Samstag, Juni 28, 2008

Wird Barack Obama der erste feministische US-Präsident?

Für "eigentümlich frei" habe ich mich dieser Frage ein wenig ausführlicher gewidmet – und stieß bei der Recherche auf Aspekte, die die Männer- und Väterbewegung kennen sollte.

Wenn jemand den Artikel interessant findet, freuen wir uns über eine Verlinkung.

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Dienstag, Juni 10, 2008

N-tv-Presseschau: Frauen sollten beanspruchen, was ihnen zusteht

Man muss Journalisten auch ein bisschen verstehen: Sie können unmöglich zu jedem Thema über Hintergrundwissen verfügen, sondern müssen immer wieder mal improvisieren, wenn ihnen eine neue Meldung auf den Tisch flattert. Was die gestrige EU-Meldung angeht, der zufolge Frauen 22 Prozent weniger verdienten als Männer, waren viele Journalisten ähnlich überfordert wie wenn ich plötzlich einen sinnvollen Artikel zum Thema Klimawandel oder Gesundheitsreform schreiben müsste. Die Presseschau bei n-tv offenbart immerhin einen ... interessanten neuen Trend in deutschen Redaktionsstuben: Jetzt wird vielfach den Frauen die Schuld an der vermeintlichen Misere zugeschoben, dies allerdings mit einer reichlich schrägen Argumentation: Frauen würden einfach nicht selbstbewusst genug verlangen, was ihnen zusteht. Vereinfacht gesagt: Während die Medien uns früher weismachten, Kunden würden für ein Brötchen gerne ein Viertel mehr zahlen, wenn es von einem Mann statt einer Frau gebacken worden war, erzählt man mittlerweile den Frauen, sie würden für ein Brötchen ein Viertel mehr erhalten, wenn sie nur ordentlich mit dem Fuß aufstampfen und "Ich will aber!" sagten. Bedeutet das, in all den Bereichen, in denen Männer weniger verdienen als Frauen, könnten sie das auch leicht beheben, in dem sie einfach nur lautstark genug fordern? Wohl kaum. Irgendjemand sollte unseren Journalisten vielleicht doch wenigstens die Grundzüge der Marktwirtschaft beibringen: Angebot und Nachfrage und solches Zeug ...

Einen treffenden Kommentar für diesen Mumpitz findet man im Forum von MANNdat.

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Montag, Juni 09, 2008

Frauen verdienen 22 Prozent weniger? Das hat seine Gründe

Derzeit wird eine neue EU-Studie durch die Medien gejagt, der zufolge die Frauen in Deutschland im Vergleich zu Männern viel schlechter bezahlt werden als in fast allen anderen Ländern Europas. Steht es so schlimm um die Gleichberechtigung hierzulande? Die "Welt" immerhin nennt ein paar wesentliche Punkte, die man bei der Debatte nicht unter den Tisch fallen lassen sollte:

"Dabei geht es jedoch nicht um unterschiedliche Bezahlung für gleiche Arbeit", erläuterte der EU-Kommissar. Ein wichtiger Grund für das große Lohngefälle in Deutschland sei vielmehr, dass viele Frauen Teilzeit arbeiteten. Spidla: "Das Gefälle ist allerdings auch deshalb so groß, weil die Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt vergleichsweise höher ist als zum Beispiel in Malta. Je geringer die Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt ist, desto niedriger ist im Allgemeinen auch das Lohngefälle."

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Mittwoch, Mai 21, 2008

"Schluss mit den Grabenkämpfen"

Wenn es in Deutschland eine Zeitung gibt, die die Fackel des Feminismus noch höher hält, als die wenigstens immer wieder auch mal kritische "taz", dann ist es ohne Frage die "Zeit". In einem aktuellen Artikel macht sich Tanja Dückers dort Sorgen, die feministische Bewegung könnte unter den Grabenkämpfen zwischen der alten und der neuen Generation leiden. Viel liegt Dückers an einer Ehrenrettung Alice Schwarzers. Zwei Auszüge:

Auch wird Alice Schwarzer grundsätzlich missverstanden, wenn es um Pornografie geht: Sie ist nicht gegen jede Form von Pornografie, sondern lediglich gegen bestimmte Gewaltfilme.


Sorry, als jemand, der an beiden Themen (Feminismus und Pornographie) sehr interessiert ist, habe ich mich nun wirklich exzessiv mit Veröffentlichungen Alice Schwarzers zur Pornographie beschäftigt, und ich kenne keinen einzigen Satz von ihr, in dem sie zwischen Standard-Pornographie und "bestimmten Gewaltfilmen" differenziert hätte. Im Gegenteil: Die Exzesse werden hergenommen, um damit den Kampf gegen erotische Bilder im Allgemeinen zu rechtfertigen. Darf ich daran erinnern, dass zwei der bekanntesten Prozesse, die Alice Schwarzer führte, gegen zu erotische Titelbilder der Zeitschrift STERN und gegen die anerkannten Aktfotografien des Künstlers Helmut Newton gerichtet waren?

Dückers fabuliert weiter:

Tatsächlich schreiben die "neuen deutschen Mädchen" und die "Alphamädchen" sowie die "Emmas" oft über sehr ähnliche Erfahrungen – was auch nicht weiter Wunder nimmt, denn von einer wirklichen Gleichberechtigung sind Frauen auch hierzulande weit entfernt: Noch immer erhalten Frauen in Deutschland für die gleiche Tätigkeit ein Viertel weniger Gehalt. Ganz zu schweigen von der "Arbeitsteilung" zwischen Mann und Frau, wenn Nachwuchs da ist. Manches ist auch nicht besser, sondern schlimmer geworden: Noch nie ist Dünnsein derart aggressiv vermarktet worden wie heute. Ergebnis: Jedes zweite Mädchen im Alter von zwölf Jahren hat in Deutschland schon eine Diät hinter sich. Tendenz steigend bei sinkendem Alter. Also Schluss mit diesen Grabenkämpfen.


Hierzu kann ich mir wohl jeden Kommentar sparen.

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Mittwoch, März 12, 2008

US-Forscher: "Grundlegende Veränderung" in der finanziellen Rollenverteilung zwischen Mann und Frau

MSNBC berichtet über eine neue Studie:

In the new dynamics of home economics, it’s not just that men want women to contribute financially to a marriage: The vast majority of men say they wouldn't even mind if their wives brought home the bigger paycheck. (…)

After years of being conditioned to believe that men relish the role of primary provider, researchers were surprised to discover that just 12 percent of men surveyed said they’d mind if their wife earned more than they do, and in general men seemed happy to share the breadwinner role. (…)

One quarter of men surveyed said that their wives aren’t working, but 40 percent of those men wish she did. Of the approximately 75 percent of men whose wives did work, only 5 percent wished she was at home.

Experts attribute that in part to men not wanting to bear the sole burden of providing for their families. In fact, 35 percent of men and 40 percent of women surveyed said a key benefit of having a spouse make money is that it alleviates the pressure of being the only financial provider.

“It is a very tough era to be a sole breadwinner,” Lever noted.

Coontz said she thinks men also may enjoy the intellectual stimulation of a working spouse, and not want to “come home to a wife who was frequently either bored or boring.” (…)

Still, some women may be working harder than they’d like because of today’s economic realities. The survey showed that 19 percent of women would work less if her partner earned more, compared with only 7 percent of men.


Die Überraschung der Forscher kann ich ja nicht so ganz teilen. Ich hatte hier schon über vergleichbare Umfragen, auch aus den USA, berichtet, und auch die Genderama-Leser haben in der Kommentarspalte überwiegend zugestimmt: Natürlich kann es in Ordnung sein, wenn die Frau die Hauptlast trägt, wenn es um das Ernähren einer Familie geht. Das beliebte Vorurteil, dass "die Männer" (oder auch "die Männerrechtler") der traditionellen Rollenverteilung nachtrauern würden, ist vor allem ein weibliches Angstbild (oder soll schlicht der Verunglimpfung dienen) und hat wenig bis nichts mit der Wirklichkeit zu tun.

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Mittwoch, März 05, 2008

Lesermail (Initiative rote Tasche)

Genderama-Leser R. mailt mir:

Hoi Arne!
Hast Du mal Deinen Link "DGB & Co.: Gehälter für Frauen erhöhen" weiterverfolgt?:

Ein Gewinnspiel für die "beste" Geschichte von Frauen im Kampf gegen die Einkommensungerechtigkeit!

Gesponsert von: Diese Aktion wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell gefördert.

Und was gibt es als Gewinn: Drei elegante Designer-Handtaschen der Firma MCM.

Ich glaube, ich spinne!


Ist halt wie im Sozialismus: Der Feminismus mit all seinen Mythen ist Staatsideologie und muss irgendwie in die Köpfe der Bevölkerung gehämmert werden. Und statt roter Fähnchen gibt es jetzt eben rote Handtaschen.

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DGB & Co.: "Gehälter für Frauen erhöhen"

Der 8. März naht mit Riesenschritten und die ersten IdeologInnen laufen sich schon warm. Zum Beispiel glauben der DGB und diverse Frauenverbände immer noch daran, dass die Bürger bisher für ein Brötchen gerne knapp ein Viertel mehr gezahlt haben, wenn es von einem Mann statt einer Frau gebacken wurde. Die Zeitungen sind derzeit voll von einer neuen Kampagne gegen eine vermeintliche "Gehaltsdiskriminierung". Die "Frankfurter Rundschau" habe ich zur Veranschaulichung mehr zufällig aus dem ganzen Wust herausgegriffen. Das hier dürfte eine Presseerklärung sein, die diesem marktwirtschaftlichen Unfug zugrunde liegt, und dies ist ein dazugehöriger Flyer.

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Mittwoch, November 07, 2007

"Frauen sind vorsichtiger – und verdienen weniger"

Eine neue Studie verrät einen weiteren Grund für die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen, der nichts mit Diskriminierung zu tun hat.

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Montag, Mai 28, 2007

USA: Einkommen von Männern schrumpft

Die L. A. Times berichtet:

American men in their 30s earn less than their fathers' generation did at the same age, potentially reversing longtime assumptions that each successive generation will be better off than their predecessors, according to a study released Friday. Family incomes of thirtysomething men have continued to rise in recent decades, but mostly because more of their wives are working, the study's authors said. Yet even with the addition of women's paychecks, the rate of family income growth has slowed. (…) Outsourcing and the demise of higher-paying manufacturing jobs have contributed to the stagnation in men's incomes, Morton said. The influx of well-educated women into the workforce since the 1970s may also have exerted downward pressure on men's wages, he said.


Was die Frage aufwirft, welche Gegenmaßnahmen notwendig sein könnten:

The Pew study does not make policy recommendations. But economist Heather Boushey, with the Washington-based Center for Economic and Policy Research, contends that focusing on low-wage jobs would help curb the relative slide in men's earnings. In particular, she supports boosting the pay of low-wage jobs above the minimum wage, along with on-the-job training that encourages career advancement. A stronger push to college also could help raise men's earnings. "Education has always been the one staircase out of the class-stratified society," said Ellen Galinsky, president of the Families and Work Institute in New York. Yet among those under 50, 32% of women hold a four-year college degree, compared with 23% of men. That's a dramatic change from the past, when younger men were better educated than younger women.


Schau an: In den USA wird bereits über „Männerförderung” diskutiert, während in Deutschland Frauenministerin von der Leyen den politisch gewollten Bildungsvorsprung von Mädchen und Frauen als "Aufholen“ herunterspielt und die einseitige Frauenförderung weiter ausbaut. Auch hierzulande klafft die Geschlechterschere in der Ausbildung: So gehen in Deutschland 47 Prozent der Mädchen aufs Gymnasium, aber nur 40 Prozent der Jungen.

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Mittwoch, April 11, 2007

„Bild“ schlagzeilt: „Die Lohnlücke für Frauen muss weg!“

Fast schon wieder witzig: Auch der Boulevard entdeckt den Feminismus.

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Dienstag, Februar 06, 2007

"Sie verdient mehr, und das ist okay"

Die L.A.Times berichtet über einen wachsenden Trend in den USA:

Couples such as the Fraziers — with the wife bringing home most of the bacon — are becoming increasingly common and accepted among the nation's twenty- and thirtysomethings, the result of shifting education and job market patterns, and new attitudes toward work, family and gender differences. That could help accelerate the growth in the number of marriages in which women are the sole or primary breadwinners. Census Bureau data show that 25.3% of women in two-income marriages bring home the bigger paycheck, up from 17.8% in 1987. Younger women, now graduating from college at higher rates than men and aggressively recruited by many employers, are becoming anything but desperate housewives. Some, like Danielle Frazier, out-earn male peers starting with their first jobs.


Aber es kann auch zu Problemen kommen:

Some marriages don't survive. Steven Nock, a University of Virginia sociologist, found that women who earned more than their husbands were more likely than higher-earning men to leave an unsatisfying marriage. Ego-deflating jokes or remarks at wives' office parties sometimes grate at lesserearning husbands. Parents and in-laws can inadvertently make matters worse. Aaron Frazier said that when Danielle had gotten a raise, his mother was happy for her, but "she's pushing me to step up and get my income increased."

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