Samstag, Dezember 03, 2022

Streit um Gender-Lehrstuhl: Studenten besetzen Universität Jena

1.
Ab 2025 will die Jenaer Friedrich-Schiller-Universität den deutschlandweit einmaligen Lehrstuhl für Geschlechtergeschichte streichen. Studierenden haben dagegen eine Petition gestartet und demonstriert. Geholfen hat es bislang nichts. Nun sind die jungen Menschen auf eine radikalere Protestform ausgewichen und haben Jenas größten Hörsaal besetzt - auf unbestimmte Zeit.


Der MDR berichtet:

So wie es aussieht, werden sie eine Weile bleiben. Um die 50 Studierende halten seit Mittwochabend den Hörsaal 1 am Jenaer Ernst-Abbe-Platz besetzt. Zwei Dutzend schlafen sogar dort. Der Hörsaal der Uni Jena ist für etwa 800 Menschen ausgelegt. Jetzt hängen Transparente mit Forderungen an den Wänden, Matratzen liegen dort, wo normalerweise Professorinnen und Professoren für ihre Vorlesungen stehen.

(…) Die Hauptforderung der Besetzer: Der Lehrstuhl für Geschlechtergeschichte, seit 2010 unter der Leitung von Professorin Gisela Mettele, darf nicht wegfallen. Mettele geht 2025 in den Ruhestand. Danach soll es keine Nachfolgerin, keinen Nachfolger geben. So der Plan der Uni. Ein Plan, der aus finanzieller Not heraus gefasst werden musste, sagt Professor Christoph Demmerling, Dekan der Philosophischen Fakultät.

Voraus ging die Verpflichtung, die bisher extern finanzierte Junior-Professur "Digital Humanities" aus eigenen Mitteln zu bezahlen, und zudem der Wunsch, diese auch noch zu einer ordentlichen Professur aufzuwerten. Das kostet viel Geld. Heißt, an anderer Stelle muss gespart werden.

Zwei Streichkandidaten standen zur Wahl: Geschlechtergeschichte und Mittellatein. Der Fakultätsrat habe sich für ersteren entschieden, weil, wie Demmerling betont, Geschlechterthemen auch an anderen Professuren mitverhandelt und gelehrt werden.

Das reiche aber nicht aus, finden die Studierenden im Hörsaal 1. Es sei wichtig, dass es für die Geschichtswissenschaft mit Genderperspektive eine zentrale Institution gebe. Nur so könne sichergestellt werden, dass der Ansatz auch umfassend fortentwickelt werde. Zufrieden geben wollen sich die Studierenden mit Geschlechtergeschichte in zufällig abfallender Häppchenform nicht.

Zudem sei die Entscheidung gegen den Lehrstuhl Geschlechtergeschichte undemokratisch und intransparent gefallen. Eine nicht demokratisch legitimierte Kommission - besetzt mit Nicht-Historikern - habe eine Vorauswahl getroffen. Im Fakultätsrat, der die endgültige Entscheidung getroffen hat, hatten die Studierenden nur eine von 17 Stimmen. Sie wünschen sich nun einen deutlich basisdemokratischeren Mitbestimmungsprozess in derartigen Fällen.

Dekan Demmerling sieht das anders. Von undemokratisch könne keine Rede sein. Das Verfahren sei sehr "kleinteilig begutachtet" worden. Das Rechtsamt habe es ausgeleuchtet - die Strukturkommission dann eine Empfehlung ausgesprochen. Zuvor gab es an der Universität äußerst kontroverse Diskussionen zum Thema.

(…) Nicht alle Jenaer Studierenden sind mit der Besetzung des größten Hörsaals einverstanden. Laut einem Uni-Sprecher gebe es einigen Unmut unter den Kommilitoninnen und Kommilitonen. Vorlesungen anderer Fächer fielen entweder aus oder werden in kleinere Räume verlegt. Das ist auch den Besetzern bewusst. Sie wollten keine Bildung verhindern, sagen sie. Aber sie sähen auch keine andere Möglichkeit, mehr Gehör zu finden. In den kommenden Tagen wollen sie mit der Uni verhandeln.


Unterstützung haben sie bereits in Frauenministerin Lisa Paus. Die verkündete gestern Abend auf Twitter: "Wo Gender-Lehrstühle gestrichen (…) werden sollen, da steht die Wissenschaft als Ganzes unter Druck!" Weitere Unterstützung gibt es aus den Reihen der Antifa sowie Der Linken.

Auch die Frankfurter Allgemeine und das Neue Deutschland berichten. Über den Fortgang der Aktion informiert der Twitter-Kanal "Geschlechtergerechtigkeit bleibt!"



2. Die These, dass vor allem Männer am Klimawandel schuld seien, ist bei manchen Journalisten immer noch ein Thema. Sogar einige Wissenschaftler tragen zur Verbreitung sexistischer Klischees bei:

Laut Bernadette Sütterlin, Konsum- und Nachhaltigkeitsforscherin der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW), sind Frauen grundsätzlich umweltbewusster: "Frauen nehmen stärker Rücksicht auf andere, denken an die Gesellschaft und sind fürsorglicher."


Eine Gegenstimme zu derlei Pauschalisierungen liefert der Wirtschaftspsychologe Christian Fichter:

"Natürlich gibt es Geschlechtsunterschiede beim Konsumverhalten. Männer allein für den Klimawandel verantwortlich zu machen, ist jedoch nicht gerechtfertigt." In Bereichen wie beispielsweise Fast Fashion oder der Kosmetikindustrie seien Frauen im Ausgleich weniger nachhaltig als Männer. "Solche Schuldzuweisungen bringen der Umwelt nichts, stattdessen müssen wir gemeinsam Lösungen finden."




3. Eine Frau aus dem badischen Lörrach wurde in Portugal wegen Kindesentzug festgenommen.



4. "Die Zeit" kommentiert den von der grünen Familienministerin Lisa Paus aufgeschobenen Vaterschaftsurlaub. Ein Auszug:

Der Vaterschaftsurlaub steht im Koalitionsvertrag der Ampelregierung, er stand auch in den Wahlprogrammen aller Koalitionspartner. Und nun steht er auf der Liste der Vorhaben, die eben später verwirklicht werden, wenn mal gerade keine "gegenwärtige Krise" ist. Ob das 2024 tatsächlich so sein wird?

Allerdings ist es wenig überraschend, dass ausgerechnet ein Wahlversprechen vertagt wird, von dem Väter profitiert hätten. Denn wenn es eine gesellschaftliche Gruppe gibt, von der keinerlei Gegenwehr zu erwarten ist, dann sind es Väter. Keine Väter-Lobby macht mobil gegen die Vertagung. Und auch bislang demonstrieren Väter nicht auf der Straße für ihr Recht, bei ihren neugeborenen Kindern zu sein, ohne dafür den Jahresurlaub aufbrauchen zu müssen. Nein, die Väter machen einfach weiter.

Vielleicht, weil es ihnen selbst an Bewusstsein mangelt, dass es in ihrem eigenen Interesse wäre, angemessen viel Zeit mit ihren Kindern verbringen zu können – und sie diese Zeit nicht bekommen werden, solange sie sich nicht sehr egoistisch dafür einsetzen. (…) Väter müssen sich klar werden, ob sie wirklich weiter den Erwerbsesel geben wollen, anstatt mehr von ihrem Leben mit ihren Kindern zu teilen. (…) Was fehlt? Es ist die Initiative der Väter.


Eine Initiative der Väter gibt es hierzulande seit über 30 Jahren. Was tatsächlich fehlt, ist eine angemessene Unterstützung solcher Männerrechtler von unseren Leitmedien, die diese soziale Bewegung entweder verunglimpfen oder totschweigen. Auch die Berichterstattung der "Zeit" hat sich hier keine Lorbeeren verdient.



5. Im März nächsten Jahres veröffentlichen zwei Journalistinnen das Buch "Alte weise Männer" – und auf Twitter kriegen sich einige jetzt schon nicht mehr ein vor fassungsloser Empörung. Selbst mit frauenfeindlichen Etiketten wie "pick me girls" (wird für Frauen verwendet, die von Männerhass als Parteilinie abweichen) ist diese feministische Front unbekümmert dabei.



6. Norwegen lehnt ab, sich mit dem Thema Beschneidung auseinanderzusetzen:

Save the Children hatte eine Bewertung des Rituals der Beschneidung gefordert, weil die Organisation befürchtete, dass die Rechte der Kinder nicht ausreichend berücksichtigt wurden, als 2015 in Norwegen ein Gesetz zur Beschneidung verabschiedet wurde. Eine solche Bewertung sollte die Rechte von Kindern und das Recht auf Religions- und Glaubensfreiheit berücksichtigen. Der Bericht sollte die negativen und positiven Folgen des Rituals aufzeigen, so die Organisation.

Die norwegische Gesundheitsministerin erklärt nun jedoch, sie sei nicht an einer solchen Untersuchung interessiert. Das Ministerium für Gesundheit und Pflege schreibt in seiner Antwort an die Organisation, man verstehe die Bedenken, sei aber der Meinung, dass das Gesetz über die rituelle Beschneidung "eine korrekte Abwägung der verschiedenen Erwägungen beinhaltet".

Ministerin Ingvild Kjerkol argumentiert, dass das Gesetz regelt, wer in die Beschneidung eines Minderjährigen einwilligen kann und Anforderungen an die Bereitstellung von Informationen, Fachwissen und Schmerzlinderung stellt. Darüber hinaus ist sie der Ansicht, dass das Ritual nach den geltenden Vorschriften nicht gegen die Menschenrechtsverpflichtungen Norwegens verstößt.




Freitag, Dezember 02, 2022

Ermittlungen gegen Universität Stanford wegen Diskriminierung von Männern – Ähnliche Missstände an deutschen Hochschulen

1. Die bei vielen Sexisten verhassten Männerrechtler haben mit einem neuen Vorstoß in den USA einen ersten Erfolg erzielt: Gegen die kalifornische Universität Stanford wurden wegen der Benachteiligung von Männern Untersuchungen eingeleitet:

Die Stanford University wird vom Amt für Bürgerrechte (OCR) des Bildungsministeriums wegen Voreingenommenheit gegenüber Männern untersucht. Laut der beim OCR eingereichten Beschwerde bietet die Elitehochschule mehrere Programme zur Förderung von Frauen an, aber keine entsprechenden Programme für Männer. Die Stanford-Frauenprogramme sind nur die jüngsten in einer langen Liste von universitären Fraueninitiativen, die unter Beschuss geraten sind, weil sie gegen Vorschriften verstoßen, die eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts verbieten.

Kursat Pekgoz, CEO von Doruk, einem türkischen Immobilienunternehmen, und James Moore, ein ehemaliger Stanford-Absolvent und emeritierter Professor an der University of Southern California (USC), reichten die Klagen gegen Stanford ein. Die beiden lernten sich kennen, als Pekgoz noch Student an der USC war. Die beiden sind der Ansicht, dass die Stanford-Programme gegen das Antidiskriminuerungsgesetz Titel IX des Bürgerrechtsgesetzes verstoßen, das Personen vor Diskriminierung aufgrund des Geschlechts in Bildungsprogrammen schützt, die vom Bund finanziell unterstützt werden - dazu gehören fast alle Colleges und Universitäten in den USA.

Die ursprüngliche Klage gegen Stanford umfasste Beschwerden über 27 Stanford-Programme, die nach Ansicht von Moore und Pekgoz gegen Titel IX verstießen. In diesem Monat leitete das Amt für Bürgerrechte offiziell eine Untersuchung zu fünf dieser Programme ein: Stanfords Women in Business, Women in Stanford Law, Stanford Women in Design, Stanford Society of Women Engineers und der Gabilan Provost's Discretionary Fund.

Pekgoz und Moore behaupteten, die vier Organisationen seien illegal, weil ihre Namen implizieren, dass sie Männer ausschließen, alle ihre Mitglieder Frauen sind und Stanford keine ähnlichen Förderprogramme für Männer anbietet. Sie bemängeln, dass der Fonds des Rektors die Einstellung und Bindung von weiblichen, aber nicht von männlichen Lehrkräften in den Natur- und Ingenieurwissenschaften unterstützt. Die Universität Stanford reagierte nicht auf Bitten um Stellungnahme zu den Vorwürfen.

Der Beschwerde zufolge sind die Programme zur Förderung von Frauen überholt, da die Zahl der Frauen in den Studiengängen inzwischen höher ist als die der Männer. Tatsächlich haben Frauen in den Vereinigten Staaten seit Mitte der 1980er Jahre mehr Bachelor-Abschlüsse erworben als Männer. Auch in akademischer Hinsicht schneiden Frauen besser ab als Männer, da sie in der High School und im College höhere GPAs erzielen. Selbst in den von Männern dominierten MINT-Fächern sind die Noten von Frauen nachweislich besser als die von Männern. Was das Studium anbelangt, so sind Frauen seit 2016 in der Rechtswissenschaft und seit 2019 in der Medizin in der Überzahl.

(…) Neben der Klage gegen die Programme in Stanford hat Pekgoz mehrere andere Klagen nach Titel IX eingereicht und vor kurzem die University of California, Santa Cruz, gezwungen, ihr Marilyn C. Davis-Stipendium sowohl für männliche als auch für weibliche MINT-Studenten zu öffnen. Vor seiner Beschwerde nahm das Stipendium nur Bewerbungen von Frauen an.

Auch andere Personen investieren viel Zeit und Mühe in die Beseitigung von Universitätsprogrammen, die Frauen begünstigen, Männer aber ausschließen. Mark Perry, emeritierter Professor an der Universität von Michigan in Flint und Senior Fellow am American Enterprise Institute, hat über 600 Beschwerden gegen Universitäten wegen geschlechtsspezifischer Diskriminierung von Männern eingereicht. Sein jüngstes Ziel sind die Universitäten, die die Clare Boothe Luce (CBL)-Stipendien vergeben. Im Rahmen des CBL-Programms wurden über 217 Millionen Dollar für die Förderung von Studentinnen, Doktorandinnen und Professorinnen in MINT-Fächern bereitgestellt.


Wie die Frankfurter Allgemeine berichtet, liegt hier auch bei deutschen Hochschulen einiges im Argen:

Bei der Hochschulrektorenkonferenz scheint es neulich kräftig gescheppert zu haben. Anlass war eine Tischvorlage zu Karrierewegen von Frauen in der Wissenschaft, die die Vertretung der deutschen Hochschulen auf ihrer Vollversammlung in Jena beschließen wollte. Das Papier forderte, jede zweite Professur mittelfristig mit einer Frau zu besetzen, und das in allen Fächern. Einem Bericht des Wissenschaftsjournalisten Jan-Martin Wiarda zufolge flogen daraufhin die Fetzen. Männer wie Frauen hätten sich beschwert, dass es das Potential dafür einfach nicht gebe und man nicht wisse, woher man all die weiblichen Führungskräfte nehmen solle. Es wurden herabwürdigende Vergleiche gezogen. Der Antrag fiel durch.


Die Klage, es ginge mit der Gleichstellung von Frauen zu langsam voran, ist der FAZ zufolge "scheinheilig":

Die eigentlich aussagekräftige Zahl ist die Neuberufungsquote, die im HRK-Papier nicht erwähnt wird. Sie liegt nach Angaben des Berichts bei 38,4 Prozent (vor zwanzig Jahren waren es 15,2 Prozent). Dieser Fortschritt wird wohl schon jetzt mit einer Aufweichung der Chancengerechtigkeit erkauft. 38,9 Prozent weiblichen Berufungen stehen 29,5 Prozent weiblichen Bewerbungen entgegen, heißt: Bei der Berufung sind Frauen wohl überrepräsentiert. Das deutet eine Ungleichbehandlung der männlichen Bewerber an.

(…) Das Wort "fächerübergreifend" hat die HRK aus der finalen Version ihres Papiers herausgestrichen. Daraus folgt, dass von Frauen bislang bevorzugte Fächer wie Sprachen, Biologie oder Medizin wesentlich mehr für das avisierte Gleichstellungsziel werden tun müssen. Für männliche Bewerber wird es dort schwer werden. Nun könnte man sagen: lange nicht so schwer, wie es für Frauen einmal war. Aber das Papier bekennt sich nicht zum Revanchismus, sondern zur Chancengleichheit. (…) Wer einer benachteiligten Gruppe eine Quote einräumt, kann sie anderen Gruppen nach identitätspolitischer Denkweise schlecht verweigern.


Frauen werden in den Verfahren offen, unverfroren und systematisch bevorzugt, urteilt der Regensburger Juraprofessor Tonio Walter. Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes rechtfertige Fördermaßnahmen wie das Professorinnenprogramm nicht, "denn dieses Programm ist massive Bestechung zugunsten eines Geschlechts. Art. 3 II 2 erlaubt nur diskriminierungsfreie Maßnahmen."



2. Die Zeitschrift Men's Health erklärt, warum sich Deutschland so schwer damit tut, die EU-Richtlinie umzusetzen, die zehn Tage Vaterschaftsurlaub direkt nach der Geburt des Kindes vor sieht. In der Süddeutschen Zeitung zeigt sich die Feministin Teresa Bücker unzufrieden mit dieser störrischen Zurückhaltung: "Die Entscheidung, dass die Bundesregierung die Freistellung für Partner*innen vorerst nicht einführt, sendet die Botschaft, dass die Hauptaufgabe von Männern außerhalb ihrer Familien liegt und sie zuhause verzichtbar sind."



3. Männer sollten "verantwortungsvoll ejakulieren", denn "Sperma ist eine gefährliche Waffe" findet eine US-Autorin, die für diese Forderung eine Plattform bei Spiegel-Online erhält (Bezahlschranke).



4. In Zürich erhalten städtische Mitarbeiterinnen Menstruationsurlaub und dürfen bei Regelschmerzen bis zu fünf Tage pro Monat am Arbeitsplatz fehlen. Aus Sicht der Grünen ist das ein feministisches Anliegen, bei der FDP hingegen zeigt man sich von diesem Ansatz wenig begeistert:

Yasmine Bourgeois nannte ihn "absurd". "Wenn eine Person starke Schmerzen hat, soll sie zu Hause bleiben können. Aber das ist nichts Neues."Bei medizinischen Problemen sei es schon heute möglich, sich krankschreiben zu lassen. "Man ist auch nicht verpflichtet, seinen Vorgesetzten die genauen Gründe zu nennen." Der Vorstoss helfe Frauen nicht, sagte Bourgeois. Er benachteilige sie. "Wer möchte so überhaupt noch eine Frau einstellen?" Das Klischee des «schwachen Geschlechts» werde sogar noch zementiert. Susanne Brunner (SVP) sagte: "Ich habe die Nase voll davon, dass wir von Links-Grün immer in die Opferrolle gedrängt werden." Frauen könnten heute alles erreichen, "aber nicht in einer geschützten Werkstatt mit Menstruationsferien".




5. Singapur entkriminalisiert Sex zwischen Männern.



6. Frauen sollten aufhören, Männer zu beschämen, weil sie "zu männlich" seien, befindet die New York Post:

In der Tat wird Männlichkeit heute so oft als "toxisch" bezeichnet, dass sich Männer in den sprichwörtlichen "Keller ihrer Eltern" zurückziehen, so Richard V. Reeves, Autor von "Of Boys and Men: Why the Modern Male Is Struggling, Why It Matters, and What to Do about It". In seinem Buch macht Reeves, ein Senior Fellow für Wirtschaftsstudien am Brookings Institute, darauf aufmerksam, wie Jungen und Männer akademisch und beruflich ins Hintertreffen geraten. Er geht auch der Frage nach, warum sich Männer bei der Partnersuche, bei der Paarung und für manche sogar im ganzen Leben zurückziehen. Seiner Meinung nach wird der Begriff "toxisch" zu "jedem Verhalten hinzugefügt, das dem Benutzer des Begriffs nicht gefällt". Selbst "stereotype" männliche Aktivitäten, wie z. B. sich mit Freunden zu prügeln oder Muskeln aufzubauen, werden fälschlicherweise als "toxisch" oder "hyper" bezeichnet.

"Stellen Sie sich vor, wie es ist, ein junger Mann zu sein, der ständig mit puritanischer Maßregelung verteufelt wird, nur weil er er selbst ist", so Reeves.

Es ist kein Wunder, sagt Reeves, dass "Männer verloren sind" und Trost bei anderen entrechteten Männern im Internet finden - anstatt das Risiko einzugehen, sich mit jungen Frauen zu treffen, mit denen sie vielleicht eine Familie gründen wollen.

Enttäuschte Männer ... können immer tiefer in die so genannte "Manosphäre" geführt werden und finden dort Gruppen wie MGTOW (Men Going Their Own Way)", schreibt Reeves in seinem Buch. Diese Männer lehnen Beziehungen zu Frauen ab, lehnen Sex ab, verdienen gerade genug, um über die Runden zu kommen, bis sie sich schließlich "völlig von der Gesellschaft abkoppeln."

(...) Trotz ihrer Rolle beim Männerbashing übernehmen radikale Feministinnen und Progressive wie die Leute von der Times keine Verantwortung für die Ausgrenzung von Männern und Männlichkeit. "Wenn überhaupt", schreibt Reeves, "haben die Progressiven hier mehr zu verantworten, indem sie männliche Probleme entweder ganz vernachlässigen oder sie auf toxische Männlichkeit schieben."

Glücklicherweise ist Reeves optimistisch, dass sich das Blatt wenden kann, und seine Lösung ist einfach: "Frauen müssen aufhören, Männer und Männlichkeit zu pathologisieren." Wenn Frauen den Männern den Raum geben, ihr ganzes Selbst zu sein (einschließlich ihres männlichen Selbst), werden sich Männer "erheben" und aus ihrem Schneckenhaus herauskommen.




Mittwoch, November 30, 2022

Spiegel-Online erkennt Diskriminierung von Männern durch Frauenquote

1. In einem aktuellen Gastbeitrag auf Spiegel-Online (nur für Abonnenten zugänglich) erläutert der Headhunter Heiner Thorborg, wie Männer durch die Frauenquote benachteiligt werden:

Bei vielen hat das Mitgefühl für diskriminierte männliche Manager ungefähr die Größe einer Staubflocke, waren es doch die Frauen, die jahrhundertelang im Job nichts zu sagen hatten. (…) Wenn jetzt dank Frauenquoten für Aufsichtsrat und Vorstand zur Abwechslung mal die Aufstiegschancen für Männer knapper werden, heißt es daher oft: "Es ist an der Zeit, dass die Kerle mal etwas von ihrer eigenen Medizin zu schmecken bekommen."

Diese Haltung ist problematisch. Es nicht nur ethisch fragwürdig, eine Ungerechtigkeit einfach durch eine andere zu ersetzen, es ist auch nicht zielführend. Diskriminierung macht nämlich nichts besser, egal, wen sie trifft.

Tatsächlich ist es heute so, dass Männer in vielen Fällen den Kürzeren ziehen, wenn es um Beförderungen geht. Viele Personalberater erleben, dass sich Männer melden und sagen: "Für mich geht es in meinem Unternehmen nicht mehr weiter. Da wird so offen gesagt, dass jetzt die Frauen gefördert werden, dass ich nun nach Optionen außerhalb des Unternehmens suchen muss."


Der Artikel erwähnt auch, dass weibliche Manager inzwischen mehr verdienen als männliche. (Genderama berichtete.)

Entsprechend genervt sind viele Männer. So zitierte der Deutschlandfunk in einer Diskussion um die Frauenquote einen Unternehmensberater Ende 20 namens Markus, der seinen Nachnamen nicht nennen will – aus Angst vor den beruflichen Folgen. Er befand: "Das ist so ein bisschen in Sippenhaft nehmen. Also, weil quasi früher Frauen diskriminiert worden sind, diskriminieren wir jetzt andersherum." Genau so ist es. (…) Ein System, das nun die Frauen genauso konsequent bevorzugt wie früher die Männer, ändert nichts an dem Niveau der Frustration: Der Frust trifft jetzt eben nur eine andere Gruppe.


Da die Benachteiligung inzwischen Männer treffe, bleibe der empörte Aufschrei im woken Lager diesmal allerdings aus.



2. Hassan al-Thawadi, der Chef des Organisationskomitees der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar ,antwortete auf die Frage nach den Todesfällen bei WM-Bauprojekten im britischen Sender TalkTV: "Die Schätzung ist ungefähr 400. 400 bis 500, die genaue Zahl habe ich nicht. Das ist etwas, das diskutiert wird."

Der Regensburger Juraprofessor Tonio Walter kommentiert auf Twitter:

Heißt: 400 bis 500 tote MÄNNER. Wie wäre die Reaktion in Deutschland bei 400 bis 500 toten Mädchen und Frauen? Massenfemizid? Und WM weiterschauen?


Die Tagesschau soll übrigens von "toten Gastarbeitenden" sprechen.



3. Der Focus beschäftigt sich mit den Millionen an Kosten für ein "gendergerechtes" München, die von Laura Dornheim durchgesetzt wurden:

Dornheim erläutert das Vorhaben gegenüber der "Abendzeitung" so: "Das Bundesverfassungsgericht hat mit einem Urteil die öffentliche Verwaltung dazu verpflichtet, alle Menschen korrekt anzusprechen. Bei meiner Verbeamtung habe ich einen Eid darauf geleistet, Recht und Gesetz umzusetzen und genau das tue ich mit diesem Projekt."

Diese, sagen wir, eigenwillige Interpretation eines Urteils des Bundesverfassungsgerichtes, das sich 2017 mit dem Geschlechtseintrag "divers" befasst hat – nicht mit der Frage, ob es schon diskriminierend ist, wenn in Behördentexten nicht gegendert wird –, vorzuschieben, um ein ideologisches Vorhaben als alternativlos zu verkaufen, ist an und für sich schon ein bisserl dreist.

(…) Sagen wir so, folgende Münchner Behörden werden im Jahr 2022 von Frauen geleitet: das IT-Referat von Dornheim, das Gesundheitsreferat, das Sozialreferat, das Baureferat, das Referat für Stadtplanung und Bauordnung, das Kreisverwaltungsreferat, das Kommunalreferat sowie das Referat für Klima- und Umweltschutz.

Gut, der Münchner Oberbürgermeister ist zwar ein Mann, Dieter Reiter (SPD). Allerdings hat der gleich zwei Frauen als Vertreterinnen: Katrin Habenschaden und Verena Dietl. All das ist in den vergangenen Jahren, man lese und staune, auch ohne Gender-Sternchen gelungen.


Abschließend beschäftigt sich der Artikel recht ausgiebig mit der Frage, ob Laura Dornheim wirklich die richtige Person auf ihrem Posten ist.



4. Noch immer werden Depressionen bei Männern unter den Teppich gekehrt. Bei diesen Beschwichtigungsversuchen sollte man hellhörig werden



5. Die Bildzeitung wirft ihrer früheren Werbefigur Alice Schwarzer "Verschwörungs-Irrsinn" vor.



6. Aus Russland geflohene Antikriegsaktivisten finden in den USA keine Freiheit, sondern Inhaftierung "Ich habe Russland verlassen, um an einen Ort zu gelangen, der genauso ist wie Russland", befindet einer von ihnen. Die New York Times berichtet ausführlich.



7. Die internationale Coalition to End Domestic Violence hat mehrere erwähnenswerte Beiträge online gestellt.

Einer zerlegt den von vielen Medien verbreiteten Mythos, dass häusliche Gewalt während der Corona-Pandemie zugenommen habe.

Ein anderer erklärt, wie speziell schwarze Männer durch die aktuelle Politik bei häuslicher Gewalt benachteiligt werden.

Ein dritter fragt, warum die Vereinten Nationen die Mehrheit der Opfer häuslicher Gewalt übergehen. (Quellenangaben als Beleg finden sich im verlinkten Originaltext.)

Die Vereinten Nationen haben eine Kampagne mit dem Titel "16 Days of Activism Against Gender-Based Violence" (16 Tage gegen geschlechtsspezifische Gewalt) gestartet. Die Kampagne konzentriert sich ausschließlich auf die Belange von Frauen und ignoriert auf unerklärliche Weise die weltweite Epidemie häuslicher Gewalt gegen Männer.

Aus Erhebungen geht hervor, dass die Mehrheit der Opfer häuslicher Gewalt Männer sind:

Eine umfassende Untersuchung von Studien über häusliche Gewalt ergab, dass die Opferraten im letzten Jahr bei Männern etwas höher sind. In den Vereinigten Staaten berichten die Centers for Disease Control, dass die Zahl der männlichen Opfer häuslicher Gewalt die der weiblichen Opfer übersteigt: 4,2 Millionen Männer im Vergleich zu 3,5 Millionen Frauen jedes Jahr. Aus einem Bericht aus Australien geht hervor, dass 23 % der heranwachsenden Mädchen häusliche Gewalt ausgeübt haben, im Vergleich zu nur 14 % der männlichen Jugendlichen.

(…) In Kanada wurde die Kriminologie-Professorin Alexandra Lysova kürzlich für ihre Forschung über männliche Opfer häuslicher Gewalt ausgezeichnet. Bei der Entgegennahme des Preises sagte Lysova: "In meiner Arbeit habe ich angefangen, mich mit Gewalt gegen Frauen und Kinder zu beschäftigen, aber ich habe auch die Stimmen von Männern gehört. Ich hatte in den Statistiken gesehen, dass es Männer gibt, die missbraucht werden, und ich war überrascht, wie sehr dieses Thema vermieden wurde."

Die 72 Mitgliedsorganisationen der Domestic Abuse and Violence International Alliance fordern die Regierungen auf der ganzen Welt auf, dafür zu sorgen, dass männliche Opfer von Gewalt und Missbrauch Zugang zu Dienstleistungen und Rechtsbeistand erhalten, um die Gewalt zu beenden und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.




Montag, November 28, 2022

FDP: Kommt die Frauenquote jetzt auch bei den Liberalen?

1. "Die Welt" berichtet über wackelnde Grundsätze bei den Freidemokraten:

"Das alte Thema", seufzt Strack-Zimmermann, spricht man sie auf die Quote an. Eigentlich habe sie immer gedacht, es gehe ohne. "Doch wir haben nach wie vor zu wenig aktive Frauen in der FDP."

(…) Zu ihnen gehört auch Strack-Zimmermann. Trotzdem kann sie sich nach mehr als drei Jahrzehnten Parteiarbeit mittlerweile "eine Frauenquote bei der Listenaufstellung vorstellen". Manchmal müsse man halt "liebevoll nachhelfen".

(…) Dass Frauen in der FDP vor strukturellen Probleme stehen, nimmt die Bundestagsabgeordnete Ria Schröder wahr. Die 30-Jährige ist eine der jüngsten Abgeordneten im Parlament, verkörpert die junge Generation. "Wir müssen die Strukturen in der Partei flächendeckend erneuern, damit sich mehr Frauen engagieren", fordert Schröder. Ihr geht es aber nicht nur darum, mehr Frauen für einen Eintritt zu begeistern. Vielmehr müssten sie auch leichter in Spitzenpositionen kommen oder Chancen auf aussichtsreiche Listenplätze haben. "Oft wird dann ja gesagt, Frauen müssten sich nur trauen. Damit macht man es sich zu einfach." Es brauche eben auch Strukturen, in denen ihre Leistung zählt, wo sie gern kandidieren und dazu nicht nur vor allem von Frauen ermutigt werden, sondern auch von Männern. Schröder sieht hier nach wie vor hohe Hürden.

(…) "Ich merke, dass viele ihren Widerstand aufgeben und weniger dogmatisch an dieses Instrument herangehen. Immer mehr Menschen sind offen für eine Quote – bis hin zu unserem Parteivorsitzenden Christian Lindner", glaubt Schröder. Auch bei ihr persönlich habe mittlerweile ein Umdenken angefangen.

Die 33-jährige Bundestagsabgeordnete Gyde Jensen aus Schleswig-Holstein hält etwa die Sorge, mit einer Quote auf das Geschlecht reduziert zu werden, für unbegründet: "Am Ende werden Frauen mit Macht in bestimmten Köpfen immer Quotenfrauen sein", so Jensen. Sie sehe die Vorteile einer Frauenquote und wünscht sich, "dass wir das in der FDP offener diskutieren". Ob es am Ende eine Quote sein müsse oder wie man eine solche Quote ausgestalte, könne ja austariert werden.


Hier findet man den vollständigen Artikel.



2. Der von Familienministerin Lisa Paus aufgeschobene Vaterschaftsurlaub nach der Geburt soll 2024 kommen.



3.
Es hätte eine gute Botschaft sein können: Partnerschaftsgewalt ist um 3,5% zurückgegangen. Eine gute Nachricht, die nur nicht ins politische Konzept passt. Stattdessen werden wie immer schreckliche Bilder von Gewalt gegen Frauen ins Rampenlicht gestellt. Ohne Frage, die gibt es und es muss weiterhin intensiv daran gearbeitet werden, dass solche Gewalt überwunden wird.

Aber da gibt es noch mehr. Dinge, über die man im Bundesfamilienministerium, Gender-Organisationen, Frauenhäusern und anderen Frauenorganisationen nicht sprechen will. Dinge, für die es unter gar keinen Umständen finanzielle Förderung geben darf: den Schutz von Männern vor Partnerschaftsgewalt. Das würde ja das bewährte und erwünschte, ideologiegetriebene Täter-Opfer-Schema zerstören.


Hier geht es weiter.



4. "Klasse gegen Klasse", ein Nachrichtenportal der revolutionären Linken, positioniert sich in einem aktuellen Beitrag kritisch zu einem "strafenden Feminismus". Aufhänger des Beitrag ist das in Spanien unter der Parole "Nur ja heißt ja" verschärfte Sexualstrafrecht, nach dem alle beteiligten Personen sexuellen Handlungen ausdrücklich zustimmen müssen. Das bedeutet, dass eine Vergewaltigung juristisch auch dann vorliegen kann, wenn keine Gewalt angewendet wurde.

Ein Auszug aus dem verlinkten Artikel:

Der institutionelle Feminismus, der die wichtigsten Forderungen der Frauenbewegung aufgreift, hat ein Gesetz ausgearbeitet, das das reaktionäre, kapitalistische, rassistische und patriarchale Justizsystem durch weitere Strafmaßnahmen stärkt. (…) Dabei ist die Strategie der strafrechtlichen/bestrafenden Intervention vorherrschend, während transformative Strategien gegen das patriarchale kapitalistische System verdeckt bleiben. Und daher "hat diese umfassende Verwendung des Gewaltbegriffs nicht nur andere Ausdrucksformen der Ungleichbehandlung von Frauen verdrängt, sondern auch dazu geführt, dass Handlungen, die Sexismus reproduzieren, geschlechtsspezifisches belästigendes Verhalten und sogar unerwünschte sexuelle Annäherungen, Blicke oder Angebote als Gewalt bezeichnet werden". So wird jeder Missbrauch und jedes Machogehabe zu einem Verbrechen, und zwar auf demselben Niveau und in demselben Verhältnis. Und deshalb muss der Staat mit dem neuen Katalog von Sexualdelikten bestrafen und ahnden, inhaftieren oder mit einer Geldstrafe belegen.

(…) Dieser Staat, genährt durch mehr Strafmaßnahmen, wird sie zweifellos willkürlich gegen die schwächsten, rassifizierten und prekären sozialen Sektoren einsetzen, in diesem Fall im Namen des "Kampfes gegen geschlechtsspezifische Gewalt". (…) Darüber hinaus wirft die Idee einer gesetzlichen Einwilligung im Strafgesetzbuch als "Lösung" für sexualisierte Gewalt mehrere Probleme in Bezug auf die Sexualität von Frauen auf. Mireia Vehí setzte einen interessanten Kontrapunkt, indem sie sagte, dass "das Begehren nicht gesetzlich geregelt werden kann" und dass "das erste Problem des Gesetzes darin besteht, dass es alles dem Strafgesetzbuch überlässt und zunächst einmal die Zustimmung so formuliert, wie es das Strafgesetzbuch tut, als Binom: entweder ja oder nein, als ob die Zustimmung ein Schalter wäre. Obwohl sexuelles Verlangen und sexuelle Beziehungen viel komplexer sind."

In dem oben genannten Artikel erklärt Laura Macaya Andrés, wie die Betrachtung von Aggression als jede nicht einvernehmliche sexuelle Handlung, unabhängig von ihrer Intensität – ein Blick, eine Andeutung oder eine sexuelle Wiederholung – Frauen "als verletzliche, überempfindliche und sexuell appetitlose und ängstliche Wesen" charakterisiert. Dies führt zur Herausbildung eines Opfersubjekts, das in eine normative sexuelle Subjektivität eingebettet ist, die, wie die Autorin sagt, "für die expansive Anwendung des Strafsystems und der Straflogik unerlässlich ist", während sie gleichzeitig "die Frauen zu Orten der Ohnmacht verurteilt, von denen aus es ihnen schwer fällt, Protagonist:innen der dringend notwendigen persönlichen, sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen zu sein".

(…) In dieser "Kultur des Konsenses", wie sie von einigen Feminist:innen genannt wird, wird die Sexualität als Bedrohung und Gefahr für das weibliche Opfersubjekt dargestellt, weshalb ihr Gewaltpotenzial durch den Rückgriff auf die Strafmechanismen des Staates begrenzt werden muss. Josefina L. Martínez problematisiert in ihrem Artikel "Wird Sex in Zukunft cool sein? Frauen und Begehren im Zeitalter des Konsenses" diese Frage und warnt vor den Risiken, die mit der Festlegung der Grenzen des Konsenses vor jeder Beziehung verbunden sind, da "diese Fixierung auf die Idee des Konsenses dem Begehren selbst und der gegenseitigen Erkundung der Sexualität mit anderen Grenzen setzen kann", während andererseits "der Punitivismus die Gefahren der sexualisierten Gewalt nicht löst, die strukturell ist und in einem patriarchalen kapitalistischen System ständig reproduziert wird".




5. "Der Fall Johann König: Die Zeit hätte diesen Text nicht drucken dürfen" titelt die Berliner Zeitung.

Gerüchte. Das erste Wort des Textes vom 31. August 2022, um den es hier gehen wird, beschreibt vielleicht am besten dessen Inhalt. In der Printversion der Wochenzeitung Die Zeit ist das Wort so platziert, dass der erste Buchstabe, das "G", über sieben Zeilen ragt. Der Text hat die Karriere des Berliner Galeristen Johann König schwer beschädigt. Er wirft dem 41-Jährigen unter dem Titel "Ich habe ihn angeschrien und beschimpft, damit er weggeht" Missbrauch vor, bringt Anschuldigungen gegen König vor und behauptet, dass der Galerist sich auf Partys falsch verhalten und Frauen belästigt habe. Es geht um Grabschereien und unfreiwilliges Küssen, um das Berühren eines Rückens.

Die Grundlage der Vorwürfe bilden Angaben von zehn meist anonym bleibenden Frauen, die den drei Autorinnen des Textes – Luisa Hommerich, Anne Kunze und Carolin Würfel – eidesstattliche Erklärungen vorgelegt haben. Das, was Johann König vorgeworfen wird, soll sich demnach zum großen Teil im Jahr 2017 abgespielt haben. Bis heute läuft kein Gerichtsverfahren gegen ihn. Rein juristisch ist König, Stand heute, ein unschuldiger Mann. Mehr noch: Den juristischen Einwänden von König gegen die Veröffentlichung hat ein Gericht in Hamburg zum Teil stattgegeben. In der Online-Veröffentlichung des Zeit-Textes mussten wichtige Passagen nachträglich gelöscht werden, weil sie von den Autorinnen nicht begründet werden konnten.

International ist der Schaden bereits da. So berichten mehrere Medien in Europa und den USA mit Berufung auf die Zeit über den Fall. Wie eine Anfrage der Berliner Zeitung bei der zuständigen Staatsanwaltschaft ergibt, gab es zwei Ermittlungen gegen König, die beide nicht genügend Anlass zur Klageerhebung ergeben hatten. In keiner der Angelegenheiten sei es um sexuellen Missbrauch gegangen, sagt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber der Berliner Zeitung.


Hier geht es weiter; der Artikel ist in Gänze lesenswert.



Freitag, November 25, 2022

Lisa Paus, Sido, AfD, Iran

1. "Die Zeit" liest Frauenministerin Lisa Paus die Leviten, nachdem Paus die Pläne für die bezahlte Freistellung von Vätern nach der Geburt auf Eis legte. Dies setze ein "falsches Signal". So sei es für Paare wesentlich leichter, einen gemeinsamen Rhythmus bei der Kindeserziehung zu finden, wenn sich der Vater von Anfang an angemessen beteiligen könne. Allerdings leidet der Artikel daran, dass er Väter nicht als Opfer von Benachteiligung benennt, sondern lediglich als potentielle Drückeberger: "Väter haben durch den Aufschub der Regelung ein weiteres Argument, an alten Rollenmodellen festzuhalten." Dies gelte umso mehr, als durch die ungleiche Verteilung von Kindererziehung und Job die ökonomischen Argumente häufig sogar zutreffend seien.



2. Der Berliner Rapper Sido beklagt, dass ihm, da er ohne Vater aufgewachsen ist, ein männliches Vorbild fehle. Vor allem die Pandemiezeit habe alte Wunden wieder aufgerissen.



3. Die AfD möchte die feministische Entwicklungspolitik stoppen.



4. Noch immer entscheiden sich nur wenige Frauen für technische Berufe, obwohl diese in der Regel bessere Löhne zahlen.



5. Seit Beginn der Proteste im Iran wurden laut Iran Human Rights mindestens 416 Menschen getötet, darunter 27 Frauen.



Donnerstag, November 24, 2022

Studie: Viele Männer fühlen sich nicht würdig, eine Beziehung einzugehen

1. Die Frauenzeitschrift Brigitte berichtet:

Die Dating-App Bumble hat sich anlässlich des internationalen Männertags (19. November) mal angeschaut, wie die Typen unserer Zeit über Geschlechterrollen, Männlichkeit und Erwartungen im Dating-Kontext nachdenken.

(…) Die Hälfte der befragten Männer empfindet hohen Druck, ein bestimmtes Maß an beruflichen Erfolg erreichen zu müssen, bevor sie überhaupt erst das Gefühl hat, eine Beziehung eingehen oder gar eine Familie gründen zu "dürfen". Im Klartext: Viele Männer fühlen sich nicht "würdig" oder "genug", um eine Beziehung einzugehen.

(…) Wer das noch nicht deprimierend genug fand – wir haben noch ein paar Zahlen parat: Obwohl Männer theoretisch keinen Zeitdruck beim Dating und Thema Kinder haben (anders als Menschen mit Uterus), macht die tickende Uhr im Hinterkopf auch sie nervös. Fast jeder zweite Mann (47 Prozent) gibt an, dass er nicht als "alleinstehender Bachelor" dastehen möchte, wenn alle anderen um ihn herum Kinder bekommen.

(…) Vorbilder haben Männer auch nicht wirklich. Jeder dritte Mann (34 Prozent) gibt an, keine Vorbilder im Umfeld zu haben, die ihm zeigen, wie so eine gesunde Partner:innenschaft – die er ja herbeisehnt, aber ja eigentlich doch zu schlecht für ist – überhaupt aussehen soll. (…) Und um das ganze Trauerbild komplett zu machen: Ihren Körper hassen die Männer auch noch! Zumindest jeder vierte Mann (23 Prozent) würde seine Körperform als "nicht männlich" beschreiben und weitere 23 Prozent haben sogar schon mal ein Date abgesagt, weil sie sich mit ihrem Aussehen nicht wohlgefühlt haben.


Abschließend gelangt die Redaktion der "Brigitte" zu dem Fazit, dass "auch Männer einfach Menschen sind", die Ängste und Sorgen haben. Warum muss man diese Banalität eigens als Fazit erwähnen? Weil man in unseren Medien sonst kaum etwas über diese Ängste und Sorgen liest.



2. Österreichs Standard hat den Ökonom Nicholas Eberstadt zur Situation der Männer in den USA interviewt:

Nicholas Eberstadt: Wir haben in den USA schon seit Mitte der 1960er-Jahre das Problem, dass immer mehr Männer im besten Erwerbsalter aus dem Arbeitsleben komplett ausscheiden.

(…) STANDARD: Wer ist diese Gruppe?

Nicholas Eberstadt: Es handelt sich dabei im Regelfall um unverheiratete Männer zwischen 25 und 54 Jahren. Zur Gruppe gehören derzeit sieben Millionen Menschen in den USA. Sie haben keinen Job und suchen auch keine Arbeit, gehören damit zu den Erwerbsinaktiven. Die sieben Millionen entsprechen jedem neunten Mann in besagter Altersgruppe. Der Anteil der Inaktiven in der betreffenden Altersgruppe hat sich seit den 1960er-Jahren versechsfacht.

STANDARD: Sind das Weiße oder Afroamerikaner, Einheimische oder Einwanderer?

Nicholas Eberstadt: Die Zahlen sind für Weiße wie für ethnische Minderheiten etwa gleich hoch. Afroamerikaner werden häufiger inaktiv als Weiße, dafür sind Hispanics und asiatische Amerikaner seltener betroffen. Der wichtigste Einflussfaktor, weit wichtiger als die Ethnie oder der Bildungsgrad, ist der Familienstatus: Bei verheirateten Männern ist das Risiko, inaktiv zu werden, deutlich geringer. Verheiratete Afroamerikaner sind zum Beispiel eher aktiv am Arbeitsmarkt als unverheiratete weiße Männer. Verheiratete, im Ausland geborene Männer ohne High-School-Abschluss haben eine gleich hohe Chance, aktiv zu sein, wie einheimische Männer mit einem College-Abschluss. Bei Männern, die eine Highschool abgebrochen haben und nie verheiratet waren, ist gerade jeder Zweite am Arbeitsmarkt aktiv. Das ist eine katastrophal niedrige Rate.

STANDARD: Was sind die Gründe dafür, dass diese Leute inaktiv werden?

Nicholas Eberstadt: Einige von ihnen, ein Zehntel, sind Vollzeitstudenten. Sie arbeiten nicht, weil sie sich weiterbilden, um ihre Fähigkeiten zu verbessern und wieder in den Arbeitsmarkt einzusteigen. Die überwältigende Mehrheit der Männer scheinen jedoch Langzeitaussteiger zu sein, die seit vielen Jahren nicht erwerbstätig sind. Nur wenige geben an, keinen Job gefunden zu haben. Viele leiden unter psychischen wie physischen Schmerzen. In Befragungen deuten sich die Probleme an: Die Leute sagen, dass sie nicht arbeiten, sich aber auch nicht in der Zivilgesellschaft engagieren, also nicht ehrenamtlich aktiv sind, niemanden pflegen, keine Gottesdienste besuchen. Die Männer tun im Haushalt wenig. Sie verbringen viel Zeit damit, auf Bildschirme zu starren: mehr als 2000 Stunden im Jahr. Das ist wie ein Vollzeitjob. Fast die Hälfte der Männer hat laut Befragungen vor der Pandemie angegeben, täglich Schmerzmittel zu nehmen.




3. Die Zürcher SVP-Politikerin Susanne Brunner lanciert eine Volksinitiative gegen den Genderstern. Sie befindet: "Rot-Grün missbraucht die Sprache als politisches Instrument für einen Geschlechterkampf". Hier ein Auszug aus ihrem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung.

NZZ: Frau Brunner, Sie kämpfen gegen Gendersternchen, Binnen-I und Glottisschläge in der deutschen Sprache. Nun lancieren Sie sogar eine Initiative, um das Gendern in der Zürcher Stadtverwaltung zu stoppen. Warum dieser Furor?

Susanne Brunner: Bei keinem anderen politischen Thema habe ich so viele Rückmeldungen erhalten wie damals, als ich mich gegen die Gendersprache bei politischen Vorstössen wehrte. Noch lange danach haben mich Leute auf der Strasse angesprochen und sich bedankt, dass ich mich für die deutsche Sprache engagiere. Sogar aus Deutschland oder Österreich habe ich Zuspruch bekommen. Ich habe den Eindruck, dass sich viele Leute machtlos fühlen gegenüber den Eingriffen von Eliten in unsere Sprache. Mit meiner Initiative will ich der Bevölkerung die Möglichkeit geben, Stellung zu dieser wichtigen Frage zu nehmen.

(…) NZZ: Beide Geschlechter zu nennen, gilt auch als feministisches Anliegen. Sie sind eine erfolgreiche Politikerin und selbständige Unternehmerin – eigentlich der Prototyp einer Feministin. Ist aus Ihrer Sicht die Gleichstellung so weit erreicht, dass man sie nicht mehr in der Sprache zum Ausdruck bringen muss?

Susanne Brunner: Sprache kann zur Gleichstellung nichts beitragen. Gleichstellung erreicht man nur durch Verfassung und Gesetze. In der Schweiz haben wir Gleichstellung der Geschlechter, und das ist gut so. Allerdings gibt es in Zürich politische Kräfte, die glauben, Gleichstellung sei nicht erreicht. Dann kommen sie mit Anliegen wie Gratis-Tampons in öffentlichen Toiletten oder Menstruationsferien für Verwaltungsangestellte. Sonderbehandlung für Frauen ist jedoch das Gegenteil von Gleichstellung. Und interessanterweise diskriminieren dann ausgerechnet diese Parteien ihre Männer und lassen sie nicht mehr an Wahlen teilnehmen. Dass grosse Medienhäuser wie SRF bei dieser Scheindebatte mitmachen, halte ich für falsch. Das ist ein Einknicken vor dem vermeintlich allumfassenden Zeitgeist.

NZZ: Sie reichen Ihre Genderstern-Initiative allein ein und nicht im Namen der SVP. Mit Absicht?

Susanne Brunner: Hinter der Initiative steht ein überparteiliches Komitee, etwa mit der Stadtparlamentarierin Isabel Garcia (GLP), dem früheren Statthalter Hartmuth Attenhofer (SP) oder dem ehemaligen CVP-Gemeinderat Markus Hungerbühler. Mir ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass ich nicht nur Zuspruch aus bürgerlichen Kreisen bekomme, sondern auch von anderen Seiten. Meine Absicht war, die Initiative gesellschaftlich noch breiter abzustützen. Ich habe deshalb verschiedene Unternehmer in der Stadt Zürich angefragt. Alle fanden mein Anliegen gut, haben aber abgewinkt, weil sie sich bei diesem Thema nicht exponieren wollen. Das ist für mich ein Alarmzeichen.




4. Bundespräsident Steinmeier möchte zukünftig 40 Prozent der Verdienstorden an Frauen verleihen .



5. Schwul sein wurde in Deutschland bestraft, lesbisch sein nicht. Auch aus diesem Missverhältnis strickt die feministische Sprachwissenschaftlerin Luise Pusch noch eine Diskriminierung von Frauen.



Mittwoch, November 23, 2022

Regierung stoppt Pläne zu Vaterschaftsurlaub

1. Wie die Frankfurter Allgemeine berichtet, hat die grüne Familienministerin Lisa die Pläne für die bezahlte Freistellung von Vätern nach der Geburt auf Eis gelegt:

Das Familienministerium hatte ursprünglich schon für dieses Jahr einen Gesetzentwurf für den Vaterschaftsurlaub angekündigt. Familien- und Sozialverbände hätten es am liebsten gesehen, wenn das Vorhaben im Rahmen des laufenden Gesetzesvorhabens zur besseren Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben realisiert würde. Damit setzt Deutschland Vorgaben der EU-Vereinbarkeitsrichtlinie um; dies hätte schon im August passieren müssen. In der Richtlinie wird eine zehntägige Freistellung des Partners nach der Geburt des Kindes gefordert.

(…) Für die Väter hierzulande ist die partnerschaftliche Aufgabenteilung theoretisch so wichtig wie nie zuvor. Im Väterreport des Familienministeriums ist zu lesen, 48 Prozent der Väter seien der Ansicht, im Idealfall sollten beide Partner in ähnlichem Umfang erwerbstätig sein und sich die Hausarbeit und Familienarbeit teilen. Das heißt aber auch: Mehr als die Hälfte der Väter sind anderer Meinung.




2. München zahlt vier Millionen Euro fürs Gendern. Die Gelder waren von der IT-Referentin Laura Dornheim (38, Grüne) beantragt worden:

Bis 2027 soll das Gender-Projekt dauern. Laut Dornheim müssen 400 Verfahren in der Stadtverwaltung bearbeitet werden. Vier Jahre Arbeit – obendrein für vier Millionen Euro! CSU-Stadtrat Hans Hammer (50) versteht das nicht: "Das sind völlig falsche Prioritäten", kritisiert er. "Das ist zu viel Geld zur falschen Zeit am falschen Ort". Hammers Antrag, das Gender-Geld erstmal einzusparen, wurde abgelehnt.




3. Die Schauspielerin Julia Fox, die sich kürzlich als Unterstützerin Amber Heards positionierte, präsentiert ihr Bild von Männern in einem aktuellen Interview:

Auf die Frage, warum sie darüber nachdenkt, mit Frauen auszugehen, erklärte Fox, dass es ganz einfach sei. Es ist wegen der Männer. "Sie sind alle gleichermaßen schrecklich, um ehrlich zu sein", sagte sie.

Im vollständigen Interview ging Fox sogar noch härter mit den Männern ins Gericht. Auf die Frage, ob es ihnen erlaubt sein sollte, eine Meinung zu haben, antwortete Fox: "Sie sollten nicht einmal einen Penis haben dürfen."

In dem Interview erklärte sie, wie sie einen Mann umbringen würde, indem sie es wie eine Überdosis aussehen ließ. Auf die Frage, ob sie "für die Tötung von Männern durch Frauen" sei, antwortete Fox: "Wenn der Mann es verdient hat, ja. Warum auch nicht? Männer töten ständig Frauen - ohne Grund."

Später im Interview erklärte sie, dass sie das Patriarchat mehr hasse als die Männer, dass sowohl Männer als auch Frauen Opfer davon seien, aber wenn es darauf ankomme, scheine es, als ob sich die Männer einfach nicht um die Dinge kümmerten, die die Frauen betreffen.

Was das männliche Anhängsel betrifft, sagte Fox, dass es "eine Massenvernichtungswaffe" sein könne. Sie spricht sich also dafür aus, dass Frauen das Gleiche haben sollten. Wenn sie Präsidentin wäre, würde sie also jeder Frau eine Waffe geben und Männern keine.

"Ich denke, das gleicht das Spielfeld aus", argumentierte Fox. "Ich denke, wir würden nicht so oft fertiggemacht werden."




4. Mehrere indische Medien, darunter das Nachrichtenportal Firtspost berichten über eine angebliche Gruppenvergewaltigung durch Frauen:

Ein Mann aus Jalandhar hat behauptet, dass vier Frauen, die alle Anfang zwanzig zu sein schienen, ihn in einem weißen Auto entführten, nachdem sie ihm eine Chemikalie in die Augen gesprüht hatten, um ihn später unter Drogen zu setzen und ihn in einem Waldgebiet sexuell zu missbrauchen. Die vier Frauen sollen ihn später, spät in der Nacht, an einem abgelegenen Ort abgesetzt haben.

Der besagte Mann hat sich jedoch nicht bei der Polizei beschwert. Stattdessen erzählte er den örtlichen Medien von seinem Leidensweg und sagte, er sei verheiratet und habe Kinder. Seine Frau habe ihn gebeten, keine Anzeige zu erstatten, da er lebend zurückgekommen sei und nur das für die Familie wichtig sei, hieß es.

Der Mann behauptete, die Entführung sei aus sexuellen Motiven erfolgt. Als er den Medienvertretern den ganzen Vorfall erzählte, sagte er, dass er als Arbeiter in einer Lederfabrik arbeitet. Auf seinem Heimweg am Montag hielt ein weißes Auto in seiner Nähe auf der Kapurthala-Straße, in dem vier Mädchen saßen. Das Mädchen am Steuer des Wagens bat ihn um eine Adresse auf einem Zettel, den sie ihm gab. Sobald er den Zettel ansah, sprühte ihm das Mädchen angeblich etwas in die Augen, woraufhin er nichts mehr sehen konnte und schließlich in Ohnmacht fiel.

Als er wieder zu sich kam, saß er mit ihnen im Auto, mit verbundenen Augen und auf dem Rücken gefesselten Händen. Danach brachten die Mädchen ihn an einen unbekannten Ort, wo sie ihn angeblich unter Drogen setzten. Er behauptete, sie hätten Alkohol getrunken und ihn gezwungen, ebenfalls zu trinken. Danach hätten alle vier ihn abwechselnd vergewaltigt, behauptete der Mann. Später, gegen 3 Uhr morgens, verließen die Mädchen den Ort und ließen ihn mit verbundenen Augen und gefesselten Händen zurück.

Der Mann erzählte Reportern, dass die Mädchen anscheinend aus guten Familien stammten. Alle unterhielten sich untereinander hauptsächlich auf Englisch. Mit ihm sprachen sie jedoch nur auf Punjabi. Berichten zufolge hat die Geheimdienstabteilung der Polizei von Punjab eine Untersuchung in dieser Angelegenheit eingeleitet, die von Amts wegen durchgeführt wird.


Ich kann selbst natürlich auch nicht sagen, ob der Vorfall tatsächlich so wie berichtet stattgefunden hat. Schilderungen dieser Art sind mir bislang allein aus Südafrika bekannt geworden. Hier findet man den ursprünglichen Artikel, auf den sich sämtliche anderen Meldungen beziehen.



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