Neue Studie: Nicht Social Media macht junge Männer einsam, sondern der Job
1. Einem aktuellen Beitrag auf Telepolis zufolge ist die zunehmende Einsamkeit junger Männer nicht primär auf Social Media oder übermäßige Bildschirmzeit zurückzuführen, sondern hängt wesentlich mit veränderten Arbeitsbedingungen zusammen. Eine Untersuchung der britischen Resolution Foundation kommt zu dem Ergebnis, dass 18- bis 29-jährige Männer in Großbritannien inzwischen rund 6,5 Stunden pro Tag allein verbringen, war vor allem durch bezahlte Arbeit im Homeoffice entstanden sei. In dieser Situation sind Beschäftigte durch Leistungsdruck, längere Arbeitszeiten und ständige digitale Erreichbarkeit belastet. Die räumliche Isolation erschwere zudem den Kontakt zu Kollegen und begünstige dadurch soziale Vereinsamung.
2. Die Schauspielerin Florence Pugh macht Männern insgesamt Vorwürfe, nachdem eine Studentin an der Cornell University im US-Bundesstaat New York von sieben Männern vergewaltigt worden sein soll: "Wie könnt ihr erwarten, dass wir darauf vertrauen, dass es 'nicht alle Männer' sind, wenn in Momenten wie diesen so viele von euch schweigen?"
Weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft hatten in dem Fall Ermittlungen eingeleitet, da das angebliche Opfer gegenüber der Campus-Polizei angegeben habe, freiwillig und einvernehmlich gehandelt zu haben.
Die britische Schauspielerin Jameela Jamil erklärte auf Instagram, wie mit den Beschuldigten umgegangen werden solle: "Ich finde, Leuten wie den ‚Cornell 7‘ sollte man keine Pen**** mehr erlauben. Sie haben sie als Waffen benutzt, also müssen sie jetzt beschlagnahmt werden. Ich halte eine Gefängnisstrafe, eine rechtliche Kastration und die Entfernung des Penis für das absolute Minimum", schrieb sie ergänzt um die Worte "Choppity chop" ("hack hack").
Wie die Männer bestraft werden sollen, die sich zu diesem Fall noch nicht geäußert haben, wird unter Schauspielerinnen vermutlich noch diskutiert.
3. Eine aktuelle Erhebung in den USA zeigt eine eine deutliche geschlechtsspezifische und politische Spaltung: 66 Prozent der jungen demokratischen Frauen sagen, die Probleme von Frauen seien zu einem erheblichen Teil auf das Verhalten von Männern zurückzuführen, während dies nur 18 Prozent der jungen republikanischen Frauen so sehen. Umgekehrt erklären insgesamt nur 16 Prozent der Männer, dass Frauen für die Probleme verantwortlich seien, mit denen Männer konfrontiert sind; selbst unter jungen republikanischen Männern beträgt dieser Anteil lediglich 26 Prozent.
4. Eine Frau, die den Rapper Jay-Z beschuldigt hatte, sie im Jahr 2000 als 13-Jährige nach einer MTV-Video-Music-Awards-Party gemeinsam mit Sean "Diddy" Combs vergewaltigt zu haben, hat ihre Vorwürfe nun in einer eidesstattlichen Erklärung vollständig zurückgenommen und erklärt, ihre Anschuldigungen gegen Jay-Z seien falsch gewesen. Sie betont außerdem, für die Rücknahme ihrer Vorwürfe kein Geld erhalten zu haben.
Wörtlich heißt es in der Erklärung:
"Shawn ‚Jay-Z‘ Carter hat mich niemals vergewaltigt. Ich habe Herrn Carter nie getroffen oder mit ihm gesprochen. Herr Carter hat sich mir gegenüber niemals in irgendeiner Weise unangemessen verhalten. An keiner meiner Behauptungen gegen Herrn Carter ist etwas Wahres dran. Mir ist bewusst, dass meine falschen Anschuldigungen Herrn Carter unermesslichen Schmerz, Leid und Schaden zugefügt haben, der niemals vollständig wiedergutgemacht werden kann."
Männer, die sich zu diesen Vorwürfen nicht geäußert haben, sind vermutlich trotzdem an irgendwas schuld.
5. Im US-Bundesstaat Tennessee soll heute die erste Frau seit 200 Jahren hingerichtet werden, nachdem sie gemeinsam mit zwei weiteren Jugendlichen die 19-jährige Colleen Slemmer in ein abgelegenes Waldgebiet bei Knoxville gelockt, gefoltert und ermordet hatte. Seit der Wiedereinführung der Todesstrafe 1976 wurden dort 18 Frauen hingerichtet und 1683 Männer.
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