Dienstag, September 22, 2009

Feministinnen kündigen Störung des Männerkongresses 2010 an

Ein solcher Kongress, der Kritik am patriarchalen Normalzustand auf den Kopf stellt und Männer als Opfer inszenieren will, wird hoffentlich nicht ungestört von statten gehen. Ein feministischer Gegenkongress ist wohl bereits in Planung.


Näheres erfährt man hier.

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Donnerstag, September 17, 2009

"Men's Health" erfragt Männerpolitik der Bundestagsparteien

In der gestern erschienenen Ausgabe der Zeitschrift "Men's Health" begrüßt Chefredakteur Wolfgang Melcher seine Leser auf Seite 5 mit folgendem Editorial:

Nein, Men's Health ist nicht politisch. Aber, ja, Men's Health mischt sich ein. Wenn wir im Gesundheitssystem konsequent benachteiligt werden, wenn Väter ihre Rechte zum Teil nur auf dem Papier besitzen, wenn Jungen in der Schule keine Chance haben … Aktuelle Themen, die in den Programmen der großen Parteien für die Bundestagswahl Ende September praktisch keine Rolle spielen.


Deshalb hakte die Zeitschrift bei den sechs Bundestagsparteien (CDU/CSU, SPD, FDP, Linke und Grüne) nach und erhielt aus den Berliner Parteizentralen einige, wie Melcher schreibt, "ehrliche, teilweise überraschende und auch entlarvende Antworten auf die 12 drängendsten Männerfragen". Dabei geht es um für Genderama-Leser altbekannte Themen: den noch immer fehlenden Männergesundheitsbericht, die Benachteiligung von Jungen im Bildungssystem, den Schutz der Männer vor (häuslicher) Gewalt und die Wehr-Ungerechtigkeit, aber auch um Themen, die für Men's Health wichtiger scheinen als bislang für die neue Männerrechtsbewegung (etwa Doping, die Ampel-Kenzeichnung bei Lebensmitteln und die Gleichbehandlung von homosexuellen Lebenspartnerschaften). Teilweise ist es fast amüsant zu lesen, mit welchen Formulierungen sich z. B. sämtliche genannten Parteien bei der Frage herauszuwinden versuchen, ob es bei ihnen neben den obligatorischen frauenpolitischen Sprecherinnen auch nur einen einzigen männerpolitischen Sprecher gibt.

(Nebenbei erwähnt: Wie sich der typische männliche Grüne bei Fragen wie Männerpolitik und Feminismus positioniert, wird auch hier sehr anschaulich.)

In Melchers Editorial heißt es weiter:

Klar gibt es gewichtigere Probleme – auch und gerade für uns Männer: Wirtschaftskrise, Klimawandel, Terrorismusbekämpfung. Doch zum einen sind die Positionen der Parteien und Kandidaten dazu bekannt. Zum anderen ist es entscheidend, für seine Ziele zu kämpfen, wenn man etwas erreichen möchte. Die Frauenbewegung hat es vorgemacht, Frauenpolitik ist heutzutage in allen Parteien fest etabliert.


Jetzt sei es an der Zeit, dasselbe für Männer zu erreichen. Die Antworten, die die Parteien auf drängende Fragen gegeben haben, sind in der Zeitschrift indes nur gekürzt nachzulesen. Vollständig findet man sie hier.

Ergänzt wird das aktuelle Men's-Health-Titelthema von einem Interview mit dem Freiburger Politikwissenschaftler Professor Ulrich Eith. Der führt darin beispielsweise folgendes aus:

Durch die Frauenbewegung ist das Frausein zum Politikum geworden. Es ging um das Ausbrechen aus alten Rollenmustern und das Überwinden von vielen Benachteiligungen. Frauenpolitik ist wie Friedenspolitik oder soziale Gerechtigkeit für manche Wählerinnen und Wähler mit einer politischen Weltanschauung verbunden. Männer müssten das Mannsein auch zu einer politischen Weltanschauung machen, es zu einer politischen Frage werden lassen. Ich glaube allerdings nicht, dass dies auf absehbare Zeit geschehen wird.


Äh, ja, so ein Politikwissenschaftler bekommt offensichtlich auch nicht jede gesellschaftliche Entwicklung mit.

Zuletzt spricht "Men's Health" die folgende Einladung aus:

Braucht dieses Land eine neue Männerbewegung? Und welche Partei setzt sich Ihrer Ansicht nach wirklich für unsere Rechte ein? Diskutieren Sie mit uns.

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Lesermail (Piratenrandale)

In den Mails, die ich von Genderama-Lesern heute zu der Keilerei unter dem Segel der Piraten erhalten habe, werden überwiegend die Vertreter unserer eigenen Seite kritisch beurteilt. Hier die ausführlichste Mail dazu:

Guten Tag Arne,

ich habe mich die letzten Tage aus eben dem erwähnten Thread rausgezogen, weil mir der Ton dort nicht mehr gefallen hat. Gerade auch von 'unserer' Seite.

Wir haben eine Menge Leute in 'unseren' Reihen, mit denen ich NICHTS zu tun haben will und mit denen ich auch nicht in einen Topf geworfen werden will. Leider gehören gerade diese Leute zur lautstärksten Fraktion (ist bei den Femis ja auch nicht anders - die dümmsten Weiber haben das lauteste Organ). Da wird mit Beleidigungen um sich geworfen und sich generell so verhalten, wie 'wir' es den (Radikal-)Feministinnen vorwerfen. Ich habe aber keine Lust, mich in einer Dikussion über Männerthemen gegen zwei Seiten zu wehren (anders kann man das in vielen Web-Threads nicht nennen - von Diskussion ist da oft wenig zu spüren) - gegen die Radikalen auf beiden Seiten.

Diese Radikal-Maskus (ich nenne sie einfach mal so) waren auch der Grund, weshalb ich Dir damals beim Abschalten der Kommentar-Funktion auf Genderama zugestimmt habe.

Ich finde das Verhalten von 'Arvid' auch nicht so gelungen - auf der anderen Seite war der Thread aber auch kaum noch zu retten. Und das lag nicht nur an ein paar Feministinnen. Wer in der Piratenpartei was bewirken will, sollte eintreten und mitarbeiten. Zu erwarten, daß über einen solchen Thread (selbst wenn er auch Gutes und Richtiges enthält) männerpolitische Forderungen Eingang ins Programm der Piratenpartei finden, ist bestenfalls naiv.

Der Weg über eine AG Männerpolitik scheint mir der einzig Richtige. Und das sowas relativ problemlos möglich ist, spricht in meinen Augen immer noch FÜR die Piratenpartei.

Ich jedenfalls werde sie wählen und ich werde wohl auch Mitglied werden. Denn sonst kann ich nicht darüber abstimmen, ob es 'unsere' Forderungen ins Parteiprogramm schaffen. Dasselbe würde ich allen anderen VERNÜNFTIGEN und GEMÄSSIGTEN Maskulisten empfehlen. Der Rest soll bleiben wo der Pfeffer wächst - diese Leute sind meiner Meinung nach für unsere Bewegung gefährlicher als alle Hardcore-Feministinnen zusammen.

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Mittwoch, Juni 24, 2009

Februar 2010: Kongress "Neue Männer – muss das sein?"

Professor Walter Hollstein macht mich gerade auf einen Männerkongress aufmerksam, der im Feburar 2010 an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf stattfinden wird. Es handele sich dabei um die erste wissenschaftlich/politische Tagung zum Männerthema an einer deutschsprachigen Universität. Außer Professor Walter Hollstein gehört beispielsweise auch Professor Gerhard Amendt zu den Vortragenden. Hier kann man sich den Tagungsflyer mit dem Programm und den Referenten herunterladen.

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Dienstag, September 30, 2008

Schweizer Männerpartei fordert Haus für Opfer von Frauengewalt

Was es für Frauen schon lange gibt, sollen nun auch die Männer bekommen, findet die Männerpartei – und fordert ein Haus für misshandelte Männer.


Hier findet man den vollständigen Artikel – mitsamt einem Link zur Website der Männerpartei. SO sieht erfolgreiche politische Arbeit aus.

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Mittwoch, Februar 27, 2008

Botswana!

Ein Klassiker hier auf "Genderama" sind mittlerweile die Beiträge, in denen ich herausstelle, dass selbst in irgendwelchen Dritt-Welt-Ländern oder obskursen Inselstaaten die Geschlechterdebatte mitunter schon weiter ist als hierzulande. Nehmen wir heute mal Botswana, einen Staat, von dem vermutlich die Mehrzahl selbst der gebildeten Mitteleuropäer nicht mal weiß, wie die Hauptstadt heißt. Auch dort fasst die Männerbewegung inzwischen politisch Fuß – und erhält publizistische Unterstützung durch positive Berichterstattung:

With lots of activities happening around the world on gender, there are some who believe that men now feel the pinch in the struggle for gender equality. One of the topics that came up recently in Botswana is about the laws that discriminate against men, specifically about cases of child custody. (…)

The men, in that case, can't get legal help. While women's rights organisations booming all over the world advocate for women's rights, represented locally by Emang Basadi, men seem to be lagging behind in organising to form an organisation which can deal with men's rights and other issues that affect them.

Men Sector was introduced in 2002. Even though it serves a different purpose altogether, it is a step in the right direction. Men Sector was established as a result of perceptions that there was no male involvement in sexual health and reproduction programmes.


Hier kann man den kompletten Artikel lesen.

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Mittwoch, Januar 09, 2008

Geschlechterpolitik aus männlicher Sicht

Von MANNdat liegt seit heute eine ausführliche Rezension meines neuesten Buchs "Männerbeben" vor.

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Montag, Januar 07, 2008

"Männlich, jung – und tief verunsichert"

Der Frauenförderplan ist gewissermaßen die Chiffre für die Emanzipation und den Zeitgeist der 1980er und 1990er Jahre: Die Geschlechterverhältnisse sollten korrigiert und die Frauen endlich in die gesellschaftliche Position gebracht werden, die ihnen über Jahrhunderte vorenthalten wurde. Mittlerweile aber wären womöglich Förderungsprojekte für junge Männer angeraten.


Wie er zu dieser Einschätzung gelangt, erklärt der Politikwissenschaftler Franz Walter in der "Zeit".

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Dienstag, Januar 01, 2008

Männerquote in Skandinavien?

Die Neue Zürcher Zeitung berichtet über Entwicklungen im Norden:

Um die künftige Versorgung des Landes mit Chirurgen sicherzustellen, brachten die Linksliberalen kürzlich die Einführung einer Männerquote ins Gespräch. Demnach wären bei der Vergabe der Studienplätze schwächere Maturanden gegenüber starken Maturandinnen zu bevorzugen. Als "Bekenntnis zur gesellschaftlichen Verantwortung" wollte eine Parteisprecherin den aussichtslosen Vorstoss, der immerhin die Unterstützung des Ärzteverbandes fand, verstanden wissen. (...) Um nun dem Wesen des Mannes auf den Grund zu gehen, berief die Kinder- und Gleichstellungsministerin einen 32-köpfigen Männerrat. Sie will dem Parlament nächstes Jahr eine Botschaft über Männerrollen und Gleichstellung vorlegen und möchte unter anderem verstehen, weshalb eine beträchtliche Anzahl Männer trotz guten Schulangeboten im gesellschaftlichen Abseits landet.


Herzlichen Dank an M.K. für den Link!

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Montag, September 24, 2007

"FPÖ kämpft für Scheidungsväter"

Unter dem Betreff "Leider von der falschen Seite" erreichte mich ein Hinweis darauf, dass die in Deutschland vor allem durch Jörg Haider bekannt gewordene Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) aktuell Scheidungsväter als Thema besetze. Darüber berichten die "Wiener Zeitung", der "Standard" und der ORF.

Ich erwarte an dieser Stelle die üblichen mahnenden Kommentare, dass sich die Männerbewegung im politischen Spektrum nicht gerade rechtsaußen positionieren sollte. Dem stimme ich ja auch zu. Allerdings sehe ich ebenso, dass sämtliche Parteien der Linken und der bürgerlichen Mitte um Männeranliegen einen weiten Bogen machen und geradezu in die Gegend herausbrüllen: "Hier liegt ein wichtiges politisches Zukunftsthema, von dem etliche Wähler persönlich massiv betroffen sind! Wir kümmern uns nicht darum! Mag es jemand haben?" Wenn sich dann entsprechende Interessenten melden, braucht sich niemand zu wundern.

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Samstag, September 15, 2007

"Viele Männer sind etwas zurückgeblieben"

Auch der ”Tagesspiegel” spricht inzwischen von der Notwendigkeit einer Männerbewegung. Ein Auszug:

Obwohl sich die Lage der Männer zusehends verschlechtert, schweigen sie zu allem, was ihr Geschlecht betrifft. Statt sich über gemeinsame Interessen zu verständigen, wie es die Frauenbewegung in ihren Anfängen erfolgreich getan hat, fressen die Männer alles in sich hinein, flüchten ins Komische oder Kindische, stecken den Kopf in den Sand, tauchen in skurrile Reservate ab, implodieren oder explodieren. (...) Aufgabe einer künftigen Männerbewegung wäre es, die lendenlahm gewordene Frauenbewegung, die sich zu einer Ein-Punkt-Bewegung (Karriere! Karriere! Karriere!) verengt hat, wach zu rütteln – oder wach zu küssen – und zu gemeinsamem Handeln aufzufordern. Denn es gibt mehr Themen zwischen Himmel und Erde als die gerechte Quote in den Vorstandsetagen. Emanzipation ist Sache aller Schichten einer Gesellschaft. Die asynchrone Entwicklung, welche die Geschlechter in den vergangenen 30 Jahren voneinander entfernt hat, muss neu synchronisiert werden. Die Männer sind am Zug.

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Sonntag, August 12, 2007

Norwegen: Männerrechte jetzt Regierungssache

The Minister of Children and Equality Karita Bekkemellem announced the 32 members of the so-called Men's panel Monday. The panel, consisting of men from various backgrounds and professions, aims to spark a public debate on men's rights in areas such as health, education and divorce.


Hier geht es weiter.

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Freitag, Mai 11, 2007

Internationale Maskulisten-Feministinnen-Konferenz geplant

Achtung, jetzt wird´s ein bisschen sehr männerpolitisch.

Auf Wendy McElroys Website findet sich seit heute folgende Meldung:

Peter D. Zohrab -- Secretary, International Pro-Male Association -- has asked me to pass on a call for expressions of interest in an international conference that includes both masculinists and feminists in candid discussion of the state of gender problems and how to overcome them so that neither gender suffers. Peter writes, "At this stage, what we would like is people who: want to help prepare for and organise it; or who want to participate in the conference itself; or who would like to do both."


Die “International Pro-Male Association” stellt sich hier näher vor.

Thomas Sochart ist eines der Gründungsmitglieder? Schlag mich tot, den Namen hab ich doch auch schon mal irgendwo gehört. :-)

Bei allem, was ich so intern mitbekomme – und was nicht für eine sofortige Veröffentlichung per Blog geeignet ist – scheint sich männerpolitisch in der nächsten Zeit noch einiges zu tun.

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