Donnerstag, Juni 16, 2016

Vermischtes vom 16. Juni 2016

1. Mit dem Beitrag "Gewalt: Es ist kein Weißer" widmete sich gestern auch Der Doktorant der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit von Margarete Stokowski.

In einem Beitrag seines Blogs Nerdcore stört sich der Feminist René Walter daran, dass sich Männerrechtler "selbstverständlich ereifern", also Stokowskis sexistische Kollektivschuldthese kritisieren. Walter verlinkt in diesem Zusammenhang auf das Blog Alles Evolution sowie einen Tweet Don Alphonsos.

Eine Gegenrede zu den Margarete Stokowskis und René Walters dieser Welt liefert das männerpolitische Blog Toy Soldiers.

Zielführender als vergiftende Begriffe wie "toxische Männlichkeit" ist als Erklärung der Homophobie vor allem von Männern, die selbst schwule Tendenzen aufweisen, ein Hinweis des Sozialpsychologen Ulrich Klocke:

Männlichkeit ist in unserer Kultur immer prekär. Das heißt: Sie muss hart erarbeitet werden. Und kann immer wieder verloren werden. Während Weiblichkeit als biologisch definiert verstanden wird, also unter anderem in der Pubertät erworben wird, müssen Männer ihre Männlichkeit immer wieder durch männliches Verhalten erwerben.


Wäre unsere Gesellschaft liberaler und großzügiger gegenüber Männern, statt sie kontinuierlichem Druck auszusetzen, gäbe es vermutlich viele Probleme weniger.



2. Britische Väterrechtler haben eine Talkshow gestürmt, weil, so behaupten sie, Frauen dort Sexismus gegen Männer verbreiten. Die friedliche Aktion, die zu einer Unterbrechung der Sendung führte, steht im Zusammenhang mit einer Kampagne, bei der Väter so lange den Unterhalt verweigern wollen, bis sie gleiche Rechte erhalten.



3. Eine aktuelle Studie findet heraus, welcher Beruf Menschen am glücklichsten macht. Es ist: Hausfrau. Also genau jener Beruf, den Feministinnen wie Bascha Mika als eine Form von Geiselhaft beschreiben und andere Feministinnen wie Betty Friedan mit dem Leben in einem Konzentrationslager verglichen haben. Tatsächlich bietet dieser Lebensentwurf offenbar eine höhere Befrieidigung als jeder andere. Ist es ein Wunder, dass sich so viele Frauen ab 30 aus dem Berufsleben zurückziehen? Mit "patriarchaler Unterdrückung" hat das nichts zu tun – sondern mit dem genauen Gegenteil: Männer verdienen Geld, um Frauen dieses Leben zu ermöglichen.



4. Die American-Football-Legende Lawrence Taylor könnte mit seiner Statur viele Rausschmeißer neidisch machen. Jetzt ist er offenbar in einen Fall von häuslicher Gewalt verwickelt, der zu einer Verhaftung führte. Seine Frau gibt zu Protokoll: "Ja, ich habe ihm den Arsch versohlt! Ich habe ihn zum Bluten gebracht!"



5. Statt einer aktuellen News zwischendurch mal ein älteres Fundstück aus dem Internet: Die Website Shrink 4 Men nennt zehn Gründe, warum man mit einer narzisstischen Frau und mit einer Borderlinerin nur schwer vernünftig reden kann. Aufgezählt werden destruktive Kommunikationsmuster solcher Frauen, darunter die Aufteilung der Welt in gut und böse, Schmierenkampagnen und das Opfer-Abo. Ich weiß auch nicht, warum ich beim Lesen des Artikels vor allem an den Umgang verschiedener Feministinnen mit der Männerrechtsbewegung denken musste.



6. Im US-Senat stimmte eine große Mehrheit für den Zwangseinzug auch von Frauen zum Militär.



7. Es gibt weitere Reaktionen auf das Massaker von Orlando. So ist der evangelikale TV-Prediger Pat Robertson zufrieden damit, dass Schwule und Muslime einander gegenseitig umbrächten. (Robertsons Christian Broadcasting Network erklärte später, er habe den Begriff "umbringen" – "killing" – nur metaphorisch benutzt.) Der Baptisten-Pastor Steven Anderson aus Arizona begrüßt, dass es nach diesem Massaker "50 Pädophile weniger auf der Welt" gäbe. Zu dem selben Urteil gelangte der Baptisten-Pastor Roger Jimenez aus Kalifornien. Jimenez kritisierte die US-amerikanische Regierung dafür, dass sie Homosexuelle nicht grundsätzlich vor ein Erschießungskommando stelle, das ihnen die Gehirne aus dem Schädel blase.

Viele Reaktionen im arabischen Raum auf das Massaker sind ähnlich deprimierend. Mohammed Rady berichtet.

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