Studie widerlegt beliebten Irrtum: Männer rücken nicht nach rechts, weil "ihre Männlichkeit bedroht wird"
1. Ein beliebtes Vorurteil lautet, dass Männer deshalb politisch nach rechts wandern würden, weil sie ihre Männlichkeit bedroht sähen (und nicht etwa weil die Linke alles Erdenkliche tut, um Männer zu verschrecken). Eine neue Studie entlarvt dieses Klischee als Unsinn:
Durch Tests mit Tausenden Teilnehmern in den gesamten Vereinigten Staaten fanden die Forscher keine konsistenten Hinweise darauf, dass Männer aufgrund von Verunsicherung hinsichtlich ihrer Geschlechtsidentität ihre politischen Einstellungen verändern.
(…) Die Forscher führten ihr neues Experiment mit einer landesweit repräsentativen Stichprobe von 2.774 amerikanischen Erwachsenen durch, darunter 2.073 Männer. (…) Die Teilnehmer wurden zufällig verschiedenen Gruppen zugeteilt und gebeten, eine Online-Umfrage auszufüllen. Diese Umfrage sollte messen, wie stark sich die Teilnehmer mit verschiedenen männlichen und weiblichen Persönlichkeitseigenschaften identifizierten.
Nach Abschluss der Persönlichkeitsbefragung erhielt die Haupt-Experimentalgruppe zufällig erzeugtes, irreführendes Feedback. Den Männern in dieser Gruppe wurde fälschlicherweise mitgeteilt, ihre Ergebnisse lägen im weiblichen Bereich, während Frauen gesagt wurde, ihre Werte befänden sich im männlichen Bereich. Dieses falsche Feedback sollte ein Gefühl der Bedrohung der Geschlechtsidentität hervorrufen. Eine andere Teilnehmergruppe erhielt korrektes Feedback, das ihre Ergebnisse lediglich im durchschnittlichen Bereich ihres Geschlechts einordnete und als Kontrollgruppe für den Vergleich diente.
(…) Nachdem sie ihr Feedback erhalten hatten, beantworteten alle Teilnehmer eine Reihe von Fragen zu ihren politischen und gesellschaftlichen Ansichten. Die Forscher erfassten unter anderem die Unterstützung für den Irakkrieg, die Einstellung zu Rechten Homosexueller sowie den Wunsch, ein Sport Utility Vehicle (SUV) zu kaufen. Außerdem untersuchten sie die Vorliebe der Teilnehmer für Traditionalismus, also den Wunsch, bei bekannten und sicheren Routinen zu bleiben, statt Neues auszuprobieren.
Männer, denen gesagt worden war, ihre Ergebnisse lägen im weiblichen Bereich, zeigten im Vergleich zur Kontrollgruppe weder stärkere Unterstützung für den Irakkrieg noch ausgeprägtere Homophobie. Ebenso äußerten sie keinen stärkeren Wunsch, ein SUV zu kaufen, und vertraten auch keine stärker traditionalistischen Ansichten. Auch die alternativen experimentellen Bedingungen führten nicht zu den erwarteten Veränderungen politischer Überzeugungen.
Vielleicht sollte man wirklich nach naheliegenderen Gründen dafür suchen, warum immer weniger Männer das linke Lager unterstützen. Apropos …
2. Eine besonders schöne Passage zur "Manosphäre" findet man mal wieder in der taz:
In den sozialen Netzwerken prasselt die Manosphere auf Jungen ein: eine auf Dominanz basierende Internetblase aus Männerrechtlern, Chauvis, Pick-up-Artists, Incels und Nazis, die aus den Fahrersitzen dicker Autos erklären, wie man ihrer Ansicht nach mit Frauen, Geflüchteten oder Vegetariern umgehen soll.
Es ist erstaunlich, was im Kopf eines taz-Redakteurs alles wild durcheinander wirbelt.
Ohne dass sie danach gefragt hätten, bekommen die Jugendlichen ein altbewährtes Narrativ serviert: Männer würden gerade besonders leiden, weil ihre männliche Identität in Frage gestellt wird.
Nein, eben nicht. Das ist EUER Narrativ, und es wurde widerlegt. Männer leiden an konkreten Benachteiligungen und kontinuierlichen Diffamierungen. Darauf kommen wir gleich etwas ausführlicher zurück.
Auch in weiteren aktuellen Artikeln lässt man bei der "taz" seinem Sexismus weiter freien Lauf: Mit "Warum Männer sich nicht anziehen können" ist einer betitelt, ein anderer dreht sich um den Vatertag: "Ein nicht unerheblicher Teil der Männer macht an diesem Tag noch genau das, was sie immer gemacht haben: saufen, kotzen, Bollerwagen ziehen, grölen, die Sau rauslassen. (…) Christentum, Kapitalismus, Alkoholismus und toxische Männlichkeit – vier Geißeln der Menschheit feiern an einem Tag!" Nachdem man am Kiosk gescheitert ist, lässt man jetzt online umso mehr den sexistischen Hass raus. Unerklärlich, dass sich die meisten Männer davon nicht angesprochen fühlen.
3. Der Berliner Tagesspiegel ist vergleichsweise originell und wählt wenigstens neue Ansätze, Männern Minderwertigkeit zu unterstellen: "Wieso sind Männer beim Bezahlen immer so langsam?"
Dass einige Männer sich erdreistet haben, gestern den Vatertag zu feiern, kam in den gängigen linken Medien auch nicht gut an. "Bitte leiser grölen!: Warum Herrentag der schlimmste Tag im Jahr ist " schlagzeilt der Tagesspiegel. (Der Artikel steht nur im Anriss online, was vermutlich kein Verlust ist.) Und Spiegel-Online fabuliert: "Sexismus, Gewalt, Diskriminierung: Viele Männer lässt das, was Frauen widerfährt, kalt. Der 'Männertag' an Christ Himmelfahrt ist ein Tag der Sorglosigkeit – und Teil des Problems." Ein Auszug des Artikels von Marc Röhlig:
Den Männern geht es gut. Wenn viele von ihnen an Christi Himmelfahrt wieder auf die Straße gehen, dann nicht, um zu demonstrieren. Es geht an diesem Tag ums Feiern, Grölen, Trinken; darum, laut zu sein und unbequem. Längst gilt der Feiertag in Deutschland als inoffizieller Männertag.
Auch viele Frauen gehen an »ihrem« Frauentag auf die Straße, wie zuletzt am 8. März. Auch sie sind laut und unbequem. Aber sie tun es nicht, um Spaß zu haben. Sie protestieren gegen strukturelle Benachteiligung und Ungleichheit.
Hier Sorglosigkeit, dort Verzweiflung
Wo der Männertag für Männer ein echter Feiertag ist, bleibt der Frauentag für Frauen immer noch ein Kampftag. Sorglosigkeit bei den Männern, Wut bei den Frauen – klarer kann man die Schieflage zwischen den Geschlechtern kaum zeigen.
Röhlig fordert die Männer nun auf, selbst zu demonstrieren und ihre Wut zu zeigen – aber natürlich nicht gegen ihre eigene Benachteiligung. Die ist für Röhlig unsichtbar. Männer, die trinken, können in seinem Weltbild keine Probleme haben. Die Vorstellung, den eigenen Frust und die Sorgen in Alkohol zu ertränken, gibt es bei ihm nicht. Stattdessen sollen sich die Männer gefälligst für die vom Patriarchat geknechteten Frauen einsetzen. Auch auf diese verquere Logik kommen wir gleich noch zurück.
4. "HPV-Impfung schützt junge Männer unerwartet gut vor Krebs" berichtet das Magazin "Spektrum der Wissenschaft". Die Studie verglich Gesundheitsdaten von mehr als 600.000 geimpften und 200.000 ungeimpften Jungen und Männern zwischen 9 und 26 Jahren über einen Zeitraum von zehn Jahren. Geimpfte hatten ein um 46 Prozent geringeres Risiko, an einem HPV-bedingten Krebs zu erkranken. In Deutschland erkranken jährlich rund 10.000 Menschen an HPV-assoziiertem Krebs. Etwa 3.000 davon sind Männer, die vor allem an Rachen-, Anal- oder Peniskrebs leiden.
Das ist ja interessant. Ich frage die Künstliche Intelligenz: Wie positioniert sich die deutsche NGO MANNdat beim Thema HPV?
Die Antwort:
MANNdat positioniert sich zum Thema HPV als langjähriger und schließlich erfolgreicher Lobbyist für die Impfung von Jungen. Die geschlechterpolitische Initiative hat das Thema über Jahre hinweg aktiv vorangetrieben.
Die zentrale Positionierung lässt sich so zusammenfassen:
Forderung nach geschlechtergerechter Impfpolitik: MANNdat hat jahrelang gefordert, dass die HPV-Impfung nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen zugutekommt. Die Argumentation zielte darauf ab, dass HPV-Viren auch bei Männern Krebs auslösen können – etwa Peniskrebs, Analkrebs sowie Krebs im Mund- und Rachenbereich – und dass Jungen somit einen eigenständigen Schutz benötigen, statt allein als "Reservoire" für die Übertragung an Mädchen betrachtet zu werden.
Erfolgsmeldung 2018: Auf der Aktivitäten-Seite des Vereins wird explizit vermerkt: "Die jahrelange Forderung von MANNdat nach einer HPV-Impfung auch für Jungen wird endlich umgesetzt." Dies deutet darauf hin, dass der Verein die Aufnahme der Jungen-Impfung in die STIKO-Empfehlungen und die gesetzliche Krankenversicherung als direktes Ergebnis seiner Arbeit wertet.
Einordnung im Kontext der Männergesundheitspolitik: Das Thema HPV wurde von MANNdat nicht isoliert, sondern als Teil einer breiteren Agenda der Männergesundheit bearbeitet. Der Verein engagiert sich seit Jahren für die Anerkennung von Prostatakrebs als Gesundheitsziel und kritisiert, dass männliche Gesundheitsthemen systematisch weniger Aufmerksamkeit erhalten als vergleichbare weibliche Themen. Die HPV-Kampagne passt zu MANNdats generellem Fokus auf Männergesundheit (z. B. Prostatakrebs-Früherkennung) und der Beseitigung von "Gender Empathy Gaps" bzw. einseitigen Maßnahmen, die Männer/Jungen benachteiligen.
Zusammengefasst vertritt MANNdat eine explizit pro-impfende Haltung bezüglich HPV bei Jungen, begründet mit dem eigenen Krebsrisiko des männlichen Geschlechts und der Forderung nach paritätischer Gesundheitsvorsorge.
Ich bin überrascht und kann das gar nicht glauben. Deshalb frage ich noch mal nach: "Kann das wirklich stimmen? MANNdat sind doch Männerrechtler, und ich habe heute in der 'taz' gelesen, dass Männerrechtler nur in dicken Autos sitzen und erklären, wie man mit Vegetariern umgeht."
Die Antwort hierauf:
Ja, das stimmt wirklich. MANNdat hat sich tatsächlich seit Jahren aktiv für die HPV-Impfung auch für Jungen eingesetzt und feiert die STIKO-Empfehlung von 2018 sowie die Kostenübernahme durch die Krankenkassen als Erfolg ihrer Arbeit. Das steht direkt auf ihrer Website (z. B. unter "Aktivitäten von MANNdat" und in einem Gastbeitrag mit einer Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Urologie). Sie argumentieren geschlechterpolitisch: Die Impfung schützt vor Warzen und Krebsarten bei beiden Geschlechtern (Penis-, Anal-, Rachenkarzinome etc.), frühere einseitige Empfehlungen nur für Mädchen waren aus ihrer Sicht ein klassisches Beispiel für einen "Gender Empathy Gap" – also eine Benachteiligung von Jungen in der Gesundheitsprävention. Herdenimmunität brauche beide Geschlechter. Das passt zu ihrem Fokus auf Männergesundheit (Prostatakrebs-Früherkennung, Jungensprechstunde etc.). Es gibt auf ihrer Seite keine impfgegnerische Linie.
Die taz (und Teile der linken/deutschen Medienlandschaft) berichten seit Jahren sehr kritisch bis ablehnend über "Männerrechtler" und Gruppen wie MANNdat. Sie werden oft als antifeministisch, reaktionär oder sogar als Wegbereiter für Rechte/extrem rechte Positionen dargestellt. Das passt zu dem Klischee, das du gelesen hast – reiche, privilegierte Typen in dicken Autos, die sich über "Vegetarier" (vermutlich als Symbol für progressive/vegane/linke Milieus) auslassen oder nur jammern. Solche pauschalen Karikaturen sind in der taz nicht untypisch, wenn es um diese Szene geht.
Tatsächlich ist MANNdat ein kleiner, ehrenamtlich arbeitender Verein, der sich seit 2004 mit Themen wie Jungenbildung, Väterrechten, Wehrpflicht, Gewalt gegen Männer und eben Männergesundheit beschäftigt. Sie kritisieren einseitige Gleichstellungspolitik ("Feminismus" als Ideologie, die männliche Nachteile ignoriert), fordern aber oft geschlechterneutrale oder kompensatorische Maßnahmen. Das macht sie in manchen Kreisen zum Feindbild. Ob man ihre Analysen teilt oder nicht – ihre Position zur HPV-Impfung ist faktenbasiert dokumentiert und nicht erfunden. Stereotype aus der taz ersetzen keine Primärquellen. Die HPV-Position ist daher eher ein Beispiel dafür, dass politische Lager in der Realität oft weniger eindimensional sind als mediale Karikaturen.
Ich liebe es, wie knochentrocken die KI mit der Clownparade umgehen, zu der sich die "taz" entwickelt hat. Was absurde Desinformation angeht, ist das Blatt ähnlich unfreiwillig komisch wie Donald Trump.
5. Allerdings ist sie auch ähnlich destruktiv. Das, was "taz", Tagesspiegel & Co. mit ihren ständigen Abwertungen von Männern betreiben, ist eigentlich gar nicht zum Lachen. Es hat Folgen. Das zeigt eine aktuell im Fachmagazin "Child Abuse & Neglect" veröffentlichte Studie über die Gründe dafür, warum sich Männer so viel häufiger umbringen als Frauen: "'I had no safe space.' Painful childhood experiences in the lives of men who are suicidal. Auszüge daraus:
Eine weitere Minderheit sprach von feindseligen Einstellungen gegenüber Männern und Männlichkeit – geäußert durch die Gesellschaft, Betreuungspersonen, Lehrkräfte und Gesundheitsfachkräfte – als Quelle von Schmerz in der Kindheit. Die Darstellung von Männern als gewalttätige Vergewaltiger, von Männlichkeit als toxisch und/oder eine wahrgenommene mangelnde Unterstützung für Männer mit Problemen sowie die Tatsache, nicht als mögliche Opfer wahrgenommen zu werden, wurden als schmerzhaft beschrieben. (…) Ähnlich wie die Erfahrungen kultureller Homophobie, von Rassismus oder Transfeindlichkeit kann auch ein gegen Männer gerichtetes Geschlechterstigma schmerzhafte Auswirkungen auf einzelne Jungen und ihr Selbstbild haben, wie dieser junge schottische Mann andeutet: "Es gibt keine Hilfe für junge Jungen in der Schule. Mir wurde vom ersten Tag an gesagt, ich sei ein Vergewaltiger, frauenfeindlich und böse, weil ich ein Junge bin, und man sagte mir, ich solle mich wegen meines Geschlechts schämen. Deshalb begann ich, mich selbst zu hassen." (Schotte, 22, Suizidgedanken in der vergangenen Woche, Suizidversuch im vergangenen Jahr).
(…) Wir vermuten, dass diese unterschiedlichen Erfahrungen des gesellschaftlichen "Otherings" und der Zurückweisung in ähnlicher Weise das psychologische Sicherheitsgefühl in Bezug auf die eigene Identität und das Selbst in frühen Lebensjahren untergraben können und möglicherweise zu einem verminderten Gefühl des eigenen sozialen Werts und der eigenen Legitimität im Vergleich zu anderen beitragen.
Außer den ständigen Herabsetzungen durch Männerhasser wird auch folgendes als Grund für die erhöhte Suizidrate genannt:
Eine Gruppe von Männern berichtete von sexueller Gewalt in der Kindheit. Die Täter waren Männer und Frauen und stammten aus der unmittelbaren oder erweiterten Familie sowie aus dem Kreis von Lehrkräften, Trainern, Kirchenmitarbeitern, Babysittern, Gleichaltrigen und Freundinnen. Einige Männer meldeten den Missbrauch nie oder sprachen nie darüber; andere taten es, doch man glaubte ihnen nicht. Manche Männer vermuteten, dies liege daran, dass Frauen nicht als fähig angesehen würden, Männer sexuell zu missbrauchen. Einige Männer beschrieben Auswirkungen auf ihr späteres Leben, darunter Schwierigkeiten, Vertrauen aufzubauen und Nähe oder Bindung einzugehen, verdrängte Erinnerungen sowie aufdrängende traumatische Rückblenden.
(…) "Von erwachsenen Frauen sexuell missbraucht zu werden, denen meine Familie vertraute, und mit niemandem darüber sprechen zu können – oder schlimmer noch: dass niemand es als sexuellen Missbrauch ansah, weil sie Frauen waren und ich ein Mann bin …" (Iraner, 27, Suizidgedanken in der vergangenen Woche, Suizidversuch vor über einem Jahr)
Die Studie gelangt zu der Erkenntnis:
Ebenso können negative kulturelle Einstellungen gegenüber Männern, die Männlichkeit als schädlich oder toxisch darstellen, einige Männer, die belastende Kindheitserfahrungen gemacht haben, zusätzlich davon abhalten, über diese Erlebnisse zu sprechen, sie zu verarbeiten und davon zu heilen (Ashfield & Gouws, 2019; Farrell et al., 2016). Ein negativer öffentlicher Diskurs über Männer und männliche Erfahrungen kann für manche Männer das psychologische Sicherheitsgefühl beim Offenlegen von Leid oder Verletzlichkeit verringern, wenn das gesellschaftliche Umfeld als feindselig oder herabwürdigend wahrgenommen wird. Zudem besteht das Risiko, dass solche kulturellen Botschaften negative Selbstwahrnehmungen verstärken. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass abwertende Sichtweisen auf Männlichkeit bereits in der Kindheit verinnerlicht werden können und bei manchen suizidgefährdeten Männern offenbar das Selbstwertgefühl untergraben.
Was Marc Röhlig wohl über die Gründe dafür sagen würde, dass Männer sich dreimal so oft umbringen wie Frauen? Vermutlich würde er einen verständnislos anstarren. In seinem Gehirn hat Platz, dass manche Männer am Vatertag viel Bier trinken, während manche Frauen am 8. Mai demonstrieren. Von allem geschlechterpolitisch darüber Hinausgehenden scheint es überfordert zu sein. Damit landet man heute bei Spiegel-Online.
Vielleicht hat Röhlig aber in einem Recht: Männer sollten wirklich allmählich wütend werden. Auf Beiträge wie seinen. Und auf das endlose Lamento, unabhängige Medien würden ihnen die männlichen Leser abwerben – als ob sie diese Leser nicht selbst unentwegt aktiv vertreiben würden.
6. Frauenministerin Karin Prien erklärt im Talk mit Maja Göpel, "dass Jungs und Männer in fast allen Bereichen gesellschaftlichen Lebens abgehängt sind". Dass Prien das verstanden hat, hängt ihren eigenen Ausführungen nach damit zusammen, dass sie drei männliche Söhne hat. Davon abgesehen glauben sowohl Prien und Göpel selbstverständlich, dass Männer sich vor allem damit schwer täten, nicht weiter beschriebene angebliche "Privilegien" abzugeben. Auffällig ist auch die im Publikum entstehende Heiterkeit, sobald angesprochen wird, dass auch Männer eine Ansprache brauchen. Das ist allerdings das typische Maja-Göpel-Publikum, das zu derselben Szene gehören dürfte wie die "taz". Insgesamt scheint sich Prien trotz allem Herumgeruder bei dieser Frage nicht länger vor dem Forschungsstand drücken zu können, was Männer angeht. Ihre Söhne wissen vermutlich deshalb so gut Bescheid, wie sehr Männer in unserer Gesellschaft zu kurz kommen, weil eine in den Leitmedien verhasste Männerrechtsbewegung seit Jahrzehnten kontinuierlich darauf hinweist.
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