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Mittwoch, Januar 20, 2016

Vermischtes vom 20. Januar 2016

1. Ein Stadtrat von Regensburg fordert pink markierte Safe Spaces (Schutzzonen) für Frauen im öffentlichen Nahverkehr. (Männer sind zwar weit häufiger Opfer von Gewalt, aber hey, wir leben nun mal im Frauen unterdrückenden Patriarchat.) Außerdem sollen spezielle Taxis von Frauen für Frauen angeboten werden. Gegen dieses Konzept gibt es erste Kritik wegen der sexistischen Farbe Pink.

(Nachtrag von 15:20 Uhr: Der Vorschlag wurde inzwischen abgelehnt.)



2. Die Frauenvereinigung der CDU findet die drohende Verschärfung des Sexualstrafrechts nicht streng genug. Sie fordert für "Grapschen" Sanktionen bis zu "mindestens drei Monaten Haft".



3. Die Internationale Konferenz für Männerrechte findet wie geplant vom 8. bis zum 10. Juli in London statt. Erwartet werden Redner und andere Abgesandte aus Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland (MANNdat), Indien, Irland, den Niederlanden, Norwegen, Rumänien, Spanien, Schweden und den USA.



4. Ist dieser Typ ein Genie oder was?: Ein "männlicher Feminist" erklärt, nicht mehr arbeiten zu gehen, bis die Gehaltslücke zu Lasten von Frauen beseitigt ist. Er ist seit fünf Jahren ohne Beschäftigung und wird von seiner Freundin ernährt. Fürs Nichtstun Geld bekommen dank der richtigen Ideologie: So elegant gelingt das nicht mal dem Bundesforum Männer. Leider ist das nur eine Satire - auf der verlinkten Website findet man weitere feminismuskritische Texte dieser Art.



5. Off-Topic-Beitrag des Tages: Der Präsident des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), Koen Lenaerts, stellt noch einmal klar, dass eine Obergrenze für Flüchtlinge juristisch nicht machbar sein dürfte: "Man muss folgendes beachten: Immer wenn jemand asylberechtigt ist, hat er nach dem Unionsrecht das Anrecht darauf, als Flüchtling anerkannt zu werden", sagte Lenaerts der Neuen Osnabrücker Zeitung. "Das ist schwer vereinbar mit irgendeiner Zahl oder Obergrenze." Dies dürfte allerdings nichts daran ändern, dass vom rechtskonservativen Journalisten bis zu Pegida-Mitläufern weiter zig Menschen auf Angela Merkel einprügeln werden, weil sie die Flüchtlingskrise nicht einfach abstellt, das sture Dreckstück.