"Frauen sind die neuen Männer"
"Die Prinzen" besingen die gewandelten Rollenbilder und die neue Unübersichtlichkeit zwischen den Geschlechtern - hier gibt es das Video dazu.
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Genderama ist das Blog des linksliberalen Flügels der antisexistischen Männerbewegung (Maskulismus). Es wird von Arne Hoffmann betrieben. Arne Hoffmann ist Mitglied von MANNdat.
WER NUR FEMINIST UND NICHT ZUGLEICH AUCH MASKULIST IST, BETRACHTET DIE WELT MIT NUR EINEM GEÖFFNETEN AUGE.
"Die Prinzen" besingen die gewandelten Rollenbilder und die neue Unübersichtlichkeit zwischen den Geschlechtern - hier gibt es das Video dazu.
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Die Bremer Landesfrauenbeauftragte findet die Witze in der "Micky Maus" nicht witzig. Kein Witz hingegen ist, dass diese Wahnsinnsmeldung prompt zu einem Zwei-Seiten-Artikel im STERN führte. Denn wenn immer einer Feministin ein Furz quersteht, sorgen unsere Medien dafür, dass sie damit richtig Wind machen kann.
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Inzwischen verzichten wir wenigstens ganz auf obskure Statistiken, sondern behaupten einfach: "Jeder weiß ..."
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Manch einer behauptet, in Zeiten, in denen inzwischen die Männer statt der Frauen um Gleichberechtigung kämpfen müssen, seien Feministinnen hauptsächlich damit beschäftigt, hanebüchene "Benachteiligungen" der Frau zu konstruieren, um ihrer Ideologie eine Existenzberechtigung zu verleihen. Dass diese Behauptung Unsinn ist und Frauen immer noch bös benachteiligt werden, beweist aktuell Deutschlands bekannteste feministische Zeitschrift "Emma", die jetzt einen handfesten sexistischen Skandal in unseren Medien aufgedeckt hat: Die 16jährige Linda ist nicht als verdiente Siegerin in der RTL-Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" hervorgegangen – und das nur weil so ein Kerl bei den Abstimmungen des Publikums in jeder einzelnen Sendung mit einem Riesenabstand vorne lag. Und der wurde vermutlich sogar noch von Frauen gewählt! Feminismus, du wirst dringender gebraucht denn je: Auch für solche Sendungen muss dringendst eine Quote her, damit Frauen zu mindestens 50 Prozent auf dem Siegertreppchen stehen.
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Wenn man eine Schlagzeile wie diese liest, fragt man sich, was dazu nötig war, diese Leistung zu bewerkstelligen. Das ließe ja immerhin Rückschlüsse zu: Wenn der Feminismus eine sehr stabile Ideologie wäre, dann bräuchte es schon etwas mit besonderer Sprengkraft, um sie "im Handstreich" zu erledigen. Umgekehrt: Wenn nur eine Petitesse notwendig ist, um der Frauenbewegung den Garaus zu machen, dann steckte offensichtlich von Anfang an sehr wenig dahinter. Versuchen Sie mal zu raten, wer den 150 Jahren feministischer Bewegung jetzt angeblich den Todesstoß versetze, und lesen Sie dann die Antwort auf Spiegel-Online.
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Vor ein paar Tagen keilte Alice Schwarzer anlässlich ihrer Rede zum Erhalt des Ludwig-Börne-Preises ganz ordentlich gegen die "neuen Feministinnen" aus. Da zugleich auch Prostituierte gegen Schwarzer demonstrierten, bloggte ich hier, dass Deutschlands Oberfeministin von Frauen in so deutlichen Worten kritisiert wird, wie man es von Männerseite schmerzlich vermisst. Eva Herman hätte man als weiteres Beispiel nennen können. Und jetzt auch die "neuen deutschen Mädchen": Sie lesen Alice Schwarzer auf den Seiten der "Süddeutschen" die Leviten: "Wie selbstgerecht und autoritär tut Alice Schwarzer als 'nichtssagend' ab, was Frauen zu sagen haben, die nicht leben wie sie."
Unser weibliches Selbstbewusstsein ist so selbstverständlich, dass wir uns in Bereiche vorwagen, die der deutsche Buchhalter-Feminismus, der die Welt in Einnahmen und Ausgaben aufteilt, bisher ignoriert hat: die Grauzonen, die Überlagerungen, die Widersprüche, die eigentliche Herausforderung an Herz, Intelligenz und Moral. Wir trauen uns, nuanciert zu sprechen, da für uns gelebte Realität ist, was Alice Schwarzer noch als Errungenschaft ihrer Generation feiert: Frauen dürfen studieren! Frauen dürfen Karriere machen! Frauen dürfen sich scheiden lassen! Frauen dürfen abtreiben! Während Alice Schwarzer in der EMMA noch monatlich ihre Männerwitzchen reißt, in der Liebe zwischen Mann und Frau nichts als "Zwangsheterosexualität“ sieht und in der Liebe zum eigenen Kind einen "Mütterwahn“, versuchen wir eine zeitgemäße Sprache zu finden, um über Männer und Frauen, Kinder, Liebe und Sex zu reden.
Deshalb können wir auch davon schreiben, was der Feminismus immer verschwiegen hat. Der Feminismus, dessen Parole einmal lautete, das Private ist politisch, hat das, was uns privat beschäftigt, immer als banal abgetan. Er hat das Thema Liebe und Sex den Frauenzeitschriften und der Ratgeberliteratur überlassen. Wir schreiben darüber, dass einem die Sehnsüchte, die man im Leben so hat, zum Beispiel die, geliebt zu werden, oft im Weg stehen, eine aufrechte Feministin zu sein. Dass der Preis hoch war, den viele Frauen in der Generation Alice Schwarzers für ihre ökonomische Unabhängigkeit gezahlt haben – den Preis des Alleinseins, den Preis der Kinderlosigkeit. Dass wir diese Widersprüche erkennen und aushalten müssen.
Diese Einsichten werden als "brav“, als "naiv“, als "anti-feministisch“ gelten, solange Feminismus noch gleichbedeutend ist mit Polterrhetorik, talkshowtauglichen Beschimpfungen und Ermahnungen. Aber dass die Frauenbewegung sich für Uneindeutigkeiten und Zwischentöne nicht interessiert, ist natürlich auch keine neue Erkenntnis.
Wer hier von Absetzungsversuchen spricht, hat etwas falsch verstanden. Es geht darum, ein großes, wichtiges Projekt durch das nächste Jahrhundert zu bringen. (...) Denn eben weil wir uns nicht immer wohlfühlen in dieser Gesellschaft, brauchen wir den Feminismus.
Wir haben uns entschlossen, Frauen das generationenübergreifende Gefühl des Scheiterns zu nehmen, indem wir wieder und überall darüber sprechen, dass es noch immer Ungerechtigkeiten gibt in dieser Gesellschaft; Strukturen, die Frauen das Leben ein bisschen schwerer machen als Männern. (...)
Es sind vor allem Rollenklischees und Rollenerwartungen, die junge Frauen nicht das Leben führen lassen, das sie sich ausmalen. Sie starten mit tollen Schul- und Berufsabschlüssen, haben von ihren Eltern gehört, dass ihnen die Welt offensteht. Und dann begegnen sie dem sexistischen Chef, dem überforderten Ehemann, den ehrgeizigen Freundinnen, den traditionsbewussten Bekannten. Sie erwarten von einer jungen Frau etwas anderes, als diese eigentlich tun wollte.
Schauen wir uns um, was derzeit alles passiert. Junge Feministinnen wollen mit dem neuen Magazin MISSY das Thema Popkultur für Frauen aufbereiten, Charlotte Roche hat mit ihrem Roman "Feuchtgebiete" einen neuen Ton in puncto weiblicher Sexualität angeschlagen, Lady Bitch Ray mischt die Männerdomäne Hip-Hop mit ihren Raps auf, im Internet wird in feministischen Weblogs die Zukunft der Frauen diskutiert.
Wir wollen eine Debatte darüber, wie die Gleichstellung der Geschlechter in den heutigen gesellschaftlichen Umständen erreicht werden kann und welche Ungerechtigkeiten noch beseitigt werden müssen. Denn nur das Diskutieren und Verhandeln erhält eine soziale Bewegung wie den Feminismus am Leben.
Aber sogar wir, die wir erst seit einigen Monaten als Feministinnen wahrgenommen werden, wurden schon zigmal anonym beleidigt und beschimpft, mit Häme und Spott überzogen oder als Frauen einfach nicht ernst genommen.
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Da hier so viel von "Alpha-Mädchen" und "neuen jungen Mädchen" die Rede war: Wie die Marketingabteilung von Verlagen mit pompösem Sprücheklopfen drittklassige Schreiberinnen zu Kult-Autorinnen zurechtzustylen versucht, habe ich noch nie so amüsant gelesen wie in diesem STERN-Artikel von Wiebke Lorenz. Bei diesen treffenden Schilderungen kommen bei mir doch so einige Erinnerungen an einen Verlag hoch, bei dem ich froh bin, nicht mehr für ihn tätig zu sein. Erst recht, wenn ich sehe, womit er in seinem Herbstprogramm als nächstes droht.
Man stelle sich einmal Folgendes vor: In einem renommierten Magazin irgendeiner Tageszeitung schreibt ein – sagen wir 30-jähriger Mann – eine Kolumne. Und lässt sich genüsslich über diverse Sexualpraktiken aus. Stellen wir uns weiter vor, da wimmle es von Worten wie "Fotze", "Tittenfick" oder "Pussyschleim"; stellen wir uns vor, der Sexualakt aus männlicher Sicht würde unverblümt als gefühlsbefreites Gerammel beschrieben. Entweder ginge nun ein Aufschrei durch die Medienlandschaft, von wegen Sexismus und Frauenfeindlichkeit. Oder die Kolumne würde totgeschwiegen und mangels Interesse eingestellt.
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Nein, es gibt momentan offenbar kein anderes Thema in der Geschlechterdebatte: Auch die FAZ muss sich unbedingt an den Medienhype um Jana Hensels und Elisabeth Raethers "Neue deutsche Mädchen" dranhängen – nur um erkennen zu lassen, dass das alles eigentlich nur viel Wind um fast nichts ist. Ein Auszug:
Aber eigentlich geht es in dem Buch darum, wie sich Frauen über die Männer definieren. Das böse Y-Chromosom ist immer und überall. Wir Männer legen das Koordinatensystem fest, in dem sich die Frauen bewegen, die angepassten und die aufmüpfigen. Der Mann ist das Maß aller Dinge, auch wenn sein Wille nicht immer erreicht, was er erstrebt.
Der Einstieg erfolgt über Alice Schwarzer. Die Urmutter wird nur wenig kritisiert, aber doch als DinosaurierIn entlarvt. Raether empfindet Schwarzers heutigen Feminismus als Charity. Das Buch vergleicht die Wirklichkeiten der neuen deutschen Mädchen und der Generationen vorher. Das betrachtete Sample ist nicht repräsentativ, aber unterhaltsam. Dabei wird auch theoretisiert, aber nicht zwanghaft. Man muss nicht alles ergründen wollen.
Am Anfang berichten die Girls von ihrem Liebes- oder besser gesagt Triebleben. Kann man daraus etwas lernen? Nicht viel. Wir Schimpansen bleiben Schimpansen, auch wenn wir nach einem tieferen Sinn im Leben suchen. Die Autorinnen hatten eine Folge von Affären - nicht nur in Berlin -, von denen sie ein paar exemplarisch vorführen. Das war noch nicht einmal serielle Monogamie, aber zumindest dürfte in jeder der Beziehungen immer klar gewesen sein, ob man Hauptfrau oder Kebsweib war. So viel Struktur muss sein.
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Was passiert, wenn in einer einzelnen Studie acht Prozent mehr Frauen als Männer richtig auf die Frage antworten, wie sie am kommenden Sonntag die Uhren umstellen müssen? Genau: Unter der Schlagzeile Männer können alles, außer Uhren umstellen wird das zum Thema der "Tagesschau".
"Die meisten Frauen sind doch heute unglaublich kalt. Sie benutzen den Mann dazu, ihre Wünsche zu erfüllen. Wenn die Erpressung nicht klappt, sind sie voller Rache. Gisela und ich sind nicht männerfeindlich. Wir sind eher frauenfeindlich."
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Es wird den einen oder anderen Leser überraschen, diese Meldung hier auf Genderama zu finden, aber wer mich länger kennt, kennt auch mein Interesse daran, aus vermeintlich trashigen Medienformaten interessante Informationen über die kollektive Befindlichkeit unserer Gesellschaft zu gewinnen. Im Fall des Dschungelcamps etwa könnte man sich ja einmal damit beschäftigen, dass Männer wie Frauen die Möglichkeit haben, eine bestimmte Form von Männlichkeit (z. B. den stoischen Kämpfer a la Eike Immel oder den dummdreisten Macho a la DJ Tomekk) oder eine bestimmte Form von Weiblichkeit (z. B. das schutzbedürftige Küken a la Lisa Bund oder das keifende Miststück a la Desirée Nick) zu inszenieren (Doing Gender), woraufhin man dann schaut, welche Form der Inszenierung die Zuschauer "belohnen". Interessant ist, dass ähnlich wie in der US-Kultshow "Survivor" das Verhalten von traditionell kernigen Machos eher keine Erfolgsstrategie ist. (Hierin findet man ein eigenes Kapitel zu diesem Phänomen.)
Wie schön, dass so einer: ein so schwuler, verrückter, anstrengender, selbstzweifelnder, widersprüchlicher Mann, von der Mehrheit der Zuschauer gewählt wurde.
Natürlich hätte es Michaela Schaffrath genau so verdient gehabt. Genau so, bzw. ganz anders. Sie war der Fels in der Brandung, immer da, wenn jemand jemanden brauchte, immer vernünftig, freundlich, patent. Und dabei sympathisch und auf eine überraschende, wunderbare, burschikose, unpornostareske Art attraktiv.
Labels: Rollenmodelle, Triviales
Unser Schweizer Korrespondent macht derzeit Überstunden. Und was er alles findet! So etwa diesen Artikel, erneut in den "20 Minuten". Ausführlicher wird Telepolis. Den Originalartikel gibt es hier.
Labels: Geschlechterklischees, Triviales
Die Berliner "tageszeitung" fordert mal wieder ein "neues feministisches Bewusstsein". Man verpasst auch nichts, wenn man den Artikel nicht liest.
Labels: Feminismus, Triviales
Ein eher triviales Interview mit Keira Knightley, das man normalerweise überblättern würde. Aber gerade deshalb ist es bei einer Passage wie dieser:
Dein Mann hat eine Affäre?! Ich würde sagen: Schneid' ihm die Eier ab!
Labels: häusliche Gewalt, Triviales
Heise informiert über ein neues Navigationsgerät, das vor allem die weibliche Kundschaft ansprechen soll:
Im Unterschied zur bereits im Handel erhältlichen Standardausgabe in Einheitsgrau färbt Garmin die Damen-Variante in Pink ein und legt eine Schutzhülle mit ebenso eingefärbter Plüscheinlage bei.
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