Mittwoch, April 27, 2022

Prozess gegen Johnny Depp läuft nicht gut für Amber Heard – News vom 27. April 2022

1. Neue Entwicklungen gibt es im Prozess zwischen Johnny Depp und Amber Heard:

Im Mai 2016 soll Johnny Depp seiner Ex-Frau Amber Heard massive Verletzungen im Gesicht zugefügt haben. Mehrere Zeugen, wie unter anderem ihre ehemals persönliche Assistentin Kate James, hatten bereits angegeben, dass sie niemals Hämatome in Heards Gesicht wahrgenommen hatten. Grund dafür soll eine Make-up-Palette gewesen sein, die Amber Heard nun zum Verhängnis werden könnte.

Zur Veranschaulichung hielt die Anwältin von Amber Heard, Elaine Redehoft, bei ihrem Eröffnungsplädoyer am 12. April eine Make-up-Palette der Marke "Milani Cosmetics" hoch. Eine Camouflage-Palette, die dafür bekannt ist, Rötungen und Pickel mit Konträrfarben wie Grün zu neutralisieren.

Diese Make-up-Palette sollte die Aussage unterstreichen, dass Amber Heard damit ihr von Johnny Depp geschundenes Gesicht hätte abdecken können, sodass es nicht auffiel. Doch nun meldete sich der Make-Up Hersteller "Milani Cosmetics" auf der Social-Media-Plattform TikTok zu Wort und bringt die ganze Aussage der Anwältin zum Wanken. Denn der Hersteller sagte deutlich, dass das "Concealer-Kit" erst im Dezember 2017 auf den Markt gekommen sein soll und somit unmöglich schon im Jahr 2016 von Amber Heard zum Kaschieren benutzt worden sein kann.


Gestern traten eine Psychologin und eine Polizistin in den Zeugenstand.

So sagte die Rechtspsychologin Shannon Curry aus, dass sie bei Heard eine Borderline-Persönlichkeitsstörung festgestellt habe. Curry war von Depps Anwälten beauftragt worden, ein Gutachten über Heard zu erstellen. Sie habe unter anderem Gesundheitsakten und Audioaufnahmen geprüft und sei zweimal mit der Schauspielerin für Tests zusammengetroffen. Ihrer Einschätzung nach neige Heard zu emotionaler Instabilität und plötzlichen Wutausbrüchen, die auch mit Gewalt einhergehen könnten.

(…) Auch die Aussage einer Polizistin in einer zuvor aufgenommenen Videoschalte wurde am Dienstag im Gerichtssaal gezeigt. Melissa Saenz beschrieb darin, dass sie nach einem Streit der Eheleute im Mai 2016 zu deren Penthouse in Los Angeles gerufen worden sei. Sie habe Heard weinend vorgefunden, aber keine Spuren von Verletzungen oder Sachschäden in der Wohnung entdeckt. Sie habe Heard nicht als Opfer häuslicher Gewalt angesehen, sagte Saenz aus. Wenige Tage nach dem Vorfall hatte die Schauspielerin vor Behörden erklärt, Depp habe ihr Verletzungen zugefügt.


Noch ausführlicher berichtet die Bildzeitung unter der Schlagzeile

Insgesamt verbrachte Curry 12 Stunden mit der Schauspielerin, unterzog sie einem Test und stellte eine Borderline-Persönlichkeitsstörung und eine histrionische Persönlichkeitsstörung fest. In ihrem Gutachten diagnostizierte sie bei Heard ein egozentrisches und manipulatives Verhalten, das sich wie folgt ausdrückt: "Sie hat eine sehr raffinierte Art, persönliche Probleme zu minimieren. Sie neigt dazu, Schuldzuweisungen zu machen, neigt zu innerer Wut und Feindseligkeit, neigt dazu, selbstgerecht zu sein, aber sie leugnet es auch und verurteilt andere."

Charakteristisch für diese Borderline-Persönlichkeit sei eine Instabilität der Emotionen. In Beziehungen komme dies beim „Idealisieren und Niedermachen“ des Partners in schnell wechselnden Abständen zum Ausdruck.

Die Störung gehe auf die Angst zurück, verlassen zu werden. Es werden verzweifelte Versuche unternommen, das Verlassenwerden zu stoppen – auch mit Gewalt, gegen den jeweiligen Gegenüber oder auch sich selbst.

Interessant: Oft werde aus Verzweiflung "das Rechtssystem" als Mittel eingesetzt, "um ihren Partner davon abzuhalten, zu gehen", so Curry.


Offenbar versehentlich förderte Amber Heards Anwältin bei der Befragung der Rechtspsychologin Shannon Curry ein interessantes Statement zutage: "Etwa 90 Prozent der männlichen Opfer von Partnergewalt berichten, dass die Partnerin, die sie misshandelt, sie damit bedroht, sie selbst als Schläger darzustellen." Dasselbe Verhalten sei bei Männern gegenüber Frauen weniger üblich, schlicht weil die möglichen Folgen für eine Frau geringer seien.



2. Dazu passt ein neuer Artikel auf ze.tt, einer Website, die zur "Zeit" gehört:

Sie machen verharmlosende Witze über K.-o.-Tropfen oder verteidigen Männer, denen sexualisierte Gewalt vorgeworfen wird. Was treibt Sexistinnen an?


Um als Frau einen Mann zu verteidigen, dem sexuelle Gewalt vorgeworfen wird, muss man in den Augen von "Zeit"-Redakteueren also eine Sexistin sein … Glücklicherweise steht der artikel hinter einer bezahlschranke: Schon sein Ansatz ist eine einzige unfaire Ad-personam-Attacke. Das Problem ist keine einzelne Durchgeknallte wie Amber Heard, sondern unsere gesamte Medienunkultur.



3. Die Website "hochstrittig" befasst sich in einer ausführlichen Analyse nicht nur mit der fragwürdigen "Hammer"-Schrift (es ist offenbar keine Studie) zum Wechselmodell und dem politischen Wirken diverser Alleinerziehender-Verbände.



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