Verheiratete Männer besonders häufig von Kündigungen betroffen
1. Allright, das sich in einer Pressemitteilung an die Braunschweiger Zeitung als das "führende Portal zur Durchsetzung von Verbraucherrechten" bezeichnet, zeigt mit seinem aktuellen Kündigungsatlas 2026: Männer sind weiterhin häufiger von Kündigungen betroffen als Frauen. Verheiratete Männer machen in der aktuellen Auswertung den größten Anteil der Gekündigten aus. Das sei "besonders belastend sein, da häufig nicht nur die eigene finanzielle Situation betroffen ist, sondern auch familiäre Verpflichtungen eine Rolle spielen".
2. Die Stuttgarter Zeitung stellt eine Vätergruppe vor, die sich damit beschäftigt, wie man nach einer Trennung ein guter Vater bleiben kann.
3. Der NDR lässt über Männer diskutieren und gibt dabei von Anfang an ein kurioses Framing vor, in dem Männer folgendermaßen unterteilt werden: sie seien entweder "ganz selbstverständlich Feministinnen" oder "verunsichert" oder setzten auf die "Abwertung von Frauen". Ich finde mich in keiner dieser Gruppen wieder, und ein Großteil aller anderen Männer mit Sicherheit auch nicht.
4. Nora Eckert sieht auf literaturkritik.de Alice Schwarzer im intellektuellen Sinkflug mit ihrem aktuellen Buch. Ein Auszug:
Das hört sich selbstbewusst und ehrgeizig an, hat nur den Nachteil, dass die adressierten jungen Frauen dabei Schwarzers Feminismus als alleinseligmachender Wahrheit folgen sollen, der einmal sehr einflussreich war, aber längst Geschichte geworden ist. Von Weiterentwicklung darin keine Spur.
(…) Würden wir außerdem die jungen Frauen fragen, ob sie überhaupt wüssten, wer Alice Schwarzer ist, dürfte wohl eine gewisse Ernüchterung zu erwarten sein. Dass sie die Zeitschrift EMMA lesen, die 2027 ihr 50-jähriges Bestehen feiert, dürfen wir wohl ebenso ausschließen. Die Auflagenhöhe sank seit Bestehen kontinuierlich, lag einst im sechsstelligen Bereich und liegt heute bei geschätzten unter 30.000 verkauften Exemplaren. Aber immerhin, es gibt sie noch. Vor allem aber gibt es noch den Feminismus, für den Alice Schwarzer steht, dem jedoch die Anschlussfähigkeit in weiten Teilen verlorengegangen ist und der klar von "alten weißen Frauen" dominiert wird.
(…) Grundsätzlich fällt auf, wie sauber sortiert Schwarzers Feminismus daherkommt, um trennscharf in Gut und Böse zu unterscheiden. Auch verspricht der Buchtitel den Feminismus als "pur", was immer das heißen mag, und würde doch bei manchen Themen gut die Ergänzung puritanisch vertragen. Und das sind die altbekannten Kampfgebiete mit den Namen Pornografie und Prostitution. Dass letztere für diejenigen, die sie ausüben, selbstbestimmte Sexarbeit bedeuten kann, nimmt der arg verengte Blick der Autorin natürlich nicht wahr. Gewiss, wer über dieses Thema spricht, darf die Ausbeutung und den kriminellen Menschenhandel nicht ausblenden. Aber ebenso wenig die Hurenbewegung, die seit den 1980er Jahren für faire Arbeitsbedingungen und gegen die Stigmatisierung kämpft. Denn auch hier geht es am Ende um Gleichberechtigung und elementare Persönlichkeitsrechte.
Auf die Frage, inwiefern Schwarzer männliche Opfer häuslicher und sexueller Gewalt weiterhin unsichtbar macht, geht die Buchvorstellung nicht ein. Frühere Veröffentlichungen Schwarzers waren in dieser Hinsicht haarsträubend.
5. Noch ein feministischer Irrweg:
Dass die Grammatik der deutschen Sprache die Frauen diskriminiere, ist ein Mythos, den die Linguistin Luise Pusch in die Welt gesetzt hat. Gerade das Gegenteil ist der Fall. Gendern erweist sich als unwissenschaftlich sowie als ideologie- und ressentimentgetrieben.
Hier geht es weiter mit dem Artikel " Wider die Legende von der Männersprache – Deutsch ist frauenfreundlich".
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