücke von 23 Prozent zu Lasten der Frauen – eine Behauptung, die statistisch nicht haltbar ist – wird in unseren Medien tagtäglich als immenses Problem behandelt. In meinen Büchern sowie hier in meinem Blog Genderama habe ich immer wieder darauf hingewiesen, wie sehr sich das Lohngefälle in Wahrheit vielfach längst zu Lasten der Männer dreht. Am weitesten vornedran sind hier die USA, wo in Städten wie Dallas und Atlanta die durchschnittliche junge Frau heute 1,18 $ bzw. 1,14 $ für jeden Dollar verdient, den ein gleichaltriger Mann als Einkommen erhält. Wenn immer wir Männerrechtler aber darauf aufmerksam gemacht haben, um wieviel komplexer der Geschlechtervergleich in diesem Bereich ist, als die feministische Lobby uns glauben macht, reagiert das Gender-Establishment mit massiven Versuchen, uns aus der Debatte auszugrenzen und zum Schweigen zu bringen – Versuche, die bis zum Rufmord gehen.

Nur: Das alles nützt ja nichts. Irgendwann werden die tatsächlichen Verhältnisse so offensichtlich, dass selbst die etablierten Medien darüber berichten müssen – nur tun sie dies natürlich noch immer mit ihrem ganz eigenen Spin. So lautet die Titelgeschichte der aktuellen Ausgabe des Time-Magazins, Marktführer unter den Nachrichtenmagazinen der USA: The Richer $ex. In dem Artikel geht es darum, dass im Jahr 2009 bereits in fast 40 Prozent der amerikanischen Haushalte die Frau mehr verdiente als ihr Mann. Bemerkenswert ist der Untertitel dieses Beitrags, der ebenfalls auf dem Cover der TIME zu lesen ist: "Frauen überholen Männer als Amerikas Brotverdiener. Warum das gut für jeden ist."

Ah ja. Wenn Männer angeblich deutlich mehr verdienen als Frauen ist das nichts, worauf Männer stolz sein können, sondern ein himmelschreiender Skandal, der in etlichen Medien angeprangert wird und zu dessen Bekämpfung es die unterschiedlichsten politischen Aktionen gibt. Kaum kann man die Augen nicht länger vor der Tatsache verschließen, dass Frauen inzwischen die Männer überholen, präsentieren unsere Medien das noch nicht einmal als simple Nachricht, über die sich jeder Leser sein eigenes Urteil bilden kann, sondern von Anfang an verbunden mit der Interpretation, warum DIESES Lohngefälle natürlich gut und sinnvoll sein wird.

Dass in JEDEM BERUF innerhalb der nächsten 25 Jahre Frauen mehr verdienen werden als Männer berichtete gestern auch die britische Daily Mail. Der Artikel enthält eine Graphik, die hübsch vor Augen führt, dass in den letzten Jahrzehnten der Anteil von berufstätigen Frauen nicht nur um etwa dreißig Prozent gestiegen ist, sondern auch der Anteil berufstätiger Männer um fast zwanzig Prozent fiel. Frauen geht es in Zukunft vor allem deshalb relativ betrachtet besser, weil es Männern schlechter gehen wird.

Die Gründe für diese Entwicklung sollten jedem Männerrechtler offensichtlich sein.

Das "Time"-Magazin bewirbt mit seiner Titelgeschichte übrigens ein morgen erscheinendes Buch Liza Mundys, das erklären soll, "warum diese Entwicklung unvermeidlich ist, welche schmerzhaften Anpassungen auf dem Weg dorthin gemacht werden müssen und warum sich sowohl Männer als auch Frauen am Ende überraschend befreit fühlen werden." Könnte man sich dieselbe Reklame vorstellen, wenn Wirtschaftswissenschaftler überraschend zu der Folgerung gelangten, dass auch in Zukunft Männer statt Frauen das "reichere Geschlecht" sein werden?

Liza Mundy gelangte bei ihren Forschungen übrigens zu Erkenntnissen, wie ich sie ebenfalls bereits mehrfach beschrieben habe: Frauen haben große Probleme damit, sich mit der geschilderten Veränderung anzufreunden. Sie fühlen sich zum Beispiel "in ihrer Ernährerolle" gefangen, statt wie bisher entscheiden zu können, ob sie Teilzeit arbeiten oder Hausfrau bleiben. (Männerrechtler berichten seit Jahrzehnten davon, wie sehr sich Männer durch ihre fehlende Wahlfreiheit gegenüber Frauen benachteiligt fühlen. Es wurde ignoriert.) Eine Frau schilderte Mundy, wie sehr ihre Zuneigung gegenüber ihrem Ehemann durch den Rollentausch zurückging und dass sie ihn jetzt weniger als Mann akzeptiere. Und schließlich zitiert Mundy sogar eine "wirklich progressive Feministin", die zugibt, in ihrer Rolle als Hauptverdienerin immer öfter zu denken "Es ist MEIN Geld, nicht UNSER Geld."

Für eine linke Männerpolitik wird es wirklich allerhöchste Zeit.

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Freitag, September 18, 2009

Krebshilfe nur für Frauen

Die Bevorzugung von Frauen und Benachteiligung von Männern im Gesundheitsbereich, insbesondere beim Thema Krebs, ist seit langem ein Thema der Männerrechtsbewegung. Die herrschende Einseitigkeit belegt seit gestern auch ein eindrückliches Video auf Youtube.

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Samstag, September 05, 2009

Italien beendet berufliche Benachteiligung von Männern – Frauen empört

Milan, Italy – Labor laws should not make any distinction based on gender: This may seem obvious in most democracies. Yet a public outcry arose when the Italian parliament recently ratified a new law ending discrimination in the retirement age between men and women – much of it from women's rights groups and labor unions.

Until now, female employees could retire at 60, five years earlier than their male counterparts – a double standard based on the consideration that women also take care of the housework and family. The European Commission found the rule illegal last year, and the government acted to bring Italy into compliance.

But not all women are happy about the change – underscoring how traditional ideas about gender roles have held surprisingly firm in Italy, both in raising children and looking after ailing parents.


Hier geht es weiter.

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Samstag, August 29, 2009

Syndrom des vermissten hübschen Mädchens

Genderama-Leser R.P. weist mich auf einen Spiegel-Online-Artikel hin, in dem es heißt:

Die Entführung von Jaycee Dugard endete glücklich - nach 18 Jahren. Doch fast 1700 Kinder bleiben täglich in den USA vermisst, viele werden nie gefunden. Die Medien interessiert das meist nur dann, wenn es sich um weiße, blonde, hübsche Mädchen handelt.

(...) Dugards Entführung war beileibe kein Einzelfall. Insgesamt 614.925 Kinder unter 18 Jahren wurden nach Zählung des FBI voriges Jahr als vermisst gemeldet - fast 1700 pro Tag. 54,4 Prozent davon waren Mädchen. Rund 51.000 bleiben bis heute verschwunden, das FBI führt sie als "aktive Akten". Doch viele werden über die Jahre zu auswechselbaren Statistiken, in der Zeit eingefroren als beklemmende Kinderfotos auf Such-Websites und, so in den USA üblich, auf Milchkartons.

(...) Eines haben diese medienwirksamen Auftritte auffallend gemein: Die betroffenen Kinder sind meist weiße, blonde Mädchen. Etliche Studien haben inzwischen erwiesen, dass die US-Medien vermisste schwarze Kinder dagegen oft ignorieren - obwohl diese den weit überwiegenden Teil der Fälle bilden.

"Es ist ein beliebter Erzählstrang der Medien", kritisierte der Kolumnist Eugene Robinson in der "Washington Post". "Etwas Zierliches, Delikates wird einem entrissen, geschändet, zerstört von Kräften, die im Schatten lauern." Kommentatoren sprechen vom "Syndrom des vermissten hübschen Mädchens".


Mein Leser kommentiert diesen Artikel sehr treffend:

SPIEGEL-Online führt aus, daß Entführungen von schwarzen Mädchen bedeutend weniger Aufmerksamkeit geschenkt wird als Entführungen von weißen Mädchen ("So verschwand knapp ein Jahr vor Natalee Holloway (weiß, blond) in South Carolina Tamika Huston (schwarz, dunkelhaarig). Ihre Familie versuchte vergebens, die Medien für die junge Frau zu interessieren.").

Bemerkenswert, daß SPIEGEL-Autor Marc Pitzke also lediglich dem Rassenunterschied besondere Aufmerksamkeit schenkt, nicht aber dem Geschlechterunterschied, und dies dann auch noch mit den Entführungsfällen zweier Mädchen illustriert. Daß Entführungen von Jungen von den Medien gleichfalls weniger beachtet werden als Entführungen von Mädchen, auf diesen merkwürdigen Umstand wird nicht besonders hingewiesen, obwohl laut Statistik fast ebensoviele Jungen als vermißt gemeldet werden wie Mädchen.

Zwar wird von Pitzke auch der Entführungsfall Adam Walsh (1981) erwähnt, aber wohl nur deswegen, weil dessen Vater John Walsh eine Selbsthilfegruppe für Eltern vermißter Kinder gegründet hat und später Moderator der Fernsehsendung "America's Most Wanted" wurde. Ansonsten fallen eben Formulierungen wie diese auf:

Eines haben diese medienwirksamen Auftritte auffallend gemein: Die betroffenen Kinder sind meist weiße, blonde Mädchen. Etliche Studien haben inzwischen erwiesen, dass die US-Medien vermisste schwarze Kinder dagegen oft ignorieren - obwohl diese den weit überwiegenden Teil der Fälle bilden.

Merke: Das Gegenteil von "weiß" ist "schwarz", das Gegenteil von "Mädchen" aber ist "Kind". Auch Marc Pitzke kann sich also nicht von den Denkmustern lösen, die er bei seinen Kollegen anprangert.

Das Muster, wonach schwarzen Jungs bedeutend weniger Mitgefühl zuteil wird als weißen Mädchen, und Geschlechterrassismus weniger auffällt als "normaler" Rassismus, paßt im Übrigen perfekt zu einer Meldung, auf die ich vor ziemlich genau einem Jahr schon einmal hingewiesen habe.

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Montag, August 17, 2009

Jetzt auch bei Air France: Männer dürfen nicht mehr neben Kindern sitzen

Die französische Fluggesellschaft Air France verbietet alleinreisenden Männern Sitzplätze neben unbegleiteten Kindern unter zwölf Jahren. Dies geschehe aus Sicherheitsgründen, sagte eine Sprecherin der Fluggesellschaft am Montag in Paris. Genauer wollte sie sich nicht dazu äußern. Für Frauen gelte die Regel nicht. (...) Die britische Fluggesellschaft British Airways hatte 2006 ebenfalls entschieden, alleinreisende Männer nicht mehr neben unbegleiteten Kindern sitzen zu lassen. Damit löste sie Kritik von Männern aus, die sich diskriminiert fühlten.


Mehrere Medien, unter anderem der Merkur, berichten darüber auf der Grundlage einer dpa-Meldung.

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Dienstag, August 11, 2009

Indien: Männerrechtler protestieren am Unabhängigkeitstag

Rage. That’s what one gets to see in the eyes of harassed husbands and men’s rights activists in the city, who, outraged by laws, which they claim are unfair, are now getting ready to voice their protest on Independence Day this year.

“We are abstaining from Independence Day celebrations this year to protest the unfair laws that favour women,” says Suresh, the convenor of the Chennai Chapter of the Save Indian Family Foundation (SIFF), an organisation fighting for men’s rights and family harmony under the aegis of the Save Indian Family movement.

Men’s groups across the country have been protesting gender-biased laws in general and the Domestic Violence Act and the 498A, in particular.

Citing an instance, he says, “At present, Indian law considers adultery as a crime when committed by Indian men, but not so when committed by women. This is blatant discrimination against men. Also, Indian law exempts women from punishment for domestic violence. The laws have been pampering women by not according them any duties, while creating obligations for men. By this decidedly anti-male mindset of the law, men in India have started to feel that it’s perhaps a crime to be born a male in India.”


Die Times of India berichtet und beschließt den Artikel mit dem Satz:

It seems that men have finally taken the fight for freedom from harassment to the next level!


Kann man sich einen ähnlichen Schlusssatz in einer führenden deutschen Zeitung vorstellen?

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Dienstag, August 04, 2009

Totalverweigerer aus beruflicher Not

Sechs Monate Gefängnis drohten am Montag einem 23-jährigen Birkenfelder, der den Kriegsdienst verweigert hatte, im September 2008 aus beruflichen Gründen dann aber auch den Zivildienst nicht antrat. „Er ist noch immer uneinsichtig“, so begründete Staatsanwältin Lisa Stegbauer ihren harten Kurs gegen den Totalverweigerer.


Hier geht es weiter.

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Montag, August 03, 2009

England: Frauenhaus geschlossen, weil es sich nicht auch um Männer kümmert

Im April hatte ich darüber berichtet, dass aufgrund des Gleichstellungsgesetzes in England Frauenhäuser auch von häuslicher Gewalt betroffene Männer aufnehmen müssen. Offenbar konnten die Feministinnen ihren Männerhass nicht so schnell ablegen, wie es notwendig gewesen wäre:

Supporters of a women's refuge were 'shocked and stunned' to be told it is being closed - because it does not cater for men. The emergency shelter was set up 13 years ago for women and children and adult males are not allowed to stay.

But council officials have now ruled that, because it does not serve both sexes equally, the money used to run the home would be better spent on an 'outreach service' to help battered husbands as well as wives in their own homes.


Hier geht der Artikel mit viel Gejammer und Gegreine weiter. (Etwas anderes als einseitige Berichterstattung darf man sich von unseren Medien noch immer nur selten erhoffen, solange es um Geschlechterthemen geht.) Dem unbenommen ist das eine sehr positive Entwicklung, an der sich auch Deutschland so bald wie möglich ein Beispiel nehmen sollte. Die in dem Artikel genannte Alternative des geschlechtsneutralen "outreach service" scheint genau jene zu sein, die von Experten wie Professor Gerhard Amendt in der jüngsten Vergangenheit mit Nachdruck empfohlen wurde.

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Freitag, Juli 31, 2009

"Überbewertet"

Das Diesellog analysiert die unterschiedliche Gewichtung von Männern und Frauen bzw. deren Leistungen in der Öffentlichkeit.

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Montag, Juli 13, 2009

Österreich: Männer outen sich öfter als Opfer von Diskriminierung als Frauen

Hier hatte ich bereits darüber berichtet; jetzt gibt es einen aktuellen Artikel zu dieser Entwicklung:

Erinnern Sie sich noch an die Schlagzeilen? „Männer kommen nicht mehr billiger davon.“ Oder: „Frauen zahlen nicht länger drauf.“ So titelte man vor einem knappen Jahr, als – auf Basis einer EU-Richtlinie – im Gleichbehandlungsgesetz verankert wurde, dass Preise für Güter und Dienstleistungen nicht mehr nach dem Geschlecht differenziert sein dürfen.

Allein, die Realität sieht anders aus: Von 206 Personen, die sich zwischen 1.8.2008 und 31.5. 2009 zum Thema bei der Gleichbehandlungsanwaltschaft in Wien meldeten, waren 108 Männer. „Und rechnet man ein, dass viele der 98 Frauen für ihre Männer anriefen, dann ergibt sich, dass zirka zwei Drittel aller Beschwerden von Männern stammen“, sagt Leiterin Ingrid Nikolay-Leitner.


Bemerkenswert allerdings ist, wie es Die Presse trotzdem schafft, den Artikel so zu biegen, dass als die wahren Opfer der Diskriminierung – selbstverständlich! – die Frauen erscheinen. Ohne einen Eid auf dieses Glaubensbekenntnis abzulegen, bekommt man offenbar auch in Österreichs Medien keinen Job. Die Leserkommentare sprechen, wie immer, eine ganz andere Sprache.

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Samstag, Juli 11, 2009

Frauenquote in den Parteien längst übererfüllt

Noch einmal schnell in die Foren: Genderama-Leser "McLaine" hat einige Recherchearbeit aufgewendet, um hier eine hochinteressante Analyse über die Bevorzugung von weiblichen Mitgliedern in den Bundestagsparteien zu präsentieren. Zwei seiner Ergebnisse:

Es wäre dreimal wahrscheinlicher, dass ein x-beliebiges CSU-Mitglied Bundestagsabgeordneter wird, wenn es eine Frau ist.


Eine Frau hat bei den Grünen eine 3,56 fach höhere Chance, in den Parteivorstand gewählt zu werden, als ein Mann.


Dem unbenommen fordert beispielsweise Bundesjustizministerin Zypries eine weitere Bevorzugung von Frauen. Und keiner unserer Politiker oder "Qualitätsjournalisten" stört sich daran. Denn Diskriminierung zu Lasten von Männern geht für diese Leute voll in Ordnung und wird nicht hinterfragt.

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Freitag, Juli 10, 2009

Lesermail (sexistische Hilfsorganisationen 2)

Genderama-Leser T.M. hat sich noch ein wenig mehr mit der Sache auseinandergesetzt und schickt eine weitere Mail nach:

Hallo Arne,

ooch, das geht noch lustig weiter - bei PLAN z.B. (Newsletter unten): Mädchen, Mädchen, Mädchen ...

Im "Shop" bei PLAN kann man z.B. auch "Ein Schulset für eine Schülerin", "Eine Fußballausrüstung für Mädchen", ja, sogar "Ein Fahrrad für eine Schülerin" spenden.

Das alles gibt es für Jungs natürlich nicht. Ich habe dort auch nachgefragt (telefonisch und später nochmal per Mail), weil ich das erst nicht geglaubt habe (habe mich per Mail ziemlich mit den Frauen angelegt).

Ist aber so, gibt es nicht. Wollen die auch gar nicht. Das heißt mitunter: LKW fährt vor, Türen öffnen sich, Kinderaugen funkeln vor Aufregung - aber: "Halt! Fahrräder und Fußbälle nur für Mädchen!". Einfach Sexismus pur. Ekelhaft, wie man heute mit Kindern umgeht. Wie schön, dass wir vollgefressenen Westärsche neben Waffen jetzt auch unseren Wohlstandssexismus mit in Dritte-Welt-Länder exportieren.

Ich hatte sie auch wegen männlicher Beschneidung (gibt's bei PLAN scheinbar nicht) oder das permanente Hervorheben der "besonders schweren" Schicksale von weiblichen Kindersoldaten (die ohne Frage schrecklich sind!) angeschrieben. Dass das Leid der den größten Teil ausmachenden männlichen Kindersoldaten dadurch inflationiert wird, fällt scheinbar niemandem auf.

Männliche Beschneidung? Kein Stück drauf eingegangen.

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Samstag, Juni 27, 2009

Österreichs Männerpartei siegt gegen Miet-Diskriminierung

Von einem "ersten Erfolg gegen die Männerdiskriminierung" sprach Oliver Hoffmann von der Männerpartei am Freitag: Beim aus Steuergeldern geförderten Frauenwohnprojekt "ro*sa KalYpso" gab es für Männer bisher keine Möglichkeit, im Mietvertrag aufzuscheinen. "Wenn ein Paar einzieht, steht nur die Frau im Vertrag", hieß es. Demnach hätten die Wohnprojekt-Organisatoren die Gesetze ignoriert und Männer ganz offen diskriminiert.

Die Stelle zur Bekämpfung von Diskriminierungen der Stadt Wien habe nun in einem Schreiben bestätigt, dass in Mietverträgen auch die männlichen Partner eingetragen werden müssen, erklärte Hoffmann.


Hier geht es weiter.

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Donnerstag, Juni 25, 2009

England: Wegweisendes Gerichtsurteil gewährt Männern gleichen Lohn wie Frauen

Die britische BBC nennt es einen "landmark case", einen Meilenstein in der Rechtsprechung: Ein Gerichtsurteil setzte gestern durch, dass Männer genauso gut bezahlt werden müssen wie Frauen. Jetzt wird von tausenden von männlichen Arbeitern eine Lawine von Prozessen erwartet, die hunderte Millionen Pfund ausmachen dürften.

The Employment Appeal Tribunal ruled that the 300 men should have been offered the same back pay as the women. These claims are sometimes called piggy back claims as the men "piggy back" on the successful women's claims.

Mr Justice Underhill said: "It would be surprising and unsatisfactory if the [Equal Pay] Act offered no remedy to men in a situation like the present. The case where men and women do the same job but receive different rates of pay is the paradigm of the kind of situation which the Act was intended to prevent, how would it seem if the roles were reversed and the 'piggyback' claimants were not men but women?"

Lawyers involved, from the Cloister Chambers, have described it as a landmark ruling which will have a bearing on many other cases, and could cost councils hundreds of millions of pounds. Yvette Genn from Cloisters said: "This ruling is what thousands of male workers who have not received equal pay up and down the country have been waiting for. There is no doubt that many of the similar 12,000 cases in the system will now proceed and are likely to be successful."


Hier findet man den vollständigen Beitrag.

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Mittwoch, Juni 24, 2009

Petition gegen Benachteiligung von Männern bei Versicherungen online

Genderama-Leser K.W. macht mich auf folgende Online-Petition aufmerksam, die an den Deutschen Bundestag gerichtet wurde:

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Höhe der Kosten von Haftpflicht- und Kaskoversicherungen für die Benutzung von Kraftfahrzeugen unabhängig vom Geschlecht des jeweiligen Versicherungsnehmers festgelegt werden muss.

Begründung

In dem 2006 in Kraft getretenen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz ist bereits verankert, dass unter anderem aufgrund des Geschlechts keinerlei Bevorzugung oder Benachteiligung geschehen dürfe. Dies bezieht sich auch auf die Versorgung mit öffentlichen Gütern und Dienstleistungen.

Trotzdem ist es immer noch gängige Praxis, dass die Kosten für männliche Versicherungsnehmer für Kraftfahrzeug-Haftpflicht- und Kaskoversicherungen deutlich höher sind als die für weibliche Versicherungsnehmer. Dies mag sicherlich mit der höheren Unfallrate von männlichen Autofahrern begründet werden; doch der Petent ist der Auffassung, dass statistische Erhebungen in diesem Falle Einzelpersonen finanziell nicht beschweren dürfen, da eine allgemeine Gültigkeit des Sachverhalts - im Gegensatz zu beispielsweise biologisch bedingten, relevanten Aspekten, wie die durchschnittliche Lebenserwartung bei Lebensversicherungen - nicht gegeben ist.

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Mittwoch, Juni 10, 2009

Umgekehrte Diskriminierung im Fitness-Studio

Eine kurze Notiz zwischendurch.

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Dienstag, Juni 09, 2009

Britische Publizistin: "Vielleicht sind inzwischen Männer das benachteiligte Geschlecht"

Hat ein paar Jahre gedauert, aber so ganz allmählich kommen sie dahinter:

But this new statistic, that women outnumber men at university – nearly 50 per cent participate in higher education as opposed to 37.8 per cent of men – really should give us pause. It should, in fact, make us think twice about our reflexive answer to the question, which is the underdog sex? We're conditioned to say it's women.

The assumption – I nearly said myth – of women's second-sex status is behind any number of state and political initiatives, from the all-women shortlists for selection as parliamentary candidates and positive discrimination in the police to the way examinations are run. In fact, the last time we collectively got agitated about gender performance at university was because women got fewer Oxbridge firsts than men. (It's nearly equal now.) Already women outnumber men as young lawyers and medics.

Forget the fuss about women in the Cabinet. What we're actually looking at instead is increasing male disadvantage, for umpteen reasons, including social engineering. (…)

Of course, there are still marked differences in outcomes between the genders – women earn less than men and are far less likely to be non-executive directors or Tory MPs – but it is arguable that the pay gap is produced because women make choices that enable them to spend time with their children. Unmarried, childless women don't earn less than men. More women graduates will mean women with more economic clout, more power within relationships.

By rights this should put feminism out of business. But it won't. It would take too much of a shift in our prejudices to see boys as the problem, disadvantaged sex. Perhaps that's because it doesn't suit either men or women to do so.


Den kompletten Artikel findet man im Telegraph.

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Montag, Juni 08, 2009

Britischer Professor: "Wir schaffen eine neue Unterschicht benachteiligter Männer"

Noch einer, der einfach nicht das richtige Gender-Bewusstsein hat:

Tens of thousands of boys who ought to be capable of succeeding at university never make it because of school exams, according to a report today.

The Higher Education Policy Institute report suggests that GCSEs, introduced in 1988 in place of O-levels, appear to favour girls because of the style of teaching, content and types of question. The exams are the "most likely cause" of an achievement gap between the sexes that starts at school but carries on into adulthood, it concludes. The result is that men are less likely to go to university and less likely to do well when they get there.

"I think we are in danger of creating an underclass," Professor Bahram Bekhradnia, institute director and co-author of the report, writes in today's Observer. "Higher education brings social benefits as well as academic ones. If you have been to university, you tend to be in better physical and mental health. It has a terrific socialising effect and, by not going to university in such large numbers, men are being deprived of that. I think it is a real shame."

The study found that last year 130,000 more men would have needed to enter full-time higher education for their participation rate to be the same as women's. "That is really significant," said Bekhradnia. "Unless you believe that boys are actually more stupid than girls, they ought to be capable of the same levels of achievement. So what could the reason be?"


Der Guardian berichtet.

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Freitag, Mai 29, 2009

Frauen bevorzugt

Skurriler Diskriminierungsprozess: Ein Mann wollte Nachtdienste in einem Mädcheninternat übernehmen. Die Schule lehnte ab - und wurde prompt verklagt.


Der benachteiligte Mann verlor vor Gericht. Die "Süddeutsche" verrät warum.

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