Montag, Februar 06, 2017

Auszeichnung für Männerrechtler-Film – Vermischtes vom 6. Februar 2017

1. Vergangenes Jahr hatte Genderama auf ein Video des Youtubers Till Engel hingewiesen, das die Männerrechtsbewegung und ihre Anliegen zum Thema hat und mit der Hilfe eines maskulistischen Bloggers entstanden war. Für dieses Video bekam Engel jetzt den Youlius 2017 in der Kategorie "Menschen und Blogs" verliehen. Die Resonanz auf den Film sei "super" gewesen, berichtet Engel. "Sowohl damals, als auch jetzt."

Diese Würdigung erinnert natürlich an die vor wenigen Wochen erfolgte Auszeichnung für die wesentlich größer angelegte Dokumentation der Filmemacherin Cassie Jaye. Es wäre spannend zu sehen, wie die Resonanz einer breiten Öffentlichkeit auf unsere Bewegung wäre, wenn sich die Leitmedien nicht alle Mühe geben würden, diese Bewegung entweder totzuschweigen oder zu verteufeln.



2. Immerhin berichtet die Gießener Allgemeine in einem Beitrag über männliche Opfer häuslicher Gewalt aktuell ebenfalls über einen Männerrechtler. In dem Artikel von Bernd Klühs heißt es:

Marcus Gnau, der zurzeit nicht als Anwalt praktiziert, kennt den Fall aus seiner Berufspraxis genau. In diesem Fall hat sein Mandant das Tabu gebrochen, wonach Männer nicht darüber sprechen, wenn sie Opfer von weiblicher Gewalt werden. Als ehrenamtlicher Berater beim Verein "Väteraufbruch für Kinder" ist Gnau häufig mit solchen Vorfällen konfrontiert. "Immer wieder höre ich von Männern den Satz: ›Sie glauben nicht, was mir passiert ist.‹" Der Anwalt weiß die Antwort: Ein Mann ist häuslicher Gewalt ausgesetzt gewesen. Eine Anzeige habe das in der Regel nicht zur Folge, weil Männer sich schämten, sich für eine Memme hielten, die zum Opfer ihrer Frau werde. "Ich rate auch keinem Klienten, zur Polizei zu gehen. Das verschärft nur die Situation, die Ermittlungen werden in der Regel ohnehin eingestellt", sagt der Jurist. Er setzt dagegen auf Deeskalation, will kein Öl ins Feuer gießen, versucht, die Sprachlosigkeit der zerstrittenen Partner zu überwinden – vor allem wenn Kinder im Spiel sind.

Gnau beruft sich auf eine Studie, wonach bei fast der Hälfte aller tätlichen Auseinandersetzungen in Partnerbeziehungen die Frau zuschlägt (siehe weiteren Artikel). Beziehe man jede Gewaltanwendung in Haushalten mit ein, also auch gegen Kinder oder Pflegebedürftige, seien Frauen sogar in mehr als 80 Prozent der Fälle "Täter". Solche Zahlen werden von Frauenverbänden vehement bestritten oder relativiert. Der "Väteraufbruch"-Aktivist will sich auf solche Diskussionen gar nicht groß einlassen, ihm geht es nicht um einen "Geschlechterkampf". Den rufen seiner Ansicht nach manche Feministinnen aus: "Die hetzen gegen Männer wie PEGIDA gegen Flüchtlinge."




3. Das Blog "Tapfer im Nirgendwo" beschäftigt sich mit "Frauenhass beim Frauenmarsch".



4. Donald Trumps neue CIA-Vizechefin ist eine Frau mit Erfahrung – beim Foltern.



5. Einer australischen Studie zufolge sollten Männer idealerweise bis zu 47, Frauen 34 Stunden pro Woche arbeiten. Wegen der mannigfaltigen Verpflichtungen im Privatleben müsse man dem weiblichen Geschlecht 13 Stunden pro Woche ersparen. (Vermutlich mal wieder bei vollem Gehaltsausgleich – wegen der Gleichberechtigung.) Warum allerdings zum Beispiel Singlefrauen 13 Stunden pro Woche mehr mit anderweitigen privaten Verpflichtungen verbringen sollen als Singlemänner erschließt sich aus dem Artikel nicht.



6. Zu massenhaft begangenem sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche Australiens liegen inzwischen konkrete Zahlen vor:

In total, between 1980 and 2015, 4,444 people alleged incidents of child sexual abuse relating to 93 Catholic Church authorities. The abuse allegedly took place in more than 1,000 institutions. The average age of victims was 10.5 for girls and 11.6 for boys. The overwhelming majority of survivors were male.




7. Die kanadische Regierung wird nach Protesten nicht nur, wie ursprünglich geplant, frühere Gewalttaten gegen weibliche Ureinwohner des Landes erfassen, sondern auch gegen Jungen und Männer.



8. Die Post. Zwei Leserbriefe haben mich zu der Kindergärtnerin im US-Bundesstaat Washington erreicht, die im Namen der Gender-Gerechtigkeit Jungen nicht mehr mit Lego spielen lässt. Ein Leser schreibt mir:

Wie immer lese ich Ihren Blog sehr gerne. Die Story mit der Kindergärtnerin, die nur Mädchen mit Lego spielen lässt, kam mir dabei sehr bekannt vor. Tatsächlich ist die Geschichte von November 2015 und jetzt irgendwie wieder hochgekocht, was natürlich kein gutes Bild auf die beteiligten Journalisten wirft. Hier einer der ursprünglichen Artikel. Dort gibt es auch ein Update mit einer Stellungnahme. Die gute Nachricht: Eine Girls-Only-Policy gab es nur für einen Monat. Die schlechte: Das Dementi zu der jungsfeindlichen Bemerkung ist ziemlich lahm.


Ein anderer Leser merkt an:

Die Kindergartenerzieherin tut mehr für die Förderung der Jungs, als sie glaubt, ebenso wie jeder Kindergarten in Schweden, in dem die Mädchen gelegentlich Milchbrötchen zum Frühstück bekommen, die Jungen hingegen nur gewöhnliches Knäckebrot (in Genderama vor ein paar Jahren). Immerhin verstehen die Jungen so frühzeitig, was unter dem Stichwort "Gleichstellung" so gespielt wird. Das kann ihnen im späteren Leben nur nützen.

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