Samstag, März 01, 2008

Luxemburg stärkt Väterrechte

Toll. Ständig überholen uns irgendwelche obskuren Provinzen in Sachen Männerrechte: erst Antigua, dann Botswana – und jetzt sogar Luxemburg. Von dort wird aktuell folgendes gemeldet:

Vater und Mutter bekommen demnächst gemeinsam das Sorgerecht über ihre Kinder - dies gilt unabhängig davon, ob die Eltern verheiratet sind oder nicht. Der Ministerrat hat am Freitag ein Gesetzesprojekt über das Sorgerecht verabschiedet und damit die Rechte unverheirateter Väter gestärkt. Demnach erhalten automatisch beide Eltern das Besuchsrecht für ihr Kind. Damit soll verhindert werden, dass ein Elternteil dem anderen das Kind entzieht oder versucht, es ihm zu entfremden. Sogar wenn das Sorgerecht nur auf ein Elternteil übergeht, darf der jeweils andere das Kind sehen und sogar bei sich wohnen lassen. Sowohl Mutter als auch Vater sind verpflichtet, proportional zu ihrem Einkommen den Unterhalt des Kindes zu bestreiten.


Ist das Land einfach zu klein dafür, dass sich dort eine Mütterlobby herausbildet, die solche Entwicklungen verhindert? Oder verfügen die Luxemburger über ein paar Tricks, wie man ein faires Miteinander der Geschlechter herbeiführt, die wir in Deutschland unbedingt erfahren sollten?

(Zur Situation in Deutschland, auch im Vergleich zu anderen europäischen Staaten, siehe etwa hier und hier.)

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