Dienstag, September 22, 2009

Feministinnen kündigen Störung des Männerkongresses 2010 an

Ein solcher Kongress, der Kritik am patriarchalen Normalzustand auf den Kopf stellt und Männer als Opfer inszenieren will, wird hoffentlich nicht ungestört von statten gehen. Ein feministischer Gegenkongress ist wohl bereits in Planung.


Näheres erfährt man hier.

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Sonntag, September 20, 2009

Trotz oder wegen Feminismus?: Frauen immer unglücklicher

All told, more than 1.3 million men and women have been surveyed over the last 40 years, both here in the U.S. and in developed countries around the world. Wherever researchers have been able to collect reliable data on happiness, the finding is always the same: greater educational, political, and employment opportunities have corresponded to decreases in life happiness for women, as compared to men. (...)

Why? What is causing these trends (and what can we all do to reverse them?)

Some of the more obvious explanations are weaker than you might think:

For example, these trends are not caused by women working longer hours than men. We know this because women don't work more hours than men. In a mammoth study of twenty-five countries, ranging from the U.S. to France to Slovenia to Madagascar, men and women were asked to keep track of what they were doing at various times during the day, and then the hours for each activity were calculated. The results: in developed countries, men average 5.2 hours of paid work a day, and 2.7 hours of homework, for a total of 7.9 hours a day; and women average 3.4 hours of paid work, and 4.5 hours of homework, for a total of, yes, 7.9 hours a day. These averages are statistically identical in virtually every developed country in the study: women and men work the same number of total hours in a day. (It is only in less developed countries such as South Africa or Benin, where women have fewer choices and are largely excluded from the workplace, that women actually work more hours per day than men.)

Nor are they caused by gender-based stereotyping. Sure, forty years ago such stereotyping was still dominant - in 1977 74% of men agreed with the statement "Men should be the primary breadwinner and women should be the primary caretaker of home and family." Today, however, that number has fallen to only 42% - which happens to be almost exactly the same as the percentage of women who agree with it (39%). Your opinion of which roles are most appropriate for men and women to play is not now determined by your sex.


Den vollständigen Beitrag findet man in der Huffington Post.

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Mittwoch, September 09, 2009

Zitat des Tages: Was ist Feminismus?

Hübsch auf den Punkt gebracht:

"Feminismus ist die Theorie, dass Männer und Frauen in jedem Bereich gleich sind – bis auf jene, in denen Frauen überlegen sind. Der Trick besteht darin, jeden gesellschaftlichen Hinweis so zu interpretieren, dass er entweder willkürliche Bevorzugung von Männern oder echte weibliche Überlegenheit belegt. Wenn zum Beispiel Studien zeigen, dass Mädchen in höherer Mathematik weniger gut als Jungen abschneiden, liegt es an systematischer Diskriminierung zugunsten von Jungen. Aber wenn dieselben Studien zeigen, dass Jungen in Sprachen viermal so viel zurückliegen wie Mädchen in Mathe, dann liegt das an der natürlichen weiblichen Überlegenheit."

Hier bzw. hier findet man das englische Original.

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Montag, September 07, 2009

P.T.-Magazin: Leserbriefe sind online

Die Leserbriefe zu dem Artikel des P.T.-Magazins zu "Rettet unsere Söhne" stehen inzwischen online. Insbesondere die Reaktionen der Leser, die den Artikel nicht mochten (Frauenbeauftragte und andere), sind aufschlussreich - und verraten, warum viele Journalisten vor solchen Beiträgen in der Regel zurückscheuen. Haben Männer jemals auf vergleichbare Weise reagiert, wenn ein Magazin einen Artikel über die Probleme und Benachteiligungen von Mädchen und Frauen brachte?

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Samstag, September 05, 2009

Lesermail (Piratenpartei unter feministischem Beschuss)

Genderama-Leser J. hat fließig recherchiert und schickt mir eine, wie er schreibt, "Linksammlung zur aktuellen Blasen werfenden Attacke der üblichen Verdächtigen auf die sich aktuell wacker gegen den Schwachsinn haltende Piratenpartei":

= Feministinnen =

Eine der Schlüsselfiguren der Angriffe, wenn nicht die Hauptperson, spammt schon seit längerem in diversen Kanälen gegen die Piraten, möglicherweise weil ihren Grünen der Arsch auf Grundeis geht.

Piratenpartei und Frauen

Reflexionen zur Denke der Piraten. Als Reaktion auf die Kommentare wird tüchtig geschmollt.

Kann eine Feministin Piraten wählen?

Gender-Trouble bei den Piraten. Ich muss sagen, dass ich wahrhaft beeindruckt bin von der Dichte der schmerzauslösenden Argumentation.

Ein Möchtegernpirat. Er findet Sozialismus ja so doof, aber langt erstmal kräftig in den Eimer mit den Quoten und der Bevormundung.

= Piraten und andere =

Die Piratenpartei und das Genderding (Die Reaktion auf ritinardo kommt von einer Frau! Na, die ist doch garantiert vom patriarchialischen Diskurs bei den Piraten voll unterdrückt worden, dass sie das jetzt schreibt! Die Arme!)

Weiberey

Ich wünsche viel Vergnügen bei den noch nicht bekannten Artikeln. Die Kommentare sind auch jedes mal wieder unterhaltsam.


Ergänzend erwähnen könnte man das Genderblog.

Wenn es noch möglich wäre, mich in dieser Hinsicht zu überraschen, wäre ich über die Maßlosigkeit der feministischen Ideologinnen mal wieder erschüttert. Dass praktisch sämtliche Bundestagsparteien, wie zuletzt von der EMMA belegt, stramm auf feministischem Kurs sind, genügt offensichtlich nicht. Es muss auch die kleinste Nische unserer Gesellschaft noch von dieser Ideologie erobert werden.

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Freitag, August 28, 2009

Feministinnen fordern mehr Glück an den Universitäten

Die angebliche Diskriminierung ist die argumentative Allzweckwaffe aller, die im Namen irgendeines Kollektives "mehr" fordern. Zum Beispiel "persönliches Glück". In einem dieser unsäglichen und unzähligen Sammelbände der Geschlechterforschung (Brigitte Aulenbacher, Birgit Riegraf: Erkenntnis und Methode. Geschlechterforschung in Zeiten des Umbruchs, Band 43 (!) der Reihe Geschlecht & Gesellschaft) schreibt Sigrid Metz-Göckel über "Diskrete Diskriminierungen und persönliches Glück im Leben von Wissenschaftler/innen".


Hier geht es weiter.

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Donnerstag, August 20, 2009

Bewirkt der Feminismus den Aufstieg einer neuen Herrenrasse?

Carey Roberts analysiert auf ifeminists.com die faschistischen und totalitären Aspekte der feministischen Ideologie.

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Montag, August 17, 2009

Grüne: Alice Schwarzer nicht mehr feministisch genug

Es geht immer noch einen Tacken absurder:

Die Herausgeberin der Emma ist nach Ansicht der nordrhein-westfälischen Grünen kein Sprachrohr der Frauenbewegung mehr. "Alice Schwarzer erfüllt die Funktion, kritische Stimme zu sein, immer weniger", sagte die Grünen-Landesvorsitzende Daniela Schneckenburger am Montag in Düsseldorf. Die 66-Jährige habe eine zu starke Nähe zur CDU entwickelt und es seit langem versäumt, zu frauenpolitischen Themen auf Bundes- wie Landesebene kritisch Stellung zu nehmen, meinte Schneckenburger.


Daraufhin machte der nordrhein-westfälische CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst in erfrischender Offenheit deutlich, dass die feministische Ideologie längst nicht mehr nur im linken Lager beheimatet ist, sondern alle großen Parteien durchtränkt – einschließlich der konservativen. Genau deshalb sprechen Männerrechtler ja auch davon, dass wir, was die Geschlechtefrage angeht, längst in einem Ein-Partien-System leben. So wie es in anderer Hinsicht die DDR gewesen war.

Die "taz" berichtet.

Nachtrag vom nächsten Morgen: Wie die "Frankfurter Allgemeine" spekuliert, greifen die Grünen Alice Schwarzer vor allem deshalb an, weil sie im Mai 2008 als ein Mitglied von Jürgen Rüttgers (CDU) Zukunftsteam vorgestellt worden ist.

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Donnerstag, August 13, 2009

Männer haben immer weniger Lust auf Sex

Neben dem in unseren Medien heutzutage obligatorischen männerfeindlichen Mist ("Das starke Geschlecht zieht es bekanntlich vor, in Deckung zu bleiben" etc.) findet man in einem aktuellen Artikel in der "Welt" auch interessante Gedanken:

"Wir beobachten immer mehr Männer, die keine Lust auf Sex haben", sagt Reinhardt Kleber vom Institut für Sexualforschung an der Universitätsklinik Hamburg. In den Sprechstunden der Sexualklinik beklagten Mitte der 70er-Jahre lediglich vier Prozent der männlichen Patienten ihre Unlust, 2002 waren es schon 20 Prozent. (…) Doch woran liegt die neue männliche Unlust? Ist es gar ein Zeichen tatsächlicher Gleichstellung – insofern, als sich Männer verweigern dürfen?

(…) Diese "Verhandlungsmoral" ist ein Ergebnis des Feminismus, und eigentlich könnten sich die Frauen stolz auf die Schulter klopfen über den Erfolg – doch die Nebenwirkungen sind offensichtlich. "Alles auszuhandeln hat tatsächlich bei allen Verdiensten auch problematische Nebenfolgen gezeigt. Sex wird zu einem zivilisierten, gezähmten, aber auch langweiligen Akt", erklärt der Wissenschaftler. Statt Habenwollen, Verlangen, stürmischem Besitzergreifen oder lustvollem Unterwerfen gibt es Verständnis und Harmonie.


Das erinnert doch sehr an ein bekanntes Bonmot Camille Paglias: Die Sexualität in die Hände von Feministinnen zu geben, sei so clever wie seinen Hund, wenn man in Urlaub fährt, einem Tierpräparator zu überlassen.

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Sonntag, Juli 26, 2009

"Diese Frauen sind nicht naiv"

Ein herzlicher Dank geht an Genderama-Leser J.K., der mich auf ein Interview in der "Neuen Zürcher Zeitung" aufmerksam macht. Die Einleitung des Artikels:

Sind Prostituierte aus der Dritten Welt alle Opfer von Frauenhandel und Ausbeutung? Nein, sagt die renommierte Soziologin Laura María Agustín. Die Entrüstung unter Feministinnen ist gross.


Viele meiner Leser wissen, dass ich mich zwar selbst gegen Zwangsprostitution engagiere (so wie gegen andere Formen von sexueller Gewalt), dass ich die von einigen heraufbeschworenen Betroffenenzahlen aber für weit überzogen halte. (Ausführlicher behandle ich das Thema in meinem Buch "Die Sklavenmädchen von Wiesbaden".)

Zwei Auszüge aus dem Interview mit Laura María Agustín:

NZZ am Sonntag: Frau Agustín, Sie schreiben in Ihrem Buch, der vorherrschende Diskurs über Prostitution sei geprägt von einem «fundamentalistischen Feminismus». Was meinen Sie damit?

Laura María Agustín: Damit meine ich Feministinnen, die davon ausgehen, dass Frauen über alle kulturellen und sozialen Grenzen hinweg eine gemeinsame Essenz und ein gemeinsames Schicksal teilen: nämlich Opfer der männlichen, sexuellen Gewalt zu sein. Frauen sind für sie generell Opfer und Prostituierte ganz besonders. Prostitution heisst für diese Art Feministinnen Vergewaltigung, und also müssen die Prostituierten gerettet werden. Diese Axiome zu leugnen, ist für sie gleichbedeutend mit einer Leugnung des Holocaust, denn auch hier geht es angeblich um eine Art Genozid: an den Frauen. Das Leiden und der irreparable Schaden, der durch Sex ohne Liebe verursacht wird, ist für sie mit keinem andern Leiden zu vergleichen. Das sind Vorstellungen von weissen, christlichen Mittelstands-Frauen, die dann auf die ganze Welt projiziert werden. Ursprünglich ging es im Feminismus doch darum, Verantwortung zu übernehmen, oder? Aber heute sieht man nur noch überall Opfer. (…)

NZZ am Sonntag: Sie legen in Ihrem Buch viel Wert auf die Tatsache, dass sich nicht nur Frauen prostituieren. Warum?

Laura María Agustín: Es wird oft so getan, als ob es nur wenige Männer gäbe, die sich prostituieren. Das ist schlicht nicht wahr, vor allem, wenn wir neben den Gigolos und Strichern auch Transsexuelle und all diese Formen von Prostitution jenseits der eindeutigen geschlechtlichen Zuschreibungen hinnehmen, das afrikanische «Sugar Mummy»-Phänomen, also reiche Frauen, die sich jüngere Liebhaber suchen, sowie die Angebote für Sextouristinnen, zum Beispiel in Gambia. Aber das bringt eben diese eindeutigen Rollenzuschreibungen der «armen Frauen» und der «bösen Männer» durcheinander. Dazu gehört auch die Tatsache, dass viele Bordellbetreiber Frauen sind. Doch selbst wenn diese Fakten anerkannt werden, dann wird immer noch behauptet, Männer würden per se durch bezahlten Sex nicht so traumatisiert, wie man das automatisch für die Frauen annimmt.


Es ist höchste Zeit, dass diese Aspekte einmal angesprochen werden.

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Freitag, Juli 24, 2009

Thea Dorn gibt Gegenfeuer im neuen CICERO

Seit gestern ist der neue CICERO im Handel. Nachdem die letzte Ausgabe gleich mehrere Artikel zum Thema Männerbewegung enthielt, darf natürlich nun die Gegendarstellung nicht fehlen. Verfasst hat sie, welche Überraschung: Thea Dorn. (Siehe hier das Inhaltsverzeichnis der August-Ausgabe. Über den Artikel selbst kann ich nichts berichten, weil ich mir diese Ausgabe nicht kaufen werde. Schon die letzte CICERO-Ausgabe hat mich, von den Männerrechts-Artikeln abgesehen, inhaltlich eher enttäuscht.)

Thea Dorn war bekannt geworden durch ein Buch, mit dem sie einen neuen "F-Klassen-Feminismus" für die Elite einforderte, Artikel wie "Männer sind wie Hunde" für Spiegel-Online sowie den Versuch, Eva Herman in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken. Im Juli 2007 lieferte sie sich ein Talkshow-Duell mit dem MANNdats-Vorsitzenden Eugen Maus.

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Samstag, Juli 18, 2009

Misshandlung von arabischen Frauen im Gefängnis – wo bleiben die Feministinnen?

Das Blog "Alles Schall und Rauch" stellt ein paar unangenehme Fragen – und wird dabei schon sehr politisch unkorrekt.

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Mittwoch, Juli 15, 2009

USA: Kinder nehmen Beschuldigungen des Missbrauchs zurück, nachdem ihr Vater 20 Jahre im Knast gesessen hatte

Eines der Themen, das in meinem 2001 Buch erschienenen Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" viele Seiten einnahm, war die Sexueller-Missbrauchs-Hysterie Ende der neunziger Jahre – für etliche Familien vermutlich eine der größten Katastrophen infolge der feministischen Ideologie vom allgegenwärtigen Unhold Mann. Damals glaubte man unter anderem, durch geheime Signale in Kinderzeichnungen erkennen zu können, dass diese Kinder sexuell missbraucht worden waren, man unterstellte Kindern, die das abstritten, verdrängte Erinnerungen, führte sowohl mit den Kindern als auch den vermeintlichen Tätern die abenteuerlichsten Kreuzverhöre. In 40 Prozent aller hochstrittigen Scheidungsfälle, so schätzte damals ein angesehener Familienrechtler, wurden Beschuldigungen des sexuellen Missbrauchs zudem als Waffe der Mutter eingesetzt, damit ein Vater keinerlei Kontakt zu seinen Kindern mehr aufrechterhalten konnte. In den USA hatte diese Massenhysterie begonnen, in Deutschland kulminierte sie in so grotesken Ereignissen wie den Wormser Missbrauchsprozessen, die nach vier zerstörerischen Jahren mit einem Freispruch für alle Beschuldigten endeten. Die Wikipedia berichtet über diese Prozesse meiner Kenntnis nach zutreffend:

Eine Staatsanwältin fasste im Laufe der 131 Verhandlungstage empört und ungläubig die Vorwürfe der Verteidigung zusammen: „Die Verteidigung meint also: Blindwütige Feministinnen wirken auf ahnungslose Kinder ein, bis die von Missbrauch berichten, und skrupellose Staatsanwältinnen übernehmen das …“

Der Wormser Wildwasser-Verein brachte Anschuldigungen hervor, die einer Überprüfung nicht standhielten: Kinder waren zu angeblichen Tatzeiten noch nicht geboren, in anderen Fällen saßen die Eltern zur angeblichen Tatzeit bereits in Untersuchungshaft. Psychologische Glaubwürdigkeitsgutachten zum Beispiel durch Max Steller ergaben, dass die vielen, zum Teil sich widersprechenden Aussagen der Kinder durch Suggestion erzeugt wurden und nicht erlebnisbasiert waren. Auch konnte die Polizei bei nicht angekündigten Hausdurchsuchungen keine Beweise finden, die auf sexuellen Missbrauch oder ähnliches schließen ließen. Somit basierte die gesamte Beweislage auf den Aussagen der wahrscheinlich indoktrinierten Kinder und dem Gutachten eines Kinderarztes, das jedoch eventuelle natürliche Ursachen für diverse Verletzungen der Kinder nicht berücksichtigte. Obwohl fast alles auf die Unschuld der Angeklagten deutete, wurden für sie bis zu dreizehn Jahre Haft gefordert. Alle drei Prozesse endeten 1996 und 1997 mit Freisprüchen in allen 25 Fällen. Der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz in „Worms III“ begann sein Urteil mit dem Satz „Den Wormser Massenmissbrauch hat es nie gegeben“ und erklärte: „Bei allen Angeklagten, für die ein langer Leidensweg zu Ende geht, haben wir uns zu entschuldigen.“

(…) Die Prozesse hatten verheerende Wirkung auf Kinder und Angeklagte: Eine Angeklagte, die siebzigjährige Großmutter, starb in Untersuchungshaft, andere verbrachten bis zu 21 Monate in Haft. Mehrere Ehen zerbrachen, die Existenzen mancher Angeklagter und ihrer Familien wurden zum Teil durch die hohen Anwaltskosten völlig zerstört. Die Kinder wuchsen währenddessen größtenteils in Heimen auf und kehrten erst nach und nach zu ihren Eltern zurück. Sechs Kinder – es waren diejenigen, die im Kinderheim „Spatzennest“ in Ramsen untergebracht waren, darunter die aus dem Scheidungskonflikt, der die Verfahren ausgelöst hatte – kehrten überhaupt nicht zurück, da sie völlig von ihren Eltern entfremdet waren. Dem Heimleiter wurde seinerzeit vorgeworfen, die Kinder bewusst gegen die Eltern aufzustacheln. Die meisten dieser Kinder glauben bis zum heutigen Tag, dass ihre Eltern sie sexuell missbraucht haben.

(…) Nach den Freisprüchen trennte sich Wildwasser von der tätig gewordenen Mitarbeiterin. Die Berliner Zeitung berichtete Ende Juni 1997, dass diese von der Richtigkeit ihrer Vorgehensweise weiterhin überzeugt sei. Eine öffentliche Entschuldigung oder weitergehende Konsequenzen gab es nie.


Man müsste hier eigentlich noch sehr viel mehr dazu sagen, als in einen einzelnen Blogeintrag passt. Aber ist das nicht alles Schnee von gestern und Gott sei dank endlich vorbei? Leider sitzen viele der Männer, die bei der damaligen Hexenjagd aufgrund der fadenscheinigsten "Beweise" zu Jahrzehnten langen Gefängnisstrafen verurteilt wurden, noch immer hinter Gittern. Über einen dieser Männer berichtet aktuell Fox News:

Former Vancouver police officer Clyde Ray Spencer spent nearly 20 years in prison after he was convicted of sexually molesting his son and daughter. Now, the children say it never happened.

Matthew Spencer and Kathryn Tetz, who live in Sacramento, Calif., each took the stand Friday in Clark County Superior Court to clear their father's name, The Columbian newspaper reported.

Matthew, now 33, was 9 years old at the time. He told a judge he made the allegation after months of insistent questioning by now-retired Clark County sheriff's detective Sharon Krause just so she would leave him alone.

Tetz, 30, said she doesn't remember what she told Krause back in 1985, but she remembers Krause buying her ice cream. She said that when she finally read the police reports she was "absolutely sure" the abuse never happened.

"I would have remembered something that graphic, that violent," Tetz said.

Spencer's sentence was commuted by then-Gov. Gary Locke in 2004 after questions arose about his conviction. Among other problems, prosecutors withheld medical exams that showed no evidence of abuse, even though Krause claimed the abuse was repeated and violent.

Despite the commutation, Spencer remains a convicted sex offender. He is hoping to have the convictions overturned.

(…) Both children said that while growing up in California they were told by their mother, who divorced Spencer before he was charged, that they were blocking out the memory of the abuse.

They said they realized as adults the abuse never happened, and they came forward because it was the right thing to do.

Prosecutors aren't yet conceding that Spencer was wrongly convicted.

Senior deputy prosecutor Kim Farr grilled the children about why they are so certain they weren't abused, and chief criminal deputy prosecutor Dennis Hunter said that if the convictions are tossed, his office might appeal to the state Supreme Court.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

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Österreich: Missverständnisse bei der Einkommensschere

74 Prozent der Steuerleistung der Erwerbstätigen werden durch Männer erwirtschaftet, 56 Prozent der daraus resultierenden Transferleistungen – ohne Kinderbetreuungsgeld – gehen an Frauen. Wie konnte es nach 40 Jahren Feminismus soweit kommen?


Hier geht es weiter.

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Montag, Juli 13, 2009

"Selbstgerechte Kriegsgewinnlerinnen"

Im "Diesellog" gibt Thomas Reuter einem Männerhass, der im Deckmantel der Gutmenschlichkeit daherkommt, Saures. Das Intro:

Gerade läuft in Bayern 2 “1:1 - der Talk” - heute mit Monika Hauser, Chefin von “medica mondiale e.V.”1), die weltweit vom Krieg traumatisierte Frauen unterstützen. Monika Hauser bezeichnete ihre Herangehensweise gerade unwidersprochen mit “dieser feministisch-medizinische Ärztinnenblick“. Sie war vor einigen Jahren in Bosnien und hat vergewaltigte Frauen unterstützt, selbstverständlich schätzt sie deren Anzahl “auf ein Vielfaches” der offiziellen Zahlen, die dem Haager Gerichtshof vorliegen. Mit Dunkelziffern läßt sich immer trefflich Kasse machen.


Thomas schreibt sich erst warm, hier geht es deutlich furioser weiter.

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Donnerstag, Juli 09, 2009

Lesermail (Kampflesben)

Genderama-Leser N.Z. mailt mir:

Sehr geehrter Herr Hoffmann,

ich bin der, der Ihren Genderdramablog täglich aus Italien beobachtet.

Ihre Arbeit halte ich für bemerkenswert und dringend notwendig. Ich möchte mich bei Ihnen für Ihr großartiges Engagement bedanken und wohlwissend, dass Sie mit Lesestoff zugemüllt werden, mich ganz kurz vorstellen.

Ich gehöre zu denen, die in ihrer Jugend den 68-ern folgten und jetzt erkennen, dass aus den guten Absichten von damals der größt-denkbare gesellschaftliche Schaden erwachsen ist.

Unsere damalige gut gemeinte Integration Schwuler und Lesben über den Feminismus und die Grünen in die Institutionen, die Parteien, Gewerkschaften, Medien, Ministerien, Hochschulen, bis hin zur EU und UN hat zu einem bisher nicht gekannten Gesinnungsterror geführt, der heute ebenso schwer wieder zu beseitigen ist wie die Maffia-Krake.

(Wohlgemerkt ich spreche Homosexuellen nicht ein diskriminierungsfreies Existenzrecht ab, aber ich glaube fest, dass hinter dem männerhassenden Feminismus, der organisierten Frauenförderung, dem Gendermainstream und der medialen Diskreditierung heterosexueller Lebensentwürfe, etc. schlicht die Interessen organisierter Lesben durchscheinen.)

Das sich selbstverstärkende Gesinnungsmonopol in den Medien und der Politik kann nur durch eine mächtige, hartnäckige Bewegung langsam unterhöhlt werden. Ich kann leider nicht viel dazu beitragen, außer Ihnen Mut zum Durchhalten zuzusprechen.


Dem Eindruck von N.Z. muss ich inzwischen leider zustimmen. Ich setze mich mit meinen Büchern zwar immer wieder auch für Minderheiten in der sexuellen Ausrichtung ein, musste aber in den letzten Jahren die härtesten und perfidesten Attacken gegen die Männerrechtsbewegung aus der Szene ideologisierter Kampflesben erleben. Einige von ihnen haben meiner Einschätzung nach wirklich einen psychischen Schaden, den sie mit Aggressionen gegen Leute mit anderer Meinung ausagieren (natürlich beseelt von dem festen Glauben, für das Gute zu kämpfen, und dabei sind anscheinend sowieso alle Mittel erlaubt). Allerdings sollte man hier schon hinzufügen, dass diese Ideologinnen nur einen Bruchteil aller lesbischen Frauen ausmachen.

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Dienstag, Juni 30, 2009

Die hartnäckigen Mythen der feministischen Wissenschaft

Die Akademiker-Zeitschrift "The Chronicle Review" veröffentlichte gestern einen neuen Artikel der Feminismuskritikerin Christina Hoff Sommers. Ein Auszug:

"Harder to kill than a vampire." That is what the sociologist Joel Best calls a bad statistic. But, as I have discovered over the years, among false statistics the hardest of all to slay are those promoted by feminist professors. (…)

Lemon's "Domestic Violence Law" is organized as a conventional law-school casebook — a collection of judicial opinions, statutes, and articles selected, edited, and commented upon by the author. The first selection, written by Cheryl Ward Smith (no institutional affiliation is given), offers students a historical perspective on domestic-violence law. According to Ward:

"The history of women's abuse began over 2,700 years ago in the year 753 BC. It was during the reign of Romulus of Rome that wife abuse was accepted and condoned under the Laws of Chastisement. ... The laws permitted a man to beat his wife with a rod or switch so long as its circumference was no greater than the girth of the base of the man's right thumb. The law became commonly know as 'The Rule of Thumb.' These laws established a tradition which was perpetuated in English Common Law in most of Europe."

Where to begin? How about with the fact that Romulus of Rome never existed. He is a figure in Roman mythology — the son of Mars, nursed by a wolf. Problem 2: The phrase "rule of thumb" did not originate with any law about wife beating, nor has anyone ever been able to locate any such law. It is now widely regarded as a myth, even among feminist professors.

A few pages later, in a selection by Joan Zorza, a domestic-violence expert, students read, "The March of Dimes found that women battered during pregnancy have more than twice the rate of miscarriages and give birth to more babies with more defects than women who may suffer from any immunizable illness or disease." Not true. When I recently read Zorza's assertion to Richard P. Leavitt, director of science information at the March of Dimes, he replied, "That is a total error on the part of the author. There was no such study." The myth started in the early 1990s, he explained, and resurfaces every few years.

Zorza also informs readers that "between 20 and 35 percent of women seeking medical care in emergency rooms in America are there because of domestic violence." Studies by the federal Centers for Disease Control and Prevention and the Bureau of Justice Statistics, an agency of the U.S. Department of Justice, indicate that the figure is closer to 1 percent.

Few students would guess that the Lemon book is anything less than reliable. The University of California at Berkeley's online faculty profile of Lemon hails it as the "premiere" text of the genre. It is part of a leading casebook series, published by Thomson/West, whose board of academic advisers, prominently listed next to the title page, includes many eminent law professors. (…)

Feminist misinformation is pervasive. In their eye-opening book, Professing Feminism: Education and Indoctrination in Women's Studies (Lexington Books, 2003), the professors Daphne Patai and Noretta Koertge describe the "sea of propaganda" that overwhelms the contemporary feminist classroom. The formidable Christine Rosen (formerly Stolba), in her 2002 report on the five leading women's-studies textbooks, found them rife with falsehoods, half-truths, and "deliberately misleading sisterly sophistries." Are there serious scholars in women's studies? Yes, of course. Sarah Blaffer Hrdy, an anthropologist at the University of California at Davis; Janet Zollinger Giele, a sociologist at Brandeis; and Anne Mellor, a literary scholar at UCLA, to name just three, are models of academic excellence and integrity. But they are the exception. Lemon's book typifies the departmental mind-set. (…)

All books have mistakes, so why pick on the feminists? My complaint with feminist research is not so much that the authors make mistakes; it is that the mistakes are impervious to reasoned criticism. They do not get corrected. The authors are passionately committed to the proposition that American women are oppressed and under siege. The scholars seize and hold on for dear life to any piece of data that appears to corroborate their dire worldview. At the same time, any critic who attempts to correct the false assumptions is dismissed as a backlasher and an anti-feminist crank.


Da geht es uns in Deutschland nicht anders als in den USA.

Nachtrag vom nächsten Morgen: Während ich selbst zeitlich leider immer noch nicht dazu komme, solche längeren englischen Passagen auch ins Deutsche zu übersetzen, hat das in diesem Fall freundlicherweise ein Genderama-Leser zumindest zum Teil übernommen: hier.

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Feministische Installation am Alexanderplatz: 30 Frauen hacken Holz

Der "Tagesspiegel" berichtet.

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Mittwoch, Juni 24, 2009

Lesermail (Julie Delpy)

Inzwischen haben mir zwei Genderama-Leser berichtet, dass die französische Schauspielerin Julie Delpy lange nicht so durchgeknallt sei, wie sie in den online gestellten Passagen des aktuellen STERN-Interviews klinge. So schreibt mir einer von ihnen:

Ohne die getätigten Aussagen damit zu rechtfertigen, kann man trotzdem auch auf dieses Interview hinweisen. Dort sagt sie unter anderem:

"Es macht mich rasend zu hören, die Welt wäre ein besserer Ort, wenn die Frauen an der Macht wären. Wir hatten sicher nicht so viele Gelegenheiten, Massenmorde anzuordnen. Aber Frauen waren KZ-Wärterinnen, sie zwingen junge Mädchen zu Klitoris-Beschneidungen. Ich glaube nicht, dass wir das moralisch überlegene Geschlecht sind."

und

"Aber gibt es überhaupt etwas wie historische Wahrheit? Wer schreibt die Geschichte? Wie viel Mythos steckt in ihr? Entstehen aus einer feministischen Geschichtsschreibung neue Mythen?"

Eigentlich erstaunlich fortschrittliche Erkenntnisse, möcht ich meinen :-)

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Mittwoch, Juni 17, 2009

SWR-Nachtcafé widmet sich der "Problemzone Frau"

Ursprünglich war auch ich für diese Talkshow aus der Reihe "SWR 3 Nachtcafé" angefragt, die diesen Freitag ab 22:00 Uhr ausgestrahlt wird:

Es gibt mittlerweile Frauenförderung an allen Orten und die Stimmen derer mehren sich, die sagen, dass es damit jetzt auch genug ist. Wie sehen heute die Problemzonen der Frauen aus? Was für ein Druck lastet heute auf Frauen? Haben es Frauen nach wie vor schwerer als Männer? Und reicht es jetzt mit der Frauenförderung?


Ich hatte in der Planung zur Sendung mehrfach mit der Redaktion und schließlich auch mit dem Moderator Wieland Backes selbst telefoniert. Deren ursprüngliche Idee: Astrid von Friesen und ich – wir hatten einander gegenseitig empfohlen - hätten gegen eine Feministin und eine Dame, die von der Frauenförderung profitierte, im argumentativen Doppel antreten sollen. Es hätte mir Spaß gemacht, mir mit Frau von Friesen die Bälle zuzuspielen, aber leider hat es nicht sollen sein. Die frauengeförderte Teilnehmerin sagte ab, und um die Debatte nicht ins Ungleichgewicht zu bringen, wollte die Nachtcafé-Redaktion auch nur einen von uns beiden behalten. Die Entscheidung für Frau von Friesen wäre auch mir als Redakteur leicht gefallen: Eine Feministin, die auch schon mal für die "Emma" geschrieben hatte, sich inzwischen aber stark für die Männer einsetzt, ist einfach der reizvollere Gast. (Ich weiß, es gab zahllose Talkshows, in denen nur Anhänger der feministischen Ideologie ohne einen einzigen Männerrechtler diskutierten, aber man kann dem Nachtcafé ja keinen Vorwurf machen, dass es solche Unausgewogenheit gerne vermeiden würde.)

Wie mir allerdings einer der anderen Gäste, Maximilian Pütz, inzwischen per Mail berichtete, soll die Diskussion auch ohne meine Mitwirkung sehr gut gelaufen sein. Ich bin gespannt auf die Sendung.

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