Freitag, September 04, 2009

Unbequeme Wahrheiten zur Einkommensschere

Robert Boder kommentiert zu der Augenwischerei in Österreich:

Die Frauenministerin hat neuerlich tief in den Steuertopf gegriffen und Doppelseiten-Inserate geschaltet, weil sie einen Mythos am Leben erhalten muss: Die "diskriminierende" Einkommensschere.

(...) Dabei würde sie (uns) viel Geld sparen, hätte sie sich bei ihren Vorgängerinnen erkundigt, warum Frauen weniger verdienen. Bei Nationalratspräsidentin Barbara Prammer beispielsweise. Diese schrieb schon 1986 in ihrer Magisterarbeit zur Sozialwissenschafterin, dass als Berufe "einfacher Qualifikation" die frauentypischen Berufe im Handel und Dienstleistungsbereich wie Verkäuferin, Friseurin oder "im Büro" gelten (heute würde sie das vermutlich anders formulieren). Aus 225 Lehrberufen würden sich Mädchen auf diese drei konzentrieren.

Zwar hätten die Mädchen in den höheren Schulen gleichgezogen, jedoch nicht im technischen Bereich, und Studentinnen inskribieren immer noch vorwiegend in Geistes- und Sozialwissenschaften, die technischen Disziplinen blieben Männersache. Fast 25 Jahre ist das jetzt her, und es hat sich nichts geändert.


Hier geht es weiter.

Labels: , ,

Freitag, August 28, 2009

Lesermail (DGB-Studie)

Genderama-Leser K.V. mailt mir zu der Studie des DGB, über die ich hier bereits berichtet habe, und die gerade quer durch sämtliche Medien zieht:

Guten Tag Herr Hoffmann,

Ich habe mir besagte Studie angesehen. Tatsächlich hat man die am schlechtesten bezahlten Frauenberufe mit den am besten bezahlten Männerberufen in einen Topf geworfen, und alles was das Ergebnis hätte vermasseln können, ignoriert. Es wurden aus allen untersuchten Berufen die "männlich dominierten" und die "weiblich dominierten" herausgepickt. Doch was heißt "dominiert"? Mehr als 50% Anteil? Man entschied sich, die Grenze bei 80% Frauen- oder Männeranteil zu setzen. Zuletzt wurden nur diese Berufe berücksichtigt. Durch die willkürliche80%-Grenze sind gut bezahlte Frauenberufe wie Bankkauffrau (Lohngruppe 5),Bürokauffrau (Lohngruppe 8) ,Industriekauffrau (Lohngruppe 6) oder Kauffrau fürBürokommunikation (Lohngruppe 8) unter den Tisch gefallen.

Im Fazit der Studie heißt es:
"In keinem der untersuchten thematischen Bereiche, d.h. weder bei den Ausbildungsinhalten noch bei der fachlichen Anleitung, den Ausbildungszeiten und Überstunden, der Ausbildungsvergütung sowie der persönlichen Beurteilung der Ausbildungsqualität liefern die Ergebnisse des Ausbildungsreports Hinweise auf bedeutsame Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Auszubildenden, die unabhängig von den gewählten Ausbildungsberufen bestehen."

Kurzum, wie in der Lesermail auf Genderama bereits gesagt wurde, besteht der Unterschied allein zwischen den Berufsgruppen und hat nichts mit dem Geschlecht zu tun.

Hier die Liste ALLER untersuchter Berufe (Rang 1 steht für die höchste Lohngruppe):

Lohn/Rang* Ausbildungsberuf weiblich männlich
-------------------------------------------------------------------------
804 / 4 Anlagenmechaniker/in 2,4 97,6
790 / 5 Bankkaufmann/-frau 65,5 34,5
753 / 8 Bürokaufmann/-frau 75,3 24,7
908 / 1 Elektroniker/in 3,4 96,6
763 / 7 Fachinformatiker/in 7,3 92,7
746 / 9 Fachkraft für Lagerlogistik 12,5 87,5
490 / 21 Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk 96,0 4,0
438 / 22 Friseur/in 92,1 7,9
556 / 16 Gärtner/in 19,7 80,3
579 / 15 Hotelfachmann/-frau 80,4 19,6
781 / 6 Industriekaufmann/-frau 62,6 37,4
810 / 3 Industriemechaniker/in 7,1 92,9
753 / 8 Kaufmann/-frau für Bürokommunikation 74,3 25,7
685 / 11 Kaufmann/-frau im Einzelhandel 60,8 39,2
721 / 10 Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel 48,9 51,1
579 / 15 Koch/Köchin 24,0 76,0
677 / 12 KFZ-Mechatroniker/in 4,2 95,8
409 / 23 Maler/in und Lackier/in 7,1 92,9
812 / 2 Mechatroniker/in 6,8 93,2
522 / 19 Medizinische/r Fachangestellte/r 97,7 2,3
545 / 17 Metallbauer/in 2,1 97,9
584 / 14 Restaurantfachmann/-frau 73,9 26,1
519 / 20 Tischler/in 9,1 90,9
640 / 13 Verkäufer/in 69,0 31,0
543 / 18 Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r 99,7 0,3
-------------------------------------------------------------------------
* Westlöhne 2008 Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung

Nach der 80%-Auslese blieb folgende Mini-Liste übrig:

weiblich dominierte Berufe:
Lohn/Rang Ausbildungsberuf
----------------------------------------------------
490 / 21 Fachverkäuferin Lebensmittelhandwerk
438 / 22 Friseurin
579 / 15 Hotelfachfrau
522 / 19 Medizinische Fachangestellte
543 / 18 Zahnmedizinische Fachangestellte
----------------------------------------------------

männlich dominierte Berufe:
Lohn/Rang Ausbildungsberuf
----------------------------------------------------
804 / 4 Anlagenmechaniker
908 / 1 Elektroniker
763 / 7 Fachinformatiker
746 / 9 Fachkraft für Lagerlogistik
556 / 16 Gärtner
810 / 3 Industriemechaniker
677 / 12 KFZ-Mechatroniker
409 / 23 Maler und Lackierer
812 / 2 Mechatroniker
545 / 17 Metallbauer
519 / 20 Tischler
----------------------------------------------------


Dieselbe kritische Recherche war von Journalisten, die für solche Aufgaben bezahlt werden, nicht zu erwarten.

Labels: , , ,

Donnerstag, August 27, 2009

Lesermail (Azubis)

Ein Genderama-Leser, der Nachrichten im Rundfunk verliest, mailt mir:

Auf "Genderama" habe ich das Thema noch nicht gefunden, aber vielleicht interessiert es dich. Ich hatte es gerade eben frisch aus den von mir verlesenen Nachrichten:


Weibliche Azubis verdienen durchschnittlich 100 Euro weniger.

Das Interessante an dieser Meldung ist: Es wird mal wieder so getan, als würden Frauen deswegen benachteiligt, weil sie FRAUEN sind. De facto steht in dem Bericht aber nichts davon, daß etwa eine Informatik-Azubine gegenüber einem Informatik-Azubi benachteiligt würde. Mitnichten: Es ist die angehende FRISEURIN oder HOTELFACHFRAU, die weniger verdient, mehr unbezahlte Überstunden machen muß und weniger Urlaubstage bekommt als der angehende METALLBAUER oder INFORMATIKER. Das heißt, es handelt sich nicht um Geschlechter-Unterschiede, sondern um Unterschiede innerhalb gewisser BRANCHEN. Schon in der Ausbildung zeigen sich also ähnliche Lohnunterschiede zwischen den Berufen wie später, wenn dieser Beruf mit Meisterbrief oder Diplom ausgeübt wird. Wundert sich darüber etwa jemand WIRKLICH?

Übrigens ist das auch dem Nachrichten-Redakteur klar gewesen, der diese Meldung formuliert hat. Er sagte sinngemäß: "Es ZWINGT die jungen Frauen ja schließlich niemand, Friseurin zu werden!" Recht hat er! Sie können ebensogut Atomphysik studieren, bei DEN tollen Noten, die sie bekommen ..! ;-)


Nachtrag, ein paar Stunden später: War irgendwie klar, dass sich Spiegel-Online sofort auf diesen Quatsch stürzen würde.

Labels: ,

Freitag, Juli 31, 2009

"Alleinerzieherinnen: Geißel Kind, Geisel Kind?"

(...) So sichern die Zahlungen vom Mann zur Frau auch nach der Trennung das Fortkommen, ohne dass Frauen in die anstrengenden und gefährlicheren Berufe wechseln müssten, die Männer ergreifen, um überhaupt einmal eine Familie gründen zu können. (…) Ketzerisch der Gedanke, eine große Einkommensschere wäre mehr ein Zeichen, dass Frauen so gut versorgt werden, dass sich auch nach Jahrzehnten Frauenpolitik bei den Berufswünschen der Mädchen nichts bewegt hat. Ab der ersten geschenkten Puppe werden sie sukzessive darauf vorbereitet, dass ihre Kinder später in jedem Fall bei ihnen verbleiben und der gewählte gering bezahlte Beruf zusätzlich über allerlei Transferleistungen aufgefettet wird. Der soziale und gesetzliche Druck, dem Buben ausgesetzt sind, fehlt bei Mädchen fast vollständig. Die späteren Väter merken erst dann etwas, wenn es zu spät ist und die Kinder als Druckmittel eingesetzt werden; und zwar alle, bewusst oder unbewusst.

Würde man die Kinder nach der Trennung bei den Vätern belassen und Frauen dem Erwerbs-, Wettbewerbs- und Unterhaltsdruck aussetzen, blitzschnell wäre sie geschlossen, die Einkommensschere.


Robert Boder kommentiert in der "Wiener Zeitung".

Labels: , , , ,

Donnerstag, Juni 25, 2009

England: Wegweisendes Gerichtsurteil gewährt Männern gleichen Lohn wie Frauen

Die britische BBC nennt es einen "landmark case", einen Meilenstein in der Rechtsprechung: Ein Gerichtsurteil setzte gestern durch, dass Männer genauso gut bezahlt werden müssen wie Frauen. Jetzt wird von tausenden von männlichen Arbeitern eine Lawine von Prozessen erwartet, die hunderte Millionen Pfund ausmachen dürften.

The Employment Appeal Tribunal ruled that the 300 men should have been offered the same back pay as the women. These claims are sometimes called piggy back claims as the men "piggy back" on the successful women's claims.

Mr Justice Underhill said: "It would be surprising and unsatisfactory if the [Equal Pay] Act offered no remedy to men in a situation like the present. The case where men and women do the same job but receive different rates of pay is the paradigm of the kind of situation which the Act was intended to prevent, how would it seem if the roles were reversed and the 'piggyback' claimants were not men but women?"

Lawyers involved, from the Cloister Chambers, have described it as a landmark ruling which will have a bearing on many other cases, and could cost councils hundreds of millions of pounds. Yvette Genn from Cloisters said: "This ruling is what thousands of male workers who have not received equal pay up and down the country have been waiting for. There is no doubt that many of the similar 12,000 cases in the system will now proceed and are likely to be successful."


Hier findet man den vollständigen Beitrag.

Labels: , , ,

Mittwoch, Januar 07, 2009

Englische Regierung will "sexistische" Firmen an den Pranger stellen

Companies could be "named and shamed" in league tables revealing pay inequalities between male and female employees under government plans to tackle the gender pay gap, the Guardian can reveal.

The government's equalities office is drawing up an amendment to the equality bill that would force companies to publish figures in annual accounts showing the number of men and women in particular pay bands. The bill is due to be published early this year.

Business leaders reacted angrily to the proposal. The Confederation of British Industry (CBI) complained that forcing companies to produce "meaningless statistics" would do little to tackle the underlying causes of inequality, while the Federation of Small Businesses (FSB) said the response was "over-prescriptive".


Hier geht es weiter.

Labels: , ,

Neue US-Studie: Frauen werden im Management besser bezahlt als Männer

Female executives who break through the “glass ceiling” in corporate America are rewarded with higher overall compensation than their male counterparts and benefit from the same rate of promotion, according to new research from the Tepper School of Business at Carnegie Mellon University.

However, the study also found that the number of females in top executive positions remains a mere fraction of business leadership overall largely due to the tendency of women to leave the workforce earlier than men.

The findings, gleaned from tracking the career paths and compensation of more than 16,000 executives over a 14-year period, identified that female executives actually earned a total of about $100,000 more per year than men of the same age, educational background and job experience.


Hier geht es weiter.

Labels: , ,

Sonntag, Dezember 14, 2008

USA: Geschäftsführerinnen verdienen mehr als Männer

Schon seit einiger Zeit zeichnet sich in den Vereinigten Staaten (und ganz allmählich auch bei uns) eine Umkehrung des angeblichen Geschlechtergefälles bei Gehältern ab, die von den Massenmedien konsequent übergangen wird. Aktuell wird diese Umkehrung durch folgende Erkenntnisse belegt:

A Carnegie Mellon University study has concluded that women executives out-earn their male counterparts.

The study, which examined 16,000 executives over 14 years, found that women at the top of the business world bring in a bit more than men and are promoted at the same rate, countering the popular notion that women earn less than men for the same work.

"That common perception is not borne out by this study," said Robert A. Miller, professor of economics and strategy and one of the authors. "If you're looking for evidence of gender discrimination in executive promotion and compensation, it's not happening there."

The study, "Are There Glass Ceilings for Female Executives?," was released last month by Carnegie Mellon's Tepper School of Business but hasn't been published yet.

The largest empirical analysis of the top echelons of publicly traded companies determined that women earned about $100,000 more per year than men of the same age, educational background and experience. (…)

"At any given level of the career hierarchy, women are paid slightly more than men with the same background, have slightly less income uncertainty and are promoted as quickly," it concludes. "We concluded that the gender pay gap and differences in job rank in this most lucrative occupation is explained by females leaving the market at higher rates than males." (…)

More recent studies reached similar conclusions. A report released last month by The Corporate Library, a research firm in Maine, said women corporate directors earn 15 percent more than male counterparts, although they are still outnumbered 8-1 by men on boards.

The CMU study compiled data representing 60 different job titles at more than 1,800 companies between 1992 and 2006. In addition to examining promotion rates, the researchers also analyzed total compensation, including benefits, bonuses, retirement packages and stock options in addition to salary. Overall, the study concluded that job turnover and tenure are better indicators of compensation than gender.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Labels: , ,

Mittwoch, Oktober 22, 2008

Neue Studie: Gehaltslücke Folge von Lifestyle-Entscheidungen, nicht Diskriminierung

Gut, das ist nichts anderes als das, was ich schon zig Mal erklärt habe, aber der Mythos von der Gehaltsdiskriminierung hält sich weiterhin hartnäckig, so dass man für jede weitere Studie dankbar ist:

The pay gap between men and women has nothing to do with discrimination by employers, an influential study said yesterday. It argued that the difference in salaries between male and female workers came down to 'individual lifestyle preferences'. The choice of millions of mothers to put children before careers was the chief reason given for the disparity between men and women that emerged after 30.


Die Daily Mail berichtet.

Labels: , ,

Montag, September 15, 2008

"24 Prozent – Warum Frauen weniger verdienen als Männer"

Die Forderung, Frauen sollten im Beruf so viel verdienen wie ihre männlichen Kollegen, ist zunächst nicht viel einleuchtender als die, Frauen sollten pro Tag dieselbe Kalorienmenge aufnehmen wie Männer oder durchschnittlich ebenso oft durch Arbeitsunfälle sterben. Dass sie letzteres keineswegs tun, sondern es den Männern überlassen, ungefähr zehnmal häufiger ausgerechnet während der Maloche das Zeitliche zu segnen, führt schon mitten ins Thema. Wer gleichen Lohn für gleiche Arbeit fordert, müsste zunächst einmal die gleiche Arbeit leisten - qualitativ und quantitativ. Dies tun Frauen aber - gottlob - nicht.


Michael Klonovsky, Chef vom Dienst beim FOCUS, erklärt im Feuilleton des Deutschlandradio, warum die aktuell mal wieder verbreiteten Statistiken in die Irre führen.

Labels:

Sonntag, September 07, 2008

SPD-Wahlkampf: Vermeintliche Gehaltsdiskriminierung soll Schwerpunktthema werden

Im Wahlkampf will die SPD unter anderem die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern zu einem Schwerpunkt machen. Die bisherige Benachteiligung von Frauen müsse beendet werden, heißt es in dem elfseitigen Papier von Beck und Steinmeier, das bei der Klausurtagung beschlossen werden soll.


Das meldet n-tv.

Labels: , , , ,

Montag, August 18, 2008

Viel Lärm um nichts

Feminism is the theory that men and women are equal in every respect - except for those in which women are superior. The trick is to interpret every social indicator as though it demonstrates arbitrary male privilege or genuine female superiority. Fortunately, a little bit of ignorance is all it takes to accomplish this feat. For example, when studies show that girls perform less well than boys at advanced math, it is due to systemic discrimination in favour of boys; but when the same studies show that boys’ under-performance in the language arts is four times as great as that of girls in math, well that is due to girls’ innate superiority.


Keine News, sondern nur ein netter kleiner Essay im kanadischen "Western Standard".

Labels: , , ,

Freitag, August 15, 2008

"Lohndiskriminierung" – Das Frauenministerium klärt auf

Das Ministerium räumte ein, dass die von Ursula von der Leyen anlässlich des Frauentags 2007 genannten 23 Prozent Minderverdienst von Frauen für gleiche Arbeit in jedem Fall nicht zuträfen. Wörtlich heißt es in der Antwort: "Die in der von Ihnen zitierten Rede vom 8. März 2007 enthaltene Aussage von Frau Ministerin von der Leyen, dass ‚Frauen noch immer nur 77 % des männlichen Einkommens verdienen, wohlbemerkt für gleiche Arbeit’ ist daher in dieser Form nicht richtig und missverständlich, auch wenn er sich in den Medien oft so oder ähnlich findet. Wir haben die Rede daher aus dem Netz genommen und danken Ihnen für diesen Hinweis."


Oder mit anderen Worten: MANNdat hat mal wieder einen beliebten Medienmythos zerschossen. Den vollständigen Beitrag findet man hier.

Labels: , , , ,

Dienstag, Juli 29, 2008

"Ein Ökonom kämpft gegen Vorurteile"

Halleluja! Worüber ich schon seit Jahren blogge, ist wenigstens ansatzweise in unseren Leitmedien angekommen:

Die Schlagzeilen des vergangenen Monats müssen den amerikanischen Ökonomen Thomas Sowell rasend gemacht haben. "In Deutschland liegt der durchschnittliche Stundenlohn von Frauen um rund 22 Prozent unter dem der Männer", sagte EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla der "Welt". Für Sowell ist diese Aussage zwar nicht falsch, aber trügerisch. Der Grund dafür ist das Wörtchen "durchschnittlich", denn so vergleiche man Äpfel mit Birnen: Frauen arbeiteten öfter in schlechter bezahlten Jobs und zusätzlich viel häufiger Teilzeit. Auch hätten Frauen im Schnitt weniger Berufserfahrung, weil sie unmittelbar vor und nach der Geburt eines Kindes nicht arbeiten könnten und sich anschließend eher um die Erziehung kümmerten. Wenn man das berücksichtige, sei der Verdienstabstand nur noch sehr gering, schreibt der Bestsellerautor in seinem neuen Buch "Economic Facts and Fallacies".


Hier geht es weiter – wobei die "Welt" zum Schluss natürlich doch noch die Kurve bekommt und argumentiert, warum Frauen – möglicherweise – trotzdem benachteiligt seien. Und das wird sich auch nicht so schnell nicht ändern, denn was unsere Medien als Wirklichkeit darstellen, bestimmt immer noch der Zeitgeist.

Labels: , ,

Donnerstag, Juli 17, 2008

Mythos Lohndiskriminierung

Im Politischen Feuilleton des Deutschlandradio Kultur vom 14.7. beschäftigte sich Peter Köpf mit der aktuellen OECD-Studie, die angeblich eine Gehaltsdiskriminierung von Frauen belegt. Die Quintessenz seiner Analyse diskutiert man gerade im Forum von MANNdat.

Labels: ,

Montag, Juli 14, 2008

Barack Obama – ein frauenfeindlicher Heuchler?

Hier hatte ich ausführlich darüber berichtet, wie sehr sich der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama derzeit der feministischen Ideologie andient. So verbreitet er gerne das Ammenmärchen weiter, dass Frauen für exakt dieselbe Arbeit deutlich schlechter entlohnt würden als Männer. Dummerweise gibt es jetzt folgende Nachrichtenmeldung über ihn, die Google zufolge bereits in hunderten amerikanischer Foren und Blogs diskutiert wird.

On average, women working in Obama's Senate office were paid at least $6,000 below the average man working for the Illinois senator. That's according to data calculated from the Report of the Secretary of the Senate, which covered the six-month period ending Sept. 30, 2007. Of the five people in Obama's Senate office who were paid $100,000 or more on an annual basis, only one -- Obama's administrative manager -- was a woman.

The average pay for the 33 men on Obama's staff (who earned more than $23,000, the lowest annual salary paid for non-intern employees) was $59,207. The average pay for the 31 women on Obama's staff who earned more than $23,000 per year was $48,729.91. (The average pay for all 36 male employees on Obama's staff was $55,962; and the average pay for all 31 female employees was $48,729. The report indicated that Obama had only one paid intern during the period, who was a male.)


Also ist Barack Obama jemand, der Gleichberechtigung predigt und selbst Frauen diskriminiert? Nicht mehr als dass die Partei "Die Linke" tut, die ständig viel mehr Frauen in Managementpositionen einfordert, aber selbst zwei Männer an der Spitze hat – weil sich einfach seit Jahren keine Frauen finden, die auf diesen Zeit und Nerven raubenden Job Böcke haben.

So argumentiert auch Selwyn Duke, was Obama angeht. Nach einigen durchaus lesenswerten Ausführungen gelangt er zu der Schlussfolgerung:

So it's entirely possible that Senator Obama is a sexist, misogynistic creep who gleefully rubs his hands together and laughs demonically while scheming to persecute his female employees. Maybe he has nothing better to do. But far more likely is that the aforementioned factors explain his office's inter-sex pay differential. Perhaps his male employees work more hours, have been more likely to accept promotions involving greater responsibility, have more experience, sacrificed "personal fulfillment" and instead chose more lucrative fields, and/or have greater seniority. Whatever the reasons, I'm quite sure of one thing: The phenomenon is attributable to natural, market-based factors and not a conscious desire to disenfranchise women.

Labels: ,

Freitag, Juni 13, 2008

"Schlechtere Bezahlung von Frauen liegt nicht am Frauenhass der Chefs"

Schau an: Sogar die "Zeit" kommt so ganz allmählich dahinter. Gebt den Leuten dort noch ein paar Jahre, und sie haben's völlig begriffen.

Labels:

Dienstag, Juni 10, 2008

N-tv-Presseschau: Frauen sollten beanspruchen, was ihnen zusteht

Man muss Journalisten auch ein bisschen verstehen: Sie können unmöglich zu jedem Thema über Hintergrundwissen verfügen, sondern müssen immer wieder mal improvisieren, wenn ihnen eine neue Meldung auf den Tisch flattert. Was die gestrige EU-Meldung angeht, der zufolge Frauen 22 Prozent weniger verdienten als Männer, waren viele Journalisten ähnlich überfordert wie wenn ich plötzlich einen sinnvollen Artikel zum Thema Klimawandel oder Gesundheitsreform schreiben müsste. Die Presseschau bei n-tv offenbart immerhin einen ... interessanten neuen Trend in deutschen Redaktionsstuben: Jetzt wird vielfach den Frauen die Schuld an der vermeintlichen Misere zugeschoben, dies allerdings mit einer reichlich schrägen Argumentation: Frauen würden einfach nicht selbstbewusst genug verlangen, was ihnen zusteht. Vereinfacht gesagt: Während die Medien uns früher weismachten, Kunden würden für ein Brötchen gerne ein Viertel mehr zahlen, wenn es von einem Mann statt einer Frau gebacken worden war, erzählt man mittlerweile den Frauen, sie würden für ein Brötchen ein Viertel mehr erhalten, wenn sie nur ordentlich mit dem Fuß aufstampfen und "Ich will aber!" sagten. Bedeutet das, in all den Bereichen, in denen Männer weniger verdienen als Frauen, könnten sie das auch leicht beheben, in dem sie einfach nur lautstark genug fordern? Wohl kaum. Irgendjemand sollte unseren Journalisten vielleicht doch wenigstens die Grundzüge der Marktwirtschaft beibringen: Angebot und Nachfrage und solches Zeug ...

Einen treffenden Kommentar für diesen Mumpitz findet man im Forum von MANNdat.

Labels: , ,

Montag, Juni 09, 2008

Frauen verdienen 22 Prozent weniger? Das hat seine Gründe

Derzeit wird eine neue EU-Studie durch die Medien gejagt, der zufolge die Frauen in Deutschland im Vergleich zu Männern viel schlechter bezahlt werden als in fast allen anderen Ländern Europas. Steht es so schlimm um die Gleichberechtigung hierzulande? Die "Welt" immerhin nennt ein paar wesentliche Punkte, die man bei der Debatte nicht unter den Tisch fallen lassen sollte:

"Dabei geht es jedoch nicht um unterschiedliche Bezahlung für gleiche Arbeit", erläuterte der EU-Kommissar. Ein wichtiger Grund für das große Lohngefälle in Deutschland sei vielmehr, dass viele Frauen Teilzeit arbeiteten. Spidla: "Das Gefälle ist allerdings auch deshalb so groß, weil die Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt vergleichsweise höher ist als zum Beispiel in Malta. Je geringer die Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt ist, desto niedriger ist im Allgemeinen auch das Lohngefälle."

Labels: , ,

Mittwoch, Mai 07, 2008

Von der Leyen: Unternehmen sollen Gehälter offenlegen

Frauenministerin Ursula von der Leyen fordert: Firmen sollen ihre Lohnsysteme offen legen, damit die Ursachen der vermeintlichen Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen wirksam bekämpft werden können. Näheres erfährt man aus der "taz" - zum Beispiel, dass Norbert Walter, laut "taz" Chefsvolkswirt der Deutschen Bank, eine Quote für nötig hält, "wenn sich trotz ausgefeilter und guter Argumentation in den Köpfen nichts bewegt". Was zu deutsch wohl so viel heißen dürfte wie: Wenn man die Leute nicht überzeugen kann, muss man sie eben zwingen.

Labels: , , ,

kostenloser Counter