Freitag, April 06, 2012

Wenn Diskriminierung zu Kriminalität führt

Auf Cuncti stellte Kevin Fuchs gerade die Wiederveröffentlichung eines seiner besten Artikel zur Debatte über Geschlecht und Gewalt online. Ein zentraler Auszug:

Männer sind – was den außerhäuslichen Bereich anbelangt – also im Schnitt gewalttätiger weil es ihnen schlicht schlechter geht? Dieser Gedanke ist so simpel wie obszön, aber er entspringt einer Denk- und Sichtweise, die uns sehr wohl vertraut ist. In US-amerikanischen Gefängnissen sind Schwarze bezogen auf ihren Bevölkerungsanteil überrepräsentiert. Auch hierzulande weisen Migranten eine höhere Kriminalitätsrate auf als Nicht-Migranten. Eine plausible Erklärung hierfür ist so geläufig wie auch richtig: Schwarze respektive Migranten sind mit strukturellen Benachteiligungen konfrontiert, demnach scheitern sie auch häufiger und finden sich dann in Situationen wieder, die in kriminellem Verhalten münden. Vorurteile mögen zudem dazu führen, dass sie eher verdächtigt und angezeigt und entsprechenderweise auch eher verurteilt werden. Diese Sichtweise ist Konsens und wir tun, indem wir auf diesem Wege argumentieren, intuitiv das Richtige: wir sehen das Individuum im Kontext des sozialen Gefüges, in welchem es sich bewegt, wir beziehen das ganze System in unsere Betrachtung mit ein. Auch die Vorstellung, ein ganzes Rechtssystem könne selektiv eine bestimmte Tätergruppe kriminalisieren, ist folglich keineswegs neu, sei es durch erhöhte Anzeige- und Verdächtigungsbereitschaft oder – wie von Maud Kips angedacht – selektive Rechtspraxis. Ungewohnt ist nur, dies auch in Hinblick auf männliche Täterschaft anzuwenden.


Natürlich gibt es auch Menschen, die bei Schwarzen, Migranten oder Männern die Kontexte ausblenden und nur auf deren hohe Rate an Gewalttaten und Kriminalität verweisen, um sie als Mindermenschen zu konstruieren. Dieses Denken lässt sich als "Rassismus" beziehungsweise "Sexismus" bezeichnen.

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Donnerstag, April 05, 2012

Wie das Magazin "Chrismon" Gewaltopfer verhöhnt (und zur Gewaltspirale beiträgt)

Über die letzten Jahrzehnte hinweg hat die Männerrechtsbewegung beharrlich immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass hunderten von internationalen Untersuchungen zufolge häusliche Gewalt zu mindestens dem gleichen Ausmaß von Frauen ausgeht wie von Männern. Die bisher von Ideologinnen gefahrene Strategie, so zu tun, als ob häusliche Gewalt "Männergewalt" wäre (und damit ein Zeichen "patriarchaler Unterdrückung der Frau in unserer Gesellschaft insgesamt"), lässt sich deshalb immer schwerer aufrechterhalten.

Zu einer neuen Strategie gegen diese Aufklärung holt derzeit das evangelische Magazin "Chrismon" aus, das etlichen führenden Tageszeitungen beigelegt ist und dadurch eine Auflage von 1,6 Millionen Exemplaren erreicht. Zu seiner Redaktion gehören mehrere eingefleischte Feministinnen, die früher beispielsweise für die "taz" und die EMMA gearbeitet haben. Insofern findet man in Chrismon schon seit einiger Zeit Beiträge, die Männer – beispielsweise als arrogante Affenhorde – liebend gerne herabsetzen. In der Regel lässt man solchen Müll schlicht in den Papierkorb wandern. Eine Reihe von Beiträgen zum Thema häuslicher Gewalt, die "Chrismon" aktuell veröffentlicht, ist jedoch so skandalös und dermaßen verantwortungslos, dass man es sich damit nicht mehr so einfach machen kann.

Hier geht es weiter.

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Dienstag, April 03, 2012

Böhning (SPD) von Männerfeindlichkeit genervt

Senatskanzleichef Björn Böhning, SPD, ist die altbackenen Rollenklischees zu Lasten von Männern leid. Er bezeichnet einen von solchen Klischees getragenen Brief der SPD-Frauen als peinlich und bezieht in einem Interview mit der Berliner Zeitung dagegen Stellung:

Auf der einen Seite der macht- und karrieregeile Politiker, der nicht willens ist, sich Zeit für sein Kind zu nehmen. Auf der anderen Seite die sorgende und unterwürfige Mutter, die das alles schon richten wird. (...) Ich kann diese Form von Geschlechterdiskurs nicht mehr hören. Was wird uns Männern nicht alles zugeschrieben! Wir entscheiden für die Familie, wir holen das Geld ran, wir haben kein Interesse an Erziehungsarbeit. Wir gehen mit dem Kind höchstens mal in den Zoo und kümmern uns ansonsten um gar nichts. Das ist lächerlich.


Hier findet man das vollständige Interview.

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Montag, September 14, 2009

Schweiz: Gewaltdelikte von Frauen zwischen 2002 und 2008 verdoppelt

Eine Serie brutaler Morde schockiert die Schweiz. Und immer sind die Täter Frauen.


Das berichtet der Schweizer "Blick" und nennt dazu mehrere Fälle von Frauen, die vor allem Männer ermordeten - Fälle, die eine maskulistische Alice Schwarzer längst dazu gebracht hätte zu fabulieren, dass sich darin der unsere Gesellschaft beherrschende Männerhass insgesamt offenbare. Deutlich differenzierter führt der Artikel weiter aus:

Männer von Frauen erwürgt, erschossen, erstochen. Wird das schwache Geschlecht immer gewalttätiger? Ein Blick in die aktuelle Kriminalstatistik zeigt: Die Morde sind keine Einzelfälle. Allein in den letzten zwei Jahren mordeten Frauen vierzig Mal. Es stimmt zwar, dass Gewalt immer noch hauptsächlich von Männern ausgeht. Diese verübten im gleichen Zeitraum 338 Tötungsdelikte. Aber die Zahl der gewalttätigen Frauen steigt, und zwar massiv.

2002 wurden 589 Frauen wegen Körperverletzung angezeigt. 2008, nur sechs Jahre danach, waren es bereits 1121. Das entspricht einer Zunahme von beinahe hundert Prozent. Das Phänomen der gewalttätigen und mordenden Frau hat jetzt auch die Experten auf den Plan gerufen. Doch sie tun sich schwer mit Erklärungen.


Was nicht zuletzt an dem Bedürfnis dieser "Experten" liegt, Frauen politisch korrekt weiterhin als bessere Menschen darstellen zu wollen. Immerhin erfährt der Leser, dass in Partnerschaften Männer genauso häufig von Frauen geschlagen werden wie umgekehrt (auch wenn es etwas albern ist, als einzige von hunderten internationaler Studien darüber die Untersuchungen Professor Bocks anzugeben) und dass es immer häufiger brutale Mädchenbanden gibt.

Ein Blick in die Nachrichten genügt heutzutage, um auf Verbrechen zu stoßen, die einem noch vor zwanzig Jahren undenkbar erschienen. Beispielsweise ging erst vorgestern ein Fall durch die Presse, bei dem offenbar eine Frau von zwei anderen vergewaltigt worden war.

Dem unbenommen macht die internationale Presse weiter in einer Weise Stimmung gegen Männer, in der heutzutage sonst nur gegen Muslime gehetzt wird. So konnte man vor kurzem etwa im britischen Telegraph die Schlagzeile lesen, dass die natürliche Gewaltbereitschaft des Mannes niemals geheilt werden könne. Mit diesen Absätzen beginnt der Artikel:

Young men are dangerous. They are particularly dangerous when they gather together in packs. Is this news to anybody? It would seem so. The years of self-delusion, in which the people who determine these things actually believed that they had ruled male aggression out of legitimate social life, have made it necessary to state the obvious truth once again.

So here it is: men have a primary impulse (innate? hormonal? environmentally determined? who cares?) to band together and engage in quasi-tribal conflict. Stable and enlightened institutions can educate them out of the more gratuitous forms of this behaviour by channelling the impulse into disciplined, formalised activities. When such influences are lacking, and especially when the inclinations are not harnessed to any acceptable group loyalty, such as family or genuine community, mayhem is likely to result.


Vielleicht ist an der These eines allgemeinen Männerhasses in unserer Gesellschaft doch etwas dran.

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Samstag, September 12, 2009

Video zur FOCUS-Titelgeschichte über Männerdiskriminierung online

Als das auf den deutschen Mittelstand ausgerichtete P.T.-Magazin in einer Titelgeschichte kürzlich auf die Benachteiligung von Jungen in unserer Gesellschaft aufmerksam machte, zeigten viele Frauenbeauftragte und andere Feministinnen in ihren Leserbriefen, wie totalitär diese Ideologie geworden ist. Wegen den unerwünschten Informationen und Meinungen in diesem Artikel bestellten die Geschlechterkriegerinnen das Magazin ab, sie drohten, bei Großkunden des Magazins Stimmung dagegen zu machen, oder taten so, als könne man auf die geschilderten Benachteiligungen nicht anders reagieren als mit ausgelassener Heiterkeit. Man darf diesen Damen sarkastisch viel Glück dabei wünschen, wenn sie dieselbe Nummer nicht bei einer kleinen Zeitschrift abzuziehen versuchen, sondern beim Meinungsführer FOCUS. Der titelt am Montag "Im Zweifel gegen den Mann" – und hier gibt es bereits ein Video, das dieses Schwerpunktthema vorstellt.

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Mittwoch, September 09, 2009

Zitat des Tages: Was ist Feminismus?

Hübsch auf den Punkt gebracht:

"Feminismus ist die Theorie, dass Männer und Frauen in jedem Bereich gleich sind – bis auf jene, in denen Frauen überlegen sind. Der Trick besteht darin, jeden gesellschaftlichen Hinweis so zu interpretieren, dass er entweder willkürliche Bevorzugung von Männern oder echte weibliche Überlegenheit belegt. Wenn zum Beispiel Studien zeigen, dass Mädchen in höherer Mathematik weniger gut als Jungen abschneiden, liegt es an systematischer Diskriminierung zugunsten von Jungen. Aber wenn dieselben Studien zeigen, dass Jungen in Sprachen viermal so viel zurückliegen wie Mädchen in Mathe, dann liegt das an der natürlichen weiblichen Überlegenheit."

Hier bzw. hier findet man das englische Original.

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Samstag, September 05, 2009

CSU-Ministerin gibt Männern Schuld an Wirtschaftskrise

Jeder, der glaubt, dass konservative Parteien automatisch weniger männerfeindlich ausgerichtet sind, kann sich hier mal wieder eines Besseren belehren lassen.

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Montag, August 31, 2009

"Merkels warme Worte für die Frauen"

Diesmal keine Textausschnitte: Der Artikel ist in unterschiedlichster Hinsicht insgesamt aufschlussreich.

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Donnerstag, August 20, 2009

Bewirkt der Feminismus den Aufstieg einer neuen Herrenrasse?

Carey Roberts analysiert auf ifeminists.com die faschistischen und totalitären Aspekte der feministischen Ideologie.

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Mittwoch, August 19, 2009

Kuwait: 41 Frauen und Kinder sterben bei Hochzeit

Über das "tragische Ende einer Hochzeitsgesellschaft", wie das "Hamburger Abendblatt" schreibt, wurde in den Medien ja bereits breit berichtet.

Allerdings kann ich mir gut vorstellen, welche Artikel über "den unsere ganze Gesellschaft durchdringenden Frauenhass der Männer" wir heute lesen müssten, wenn es keine Brandstifterin sondern ein männlicher Täter gewesen wäre.

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Dienstag, August 18, 2009

Für Horst-Eberhard Richter sind Frauen immer noch bessere Menschen

Spiegel-Online hat den für seine sexistische Sprücheklopferei bekannten Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter ("Männer sind halbe Wesen") mal wieder im Interview. Ein Auszug:

Richter: Ich setze heute große Hoffnung auf die laufende Stärkung der Frauen in allen Berufen. Ich behaupte: Die Finanzkrise wäre nicht in die katastrophale Zockerei entglitten, hätten Frauen in dieser Branche schon deutlich mehr Führungspositionen innegehabt.

SPIEGEL ONLINE: Was machen denn Frauen anders?

Richter: Die Wertewelt von Frauen ist stärker durch Hilfsbereitschaft und Teilen mit anderen geprägt als bei Männern. Das zeigen Vergleichsstudien. Das ebenbürtige Einrücken der Frauen in Führungspositionen ist noch mitten im Gang und wird sich vermutlich eher noch beschleunigen.

SPIEGEL ONLINE: Aber werden die Männer in Führungspositionen nicht versuchen zu verhindern, dass Frauen ihnen diese Positionen streitig machen?

Richter: Es gibt natürlich Widerstände. Die Männer haben Angst, ihre Dominanz zu verlieren und unterdrücken vielfach schon die eigene moralische Sensibilität, um nicht als weichliche Gutmenschen zu erscheinen. Gerissenheit, Habgier und Egoismus werden in unserer Gesellschaft als Erfolgsfaktoren angesehen. Güte, Großzügigkeit, Ehrlichkeit stehen für Versagen. Wenn wir mehr Frauen in Führungspositionen in der Finanzindustrie haben, dann wird sich das ändern.


Hier findet man das komplette Interview.

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Montag, August 17, 2009

Thea Dorn: Ein Fräulein steht im Blätterwalde

Fast kann einem die Redaktion der Zeitschrift CICERO ein wenig Leid tun für ihre Tolpatschigkeit. Da erschloss sie in Zeiten der Pressekrise mit der Juli-Ausgabe neue Lesergruppen, indem sie einige pointierte und informative Beiträge zum Thema Männerrechte aufnahm, nur um das mühsam Aufgebaute in der folgenden Ausgabe mit dem Hintern wieder einzureißen, indem sie ausgerechnet das narzisstische Geplapper einer Thea Dorn als Erwiderung darauf servierte. Woraufhin jedem neu gewonnenen Leser klar werden musste, dass der CICERO sich vom schrottigen Rest unserer Presselandschaft in keiner Weise unterscheidet.

Und zu guter Letzt serviert Michail Savvakis Thea Dorn eine Erwiderung, die sich gewaschen hat.

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Jetzt auch bei Air France: Männer dürfen nicht mehr neben Kindern sitzen

Die französische Fluggesellschaft Air France verbietet alleinreisenden Männern Sitzplätze neben unbegleiteten Kindern unter zwölf Jahren. Dies geschehe aus Sicherheitsgründen, sagte eine Sprecherin der Fluggesellschaft am Montag in Paris. Genauer wollte sie sich nicht dazu äußern. Für Frauen gelte die Regel nicht. (...) Die britische Fluggesellschaft British Airways hatte 2006 ebenfalls entschieden, alleinreisende Männer nicht mehr neben unbegleiteten Kindern sitzen zu lassen. Damit löste sie Kritik von Männern aus, die sich diskriminiert fühlten.


Mehrere Medien, unter anderem der Merkur, berichten darüber auf der Grundlage einer dpa-Meldung.

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Samstag, August 15, 2009

Amendt-Artikel auch auf Englisch: Why Women’s Shelters Are Hotbeds of Misandry

Wie ich durch Verlinkungen weiß, hat Genderama über antimisandry.com auch einige englischsprachige Leser. Vor allem diese dürfte es interessieren, dass der wegweisende Essay von Professor Gerhardt Amendt, in dem die bestehenden Frauenhäuser kritisch hinterfragt werden, jetzt auch auf Englisch vorliegt: Why Women’s Shelters Are Hotbeds of Misandry.

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Freitag, August 14, 2009

"Schafft die Frauenhäuser ab" – Professor Amendt im BRIGITTE-Interview

Eines muss man Professor Gerhard Amendt wirklich lassen: Mit seinem "Welt"-Artikel, in dem er die Abschaffung der Frauenhäuser als Orte des Männerhasses forderte, brach er eine geschlechterpolitische Nicht-Debatte auf, die zuvor weitgehend daraus bestanden hatte, dass die feministische Fraktion die Position der Männerrechtler ignorierte, um stattdessen noch mehr und noch mehr für das weibliche Geschlecht herauszuschlagen. Dieses Ignorieren ergab ja für die Feministinnen durchaus auch Sinn – aus denselben Gründen, weshalb sich in einem Ein-Parteien-Staat die Regierungspartei nicht zu Diskussionen mit Oppositionellen treffen muss. Amendt aber brachte nicht nur Heide Oestreich in der "taz" in Wallung, er erhielt jetzt auch Gelegenheit, seine Thesen in einem Interview in der BRIGITTE auszuführen – eine Zeitschrift, die sich seit einiger Zeit schon geradezu auf EMMA-Kurs befindet.

Diese fragwürdige Haltung der BRIGITTE wird in verschiedenen Dingen deutlich: So endet üblicherweise praktisch jedes Interview mit der letzten Antwort des Befragten. Der SPIEGEL hat höchstens noch eine höfliche Schlussformel eingeführt: "Frau Soundso, wir danken Ihnen für dieses Gespräch." Die BRIGITTE indes schafft es nicht, Amendts Äußerungen für sich stehenzulassen. Auf seine letzte Antwort muss noch ein abkanzelnder Absatz folgen, auf den Amendt nicht mehr antworten darf. Dazu kommt ein Beitrag "Die Fakten" – wie die BRIGITTE sie sieht. Und dazu kommt ein gehässiger Kommentar, in dem Amendt angegiftet und mit Leuten verglichen wird, die einer vergewaltigten Frau die Schuld an diesem Verbrechen geben. Kurz: Die BRIGITTE-Redakteurinnen haken sich gegenseitig unter und singen: "Wir scheißen auf den Journalismus, es lebe die Propaganda!" Dass immer mehr Leser von diesem Sinkflug unserer Medien zutiefst enttäuscht sind, verwundert nicht.

In ihrem Kommentar hofft die BRIGITTE-Propagandistin Silke Baumgarten inständig, nur wenige würden Amendts "ganz steile Thesen" mit ihm teilen. Ein Blick ins Internet hätte ihr verraten, dass etliche Männer mittlerweile wesentlich ungehaltener und radikaler geworden sind als ein doch sehr nüchterner und abwägender Professor für Soziologie. Natürlich muss man sich auf Gegenwind gefasst machen, wenn man in ein erstarrtes System neue Gedanken und Erkenntnisse hineinbringen will. Glücklicherweise sind wir Männer mittlerweile sturmerprobt.

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Samstag, August 08, 2009

"Reaktion: Gelächter"

Als regelmäßiger Leser des Diesellogs von Thomas Reuter ist man ja einigermaßen sensibilisiert, was die um sich greifende gesellschaftliche Benachteiligung von Männern angeht. Man liest die einschlägigen Geschichten und Berichte mit Erstaunen, manchmal melden sich auch Unverständnis und Wut.

Und dann sitzt man in seiner Dienststelle in einem Konferenzraum. Ersthelferschulung. Und man hört den Schulungsleiter, einen alten Sanitäter, erzählen. Von einem Einsatz in einem Bauernhof. Ein Mann sitzt auf der Eckbank in der Küche und hält die Hände vor dem Gesicht. Blut fließt, die Nase ist gebrochen. Der Mann berichtet, er sei gestolpert. Nähere Nachfragen der Retter will er nicht beantworten. Ins Krankenhaus will er auch nicht mit. Schließlich stellt sich heraus, dass seine Frau ihn mit einer Bratpfanne ins Gesicht geschlagen hat. Die Reaktion der Sanitäter: Gelächter. Man überzeugt ihn doch, ins Krankenhaus mitzukommen. Die Reaktion des Pflegepersonals und der Ärzte dort: Gelächter. Die Reaktion der Schulungsteilnehmer, als sie die Geschichte hören: Gelächter.


Das Blog Upper Palatine widmet sich der fast schon absurden Männerfeindlichkeit, die unsere Gesellschaft durchdrungen hat. Über die Verzerrung der Opferraten bei häuslicher Gewalt, solange man sich ausschließlich die eingegangenen Strafanzeigen anschaut, braucht man sich danach nicht mehr zu wundern.

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Montag, Juli 27, 2009

"Zeit Online" schließt die Kommentare

Sehr geehrte Benutzer,
da Ton und Niveau dieser Debatte im Moment nicht einem gewissen Mindestmaß an Diskussionskultur entsprechen, möchten wir diese Diskussion bis Montagvormittag schließen. Wir würden uns freuen, wenn sich bis dahin einige User an das Stichwort "Sachlichkeit" erinnern.
Mit freundlichen Grüßen,
Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE


Na, das muss ja eine spannende Diskussion gewesen sein. Könnte natürlich auch an dem offen männerfeindlichen Artikel gelegen haben ...

Wir haben übrigens immer noch Montagvormittag.

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Freitag, Juli 24, 2009

"Die Zeit": Wirtschaftskrise ist eine Männerkrise

Das Positive: "Die Zeit" hat kapiert, dass die gegenwärtige Wirtschaftskrise sehr einseitig zu Lasten der Männer geht.

Während die Arbeitslosigkeit der Frauen in Deutschland weiter sinkt, ist die der Männer in den vergangenen Monaten um steile 17 Prozent gestiegen. An den Werkbänken von ThyssenKrupp, Bosch und Daimler ist die Jagd unterbrochen – nach dem nächsten Exportrekord, nach der Eroberung des nächsten Marktes, nach der Entwicklung noch schnellerer, stärkerer Autos. Millionen Männer in den Industrieländern haben ihren Job verloren, in Deutschland geht die Zahl erst in die Hunderttausende, weil mehr als eine Million noch in der Kurzarbeit überdauert und hofft, bald wieder gebraucht zu werden. Aber ist die Jagd nur unterbrochen? Oder ist sie zu Ende?


Das Negative: All das bringt "Die Zeit" natürlich nicht davon ab, ihren Artikel weiter tüchtig mit männerfeindlichen Klischees vollzurümpeln. Ob davon die Rede ist, dass die Männer "jetzt" (!) den Müll rausbrächten und einkaufen gingen, oder ob, wie eigentlich bei jedem Problem, die Männer mal wieder an allem schuld sind:

Denn wer hat die Krise angerichtet? Ein Blick auf die Vorstandsetagen zeigt: Vor allem Männer haben an den internationalen Finanzplätzen gezockt, haben in der Bankenaufsicht nicht genau hingeschaut, haben PS-Boliden gebaut, als sei Benzin ein nachwachsender Rohstoff. Männer saßen in den Anhörungen des amerikanischen Kongresses und mussten beichten, dass sie es so weit hatten kommen lassen. Von Männern geführte Banken wurden verstaatlicht. Klaus Schwab, der Gründer und Präsident des Weltwirtschaftsforums in Davos, zieht daraus den Schluss: »Mehr Frauen müssen in Führungspositionen in Regierungen und Banken, um künftig solche Krisen abzuwehren.«

Hätten Frauen mitentscheiden können, so lautet der Umkehrschluss, hätten sie die Weltwirtschaftskrise mildern, wenn nicht gar verhindern können. Weil sie vorsichtiger sind und anders mit Risiken umgehen. Dermaßen verallgemeinert, ist auch das ein Vorurteil. Allerdings liefern Studien wie etwa die des Forschungsinstituts The Conference Board of Canada seit Längerem Hinweise darauf, dass weibliche Aufsichtsräte an Prüfberichten, Risikomanagement und anderen Kontrollmechanismen tatsächlich interessierter sind und diese konsequenter einfordern als viele Männer. Und so fragt die Washington Post, fragt die Unternehmensberatung Boston Consulting, fragen Parlamentarier im britischen Unterhaus: War es das viele Testosteron? Schadet so viel Männlichkeit der Wirtschaft? Der Umwelt? Der Welt?


Die Autoren des Artikels (zwei Frauen, ein Pudel) steigern sich in eine Männerfeindlichkeit hinein, die man sonst selbst heutzutage nur in der "Emma" findet. Dabei wird die gegenwärtige Wirtschaftskrise nur als günstige Entwicklung dazu genutzt, die Geschichte vom "Untergang der Männer" ein weiteres Mal wiederzukäuen, nachdem dies in den letzten 20 Jahren auch ohne Wirtschaftskrise schon zigfach geschehen ist. Dass allerdings auch die höherwertigen Frauen diese Wirtschaftskrise nicht verhindert haben, weil sie es trotz zig Fördermaßnahmen nicht in jene Etagen schafften, wo dies möglich gewesen wäre, diese Verantwortung und diese 70-Stunden-Wochen offenbar auch gar nicht stemmen wollten - kein Wort davon in der "Zeit".

Auch von der Benachteiligung der Jungen im deutschen Schulsystem hat man in Deutschlands Intellektuellen-Zeitung Nummer Eins noch nie gehört:

Fleiß ist ein wesentlicher Grund dafür, dass Frauen so klar Bildungsgewinnerinnen geworden sind.

56,3 Prozent aller bestandenen Abiturprüfungen 2007 – abgelegt von Mädchen.

52,2 Prozent der Diplomprüfungen 2007: bestanden von Frauen.


Hier findet man die vollständige Katastrophe.

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Mittwoch, Juli 15, 2009

USA: Kinder nehmen Beschuldigungen des Missbrauchs zurück, nachdem ihr Vater 20 Jahre im Knast gesessen hatte

Eines der Themen, das in meinem 2001 Buch erschienenen Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" viele Seiten einnahm, war die Sexueller-Missbrauchs-Hysterie Ende der neunziger Jahre – für etliche Familien vermutlich eine der größten Katastrophen infolge der feministischen Ideologie vom allgegenwärtigen Unhold Mann. Damals glaubte man unter anderem, durch geheime Signale in Kinderzeichnungen erkennen zu können, dass diese Kinder sexuell missbraucht worden waren, man unterstellte Kindern, die das abstritten, verdrängte Erinnerungen, führte sowohl mit den Kindern als auch den vermeintlichen Tätern die abenteuerlichsten Kreuzverhöre. In 40 Prozent aller hochstrittigen Scheidungsfälle, so schätzte damals ein angesehener Familienrechtler, wurden Beschuldigungen des sexuellen Missbrauchs zudem als Waffe der Mutter eingesetzt, damit ein Vater keinerlei Kontakt zu seinen Kindern mehr aufrechterhalten konnte. In den USA hatte diese Massenhysterie begonnen, in Deutschland kulminierte sie in so grotesken Ereignissen wie den Wormser Missbrauchsprozessen, die nach vier zerstörerischen Jahren mit einem Freispruch für alle Beschuldigten endeten. Die Wikipedia berichtet über diese Prozesse meiner Kenntnis nach zutreffend:

Eine Staatsanwältin fasste im Laufe der 131 Verhandlungstage empört und ungläubig die Vorwürfe der Verteidigung zusammen: „Die Verteidigung meint also: Blindwütige Feministinnen wirken auf ahnungslose Kinder ein, bis die von Missbrauch berichten, und skrupellose Staatsanwältinnen übernehmen das …“

Der Wormser Wildwasser-Verein brachte Anschuldigungen hervor, die einer Überprüfung nicht standhielten: Kinder waren zu angeblichen Tatzeiten noch nicht geboren, in anderen Fällen saßen die Eltern zur angeblichen Tatzeit bereits in Untersuchungshaft. Psychologische Glaubwürdigkeitsgutachten zum Beispiel durch Max Steller ergaben, dass die vielen, zum Teil sich widersprechenden Aussagen der Kinder durch Suggestion erzeugt wurden und nicht erlebnisbasiert waren. Auch konnte die Polizei bei nicht angekündigten Hausdurchsuchungen keine Beweise finden, die auf sexuellen Missbrauch oder ähnliches schließen ließen. Somit basierte die gesamte Beweislage auf den Aussagen der wahrscheinlich indoktrinierten Kinder und dem Gutachten eines Kinderarztes, das jedoch eventuelle natürliche Ursachen für diverse Verletzungen der Kinder nicht berücksichtigte. Obwohl fast alles auf die Unschuld der Angeklagten deutete, wurden für sie bis zu dreizehn Jahre Haft gefordert. Alle drei Prozesse endeten 1996 und 1997 mit Freisprüchen in allen 25 Fällen. Der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz in „Worms III“ begann sein Urteil mit dem Satz „Den Wormser Massenmissbrauch hat es nie gegeben“ und erklärte: „Bei allen Angeklagten, für die ein langer Leidensweg zu Ende geht, haben wir uns zu entschuldigen.“

(…) Die Prozesse hatten verheerende Wirkung auf Kinder und Angeklagte: Eine Angeklagte, die siebzigjährige Großmutter, starb in Untersuchungshaft, andere verbrachten bis zu 21 Monate in Haft. Mehrere Ehen zerbrachen, die Existenzen mancher Angeklagter und ihrer Familien wurden zum Teil durch die hohen Anwaltskosten völlig zerstört. Die Kinder wuchsen währenddessen größtenteils in Heimen auf und kehrten erst nach und nach zu ihren Eltern zurück. Sechs Kinder – es waren diejenigen, die im Kinderheim „Spatzennest“ in Ramsen untergebracht waren, darunter die aus dem Scheidungskonflikt, der die Verfahren ausgelöst hatte – kehrten überhaupt nicht zurück, da sie völlig von ihren Eltern entfremdet waren. Dem Heimleiter wurde seinerzeit vorgeworfen, die Kinder bewusst gegen die Eltern aufzustacheln. Die meisten dieser Kinder glauben bis zum heutigen Tag, dass ihre Eltern sie sexuell missbraucht haben.

(…) Nach den Freisprüchen trennte sich Wildwasser von der tätig gewordenen Mitarbeiterin. Die Berliner Zeitung berichtete Ende Juni 1997, dass diese von der Richtigkeit ihrer Vorgehensweise weiterhin überzeugt sei. Eine öffentliche Entschuldigung oder weitergehende Konsequenzen gab es nie.


Man müsste hier eigentlich noch sehr viel mehr dazu sagen, als in einen einzelnen Blogeintrag passt. Aber ist das nicht alles Schnee von gestern und Gott sei dank endlich vorbei? Leider sitzen viele der Männer, die bei der damaligen Hexenjagd aufgrund der fadenscheinigsten "Beweise" zu Jahrzehnten langen Gefängnisstrafen verurteilt wurden, noch immer hinter Gittern. Über einen dieser Männer berichtet aktuell Fox News:

Former Vancouver police officer Clyde Ray Spencer spent nearly 20 years in prison after he was convicted of sexually molesting his son and daughter. Now, the children say it never happened.

Matthew Spencer and Kathryn Tetz, who live in Sacramento, Calif., each took the stand Friday in Clark County Superior Court to clear their father's name, The Columbian newspaper reported.

Matthew, now 33, was 9 years old at the time. He told a judge he made the allegation after months of insistent questioning by now-retired Clark County sheriff's detective Sharon Krause just so she would leave him alone.

Tetz, 30, said she doesn't remember what she told Krause back in 1985, but she remembers Krause buying her ice cream. She said that when she finally read the police reports she was "absolutely sure" the abuse never happened.

"I would have remembered something that graphic, that violent," Tetz said.

Spencer's sentence was commuted by then-Gov. Gary Locke in 2004 after questions arose about his conviction. Among other problems, prosecutors withheld medical exams that showed no evidence of abuse, even though Krause claimed the abuse was repeated and violent.

Despite the commutation, Spencer remains a convicted sex offender. He is hoping to have the convictions overturned.

(…) Both children said that while growing up in California they were told by their mother, who divorced Spencer before he was charged, that they were blocking out the memory of the abuse.

They said they realized as adults the abuse never happened, and they came forward because it was the right thing to do.

Prosecutors aren't yet conceding that Spencer was wrongly convicted.

Senior deputy prosecutor Kim Farr grilled the children about why they are so certain they weren't abused, and chief criminal deputy prosecutor Dennis Hunter said that if the convictions are tossed, his office might appeal to the state Supreme Court.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

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Österreich: Missverständnisse bei der Einkommensschere

74 Prozent der Steuerleistung der Erwerbstätigen werden durch Männer erwirtschaftet, 56 Prozent der daraus resultierenden Transferleistungen – ohne Kinderbetreuungsgeld – gehen an Frauen. Wie konnte es nach 40 Jahren Feminismus soweit kommen?


Hier geht es weiter.

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