Donnerstag, Juni 25, 2026

CICERO beklagt feministischen Männerhass

1. Im feministischen Milieu treibe der Hass auf Männer paradoxe Blüten, beklagt Professor Bernd Stegemann im politischen Monatsmagazin CICERO. "Möglich macht das eine altbekannte Methode: Man verwendet nur die Statistiken, die ins eigene Weltbild passen." In dem Artikel heißt es weiter:

Jüngst forderte anlässlich der Fernandes-¬Affäre eine Spiegel-Kolumnistin, neue feministische Gebote einzuführen: Es soll Ausgangssperren für Männer geben. Es soll ein Alkoholverbot für Männer geben. Und alle Männer sollen ab dem 18. Lebensjahr alle paar Jahre ein Antiaggressionstraining absolvieren müssen.

Wie ernst sie ihre Forderungen meint, zeigt ein raffiniertes Detail. Der Personalausweis wird Männern nur noch dann ausgehändigt, wenn der Antiaggressionskurs besucht wurde. Nur wer den Führerschein für Männer bestanden hat, darf dann bei Tageslicht und ohne Alkohol das Haus verlassen. Ein Social-Media-Verbot für Männer will die Kolumnistin übrigens auch zumindest diskutieren.

Die Verhaustierung des Mannes ist in linken Kreisen verbreitet, und was manche als Satire über das Leben im Feminat unterhaltsam finden könnten, hat einen politisch relevanten Unterbau. Die Unterdrückungsfantasien werden mit einem Strauß von statistischen Pseudowahrheiten begründet, wodurch der Anschein einer faktenbasierten Debatte suggeriert wird. Doch getreu der alten Politikerweisheit werden nur die Statistiken verwendet, die zuvor für die eigenen Absichten passend gemacht wurden.

(…) Das feministische Milieu der Migrationsfreundinnen hat nun die Trickserei mit der Statistik um eine neue Wendung erweitert. Es wird noch immer geleugnet, dass von migrantischen jungen Männern ein erhöhtes Gewaltrisiko ausgeht. Aber zugleich wird die zunehmende Gewalt gegen Frauen beklagt.

Addiert man beide Forderungen, kommt man zu dem paradoxen Männerhass der letzten Monate: Alle Männer sind Täter, aber der Anteil der Migranten darf nicht gesehen werden. Darum müssen alle Männer überwacht werden, aber die Migranten dürfen auf keinen Fall unter Verdacht gestellt werden.

Die Pointe ist verrückt. Zuerst setzt das Open-­Borders-Milieu durch, dass die Grenzen für alle Migranten geöffnet werden und sie bleiben können, dann stellt es wachsende Gewalt gegen Frauen fest. Es macht dafür aber nicht die ungesteuert einwandernden Migranten verantwortlich, sondern die einheimischen deutschen Männer. Mit diesem Kunststück der Statistikfälschung erreichen die wütenden Frauen zwei Ziele zugleich: Sie nutzen die gestiegene Gewalt durch Migranten als Argument für ihren Hass auf alle Männer. Mit "alle Männer" sind aber selbstverständlich nicht wirklich alle, sondern nur die Nichtmigranten gemeint. Denn das wäre sonst rassistisch.

Die Fantasie des migrationsliebenden Feminismus sieht dann so aus: Deutsche Männer dürfen ab 20 Uhr das Haus nicht mehr verlassen, ihnen wird kein Alkohol verkauft und sie bekommen keinen Personalausweis und Reisepass ausgehändigt, wenn sie den feministischen Antiaggressionskurs nicht bestanden haben.

Die männlichen Migranten tummeln sich derweil in einem Land, in dem das Feminat herrscht. Denn Ausgangssperre, Alkoholverbot oder Integrationskurse gelten schließlich nicht für Migranten, da das den Remigrationsplänen der AfD doch allzu ähnlich wäre.


Man muss hier natürlich aufpassen, dass man die pauschale Verdammung aller Männer nicht einfach übernimmt, solange es gegen die migrantischen Männer geht. Wenn man diese Fußangel umgeht, spricht Stegemann etwas aus, das vielen auffällt. Auch Melanie Amann stellte in ihrem Interview mit Jette Nietzard fest, dass Nietzard bei zugewanderten Gewalttätern genau auf den einzelnen Fall schaut und zum Beispiel darauf achtet, welche beispielsweise traumatischen Erfahrungen zu dieser erhöhten Gewaltbereitschaft führten, während sie bei Männern im Allgemeinen nicht im Traum daran denkt, entsprechend zu differenzieren, sondern ein bedrohliches Täterkollektiv zeichnet. Warum Nietzard gegenüber hiesigen Männern nicht dieselbe Empathie wie gegenüber Zuwanderern entwickelt, ist in der Tat erklärungsbedürftig. Ein Grund könnte sein, dass sie einheimische Männer als dominant und mächtig, aber Flüchtlinge und andere Zuwanderer als hilflos erlebt.



2. Ebenfalls im CICERO beschäftigt sich Ben Krischke mit dem Gerichtsurteil, das die Berichterstattung des SPIEGEL über Christian Ulmen nicht ganz in Ordnung fand:

Die Veröffentlichung sorgte für viel Resonanz. Es fanden Demonstrationen gegen Christian Ulmen und das Patriarchat statt. Politikerinnen wie Katrin Göring-Eckardt und Saskia Esken nutzten den Fall für politische Botschaften. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig trommelte für einen Gesetzentwurf gegen Deepfakes, der viel zu weit gegangen wäre. Und während Klimaaktivistin Luisa Neubauer immerhin noch meinte, Männer könnten froh sein, dass Frauen keine Vergeltung wollten, schwadronierte die Influencerin Leonie Löwenherz bereits davon, "Täter auf Marktplätzen kastrieren" zu lassen.

Nach der Veröffentlichung dieser Story war also die Hölle los. Doch von Anfang an gab es auch Kritik an dem Stück. Wer genau las, stellte nämlich fest, dass immer dort, wo pornografische Deepfakes thematisiert wurden, zum Beispiel andere Formulierungen verwendet wurden. Aus gutem Grund, wie jetzt vom Oberlandesgericht in Hamburg festgestellt wurde: Der SPIEGEL hatte offenbar zwei verschiedene Themen vermengt. Und zwar so, dass der Eindruck entstehen konnte und bei vielen Lesern auch entstanden ist, diese hingen miteinander zusammen.

(…) Doch statt beide Themen – die Vorwürfe an Ulmen und die Problematik mit den Deepfake-Pornos – konsequent als zwei unterschiedliche Themen zu behandeln, haben die SPIEGEL-Autoren entweder geschlampt. Oder sie haben versucht, einem privaten Rosenkrieg eine gesamtgesellschaftliche Relevanz beizufügen, um aus einem Boulevardthema ein politisches Thema zu machen. Wohlwissend, dass sich die öffentliche Anklage gegen Christian Ulmen wohl hervorragend verkaufen dürfte.

Vieles spricht für Letzteres; dass beim Spiegel nicht geschlampt, sondern kalkuliert wurde. Das ist keine bloße Unterstellung. Das ist die Benennung eines wiederkehrenden Musters. Ob Luke Mockridge, Till Lindemann oder eben Christian Ulmen: Schon länger versucht der Spiegel, Auflage zu machen mit Themen, die eigentlich Boulevardthemen sind. Aus dem "Sturmgeschütz der Demokratie" ist ein linkes Regenbogenblatt geworden.




3. Eine Frau aus Manchester hat einen Mann fälschlich der Vergewaltigung bezichtigt. Der Betreffende wurde wegen dieser Lügen auf der Straße mit einem Hammer angegriffen. Wenn der Betreffende kein Alibi gehabt hätte, so heißt es in der Berichterstattung, säße er jetzt für mehrere Jahre im Gefängnis. Auch in seiner jetzigen Situation betrachtet er sein Leben als "ruiniert". Die Täterin war bereits wegen acht früherer Straftaten verurteilt worden, darunter Rechtsbeugung, Belästigung, das Versenden böswilliger Nachrichten und Sachbeschädigung.



4. Ein Berufungsgericht in Helsinki hat die Anklage gegen drei Männer mit "ausländischem Hintergrund" abgewiesen, denen vorgeworfen wurde, eine angeblich betrunkene 17-Jährige vergewaltigt zu haben, und die Frau dazu verurteilt, die Anwaltskosten der Gegenseite zu tragen. Die Überwachungskameras des Krankenhauses, in dem diese Frau offenbar tätig war, zeigten, wie sie aus eigenem Antrieb, gut gelaunt und nicht besonders betrunken mit den Männern ein Waldstück aufsuchte, wo sie von Sicherheitspersonal des Krankenhauses überrascht wurde und daraufhin mit den Männern in einen anderen Wald weiterzog. Anschließend berichtete sie weinend und hysterisch, sie wäre vergewaltigt worden. Sie sei so stark alkoholisiert gewesen, dass sie keine echte Einwilligung hätte geben können. Eine Spendenaktion hatte zur Deckung der Anwaltskosten der Klägerin aufgerufen. Eine Unternehmerin sammelte auf diese Weise 20.000 Euro ein, der finnische Frauenrechtsverband Unioni innerhalb von weniger als einem Tag weitere 10.000 Euro.



5. Spanien muss einem inzwischen 75jährigen Bauarbeiter marokkanischer Herkunft 2,5 Millionen Euro zahlen, nachdem er für zwei Vergewaltigungen, die er nie begangen hatte, 15 Jahre hinter Gittern saß.

Im Dezember wurde er von den letzten gegen ihn erhobenen Anklagepunkten freigesprochen, nachdem er in einer langwierigen Kampagne seine Unschuld bewiesen hatte, in deren Verlauf sich eines der Opfer zu Wort meldete und erklärte, er sei nicht der Täter gewesen.

"Das Justizsystem hat mein Leben ruiniert", sagte Tommouhi am Freitag gegenüber Reportern. Das Geld würde ihm weder seine Gesundheit noch seine Jugend zurückgeben, sagte er und fügte hinzu: "Sie haben mir 36 Jahre meines Lebens gestohlen."

Der Oberste Gerichtshof Spaniens hob am Donnerstag eine frühere Entscheidung des Nationalen Gerichts auf, das sich geweigert hatte, Tommouhi eine Entschädigung zu zahlen, obwohl er von den Vorwürfen freigesprochen worden war, und behauptet hatte, es habe in seinem ursprünglichen Verfahren keine Fehler gegeben.

Der Oberste Gerichtshof erklärte, Tommouhi sei Opfer eines "eindeutigen und qualifizierten" Justizirrtums im ursprünglichen Verfahren in Barcelona gewesen. Das Gericht hatte eine biologische Begutachtung nicht berücksichtigt, die zeigte, dass es sich bei dem wahren Täter nicht um Tommouhi gehandelt hatte.


(Die genannten "36 Jahre" resultieren offenbar aus der Haftzeit sowie den darauf folgenden Jahrzehnten Leben mit dem Stigma eines Vergewaltigers und juristischem Kampf um die Aufhebung der Urteile.)



6. Die Post. Einer meiner Leser schreibt mir heute:

Ich weiß nicht ob das für Sie interessant ist, aber für mich ist es ein Beweis, in was für einer frauenhassenden Welt wir doch angeblich leben. Auf etsy.com kann man unter Misandist mehrere Shirts kaufen auf denen Frauen einem Mann den Kopf abschneiden oder einen angetrennten Männerkopf auf dem Tablet servieren. Ein aquivalentes Shirt das Frauenhass nachweist suche ich noch vergeblich.

Hier mal ein Link zu einem von diesen Shirts auf einer bekannten Website, die damit Geld verdient. Mehrere Kontaktaufnahmen zu etsy, ob sie das so akzeptieren oder gegen Hass sind, so wie sie es behaupten, blieben unbeantwortet.


Das fragliche Shirt zeigt das bekannte Caravaggio-Gemälde "Judith und Holofernes", auf dem zu sehen ist, wie die Witwe Judith dem feindlichen Kriegsherrn Holofernes mit einem Schwert den Kopf abschlägt. Darüber prangen auf dem Shirt die Worte "Girls Will Be Girls". Das Kleidungsstück wird angeboten unter Rubriken wie "Misandrie", "Feministisches T-Shirt", "Frauenrechte-T-Shirt", "Brenne das Patriarchat", "Das Patriarchat zerschlagen", "Geschenke für Mama", "Geschenke für die Freundin" und dergleichen mehr. Käuferinnen posten begeisterte Reaktionen wie "Dieses Shirt ist der Hammer! Judith macht HolferDees Nüsse platt. Alle meine CaravaggiHoes sagen: HeeeeeY!"

Andere Shirts zeigen ähnliche Motive, zum Beispiel Bernardo Luinis Gemälde von Salome mit dem abgeschlagenen Kopf Johannes des Täufers mit der Aufschrift "Girl Power". Man kann sich die endlose Empörung in den Medien vorstellen, wenn Mitglieder der "Manosphäre" mit T-Shirts herumlaufen würden, die abgeschlagene Frauenköpfe zeigen. Im umgekehrten Fall ist es kein Skandal, sondern Alltag.



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