Montag, August 25, 2008

Alice Schwarzer fordert Straferlass für Kindermörderinnen

In dem entsprechenden Beitrag Schwarzers auf EMMA-Online heißt es über die Täterinnen:

Fast immer sind es Hausfrauen oder ganz junge Mädchen. Und immer sind sie gnadenlos einsam. Bis 1998 galt für solche Fälle der 2001 abgeschaffte § 217, nach dem bei unehelichen Kindern der so genannte "Kindsmord", also die Tötung direkt nach der Geburt, als "erweiterte Abtreibung" mit "nicht unter drei Jahren" bestraft wurde. Heutzutage wird Kindsmord wie der Mord oder Totschlag eines Erwachsenen bzw. eigenständig lebenden Kindes bestraft.


Das geht so natürlich nicht weiter, weil es Frauen, die ihre Kinder umgebracht ... Verzeihung: spät-abgetrieben haben, im Gefängnis nicht gut geht. Was tun?

Ein kurzer Prozess könnte die Wiedereinführung des § 217 sein, aber diesmal nicht eingeschränkt auf die Tötung "unehelicher", sondern für alle Neugeborenen. Der alte § 217, der im 19. Jahrhundert ins Strafgesetzbuch aufgenommen wurde, ging davon aus, dass nur ledige Mütter Probleme haben. Wie wir sehen, ist das ein Irrtum. Doch die juristische Unterscheidung im alten Recht zwischen "Kindsmord" – also der Tötung eines Neugeborenen, direkt nach der Geburt und noch bevor sein Leben beginnt – und der Tötung eines bereits eigenständig lebenden Kindes oder Erwachsenen war richtig. Es war falsch, diesen Paragraphen ersatzlos abzuschaffen. Ein neuer § 217 muss her, der diese einsamen und verzweifelten Mütter nicht auch noch für Jahrzehnte ins Gefängnis schickt.


Nicht zuletzt müsse man sich ja auch mal folgendes vor Augen halten: Ist die Mutter im Knast, bleiben überlebende Kinder beim Vater. Und das könne ja nun wirklich niemand wollen:

In den meisten Fällen sind die Frauen, die ein Neugeborenes nicht leben lassen, schon Mütter – und fast immer gute Mütter. Doch in der Regel gehen sie dann ins Gefängnis, und ihre Kinder bleiben bei dem Vater zurück. Bei dem Mann, der wegguckt, schweigt, droht. Und in den meisten Fällen auch schlägt.


Ich bin vermutlich mal wieder der einzige, dem bei diesem Auch-Kindsmörderinnen-sind-bessere-Menschen-Schwampf leicht übel wird. Wie ich die Berliner Frauenpolitikerinnen kenne, bereiten die jetzt schon das gewünschte Gesetz vor.

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Mittwoch, Juli 02, 2008

Britische Feministin: "Frauen gehören nicht ins Gefängnis!"

Der britische Plan, in England sämtliche Frauengefängnisse aufzulösen (Genderama berichtete) ist gescheitert. Die Feministinnen sind darüber erbost und finden natürlich immer eine Zeitung, die ihnen für ihren Unmut ein Forum gewährt – zum Beispiel die "Times". Dort kann man heute Gedankengänge wie diese lesen:

A report by Baroness Corston in December 2006 set out a shocking catalogue of women's suffering that make radical proposals essential. She suggests closing 13 women's prisons and replacing them with a network of 150 custodial family units in city centres. There was cross-party agreement to accept her report. But the Government has now rejected its central proposal and an important social gain been scuppered either by lack of money or out of fear of an uproar from the right-wing press.

It's hard to imagine another arena of public life where the difference between men and women is as marked as it among prisoners. Women are not, on the whole, members of the criminal classes. They are basically law-abiding. Prison is certainly not one of the places where women aspire to equal treatment. The family is central to their world view and their lives revolve round it. The criminal justice system, developed in Victorian times, modelled the idea of women's prisons on the male institution, without enough thought about the differences between the sexes.(…)

Women fare particularly badly in prison. They self harm, they have mental health and drug problems. When they come out, they often find that they have lost their living accommodation. These are people in need of help.


Den kompletten Artkel findet man hier.

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Dienstag, Januar 08, 2008

Frauen im Knast: ARTE droht mit neuem Themenabend

Als Programmtipp käme diese Meldung mal wieder reichlich spät. Aber eigentlich ist sie auch keiner. Das Lawblog liefert alle nötigen Infos für den heutigen ARTE-Abend:

Der Themenabend beschreibt das Leben von Frauen im Gefängnis. Aber er setzt sich auch mit den Gründen auseinander, die die Frauen in den Knast gebracht haben. Haben sie ihre Taten bis hin zum Mord aus Habgier, Eifersucht oder Rache begangen oder haben sie sich mit todbringender Gewalt gegen männliche Brutalität gewehrt? So verfolgt der Themenabend unter anderem eine typische Beziehungstat und macht dabei deutlich, dass Frauen zwar Täterinnen sind, aber gleichzeitig auch Opfer.


Was auch sonst?

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Donnerstag, August 23, 2007

"Er ist tot, sie ist frei. Was geht hier ab?"

Mary Winkler is a free woman—free of her abusive marriage and free of jail. After 67 days in a mental-health facility in Tennessee, Winkler was released earlier this week and has returned to her hometown of McMinnville. But is she free of the posttraumatic stress disorder and depression that her legal team said drove her to gun down her preacher-husband, Matthew, last year?


Die Newsweek berichtet.

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Montag, August 20, 2007

Schnellspur

Auch die Todesstrafe ist wegen ihrer extrem einseitigen Geschlechterverteilung ein Randthema der Männerbewegung. Heute thematisiert das Blog des Rechtsanwalts T.A. Feltus einige bedenkliche Entwicklungen in den USA.

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Mittwoch, März 14, 2007

Keine Gleichstellung in England: Frauengefängnisse sollen geschlossen werden

Das hier ist zu abgedreht, um es nur in der Kommentarfunktion eines anderen Blogeintrags zu belassen: Weil die britischen Gefängnisse überfüllt sind, ist nun eine Schließung der Haftanstalten für Frauen im Gespräch.

Die “Daily Mail“ berichtet:

Thousands of women currently sentenced to two years or less would escape jail. And those who are such a threat to the public that they must be sentenced to custody would no longer go to one of the country's 15 women’s prisons – which would all close. Instead, killers such as Rose West – serving life for the murder of ten young women and girls – would be sent to "homely" local custody units. There they would be allowed to live as a "family unit" with between 20 and 30 other women prisoners, organising their own shopping, budgets and cooking. The units would also allow them to stay close to their families.

The radical proposals are made by Labour peer Baroness Corston, in a report commissioned by the Home Office. She said there are far too many vulnerable women in jail, many serving short sentences. Instead of being imprisoned, the vast majority of the 4,300 behind bars would be ordered to attend new community centres during the day. They would be given help to kick any addictions they have, and to stop committing crimes such as shoplifting, before returning home at night. All the women's jails would shut within the next decade, and could instead be converted into prisons for men. (…)

Lady Corston, formerly chairman of the Parliamentary Labour Party, sought to justify the shake-up by claiming custody is "disproportionately harsher" on women. Many female criminals are victims of abuse such as domestic violence, she said. Sending them to jail means they lose their home and children.

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