Freitag, März 01, 2024

Schadensersatzklage: "Ich bin als Vater nicht nur ein Anhängsel"

1. Der Tagesspiegel (Bezahlschranke) berichtet über Wilfried Neumann: den Vater, der die Bundesrepublik Deutschland auf Schadensersatz verklagt, weil der Staat ihm das Recht auf einen Vaterschaftsurlaub genommen habe, also auf wertvolle Zeit mit seinem neugeborenen Baby.

"Die Prioritäten in diesem Land stimmen nicht", sagt Neumann. "Ich finde, das Thema Gleichberechtigung wird zu oft nur aus Perspektive der Frauen diskutiert. Aber ich bin als Vater nicht nur ein Anhängsel." Und er beteuert: "Mir geht es nicht ums Geld. Ich will für die Väter, die nach mir kommen, etwas verändern." Im Erfolgsfall rechnen seine Anwälte mit weiteren Klagen, die den Druck auf die Politik weiter erhöhen werden.



2.
Sie ist eine kaltblütige Mörderin und wird dennoch als feministische Heldin vorgestellt: Über eine Serie, die von einer Drogenbaroness aus Miami handelt. Wäre Hitler eine Frau gewesen, wäre sie heute womöglich feministisches Vorbild.


Das Overton-Magazin berichtet. Unter der Zwischenüberschrift "Selbst Täterinnen als Opferinnen" heißt es dort weiter:

Fast muss man froh sein, dass Adolf Hitler ein Mann war. Wäre es eine Frau gewesen, gäbe es bei irgendeinem Streamingdienst schon eine Miniserie zum Thema. Dem Zuschauer würde Fräulein Hitler präsentiert, wie sie die Macht ergreift und das Land gleichschaltet. Zusammen mit ihren Kumpaninnen Frau Goebbels, Frau Göring und Fräulein Himmler setzten sie sich in der Männerdomäne der Diktatur durch. Sie mordeten exzessiv. Aber die Macher der Serie würden das als Gleichstellung vorstellen.




3. Einmal kein Frauenbonus vor Gericht: Die Mutter, die ihren Sohn in einer Hundebox hielt (siehe Leserbrief im vorhrigen Blogbeitrag) wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt. Ihre Freundin, die sie dazu angestachelt hatte, landet für 14 Jahre hinter Gittern.



4. Auf den Philippinen stach eine Frau mit einer Schere auf den Penis ihres Freundes ein, nachdem sie erfahren hatte, wie viele Geliebte er vor ihr hatte. Das Material für einfühlsame Fernsehserien geht uns also nicht aus.



Mittwoch, Februar 28, 2024

NZZ: Häusliche Gewalt: Wer Opfer ist, soll bleiben dürfen

1. Die Neue Zürcher Zeitung berichtet:

Das Parlament ist daran, allen Drittstaatenangehörigen, die zu Hause Gewalt erleiden, ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht zu verschaffen. Dies gilt auch für Frauen, die als Kurzaufenthalterinnen eingereist sind.

(…) Der Nationalrat hat sich im vergangenen Dezember dafür ausgesprochen, das Ausländer- und Integrationsgesetz zum Schutz dieser Drittstaatenfrauen auszuweiten. Keine Frau solle bei ihrem gewalttätigen Mann bleiben müssen aus Angst, sonst aus der Schweiz weggewiesen zu werden, so der Tenor. Allerdings bietet das Gesetz den Frauen schon heute Schutz: Kommt es zu einer Trennung vom Mann, darf das Opfer in der Schweiz bleiben, sofern die Ehe mindestens drei Jahre gedauert hat und die Person gut integriert ist. Daneben gibt es eine Härtefallregelung, die es ermöglicht, dass geschlagene oder sonst von ihrem Partner drangsalierte Frauen auch unabhängig von der dreijährigen Ehedauer eine Aufenthaltsregelung beantragen können.

Dem Parlament scheint dies zu wenig zu sein, es will die Härtefallregelung in einen eigenen Rechtsanspruch umwandeln und auf weitere Kategorien von Drittstaatenangehörigen ausdehnen. Laut dem Entscheid des Nationalrats, dem sich der Ständerat anschliessen dürfte, sollen künftig auch Frauen, die lediglich mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung in die Schweiz eingereist sind, sowie vorläufig Aufgenommene das Recht bekommen, in der Schweiz zu bleiben, sofern sie Opfer von häuslicher Gewalt sind. Oder anders gesagt: Wer zu Hause Gewalt erleidet, erhält unabhängig von seinem ausländerrechtlichen Status (und Erwerbsarbeit) eine eigenständige Aufenthaltsbewilligung. Zudem sollen künftig nicht mehr nur Ehepartner, sondern auch Konkubinatspartner erfasst werden.


Es ist bemerkenswert, wie gleichzeitig von "allen Opfern" gesprochen wird und doch ganz selbstverständlich allein von Frauen die Rede ist.



2. Bayerns Regierung will Gendersprache in Schulen, Unis und Verwaltungen per Verbot zurückdrängen. Im Interview mit der "Welt" erklärt Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU), warum dieser Schritt gegen "Formen spracherzieherischer Tendenz" nötig sei.

Jüngst wurde einer Promovendin ihr Abschlusszeugnis verweigert, weil sie auf dem Titelblatt ihrer Abschlussarbeit nicht "Prüfer*in" geschrieben hatte. Die Promotionsordnung der Universität schreibt tatsächlich vor, dass die Titelblätter der Arbeiten durchgegendert werden müssen. Ein solcher Genderzwang darf an einer Hochschule nicht herrschen. Die Frau hat ihr Zeugnis inzwischen bekommen.

Ich bin froh, dass dieser Fall geklärt werden konnte, aber ich möchte, dass auch generell so etwas nicht mehr vorkommt. Wir werden deshalb das bayerische Hochschulinnovationsgesetz ändern, um sicherzustellen, dass nichts gefordert oder gar bewertungsrelevant wird, was jenseits der amtlichen Rechtschreibung liegt.




3. Die Post. Einer meiner Leser schreibt mir zu der Erkenntnis, dass mehr Frauen Psychopathen, als man bislang geglaubt hatte.

[Hierzu] erlaube ich mir noch folgenden sachdienlicher Hinweis aus Österreich einzureichen.

Dort steht inzwischen jene Mutter vor Gericht, die ihren 12jährigen Sohn in eine Hundebox sperrte, weil er ins Bett nässte und ihn ferner unter anderem stundenlang mit kaltem Wasser übergossen bei Minustemperaturen im Freien ließ. Mitangeklagt ist eine Freundin von ihr, von der sie massiv beeinflusst und zu einigen der Handlungen angetrieben worden sei.

Das Fallbeispiel ist für mich zumindest ein so drastischer wie widerwärtiger Beleg, dass Frauen wirklich nicht die besseren Menschen sind.




Dienstag, Februar 27, 2024

Neue Zürcher Zeitung: "Die Qual der Männer auf dem Liebesmarkt"

1. Die Neue Zürcher Zeitung beschäftigt sich mit der Situation von Männern bei der Partnersuche. Das ist dringend notwendig, denn, so berichtet die Psychologin Lisa Fischer: "Eine Analyse der Daten aus unserer jährlich erhobenen und repräsentativen Studie für die Schweiz zeigt, dass doppelt so viele Männer wie Frauen zwischen 18 und 75 noch nie eine Beziehung hatten, nämlich gut 20 Prozent."

Ein Auszug aus dem tiefgehenden Artikel:

Frederik Holinger, der seine Leidensgeschichte nur anonym erzählen will, ist 53 Jahre alt und hatte in seinem Leben noch nie eine Freundin. Noch nicht einmal Sex. Dabei sehnt sich der Zürcher seit seiner Jugend nach einer Frau, die "warmherzig, verständnisvoll und feminin-zierlich" ist. Um sie zu finden, habe er in den letzten 35 Jahren so gut wie jede Online-Partnerschaftsvermittlung ausprobiert. Knapp 1000 Frauen habe er insgesamt kontaktiert, 18 davon hätten ihm zurückgeschrieben, zwei von ihnen traf er. Sogar bei einer Agentur mit persönlicher Betreuung hat er sich angemeldet, von "garantierten" zwölf Dates kamen gerade einmal vier zustande. Bei Tinder habe er monatelang geswipt. Als er endlich einen Match hatte, antwortete die Frau: "Sorry, habe aus Versehen auf die falsche Seite gewischt." Schon über 6000 Franken liess sich Frederik Holinger sein Streben nach dem Liebesglück bisher kosten.

(…) Simon Aeberhard, 36, Lehrer, Basel: "Als Paar ging es mir schon immer am besten. In einer Beziehung fühlte ich mich stets freier. Als Single ertappe ich mich regelmässig dabei, wie ich unbewusst Frauen abchecke. Ich bin wie gefangen in dieser ständigen Alarmbereitschaft. Und das ständige Warten auf eine Antwort auf Dating-Apps ist so frustrierend. Als Mann muss ich mich bei vielen Dates beweisen, zumindest vermitteln mir Frauen oft dieses Gefühl. Ich sitze wie auf einem heissen Stuhl. Im Sinne von 'So, Junge, jetzt erkläre mir doch mal, weshalb ich ausgerechnet dich auswählen soll!?'. Das haben mir auch Kolleginnen bestätigt. Die sagten, sie kämen bei Dates in so einen Modus, in dem sie anfangen, Männer wegen Details auszusortieren. Die empfinden diese Rolle selbst als unangenehm, aber es passiere automatisch. Dieser Pickyness begegne ich oft. Ich bekam schon zu hören: 'Was, du bist nur 1,74 Meter? Das ist 1 Zentimeter zu klein für mich!' Oder: 'Sorry, du bist mir zu blond, bye.' Den einen Frauen schreibe ich zu viel, den anderen zu wenig. Es erstaunt mich nicht, dass ich im Kollegenkreis Tendenzen zum Frauenhass sehe, weil Männer sich ungerecht behandelt fühlen. Für die sind plötzlich alle Frauen böse. So bin ich nicht, ich kann das schon abstrahieren. Trotz frustrierenden Erlebnissen kehre ich immer wieder auf die Plattformen zurück. Damit ich eines Tages vielleicht die Frau finde, mit der ich wieder ganz glücklich sein kann. Auch wenn ich insgeheim weiss, dass ich sie statistisch gesehen vielleicht nie finden werde."

Augenfällig ist die Tatsache, dass die Zahl der Junggesellen in den vergangenen paar Jahrzehnten stetig gestiegen ist. Nicht nur in Amerika, auch in vielen europäischen Ländern wie der Schweiz: Im Alter zwischen 30 und 39, wenn die Ausbildung abgeschlossen ist und im Volksmund der Ernst des Lebens beginnt, leben rund 123 000 Männer allein. Bei den gleichaltrigen Frauen sind es gerade einmal 73 000. Daten aus dem Schweizer Haushalts-Panel 2021 des Bundesamtes für Statistik machen es möglich, die Einzelhaushalte nach Beziehungsstatus aufzuschlüsseln. Bei der Gruppe der 26- bis 44-Jährigen gibt jeder fünfte Mann an, keine Partnerschaft zu haben, bei den Frauen ist es bloss jede zehnte.

Die Gründe für den Vormarsch des Junggesellen kennt man nicht. Geniessen viele Männer einfach ihre Freiheit und tragen Frauen lieber ins Bett als über die Türschwelle? Dagegen spricht, dass Männer auch auf den seriösen Plattformen die Mehrheit der Kundschaft stellen. Und dass jeder zweite laut Parship angibt, unter dem Alleinsein zu leiden. Doch im Gegensatz zu den weiblichen Singles, die in unzähligen Büchern, Filmen und Serien verewigt worden sind, ist der alleinstehende Mann ein unbekanntes Wesen.

(…) Forscher fürchten, dass (…) das "sexuelle Chancenungleichgewicht" von den Datingportalen noch verschärft wird. Für männliche Singles ist das besonders ungemütlich. Nicht nur sind weibliche Singles zahlenmässig untervertreten, sie selektionieren auch viel härter als Männer: 80 Prozent der weiblichen Singles auf Plattformen finden dieselben 20 Prozent der Männer interessant. Ein Mann, der nicht zu den wenigen Auserwählten gehört, muss auf Tinder oder Ok Cupid im Schnitt 115 Frauen liken, damit er von einer einzigen ein Herzchen bekommt.

Die von Frauen betriebene Selektion ist unterdessen so hart, dass vom "Sechserfilter" die Rede ist: Six Feet tall = mindestens 182 cm gross, Sixpack = muss sportlich fit sein, Six Figure Income = mindestens 100 000 Dollar Jahressalär. Weil sich in Amerika auch die Zahl der sexuell inaktiven Männer unter dreissig in den letzten fünfzehn Jahren fast verdoppelt hat, von 18 auf 31 Prozent, spricht man bereits von der einsamsten Generation heterosexueller Männer im jüngeren und mittleren Alter seit langem ("Psychology Today") und einer "tragischen Kluft" ("Forbes") zwischen Frauen und Männern.

(…) Frauen haben die Wahl, Männern bleibt die Qual. Singlemann Frederik Holinger erzählt, dass er auf viele Frauen traf, die eine Checkliste im Kopf hatten. Oder solche, die nach einer guten Partie Ausschau hielten, es offensichtlich auf sein Bankkonto abgesehen hatten. "Für Männer ist Dating wie ein Bewerbungsgespräch, für Frauen wie Shopping", meint er. Hinter diesem flapsigen Spruch verbirgt sich für den 53-Jährigen mehr als ein Körnchen Wahrheit. Holinger spricht von Hypergamie, vermutet, dass Frauen einen Mann wollen, der ihnen einen höheren Status verleiht. Für ihn sind Frauen übertrieben anspruchsvoll geworden. Oft musste er sich anhören: "Du bist ja ganz nett, aber ich habe etwas Besseres verdient." Nach 35 Jahren erfolgloser Suche sei er zum Schluss gekommen: "Ich bin für Frauen schlicht nicht attraktiv genug." Mit einer Körpergrösse von 170 Zentimetern zu klein, zu wenig kräftig, zu zurückhaltend, von zu geringem sozialen Status. Er selbst habe nur zwei Bedingungen: Seine Partnerin sollte Nichtraucherin sein und nicht extrem übergewichtig.

(…) Liebe ist nicht blind. Auch nicht für die Titel auf der Visitenkarte oder die Zahlen auf dem Bankkonto. "Es gibt heute zu wenig gebildete Männer für all die gebildeten Frauen mit gleichen Partnerpräferenzen auf dem Single-Markt", sagt Lisa Fischbach. Oder anders gesagt: Der schlecht ausgebildete Mann lässt sich nicht mit der erfolgreichen Akademikerin verkuppeln.




2. "In den vergangenen Jahren hat die Gewalt von Frauen gegenüber ihren Partnern zugenommen" berichtet die Schweizer Zeitung "20 Minuten". Realistischer dürfte sein, dass das bisherige Dunkelfeld immer mhr beleuchtet wird, also immer mehr Männer sich trauen, von ihrem Leiden zu berichten.

Für den Berner Nationalrat und Sicherheitspolitiker Reto Nause ist klar, dass Präventionskurse und Beratungsangebote auch auf Täterinnen ausgerichtet werden müssten. Bislang seien Kurse hauptsächlich für Männer gedacht. Doch: "Auch für Frauen, die ihre Partner schlagen, braucht es solche Kurse."


Von denjenigen Täterinnen, die ihre Aggression gerne in den Griff bekommen möchten, werden solche Kurse seit Jahrzehnten gefordert.



3. Das Liverpooler Echo berichtet über die Eltern eines 24jährigen, der von seiner 47jährigen Partnerin ermordet wurde. Auch daraus ein Auszug, weil konkrete Fälle oft anschaulicher sind als bloße Statistiken:

"Kasey kam mit blauen Augen, blauen Flecken und Kratzern nach Hause. Er sagte uns, er sei ausgerutscht oder vom Fahrrad gefallen. Einmal sagte er, er sei gegen eine Tür gelaufen. Wir wussten, dass sie ihm wehtat, aber wir konnten ihn nicht dazu bringen, es zuzugeben. Er erkannte überhaupt nicht, dass er zu Hause misshandelt wurde. Seine Schwester Molly flehte ihn an, es zu beenden, sie warnte Kasey sogar, dass Bennett ihn umbringen würde. Seine Freunde sagten das Gleiche. Aber nach und nach entfremdete sie ihn von allen, die ihn liebten. Er lebte immer wieder mit ihr zusammen und kam mit Verletzungen nach Hause, nachdem sie ihn angegriffen hatte. Und es waren nicht nur die körperlichen Verletzungen; sein Charakter veränderte sich völlig. Er war unglücklich, er wollte nicht mehr Fußball spielen oder angeln gehen. Er mochte niemanden sehen. Er trank und nahm Drogen mit ihr, was so gar nicht zu ihm passte. Er konnte nicht nein zu ihr sagen. Sie hat seine Seele gestohlen."

Im März letzten Jahres bekam Kasey einen neuen Job bei einer Lieferfirma. Er verbrachte ein paar Tage mit seiner Familie und schien sich sehr zu erholen. Doch am Abend des 11. März erhielt Graham einen Anruf von der Polizei, die ihm mitteilte, dass Kasey in Bennetts Haus ins Herz gestochen worden war.

(…) Natalie Bennett stand im November 2023 vor dem Liverpool Crown Court vor Gericht. Sie bestritt, Kasey ermordet zu haben, und versuchte stattdessen, ihm die Schuld in die Schuhe zu schieben, indem sie mehrfach behauptete, er habe sie angegriffen, er sei ein Drogendealer und er sei bereits verletzt bei ihr zu Hause angekommen.

Sie sagte der Notrufzentrale sogar, sie wisse nicht, wie er zu seinen Verletzungen gekommen sei. Das Filmmaterial zeigt jedoch deutlich, dass Bennett keine Hilfe leistete, als er sterbend auf ihrem Weg lag. Sie richtete sogar einen weiteren Schlag mit dem Messer auf seinen Kopf.

(…) Bennett zeigte keine Reaktion, als sie zu einer lebenslangen Haftstrafe mit einer Mindestdauer von 18 Jahren hinter Gittern verurteilt wurde, sondern streckte ihrem Vater auf der Tribüne den Daumen entgegen, als sie in die Zellen geführt wurde.




4. Experten zufolge sind mehr Frauen Psychopathen, als man bislang geglaubt hatte.

Psychopathen wird im Allgemeinen ein Mangel an Empathie und Schuldgefühlen nachgesagt, sie zeigen antisoziales Verhalten, lügen häufig und sind rücksichtslos, narzisstisch und manipulativ.

"Psychopathen sind auf Geld, Macht und Kontrolle aus", sagt Dr. Clive Boddy von der Anglia Ruskin University, der Experte für Psychopathen in der Unternehmenswelt ist.

Während die Vorstellung, dass Psychopathen gewalttätige, asoziale Kriminelle sind, einer differenzierteren Sichtweise gewichen ist - Boddy gehört zu denen, die behaupten, dass sie oft in großen Unternehmen zu finden sind -, ist die Vorstellung, dass sie meist männlich sind, geblieben.

"Das Verhalten weiblicher Psychopathen scheint subtil genug und weniger offensichtlich zu sein als das männlicher Psychopathen, weshalb sie nicht so sehr wahrgenommen werden", so Boddy.

"Es gibt eine kleine, aber wachsende Zahl von Belegen dafür, dass weibliche Psychopathen dazu neigen, Gewalt eher verbal als physisch auszudrücken, wobei die Gewalt eher relationaler und emotionaler Natur ist, subtiler und weniger offensichtlich als bei männlichen Psychopathen", stellte er fest und fügte hinzu, dass dies auch die Verbreitung von Gerüchten und Lügen zum persönlichen Vorteil beinhalten kann.

Ein Problem sei, so Boddy, dass ein Teil des zur Identifizierung von Psychopathen verwendeten Tests - die Levenson-Selbstberichtsskala für Psychopathie (LSRP) – zu Lasten der Identifizierung der Störung bei Männern verzerrt sei.

Das liege daran, dass der erste Teil der Bewertung darauf abziele, wie emotional losgelöst, egoistisch, gefühllos und manipulativ eine Person sei, während der zweite Teil, der den psychopathischen Lebensstil erfasse, sich auf Gewalt und asoziales Verhalten konzentriere.

"Das sekundäre Element und die Maßstäbe dafür basierten größtenteils auf Studien über Kriminelle, die zu der Zeit im Gefängnis saßen und psychopathisch waren - daher ist man unter Forschern heutzutage der Meinung, dass diese Maßstäbe einfach nicht geeignet sind, um weibliche Psychopathie zu identifizieren."

Es gebe auch weniger Studien, die sich mit der Psychopathie bei Frauen befassten als bei Männern, und die Gutachter würden möglicherweise zögern, Frauen als Psychopathen zu bezeichnen.

Einigen Schätzungen zufolge könnte das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Psychopathen bei 10:1 liegen, doch Boddys Arbeit, bei der nur der erste Teil des LSRP verwendet wurde, legt nahe, dass die Zahlen sehr unterschiedlich sind.

"Es ist fast eins zu eins", sagte Boddy, obwohl er darauf hinwies, dass groß angelegte Studien mit zufällig ausgewählten Erwachsenen erforderlich wären, um ein exakteres Bild zu erhalten.

(…) Die Erkennung von Psychopathie bei Frauen und Männern sei wichtig, so Boddy, nicht zuletzt, weil solche Personen enorme Auswirkungen am Arbeitsplatz haben könnten, indem Mitarbeiter ausgegrenzt, misshandelt und gemobbt würden. Außerdem, so Boddy, könnten Unternehmen, die von solchen Personen geführt werden, die Orientierung verlieren, und es könnte sich darauf auswirken, wie die Menschen große Organisationen sehen.

"Sie sehen die Gier, Unwahrhaftigkeit und Rücksichtslosigkeit derer, die an der Spitze stehen, und das untergräbt die Demokratie und den Rechtsstaat", sagte er.


Boddys Studie reiht sich bei anderen Erkenntnissen ein, die zeigen, dass Frauen verblüffenderweise doch keine besseren Menschen sind.



Montag, Februar 26, 2024

"Warum muss ausgerechnet ich mein Leben riskieren, nur weil ich einen Penis habe?"

1. Der Berliner Tagesspiegel (Bezahlschranke) stellt zwei Ukrainer vor: Yevgen, der in seinem Land den Russen entgegen tritt, und Anton, der sich in Berlin versteckt. Ein Auszug aus der Schilderung Antons:

Bei der Wohnungssuche schrieb mir ein Vermieter auf „WG-gesucht“: „Warum bist du hier? Du bist ein Mann, geh und verteidige dein Land!“ Aber ich bin kein Soldat, sagte ich. Er antwortete: "Wenn so etwas mit meinem Land passieren würde, würde ich kämpfen! Du bist ein schlechter Mensch!"

Aber noch schlimmer sind die Blicke und Kommentare von Ukrainerinnen. Ich hatte als ukrainischer Mann in Berlin anfangs das Gefühl, herauszustechen. Immer schwang mit: Deine Rolle als Mann ist es, unsere Heimat gegen die russischen Besatzer zu verteidigen. Das löst Unbehagen in mir aus. Warum muss ausgerechnet ich mein Leben riskieren, nur weil ich einen Penis habe?

Wenn wir behaupten, wir vertreten Werte wie Gleichberechtigung, verstehe ich nicht, wie man die eine Hälfte der Bevölkerung zum Kämpfen zwingen kann, während die andere Hälfte – also die Frauen – davon verschont bleiben. Jetzt fühle ich mich unter ukrainischen Frauen oft unwohl.

(…) Sich auf unbestimmte Zeit verpflichten und im Land festgehalten werden, weil Männer nicht ausreisen dürfen? Das grenzt an Sklaverei. Ich will das nicht. Ich glaube nicht an Zwang. Das ist nicht die Art und Weise, wie man Werte verteidigt.




2. Ebenfalls im Tagesspiegel (KEINE Bezahlschranke) findet man einen Artikel darüber, dass Russland an der Front Inder einsetze, die zuvor mit russischen Pässen ins Land gelockt worden seien. Austrittsgesuche lasse Moskau unbeantwortet.



3. Und schließlich berichtet der Tagesspiegel (jetzt wieder mit Bezahlschranke) über den Verein Connection e.V. in Offenbach am Main, der Kriegsdienstgegner und Verweigerer aus aller Welt unterstützt und sich nach dem russischen Überfall der Ukraine auf die Beratung von Betroffenen aus beiden Ländern spezialisiert. Im Interview mit dem "Tagesspiegel" berichtet Vereinsgründer Rudi Friedrich unter anderem, wieso viele auch in Deutschland und anderen EU-Ländern nur vorübergehend vor dem Kriegseinsatz geschützt sind:

"Die Ukrainer, die derzeit hier leben, haben einen befristeten humanitären Aufenthalt. Der wurde kürzlich auf Bestreben der Europäischen Union bis zum 4. März 2025 verlängert. Dann kann der Aufenthalt meines Wissens nach der EU-Direktive nicht mehr verlängert werden. Es kann da sehr viel Druck geben. In dem Fall können Betroffene zwar Asylanträge stellen. Die haben aber wenig Aussicht auf Erfolg, denn Kriegsdienstverweigerung und Desertion ist grundsätzlich kein Asylgrund. Nur, wenn zusätzliche Verfolgung hinzukommt."




4. In einem Beitrag bei T-Online geht es darum, wie russische Soldaten sich gegenseitig miusshandeln und töten:

Die unmenschlichen Bedingungen an der ukrainischen Front führen offenbar dazu, dass unter den russischen Soldaten bestialisch bestraft, gefoltert und gedemütigt wird. Wie der US-amerikanische Militäranalyst Chris O. auf dem Kurznachrichtendienst X berichtet, würden Soldaten tagelang an Bäumen aufgehängt, nackt in eiskaltes Wasser getaucht und sogar dazu gezwungen, sich gegenseitig zu vergewaltigen. Dabei sind den Angaben zufolge die aus Straflagern rekrutierten Kämpfer die treibende Kraft.

(…) Während die Befehlshaber kilometerweit entfernt in ihren sicheren Bunkern sitzen, toben sich die Häftlings-Soldaten förmlich an den anderen aus, heißt es. "Unsere Stellungen werden pausenlos beschossen. Die Sträflinge haben völlig den Kopf verloren. Sie wissen, dass alle sterben werden. Deshalb foltern sie die einfachen Leute, wann immer sie können", wird ein Artillerist zitiert. Es seien sogar Soldaten gelyncht worden.

Die Sträflings-Soldaten hätten sich dazu wie in einer Gefängniskolonie organisiert, um zu morden, zu foltern und zu inhaftieren. In einem Video, das Verstka einsah, seien vier nackte Männer gedemütigt, geschlagen und mitten in der Nacht in eine Grube geworfen worden. "Dann zwingen sie die Männer, Sex miteinander zu haben. Sie sitzen über der Grube und schauen zu, als würden sie fernsehen. Sie lachen und pissen auf die Männer herunter", beschreibt einer das Gesehene.




Donnerstag, Februar 22, 2024

Ein Vater verklagt den Staat

1.
An diesen einen Tag im August vergangenen Jahres wird sich Wilfried Neumann wohl noch sein Leben lang erinnern. Er wurde Vater eines Sohnes. Und zugleich begann an diesem Tag ein Streit, der nun dazu führt, dass Neumann das ganze Land vor Gericht zerrt. Er hat in dieser Woche die Bundesrepublik Deutschland verklagt, weil der Staat ihm das Recht auf einen Vaterschaftsurlaub genommen habe, also auf wertvolle Zeit mit seinem neugeborenen Baby. "Es ist doch wichtig, dass Väter direkt nach der Geburt für ihre Partnerin und das Kind da sein können", sagt der 38-Jährige am Telefon.

So soll Familienarbeit ja eigentlich aussehen: eine gemeinsame Aufgabe von Vater und Mutter, eine gerechte Verteilung von Lasten und Verantwortung. Doch in der Praxis haben Wunsch und Wirklichkeit oft wenig miteinander zu tun. Vielleicht deckt dieses Gerichtsverfahren am Ende auf, dass Hunderttausende Väter weniger Zeit mit ihrer Familie verbringen konnten, als möglich gewesen wäre.


Hier geht es weiter.



2. Spiegel-Online berichtet über Männer, die aus der Ukraine geflüchtet sind: "Ich habe keine Angst, jemanden zu töten. Ich will einfach nicht sterben" Über die Lage in der Ukraine erfährt man:

In den nächsten Wochen soll das lang umstrittene Mobilisierungsgesetz verabschiedet werden, noch bis zum 21. Februar dürfen Abgeordnete Änderungsvorschläge einbringen. Der aktuelle Entwurf sieht vor, den aktiven Dienst auf 36 Monate zu beschränken, bisher gibt es dafür kein Limit. Das Mindestalter soll auf 25 statt wie bislang 27 Jahre gesenkt werden. Die Armee könnte Männer in Zukunft per Onlinebescheid einberufen. Wer nicht erscheint, dem dürfte der Staat das Konto blockieren und den Führerschein sperren. Oleksandr Boiko und andere Männer müssten im Konsulat ihre Registrierung vom Einberufungsamt vorweisen, wenn sie ihren Pass verlängern wollen. Die drastischen Maßnahmen zeigen die Verzweiflung in Kiew. In sozialen Netzwerken kursieren Videos von Feldjägern, die ukrainische Männer auf der Straße mitnehmen.




3. Unter der Überschrift "Frauen können genauso gut blenden wie Männer – es wirkt nur anders" hat Spiegel-Online die Psychologin Gitta Jacob interviewt. Ein Auszug:

SPIEGEL: Männer bleiben toxisch, solange Frauen auf dominante, aggressive und egoistische Männer stehen. Was halten Sie von dieser These?

Jacob: Den Begriff »toxische Männlichkeit« finde ich überstrapaziert. Jeder Mansplainer und jeder Mann, der breitbeinig in der U-Bahn sitzt, wird als toxisch bezeichnet. Aber warum soll er dieses Verhalten loswerden wollen, wenn genug Frauen darauf abfahren?

SPIEGEL: Ist das wirklich so?

Jacob: Das lässt sich tatsächlich noch immer beobachten. Auf Tinder bewerten Männer die Frauen nach einer Linearität: Je schöner die Frau, umso mehr Likes bekommt sie. Als mittelschöne Frau bekommst du platt gesagt halb so viele Swipes wie eine Superschöne. Frauen bewerten Männer anders: Die am attraktivsten bewerteten fünf Prozent bekommen – etwas überspitzt formuliert – alle Likes und die restlichen 95 Prozent gar keine.

SPIEGEL: Aber bei Tinder sehe ich nur, wie attraktiv jemand ist – und nicht, ob ein Mann dominant oder egoistisch ist.

Jacob: Aber der Status lässt sich sichtbar machen: Was trägt der Mann für eine Uhr, mit welchem Auto zeigt er sich? Männer, die sich entsprechend erfolgreich geben, sind beliebter.

SPIEGEL: Das klingt nach dem klassischen Blender, den Sie in Ihrem Buch "Anleitung zum glücklichen Lieben" beschreiben: Er tritt aggressiv, fordernd, dominant oder auch angeberisch auf. Gibt es mehr Blender als Blenderinnen?

Jacob: Nein. Frauen können mindestens genauso gut blenden wie Männer – es wirkt bei ihnen nur anders. Sie sind kein Macho-Arschloch, sondern geben sich unheimlich lieb und charmant.


Das Interview ist bei Interesse am Thema in Gänze lesenswert. Ergänzend dazu liefert Spiegel-Online einen weiteren Artikel: "Frauen stehen auf Idioten, und die Netten werden aussortiert? Ich gebe zu: Da ist was dran."



4. Der Nachrichtenplattform The Conversation zufolge sind die Einstellungen männlicher Schüler zum Feminismus nunacierter, als es oft in den Medien dargestellt wird. Zwei Wissenschaftler berichten in diesem Artikel über ihre Erfahrungen:

Als wir vor kurzem in Schulen arbeiteten, um eine Unterrichtseinheit zum Thema schädliches Sexualverhalten in Schulen durchzuführen und zu evaluieren, fragten wir die Jugendlichen, wie viele von ihnen sich selbst als Feministen bezeichnen würden. Daraufhin wurden oft nur zwei oder drei Hände gehoben, oft begleitet von einem abfälligen Kommentar eines der Jungen.

Sowohl Jungen als auch Mädchen scheinen dem Feminismus abgeneigt zu sein, wobei diese vielleicht kontraintuitive Tendenz bei jungen Frauen schon seit einiger Zeit zu beobachten ist.

Wenn wir jedoch etwas tiefer gehen und fragen, ob sie an die Gleichstellung der Geschlechter glauben oder was sie unter Feminismus verstehen, ergibt sich ein anderes Bild.

Die jungen Menschen, mit denen wir arbeiten, haben oft ein klares Verständnis von der Ungleichheit zwischen Männern und Frauen. Sie befürworten in der Regel die Idee, dass Menschen nicht aufgrund ihres Geschlechts eingeschränkt oder benachteiligt werden sollten, dass aber eine mögliche Benachteiligung aufgrund des Geschlechts nuanciert ist und in beide Richtungen geht: Sowohl Jungen als auch Mädchen sind von Geschlechterstereotypen und -druck betroffen.

Die Mädchen im Raum weisen schnell auf die Doppelmoral hin, die ihrer Meinung nach dazu führt, dass sie härter beurteilt werden und mehr soziale Beschämung im Zusammenhang mit ihrem Körper und ihrem Sexualverhalten erfahren als Jungen. Sie sprechen darüber, wie sich die Ungleichheit der Geschlechter auf ihre Fähigkeit auswirkt, freie Entscheidungen zu treffen und sich in ihrem Alltag sicher zu fühlen. Unerwünschte Aufmerksamkeit, sexuelle Belästigung und das Gefühl der Unsicherheit gehören für Mädchen im Teenageralter immer noch zum Alltag.

Die Jungen hingegen, denen die Anforderungen der Männlichkeit aufgedrängt werden, halten sich selten für mächtig oder privilegiert. Sie sind oft unsicher in ihrem Körper, schämen sich und fühlen sich überfordert - vor allem in ihren intimen und sexuellen Beziehungen, wo von ihnen erwartet wird, dass sie die Kontrolle übernehmen.

Wir haben festgestellt, dass junge Menschen einen direkten Wunsch nach authentischen und gesunden Beziehungen haben, sei es mit gleich- oder andersgeschlechtlichen Gleichaltrigen. Es fällt ihnen jedoch schwer, diese Wünsche in die Realität umzusetzen, da sie sich mit den bestehenden sozialen und kulturellen Erwartungen und dem Druck in Bezug auf Geschlecht und Beziehungen auseinandersetzen müssen.

Vor allem Jungen und junge Männer stehen im Spannungsfeld zwischen traditionellen Männlichkeitsvorstellungen und der Forderung nach emotionalem Selbstbewusstsein und Sensibilität.

Wenn wir über die Einstellung junger Menschen zum Feminismus nachdenken, müssen wir anerkennen, dass es die älteren Generationen sind, die die sozialen Drehbücher für Jungen und Mädchen schreiben. Es sind die älteren Generationen, die Sex immer noch als etwas ansehen, das Jungen mit Mädchen machen - wie eine von uns feststellte, als wir Lehrer dazu befragten, wie sie Jungen über das Thema Einwilligung aufklären.

Und es sind ältere Erwachsene - wie der 37-jährige Social-Media-Influencer Andrew Tate - die predigen, dass der Feminismus zu weit gegangen ist. Die Medienberichterstattung über die Umfrage des King's College und von Ipsos Mori hat das Ergebnis hervorgehoben, dass einer von fünf jungen Männern, die wir befragt haben, ihm zustimmt. Das bedeutet aber, dass nur eine Minderheit der Jungen und jungen Männer, die angaben, von Tate gehört zu haben, eine positive Meinung von ihm hat.

Mehr als die Hälfte der jungen Männer gab an, dass sie Tates Ansichten beleidigend finden. Dieses Ergebnis spiegelt wider, was wir in unserer Forschungsarbeit feststellen: ein schwindendes Interesse an Tate unter jungen Menschen.

Unserer Erfahrung nach sind die meisten jungen Menschen aufgeschlossen, integrativ und tolerant. Sie sind kritische Denker, wenn man ihnen erlaubt, selbst zu denken, anstatt von den Erwachsenen um sie herum mit einfachen Antworten abgespeist zu werden oder, wie es in dieser Umfrage der Fall zu sein schien, zwischen Optionen zu wählen, die als konkurrierende Interessen zwischen Männern und Frauen dargestellt wurden.

Unsere Forschung unterstreicht die Notwendigkeit eines jugendzentrierten Ansatzes für die Behandlung von Fragen im Zusammenhang mit Geschlecht und Beziehungen mit jungen Menschen, der ihnen nicht sagt, was sie denken sollen, sondern vielmehr, wie sie denken sollen, um ihren Anliegen gerecht zu werden.Die Erwachsenen im Leben junger Menschen - Eltern, Lehrer und andere - sollten darüber nachdenken und mit ihnen darüber sprechen, warum Influencer wie Tate so viel Zulauf haben.




5. Frauen sind noch immer nicht die besseren Menschen: Auf der Toilette einer Schule in Oklahoma wurde eine nicht-binäre Schülerin von drei älteren Mitschülerinnen totgeprügelt.

"Ich weiß, dass eines der Mädchen immer wieder mit dem Kopf auf den Boden schlug", sagte eine Person, die sich als Freundin von Benedicts Mutter vorstellte. Obwohl ein Lehrer schließlich in die Toilette ging, um den Kampf zu beenden, fügte der Freund hinzu: "Sie konnte nicht allein zur Krankenstation gehen, und das Personal rief nicht den Krankenwagen, was mich erstaunt hat."




6. In Japan wird das "Fest der nackten Männer" eingestellt, bei dem sich Horden von Männern, die alle nichts weiter anhaben als einen Tanga-förmigen Lendenschurz und dünne Socken, nachts bei winterlichen Temperaturen ein heftiges Gerangel liefern.



7. Die Post. Einer meiner Leser schreibt mir heute:

In vielen Medien liest man gerade von einer US-chinesischen Langzeitstudie zur Auswirkung von Sport auf die Gesundheit. Es zeigte sich, dass Frauen für dieselbe positive Wirkung nur etwa halb so lange Sport treiben müssen wie Männer. Die Schlussfolgerung der Forscher ist nun aber nicht, mehr Programme für Männer einzurichten oder zu bewerben – sondern noch mehr Frauen zum Sport zu animieren.

Wäre das Ergebnis der Studie im Gegenteil gewesen, dass Frauen doppelt so lange Sport treiben müssen wie Männer, hätte man wahrscheinlich dasselbe gefordert... Immerhin plädiert man dafür, Sportangebote geschlechtsspezifischer zu gestalten.




Mittwoch, Februar 21, 2024

Ukraine: Wer sich dem Krieg verweigert, darf nicht auf Deutschland hoffen

1.
Wer nicht für Russland in den Krieg ziehen will, hat schlechte Chancen auf Asyl in der BRD – und auch der Ton gegenüber geflohenen Wehrpflichtigen aus der Ukraine wird rauer


Die Zeitung "analyse & kritik" hat sich näher mit dieser Entwicklung beschäftigt.



2. Österreichs "Männerservice" berichtet:

"Was mir widerfährt, ist unfassbar! Sehr geehrter Männerservice, setzen Sie sich hin, Sie werden sich die Augen reiben, Sie werden es kaum glauben können, was ich Ihnen jetzt an völlig Unglaublichem schildere!"

Im Sinne dieser vorangehenden Sätze konfrontieren uns viele Betroffen mit ihrem Schicksal. Viele glauben tatsächlich, mit Ihnen geschehe etwas Einzigartiges, das völlig aus der Reihe fällt in dieser Republik, in dieser Justiz, und glauben ernsthaft: Wir im Männerservice hätten von so einen Missstand noch niemals gehört oder gesehen.

Zu allermeist stellt sich jedoch heraus, dass die Betroffenen zwar durchaus großes Unrecht erleben. Doch fast immer ist dieses Unrecht so etwa wie "Normalbetrieb" in diesem Staat. Unrecht ja, doch in voller Absicht dieser parteiischen Politik und Justiz, und jedenfalls Alltag: Für die Justiz, für die Politik, welche die Zustände absichtlich geschaffen haben, ja und für uns, welche täglich dieses Unrecht abmildern wollen und es auf gesellschaftlicher und politischer Ebene aufzeigen.

Kurt Mittner hat auf die eingangs beschriebene Überspitzung verzichtet. Er hat uns nur nüchtern geschildert, was geschehen ist. Dieses Mal sind wir es, welche fassungslos sind.


Hier geht es weiter.



3. Es gibt mehr Kuckucksväter, als viele wissen: Der "Stern" berichtet über einen Mann, der durch seine Haustier-Kamera erfährt, dass er nicht der Vater seines Kindes ist.



Dienstag, Februar 20, 2024

NZZ über deutsche Medien: "Jetzt wird auch der junge Mann zum Problem erklärt"

1. Das "Thema des Tages" bei der Neuen Zürcher Zeitung lautet heute: "Warum die Kritik an jungen Männern oft unfair ist". Birgit Schmid erläutert, wie mit Frauen-sind-bessere-Menschen-Rhetorik der Geschlechterkrieg angeheizt wird:

Der alte weisse Mann erhält Gesellschaft. Und zwar von seinen Enkeln. So lässt sich ein Report deuten, der in den vergangenen Wochen in den Medien zu reden gab. Er wurde vielfach auch so ausgelegt: Junge Männer hätten noch nicht verstanden, was Gleichberechtigung bedeute. Sie hätten ein Frauenbild, das in die 1950er Jahre zurückreiche. Und warum? Weil sie spürten, dass Männer ihre gesellschaftliche Macht verlören.

Die Debatte lanciert hat die "Financial Times". Die Zeitung wertete globale Daten über das politische Profil der Generation Z aus. Die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen trenne ein tiefer Geschlechtergraben, so das Fazit: Die jungen Frauen werden linker, die jungen Männer rechter. Es gebe nicht eine Generation Z, schreibt der Autor, sondern zwei. Die "ideologische Kluft" zeigt sich in Ländern überall auf der Welt.

(…) Das ist erst einmal ein Befund. Doch schon verleitet dieser zu düsteren Szenarien. Experten und Journalisten sehen einen Geschlechterkrieg nahen. Oder sie halten die politischen Differenzen zwischen jungen Frauen und Männern für so unüberwindbar, dass sie um die Liebe, wenn nicht sogar den Fortbestand der Menschheit bangen. Was, wenn die Geschlechter eines Tages nicht mehr zueinanderfinden?

(…) Die Tamedia-Zeitungen kommen in einer Analyse bereits im Titel zu dem Schluss: "Junge Frauen haben keine Lust auf rechte Männer". In der "Zeit" klingt es ähnlich. Junge Männer würden sich nach rechts richten, also sich den "good old days" zuwenden, schreibt die Autorin: Für die jungen Frauen sei "der Rückweg in die 1950er Jahre offenbar nicht gerade verlockend".

Der "Spiegel" gibt die Männer schon fast verloren, wenn er feststellt: "Junge Männer driften nach rechts ab."

Solche Interpretationen machen klar: Junge Männer sind das Problem. Sie sind die Ursache für die Spaltung zwischen den Geschlechtern, weil sie sich den Frauen und damit dem gesellschaftlichen Wandel verweigern. Sie halten nicht Schritt mit den Frauen. Sie widersetzen sich dem Fortschritt, der die Welt gerechter macht und das Leben all jener verbessert, die bisher zu kurz gekommen sind. Aus linker Sicht.

Doch das ist noch nicht alles. Dass junge Männer vermehrt rechte Anliegen vertreten, wird als Reaktion auf den Vormarsch der Frauen gesehen. Männern wird unterstellt, dass sich die weibliche Selbstbestimmung für sie wie ein Verlust anfühlen müsse.

Die männliche Hälfte der Generation Z ist also reaktionär, wird damit ausgesagt. Sie will die alten Verhältnisse wiederherstellen. Frauen zurück an den Herd. Allein das Label "rechts" verrät dieses Ansinnen.

(…) Was stimmt: Es wird immer Männer geben, die nicht klarkommen damit, dass Frauen selber wählen, wie sie leben wollen. Diese Männer stehen unter den rechten Männern ganz rechts aussen. Es sind Männer wie Andrew Tate, der Frauenhasser und Influencer, der wegen Menschenhandels und Vergewaltigung angeklagt ist. Diese Männer sehen Frauen als minderwertige Wesen an, die man gefügig machen muss. (…) Diese Männer sind nun tatsächlich "abgedriftet". Auf sie haben Frauen wirklich "keine Lust mehr". Typen wie Tate verkörpern das Extrem. Da der Begriff "rechts" inzwischen aber so belastet ist, färbt er auf alle als rechts geltenden Männer ab. Damit wird die grosse Mehrheit der jungen Männer pauschal als Ewiggestrige verurteilt, als Frauenverächter sogar, selbst wenn sie sich auf einer Skala von 0 bis 10 bloss eine Position rechts der Mitte positionieren.

Das wird ihnen nicht gerecht. Unterhält man sich mit Männern um die zwanzig, stellt man schnell fest, dass sie Gleichberechtigung für selbstverständlich halten. Sie führen partnerschaftliche Beziehungen, in denen sie die Meinung des andern respektieren. Eine Frau als Chefin ist für sie normal. (…) Sie kennen gar nichts anderes, als Frauen gleichwertig zu behandeln.

(…) Selbst ein Zwanzigjähriger wird nun für die gefühlte Benachteiligung der Frauen verantwortlich gemacht. Verständlich, wenn er da Mühe hat mit einem Begriff wie "toxische Männlichkeit", der ihm allein deshalb zugeordnet wird, weil er ein Mann ist. Dessen Ablehnung macht ihn zum "rechten" Mann – zu einem Widersacher der Frauen. (…) So wie der Gender-Gap gedeutet wird, entsteht der Eindruck, dass die linke Gesinnung der Frauen die einzig richtige sei. Männer fürchteten bloss um ihre Privilegien. Fragt sich nur welche: Die Generation Z hat ja noch kaum Machtpositionen besetzt.

Männer und Frauen haben weiterhin miteinander zu tun. Sie begegnen sich in der Schule, im Studium, später am Arbeitsplatz. Männer verlieben sich in Frauen und umgekehrt, ohne zu wissen, wie "links" oder "rechts" der andere ist. Sie heiraten, haben Kinder oder bleiben kinderlos. Sie tun dies sogar trotz verschiedenen politischen Haltungen.

Ein Paar ist sich in einer Beziehung nie in jedem Punkt einig, so nahe es sich steht. Jeder schärft die Argumente an den Ansichten des andern, man streitet sich, kommt überein. Das macht das Zusammenleben erst interessant. Man sollte sich vielmehr Gedanken machen, wenn zwei Menschen in einer Meinungsblase eingeschlossen sind.




2. Die Augsburger Allgemeine bewertet das sogenannte "Demokratiefördergesetz" kritisch. Ein Auszug:

Der hochtrabende Begriff vom "Demokratiefördergesetz" suggeriert (…) einen Nachholbedarf, den es so in Wirklichkeit gar nicht gibt. Wenn überhaupt, dann geht es um die Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements – und die gibt es bereits in hinreichendem Maße. Weit über 100 Millionen Euro gibt der Bund dafür bereits pro Jahr aus, dazu noch gut 75 Millionen für die Bundeszentrale für politische Bildung, die im weitesten Sinne ja auch der Förderung der Demokratie verpflichtet ist, um im Sprachgebrauch der beiden Ministerinnen zu bleiben. Welche Agenda sie verfolgen, zeigt unter anderem die von der Bundesregierung mitfinanzierte Meldestelle Antifeminismus bei der Amadeu-Antonio-Stiftung, die nicht nur potenziell strafbare Vorfälle sammelt und dokumentiert, sondern auch unliebsame Meinungsäußerungen, etwa über das Gendern. Ein "Demokratiefördergesetz" aber müsste auch unliebsame Meinungen schützen. Oder, wie der frühere Bundespräsident Gustav Heinemann es einst formulierte: Man darf das Grundgesetz nicht mit Methoden verteidigen, die seinen Zielen zuwider laufen.




3. In der linken Wochenezitung "Freitag" (Bezahlschranke) schreibt Thomas Gesterkamp über eine Hotline für Männer, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Natürlich wäre es kein echter Gesterkamp-Artikel, wenn es nicht gleich am Anfang hieße: "Antifeministische Maskulinisten greifen das Thema auf und stilisieren sich selbst zum Opfer. Sie verharmlosen die Tatsache, dass im häuslichen Umfeld überwiegend Frauen die Leidtragenden sind." Inwiefern Männer, die sich für männliche Gewaltopfer einsetzen, sich selbst zum Opfer machen würden, verrät Gesterkamp nicht. Was ihn wohl wirklich ärgert: Männerrechtler machen beständig auf den tatsächlichen Stand der Forschung aufmerksam, der in zahllosen Studien ein eindeutiges Bild ergibt: Männer sind so häufig Opfer häuslicher Gewalt wie Frauen.

Im weiteren Verlauf seines Artikels zitiert Gesterkamp den Psychologen Björn Süfke: "Spezifische, auf männliche Probleme zugeschnittene Angebote sind in Deutschland Mangelware". Stimmt. Und zwar unter anderem deshalb, weil einer politischen Bewegung, die auf diese Schieflage aufmerksam macht, Leute wie Gesterkamp beständig von hinten die Beine wegtreten.



4. Trotz aller Feindpropaganda geht es mit der Aufklärung voran: Der Youtube-Kanal "Clownswelt" etwa zerlegt in einem knapp über zwanzig Minuten langen Video Männerhass in einem Beitrag der Öffentlich-Rechtlichen und greift dabei auch auf Statistiken zurück, die erstmals von mir und anderen Männerrechtlern bekannt gemacht worden sind.



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