Mittwoch, Juni 17, 2009

SWR-Nachtcafé widmet sich der "Problemzone Frau"

Ursprünglich war auch ich für diese Talkshow aus der Reihe "SWR 3 Nachtcafé" angefragt, die diesen Freitag ab 22:00 Uhr ausgestrahlt wird:

Es gibt mittlerweile Frauenförderung an allen Orten und die Stimmen derer mehren sich, die sagen, dass es damit jetzt auch genug ist. Wie sehen heute die Problemzonen der Frauen aus? Was für ein Druck lastet heute auf Frauen? Haben es Frauen nach wie vor schwerer als Männer? Und reicht es jetzt mit der Frauenförderung?


Ich hatte in der Planung zur Sendung mehrfach mit der Redaktion und schließlich auch mit dem Moderator Wieland Backes selbst telefoniert. Deren ursprüngliche Idee: Astrid von Friesen und ich – wir hatten einander gegenseitig empfohlen - hätten gegen eine Feministin und eine Dame, die von der Frauenförderung profitierte, im argumentativen Doppel antreten sollen. Es hätte mir Spaß gemacht, mir mit Frau von Friesen die Bälle zuzuspielen, aber leider hat es nicht sollen sein. Die frauengeförderte Teilnehmerin sagte ab, und um die Debatte nicht ins Ungleichgewicht zu bringen, wollte die Nachtcafé-Redaktion auch nur einen von uns beiden behalten. Die Entscheidung für Frau von Friesen wäre auch mir als Redakteur leicht gefallen: Eine Feministin, die auch schon mal für die "Emma" geschrieben hatte, sich inzwischen aber stark für die Männer einsetzt, ist einfach der reizvollere Gast. (Ich weiß, es gab zahllose Talkshows, in denen nur Anhänger der feministischen Ideologie ohne einen einzigen Männerrechtler diskutierten, aber man kann dem Nachtcafé ja keinen Vorwurf machen, dass es solche Unausgewogenheit gerne vermeiden würde.)

Wie mir allerdings einer der anderen Gäste, Maximilian Pütz, inzwischen per Mail berichtete, soll die Diskussion auch ohne meine Mitwirkung sehr gut gelaufen sein. Ich bin gespannt auf die Sendung.

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Samstag, Mai 02, 2009

Deutschlandradio: Wohin geht es nach dem Feminismus?

In der Sendung "Lesart" auf Deutschlandradio Kultur besprachen gestern Mittag die kritische Feministin, Paartherapeutin und Pädagogin Astrid von Friesen und der Männerrechtler Paul-Hermann Gruner die beiden Bücher "Rettet unsere Söhne" und "Befreiungsbewegung für Männer".

Hier findet man die MP3 des Beitrags zum Anhören; vermutlich erscheint die Sendung demnächst auch in verschriftlicher Form auf der Website des Deutschlandradios. Der Niveauunterschied zu bestimmten ARD-Vorabend-Sendungen wird rasch deutlich: Für so etwas wie den Beitrag im Deutschlandradio würde man seine Gebühren sehr gerne zahlen. Zwar macht eine Schwalbe noch keinen Sommer – aber oft genug kündigt sie ihn an.

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Freitag, März 20, 2009

Astrid von Friesen äußert sich zur Jungenkrise

Auch die Erziehungswissenschaftlerin und Therapeutin Astrid von Friesen hat heute in einem MDR-Beitrag zur Jungenkrise Stellung bezogen:

Alles wiederholt sich: In den 60er- und 70er-Jahren kämpften besonders die West-Feministinnen dafür, dass die Mädchen bessere Chancen in den Schulen und Ausbildungen bekamen, dass genauso viele Mädchen wie Jungen Abitur und einen Hochschulabschluss machen. Es war ein harter Kampf mit staatlichen Förderungen auf vielen Ebenen, mit Mädchen-Programmen, Mädchen-Informationstagen, mit viel Geld und klugen Gedanken. Dieses Ziel haben wir nicht nur erreicht, sondern überreichlich erfüllt. Super, einerseits, nur leider auf Kosten der nächsten Opfer, andererseits.


Hier geht es weiter.

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Mittwoch, Januar 07, 2009

Astrid von Friesen zerpflückt feministischen Zahlenzauber

Die Paar- und Traumatherapeutin Astrid von Friesen hinterfragt in einem aktuellen Artikel für "Deutschlandradio" die aktuellen Propagandazahlen der Abteilung "Gewalt gegen Frauen":

Landauf und landab heißt es in nahezu allen Medienbeiträgen über Gewalt: "Jede vierte Frau hat häusliche Gewalt erlebt". Das wären bei rund 40 Millionen weiblicher Bundesbürger zehn Millionen Frauen. Doch wird übersehen, dass Statistiken nur seriös sind, wenn die Zeiträume benannt werden. "Jede vierte Frau hat häusliche Gewalt erlebt" wird dann entsprechend falsch interpretiert, als wären im Oktober 2008 rund zehn Millionen Frauen in Deutschland Opfer ihrer Männer geworden. Das würde bedeuten, dass die 7000 Plätze in Frauenhäusern in einem grotesken Ausmaß zu wenig wären. Angenommen, es gäbe ausreichend Plätze, würden regelrechte Wanderbewegungen in diese Frauenhäuser stattfinden, wenn zehn Millionen Frauen in Deutschland dort ständig ein- und auszögen.

Doch rechnen sollte gelernt sein. Über Darmstadt heißt es ebenfalls in einer seriösen Zeitung, dass jede vierte Frau zu Hause Opfer geworden sei. Die Polizei habe 2007 exakt 237 Fälle häuslicher Gewalt gegen Frauen aufgenommen. Bei 71095 Darmstädterinnen liegt der Anteil von weiblichen Gewaltopfern ergo bei 0,33 Prozent. Keineswegs bei 25 Prozent wie suggeriert. Das ist jede 303. und nicht jede vierte Frau. (…)


Und wozu diese statistischen Täuschungsmanöver offenbar dienen sollen, hat Astrid von Friesen ebenfalls erkannt:

Wie immer unter Menschen: Es geht um Geld und Macht. Geld für Frauenhäuser, für Gleichstellungsbeauftragte, die sich jedoch keineswegs gleich für alle Menschen beauftragt fühlen, sondern in den allermeisten Fällen ungleich heftiger für Frauen. Es geht um Genderpolitik und all die, die nach der jahrtausendlangen alten nun einer neuen Ungerechtigkeit in Sachen Geschlechterdominanz das Wort reden. Es geht um die Meinungs- und Deutungshoheit, nunmehr von Frauen gegen Männer. (…)

Würde endlich konstatiert, dass Männer und Kinder genauso oft körperliche Gewalt in ihren eigenen vier Wänden erleiden müssen wie Frauen, müsste es genauso viele Männer- und Kinderfluchtstätten geben wie Frauenhäuser, ebenso viele Beratungs- und Unterstützungsstellen, Medienkampagnen und Aufklärungsbroschüren für Männer und von ihren Müttern malträtierte Kinder. Es geht also um Millionen von Euro, die sich die Geschlechtervertreter redlich teilen müssten.


Den vollständigen Artikel findet man hier.

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Donnerstag, Dezember 11, 2008

Neues Buch im Februar: "Befreiungsbewegung für Männer"

Der Psychosozial-Verlag (ein anerkannter Wissenschaftsverlag) kündigt für Februar 2009 das von Paul-Hermann Gruner und Eckhard Kuhla herausgegebene Buch "Befreiungsbewegung für Männer. Auf dem Weg zur Geschlechterdemokratie" mit folgendem Text an:

Dieses Buch untersucht das feministische Zeitalter und liefert Ausblicke und Vorschläge für die Ära danach. Gleichverpflichtung, Gleichbehandlung und Gleichwertigkeit beider Geschlechter müssen das Ziel sein. Damit führt auch an einer offenen wie offensiven Interessenvertretung der Männer kein Weg vorbei. Eine große Rolle spielen Themen wie die Stellung des Mannes in der Familie, Gewalterfahrungen, Diskriminierung, Gesundheit und Sterblichkeit, Männerpolitik, Emotionen und traditionelle Männlichkeit.


Das Buch enthält Beiträge von Gerhard Amendt, Warren Farrell, Astrid von Friesen, Klaus Hurrelmann, Karin Jäckel, Beate Kricheldorf, Hans-Joachim Lenz und vielen anderen. Auch ich selbst habe zwei Kapitel beigesteuert.

Mit diesem Buch hat der "Maskulismus" endgültig den Zugang zum Raum akademischer Forschung erstritten.

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Donnerstag, November 13, 2008

Astrid von Friesen: Offener Brief an Ethikrat wegen häuslicher Gewalt

In der Männerrechtsbewegung im Internet kursiert gerade per Rundmails sowie in Foren ein offener Brief der Paar- und Traumatherapeutin Astrid von Friesen an den Deutschen Ethikrat. Auch hier auf Genderama veröffentliche ich diesen Brief gerne.

Sehr geehrte Damen und Herren des Ethikrates,

auch als Frau, als Psychotherapeutin, Feministin und und immer öfter als Maskulinistin finde ich es zunehmend empörend, wie wenig über die Gewalt von Frauen und Müttern gesprochen wird.

Weibliche Gewalt erfahren 100 000de von Kindern, die wir später dann in psychotherapeutischer Behandlung haben. Nicht nur viele Borderliner, Depressive usw. sondern auch fast alle Tyrannen dieser Welt hatten Mütter, die ihnen nicht gut taten. Auch sind die vielen verhungerten und in Blumentöpfen verscharten Babys, von denen wir in den vergangene Jahren hörten, nicht nur die Opfer von Einzelfällen, sondern diese Taten sind die Spitzen von Eisbergen, d.h. von eisigen Zuständen in den Familien.

Seit vielen Jahren bin ich u.a. zuständig für die psychosoziale Betreunung der Studenten in Freiberg/Sachsen und erfahre gerade auch von jungen Frauen, dass sie von ihren Müttern mit der "siebenschwänzigen Katze" sprich einer Peitsche, mit Schuh- und Kochlöffeln geprügelt wurden. Warum, fragte ich einen jungen Mann: "Meine Mutter nahm immer einen Gegenstand, wenn ihr die Hand vom Prügeln weh tat."

In fast allen Fällen waren die Mütter in sozialen Berufen tätig: als Lehrerinnen, als Erzieherinnen, als Krippenhortnerinnen.

Prof. Hollstein hat gerade Zahlen veröffentlich, demnach sind 1,4 Millionen Jungen sexuell von Frauen missbraucht worden. - So wie wir uns vor 40 Jahren das Ausmass an männlicher Gewalt nicht vorstellen konnten, was dann die "EMMA" publik machte, so können wir uns heute nur schwer dem Tabu der weiblichen Gewalt nähern.

Hellfelduntersuchungen von Polizei- und Gerichtsakten nennen meist nur männliche Täter. Aber Männer zeigen ja auch nie weibliche Gewalt an, Kinder ebensowenig, weil die Scham grauenvoll groß ist. Und Kinder wissen, dass sie wahrscheinlich ins Heim kommen, wenn die Mutter ins Gefängnis muss. Doch Dunkelfelduntersuchungen auf der ganzen Welt zeigen, dass die häusliche Gewalt zu 50% VON Frauen ausgeübt wird. Dies deckt sich auch mit meinen therapeutischen Erfahrungen.

In der Hoffnung, dass wir alle gemeinsam am Geschlechter-Frieden arbeiten, wozu alle Beteiligten die gleichen Chancen und eine Sprache benötigen, die auch gehört wird - und seien es Männer und Kinder,

verbleibe ich mit vorzüglicher Hochachtung

Astrid v. Friesen

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