Sonntag, Juni 21, 2009

Österreich: Grüne wollen "sexistische" Werbung verbieten

Die Grüne Frauensprecherin Judith Schwentner fordert gesetzliche Maßnahmen gegen Diskriminierung von Frauen in der Werbung. Derzeit sei sexistische Werbung nicht gesetzlich verboten, über derartige Werbeinhalte könne man sich lediglich beim Werberat beschweren, kritisierte Schwentner. Die Grünen haben am Freitag zur Enquete "Die Macht der Werbebilder - Diskriminierung von Frauen in der Werbung" ins Parlament geladen.


Als "sexistisch" wird dem Artikel zufolge offenbar jede Reklame aufgefasst, in der Frauen als erotisch ansprechend gezeigt werden. Tatsächliche Verunglimpfungen und Herabsetzungen von Männern führen zumindest beim Deutschen Werberat hingegen nur zu einem gelangweilten Schulterzucken.

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Donnerstag, Mai 28, 2009

Australien: Männerfeindliche Reklame muss zurückgezogen werden

Ein Konzept, das für den deutschen Werberat noch komplett unverständlich ist (Männer herabsetzende Reklame), wird in Australien bereits begriffen. Deshalb muss dort jetzt nach Beschwerden zahlreicher Zuschauer ein Werbespot zurückgezogen werden, der sich über Männer mit vorzeitiger Ejakulation lustig macht. Die ABC News berichten.

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Dienstag, Mai 05, 2009

Positivdenken mit der ARD

So. Jetzt hab ich mir also pflichtbewusst die ersten sechs Folgen der neuen ARD-Serie "Eine für alle – Frauen können's besser" angesehen, und damit war der Sonntagabend dann auch schön im Eimer.


Erst jetzt habe ich ihn entdeckt, dabei ist dieser schöne FAZ-Artikel doch schon über eine Woche alt. Man kann dem Autor übrigens nicht vorwerfen, dass er sich keine Mühe gäbe, das Positive zu sehen:

Immerhin: Etwas Gutes hat "Eine für alle" dann doch. Für die Werbekampagne zum Sendestart hat die zuständige ARD Werbung die gebeutelte Werbeindustrie ordentlich subventioniert und ganze Städte mit Citylight-Postern zugeklebt bzw. Zeitungen und Magazine mit Anzeigen vollgeschaltet. Das-Erste-Marketingleiter Dietmar Pretzsch verriet der Fachzeitschrift "Horizont" kürzlich:

"Die Kampagne für 'Eine für alle' ist die größte, die wir jemals für Das Erste gemacht haben. Sie übertrifft von der Länge und vom Volumen her jede unserer 'Sportschau'-Kampagnen."

Das Mediavolumen für die Kampagne liege "deutlich jenseits der 5 Millionen Euro", zitiert "Horizont" Pretzsch weiter. Und: "Wenn wir so ein großes Projekt auf die Schiene bringen, dürfen wir nicht an dieser Ecke anfangen zu sparen und jeden Euro zweimal umdrehen. Damit würden wir das ganze Projekt riskieren. Wir haben den unbedingten Willen zum Erfolg."


Die größte Kampagne, die jemals für Das Erste lief, hatte ausgerechnet Männerhass als tragendes Element. Finanziert von Ihren Gebühren. Für eine Riesenpleite, für die in der freien Wirtschaft längst Köpfe gerollt wären.

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Sonntag, Mai 03, 2009

Diffamierung von Männern in der Werbung – gesundheitsschädlich?

Die ARD-Programmleitung und die Werbeagentur "Hello, München" bezeichnen ihre Männerhass-Reklame für die Vorabend-Soap "Eine für alle" als virale Kampagne - ein Ausdruck, der sich als ungeahnt treffend erweisen könnte. Denn wie reale Viren könnte auch dieser zu ebenso realen Gesundheitsschäden führen. Darauf weist zumindest dieses pdf hin, das über ein interessantes Projekt zur Werbeanalyse berichtet:

Mit dem Motto "Unbefangene" sollen männerfeindliche Reklame sowie jungenfeindliche Werbespots erkannt werden. In einem Schweizer Projekt wird ein Vorhaben durchgeführt, in dem geschlechtsstereotype Botschaften sichtbar gemacht werden sollen. Es geht darum, gegen herabwürdigende Trends männlicher Darstellung aufzubegehren und darin das Argument einer möglicherweise gesundheitsschädlichen Wirkung stark zu machen: Ob und wie sexistische Werbung Männer krank macht, ist bislang nicht hinreichend untersucht. Kränkend wirkt sie auf jeden Fall und sie trägt zur Bildung von Männlichkeitsbildern bei – die wiederum nachweislich gesundheitsschädlich sein können.

Geschlechterdiskriminierende Werbung betrifft Männer meist indirekt: Nicht selten stehen in Werbespots intelligenten, selbstbewusst auftretenden Frauen Männer gegenüber, die jämmerlich und albern erscheinen. Nicht selten werden Männer als Versager, als nützlicher Trottel dargestellt. Sie sind lächerliche Objekte – es ist fast zu einer Art unsäglicher "Mode" geworden, so wird durch diese wissenschaftliche Untersuchungen belegt, Männer zu diffamieren durch die Gegenüberstellung zu weiblich emanzipierten Positionen. Dieser Effekt jedenfalls durchzieht nach Ansicht dieses Forschungsvorhabens in der Schweiz die Werbung auf vielen Medienkanälen.


Träger des Schweizer Projekts Realitycheck ist interessanterweise Terre des Femmes Schweiz. Das verstärkt meinen Eindruck davon, dass sobald Feministinnen sich mit einem Problem wirklich gründlich beschäftigen, sie feststellen, dass Jungen und Männer genauso sehr, wenn nicht stärker davon betroffen sind. (Man denke an Frauen wie Astrid von Friesen oder an Erin Pizzey, die sich zuerst nur für geprügelte Frauen einsetzte, bis sie realisierte, dass Männer vielleicht sogar häufiger Opfer von häuslicher Gewalt werden.) Leider führt das manchmal nur zu einem punktuellen Umdenken bei eben jenem Thema, während frau bei den Themen, mit denen sie sich nicht so gut auskennt, noch immer naiv den feministischen Leitlinien vom Täter Mann und Opfer Frau folgt. Trotzdem ist auch das Schweizer Forschungsprojekt ein Anzeichen dafür, dass allmählich ein Prozess des Nachdenkens in die Gänge kommt. Vielleicht noch nicht bei "Hello, München" und in der Führung der ARD, und auch nicht beim
Deutschen Werberat. Aber andernorts schon.

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Mittwoch, April 29, 2009

Werberat beanstandet männerfeindliche ARD-Reklame nicht

Der Werberat reagiert so wie erwartet, nämlich im Sinne des herrschenden Zeitgeistes. Folgende Mail erreichte mich gerade:

Sehr geehrter Herr Hoffmann,

wir nehmen Bezug auf Ihre Beschwerde vom 20. April und unseren Zwischenbescheid vom 22. April 2009.

Nach Überprüfung der oben genannten Werbemaßnahmen und unter Berücksichtigung der uns inzwischen zugegangenen Stellungnahme des werbenden Unternehmens kommt der Werberat zu dem Ergebnis, die Hörfunkspots nicht zu beanstanden.

Der werbende Sender ARD legt dar, dass die Spots keine Diskriminierung aus Gründen des Geschlechts beinhalten, sondern verschiedene Lebenssachverhalte thematisieren, in denen manche Männer (an unseriösen Finanzgeschäften beteiligte Banker, Unfallverursacher, Ehebrecher) ein Verhalten zeigen, das aus weiblicher Sicht Anlass zu Kritik gibt.

Es gehe in den Spots nicht darum, Männer generell herabzuwürdigen, sondern gewisse Geschlechter-Klischees aus Sicht einer der Protagonistinnen der beworbenen Fernsehserie darzustellen.

Auch der Werberat sieht den Schwerpunkt der Spots in der Behandlung von typischen Geschlechterklischees, die aus Sicht der Sprecherin subjektiv behandelt werden. Dies als pauschale Herabwürdigung von Männern zu interpretieren, würde den Inhalt der Spots unserer Ansicht nach überdehnen. Aus diesen Gründen entscheidet der Werberat hier gegen eine Beanstandung.

Mit freundlichen Grüßen


Mit dieser Entscheidung sagt der Werberat mehr über sich selbst aus als über die beanstandete Reklame. Die Zuschauer bewerten sie dem aktuellen Ergebnis einer Umfrage zufolge nämlich komplett anders:

Die Radiospots für die ARD-Vorabendserie "Eine für alle" sind vor dem Werberat gelandet. Ist der Vorwurf der "sexuellen Diskriminierung" von Männern berechtigt?

Ja 72 %, (678)

Nein 27 %, (256)

Weiß nicht 1 %, (8)


Nach der vorliegenden Argumentation des Werberates müsste für dieses Gremium auch die Reklame für eine Serie "Männer können's besser", in der Frauen als "Versorgungsprostituierte" und "Unterhaltsschmarotzerinnen" beschimpft werden, vollständig okay gehen. Gut zu wissen, woran man ist.

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Gleichstellungsbehörde protestiert: Vize-Miss-Schweiz "zu sexy"

Das ist wohl der Unterschied zwischen Männerrechtlern und Feministinnen: Die erste Gruppe protestiert, wenn Männer in einer breit gestreuten Reklame schlecht gemacht werden, die zweite auch, wenn eine Frau als zu positiv rüberkommt:

Im engen Lederoutfit posiert Vize-Miss-Schweiz Rekha Datta für die Kamera, lässt dabei ihren BH hervorblitzen und zupft verführerisch an ihrem Reissverschluss. Die sexy Bilder für das Auktionsportal Labuyla entstanden letzte Woche, nur kurz nachdem die indischstämmige Beauty den lukrativen Werbevertrag mit der Elektronik-Firma an Land gezogen hatte. Nun sorgen die Fotos für Wirbel – und sollten gar verboten werden: «Die Gleichstellungsbehörde befand sie für zu sexy», erklärt Datta.


Hier geht es weiter (mit einigen sehr ansprechenden Fotos zur Veranschaulichung).

Die Lustfeindlichkeit der Frauenbewegung bleibt atemberaubend.

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Sonntag, Januar 04, 2009

OTTO-Versand erhält "goldenes Schlusslicht" wegen männerfeindlicher Reklame

Der Negativpreis "Schlusslicht" wird derzeit zum ersten Mal an Firmen verliehen, die im Jahr 2008 mit männerverunglimpfender Werbung auf sich aufmerksam machten. Der Hauptaugenmerk der Initiative ist TV-Werbung; darüber hinaus widmet sich "Schlusslicht" auch einem Querschnitt regionaler wie überregionaler Printwerbeschaltungen.

Das "Goldene Schlusslicht" erhält der OTTO-Versand "für die Verharmlosung häuslicher Gewalt gegen Männer", mit dem "Silbernen Schlusslicht" wurde die Witex GmbH für den Slogan bedacht, gute Böden sollten wie Männer sein: Man müsse auf ihnen herumtrampeln können. Auch einige weitere Firmen sorgten für Missfallen.

Laut Tristan Rosenkranz (Väterberatung Gera), dem Initiator dieses Negativpreises, herrscht in unserer Gesellschaft ein Klima stillschweigender Akzeptanz gegenüber männerverunglimpfenden Darstellungen, während gegen Herabsetzungen des weiblichen Geschlechts scharf vorgegangen werde. Bedauerlicherweise, so Rosenkranz weiter, sähen Gremien wie der Deutsche Werberat keinen Handlungsbedarf gegen männerfeindliche Reklame.

Näheres erfährt man hier.

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Montag, September 22, 2008

Neuseeland: Männerrechtler barrikadieren Haus eines Richters

Ein kurzer Artikel, um wieder mal daran zu erinnern, dass unser Engagement noch immer ein internationales ist.

Ach ja, und in Indien empören sich Männerrechts-Aktivisten über Werbespots, die Gewalt gegen Männer als lustig darstellen. Kommt einem auch irgendwie bekannt vor ...

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Mittwoch, September 03, 2008

EU-Verbot: TV-Werbung jetzt hausfrauenfrei

Jetzt geht es – auch im Wortsinne – ans Eingemachte. Kochende Muttis, waschende Omis, putzende Mädels – das kommt uns nicht mehr auf den dann von innen gesäuberten Bildschirm. Das EU-Parlament will solcherlei „klischeebehaftete“ Fernsehwerbung im Sinne der regierenden Genderideologie nachhaltig und porentief weißwaschen. Frauen sind Männer sind Männer sind Frauen sind gleich.


André Lichtschlag kommentiert den neuesten Eurokraten-Irrsinn mit treffenden Worten auf ef-online.

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Samstag, Juni 21, 2008

Hitparade der 10 männerfeindlichsten Werbespots

Das US-Portal askmen.com ist inhaltlich normalerweise so ähnlich angelegt wie Zeitschriften wie "Men's Health" und dergleichen: viele praktische Tipps, brauchbare Infos und Fotos von scharfen Bräuten, aber wenig männerpolitische Inhalte, erst Recht nicht im Zusammenhang mit "umgekehrter Diskriminierung". Um so mehr fällt darin ein neuer Artikel auf, in dem es um die zehn männerfeindlichsten Werbespots zumindest im englischen Sprachraum geht. Leider meldet Youtube beim Anklicken einiger dieser Videos, dass diese nicht mehr abrufbar seien, aber praktischerweise gibt es zu jedem Spot eine kurze Inhaltsangabe zum Nachlesen.

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Mittwoch, April 16, 2008

US-Werbeindustrie in der Kritik: Männer sind keine Idioten

Die US-amerikanische Werbewirtschaft ist in jüngster Zeit für ihre männerfeindlichen Spots zunehmend in die Kritik geraten. In einem Artikel der Zeitschrift "Advertising Age", die über die Werbebranche berichtet, fasst der Männerrechtler Glenn Sacks die wichtigsten Argumente zusammen.

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Dienstag, Januar 08, 2008

"Trottel vom Dienst"

Der Mann in der Werbung ist eine Flasche. Warum darf man mit Männern machen, was bei Frauen verboten ist?


Das fragt sich und uns in einem klugen Artikel Birgit Schmid.

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Freitag, November 23, 2007

"Neue Männer braucht die Werbung"

Ein neues Wort wird geschaffen: Es heißt Neomaskulinität.

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Mittwoch, November 14, 2007

Ein Moment der Klarheit

Dieser Werbespot wird schon seit einigen Tagen in verschiedenen Internetforen diskutiert. Manch einer sieht ihn nicht nur als Parodie auf konventionelle Spots, sondern auch als Allegorie dazu, wohin sich das Geschlechterverhältnis nach vierzig Jahren Feminismus entwickelt hat.

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