EU will "sexistische Wörter" vermeiden
Genderama berichtete bereits vor zwei Wochen darüber – jetzt hat auch "Die Welt" den neuesten Irrsinn aus dem Europaparlament entdeckt.
Labels: Europäische Union, feministische Sprachkritik, Femokratie, Sprache
Genderama ist das Blog des linksliberalen Flügels der antisexistischen Männerbewegung (Maskulismus). Es wird von Arne Hoffmann betrieben. Arne Hoffmann ist Mitglied von MANNdat.
WER NUR FEMINIST UND NICHT ZUGLEICH AUCH MASKULIST IST, BETRACHTET DIE WELT MIT NUR EINEM GEÖFFNETEN AUGE.
Genderama berichtete bereits vor zwei Wochen darüber – jetzt hat auch "Die Welt" den neuesten Irrsinn aus dem Europaparlament entdeckt.
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Gut, ich sehe ein, dass ein höherer Anteil von Studentinnen in einem Fach wie Maschinenbau für manchen wünschenswert wäre. Aber ob man den so einfach herbeischreiben kann, wie die Studien- und Prüfungsordnung der Universität Karlsruhe (TH) für den Bachelorstudiengang Maschinenbau es versucht? Dort heißt es:
In dieser Satzung wurde nur die weibliche Sprachform gewählt. Alle personenbezogenen Aussagen gelten jedoch stets für Frauen und Männer gleichermaßen.
Mit Zustimmung der Studentin kann die Prüferin die entsprechenden Erfolgskontrollen in einer anderen Sprache als Deutsch abnehmen.
Labels: feministische Sprachkritik
Seit etwa sieben Jahren steht ein leicht satirisch angehauchter Text von mir im Web, der sich mit den Wirren der "feministischen Linguistik" auseinandersetzt. Einer seiner Kritikpunkte daran lautet: "Da, wo das Geschlecht nie ein Thema war, wird es erst zu einem gemacht."
Labels: feministische Sprachkritik
Normalerweise geht es in Genderama ja um News und nicht um analytische Debatten. Dabei kommt eines meiner Lieblingsthemen, die feministische Sprachkritik („Liebe Bürgerinnen und Bürger ...“), häufig etwas zu kurz. Deshalb folgt hier zur Abwechslung einmal keine News, sondern ein Langzitat, das ich sehr hübsch finde.
Allerdings sollte man sich nichts vormachen; eine durchgehende grammatische Gleichbehandlung von Männern und Frauen stößt auf grundsätzliche Schwierigkeiten. So gelingen etwa Rückbezüge nicht ganz befriedigend: Man konnte drei Wanderer ausmachen. Eine/Einer davon war eine Frau mittleren Alters. Oder: Ilse Aichinger war die erste österreichische Autorin, die diesen bedeutenden Preis erhielt. Unklar bleibt: War sie die erste der Autorinnen oder die erste der Autorinnen und Autoren?
Immerhin hatten die Abgeordneten des NRW-Landtages 1990, als dieses Thema noch heißer war, ihr Treugelöbnis schon gegen jedermensch abzugeben. (Und jefrau und niefrau?)
Und wie sieht es mit der grammatischen Konsequenz bei Ableitungen aus? göttinlich, teuflinisch, freundinlich, kämpferinisch bzw. frauscheln, überfrauen oder gar entfrauen?
Aber: Wäre dann das -in nicht selbst schon diskriminierend – als ein Anhängsel (und nahezu albern bei der real existierenden Amtmännin)?
Gelegentlich wird versucht, das Problem der Umständlichkeit zu umgehen statt zu lösen – durch „geschlechtsbereinigte“ Ausdrücke, etwa Studierende statt Student(inn)en, Fachkraft statt Fachmann/Fachfrau. Aber akzeptierte man gleichermaßen ein fachkräftisches Urteil?
Und was wird aus Sandmännchen, Hampelmann, Biedermann, Spitzbube oder Hanswurst? Will man/frau sich dann konsequenterweise auch von einem Sandweibchen Sand in die Augen streuen, sich von irgendwelchen Biederfrauen und Spitzschlampen zur Hampelfrau respektive zur Johannawurst machen lassen?
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