CDU-Justizministerin zu digitaler Gewalt: "Auch junge Männer sind betroffen"
1. Er habe diese Woche das Bedürfnis verspürt, aus dem männlichen Geschlecht auszutreten, erklärte Dag Schölper, Geschäftsführer des Bundesforums Männer, am Dienstag in einer Talkrunde des SWR zum Fall Fernandes. "Nur weil man ein Mann ist?" fragt die Moderatorin nach und erhält als einzige Antwort ein "Ja." Das ist eine merkwürdige Äußerung für den Vertreter einer Gruppe, die sich immer noch als Interessensvertretung von Jungen und Männern verkauft. Was seine Aufgabe gewesen wäre, musste deshalb eine Frau übernehmen, eine Ministerin der CDU. Die Legal Tribune berichtet darüber:
Auch der Bundesrat lässt es sich nicht nehmen, sich in die aktuelle Debatte um ein entschlosseneres Vorgehen gegen pornografische Deepfakes und digitalen Voyeurismus einzubringen. Am Freitag verurteilte die Länderkammer kurzfristig auf Initiative Mecklenburg-Vorpommerns in einer Entschließung alle Formen sexualisierter Gewalt. Dazu gehöre auch bildbasierte sexualisierte Gewalt, insbesondere die Verbreitung pornografischer und sonstiger persönlichkeitsverletzender Deepfakes. (…) So müsse ein eigener Straftatbestand für das Herstellen und Verbreiten pornografischer und anderer rechtsverletzender Deepfakes geschaffen werden, um solche Taten angemessen zu bestrafen.
(…) Eine bemerkenswerte Note hinterließ im Bundesrat unterdessen die sächsische Justizministerin Constanze Geiert (CDU). (…) Kritik übte die CDU-Politikerin daran, dass in der aktuellen Diskussion bei dem Thema vor allem Frauen und Mädchen als Opfer in den Fokus gerückt würden. "Darüber darf aber nicht vergessen werden, dass auch Jungs beziehungsweise junge Männer von sogenannter digitaler Gewalt und Delikten wie Cybergrooming als Opfer betroffen sind." Der strafrechtliche Schutz muss sich allen Opfern zuwenden, so Geiert. In der Entschließung des Bundesrats heißt es dagegen, dass digitale Gewalt ganz überwiegend Frauen und Mädchen treffe und in ihren Auswirkungen physischer Gewalt in nichts nachstehe.
Die eingangs von mir erwähnte Talkrunde des SWR, zu der man mit Begriffen wie "Manosphere", "Patriarchat" und "Incels" prima hätte Bullshit-Bingo spielen können, endete übrigens mit folgender Abmoderation der Gesprächsleiterin: "Ich kann Ihnen nicht mehr das letzte Wort geben, Herr Schölper, das ist bei diesem Thema vielleicht auch angemessen." Dem kann ich nur zustimmen, aber vermutlich aus völlig anderen Gründen als die Moderatorin. Dem Bundesforisten hat all seine Schleimerei und sein Verrat an den Männern, für die er eintreten soll, nichts genutzt: Er wird letztlich doch nur als einer der Kerle behandelt, auf die er selbst herabblickt.
2. Jeder von euch dürfte das schon mitbekommen haben, aber ich erwähne es der Vollständigkeit halber: Christian Ulmens Rechtsanwälte haben eine Presserechtliche Information online gestellt, die darauf schließen lässt, dass es zu wechselseitiger Gewalt zwischen Collien Fernandes und Christian Ulmen gekommen ist. Das sorgt in den sozialen Medien gerade für einiges Aufsehen.
Ich bin da skeptisch: Wenn, wie Collien Fernandes berichtet, häusliche Gewalt tatsächlich über einen langen Zeitraum immer wieder Spuren an ihrem Körper hinterlassen hat, wovon sie regelmäßig Aufnahmen an ihre Schwester geschickt haben will, sieht ein Kratzer am Hals von Christian Ulmen vergleichsweise lächerlich aus. Dazu kommen all die Vorwürfe, die unter den Strafbestand der Nachstellung fallen würden, wenn sie sich belegen lassen, also das Erstellen und Betreiben von Fake-Profilen unter dem Namen von Collien Fernandes, darüber mit Hunderten Männern (auch aus ihrem beruflichen Umfeld) sexuelle Chats führen, Telefonsex anbieten und erotische/pornografische Bilder oder Videos verschicken – so, dass diese Männer glauben, es handele sich um Fernandes selbst. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob diese Handlungen wiederholt erfolgten und ob sie bei Fernandes zu einer nicht unerheblichen Beeinträchtigung der Lebensgestaltung geführt haben (was bei jahrelanger Belastung durch solche Inhalte oft bejaht wird). In Rede stünde für Ulmen dann eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren, ob er mal einen Kratzer am Hals hatte oder nicht.
Beim Sichten der Debatte in den sozialen Medien fällt auf, dass viele versuchen, Fernandes als hinterhältige Intrigantin zu konstruieren. Dafür fehlen allerdings sämtliche Anhaltspunkte. Sie engagiert sich seit Jahren gegen Deepfake-Pornographie und hat sich selbst als Opfer geoutet, obwohl die Folgen offensichtlich sind, nämlich dass etliche Leute daraufhin nach genau solchen Aufnahmen suchen. (Aktuell geschieht genau das.) Die von einigen Leuten vertretene These, Opfer von Deepfake-Pornographie sollten sich mal nicht so haben, weil sie damit echte Vergewaltigungen verharmlosen würden, ist abenteuerlich: Deepfake-Opfer berichten von psychischen Erkrankungen wie Angstzuständen als Folgeschäden; es sind sogar Fälle von Suiziden bekannt. Viele fürchten, dass Freunde, Familie oder Kollegen das Video sehen und möglicherweise glauben könnten, dass es echt ist. Diese ständige Angst vor der Entdeckung kann das tägliche Leben erdrücken und zu einer erheblichen sozialen Isolation führen. Zu den unmittelbaren Gefühlen von Demütigung, Hilflosigkeit und Scham treten oft langfristige Folgen wie Schlafprobleme und depressive Symptome. Das permanente Bewusstsein, dass die erschreckenden Bilder für immer online bleiben können, setzt viele Betroffenen unter einen emotionalen Dauerstress, der ihre psychische Gesundheit nachhaltig beeinträchtigen kann. Dazu kommen die unterschiedlichsten beruflichen Folgen, wenn Außenstehende die Pornos für echt halten.
Gestern haben sich Christian Ulmens Anwälte noch einmal zu der ARD-Talkrunde "Caren Miosga" zu Wort gemeldet und beklagt, dass "Moderatorin Miosga und der zuständige NDR in einem laufenden Rechtsverfahren ausschließlich eine Seite zu Wort kommen ließen." Das sei "eklatant rechtsstaatswidrig". Auch ich finde es schwierig, wenn in einer Diskussionsrunde sämtliche dazu eingeladenen Teilnehmer im Wesentlichen derselben Meinung sind.
Schwerpunktthema der Miosga-Sendung war das Problem der Deepfake-Pornographie. Hier muss ich sagen: Alles, was dazu gesagt wurde, entspricht eins zu eins dem Kenntnisstand, wie er sich auch mir bei der Recherche für mein Buch darüber gezeigt hat. Justizministerin Hubig erwähnte kurz immerhin auch Männer als Betroffene; dieser Aspekt hätte noch deutlicher gemacht werden können. Allerdings habe ich das in meinem Buch zu diesem Thema auch nicht getan, weil ich damals, vor einem Jahr, noch gar nichts zu männlichen Opfern finden konnte. Erst in den letzten Monaten begann sich das zu ändern: In einer Studie vom letzten Herbst heißt es über die Interviewteilnehmer: "Von den 10 Tätern wurden 8 als Männer und 2 als Frauen identifiziert. Von den 15 Opfern wurden 11 als Frauen und 4 als Männer identifiziert." Eine Studie vom Dezember weist darauf hin, dass männliche Opfer untererfasst sind und eine Forschungslücke darstellen. Eine Studie mit Veröffentlichungsdatum von April 2026 schließlich - druckfrischer geht es nicht - zeigt, dass männliche Opfer durch identische Deepfake-Inhalte als weniger verletzt wahrgenommen werden.
Ich kann Collien Fernandes nicht vorwerfen, dass sie neben all dem Mist, den sie an der Backe hat, nicht die brandneuen Untersuchungen kennt, die zeigen, dass Deepfake-Pornos eben nicht fast ausschließlich Frauen treffen. Anders als bei Dag Schölper ist es auch nicht ihr Job, sich speziell um die Anliegen männlicher Opfer zu kümmern.
Sieht man von diesem Aspekt ab, war die "Miosga"-Sendung, speziell was die Aufklärung über Deepfake-Pornographie angeht, ein Schritt nach vorne,. Es ärgert mich, dass das allgemeine Problembewusstsein bei diesem Delikt, das viele Opfer hat, bis vor anderthalb Wochen noch fast bei null lag. Opfer von Deepfake-Pornos wurden bislang genauso häufig in Stich gelassen, wie heute noch männliche Opfer von sexueller Gewalt im allgemeinen.
Ausgerechnet in den letzten Minuten stürzte die "Miosga"-Sendung dann leider doch ab, indem sie "häusliche Gewalt" auf "Gewalt gegen Frauen" einengte und von da ab konsequent zwischen Täter-Männern und Opfer-Frauen trennte. Dieser Teil der Sendung war bizarr und zeigt, dass es eben doch ein Problem ist, wenn man sämtliche Talkshow-Teilnehmer aus demselben politischen Lager einlädt. Hier kann sich auch niemand mit brandneuen Studien herausreden: Forschungserkenntnisse über die Gleichverteilung der Opfer bei häuslicher Gewalt liegen seit den frühen 1980er Jahren vor.
3. Unter der Schlagzeile "Das Patriarchat schlägt brutaler denn je zurück" ereifert sich Simone Schmollack in der "taz" über die "Maskulinistenszene". In dem Artikel heißt es, man habe geglaubt, diese Bewegung, die über die Benachteiligung von Männern zu sprechen begann, ausgegrenzt und "die Frauenhasser" erfolgreich "niedergerungen" zu haben. Stattdessen seien sie aber etwa in der Gestalt von autoritären Staatsführern quicklebendig, und nähmen "sich das Recht heraus, Gesetze nach ihrem Sinne zu ändern und regelbasierte Werte umzuschreiben". Symbolisch für diesen "Feldzug gegen Frauen" stehe die Debatte um Christian Ulmen und Collien Fernandes.
Hier hat mich einmal mehr interessiert, wie die KI diesen Artikel analysiert:
Dieser Text ist ein Meisterwerk der politischen Paranoia – eine Art Grand Unified Theory of Misogyny, die so begeistert ist von ihrer eigenen Weltverschwörung, dass sie glatt vergisst, über den eigentlichen Fall zu sprechen. Stattdessen konstruiert er eine Endzeit-Erzählung, in der Christian Ulmen nur noch eine Fußnote ist im globalen Kampf zwischen dem Guten (Feminismus) und dem Bösen (alle anderen).
Der Text gleitet in einem einzigen Atemzug von Christian Ulmen zu Wladimir Putin, Donald Trump, Viktor Orbán, Javier Milei und Recep Tayyip Erdoğan. Das ist eine kausale Hüpfekästchen-Argumentation, die so wirkt, als hätte jemand alle Schlagwörter des letzten Jahres in einen Topf geworfen und umgerührt.
Der Fall Fernandes-Ulmen wird zum "Sinnbild" für einen "regelrechten Feldzug gegen Frauen". Aber was genau hat Ulmen mit Trumps Familienpolitik zu tun? Was hat mutmaßliche digitale Gewalt in Spanien mit der Geburtenrate in Russland zu tun? Nichts – außer der omnipräsenten Kategorie "Männer". Die Autorin produziert hier ein monströses Maskulinum: ein weltumspannendes Wesen, das in verschiedenen Erscheinungsformen (Comedian, Präsident, Maskulinist) agiert, aber immer das Gleiche will: die Unterdrückung der Frau.
Das ist nicht Politikanalyse, das ist Mythologie. Es ist die Umkehrung der Protokolle der Weisen von Zion – nur dass diesmal die Verschwörer nicht jüdische Banker sind, sondern "Männer".
Besonders pikant: Die Autorin behauptet, Trump habe "häusliche Gewalt als Straftatbestand abgeräumt" und "Dinge, die zu Hause passieren" entkriminalisiert. Das ist schlichtweg falsch. Trump hat 2019 die Definition von Partnerschaftsgewalt im Rahmen der VAWA (Violence Against Women Act) eingeschränkt, aber er hat nicht das Strafrecht selbst abgeschafft. Häusliche Gewalt bleibt in allen US-Bundesstaaten strafbar. Die Autorin verwechselt (bewusst oder unbewusst) die Definitionsebene mit der Strafrechtsebene, um eine maximale Dramatisierung zu erreichen.
Ähnlich bei Russland: Dort gibt es durchaus strafrechtliche Regelungen zu häuslicher Gewalt, auch wenn sie als "Gewalt im häuslichen Umfeld" bezeichnet werden. Die Autorin suggeriert einen rechtsfreien Raum, der so nicht existiert – oder der zumindest deutlich komplexer ist, als sie darstellt.
Der Text arbeitet mit einer totalisierenden Rhetorik, die jede Differenzierung unmöglich macht. Wenn alles Teil desselben "Feldzugs" ist – von einem sexistischen Witz im ICE-Bordbistro bis zur Kriegsverbrechen in der Ukraine, von einem vermutlichen Stalking-Fall bis zur Abschaffung des Abtreibungsrechts – dann gibt es keine Skala mehr, kein Mehr oder Weniger, keine Unterschiede in Qualität und Quantität. Alles ist gleich schlimm, alles ist Teil des großen Ganzen.
Das ist die perfekte Abwehrstrategie gegen jede Kritik: Wer widerspricht, wird zum Mitläufer des Weltverschwörung. Wer sagt: "Moment, der Ulmen-Fall ist etwas anderes als die Politik Orbáns", wird zum "Maskulinisten" gestempelt, der die Verbindungen nicht sehen will.
Dieser Text ist ein Dokument der Hilflosigkeit. Er kann den spezifischen Fall nicht ertragen – zu grauenhaft, zu banal, zu unauflösbar – und flüchtet sich deshalb in die Große Erzählung. Christian Ulmen wird zu einer Figur im globalen Drama des Patriarchats herabgewürdigt (oder aufgewertet, je nach Perspektive), um nicht sagen zu müssen: Hier haben wir es möglicherweise mit einem Einzeltäter zu tun, mit einer individuellen Tragödie, mit einem Versagen von Beziehung und Recht – aber nicht mit einer Weltverschwörung.
Die taz hat hier einen Text veröffentlicht, der intellektuell unredlich ist, faktenverdrehend und rhetorisch totalitär. Er instrumentalisiert das mutmaßliche Leid einer Frau für eine politische Agenda, die nichts mit diesem Fall zu tun hat. Und er tut das unter dem Deckmantel der Solidarität.
4. In einem weiteren Artikel der "taz" verlangt Lilly Schröder, für Männer habe in der Debatte zukünftig die Schuldvermutung zu gelten. Gefordert wird also der ohnehin schon bestehende Zustand.
5.
Eine Frau hat Jay Z 2024 beschuldigt, sie vergewaltigt zu haben. Nach widersprüchlichen Aussagen zog sie die Klage zurück. Der Rapper sprach nun über diese Zeit: "Diese Scheiße hat mich viel Kraft gekostet".
Hier erfährt man mehr.
6. Aktuelle Beiträge zum Fall Ulmen argumentieren, schon wenn Männer bei sexistischen Witzen nicht einschritten, begünstigten sie die Vorstufe zur Vergewaltigung. Ständiger Tenor: Warum begreifen die Kerle einfach nicht, wenn Verhalten unangemessen ist? Gehört das zur männlichen Sozialisation, zum Patriarchat? Es wird höchste Zeit, dass Männer an sich zu arbeiten beginnen, damit sie irgendwann die charakterliche Reife von Frauen erlangen. Zu dieser Rhetorik passt eine Passage aus Alexander Teskes Buch inside tagesschau (S. 54-55), das ich gerade lese:
Wir sind auf dem Rückweg von der Kantine. L. ist mal wieder gut drauf.
"Wir haben ja einen neuen Kollegen im Hauptstadtstudio, von dem sich niemand so richtig den Namen merken kann. Ich habe jetzt eine Idee, wie wir uns den ein für allemal merken können."
"Wie denn?"
"Na so: Po-Krake!" Dabei fasst L. dem Kollegen N. ans Hinterteil und greift zu.
Dann lacht sie. N. ist in Schockstarre. Dann lacht er höflich mit. Weil L. den Witz so gut findet, wiederholt sie ihn noch einmal in der Redaktion. Ich bin schockiert und denke: Was, wenn ein Mann das bei einer Frau getan hätte?
(…) Im März 2023 werden die Ergebnisse [einer Mitarbeiterbefragung] mit einer externen Trainerin und der Redaktion ausgewertet. Ich moniere übergriffiges Verhalten. Die Po-Krake erzähle ich anonymisiert als Beispiel. Daraufhin L. am folgenden Tag: "Also wenn ich nicht mal mehr das machen darf, ist das hier nicht mehr meine Redaktion."
Es folgen Kurzmeldungen der vergangenen Woche aus dem Ausland:
6. Eine 53-jährige verheiratete Mutter aus Monarto in South Australia, wurde für schuldig befunden, einen 15-jährigen Jungen sexuell missbraucht zu haben. Der Teenager war bei einer Party bei ihrem Haus in einem Zelt ohnmächtig geworden und wachte auf, während Frahn einen Oralverkehr an ihm vornahm. Sie wurde zu vier Jahren Haft verurteilt, davon zweieinhalb Jahre ohne Bewährung.
7. Eine 22-jährige Sonderpädagogin in Wisconsin, wurde am Mittwoch festgenommen und wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern durch eine Schulmitarbeiterin sowie zweitgradigen sexuellen Übergriffs auf ein Kind angeklagt. Im Laufe der Ermittlungen wurden mehrere minderjährige Opfer identifiziert, wobei die Untersuchung noch andauert und weitere Anklagepunkte möglich sind.
8. Eine 25-jährige Soldatin der britischen Royal Navy ist vom Militärgericht für schuldig befunden worden, sechs sexuelle Übergriffe auf Schiffskameraden begangen zu haben. Sie soll gezielt vor allem neue oder als zurückhaltend geltende Crewmitglieder beiderlei Geschlechts ausgesucht haben. Zu den Übergriffen gehörten unter anderem: Schlagen aufs Gesäß, Grabschen an die Brüste und Grabschen in den Schritt. Das Gericht sah die Vorwürfe von insgesamt zehn Zeugen als glaubwürdig an.
9. Eine 31-jährige Polizistin aus Massachusetts wurde zusammen mit ihrem Ehemann festgenommen. Ihr werden drei Fälle der schweren Vergewaltigung eines Kindes vorgeworfen. Das Paar soll einen Jungen, der ab seinem 12. Lebensjahr ihr gesetzlicher Mündel war, über Jahre hinweg sexuell missbraucht haben. Die Polizistin wurde vom Dienst suspendiert, beide wurden verhaftet, plädierten auf nicht schuldig und kamen gegen Kaution frei.
10. Eine 33-jährige australische Musiklehrerin hat sich für 15 Anklagepunkte des sexuellen Missbrauchs eines Schülers schuldig bekannt. Die Taten umfassten unter anderem fünf Fälle sexueller Penetration eines Kindes unter 13 Jahren, weitere Penetrationen eines Kindes zwischen 13 und 16 Jahren, unziemliche Berührungen sowie anhaltendes sexuelles Verhalten mit einem Kind unter 16 und den Besitz von kinderpornografischem Material. Die Übergriffe erstreckten sich über 16 Monate zwischen 2024 und 2025 und begannen, als der Schüler zwölf Jahre alt war. Craig wurde von dem Jungen schwanger und brachte im Januar 2026 ein Kind zur Welt, als dieser 13 Jahre alt war; ein DNA-Test bestätigte die Vaterschaft des Schülers.
~ Ich weiß nicht mehr, wie ich nach diesen Nachrichten noch mit Frauen leben soll. *heul* Nicht immer Frauen, aber immer eine Frau. ~
Ernsthaft: Das sind alles Fälle, über die ich gestolpert bin, ohne eigens danach zu suchen, sondern allein, weil ich in Netzwerke eingebunden bin, wo über solche Fälle berichtet wird. Ich möchte gar nicht erst wissen, was ich mit einer eigenen Suchanfrage aufgetan hätte. Es ist mir unerfindlich, wie sich die Phantasie, solche Übergriffe wären auf Männer beschränkt, immer noch in einigen Köpfen halten kann. All diese Nachrichten stammen aus derselben Woche, in der hierzulande Redakteure sich selbst und alle anderen Männer gegeißelt haben, weil sie einen "Täterkörper" besäßen. Die aktuellen Beiträge des woken Lagers zu diesem Thema, ob von Sophie Passmann, Sarah Bosetti, Rezo oder den Lobos blenden diesen Teil der Wirklichkeit massiv aus, die von Simone Schmollack und Margarete Stokowski sowieso. Besonders peinlich macht manche dieser Beiträge die demonstrative Herablassung, mit der sie geäußert werden: Bei Bosetti gehört diese Herablassung zur Marke, Passmann geht automatisch davon aus, dass sie als Feministin eine höhere Bewusstseinsstufe innehabe als "irgendein Karlheinz auf Twitter". Männerfeindlicher Sexismus übertrumpft hier regelmäßig die seriöse Beschäftigung mit dem Problem der sexuellen Gewalt.
Dabei ist diese Einäugigkeit bei weitem nicht auf das woke Lager begrenzt. Es falle "den Männern diesmal erstaunlich schwer, sich herauszureden" aus der Kollektivschuldthese, fabuliert auch Jan Küveler in der "Welt": "Der Generalverdacht scheint berechtigter als seine radikale Verneinung." Die Leitmedien insgesamt sind auf diesem Trip, ob sie politisch links stehen oder rechts.
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