Neue US-Studie schlägt Alarm: College-Studentinnen finden immer weniger heiratwürdige Männer
1. Die britische Tageszeitung Independent berichtet über die sich verschärfende Situation junger Studentinnen, die keinen angemessenen Partner mehr zum Heiraten finden:
An vierjährigen Hochschulen studieren derzeit rund 1,6 Millionen mehr Frauen als Männer. Diese Kluft hat laut einer neuen Studie des National Bureau of Economic Research gravierende langfristige Auswirkungen auf die Ehechancen und die finanzielle Stabilität der Millennial- und Gen-Z-Generationen.
"Hochschulgebildete Frauen halten stabile Eheraten aufrecht, indem sie sich mit gut verdienenden Männern ohne Hochschulabschluss verbinden. Das verkleinert die Auswahl an wirtschaftlich tragfähigen Partnern für Frauen ohne Hochschulabschluss", heißt es in der Studie.
Über Generationen hinweg stand studierten Frauen eine vergleichsweise große Gruppe studierter Männer zur Auswahl. In der Stillen Generation und bei den frühen Babyboomern besaßen mehr Männer einen Abschluss als Frauen.
Männer haben heute eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit wie Frauen, zu den untersten 10 Prozent der Notendurchschnitte an der Highschool zu gehören, was zu niedrigeren Einschreibungsquoten an den Hochschulen führt.
Als Konsequenz schrumpft die Auswahl an akademisch gebildeten Männern für heiratswillige Absolventinnen. Sie weichen daher auf Männer ohne akademischen Grad aus, die ein hohes Einkommen erzielen.
Diese Entscheidungen wirken sich nach unten auf Frauen ohne Hochschulabschluss aus: Für sie bleiben kaum noch akademisch gebildete oder gut verdienende Männer übrig.
"Sich verschlechternde Aussichten für Männer haben in erster Linie die Ehechancen von Frauen ohne Hochschulabschluss untergraben", so die Studie.
Langfristig wird dieser Trend erhebliche Auswirkungen darauf haben, wie viele Frauen der Millennials und Gen Z ohne Hochschulabschluss heiraten: Mehr als die Hälfte bleibt eher ledig, als eine Ehe mit ungebildeten Männern mit geringem Einkommen einzugehen.
Setzen sich die aktuellen Ehe- und Einkommenstrends bei Gen Z und Millennials fort, droht amerikanischen Frauen eine Rentenkrise.
Frauen in den USA leben etwa fünf Jahre länger als Männer und gehen mit rund 39 Prozent weniger Ersparnissen in den Ruhestand, wie aus einem Bericht des Finanzdienstleisters Morgan Stanley hervorgeht.
"Allgemein gesprochen haben Männer und Frauen zwar ähnliche Bedürfnisse bezüglich der Grundkosten und des Zeitpunkts des Ruhestands, Frauen stehen jedoch vor zahlreichen persönlichen und beruflichen Herausforderungen, die das Erreichen einer finanziellen Absicherung im Alter erschweren", erklärt Morgan Stanley.
Diese Herausforderungen betreffen alleinstehende Frauen in besonders hohem Maße.
Frauen, die heiraten, verdienen mehr als Frauen, die nie heiraten, ergab eine Analyse des Finanzdienstleistungsunternehmens Farther.
Rechnet man die im Laufe der Zeit höheren Gesundheitskosten von Frauen und die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen hinzu, stehen den Frauen der Gen Z und der Millennials finanziell schwere Zeiten bevor.
"Diese finanziellen Herausforderungen machen die Planung für eine sichere Zukunft für viele alleinstehende Frauen schwieriger und belastender", betont Farther.
2. Nicht alle Männer, aber immer ein Mann: Muhammad Afzal stoppte 2025 den Amokfahrer, der in Mannheim zwei Menschen tötete. Dafür erhielt der Taxifahrer jetzt die Rettungsmedaille des Landes Baden-Württemberg.
Solche Preisvergaben werden exakt nichts an der grassierenden Debatte über die schlimmen Männer (oder männliche Zuwanderer) ändern.
3. Ich lese gerade das Buch Bullshit-Bingo Psychologie, in dem die Autoren Jochen Metzger und Jens Schröder populäre Irrtümer in diesem Buch auseinandernehmen. Darin gibt es auch das Kapitel "Frauen sind schlauer als Männer". Ein Auszug daraus:
Später hat Jochen [Metzger] sein Geld als Journalist bei diversen Frauenzeitschriften verdient. Er durfte dort den ganzen Tag lang die Texte anderer Leute redigieren – also auch lesen. Die allermeisten dieser Leute waren weiblichen Geschlechts. Man tritt niemandem zu nahe, wenn man gesteht: Nach einiger Zeit in diesem Job hat Jochen gemerkt, dass sich bei den Artikeln für diese Frauenzeitschriften einige Argumente und Thesen regelmäßig wiederholten. Ein besonders beliebter Topos erinnerte stark an die Beobachtung von Jochens Kindern: Er spielte in allen möglichen Varianten die Tatsache durch, dass es in Männerköpfen wesentlich dunkler, schwerfälliger und langsamer zuging als in Frauenköpfen. Was in den Texten der Kolleginnen so zuverlässig wiederkehrte wie der Nikolaus am 6. Dezember, war die Story mit der mangelnden Selbstfürsorge. Die ging so: Der Mann fühlt sich nicht wohl. Die Frau sagt: Geh doch zum Arzt. Aber er hört nicht auf sie. Irgendwann ist der Mann so krank, dass jede Hilfe zu spät kommt. Tja. Selbst schuld! Männer erscheinen in vielen dieser Geschichten wie schadhafte B-Ware der Schöpfung, die schlechtere, billigere, dümmere Version des eigentlichen Menschen: der Frau.
Kürzlich ist uns Psycho-Autoren klar geworden, dass weder Jochens Kinder noch die Kolleginnen von der FÜR SIE irgendwelche Einzelmeinungen vertreten. Wenn man sehr vielen achtjährigen Kindern von einer Person erzählt, die besonders dämlich und "langsam im Kopf" ist, dann sind sowohl die befragten Mädchen als auch die Jungen sofort überzeugt: Bei dieser Person muss es sich um einen Jungen handeln. Als wäre das offensichtlich. Wenn jemand dumm ist, dann ist diese Person vermutlich männlich!
Die Kinder übernehmen die Vorurteile der Alten. Man darf davon ausgehen, dass das ständige Gejammer über die vermeintlich ach so zurückgebliebene "Manosphäre" denselben rhetorischen Zweck in solchen Artikeln verfolgt.
Jochen Metzger und Jens Schröder weisen im restlichen Kapitel nach, dass an der Vorstellung vom blöderen Mann, der den Leuten beharrlich eingetrichtert wird, nichts dran ist: "Wenn man viele Frauen und viele Männer einen allgemeinen Intelligenztest absolvieren lässt, findet man im Durchschnitt keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern." Nur eines zeigt sich: "Auch wenn die Gesamtwerte in etwa gleich aussehen, gehen die beiden Kurven am unteren Ende doch deutlich auseinander. Unterhalb von etwa 80 IQ findet man nur noch ganz, ganz wenige Frauen – aber ziemlich viele Männer."
Was die Autoren weglassen, ist die logische Schlussfolgerung, die das nahelegt: Wenn der Durchschnitts-IQ trotzdem gleich ist, müssen sich auch am oberen Ende der IQ-Skala sehr viel mehr Männer als Frauen finden. Diplomatischerweise formulieren das die Autoren nicht aus, sondern überlassen es den klügeren Lesern ihres Buchs, dies selbst zu erschließen. Also vermutlich den Männern.
Vom selben Verlag gibt es übrigens auch das Buch Bullshit-Bingo – Was Frauen nicht mehr hören wollen: Schlagfertig kontern, cool bleiben und Eindruck hinterlassen. Ein vergleichbares Buch über Dinge, die Männer nicht mehr hören können, gibt es selbstverständlich nicht.
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