Montag, August 24, 2009

Interessensgruppen drängen auf Vermeidung politisch unkorrekter Worte

Wenn es nach einigen europäischen Interessensgruppen geht, sollen im Kampf gegen Rassismus und Sexismus bestimmte Alltagsformulierungen zukünftig vermieden werden – beispielsweise "Gentleman's Agreement" oder eine Sache zu "beherrschen":

The National Gallery in London believes that the phrase “gentleman’s agreement” is potentially offensive to women and suggests that staff should replace it with “unwritten agreement” or “an agreement based on trust” instead. The term “right-hand man” is also considered taboo by the gallery, with “second in command” being deemed more suitable.

Many institutions have urged their workforce to be mindful of “gender bias” in language. The Learning and Skills Council wants staff to “perfect” their brief rather than “master” it, while the Newcastle University has singled out the phrase “master bedroom” as being problematic.


Die Sunday Times berichtet.

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Donnerstag, April 30, 2009

Lesermail (Dekonstruktivismus)

Genderama-Leser S. mailt mir:

Auf der Dir sicher bekannten Seite dieStandard.at wurde vor einem Jahr dem Firefox Plugin "Binnen-I be gone" eine Zitrone verliehen. Das habe ich zum Anlass genommen, die Sache weiterzuführen, denn das Binnen-I ist ja nicht die einzige Sprachgrauslichkeit, die so im Net auftaucht. Als bereits fertige Lösung verwende ich Privoxy, einen lokal installierten Proxy, der alle Inhalte filtert, bevor sie vom Browser dargestellt werden. Damit kann man auch beliebige Worte oder Wortgruppen suchen und sie durch eigene Texte ersetzen. Neben dem Binnen-I habe ich mir folgenden Satz vorgenommen, der unter jedem Standardforum im Anschluss an einen Artikel zu finden ist:

"Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder."

In Würdigung der visionären Monty Python steht bei mir nun folgender Satz:

"Die Kommentare von User und Userinnen und Loretta geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder."

Das wollte ich natürlich allen Lesern mitteilen, aber leider hat die DieStandard-Redaktion meine Postings gelöscht. Was genau der Grund war, weiß ich leider nicht. Vielleicht war es auch mein Vorschlag, Worten, die Gruppen von Menschen bezeichnen, in Klammern den Prozentsatz der dort vertretenen Frauen anzufügen, z. B. "Feuerwehrleute (5%w)". Damit würde die Wirklichkeit in der Sprache reflektiert werden und nicht umgekehrt mit einer Art ideologisch-sprachmagischem Schreiben die Wirklichkeit vorgeschrieben.

Oder die haben einfach keinen Humor.

Es gibt mit dieser Filtertechnik allerhand lustige Möglichkeiten. So kann jeder, der entsprechende Ideen hat, einen Filter nur für z. B dieStandard oder Emma zum Download bereitstellen, oder auch einen eigenen nur für einen bestimmten Artikel. Bei Emma-Artikeln würde ich beispielsweise "Macho" durch "Frauenliebling" ersetzen oder "Powerfrau" durch "Arbeitet-wie-ein-Mann". Damit verlieren die Ideologen an Kontrolle, weil sie nie genau wissen, wie ihre Botschaft bei den Lesern ankommt, und diese können den Stereotypenstrom elegant umschiffen.

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Dienstag, März 31, 2009

EU will "sexistische Wörter" vermeiden

Genderama berichtete bereits vor zwei Wochen darüber – jetzt hat auch "Die Welt" den neuesten Irrsinn aus dem Europaparlament entdeckt.

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Donnerstag, Juli 31, 2008

"Feminismus: Denkfähigkeit runter, Herrschaft hoch"

Hihi, mir scheint, ich habe einen weiteren Kollegen bei "eigentümlich frei" angesteckt.

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Freitag, November 16, 2007

Australien: Weihnachtsmann wegen möglicher Kränkung von Frauen verwarnt

Yahoo News berichten:

Santas in Australia's largest city have been told not to use Father Christmas's traditional "ho ho ho" greeting because it may be offensive to women, it was reported Thursday. Sydney's Santa Clauses have instead been instructed to say "ha ha ha" instead, the Daily Telegraph reported. One disgruntled Santa told the newspaper a recruitment firm warned him not to use "ho ho ho" because it could frighten children and was too close to "ho", a US slang term for prostitute.


Der englische Ausdruck "whore" – "Hure" - wird insbesondere im Slang der Schwarzen gerne zu "ho" reduziert. Wieviele australische Kinder den Slang mancher Afro-Amerikaner beherrschen, bleibt unklar.

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Donnerstag, Mai 17, 2007

Ist Google sexistisch?

Gegen die bekannteste Suchmaschine gibt es Besorgnis erregende Vorwürfe.

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