"Sie als Mann – können Sie das überhaupt?"
1. Drei Tagesväter berichten in der "Zeit", welche sexistischen Vorurteile ihnen entgegengeschlagen sind und wie sie es geschafft haben, diese Ablehnung zu überwinden.
2. Dieser Tage wurde wieder der Equal Pay Day begangen, der sich, wenn es nach dem Umfang der medialen Berichterstattung geht, zu einem nationalen Gedenktag zu entwickeln scheint. Was dabei oft untergeht, sind Erklärungen wie etwa die des Instituts für Deutsche Wirtschaft, dass es beim Gehalt keine Ungleichbehandlung zwischen Männern und Frauen gibt. Auch beim Lawblog kann man sich dem alljährlichen Spektakel nur noch sarkastisch nähern: "Anwälte verdienen so gut wie nichts, Frauen noch weniger."
Die Studien selbst gehen auch überraschend wenig auf tatsächliche Ursachen für unterschiedliche Einkommen ein: freiwillige Teilzeit, Karrierepausen für Kinder oder die Tatsache, dass Frauen überproportional in familien-, sozial- und migrationsrechtliche Nischen ihr berufliches Glück suchen. Dort sind die Honorare nun mal niedriger, auch für Männer. Stattdessen wird fleißig auf "Diskriminierung" und "mittelbar geschlechtsbedingte Faktoren" verwiesen, ohne dass man versteht, was das eigentlich sein soll. (…) Das Narrativ von der umfassenden Diskriminierung muss halt stehen, sonst gibt es keine Schlagzeilen zum Gedenktag. Und – wer möchte bei Widerspruch schon gecancelt werden?
3. "Manuel Hagel ist nicht der deutsche Epstein", stellt Livia Gerster in der Frankfurter Allgemeinen über den Politiker klar, der sich zum Entsetzen etlicher Journalisten an die "rehbraunen Augen" einer Schülerin erinnerte. Sie mahnt: "Wenn alles ein Skandal ist, ist nichts ein Skandal". In dem Artikel heißt es weiter:
"Ekelhaft" und "pädophil" sind noch die mildesten Urteile. In Podcasts wird mal eben nach dem „Gefängnis“ gerufen, auf der Plattform X rückt man den CDU-Politiker in die Nähe von Jeffrey Epstein, und auf Instagram ist man sich einig, dass Hagel sich für das Amt des Ministerpräsidenten und überhaupt als Mensch und Politiker ein für alle Mal disqualifiziert habe.
(…) Wer, wie manche Grüne, eine Schülerin für Wahlkampfzwecke instrumentalisiert, kann nicht gleichzeitig behaupten, für diese zu kämpfen. Die sprungbereite Öffentlichkeit nimmt den Ball natürlich dankbar auf. Nichts lieben Influencer so sehr wie sekundenkurze Videoschnipsel, die sie mit der eigenen Empörung garniert hinaussenden können. Man muss kein Wahlprogramm lesen, nicht mal etwas von Politik verstehen, und kann sich trotzdem zum moralischen Richter aufschwingen.
Bei Eva, Hagels "Opfer", und ihrer Familie will man bei dem ganzen Zirkus übrigens nicht mitmachen:
Evas Tante hat genug gehört, sagt: "Gibt's nach acht Jahren kein anderes Thema? Jetzt lassen wir den Manuel Hagel mal schön in Ruhe – und meine Eva auch."
4. Männer sind mit ihrem Sexualleben weniger zufrieden als Frauen, haben Wissenschaftler herausgefunden, und sind mal wieder total überrascht. Einmal mehr laufen Forschungsergebnisse der Propaganda des geknechteten weiblichen Geschlechts entgegen. Den Wissenschaftlern fällt dazu nichts anderes ein als die Spekulation, dass die befragten Frauen vielleicht gelogen haben könnten.
5. Zwei US-amerikanische Abgeordnete aus den beiden großen Parteien haben einen maskulistischen Gesetzantrag im Repräsentantenhaus eingereicht. Der sogenannte "State of Men’s Health Act" zielt auf eine bundesweite Auseinandersetzung mit der Männergesundheit in den USA ab. Er würde die zuständige Behörde verpflichten, eine umfassende Untersuchung zum Gesundheitszustand von Männern in den Vereinigten Staaten durchzuführen und dem Kongress darüber zu berichten. Außerdem soll ein neues "Office of Men’s Health" eingerichtet werden. Dieses Amt soll Berichte und Empfehlungen zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation von Männern erstellen. Der Entwurf hat Zuspruch verschiedener medizinischer und gesundheitsbezogener Organisationen erhalten: "Zu viele Männer sterben zu jung an vermeidbaren oder behandelbaren Krankheiten."
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