"Verurteilt ohne Urteil"
Es gibt auch noch guten Journalismus: Die "Stuttgarter Zeitung" berichtet über den Fall Jörg Tauss.
Labels: Internet, Medien, Politik, Pornographie, Vorverurteilungen, Zensur
Genderama ist das Blog des linksliberalen Flügels der antisexistischen Männerbewegung (Maskulismus). Es wird von Arne Hoffmann betrieben. Arne Hoffmann ist Mitglied von MANNdat.
WER NUR FEMINIST UND NICHT ZUGLEICH AUCH MASKULIST IST, BETRACHTET DIE WELT MIT NUR EINEM GEÖFFNETEN AUGE.
Es gibt auch noch guten Journalismus: Die "Stuttgarter Zeitung" berichtet über den Fall Jörg Tauss.
Labels: Internet, Medien, Politik, Pornographie, Vorverurteilungen, Zensur
Das NDR-Medienmagazin ZAPP greift den fragwürdigen Umgang von Frauenministerin von der Leyen mit dem Thema Kinderpornographie in einem aktuellen Beitrag auf.
Labels: CDU, Internet, von der Leyen, Zensur
Über das auch auf Genderama verlinkte Video, das Frauenministerin Ursula von der Leyen bei einer Rede anlässlich einer CDU-Parteiveranstaltung zeigt, empören sich mittlerweile wohl weit über hundert Blogs. (Grobe Schätzung nach Verwendung der Google-Blogsuche.) Erstaunlich häufig kommt es bei Bloggern wie Kommentatoren zu spontanen Assoziationen mit Auftritten aus der Zeit des Nationalsozialismus (was andere Kommentatoren als überzogen kritisieren); auch Parolen wie "Magda, Margot, Ursula" werden laut. Allerdings zeigen sich auch Blogger wie der Rechtsanwalt Udo Vetter und der Journalist Stefan Niggemeier, die nicht gerade zu überzogenen Reaktionen neigen, schockiert und angewidert. Mir selbst geht es nicht anders.
Labels: CDU, Internet, Piratenpartei, von der Leyen, Web 2.0, Zensur
… wird von den Kommentaroren auf Netzpolitik.org zerpflückt. Und einen Nachschlag gibt es hier.
Labels: CDU, Internet, Piratenpartei, von der Leyen, Web 2.0, Zensur
Führende Unionspolitiker wollen das Internet einer schärferen Kontrolle unterziehen und eine Internet-Polizei einführen. "Wir brauchen mehr verdeckte Ermittler, die als Internet-Patrouille im Netz kriminelle Machenschaften aufspüren", sagte der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Bosbach unserer Redaktion. Das Internet biete zwar eine fantastische Vielfalt, sei aber auch "Quelle für Kriminalität, Terrorismus und ziemlich viel Schmutz", so Bosbach. (...) In der Bundesregierung wird nach Informationen unserer Redaktion aus Regierungskreisen bereits über einen "Internet-Ausweis" nachgedacht, mit dem Nutzer identifiziert und zurückverfolgt werden können.
Labels: CDU, Internet, Meinungsfreiheit, Zensur
Kanzleramtschef Thomas de Maizière (CDU), passenderweise Cousin des letzten DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maizière, hat schärfere Regeln für das Internet gefordert: "Sonst werden wir dort Scheußlichkeiten erleben, die jede Vorstellungskraft sprengen."
Labels: Internet, Meinungsfreiheit, Zensur
Die Netzeitung fasst die Internet-Zensur-Debatte der letzten Tage zusammen.
Labels: Internet, Meinungsfreiheit, von der Leyen, Web 2.0, Zensur
Das Vorgehen des Wirtschaftsministers verzögert das Prestigeprojekt der Familienministerin: die Sperre gegen Kinderpornos im Netz. Steht das Gesetz vor dem Aus?
Labels: Internet, Politik, von der Leyen, Zensur
So wie es zahlreiche ihrer Kritiker ahnten (und wie es zahlreiche Journalisten nicht wahrhaben wollten), stellte der Kampf gegen die Kinderpornographie nur einen Türöffner dar, um im Internet Mechanismen staatlicher Zensur einzuführen:
Nach der Sperrung kinderpornographischer Seiten will Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) gegen weitere rechtswidrige Inhalte im Internet vorgehen. „Mir geht es jetzt um den Kampf gegen die ungehinderte Verbreitung von Bildern vergewaltigter Kinder“, sagte sie abendblatt.de, der Online-Ausgabe des Hamburger Abendblatts. „Doch wir werden weiter Diskussionen führen, wie wir Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde im Internet im richtigen Maß erhalten. Sonst droht das großartige Internet ein rechtsfreier Chaosraum zu werden, in dem man hemmungslos mobben, beleidigen und betrügen kann.“
Von der Leyen betonte: „Wo die Würde eines anderen verletzt wird, endet die eigene Freiheit. Welche Schritte für den Schutz dieser Grenzen notwendig sind, ist Teil einer unverzichtbaren Debatte, um die die Gesellschaft nicht herumkommt.“
Labels: Internet, Meinungsfreiheit, von der Leyen, Web 2.0, Zensur
Ursula von der Leyen hat sich in einem aktuellen Interview vielleicht mehr geoutet, als ihr lieb sein dürfte – und erntet scharfe Reaktionen.
Labels: Internet, Pornographie, von der Leyen, Web 2.0, Zensur
Die Stimmen im Netz klingen alles andere als versöhnlich: "Sie werden sich wünschen, dass wir politikverdrossen sind!" Dieser Satz geistert als Schlachtruf durch zahlreiche Foren. Der in der Szene bekannte Politikblogger Michael Seemann alias MSpro, schreibt: "Wir werden die SPD in einen Sturm aus Scheiße schicken. Sie hat sich nämlich selber zum Feind des Internets gekürt." Eine ähnliche Haltung findet sich in vielen aktuellen Blogbeiträgen, samt und sonders aus der A-Riege, den oberen Rängern der "Deutschen Blogcharts" - Spreeblick, Nerdcore, Netzpolitik, Fefe, und viele andere, lauter echte Multiplikatoren mit vielen treu ergebenen Lesern. Diese Meinungsführer der Netzgemeinde sind jetzt nicht nur nicht mehr für die SPD - sie sind gegen sie.
Diese Drohung könnte sich für die Wahlkämpfer zur realen Gefahr auswachsen: Dann nämlich, wenn Blogger und Forenschreiber auch zu anderen Themen der Parteien eine ähnliche Öffentlichkeit erzeugen, wie dies bei den Internetsperren geschehen ist.
Labels: CDU, Internet, Politik, SPD, von der Leyen, Web 2.0, Zensur
Ein Genderama-Leser, der sich momentan in China aufhält, mailt mir in Verbindung mit der aktuellen Debatte zur Internet-Zensur und dabei speziell meinen Beitrag von heute morgen:
Ja super! Ich weiß nicht genau, was gerade abgeht, aber ich glaube, hier wurde gerade Google abgestellt. (Denn es wird hier ja nichts angekündigt oder erklärt, es funktioniert nur alles plötzlich nicht mehr, aber keiner weiß warum, wie lange usw.) Allerdings gab es in den vergangenen Tagen Meldungen, dass die chinesische Regierung Google dafür kritisierte, zuviele Pornobegriffe in den Vorschlägen zu haben. Deshalb hatte man Google damit gedroht, abgestellt zu werden, sollten nicht bestimmte Seiten gesperrt werden. Sexseiten. Ein paar ausländische Seiten. Vielleicht ein paar regierungskritische Seiten (aber darüber wird nicht geredet). Mir springen nur gerade die Parallelen ins Auge, da ja wohl auch gerade in Deutschland das Internet wegen gefährlicher Inhalte zensiert wird. Pornos. Killerspiele. Vielleicht ein paar politische Extremisten, oder Fast-Extremisten, oder vielleicht JF-Autoren ... Hat auch was: Ich glaube, wenn ich zurückkomme, muss ich mich gar nicht mehr so viel umgewöhnen.
Labels: Internet, Meinungsfreiheit, Pornographie, Zensur
Sobald der Ruf einer prominenten Person erst einmal ruiniert ist, kann sie es sich offenbar auch leisten, den verhängnisvollen Einfluss des radikalen Feminismus auf unsere Politik zu kritisieren. Der in den Medien als Kinderporno-Politiker verunglimpfte Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss, der kürzlich von der SPD zur Piratenpartei wechselte, fand inzwischen offene Worte, was die Angst der Politiker vor dem Internet angeht:
Das Netz spiegele nach dem Verständnis der Abgeordneten nicht die Probleme wider, sondern verursache sie in ihren Augen. Das seien vor allem "Islamismus, Pornos, Hacker, Bombenbauanleitungen, Terroristen, Rechtsradikale und dann auch noch amoklaufende Jugendliche". Deshalb seien viele Parlamentarier der Meinung, dass diese Dinge in Deutschland bekämpft werden müssten. Der CSU-Abgeordnete Hans-Peter Uhl habe gar gesagt, man könne bei der Überwachung von China zu lernen.
Ein weiterer Teil der Abgeordneten, wie die "durchaus netten Kolleginnen" Caren Marks und Christel Humme, seien "wirklich und ernsthaft" der Auffassung, mit dem Gesetz etwas gegen Kinderpornografie bewirken zu können, da es so seit 15 Jahren in der Emma stehe. Fakten zählten da nicht mehr.
Ein dritter Teil, dem auch Fraktionschef Peter Struck und Parteichef Franz Müntefering angehörten, habe sich vor einem negativen Medienecho gefürchtet. Struck habe seine Fraktion darum gebeten, zu überlegen, was die Zeitungen wohl bei einer Ablehnung sagen würden.
Diese "Mischung aus Borniertheit, Uninformiertheit, technischem Desinteresse, der guten Absicht, wenigstens etwas zu tun und Angst vor der Bild-Zeitung" habe dazu geführt, dass man weder die Expertenmeinungen noch die Meinungen von 134.000 Petentinnen und Petenten zur Kenntnis genommen habe.
Labels: Alice Schwarzer, Emma, Femokratie, Internet, Medien, Piratenpartei, Pornographie, SPD, Zensur
Persien ist nur die Speerspitze einer Entwicklung, die bei uns genauso stattfindet. Die Iraner haben seinerzeit die Überwachung des Internets aus welchem Grund begonnen? Richtig: Im Kampf gegen die böse Pornographie! Und was versucht unsere Regierung gerade? Sie will aus dem gleichen Grund entsprechende Überwachungs- und Sperrmechanismen einführen ...
Die Installation von Internet-Überwachung und Filter-Technologien wird gerne damit gerechtfertigt, dass sie ja "nur" zum Schutz vor kriminellen Auswüchsen der Gesellschaft gedacht sei, die breite Masse entsprechend nichts zu befürchten habe. Eine Argumentation, die einen nicht zu unterschätzenden Haken hat: Die Definition der Frage, was "kriminell" ist, obliegt den jeweiligen MachthaberInnen, einmal installiert gibt sie auch autoritären Regimen massive Möglichkeiten zur Unterdrückung der demokratischen Opposition an die Hand.
Labels: Femokratie, Internet, Iran, Pornographie, Zensur
Fefe berichtet, aber auch mehrere andere Blogs beschäftigen sich mit einer akuellen Polemik der EMMA gegen die Kritiker einer fragwürdigen Zensur im Internet. Computerbilly widmet dem Artikel eine ausführliche Antwort, das Freiheit-Blog reagiert mit einem offenen Brief.
Labels: Alice Schwarzer, Emma, Internet, Pornographie, Web 2.0, Zensur