Dienstag, Juli 28, 2009

Nach Herman-Urteil: Großreinemachen in Zeitungen beginnt

Nachdem das Oberlandesgericht Köln in seinem heutigen Urteil klarstellte, das Eva Herman es nicht hinnehmen muss, wenn ihr von Journalisten ein falsches Zitat untergeschoben wird, beginnen die ersten Zeitungen in ihrem Saustall sauberzumachen. So kolportierte noch vor einigen Tagen das sozialistische Propagandablatt "Neues Deutschland" die Herman unterstellten Äußerungen. Noch kann man den Originaltext im Fanblog von Wolfgang Wippermann nachlesen, der bei der Hexenjagd auf Eva Herman eine besonders unrühmliche Rolle gespielt hatte:

Innerhalb von nicht mal einem Jahr hat er drei Bücher auf den Markt gebracht: Nach „Autobahn zum Mutterkreuz“, eine Auseinandersetzung mit Legenden über den NS-Staat (aktueller Anlass waren die haarsträubenden Behauptungen der ehemaligen Nachrichtensprecherin Eva Herman über angebliche sozialpolitische Leistungen der Nazis), ließ Wolfgang Wippermann von der Freien Universität Berlin im Frühjahr dieses Jahres die Streitschrift „Dämonisierung durch Vergleich: DDR und Drittes Reich“ folgen.


Klickt man jedoch heute den in diesem Blog zitierten und verlinkten Artikel des "Neuen Deutschland" an, sind die Verleumdungen plötzlich verschwunden:

Innerhalb von nicht mal einem Jahr hat er drei Bücher auf den Markt gebracht: Nach »Autobahn zum Mutterkreuz«, eine Auseinandersetzung mit Legenden über den NS-Staat, ließ Wolfgang Wippermann von der Freien Universität Berlin im Frühjahr dieses Jahres die Streitschrift »Dämonisierung durch Vergleich: DDR und Drittes Reich« folgen.


Wolfgang Wippermanns auf einer völlig falschen Grundlage erstellte Buch über die Herman-Debatte ist übrigens weiterhin im Handel und hat durchaus freundliche Amazon-Leserrezensionen erhalten. Ein Auszug:

Die Debatte entzündete sich speziell an Hermans lobenden Äußerungen zur nationalsozialistischen Familien- (Stichwort Mutterkreuz") und Verkehrspolitik (Stichwort Autobahnen") sowie ihrer Kritik an den ihrer Meinung nach gleichgeschalteten" Medien, die es unmöglich machten, solche Dinge öffentlich zu äußern.


Hier stellt sich ähnlich wie nach den Gerichtsurteilen zugunsten von Martin Hohmann die Frage, wie sehr solche juristischen Klarstellungen die einmal in die Köpfe der Bürger massenhaft eingehämmerten Verleumdungen wieder ausräumen können.

Das "Hamburger Abendblatt" aus dem Hause Springer berichtet im übrigen weiterhin über eine "durch völkisches Gedankengut auffällig gewordene Eva Herman". Offenbar lassen sich einige Redaktionen beim Großreinemachen ein wenig Zeit.

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Mittwoch, April 29, 2009

ARD lässt "Schweine" verschwinden

Zwar berichten die Medien noch immer grob verfälschend über den Grund des männlichen Unmuts über die neue ARD-Serie "Eine für alle":

Werktags ab 18 Uhr ist die Welt noch in Ordnung. Zumindest im ARD-Vorabendprogramm. Da gibt es Hausfrauen, Friseurinnen, Lehrerinnen und – Gipfel der Emanzipation – Ärztinnen. Kein Wunder also, dass eine Flutwelle männlicher Entrüstung aufbrandete, als vor gut einer Woche ausgerechnet in einer öffentlich-rechtlichen Serie ihr Weltbild ins Wanken gebracht wurde. Von Grazien im Blaumann, die sich am durch und durch maskulinen Beruf des Schweißers vergreifen. Titel und Werbeplakate der Serie „Eine für alle – Frauen können’s besser“ (werktags um 18.50 Uhr) ließ die Herren der Schöpfung über „Männerverachtung pur“ klagen.


Dem unbenommen scheinen die Proteste erste Früchte zu tragen. Wie ein aufmerksamer Beobachter von MANNdat entdeckte, nimmt Das Erste sein Männerbashing allmählich zurück.

So heißt es in der ursprünglichen Fassung der Ankündigung zu Folge 8 der Serie "Eine für alle" noch:

Als sie alle feststellen, dass Männer eigentlich Schweine sind, solidarisieren sie sich und Dr. Schmidt gibt Lilli den Zahlungsaufschub.


Dieser Satz wurde vom Sender jetzt offenbar umgeschrieben zu:

Als sie ihren Frust über die Männerwelt entdecken, solidarisieren sie sich und Dr. Schmidt gibt Lilli den Zahlungsaufschub.


Das klingt zwar immer noch nach armen Frauen als Opfer der bösen Männer, aber es konnte wohl keiner erwarten, dass die ARD komplette Folgen umschreiben und neu drehen lässt. Insofern ist diese Entwicklung doch immerhin schon mal ein Schritt nach vorne.

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