Samstag, November 03, 2007

In Österreich beginnen die Gendertage

Die Standard berichtet darüber unter der Überschrift "Gegen Rollenklischees und für Gewaltprävention". Ein Auszug:

Erstmals finden in Österreich die Gender Tage statt. Vom 3. November, dem Internationalen Männertag, bis 10. Dezember soll sich nach den Vorstellungen der InitiatorInnen Frauenministerin Doris Bures, Bildungsministerin Claudia Schmied und Männerminister Erwin Buchinger die Schule als Stätte der Sensibilisierung gegen Gewalt und Rollenklischees verorten. (...) Frauenministerin Bures hält einen "partnerschaftlichen, gewaltfreien Umgang miteinander" für "mindestens genauso wichtig wie Mathematik und Geographie". "Buben und Mädchen müssen von klein auf lernen, dass Gewalt ein schweres Unrecht ist. Dann sind Buben später weniger gefährdet, Täter zu werden. Und Mädchen sind später weniger gefährdet, Opfer zu werden - weil sie gelernt haben, Gewalt nicht zu tolerieren", so Bures.


Offenbar geht es bei den Österreichern inzwischen verrückter zu als bei den Schildbürgern. Da ruft man also Gendertage "gegen Rollenklischees" ins Leben, verfestigt aber, entgegen dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung, jene Klischees, die man feministischerseits gut gebrauchen kann: nämlich die von Männern als Tätern und Frauen als Opfern. Und der "Männerminister" macht fröhlich mit. Besser kann man nicht illustrieren, wie sehr sich das österreichische "Männerministerium" nach dem Regierungswechsel zu Beginn des Jahres verändert hat: Es ist eine weitere Trittleiter für die Feministinnen geworden.

"Antifeministischer Politik wird ein Riegel vorgeschoben, weswegen ein neues, politisch-inhaltliches Konzept der Männerabteilung erarbeitet wurde", nennt dies die ministerielle Website.

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Mittwoch, März 07, 2007

Neue Männer verzweifelt gesucht

Jetzt wird es Chefinnensache: Wie die FAZ meldet (Beitrag leider nur gegen Cash lesbar), fordert nach Frauenministerin von der Leyen jetzt auch Bundeskanzlerin Merkel ein neues Rollenverhalten von Männern – und lässt dabei kaum ein feministisches Klischee außen vor.

Dazu gehöre, dass die "gesamte Haushaltsbelastung" nicht nur den Frauen aufgebürdet werden dürfe. Als "Skandal" bezeichnete es Frau Merkel, dass in den Vorständen der deutschen Dax-Unternehmen nur eine Frau vertreten sei.


Gut, etwas peinlich finde ich es für die Damenwelt auch, dass sie nicht mehr zuwege bringt, aber ob man das gleich als „Skandal“ bezeichnen muss ... Viele Männer scheinen die Last solch hochstressiger Jobs doch recht bereitwillig zu übernehmen.

Während Merkel (auch sie war einmal Frauenministerin) ihre Geschlechtsgenossinnen dazu anregte, für ihre Karriere „Bündnisse zu schließen“, skizzierte Ministerin von der Leyen drei Hauptziele der Gleichberechtigung: Erstens gleicher Lohn für gleiche Arbeit sowie gleiche Karrierechancen für beide Geschlechter, zweitens ein Überwinden von Rollenstereotypen (was die Ministerin offenbar allein von Männern erwartet), drittens ein Schutz der Frauen vor Gewalt. (Ein Schutz der Männer vor Gewalt scheint der Ministerin eher schnuppe zu sein.)

Die „Welt“ berichtet inzwischen von einem ”konservativen Feminismus” - und von einem Buch, das Ministerin von der Leyen mit „Mona-Lisa-„Redakteurin Maria von Welser verfasste: „Wir müssen unser Land für die Frauen verändern.“ Das ist immerhin ein erfreulich klarer Titel - da weiß man doch, die Anliegen welchen Geschlechts bei dieser Veränderung keine Rolle spielen werden.

Schnell reagierte die „Süddeutsche Zeitung“ auf die Forderungen der Politikerinnen – mit einer Ausschreibung unter dem Motto “Gesucht: Der neue Mann“. Die Kommentare darunter lesen sich alerdings ein wenig sarkastisch.

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