Dienstag, Oktober 23, 2012

Kleine Presseschau zur feministischen Männerkonferenz

Inzwischen stehen einige weitere Artikel zu der von Kristina Schröder ausgerufenen feministischen Männerkonferenz online. Faszinierenderweise scheint jede Zeitung es für angemessen zu halten, dass über eine Männerkonferenz eine feministische Mitarbeiterin berichtet.

Simone Schmollack von der "taz" ist die Konferenz dann auch erwartungsgemäß nicht radikalfeministisch genug. Sie verbrät in ihrem Artikel die üblichen männerfeindlichen Sexismen, macht sich aber auch zu Recht über die Anhäufung absurder Sprechblasen auf der Konferenz lustig.

Sophie Albers im Stern ist die Konferenz ebenfalls viel zu männerfreundlich. Wenn dort etwa Ministerin Schröder verlange,

dass "Jungs mit ihren eigenständigen Bedürfnissen wahrgenommen werden" müssen, nachdem über Jahrhunderte jedes weibliche eigenständige Bedürfnis unterdrückt wurde, fragt man sich schon, wo diese Frau im schwarzen Anzüglein eigentlich lebt.


Ja, wo lebt dieses blonde Püppchen eigentlich, das da auf Ministerin macht? Jungs in ihren eigenständigen Bedürfnissen wahrnehmen ... tststs. Weltfremde Tussi.

Wobei, wenn die "Frau im schwarzen Anzüglein" von Sophie Albers richtig zitiert wird, auch für Kristina Schröder eine Männerkonferenz offenbar nur den Zweck haben kann, Frauen zu nützen:

Nur wenn auch Männer die Chance haben, anders zu leben als ihre Väter und Großväter, werde sich die Situation der Frau ändern.


Dabei scheint Schröder im Vergleich zu den Männern auf der Konferenz geradezu atemberaubend progressiv zu sein. So lässt Miriam Hollstein in der "Welt" durchblicken, dass diese Männer es offenbar als ihre Aufgabe betrachteten, von Kristina Schröder geäußerte Kritik am Feminismus zurückzuweisen und stattdessen die Sündenböcke wie bisher im eigenen Geschlecht auszumachen:

Fast konnte man den Eindruck gewinnen, die Männer seien in erster Linie Opfer eifernder Suffragetten und die Gleichberechtigung bislang vor allem am Feminismus gescheitert. Widerspruch kam da von einem Mann: Der österreichische Arbeitsminister Rudolf Hundstorfer, Ko-Gastgeber des Kongresses, nahm auch seine Geschlechtsgenossen in die Pflicht: "Alle müssen sich beteiligen am Rollenwandel." Im Gegensatz zu Schröder warb er zudem für eine Frauenquote


Jannis Brühl erkennt in der Süddeutschen Zeitung immerhin, worum es auf der Konferenz hauptsächlich ging: Schröders Männerpolitik konzentriert sich vor allem darauf, Männer in Frauenberufe zu locken. Die selben Berufe, wohlgemerkt, von denen man Frauen verstärkt abrät. Und natürlich muss bei einer Männerkonferenz auf Seite 2 die Überschrift lauten: "Wie finden das die Frauen?" Schließlich war den Feministinnen bei ihren Vorstößen auch ganz wichtig, dass sie auch ja den Männern alle Recht waren.

Eines machen die Artikel in ihrer Gesamtheit allerdings deutlich: Hätte Kristina Schröder tatsächlich auch Vertreter selbstbewusster Männlichkeit zu dieser Konferenz eingeladen, wäre die mediale Entrüstung danach wohl riesig gewesen. Wer als Journalistin schon fassungslos den Kopf schüttelt, wenn es um die Bedürfnisse von Jungen geht, dem braucht man mit Bedürfnissen von Männern wohl gar nicht erst zu kommen. Um den Ausspruch eines von Simone Schmollack zitierten Theologen umzuwandeln: Der Stand der Geschlechterdebatte in Politik und Medien hinkt dem in der Bevölkerung weit hinterher.

Eine traurige Bilanz der letzten drei Jahre Männerpolitik präsentiert heute der MANNdat-Vorsitzende Dr. Bruno Köhler: eine Bilanz des Versagens, für das eine halbe Million Euro ausgegeben wurde – verantwortet von eben jenen Männern, die gestern und heute im Kreis palaverten. Aber Hauptsache, Alice Schwarzer ist glücklich.

Montag, Juni 30, 2014

USA Today sieht internationale Männerkonferenz als Signal der Hoffnung

Der USA Today, nach dem Wall Street Journal auflagenstärkste Zeitschrift der USA, eröffnet die Männerkonferenz in Detroit Aussichten auf eine friedlichere Ära im Geschlechterkampf:

Are we coming to a truce in the gender wars? Or just opening a second front? Or, perhaps, actually starting to talk to each other? Those are the questions I was asking myself as I attended the First International Conference on Men's Issues in Detroit last weekend. And, to be honest, I'm still not sure. But it's certainly true that the discussion is expanding, and I'm enough of a believer in discussion and engagement to think that's a good thing.


Folgende Eindrücke hat der Autor, Juraprofessor Glenn Harlan Reynolds, von der Männerkonferenz mitgenommen:

There were plenty of women there, which I suppose should be no surprise, as there are plenty of men at conferences on women's issues. There's even a women's group called The Honey Badger Brigade that supports men's rights. There were also a lot of African-Americans — or, in the case of Canadian Sen. Anne Cools, African-Canadians. But it turns out, as we heard from speakers like Fred Jones, the victims of the gender war are disproportionately black, because black men are more likely to be jailed for failure to pay child support, or on charges of domestic violence.


Tatsächlich? Es engagieren sich viele Schwarze und Frauen in der Männerbewegung? Haben wir nicht letzte Woche erst in einer vom Bundesforum Männer ausgerichteten rassistisch-sexistischen Veranstaltung gehört, dass Maskulisten "angry white men" seien? Muss Michael Kimmel, der in dieser Veranstaltung gegen Maskulisten hetzte, in Zukunft also auch von "angry black men" sprechen – was in den USA im Gegensatz zu Attacken auf Weiße längst als Rassismus erkannt worden ist? Oder muss Kimmel demnächst über "angry women" herziehen? Ich glaube, hier geht einem der Lieblingsdemagogen unseres Bundesforums gerade sein Feindbildgenerator flöten.

Nachdem Reynolds über einige Inhalte berichtet hat, die auf der Konferenz geäußert wurden, gelangt er zu seiner abschließenden Bewertung:

But although the specifics were interesting, the thing that struck me most about the gathering was the palpable lack of gender tension. Men and women at this conference seemed to be on the same page, and the same team, in a way that seems almost surprising in these gender-divided times. Maybe that's because gender-talk, long a female domain, is also now about men. As another speaker at the conference, Warren Farrell, said, women can't hear what men don't say. So it's good that men are speaking up. As Farrell concluded in a Friday night dinner speech, the goal is "not a men's movement, not a women's movement, but a gender liberation movement."

With men and women both talking and listening, it gave me some hope that perhaps we'll see something new, and better, in the politics of gender. Will this spirit be able to overcome the politicized divisiveness that marks today's gender discussion? If enough men and women of good will come together, it just might.


Natürlich darf man aber soviel Fairness und Optimismus wie in diesem Artikel nicht von allen Medien erwarten. Die meisten Journalisten scheinen vom Thema überfordert zu sein, berichtet Dr. Helen Smith:

My only concern with the conference was the media that was present. It seemed that reporters from Time, MSNBC, GQ, and Vice.com were there. I got an uneasy feeling about a few of them though I suppose their stories could go either way, though I think I know which way to bet. There were a couple of women from Vice.com that we sat with at an appreciation dinner for speakers who seemed very nice but frankly, a bit clueless. The woman writing the story, Alexandra Lynn, said that she could not connect with the issues at the conference stating that she was writing her article in the first person and could not relate as she was from NYC and no one she knew acted this way. The women and men were apparently equal and didn’t have issues. I told her to look outside NYC and realize that there is a bigger world out there. And who knows, if men were interviewed in NYC, they may have a different story.


Bei einer Journalistin namens Jessica Roy, die für das Magazin "Time" tätig ist, konnte Paul Elam, der die Konferenz ausrichtete, bereits an ihren Äußerungen auf Twitter ablesen, dass sich dort ein abwertender Artikel ankündigen wird. Dem unbenommen ist Elam guter Dinge:

Currently the public trust in mainstream journalists is about on par with the public trust in Congress. It has been that way for a while, and looks not to be changing. (...) What Roy will do is send a lot of people our way, some of whom will bother not to just take her word for things; who will actually read the articles on the website and figure out that Roy is a biased bullshit peddler with an agenda who has lied to them.


Wie Elam in seinem Artikel berichtet, wird die zweite internationale Männerkonferenz bereits geplant.

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Sonntag, Oktober 12, 2014

Gastbeitrag: Was ich auf der Wiener "Männerkonferenz" erlebte

MANNdat-Mitglied Mathias Frost hat an der Wiener "Männerkonferenz" teilgenommen und schildert für Genderama, was er dort am 6. Oktober erlebte:

Der Saal war recht gut gefüllt, ich schätze mal mit mindestens einem Drittel Frauen, die nach dem, was ich so auf den Namensschildern lesen konnte, zumeist von staatlichen Organisationen waren. Es gab leider auch auf Nachfrage bei den Organisatoren keine Teilnehmerliste.

Nach einer Einführung durch Herrn Flecker von der Uni Wien begann die sogenannte Podiumsdiskussion. Herr Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für Arbeit und Soziales in Österreich, musste leider weg, daher blieben noch zwei Herren übrig, die von acht Damen eingerahmt wurden. Was diese dann von sich gaben, unterschied sich nicht vom gängigen Genderdiskurs, wie er täglich auf uns einprasselt. Es gab zwei Runden: Zuerst hielt jede der Reihe nach ihren Vortrag, und nach einer kurzen Moderation gab es der Reihe nach ein Schlusswort. Ich fasse die wichtigsten Aussagen mal nach Personen zusammen.

Elke Ferner (Staatssekretärin im Frauenministerium Deutschland) beschrieb in ihrem Vortrag das Elterngeld als einen großen Fortschritt.

Lydia Mutsch (Ministerin für Chancengleichheit in Luxemburg) wollte Teilzeitarbeit nicht verherrlichen. Sie berichtete, dass in Luxemburg nach nur fünf Jahren aus dem Frauenministerium das Ministerium für Chancengleichheit wurde. Wer nach ihren ersten Worten zunächst Hoffnung fasste, wurde durch ihre Befürwortung von Frauenquoten wieder in die Realität geholt.

Sylvie Durrer (Direktorin des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann) kritisierte die unterschiedlichen Arbeitszeiten von Frauen und Männern und prangerte die Lohndiskriminierung von Frauen an.

Daniela Bankier (Leiterin des Referates Gleichstellung von Frauen und Männern in der EU) vertrat am radikalsten die feministische Linie. Ihr zufolge würden Frauen in etlichen Ländern (welche EU-Länder das sind, verriet sie nicht) noch gravierend benachteiligt. Angeblich wären Männerbenachteiligungen schon im Fokus, zuerst müssten aber die weit überwiegenden Frauenbenachteiligungen beseitigt werden. Dazu zählt ihrer Meinung nach auch, dass Frauen angeblich 26 Wochenstunden Hausarbeit leisten und Männer nur 9 Wochenstunden.

Ines Stilling (Sektionschefin im Bundesministerium für Bildung und Frauen Österreich) forderte eine bessere partnerschaftliche Teilung zwischen Frauen und Männern.

Elmar Pichl (Sektionschef im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft Österreich) berichtete, mehr Frauen in MINT Berufe bringen zu wolen. Österreich sei hier auf einem guten Weg und Vorreiter in der EU. Allerdings gebe es auch zu wenige Männer in bestimmten Bereichen, so etwa in der Veterinärmedizin.

Renate Anderl (Vizepräsidentin des Österreichischen Gewerkschaftsbundes) nannte als Problem, dass die Person in einer Partnerschaft, die mehr verdient, nicht in Elternzeit geht. Zudem würden Mädchen auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert, da sie schwanger werden können.

Alice Kundtner (Stellvertretende Direktorin der Arbeiterkammer Wien) will Väter belohnen, wenn sie mehr Elternzeit nehmen.

Anna Maria Hochhauser (Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich) erklärte, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern zu wollen. Zudem machte sie darauf aufmerksam, dass 58 Prozent der Unternehmensneugründungen in Österreich durch Frauen erfolgen. Näheres darüber (welche Formen von Unternehmen, welche Erfolge) verriet sie nicht.

Christian Friesel (Bereichsleiter Bildung und Gesellschaft der Industriellenvereinigung Österreich) fordert Ganztagsschulen und verlangt von den Männern, dass sie ihre SELBSTDISKRIMINIERUNG aufgeben, die sie durch mehr Arbeit und ein kürzeres Leben ja selber verantworten.

Nach der Kaffeepause dozierten "Fachleute" zum Thema.

Jorge Cabrita (Eurofound) warb für Genderqualität als Grundlage für ein ausgeglichenes Leben.

Marie Thérèse Lethablier (Universität Paris) strebt mehr Work-Life-Balance für den Teilzeitmann an.

Andy Keel (maenner.ch) präsentierte ebenfalls den von der EU geförderten Teilzeitmann als Ideal.

Dag Schölper (Bundesforum Männer) gab den Slogan "Männer statt Maloche" zum Besten, der für die Anwesenden allerdings zunächst übersetzt werden musste.

Hilde Stockhammer (Arbeitsmarktservice Österreich) erklärte, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer fördern zu wollen. In ihrem Verein seien 66 Prozent der Mitarbeiter Frauen.

Michael Wagner-Pinter ("Synthesis Forschung GmbH"), dessen Auftritt mich an einen Autoverkäufer erinnerte, plant, Väter in Elternkarenz zu bringen.

Allen gemein war, dass sie unzählige verschiedene Studien über die Anteile von Erwerbs- und "Care"-Arbeit von Frauen und Männer präsentiert haben, die natürlich alle das gleiche aussagten. Slowenien galt bei den meisten dieser Ideologen als das fortschrittlichste Land, weil dort die Frauen sogar geringfügig mehr arbeiten als die Männer. Wenn es die DDR noch gäbe, wäre sie wohl als das fortschrittlichste Land anerkannt worden.

Zum Abschluss gab eine "Podiumsdiskussion" allen Beteiligten Gelegenheit, sich ausreichend selbst zu beweihräuchern.

Ich hatte die Gelegenheit, ein kurzes Gespräch mit Daniela Bankier (Leiterin des Referates Gleichstellung von Frauen und Männern in der EU) zu führen, in dem ich darauf hinwies, dass zumindest im deutschsprachigen Raum mittlerweile die Männer weniger Rechte haben als die Frauen. Sie: "Nein, das ist nicht so, Frauen haben immer noch weniger Rechte." Ich: "Männer können z. B. weder Gleichstellungsbeauftragte werden noch solche wählen und die derzeit ausgesetzte Wehrpflicht gilt immer noch nur für Männer." Sie: "Es sind ja mittlerweile auch etliche Frauen beim Heer." Ich: "Die sind aber freiwillig da." Sie: "Männer haben durch die Wehrpflicht so viele Vorteile, so kommen die Jungs etwa in der Schweiz dadurch wesentlich besser an die begehrten Jobs in der Wirtschaft." Ich wollte sie daraufhin noch fragen, wieso sie sich dann nicht für eine Frauenwehrpflicht einsetzt, aber sie wirkte bereits entnervt und erklärte, ich könne gern über ihr Büro weiter mit ihr diskutieren.

Das Schlusswort hielt Lydia Mutsch auf einem kleinen Empfang. Sie bedankte sich und erklärte, sie werde sich bemühen, in zwei Jahren die dritte Männerkonferenz in Luxemburg auszurichten.


Erwartungsgemäß zeigt sich das "Bundesforum Männer" über die Konferenz be-geis-tert.

Samstag, Mai 31, 2014

Gewalt- und Morddrohungen gegen Ausrichter der internationalen Männerkonferenz

Wie die männerpolitische Website A Voice for Men berichtet, sandte das Management der Hotelkette Hilton an die Ausrichter der internationalen Männerkonferenz im Juni einen Brief, der so beginnt:

Regarding the International Conference on Men's Issues scheduled at our hotel, the DoubleTree Suites by Hilton Detroit Downtown - Fort Shelby, we have received numerous calls and threats and are concerned for the safety and well-being of our employees, our guests and your attendees. The threats have escalated to include death threats, physical violence against our staff and other guests as well as damage to the property. The callers have indicated that they will be stationed within the hotel as guests, which raises our level of concern.


Hier findet man den vollständigen Brief. Es ist das bekannte Gesicht des radkalen Feminismus, wie wir ihn beispielsweise mit den Gewaltdrohungen gegen Professor Amendt anlässlich zweier Männerkonferenzen auch hierzulande schon kennengelernt haben. Großangelegte Twitter-Kampagnen oder eine breite Berichterstattung in den Massenmedien sind als Reaktion darauf nicht zu erwarten. Wie die medialen Reaktionen aussehen würden, wenn es Morddrohungen gegen die Veranstalter einer feministischen Konferenz gäbe, brauche ich wohl kaum weiter auszuführen.

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Donnerstag, Juni 12, 2014

Internationale Männerkonferenz in Detroit wechselt Veranstaltungsort

Wie die Detroit News berichten, wird die Internationale Männerkonferenz nun doch nicht in den Räumlichkeiten der Hotelkette Hilton stattfinden, sondern stattdessen hier, einer Einrichtung für Kriegsveteranen.

Paul Elam, einer der Ausrichter der Konferenz, begründet dies mit einer aufgrund der verstärkten medialen Berichterstattung gestiegenen Nachfrage von Menschen, die bei dieser Konferenz zu Gast sein möchten. Dieser Nachfrage sowie den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen werde nur der neue Veranstaltungsort gerecht.

Das feministische Lager hingegen feiert den Wechsel des Veranstaltungsortes in einem Artikel des Socialist Worker, der zu einem Großteil aus Beschimpfungen der Männerrechtler besteht, als Triumph. Der Artikel zitiert Kelly Jackson, offenbar Anführerin der Proteste gegen die Konferenz, mit folgendem Statement:

We need to make it perfectly clear that we aren't hurting badly enough to host a hate group, but also because we need to tell the world that we won't tolerate this sort of behavior ... Detroit is already proving itself to be a city dangerous to women. The absolute last thing we need is a group coming in that is known for threatening women with rape, torture and murder, and for being rape apologists who make violent threats against courthouses and other official city buildings.


Und wenn sie mit all dem fertig sind, fressen Männerrechtler kleine Kinder.

Dass diese Fieberphantasien mit den tatsächlichen Inhalten der Konferenz überhaupt nichts zu tun haben, ist für jeden offenkundig, der sich die Mühe auch nur weniger Minuten der Recherche macht. Offenbar haben auch die USA ihre Gesterkamps und Rosenbrocks, die dafür sorgen, dass die Männerdebatte so aufgeheizt wird wie möglich.

Die besondere Ironie der Geschichte: Immer wieder, wenn Männerrechtler gegenüber Feministinnen darauf hinweisen, dass in unserer Gesellschaft zu wenig für Männer getan wird, erhalten sie zur Antwort, dann sollten sie sich eben darum kümmern, dass sich das verbessert. Sobald das aber in Angriff genommen wird, ist Feministinnen kein Horrorszenario abstrus genug, um Männerrechtler genau daran zu hindern.

Der Psychotherapeut Tom Golden vertritt eine klare Theorie, woher die feministischen Fieberphantasien stammen:

I have noticed this for years that simply mentioning men’s needs will bring on an accusation of hating women. They are very quick to point out that what is being said is misogynistic. But why would simply voicing men’s needs be misogynistic? Well, it can’t be, but what I have assumed over the years is that feminism has a very old habit of voicing the needs of women while at the same time attacking men as the problem. Could it be that they are simply expecting the same hatefulness they have practiced for years to come back at them from those who start to voice the needs of men? Seems like a possibility to me.

Dienstag, Juni 05, 2018

Berliner Männerkonferenz: "Es ist ihre Rolle im Leben, das Böse zu sein" – News vom 5. Juni 2018

1. Für "Die Welt" berichtet Kathrin Spoerr über die Männerkonferenz, die letztes Wochenende in Berlin stattfand.

Die Berliner "taz" hingegen betrachtet die Konferenz aus der feministischen Perspektive. Die schönste Passage:

Mit Spannung wird danach der letzte Referent erwartet: Seit über 40 Jahren arbeitet Walter Hollstein in der Männerforschung. Doch die wiederholten Forderungen, die Probleme von Männern stärker in den Mittelpunkt der Gesellschaft zu rücken, haben ihm den Ruf eines Maskulinisten eingebracht.


Es gibt nichts, wodurch man bei der "taz" schneller unten durch ist, als mit geschlechterpolitischen Forderungen, die sich nicht um Vorteile für Frauen drehen.

Auch der Berliner Kurier berichtete über die Konferenz; der Artikel wurde dann vom FOCUS übernommen.



2. Die SPD befindet sich im Absturz. Welche Visionen entwickelt diese Partei nun, um wieder festen Tritt zu fassen?

Sie möchte feministische Pornos fördern.



3. Im Magdeburger Landtag muss der Landesfrauenrat zu Vorwürfen der Mauschelei Stellung nehmen. Es geht um Millionenbeträge, die am Parlament vorbei geschleust worden sein sollen.



4. In den East Idaho News geht es um männliche Opfer sexueller Gewalt und wie unsere Gesellschaft sie unsichtbar macht.



5. Die Popsängerin Demi Lovato zieht einen Shitstorm auf sich, nachdem sie in einem Tweet über ihren sexuellen Übergriff auf einen männlichen Bekannten berichtet, ohne zu realisieren, dass das irgendwie problematisch sein könnte.



6. Frauen erobern Männerdomänen: Dem ersten weiblichen Sheriff Kaliforniens werfen drei Beamte sexuelle Übergriffe vor.



7. Die CBS News erinnerten an das Attentat der Feministin Valerie Solanas auf Andy Warhol vor 50 Jahren, durch das Warhol fast zu Tode gekommen war.



8. Die Post. Zu dem SPIEGEL-Artikel über die Anliegen des männlichen Geschlechts schreibt mir Matthias Enderle, Pressesprecher und Vorstandsmitglied von MANNdat, der von Jochen-Martin Gutsch ebenfalls interviewt worden war:

Wenn man zu einem Thema fast vier Stunden befragt wurde und davon nichts im Artikel erscheint, dagegen aus 20 Minuten Telefongespräch mit der Referatsleiterin 415 im BMFSFJ sehr wohl, gewinnt man den Eindruck, dass man in Männerangelegenheiten über alles reden darf, nur nicht über konkrete Forderungen an die Politik zur Abhilfe von Missständen. Das scheint ein Tabu zu sein, das unter allen Umständen unterm Radar bleiben muss.


In der Tat ist das eines der Mankos von Gutschs Artikel. Er benennt geschlechterpolitische Missstände, aber über die bereits existierenden Graswurzelgruppen der Männerbewegung wie etwa auch die "IG Jungen Männer Väter" erfährt der Leser trotz der mit deren Vertretern geführten Interviews nichts. Es gibt ausgewählte Informationen, die den SPIEGEL-Lesern vorenthalten werden. Vermutlich ist Gutsch klar, dass er sich auf vermintem Gelände befindet und deshalb nur punktuell aufklären darf. Dabei aber wird die journalistische Pflicht zur umfassenden Berichterstattung aus Gründen des politischen Opportunismus verletzt.

Von diesem beunruhigenden Punkt abgesehen finde ich den Artikel nach wie vor gelungen.

Dienstag, Oktober 23, 2012

Alice Schwarzers EMMA jubelt über Männerkonferenz

Renommierte Männerforscher mögen die einseitige Ausrichtung der heute endenden Männerkonferenz fatal finden, die Basis der betroffenen Männer meutern – eine Person juchzt sich vor Begeisterung von einem Orgasmus zum nächsten: Alice Schwarzer.

Denn Männer, die statt für ihre Rechte einzutreten das Weitertragen der feministischen Ideologie übernehmen, nachdem sich die Ideologinnen gerade selbst zerlegen – welcher feuchte Traum könnte für die EMMA-Macherin schon geiler sein? Dafür bekommt der liebe Rosowski auch bestimmt wieder ein besonders volles Näpflein hingestellt. Na so ein Braver bist du aber auch, Rosowski, so ein gaaanz Braver. Mach Männchen, Gesterkamp. Wo hat das Frauerl das Zuckerli?

Freitag, Oktober 21, 2016

Vermischtes vom 21. Oktober 2016

1. Die Interessensgemeinschaft Jungen, Männer und Väter – eine NGO, deren Gründung aufgrund der männerpolitischen Untätigkeit des staatlichen Bundesforums Männer nötig geworden war, – hat ihren Bericht von der 3. Internationalen Männerkonferenz online gestellt, die am 17. und 18. Oktober in Luxemburg stattfand. Genderama dokumentiert diesen Report von Gerd Riedmeier und Michael Baleanu im Volltext:

Gastgeberin Lydia Mutsch, Ministerin für Chancengleichheit in Luxemburg, plädierte in ihrer Eröffnungsrede für eine Öffnung der Debatte zugunsten von Jungen und Männern. Es gäbe immer noch gesellschaftliche Benachteiligungen von Mädchen und Frauen. Es sei jedoch nicht weniger wahr, dass "Männer und Jungen gleichermaßen gehört und in eine Politik inkludiert werden müssen, die sich der Chancengleichheit von Frauen und Männern verschreibt."

In diesem Zusammenhang sei es wichtig, "nicht nur die Frauen als Subjekt der Politik für Chancengleichheit zu betrachten, sondern ebenso den Fokus auf die Männer zu richten."

Sie forderte Geschlechterpolitik für Frauen und Männer. Und: "Wir müssen wegkommen von Seminaren, bei denen mit den gleichen Personen immer über die gleichen Themen gesprochen wird." Kurz: "Das Geschlossene ist zu überwinden."

Ministerin Mutschs Vision stand jedoch im Widerspruch zur praktischen Ausrichtung des Kongresses. Da sprachen dann doch vielfach "immer die gleichen Personen über immer die gleichen Themen ..."

Verantwortlich dafür zeichnete das deutsche Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das das Gros der finanziellen Ressourcen zur Organisation stellte und damit Themen und Redner (m/w) vorwiegend bestimmte.

Elke Ferner, Staatssekretärin im BMFSFJ und Vorsitzende einer deutschen Frauenorganisation, sorgte dann auch für Missstimmung. In ihrer Rede fehlte der Ansatz von Wertschätzung gegenüber Männern. Mehr noch, sie sprach in misandrischer und abschätziger Weise von "Maskulinisten", die in sozialen Medien Hassmails sendeten, Gleichstellungspolitik ablehnten, rechtspopulistisch aufgestellt seien und selbst in ihrem Frauenbild keinen Unterschied kennten im Vergleich zu Islamisten ...

An einem Gespräch mit Vertretern der Bedürfnisse von Jungen, Männern und Vätern war sie nicht interessiert.

Die meisten Redner (m/w) hielten sich an die bestehenden Vorgaben aus dem BMFSFJ und verzichteten auf das Benennen der legitimen Bedürfnisse von Jungen, Männern und Vätern.

Das Konferenzthema "Caring Masculinities" führte so zwangsläufig zur Suche nach Wegen, wie Männer sich mehr in der Care-Arbeit für Kinder, Senioren und im Haushalt einbringen könnten. Ziel sei es, damit die herrschende Strategie von "Gender Equality" für Frauen zu unterstützen.

Es gab jedoch zwei Hoffnungsträgerinnen aus Skandinavien: Solveig Horne, Ministerin für Gender Equality aus Norwegen, die in ihrer Heimat massiv für die Umsetzung des "Wechselmodells" nach Trennung und Scheidung eintritt, formulierte deutlich: "Wir müssen Jungen, Männer und Väter in den Diskurs mit einbinden."

Und Asa Regnér, Ministerin für Kinder und Gender Equality aus Schweden, bekräftigte, dass "die Politik Männer zum Gespräch einladen müsse". Sie forderte konkrete "Programme dazu, damit Männer und Väter angesprochen werden". Sie bedauerte: "Wir haben momentan Probleme, Männer und Jungen einzubringen ..."


Was vielleicht daran liegen könnte, dass Frauenpolitikerinnen wie Elke Ferner diese Männer, sobald sie sich zu Wort melden, mit Rechtspopulisten und Islamisten vergleichen. Ich denke, jeder Genderama-Leser kann sich selbst ein Urteil darüber bilden, wie "rechtspopulistisch" und "islamistisch" dieses Blog und die hier gewürdigten anderen Websites der Männerbewegung sind. Weiterer Ausführungen bedarf es hier gar nicht: Elke Ferner, offenbar in der festen Überzeugung, dass ihr Versuch, Feindbilder zu bestärken, nur in einer Filterbubble von ideologisch Gleichgesinnten wahrgenommen wird, macht sich hier nicht nur lächerlich, sondern entlarvt auch in wunderbarer Weise die Politik des Hauses Manuela Schwesig (SPD). Der Mann gilt nur dann nicht als Hassobjekt, solange er sich der herrschenden Ideologie bedingungslos unterwirft.

Aber davon abgesehen soll das Geschlossene selbstverständlich überwunden werden ...

In dem Report von Riedmeier und Baleanu heißt es weiter:

Bei vielen weiteren Rednern (m/w) beschränkte sich der Input darauf, es sei wünschenswert, wenn Väter Elternzeit nähmen, um so Mütter zu entlasten, damit sie Erwerbstätigkeit nachkommen können. Markus Theunert aus der Schweiz kritisierte, "weibliche ungerechte Fronarbeit bleibe unbezahlt" und stellte fest, Männer seien "Gefangene und Wärter" dieses Systems. Eine plausible Erklärung für die mittlerweile klar erkennbare "Wut der Männer", die zunehmend "Parteien am rechten Rand" zuliefen, hatte er nicht.


Den letzten Satz lasse ich erst einmal kurz sacken. Markus Theunert beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit Männeranliegen und hat dieser Darstellung nach keinerlei Erklärung für den inzwischen unübersehbaren Verdruss seiner Geschlechtsgenossen ...

Immerhin plädierte Theunert dafür, "auch traditionelle männliche Arbeit in das Verständnis von Sorgearbeit" zu inkludieren: "Erst dann ist der Diskurs über das Teilen von Sorgearbeit glaubwürdig." Im Unterschied zur Konferenz von Wien in 2012 gab es im Anschluss an die "Ministerrunde" die Möglichkeit, aus dem Plenum heraus Fragen an die Ministerinnen und Experten (m/w) zu richten – ein klar demokratischerer Ansatz als vor zwei Jahren. Leider gab es die Vorgabe, den anwesenden Vertretern von Forum Soziale Inklusion bzw. der IG Jungen, Männer und Väter das Saal-Mikrofon nicht auszuhändigen ...

Forum Soziale Inklusion/die IG Jungen, Männer und Väter erhielten jedoch die Genehmigung, ihren Infostand an prominenter Stelle im Foyer vor dem Grand Auditoire aufzustellen und zu besetzen. Vielen Dank dafür an die luxemburgische Administration.

Fazit: Kleine, zarte Ansätze hin zu einem ganzheitlicheren Verständnis von Geschlechterpolitik waren erkennbar, vor allem bei den Ministerinnen aus Luxemburg, Schweden und Norwegen. Nicht jedoch bei Elke Ferner, der deutschen Staatssekretärin aus dem BMFSFJ.

Aus dieser Erkenntnis heraus verteilten die beiden Vertreter von Forum Soziale Inklusion / IG Jungen Männer und Väter ca. 200 Flyer an die Teilnehmer (m/w) der Konferenz zur Aufklärung über die institutionalisierte Unterdrückung der Bedürfnisse von Jungen, Männern und Vätern im deutschen Politikbetrieb. Die Flyer waren in deutscher und englischer Sprache verfasst (siehe Anlage "Flyer"). Sie wurden gerne, mit Interesse und teilweise mit Erstaunen gelesen.


Das glaube ich gerne. Vermutlich fiel es den Leserinnen schwer, bei den ebenfalls hier verlinkten Flyern irgendwelche Parallelen zu "Islamisten" zu erkennen ...

Der persönliche Austausch mit den Ministerinnen Lydia Mutsch (Luxemburg) und Asa Regnér (Schweden) während der Veranstaltung und am Abendempfang war durchwegs charmant, angenehm und von gegenseitiger Wertschätzung geprägt. Die nächste "Männerkonferenz" wird 2018 in Stockholm (Schweden) stattfinden. Wer möchte teilnehmen?


Man darf gespannt sein, wie lange es den alten Bonzen (m/w) der Geschlechterdebatte noch gelingen wird, zwar Lippenbekenntnisse in Sachen neuer Offenheit abzulegen und zu heucheln, dass man die Männer ja so gerne erreichen möchte, nur um ihnen dann das Mikrofon zu verweigern, sobald sie sich tatsächlich zu Wort melden möchten.



Weitere internationale News:



2. In Spanien wurde etwas mehr Gleichberechtigung für Väter durchgesetzt.



3. In Italien wird es jetzt hart bestraft, wenn man seine Kinder gegen seinen Ex-Partner aufhetzt. Marlene Halser berichtet und kommentiert in der taz:

Dreißigtausend Euro. So viel soll eine italienische Mutter zahlen, weil sie ihren Ex-Mann in Anwesenheit des gemeinsamen Sohnes "diskreditiert hat". (...) Mehr noch: Das Gericht behalte sich vor, in Zukunft in ähnlich gelagerten Fällen noch höhere Strafen auszusprechen und möglicherweise auch eine Neubewertung des Sorgerechts in Betracht zu ziehen. (...) Italienische Experten sprechen bereits von einem "historischen Urteil". Und das ist es in der Tat. Aber nicht (nur) wegen der hohen Strafe, die das Gericht gegen die Mutter verhängte. Sondern vor allem deshalb, weil hier (endlich) etwas bestraft wird, was in den allermeisten Scheidungsfamilien gang und gäbe ist – und deshalb bislang kaum jemanden in letzter Konsequenz interessierte. (...) Ideal wäre, wenn künftig auch deutsche RichterInnen nach diesen Kriterien urteilen würden. Von mir aus könnte die verhängte Strafe zur Abschreckung noch sehr viel höher sein.


Meistens sind Väter die Betroffenen des so entstandenen Parental-Alienation-Syndrome (elterlichen Entfremdungssyndroms, siehe auch hier). Insofern liegt die "taz", auch und gerade weil sie für beide Geschlechter spricht, hier einmal auf der Linie der Männerbewegung. Insbesondere wenn man bedenkt, dass sich Marlene Halser selbst als Feministin verortet, ist das bemerkenswert. Klar, dass einzelne Leser in der Kommentarspalte des Beitrags mit der aus bestimmten Kreisen gewohnten Sachlichkeit reagieren:

In dieser total undifferenzierten Betrachtung und Bewertung wirken Sie frauenfeindlich und öffnen den sog. Männerrechtlern Tüt und Tor. Wussten Sie, dass alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern das größte Armutsrisiko haben? Da wirkt Ihre Abschreckung dann höchstens als katholische Eherettung. Sie scheinen ein Problem zu haben. Das tut mir leid. Gehen Sie doch ´mal zum Psychotherpeuten.




4. Wie Österreichs Kurier berichtet, habe sich Donald Trump endgültig als Sexist entlarvt, weil er Clinton in der Debatte gestern als "nasty woman" bezeichnete. Genau deshalb brauchen wir Gender-Studien! befindet eine engagierte junge Dame auf Twitter und liefert damit endlich eine nachvollziehbare Begründung für die Existenz dieses Fachs. Auch zahlreiche englischsprachige Medien wie etwa die Huffington Post berichten über den Solidaritätsmarsch etlicher Frauen auf Twitter.



5. Heather Wilhelm beleuchtet, wie Trumps Präsidentschaftskandidatur das gigantischste Geschenk war, das Feministinnen in den letzten Jahren erhalten haben:

Say what you will about Donald Trump’s presidential campaign, but it’s done a heck of a job of feeding various ideological hobgoblins across the United States. Some will fade away after November 8; others, alas, will quickly shoot up some proverbial post-election steroids and haunt us with madcap vigor for years to come. When it comes to pure staying power, however, I’d cast my chips on one hobgoblin in particular, no matter who wins the election. That would be the "sexism is everywhere" trope, long beloved by the Left.

Let’s not kid ourselves: Any of this year’s GOP hopefuls would have faced a barrage of accusations of sexism, misogyny, and general monstrous behavior when running against Hillary Clinton. Even if Donald Trump had not decided to take the GOP on his own tawdry, NC-17 version of Mr. Toad’s Wild Ride — numerous women have lined up to accuse him of sexual assault, and his Access Hollywood comments bragging about doing just that still light up the press — there would still have been talk of "the sexism inherent in all that interrupting" (that’s from the Washington Post) and the woes of "debating while female" (that’s NPR). The only Republican presidential hopeful who might have dodged this, in fact, was Carly Fiorina, since she is, after all, a woman — but even then, I’m not so sure.

(...) The GOP nominated Donald Trump, he of "grab them by the you-know-what" infamy, and here we are, and it’s almost over except for the crying — and, of course, the rise of a new, improved, never-say-die "sexism is everywhere" narrative. Here’s Erin Gloria Ryan, writing in the Daily Beast: "Trump is a veritable buffet of sexism. A sexist supervillain. ... He’s a one-stop shop for proof that a host of feminist issues are not made up complaints. ... For women who have faced sexism for their entire lives, seeing it in a national figure with a devoted following of millions is dreadful. But at least now when men want to know what sexism looks like, women have a larger-than-life example at the ready."

Here’s the thing: I haven’t faced sexism "for my entire life." I’ve rarely faced sexism at all, and I don’t think I’m alone. I also happen to think that the "sexism is everywhere" narrative is silly, ridiculous, overstated, and the opposite of empowering. But alas, when it comes to Trump, Ryan is right. (...) We should expect Hillary Clinton and the feminist movement to milk this for all it’s worth.

(...) Trump’s various "sexist" comments, wrote Ruth Marcus on September 8 in the Washington Post — a full month before the real doozies surfaced — illustrate "some of the gender-based challenges that Hillary Clinton confronts as she seeks to become the nation’s first female president, and that she would continue to face in office." Translation: Even if Clinton wins the most powerful office in the world, America’s cloud of sexist oppression will always haunt her. She will forever suffer, even with butlers on speed dial and her fingers on the nuclear codes. The feminist victim narrative, you see, can never die. Alas, thanks to the GOP’s Trumpian adventure, it just got a major boost.




6. Eine australische Stadt hat sich zur "pornofreien Stadt" erklärt, um "Gewalt gegen Frauen" zu bekämpfen.

So weht der neue Zeitgeist: Homosexuelle? Wir fordern Toleranz! Transsexuelle? Wir fordern Toleranz! Leute, die gerne Pornos gucken? Eine Gefahr für unsere Gesellschaft!



7.
A former substitute teacher in the US who has turned to stripping to support herself after an affair with a student claims she is the real victim.

Former Iowa teacher Mary Beth Hagling, 24, revealed to Dr Phil on Monday that times have gotten so tough for her since the charges were laid that she has now been forced to turn to stripping under the stage name Bambi to make ends meet.


Hier geht es weiter. Normalerweise veröffentlicht Genderama keine Nachrichten über einzelne Missbrauchstäterinnen (sonst wäre dieses Blog voll davon), aber manche Fälle sind so bizarr, dass ich mich nicht mehr zurückhalten kann.



8. Ist das hier der feministische Tweet des Monats?



9. Wir kommen zur Ratgeber-Ecke: So erstellen Sie eine feministische Bibliothek für Ihr Baby.



10. Die liberale Feministin Cathy Young hat die Männerrechtsbewegungs-Doku "The Red Pill" gesehen und besprochen. Diese Kritik verdient ein ausführlicheres Zitat, weil Young konkret auf Passagen des Films eingeht und ihn auf eine Weise kritisiert, die über das bisher dazu erschienene trotzige Aufstampfen hinausgeht:

Now that The Red Pill is out in limited release, the reactions have been predictable. It has been panned by the Los Angeles Times, whose reviewer chided Jaye for failing to understand "patriarchal systems," and by the left-wing Village Voice, which called her an MRA-bankrolled "propagandist." Meanwhile, men’s movement supporters who attended the film’s New York premiere earlier this month, including many women, warmly thanked Jaye for giving them a voice and a hearing.

So, is The Red Pill a fair and balanced look at a rarely acknowledged side of gender issues, or a paid infomercial for misogynists?

When I spoke to Jaye shortly after the film’s New York opening, she dismissed the idea that the MRAs had bought her with the fundraiser, which had no strings attached. "It is hilarious to me," Jaye said, "because the three people who funded this film the most — myself, my mom, and my boyfriend — were all calling ourselves feminists." Eventually, Jaye stopped identifying as a feminist, as she discloses at the end of the film; she says her mother later made the same decision, though she’s not sure about her boyfriend. (For what it’s worth, she does not consider herself a men’s rights activist, either.)

(...) If nothing else, The Red Pill is a thought-provoking examination of issues that rarely get an airing, from male victims of domestic violence to male reproductive and parental issues to the not-so-privileged side of traditional manhood, such as war deaths and dangerous jobs (over 90 percent of workplace fatalities are men). The personal stories of men who appear on camera are backed by solid statistics and studies. And Jaye has an eye for the provocative tidbit that can illuminate her subject in an unexpected way. Thus, comments from MRAs about men’s limited reproductive options are followed by a clip from The Wendy Williams Show, an Emmy-nominated syndicated talk show: a guest whose husband balks at having a second child says she’s considering going off birth control to trick him, and most of the audience cheers.

(...) One of The Red Pill’s most revealing moments is an interview with "Big Red" (Chanty Binx), the Toronto feminist who led one of the anti-MRA protests and became an unwilling viral celebrity. Binx was captured on video loudly femsplaining that men’s problems are caused by patriarchy and that feminism is working to address them, and yelling "Shut the fuck up" at anyone who attempted to respond.

That was then. Now, told that many MRAs feel "feminism doesn’t fight for the rights of men," Binx scoffs, "Cry me a river. Feminism is a movement about the discrepancies when it comes to women’s equality, because we’re still not there yet (sic). So don’t even start with that whole ‘Oh, but you don’t think about the men’s issues’… Start your own goddamn movement. Which they have, Big Red quickly concedes — only to dismiss that movement as ideologically incorrect.

MRA critiques of such feminist blinders and hypocrisies are well-deserved: With few exceptions, feminism has not only ignored male disadvantages but openly opposed attempts to rectify biases in such areas as child custody and domestic violence. The men’s movement makes a strong case that in America and other Western societies today, talk of "patriarchy" and men oppressing women is counterproductive for the mutual conversation needed to help everyone.

However, MRAs are on far shakier ground when they apply this reasoning to the whole world and all of human history. Some of Jaye’s interviewees claim that women have always been the privileged sex, or that women have always had power in the sphere of reproduction (presumably even when children were legally the father’s property) and family (presumably even in societies that sanction wife-beating). Jaye told me this is one area where she still finds MRA arguments unpersuasive. But the film would have benefited from some onscreen discussion on the subject.

(...) "Following the men’s rights movement made me put a magnifying glass on the dark side of feminism," Jaye told me. "That’s ultimately why I dropped the label." Fair enough; but The Red Pill would have been stronger if it acknowledged the dark side of the men’s movement, which often promotes the same victimhood mentality and gender polarization.

Still, The Red Pill is worth seeing, whether at a theater (...) or eventually on DVD and online. It is certainly not the last word in the gender conversation we should be having, but it is one that deserves to be heard and considered.

Sonntag, Juni 29, 2014

MSNBC stört sich an Feminismuskritik auf Männerkonferenz

Der erste Beitrag eines amerikanischen Leitmediums zur ersten internationalen Konferenz der Männerbewegung ist erschienen; er stammt von dem sich als linksliberal verstehenden sender MSNBC. Erwartungsgemäß stört sich der Verfasser des Beitrags vor allem an der auf der Konferenz geäußerten Kritik an der feministischen Ideologie und versucht, die Männerrechtler und Männerrechtlerinnen als Spinner darzustellen. Eine abwertende Rhetorik findet man allerdings bei der ersten massenmedialen Berichterstattung über viele soziale Bewegungen. Viele Leser und Zuhörer wissen inzwischen, was sie davon zu halten haben.

Freitag, Juni 24, 2016

Manuela Schwesigs Blockflöten: Männerpolitik, nein danke!

Vernachlässigt Familienministerin Manuela Schwesig bei ihrer Politik die Männer? Diese Vorwürfe wurden in den letzten Jahren lauter. Zwar ist der Ministerin auch ein Bundesforum Männer unterstellt, aber dieses, urteilen Kritiker, ist männerpolitisch nahezu untätig.

Wie Medien von der Frankfurter Allgemeinen bis zur Berliner "taz" berichteten, haben mehrere geschlechterpolitische Initiativen gegen den Vorsitzenden dieses Bundesforums Strafanzeige gestellt. Ich habe dazu Gerd Riedmeier, den Vorsitzenden eines dieser Verbände, interviewt.

Arne Hoffmann: Herr Riedmeier, hat Manuela Schwesig, die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, ein Problem mit Männern?

Gerd Riedmeier: Ob Bundesministerin Manuela Schwesig ein Problem mit Männern hat, ist mir nicht bekannt. Offensichtlich hat sie jedenfalls Probleme mit Verbänden, die sich für Männer- und Väterinteressen einsetzen.

Arne Hoffmann: Wie zeigt sich das?

Gerd Riedmeier: Ministerin Schwesig lädt im Wochen-Rhythmus Frauenverbände ein oder besucht deren Veranstaltungen. Wenn es um Anhörungen zu aktuellen geschlechter- und familienpolitischen Themen geht, werden von ihr ausschließlich Frauenverbände geladen. Sie ignoriert Verbände, die sich für die Bedürfnisse von Jungen, Männern und Vätern einsetzen.

Arne Hoffmann: Eine hochkontroverse Debatte hierüber entstand nach dem Kongress "Gender Reloaded", der im November 2015 in Nürnberg unter anderem von Ihnen ausgerichtet wurde. Was hat sich hier abgespielt?

Gerd Riedmeier: Bei diesem Kongress standen zum ersten Mal die Bedürfnisse von Jungen, Männern und Vätern im Mittelpunkt. Das Bundesfamilienministerium war eingeladen, eine Keynote-Speech zu halten oder ein Grußwort zu sprechen. Weder Frau Ministerin noch eine Staatssekretärin noch eine andere Vertreterin des Ministeriums wollte kommen. Bei Veranstaltungen, bei denen Männer als Defizitwesen dargestellt werden, positioniert sich hingegen Frau Schwesigs Staatssekretärin Elke Ferner in der ersten Reihe, so etwa bei der Männerkonferenz in Wien 2014 oder bei der kommenden Veranstaltung in Luxemburg.

Arne Hoffmann: Steht diese Eingleisigkeit nicht im Widerspruch zu Frau Schwesigs besonderer Verantwortung als Ministerin?

Gerd Riedmeier: Durch ihren Amtseid verpflichtete sich Frau Schwesig "dem Wohle des deutschen Volkes". Die Bevölkerung Deutschlands besteht jedoch aus Frauen und Männern. Mit dem Eid zum Amtsantritt versprach die Ministerin, "das Grundgesetz zu wahren" und "Gerechtigkeit gegen jedermann" zu üben. In ihrem politischen Alltag bezeichnet sie sich jedoch regelmäßig als "Bundesfrauenministerin". Man stelle sich vor, ein Mann würde sich als Bundesmännerminister bezeichnen! Er würde medial gesteinigt.

Arne Hoffmann: Welche Asymmetrien im Politikbetrieb sehen Sie hier?

Gerd Riedmeier: An der Spitze des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend installierte Ministerin Schwesig drei Frauen: die Ministerin und ihre beiden parlamentarischen Staatssekretärinnen. Das entspricht einer Frauenquote von 100 Prozent. Und das, obwohl das Bundesgleichstellungsgesetz, von Frau Schwesig 2015 novelliert, die paritätische Geschlechterverteilung in den Führungsebenen für alle Bundesbehörden zwingend vorschreibt. Alle drei Frauen sind Mitglied einer einseitig ausgerichteten Organisation: der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF).

Arne Hoffmann: Sie sprechen davon, dass die Bedürfnisse von Jungen, Männern und Vätern dabei unsichtbar gemacht werden.

Gerd Riedmeier: Ein Beispiel: Das Bundesfamilienministerium verweigert seit Jahren die Erstellung eines wissenschaftlichen Berichts zur Dokumentation der Lebenswirklichkeiten von getrennt lebenden Vätern. Wie geht es ihnen physisch, psychisch, finanziell, steuerlich, im Umgang mit Kontaktabbrüchen zum Kind? Über getrennt lebende Mütter existieren Dutzende von Berichten. Wie anders kann ein derartiges Verhalten bezeichnet werden als Unsichtbarmachen?

Arne Hoffmann: Es gibt einen Ministerin Schwesig unterstellten und von ihr finanzierten Verband, der sich als Interessenvertretung von Jungen, Männern und Vätern bezeichnet: das Bundesforum Männer. Wie stehen Sie zu ihm?

Gerd Riedmeier: Sehr kritisch. Es existieren auf Bundesebene zwei Verbände, die von sich selbst sagen, sich für ihr jeweiliges Geschlecht und deren Bedürfnisse einzusetzen: Der Deutsche Frauenrat besteht seit Jahrzehnten, leistet professionelle Lobbyarbeit und bringt regelmäßig konkrete Forderungen in die Politik ein. Anders das Bundesforum Männer: Es wurde 2010 unter Geburtshilfe durch das Bundesfamilienministerium ins Leben gerufen. Es publiziert jedoch nahezu ausschließlich Regierungspositionen und multipliziert unkritisch Forderungen von Frauenverbänden. Eigene Forderungen: Fehlanzeige. In der Bevölkerung ist es nahezu unbekannt.

Arne Hoffmann: Welche Themen vermissen Sie?

Gerd Riedmeier: 2015 verabschiedete der Europarat einstimmig - mit den Stimmen Deutschlands - eine Resolution zur gemeinsamen Betreuung der Kinder nach Auflösung der Ehe: "shared parenting". Darin werden die Mitgliedsländer aufgefordert, die gemeinsame Betreuung der Kinder in ihren Ländern als Standard einzuführen. Das steht ganz konkret für eine Aufwertung getrennt lebender Väter. Beim Bundesforum Männer lesen wir nichts dazu.

Die Politik tabuisiert die Bildungsmisere bei Jungen. Die Befürchtungen von Männern, durch Quotenregelungen in Beruf, Karriere und Wissenschaft möglicherweise benachteiligt zu werden? Männergesundheit, geringere Lebenserwartung der Männer? Für das Bundesforum Männer und Schwesigs Ministerium kein Thema. Das sind nur einige Beispiele.

Arne Hoffmann: Sie bezeichnen das Bundesforum Männer als "Potemkinsches Dorf", als Fassade. Ist diese Kritik nicht allzu hart?

Gerd Riedmeier: Das Bundesforum Männer wurde 2010 mit wenigen Verbänden gegründet, darunter einige Gewerkschaften und kirchliche Verbände. Diese sind, was Geschlechterfragen betrifft, eher unpolitisch aufgestellt. Sie werden jedoch nominell mit ihrer hohen Mitgliederzahl als scheinbare demokratische Mehrheitsmasse in der Außendarstellung des Bundesforums Männer zitiert. Unabhängige Verbände werden vom Bundesforum nicht aufgenommen. Das kann wie eine Fassade wirken. Die Frankfurter Allgemeine spricht hier von einem "cleveren Schachzug des Bundesfamilienministeriums": Durch ein vermeintlich starkes Bundesforum Männer können die Forderungen anderer Interessengruppen abgeblockt werden, weil Männer schon ausreichend repräsentiert seien.

Arne Hoffmann: Nahm denn das Bundesforum Männer an dem erwähnten männerpolitischen Kongress teil?

Gerd Riedmeier: Das Bundesforum Männer und seine Mitgliedsverbände waren zur Teilnahme eingeladen. Der Vorsitzende Martin Rosowski lehnte dies ab. Mehr noch: Er traf Maßnahmen, um die Durchführung dieses Kongresses aktiv zu behindern. Er diffamierte Veranstalter, Referenten und Teilnehmer im nicht-öffentlichen Mailwechsel als frauenfeindlich und konstruierte eine Nähe zu rechtsextremen Gruppierungen. Er versuchte, Politiker und möglicherweise auch Referenten von der Teilnahme abzuhalten. Die Veranstalter sahen ihren Ruf beschädigt und sich gezwungen, Strafanträge gegen den Vorsitzenden des Bundesforums zu stellen.

Arne Hoffmann: Politiker welcher Couleur sprachen denn auf dem Kongress und welche Themen wurden behandelt?

Gerd Riedmeier: Auf dem Kongress sprachen Politiker aus der bürgerlichen Mitte, also von CSU, SPD und FDP, sowie ein Vertreter von Die Linke. Ein Vortrag wurde vom Internationalen Institut für das Kindeswohl aus Belgien über "shared parenting" gehalten, der gleichberechtigten Betreuung von Kindern nach Auflösung einer Ehe. Ein Vertreter des Statistischen Bundesamts referierte über den Gender Pay Gap, die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern. Daneben gab es Workshops zu vielen Themen, die Jungen, Männer und Väter betreffen.

Arne Hoffmann: Nahmen Frauen an dem Kongress teil?

Gerd Riedmeier: Von ca. 200 Teilnehmern waren etwa 40 weiblich. Der Frauenanteil unter den Referenten war sehr hoch; eine Keynote-Speech hielt die Vertreterin eines prominenten Mütterverbandes. Die klassischen Frauenverbände und Gleichstellungsbeauftragten verweigerten jedoch ihre Teilnahme. Eine prominente Gleichstellungsbeauftragte kündigte an: "Wir werden alles tun, damit niemand kommt."

Arne Hoffmann: Wie bewerten Sie diese Entwicklung?

Gerd Riedmeier: Diese Diskursverweigerung bereitet mir Sorge. Es darf offensichtlich in Deutschland über bestimmte Themen nicht diskutiert werden. Womit wir wieder beim Unsichtbarmachen der Bedürfnisse von Männern und Vätern sind. Diese Ansätze erkennen wir in der bundesdeutschen Presselandschaft, deutlicher noch im zuständigen Bundesministerium.

Arne Hoffmann: Der Kongress erfuhr weitere Behinderungen. Welche?

Gerd Riedmeier: Zeitgleich zu den Verweigerungen aus dem Ministerium und den Gleichstellungsverbänden kündigten autonome Aktivistinnen an, die Veranstaltung verhindern zu wollen. Es kam zu Cybermobbing, in dem ähnliche Formulierungen gebraucht wurden wie das Bundesforum Männer verwendete. Ein Veranstaltungsraum stand plötzlich nicht mehr zur Verfügung. Am Veranstaltungstag erschienen zehn sehr junge Frauen, fast alle erkennbar unter 20 Jahre alt, und wunderten sich, dass die Teilnehmer des Kongresses aus der Mitte der Bevölkerung kamen und ein Vertreter von Die Linke ein Grußwort sprach. Aus ihrer Hilflosigkeit heraus verwüsteten die jungen Frauen das Foyer.

Arne Hoffmann: Wie reagiert die Politik auf das Bekanntwerden der Sabotierungsversuche durch das Bundesforum Männer?

Gerd Riedmeier: Die vom Vorsitzenden des Bundesforum Männer attackierten Verbände informierten in einem Offenen Brief das geldgebende Bundesfamilienministerium und fordern die Einstellung der Geldleistungen sowie den Rücktritt des Vorsitzenden. Bis jetzt steht eine Antwort seitens des Bundesministeriums aus. Der Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages befasst sich mit dem Vorgang.

Arne Hoffmann: Sie ziehen Vergleiche zwischen dem Bundesforum Männer und den sogenannten "Blockflöten"-Parteien der ehemaligen DDR. Wie kommen Sie darauf?

Gerd Riedmeier: Mit "Blockflöten" wurden in der DDR umgangssprachlich Parteien bezeichnet, die scheinbar alternative Positionen zur herrschenden Einheitspartei vertraten. Ein demokratischer Pluralismus wurde dabei nur vorgetäuscht, blieb jedoch Fassade.

Hier drängt sich der Vergleich zum Bundesforum Männer auf, das mit 500.000 Euro Jahresbudget von Frau Schwesigs Ministerium alimentiert wird. Dabei erscheinen die Assoziationen mit Blockflöten noch als zu kurz gegriffen. Der Vorsitzende des Bundesforums Männer war nicht untätig, sondern er zeigte sich höchst aktiv, um einen Kongress zu verhindern, für dessen Ziele sein Verband vorgibt zu stehen.

Arne Hoffmann: Sie sorgen sich um die demokratische Kultur in Deutschland?

Gerd Riedmeier: Sorge bereitet mir die aktuelle Entwicklung im gesamten deutschsprachigen Raum. Dezember 2015 zog das österreichische Sozialministerium nach: Es gründete einen Verein analog zum bundesdeutschen Bundesforum Männer. Das Land Nordrhein-Westfalen plant derartiges auf Landesebene. Ich befürchte, auf diesem Weg wird eine Ausgewogenheit im Diskurs zwischen Frauen und Männern nicht möglich sein.

Arne Hoffmann: Wie könnten Lösungen aussehen? Was fordern Sie?

Gerd Riedmeier: Verschiedene familien- und geschlechterpolitische Initiativen haben sich zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen und fordern als ersten Schritt die Einberufung eines Runden Tisches auf Bundesebene. Viele Themen können dann zum ersten Male offen angesprochen werden. Es ist an der Zeit, die herrschende Politik des Unsichtbarmachens zu beenden und Geschlechter- und Familienpolitik endlich ganzheitlich verstehen zu lernen. Es liegt an Frau Ministerin Schwesig, diese überfällige Einladung auszusprechen.

Gerd Riedmeier ist Vorsitzender von Forum Soziale Inklusion e.V. und Betreiber von www.geschlechterpolitik-2020.de.


Eine Veröffentlichung dieses Interviews findet sich auch auf Cuncti und beim Freitag.

Sonntag, Juni 01, 2014

Männerrechtler antworten auf feministische Morddrohungen

Auf die Morddrohungen kurz vor der internationalen Männerkonferenz in Detroit antwortet Jonathan Taylor von der männerpolitischen Website A Voice for Male Students mit einem Offenen Brief an Emma Howland-Bolton, eine Anführerin des Protestes gegen die Konferenz. Ein Auszug:

I am writing to call upon you to take an opportunity to enhance the credibility of your protest. In summary, you have been heavily invested in organizing a protest that has included threats of violence and death against organizers, attendees and hosts of the upcoming conference at the Double Tree hotel in Detroit. Indeed, these threats of violence and death have become so pervasive and severe that the hotel is now requiring an entire squadron of police to station themselves at the premises for 24 hour-a-day security for three days straight so that people cannot be killed for simply listening to academics and advocates speak at a conference.

(...) I am calling on you to immediately remove from the Facebook group of which you are the administrator the posts and users which advocate violence and other forms of criminal conduct (examples here and here). In addition, I am calling on you to make an immediate public announcement on that Facebook group and any other social media channels you use to organize your event in which you denounce all exercise and suggestion of criminal conduct for both the current and all future protests. I am calling on you to do all of these things – not pick and choose those you prefer.

As you well know, the upcoming First International Conference on Men’s Issues unites academics and advocates from diverse backgrounds and across the political spectrum. The roster of speakers includes Dr. Warren Farrell (three-time board member of the National Organization for Women-New York), Senator Anne Cools (the first black female senator to be elected to Canada’s upper house), Erin Pizzey (the founder of the first battered women’s shelter), Dr. Paul Nathanson (a gay academic who has written numerous books on gender issues), and many more.

While your protest is ostensibly predicated (as you erroneously claim) on the notion that this group of academics and advocates are responsible for violence against women (including the likes of Elliot Rodger, who – it would be apropos to note – murdered twice as many men as women), you have provided no evidence of a direct link to support these accusations. Furthermore, no one has ever been able to directly link Rodger to any Men’s Human Rights website, social media channel, or organization. My own website – the leading Men’s Human Rights website for men and boys in education – published an article sternly criticizing his actions.

Simultaneously, as an event organizer and facilitator you have failed to exercise discretion in taking any stance whatsoever against protesters who make threats and suggestions of violence and other forms of criminality among your own rank and file as today, 5-31-14 at 12:51 PM. These threats and suggestions of violence and criminality have remained on your group for at least three solid days while countless posts by men’s advocates asking for nothing more than a calm, civil discussion were deleted left and right.

(...) Last year those protesting men’s advocates who were sponsored by the Canadian Association for Equality (CAFE) to speak at the University of Toronto called for violence if their demand that the university close down the event were not met. In pursuit of a sexual misconduct policy which defined rape so broadly beyond its legal definition that it essentially eviscerated due process, the Feminist group "Radical Womyn of Antioch" threatened Antioch College with violence if they failed to adopt their policy (...).

Given that there is historical continuity and precedent among those who oppose the human rights of men and boys with threats of violence, it is imperative that we challenge it.

(...) Leading men’s advocates have had no problem denouncing violence in the past. In a "heads up" for an academic speaking event last year at the University of Toronto the staff at A Voice for Men – in strong and clear language – threatened to automatically sever ties with any men’s advocate who engages in violence (attacking or defending) and hand them over to the police. Indeed, they have told men’s advocates to not even defend themselves if under attack, but rather to either retreat or – if they cannot – to curl up on the ground in a fetal position while others filmed and contacted police.

A Voice for Men and their affiliates have also partnered with men’s advocates at the Canadian Association for Equality (CAFE), offering a reward of $4,000 for a Feminist student who was allegedly (but not confirmed to have been) assaulted. When they encouraged Feminists to match it they were met with silence.

And Voice for Male Students has always maintained a policy of nonviolence. Indeed, it is one of its nine founding values.

In an ideal world there would be no need to explain to you why a policy of nonviolence is essential to any human rights endeavor. I belabor this because it is unfortunately not so apparent to our opponents. Violence can be compared to George Washington’s characterization of government: a "dangerous servant and a fearful master." Violence does not breed peace, but only more violence, and it inevitably harms those who initiate it.

(...) It doesn’t take a lot to openly denounce violence. A Voice for Men has done it. A Voice for Male Students has done it. We can do it easily. We’re still waiting on you to do it.

I look forward to your substantial and more evenhanded public reaffirmation to nonviolence by the end of tomorrow, 6-1-14.


Hier findet man den vollständigen Offenen Brief.

Einen weiteren Offenen Brief hat Paul Elam auf der männerpolitischen Website A Voice for Men online gestellt: To All the Feminists Who Aren't Like That.

Mittwoch, Juli 25, 2018

Özil: "taz" gibt Maskulinismus die Schuld – News vom 25. Juli 2018

1. In der "tageszeitung" argumentiert Klaus Walter, dass Mesut Özils Rücktritt als Nationalspieler nicht nur einen Triumph des Rassismus darstelle, sondern auch einen Triumph "des maskulinistischen Rollbacks von rechts, in dem kernige weiße Heteromänner ihre Machtpositionen gegen Genderwahn und Diversity vorwärtsverteidigen."



2. Das feministische Magazin "Vice" berichtet sowohl im englischen Original als auch in einer zügig erstellten deutschen Übersetzung von der diesjährigen Konferenz der internationalen Männerbewegung in London. Wer "Vice" kennt, wird sich nicht wundern, dass man dort vor allem ganz schlimme Frauenhasser auf der Konferenz versammelt sieht. Dabei enthält der "Vice"-Artikel unfreiwillig komische Momente, wenn etwa der Autor befindet, das größte Problem der Männerrechtler sei, dass sie Feministinnen vollkommen grundlos Männerhass unterstellten – er also eben jene Rhetorik kritisert, die er spiegelbildlich selbst an den Tag legt.

Ähnlich gelungen ist diese Passage:

Männerrechtsaktivisten stellen sich meist als Opfer dar – sie selbst würden systematisch verfolgt werden, während Frauen es leichter hätten – und viele von ihnen sind offen anti-feministisch.


Auch hier liegt auf der Hand, wie leicht sie sich spiegeln lässt:

Feministinnen stellen sich meist als Opfer dar – sie selbst würden systematisch verfolgt werden, während Männer es leichter hätten – und viele von ihnen sind offen anti-maskulistisch.


Dem unbenommen sind selbst die in diesem Artikel genannten Kritikpunkte an der Männerkonferenz interessant. Beispielsweise scheint dort tatsächlich der Feminismus als Hauptfeind ausgemacht worden zu sein, wenn ich nach der Nicht-feministischen Deklaration gehe, die Mike Buchanan zufolge auf der Konferenz vorgelegt wurde. Hier scheint die frontale Konfrontation also durchaus geplant zu sein.



3. Ähnlich alarmiert wie "Vice" ist die Washington Post über das Erstarken der Männerrechtsbewegung. In dem Artikel heißt es:

Es ist Zeit, das Patriarchat zurückzubringen. Das ist jedenfalls das Argument einer neuen Generation von Männerrechtsaktivisten, die das Hauptproblem unserer Zeit als Unterdrückung der Männer diagnostiziert haben: eine Unterdrückung, argumentieren sie, die tödliche Folgen hat.


Nach einem längeren Exkurs über Professor Jordan Peterson und das Scheitern der ersten Welle der Männerrechtsbewegung heißt es in dem Artikel:

Wird das Gleiche mit diesen Männerrechtlern der zweiten Welle passieren? Schwer zu sagen. Einerseits hat das Internetzeitalter dazu beigetragen, die Prinzipien der Männerrechtsaktivisten zu radikalisieren. Die Männerrechtler in den 70er Jahren haben zwar mit häuslicher Gewalt geflirtet, sich aber nicht explizit für Massengewalt gegen Frauen ausgesprochen. Das Internet hat es auch für Männerrechtsgruppen wesentlich einfacher gemacht, sich selbst zu erhalten. Internetforen benötigen weniger Ressourcen als persönliche Treffen, und ihre Wirkung ist viel größer. (...) Andererseits können wir nicht davon ausgehen, dass das Internet alle Organisationsprobleme von Männerrechtlern löst. Weil Sympathie mit Menschen ohne sexuelle und Partnerschaftserfahrung ("Incels") kaum Anklang beim Mainstream finden dürfte, ist es möglich, dass diese Ideen Teil des politischen Randes bleiben werden.

Aber das heißt nicht, dass wir uns ausruhen können. Wie in den 1960er und 1970er Jahren hat das Patriarchat mächtige Verteidiger, auch unter denen, die sich nicht als Männerrechtler identifizieren. Gewalttätige Frauenfeindlichkeit ist alltäglich, auch unter denen, die sich nicht als Incels identifizieren.

Deshalb müssen sich die Befürworter der Gleichstellung der Geschlechter dafür einsetzen, dass unsere Seite einen gut organisierten und mächtigen Gegner nicht nur der neuesten Männerrechtsgruppen, sondern auch der hartnäckigen patriarchalischen Kräfte in unserer Gesellschaft darstellt. Nur dann können wir sicherstellen, dass sich die Schwierigkeit der Organisation auch auf diese Generation von gewalttätigen Ehemännern, Incels und anderen Männerrechtsaktivisten erstreckt.


Die Kommentare unter dem Artikel sind vernichtend und enthalten Hinweise auf Cassie Jayes Dokumentation "The Red Pill", die die Männerbewegung frei von solchen Dämonisierungen darstellt, sowie auf die Originaltexte von Professor Jordan Peterson.

Gandhi sagte ja einmal: "Erst ignorieren sie dich. Dann lachen sie über dich. Dann bekämpfen sie dich. Dann gewinst du." Die aktuellen Artikel lassen wenig Zweifel daran, in welcher Phase dieser Abfolge wir uns gerade befinden. Als ich begonnen habe, mich Männeranliegen zu widmen, waren wir noch in Phase eins.



Zuletzt noch zwei andere Themen:



4. Wir wissen seit mehr als zwanzig Jahren, dass Jungen in bestimmten Schulfächern für die gleiche Leistung schlechtere Noten erhalten als Mädchen. Seit acht Jahren wissen wir, dass auch innerhalb der Gruppe "Jungen" diskriminiert wird, also etwa "Kevins" bei gleicher Leistung schlechtere Noten erhalten als Jungen mit bürgerlicheren Vornamen. Seit neuestem liegt jetzt eine Untersuchung vor, der zufolge auch die "Murats" bei der Notenvergabe benachteiligt werden. In Schulen erfolgt danach mindestens auf drei Ebenen Diskriminierung: nach der ethnischen Zugehörigkeit (türkisch), der vermuteten sozialen Zugehörigkeit ("Kevin" glt als besonders in der Unterschicht verbreiteter Name) und der Geschlechtszugehörigkeit (männlich).



5. Syrien ist inzwischen von Männern entvölkert.

Dienstag, Juni 03, 2014

Männerrechtler behaupten sich mit Solidarität gegen Terrordrohungen

Wie ich gestern auf Genderama gebloggt habe, führten zahlreiche Terrordrohungen gegen ein für Ende dieses Monats in Detroit geplantes männerpolitisches Symposium zu geschätzten 25.000 Dollar zusätzlichen Kosten, weil diese Drohungen verstärkte Sicherheitsmaßnahmen notwendig gemacht hatten. "Die Drohungen sind zu Morddrohungen eskaliert", hatte die Hotelkette Hilton berichtet, wo das Symposium stattfinden soll, "körperliche Gewalt gegen unsere Angestellte und andere Gäste sowie Beschädigungen des Eigentums. Die Täter haben zu verstehen gegeben, dass sie sich bei uns als Gäste einquartieren werden, was unsere Besorgnis wachsen lässt." Um die entstandenen Kosten aufzufangen, hatte die männerpolitische Website A Voice for Men gestern eine auf einen Monat angelegte Crowdfunding-Kampagne gestartet. Schon nach 22 Stunden ist die erforderliche Summe durch Spendenbeiträge zusammengekommen und inzwischen überschritten worden. Das Bedürfnis vieler Männer, die Einseitigkeit in der Geschlechterpolitik nach 50 Jahren zu beenden, ist offenkundig immens. Die Crowdfunding-Kampagne läuft noch weitere 31 Tage, da beispielsweise weiter eskalierende Terrordrohungen zu zusätzlichen Kosten führen können.

"Feministinnen sind auf der falschen Seite der Geschichte und des gesunden Menschenverstandes", kommentierte Lucian Vilsan, europäischer Nachrichtendirektor von A Voice for Men diesen Erfolg, "und die Unterstützung für Meinungsfreiheit ist noch nicht tot. Tatsächlich ist sie lebendiger als je zuvor, während das feministische Establishment immer mehr Risse zeigt." Dean Esmay, Operations Manager von A Voice for Men, bezeichnete das gestern anlässlich der Kampagne online gestellte Video als "Wendepunkt und Waterloo für die Gender-Ideologen. Sie wissen jetzt, dass Hass und Lügen darüber, wer wir sind und wofür wir stehen, nicht länger funktionieren, dass uns auszulachen nicht länger funktioniert und dass Rauchwolken in unsere Richtung zu pusten niemals funktionieren wird." Außerdem werde die Stadt Detroit von den eingegangenen Geldern profitieren: "Ein Gewinn für alle außer für die professionellen Hasser." Protestierenden, die nur irregeleitet sind, bietet Esmay erneut einen friedlichen Dialog an.

Die internationale Männerkonferenz ist nicht die einzige Veranstaltung in diesem Monat, die sich von der sexistischen Perspektive der bisherigen Geschlechterpolitik absetzt. So ist für den 6. bis 7. Juni im kanadischen Toronto ein Symposium zur häuslichen Gewalt angesetzt, wo unter anderem Professor Martin Fiebert und Erin Pizzey auftreten werden, die beide seit Jahrzehnten darauf hinweisen, dass etwa die Hälfte aller Opfer häuslicher Gewalt männlich sind.

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Samstag, Juni 21, 2014

Christine Sisto: "Die Männerrechts- und die Frauenbewegung sollten heiraten"

Die für nächstes Wochenende angesetzte internationale Männerkonferenz in Detroit sorgt weiterhin dafür, dass die Männerbewegung in den verschiedensten Medien diskutiert wird. So auch von der Journalistin Christine Sisto, deren Position zu empörtem Kreischen und Haareraufen unter Maskulisten ebenso wie unter Feministinnen führen dürfte. Sisto argumentiert:

As I have stated previously, I consider myself a feminist because I believe that men and women should be equal in the eyes of society and the law. Like many conservative feminists, I find myself at best disillusioned and at worst insulted by the liberals who dominate the current feminist movement. And I’m beginning to think the men’s-rights and feminist movements should get married. If feminists really want equality between the sexes, then they should have no problem with men pointing out the areas in law and society where they are treated unfairly.

(...) Discussion about MRA is popular on Reddit, and most reporters who cover the movement will refer to r/TheRedPill, a pick-up-artist thread that is very hateful towards women. However, the thread r/MensRights is much more reasonable. This week, a post with the most "upvotes" argued that the movement had to focus more on men, and less on criticizing feminists. The post had more than 350 comments, almost all in agreement.

A Voice for Men and other MRA websites do seem to focus all of their energy on hating the feminist movement. But some, like the National Coalition for Men, focus on real issues that men face.

(...) Someone needs to stand up for men, and feminists (understandably) won’t do so because their concern is for women. Men need their own movement.

The men’s movement, as it stands now, is not sophisticated enough to have an impact akin to the impact that feminism continues to have. But both are working toward the same goal of equality between the sexes. Maybe men’s-rights activists need their own Gloria Steinem figure (George Steinem?) to unify the movement and spread the word. As long as men’s rights continues to be the awkward, nerdy, younger cousin of feminism, some important issues will go unaddressed.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Mittwoch, Juli 23, 2014

Wie eine junge Frau zur Männerrechtlerin wurde

Ellen A. Fishbein besuchte die internationale Männerkonferenz in Detroit und geriet ins Staunen:

I was surprised to see that the first three speakers were women, but that wasn’t the biggest surprise for me. Having learned about the men’s rights movement only through online sources—MRA YouTube channels, blogs, and forums as well as media coverage of the movement—I was expecting some solid, reasoned arguments, but I was also expecting a lot of complaining, immaturity, and anger. What I found instead decisively converted me into a Men’s Rights Activist.


Der Beitrag über Fishbeins Damaskus-Erlebnis ist in Gänze lesenswert, auch weil er den Hauptunterschied zwischen Maskulisten und Feministinnen beleuchtet.

Dienstag, Juli 01, 2014

FOX News berichtet über Männerkonferenz und feministische Proteste (Video)

Großartig. Und beispielhaft für Deutschland. Und ein bisschen peinlich für uns Linke, dass ein stramm konservativer Sender so einen Beitrag hinbekommt, während unser Lager es zu weiten Teilen nicht schafft, seinen Kopf aus dem eigenen Hintern zu ziehen.

Nachtrag: Der Bericht von A Voice for Men über die Konferenz ist inzwischen auch online.

Freitag, Juli 04, 2014

Journalistinnen über Männerkonferenz komplett aus dem Häuschen (Video)

Man muss immerhin anerkennen, dass sich diese Sendung gar nicht erst die Mühe macht, sachlich und ausgewogen zu erscheinen. Durchgehender Subtext: "Frauen! Ihr kritisiert Frauen! Haben wir uns nicht das letzte halbe Jahrhundert über darauf geeinigt, dass man nur Männer kritisieren darf?! Seid ihr denn so doof? Wir machen es doch täglich vor!" Es fehlt nicht viel dazu, dass der Geifer der Empörung durchs Studio fliegt. Nicht ganz ohne Komik und ein klares Zeichen dafür, dass die Männerbewegung auch weiter für Zunder sorgen wird.

Freitag, Oktober 10, 2014

Wiener Männerkonferenz im Schatten der Frauenpolitik

Und dann gibt es wieder "männerpolitische" Veranstaltungen, die wirklich gründlich danebengehen. Tom Todd berichtet für AGENS von dem aktuellen Fiasko in Wien.

Donnerstag, Juni 07, 2018

Neue Studie: Journalisten sind grün, links und feministisch – "News" vom 7. Juni 2018

1. Eine aktuelle Studie bringt zwar keine wirklich neuen Erkenntnisse, bestätigt aber noch einmal das, was uns allen ohnehin schon klar ist: Die Redaktionen unserer Medien sind alles andere als ein Abbild der Bevölkerung.

Am häufigsten stehen die Journalisten grünen Ideologien nahe, gefolgt vom Feminismus. Es gibt in den Redaktionen durchschnittlich drei Mal so viele Grüne und Feministen wie im Rest der Bevölkerung.


Dabei präsentieren unsere Journalisten entsprechende Themen regelmäßig so, als seien sie allgemeiner Konsens und nur ein paar ewig gestrige Dumpfdödel könnten hier irgendwelche kritischen Einwände haben. Die Bevölkerung soll weniger informiert, als dazu erzogen werden, die Auffassung der Journalisten zu teilen.



2. Der neue Puritanismus schreitet voran: Leipzig will "frauenverachtende" und "entwürdigende" Reklame verbieten: zum Beispiel Bilder von Frauen, die leicht bekleidet Pizza genießen.



3. Der RBB berichtet über die Berliner Männerkonferenz in einem kurzen Video und dem nachfolgenden Interview mit einem Persönlichkeits-Coach.



4. Die Post. Einer weiterer Leser schreibt mir zu dem SPIEGEL-Artikel über die Anliegen der Männerbewegung:

Lieber Herr Hoffmann,

nachdem Sie mich in Ihrem Blog auf diesen Artikel im SPIEGEL aufmerksam gemacht haben, bin ich tatsächlich los und habe ihn mir besorgt. Und würde das ehrlich gesagt auch jedem empfehlen, der sich darin halbwegs wiederfindet – Redaktionen haben die Verkaufszahlen ihres Produkts durchaus auch im Auge.

Und zwar sicher insbesondere dann, wenn es tatsächlich den erwarteten radikalfeministischen Aufschrei gibt. Dieser Shitstorm lässt sich leichter aushalten, wenn die betroffene Ausgabe nicht gerade die umsatzschwächste des Jahres ist.

Ich fand den Artikel übrigens tatsächlich nicht schlecht – als Autor weiß ich leider aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, tonnenweise recherchiertes Material in einem festgelegten Anschlagsvolumen unterzubringen. Da fällt dann vieles "hinten runter".

Das im Hinterkopf und die vielen Fettnäpfchen, in die man in diesem frauenpolitischen Minenfeld treten kann, hat der Autor seine Aufgabe eigentlich recht gut gelöst. Man kann ja nicht alle Anliegen von allen auf drei Seiten unterbringen – das wäre dann die Aufgabe weiterer Artikel. Die in Zukunft hoffentlich häufiger werden. Ich habe den Eindruck, dass sich da ganz allmählich etwas tut.

Irgendwann fällt auch dem Letzten auf, dass FeministInnen in aller Regel mit Schaum vor dem Mund schreiben, da tun sachlich formulierte Artikel wie dieser wirklich gut und bilden ein diskursives Gegengewicht, das langfristig Vertrauen schafft.

Das einzige, was mir tatsächlich arg gefehlt hat, waren die Anführungszeichen bei "Genderwissenschaft".

Montag, Oktober 29, 2012

Gastbeitrag von Professor Walter Hollstein: "Mogelpackung Männerpolitik"

Ich freue mich, auf Genderama heute einen Gastbeitrag des Schweizer Soziologen Professor Walter Hollstein (u.a. Universität Bremen, Gutachter des Europarates für Männerfragen) veröffentlichen zu dürfen, der noch einmal auf die erste Männerkonferenz des Bundesfrauenministeriums zurückblickt. Der Kommentar war eigentlich für den FOCUS vorgesehen, musste allerdings aufgrund aktueller Entwicklungen einem anderen Kommentar weichen. Wenn der FOCUS ausfällt, springt Genderama natürlich gerne ein.

Bei dieser Gelegenheit bietet sich der Hinweis an, dass Professor Hollsteins Grundlagenwerk Was vom Manne übrig blieb. Das missachtete Geschlecht gerade in einer komplett überarbeiteten, aktualisierten und um zwei Kapitel erweiterten Neuauflage im Verlag Opus Magnum erschienen ist. Während ich die Neuauflage erst noch lesen werde, erhält schon die bisherige Fassung des Buches meine ausdrückliche Empfehlung. Professor Hollstein gehört mit Sicherheit zu den Wissenschaftlern, die die Geschlechterdebatte aktuell am stärksten vorantreiben.

Es folgt mit herzlichem Dank der Artikel Professor Hollsteins:

Mogelpackung "Männerpolitik"

In Berlin hat in dieser Woche eine Internationale Konferenz zum Thema "Männerpolitik" stattgefunden, organisiert vom Familienministerium. Programmatisch hieß es dazu: "Die gleichstellungsorientierte Jungen-, Männer- und Väterpolitik wird als zukunftsorientierte Säule der Gleichstellungspolitik positioniert." In ihrer Eröffnungsrede führte Ministerin Kristina Schröder aus, dass sich ihre "moderne Gleichstellungspolitik" an beide Geschlechter gleichermaßen richte. Deshalb habe sie auch ein Jungen- und Männerreferat eingerichtet.

Es deutet auf eine Art Perspektivwechsel hin, wenn nun auch Belange des männlichen Geschlechts politisch berücksichtigt werden sollen. Wer sich das Programm der Tagung näher anschaut, wird allerdings skeptisch bleiben müssen. Eingeladen waren aus den drei deutschsprachigen Ländern nur profeministische Referenten; Kritiker der bisherigen Gleichstellungspolitik wurden ebenso wenig berücksichtigt wie Vertreter von Männerrechtsorganisationen wie Manndat oder von geschlechterpolitischen Initiativen wie Agens.

Diese Ausgrenzung verhinderte – gewissermaßen prophylaktisch – die Auseinandersetzung mit den wirklich drängenden Themen, etwa der zunehmenden Feminisierung der Bildung, der weiblichen Definitionsmacht in der Geschlechter-, Gleichstellungs- , Schul- und Familienpolitik, den steigenden Suizidzahlen bei Jungen und Männern oder der wachsenden Arbeitslosigkeit in der männlichen Population – alles Problemstellungen, die von den eingeladenen Gruppierungen nie thematisiert worden sind.

Getragen wurde die Konferenz von Kräften, die sich in letzter Zeit als besonders feminismusfreundlich "bewährt" hatten wie die grüne Heinrich-Böll-Stiftung, "Dissens" oder das "Bundesforum Männer". Das Programm lässt sich in der Frage zusammenfassen, was Männer noch besser für Frauen tun können. So titelt ein Grundsatzreferat: "Wie viel Feminismus braucht die Männerpolitik?" Von daher war schon a priori verhindert, dass die Wirklichkeit von Jungen und Männern vorurteilslos wahrgenommen werden konnte. Das aber wäre die Voraussetzung dafür, dass so etwas wie Männerpolitik überhaupt einmal in Grundzügen konzipiert werden könnte. Kein Wunder, dass die "Emma" den Kongress schon im Vorfeld begeistert begrüßt hat.

Anlässlich der Weltfrauenkonferenz in Peking gab die schwedische Regierung das Buch "Men on Men" heraus. Der Ethnologe Jonas Frykman beschäftigte sich darin mit der Notwendigkeit eines "männlichen Raums". Die Bemühungen von Männern, sich um ihre eigene Befindlichkeit zu kümmern und dafür auch aktiv einzustehen, interpretierte er als Versuch, Männlichkeit zu konturieren. Frauen und Männer unterschieden sich wesentlich, und diese Unterschiede sollten produktiv genutzt werden, statt sie einzuebnen. Männer seien eben keine Frauen, und sie müssten endlich aufhören, sich dafür zu entschuldigen, dass sie keine Frauen sind.


Nachtrag: Auch der Mitbegründer und langjährige Vorsitzende von MANNdat, Dr. Eugen Maus, widmete dem feministischen Männerkongress beziehungsweise einem seiner Veranstalter, dem Bundesforum Männer, heute einen ausführlichen Kommentar.

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