Samstag, März 08, 2008

"Von vorn bis hinten lesenswert"

Heute ist es wieder soweit: Wie jedes Jahr zum Frauentag stimmen auch an diesem 8. März die Massenmedien das Klagelied der vermeintlich benachteiligten Frauen in unserer Gesellschaft an. Doch die Fakten sprechen eine andere Sprache. Mit seinem Buch "Männerbeben" schuf der Medienwissenschaftler Arne Hoffmann ein Standardwerk der noch jungen Männerrechtsbewegung.


Was gibt es für eine bessere Möglichkeit, den Weltfrauentag zu beginnen als mit einer taufrischen Rezension meines Buches "Männerbeben", online gestellt heute morgen um 7:00 vom P.T. Magazin? :-)

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Mittwoch, Februar 06, 2008

Männerbewegung Titelthema in der "Jungen Freiheit"

In der aktuellen Ausgabe der konservativen Wochenzeitung "Junge Freiheit" (ab Freitag im Handel, morgen für Abonnenten erhältlich, heute schon online) stellt die Männerrechtsbewegung den Schwerpunkt dar. "Aufstand der Männer" lautet das Titelthema, wo es weiter heißt: "Revolte gegen die gesellschaftlichen Folgen des radikalen Feminismus: Jetzt machen Männerrechtsgruppen gegen die Diskriminierung mobil".

In dem Leitartikel "Freiheit statt Feminismus" führt Michael Paulwitz aus:

Heulsusen. Männer, die über ihre strukturelle Benachteiligung jammern, die Diskriminierung des eigenen Geschlechts beklagen und sich organisieren, um wortreich ihre Rechte einzufordern – muß das sein? Reicht nicht schon das feministische Gedöns? Brauchen wir da wirklich noch die „Männerrechtsbewegung“, die der Publizist Arne Hoffmann in seinem soeben erschienenen Standardwerk „Männerbeben“ umfassend porträtiert? Doch, brauchen wir. Denn die einst als „Patriarchen“ geschmähten deutschen Männer sind längst auf dem besten Weg, die Deppen der Nation zu werden. (...) Es ist kein geringer Erfolg der im Laufe der letzten Jahre formierten Männerrechtsbewegung, daß diese und andere Mißstände dokumentiert und ins öffentliche Bewußtsein gerückt worden sind. Die Bedeutung von Manndat und Väteraufbruch, von genderama.de und Männerpartei weist indes über das übliche Wirken von Lobbyorganisationen hinaus, die individuelle Probleme und Anliegen ihrer Klientel bündeln und durchsetzen wollen.


Und da wir gerade MANNdat erwähnt hatten: Einer der Vorsitzenden dieser Bürgerrechtsgruppe, Dr. Eugen Maus, kann in einem ausführlichen, sehr sachgerechten Seite-3-Interview seine Positionen darlegen: "Männer werden betrogen!" lautet die passende Überschrift. Auch hiervon ein Auszug:

Wir sehen generell eine unheilvolle Tendenz, Freiräume und Optionen für Frauen zu eröffnen bei gleichzeitiger Beschneidung der Rechte von Männern. Nehmen Sie etwa den Militärdienst. Männer müssen ihn zwangsweise leisten, Frauen dürfen ihn als Beruf ausüben. Oder Elternschaft: Frauen haben die Entscheidungsfreiheit, ob sie ein Kind bekommen oder abtreiben wollen, eine Freiheit, die in jedem Falle vom Manne zwangsweise mitgetragen werden muß. Oder das Thema Prostitution, inzwischen ein „völlig normaler Beruf“, hört man unsere Volkserzieher. Aber Männer, die zu Prostituierten gehen, werden als Schweine diskreditiert, die nach Vorschlägen, wie sie bereits in Schweden verwirklicht sind, bestraft werden sollen. Eine unglaubliche Bigotterie! Es geht dabei nicht um Billigung oder Mißbilligung der Prostitution, sondern um Widersprüche. Überall werden Freiräume für Frauen eröffnet, denen gleichzeitig Zwangsmaßnahmen gegen Männer gegenüberstehen.


Auf die Frage, ob der Feminismus "links" und also die Männerbewegung "rechts" sei, erklärt Eugen Maus:

In Schwarzers Hauspostille stand zu lesen: „Wenn es unseren Töchtern bessergehen soll, dann muß es unseren Söhnen schlechtergehen.“ Was ist daran „links“? Wir hingegen streiten etwa dafür, daß die Wehrpflicht entweder abgeschafft oder auf beide Geschlechter ausgedehnt wird. Das ist emanzipatorisch und hat mit „rechts“ überhaupt nichts zu tun. Soviel zu diesen Kategorien. Im Grunde ist es egal, woher die Leute kommen, die uns unterstützen. Aber sie sollen nicht ihre linken/rechten oder sonstigen Vorstellungen bei uns umsetzen wollen, sondern unsere Themen in ihre jeweiligen Herkunftsorganisationen einbringen. Dabei können wir sie argumentativ unterstützen. Es gibt heute keine größere Organisation, Universität, Gewerkschaft, Rundfunkanstalt, Partei oder was auch immer, in der sich der Feminismus nicht festgesetzt hat. Es gibt eine Frauenpartei, und sie ist bedeutungslos – weil Frauen ihre Angelegenheiten in alle Parteien bereits hineingetragen haben. Davon können Männer etwas lernen. Selbst wenn wir uns parteipolitisch festlegen wollten – was wir ausdrücklich nicht tun –, müßte mir erst mal jemand eine Partei zeigen, bei der unsere Anliegen auch nur ansatzweise berücksichtigt werden. Da hat man eigentlich nur die Wahl zwischen „schlecht“ und „schlechter“.


(Herzlichen Dank bei dieser Gelegenheit zu den sehr freundlichen Worten über mein eigenes Schaffen und Wirken.)

Zunächst nur für Abonnenten online zugänglich ist darüber hinaus eine gelungene Doppelrenzension Ellen Kositzas zu Michails A. Xenos "Medusa schenkt man keine Rosen" und meinem bereits erwähnten Buch "Männerbeben".

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Mittwoch, Januar 09, 2008

Geschlechterpolitik aus männlicher Sicht

Von MANNdat liegt seit heute eine ausführliche Rezension meines neuesten Buchs "Männerbeben" vor.

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Montag, Dezember 17, 2007

Suche nach intelligentem Leben im Buchhandel geht weiter

Seitdem ich hier über die Schwierigkeiten berichtet habe, die Teile des Buchhandels offenbar mit politisch unkorrekten Titeln haben, mailen mir einzelne Leser ihre Erfahrungen damit zu. Wir versuchen dann natürlich unser Möglichstes, um den Händlern auf die Sprünge zu helfen, aber das glückt nicht immer. Stellvertretend sei hier einmal eine Erfahrung genannt, die wir mit dieser Buchhandlung machten.

Am 2. Dezember gibt Genderama-Leser A.A. seine Bestellung von "Männerbeben" via Amazon Marketplace auf und erhält von der anbietenden Buchhandlung zur Antwort:


Sehr geehrter Kunde, sehr geehrte Kundin,
vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir werden Ihren Auftrag so schnell wie möglich bearbeiten. Wir versenden im Regelfall innerhalb von 2 Werktagen. Die Zustellungsdauer hängt im wesentlichen von der Deutschen Post AG ab.


Am 13. Dezember ist das Buch immer noch nicht bei A.A. eingetroffen. Dumme Post! Sicherheitshalber fragt A.A. noch einmal bei der entsprechenden Buchhandlung an:

Hallo Friedrich Buchhandlung GmbH,
am 02.12.07 habe ich ein Buch bei Ihnen bestellt. Leider ist es immer noch nicht eingetroffen. - Das sind nun beinahe 2 Wochen. Wo bleibt meine Bestellung?


Daraufhin erhält er zur Antwort:

Sehr geehrter Herr A.,
leider ist der von Ihnen bestellte Titel ausverkauft und kann nicht mehr besorgt werden. Unsere Info-Mail hat Sie wohl leider nicht erreicht. Die Rückerstattung Ihres Kaufes via Amazon-Payments ist bereits erfolgt. Wir werden Amazon umgehend erneut verständigen.
Wir bitten Sie für entstandene Unannehmlichkeiten höflich um Entschuldigung.
Mit freundlichen Grüßen
Elena Händler


Diesen Mailwechsel erhalte ich zur Info, ich leite ihn an meinen Verleger weiter. Der schreibt der fraglichen Buchhandlung nun selbst eine Mail:

Sehr geehrte Frau Händler,
ich bin Verleger des Buches "Männerbeben" von Arne Hoffmann. Ihrem Kunden A. A. haben Sie mitgeteilt, dass dieses Buch ausverkauft sei (siehe unten). Nun ist das gerade erschienene Buch aber natürlich nicht ausverkauft, sondern im Gegenteil sowohl direkt über den Verlag als auch über die beiden großen Grossisten Libri und KNV erhältlich. Das ist auch online in deren Katalogen Libri.de sowie buchkatalog.de sofort ersichtlich. Auch im VLB ist das Buch als lieferbar registriert. Daher meine Frage: Wie kommen Sie darauf, eine solche Falschmeldung Ihren Kunden mitzuteilen? Über eine Aufklärung würde ich mich freuen!


Worauf ihm die Friedrich Buchhandlung antwortet:

Sehr geehrter Herr Lichtschlag,
der genannte Artikel haben wir momentan nicht vorrätig.
Mit freundlichen Grüßen
Elena Händler


Hm. Der Versuch, eine sinnvolle Kommunikation mit Delphinen herzustellen, scheint mir erfolgversprechender zu sein.

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Montag, Dezember 10, 2007

Reklame: Erste Rezension zu "Männerbeben" online

Und zwar hier.

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Samstag, Dezember 01, 2007

"Männerbeben" erhältlich bei "Weltbild" und "buecher.de"

Für alle die, die es gar nicht mehr aushalten können, bin ich einmal quer durch die Internet-Buchhandlungen gezogen. Der entscheidende Hinweis kam aber aus einem unserer Männerforen: Der katholische Buchversand "Weltbild" hat "Männerbeben" für Deutschland und die Schweiz sofort lieferbar. Ebenfalls sofort lieferbar ist "Männerbeben" bei buecher.de - versandkostenfrei.

BOL hat den Titel neu aufgenommen, aber noch nicht am Lager. Dasselbe gilt für Thalia. Bei Libri kann man das Buch vorbestellen

Über Amazon breitet man hier wohl am besten den gnädigen Mantel des Schweigens. Womöglich wird nachfragenden Kunden dort erzählt, die erste Version sei vergriffen und die neue Fassung noch nicht erschienen. Aber ich will nicht allzu streng sein: Dafür hat man dort "Der Fall Eva Herman" wieder auf Lager.

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Donnerstag, Oktober 04, 2007

"Was hat uns eigentlich das Frauenwahlrecht gebracht?"

Mein Verleger André Lichtschlag bereitet seine Leser schon mal behutsam auf "Männerbeben" vor.

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Dienstag, September 25, 2007

"Männerbeben" kann vorbestellt werden

Wann erscheint "Männerbeben" denn nun endlich? Und welcher Verlag wird es herausbringen, nachdem eine weitgehende Blockade durch praktisch sämtliche anderen Verlage männerpolitische Titel fast schon zu einer neuen Form von Samisdat macht?

Diese Fragen werden hier beantwortet.

(Bevor jemand fragt: Ja, auch und gerade mir als Geringverdiener erscheint der Preis ein wenig happig, aber ich weiß sehr gut, dass das nun mal die Folge davon ist, wenn man wuchtige Titel in kleinen Verlagen veröffentlicht und nicht bei Bastei Lübbe. Im Vergleich zu meinen anderen Titeln bei anderen Verlagen sowie im Vergleich zu anderen Büchern in derselben Reihe ist das Verhältnis des Preises zur Seitenzahl sogar deutlich besser.)

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Montag, September 10, 2007

"Männerbeben" ist durchs Lektorat

Mein Buch „Männerbeben“, der Nachfolgetitel zu „Sind Frauen bessere Menschen?“, hat inzwischen das Lektorat hinter sich gelassen. Ich war hier zunächst etwas skeptisch: Die erste Lektorin, die sich damals „Sind Frauen bessere Menschen?“ vorgenommen hatte, hat, so wurde mir erzählt, die Arbeit daran zwischendrin entnervt hingeschmissen, weil sie mit dem Buch offenbar inhaltlich nicht klarkam. Die Lektorin, die ich nun für „Männerbeben“ ausgewählt hatte, Irena Böttcher, ist zwar eine sehr sympathische und intelligente Frau, aber geschlechterpolitisch hatte ich eher nicht den Eindruck, mit ihr auf einer Linie zu sein, und ich glaube, sie hat es als eine Art persönlicher Marotte von mir betrachtet, wenn ich in andere Bücher immer wieder maskulistische Gedanken einfließen ließ. Aber da eine Lektorin ja vor allem kritisch sein soll, war mir eine Zusammenarbeit mit ihr auch vor diesem Hintergrund sehr recht.

Nach dem Lektorat teilte sie mir ihre Einschätzung zu dem Buch mit und stellte mir frei, sie unter der Nennung ihres Namens zu bloggen:

Nein, ich bin keine Maskulistin. Aber ich schätze Arne Hoffmanns scharfen Verstand genug, mich mit seinen Darstellungen auseinanderzusetzen. Ich sehe in meinem eigenen Leben und im Leben vieler anderer Frauen noch immer starre Strukturen, die an den meisten Stellen Männer begünstigen und Frauen benachteiligen. Frauen heute haben an vielen Stellen Aufgaben, Lasten, Verantwortungen, die denen der Männer gleichen – und sind doch in ihrem „ureigenen“ Bereich – Kinder und Küche – noch immer weitgehend allein gelassen.

Wenn sich nach vielen Jahrhunderten, in denen Frauen völlig zurückgedrängt waren, in den letzten 20, 30, 40 Jahren die Verhältnisse an einigen Stellen im Grunde genommen ungerecht zu Lasten der Männer entwickelt haben, ist dies kein Grund, im Sinne einer angestrebten Gleichheit beider Geschlechter Frauen dort nicht mehr zu unterstützen und zu fördern, wo sie in der Realität des Alltags oft genug noch immer den Kürzeren ziehen.

Trotzdem sind die überzeugenden Argumente in diesem Buch, nüchtern und sachlich vorgetragen, Dinge, an denen wir nicht einfach blind oder achselzuckend vorbeigehen sollten. Das Pendel der Machtverhältnisse – das bestimmt nie stehen bleiben wird, und schon gar nicht an einer Stelle, mit der wenigstens die Mehrheit einverstanden wäre – darf nicht erst erschreckend weit in die andere Richtung ausschlagen, bevor man seinen Schwung zu mäßigen versucht.

Und auch wenn viele Maskulisten meiner Meinung nach nur einen kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit sehen und zeigen – dies gilt letztlich für alle Überzeugungen.

Bilden Sie sich Ihre eigene – aber lesen Sie auf jeden Fall dieses Buch.


Einige von euch werden zweifellos sagen: „Na, hundertprozentig auf Linie ist sie aber noch nicht.“ Dem unbenommen bin ich von dieser Reaktion durchaus angetan. Ich glaube nicht, dass ein Mensch von jetzt auf gleich seine Grundüberzeugungen aufgibt, nur weil er mal ein bestimmtes Buch gelesen hat. Irena gehört inzwischen zu den Leuten, die mir Links für Genderama zumailen, sie erwähnt in Telefongesprächen ganz selbstverständlich männerpolitische Fachbegriffe wie den „lace curtain“, und insgesamt scheint ihr Bewusstsein für bestimmte Unsäglichkeiten geschärft. Zum Beispiel wies sie mich während ihres Lektorats auf die Website zu einer Radiosendung hin, in der es um häusliche Gewalt ging, und fand es vorbildlich, wie geschlechtsneutral dieses Thema dort dargestellt wurde – worauf sie später um so schockierter war, als in der Sendung selbst „häusliche Gewalt“ mal wieder automatisch Männergewalt bedeutete. Man scheint also durchaus etwas erreichen zu können, wenn man die Leute erst mal auf bestimmte Dinge aufmerksam macht.

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Freitag, Juli 13, 2007

Lichtjahre

Ab und zu erreicht mich von einem von euch die Frage, wie sich das eigentlich mit meinem Buch „Männerbeben“ so entwickle. Nachdem ich mittlerweile als Autor recht gut etabliert bin, hatte ich eigentlich gehofft, ein Revival meiner 80-Verlage-Odyssee, die ich mit „Sind Frauen bessere Menschen?“ erlebte, vermeiden zu können. Was „Männerbeben“ anging, hatten dann auch einige größere Verlage starkes Interesse angekündigt, diese schreckten aber im letzten Moment doch noch zurück.

Um mal ein wenig zu illustrieren, womit man sich als Autor so herumschlagen muss, hier auszugsweise zwei Mails eines bekannten Publikumsverlags, der sich auf seiner Website als ein Verlag darstellt, den insbesondere ungewöhnliche, „gegen den Strich gebürstete“ Bücher interessieren, Bücher, die „für Überzeugungen und menschliche Werte“ stünden und dabei „nicht nur anregen, sondern ganz bewusst auch aufregen“ wollten, wobei sie aktuelle Trends in der Gesellschaft aufspüren und Debatten auslösen sollten. Das klingt eigentlich vielversprechend für ein Projekt wie „Männerbeben“. Dementsprechend erreichte mich am 9. Mai auch folgende freundliche Mail aus dem Lektorat:

Lieber Herr Hoffmann, verzeihen Sie meine späte Rückmeldung. Ihr Exposé finden wir höchst spannend, das Thema ist großartig, und Sie bringen die nötige Kompetenz mit, ein solches Buch zu schreiben. Wir würden uns nur noch etwas mehr Material wünschen, gibt es schon Textproben etc, die Sie uns schicken könnten?


Nachdem ich der Lektorin mein Manuskript geschickt hatte, erreichte mich am 29. Mai folgende Antwort:

Lieber Herr Hoffmann, nun haben wir – endlich – gelesen, und leider läuft es trotz Interesse am Thema auf eine Absage hinaus. Es scheint uns nämlich, dass Sie für einen Publikumsverlag wie den unseren fast schon zu "tief" in der Materie drin sind, der gemeine Leser befindet sich, was die Männerbewegung anbelangt, noch Lichtjahre vor Ihrem Buch, wenn Sie verstehen, was ich meine. Daher ist es hinsichtlich unserer Zielgruppe nichts für uns, das bitte ich Sie zu verstehen. Dies ändert nichts an der Tatsache, dass Sie mit Ihrem Werk hervorragende und gründliche Arbeit geleistet haben. Viel Erfolg mit Ihrem Manuskript wünsche ich Ihnen, herzlichst ...


Hm. Nun bin ich ja normalerweise eher zweckoptimistisch, was die langfristige männerpolitische Entwicklung dieser Gesellschaft angeht, aber auch ich komme nicht drum herum zu sagen: Aus der Sicht von Männerrechtlern sind solche Antworten einfach scheiße. Im Endeffekt bedeuten sie, ein Buch, das die Anliegen von Männern darlegt, hat nur dann eine Chance, bei einem großen Publikumsverlag zu erscheinen, wenn sein Anspruch und das Niveau seiner Argumente dermaßen eingedampft ist, dass sie in Talkshows und Feuilleton-Artikeln leicht widerlegt werden können. Sobald der Anspruch nur minimal zu hoch ist (und „Männerbeben“ ist kein Fachbuch, sondern vom Niveau her mit diesem Blog oder „Sind Frauen bessere Menschen?“ zu vergleichen), dann können sie nur in Verlagen erscheinen, die keine größere Öffentlichkeit erreichen.

Ich für meinen Teil habe allerdings keine Lust, aus meinem Buch eine anspruchslosere, weniger tiefgehende Beschäftigung mit dem Geschlechterthema zu machen, nur weil ich damit bessere Verkaufschancen hätte. Bevor man sich´s versieht, findet man sich andernfalls auf dem Niveau von Alice Schwarzer und Co. wieder. Deshalb habe ich mich jetzt doch für die Veröffentlichung bei einem Kleinverlag entschieden, wo es auch sehr gut ins politische Gesamtprogramm passt. Dass es bei einem Bucherfolg nicht ausschließlich auf die Größe des Verlages ankommt, zeigt mir nicht zuletzt der Absatz meines Ratgebers „Sex für Fortgeschrittene“, für den es inzwischen auch schon die erste Lizenzanfrage eines sehr bekannten Verlages gibt (ein Verlag, der das Manuskript noch abgelehnt hatte, als ich es ihm vor Jahren angeboten hatte). Gerade bei neuen Themen lassen große Verlage ja ganz gerne kleinere die Wasser testen, und versuchen dazuzustoßen, sobald sich ein Erfolg abzeichnet. Aber hat auch „Männerbeben“ das Zeug, sich erfolgreich auf dem Markt zu behaupten? Hoffen wir das Beste!

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